track-210126.jpg
Wegführung: Kaltenleutgeben Pfarrgasse Hst. (9.42) – Irrweg – Ludwig-Fürst-Steig – Raabfelsen – Punkt 492m – Kleiner Eisgraben – Großer Flösslberg (583m) – Großer Sattelberg (584m) – Mugl-Höhe (556m) – Drei-Ecker (562m) – Kleiner Flösslberg (510m) – Buch-Bründl – Kammersteinerhütte/Josefswarte (581m, 12.30-15.00) – Parapluieberg (561m) – Bierhäuslberg (488m) – Rodaun Endhaltestelle 60er (16.10)
Höhenmeter: 650hm | Strecke: 11,0km | Gehzeit: ca. 4 Stunden
Langsam geht mir die monotone Witterung auch auf die Nerven. Zu wenig für Schneeschuhe, zu kalt zum länger Verweilen im Freien und die Hütten oft gesteckt voll an den Wochenenden. Für manche ambitioniertere Routenführungen liegt wieder zu viel Schnee und Eis. Kurz hatte ich überlegt, nach Salzburg zu fahren und auf den Gaisberg zu gehen, doch auch da sitze ich lieber im Freien und lasse mir die Sonne auf den Bauch scheinen. Bei der Kartendurchsicht fiel mir auf, dass ich den Irrweg ab Kaltenleutgeben noch nie gegangen bin. Zudem war ich auch am Kleinen Flösslberg erst einmal, zu Pandemiebeginn, und hatte entsprechend kaum nennenswerte Erinnerungen daran. Dieses Mal keine Probleme bei der Anfahrt, halleluja.
Ich starte beim Emmelpark. Besonders perfide war, dass ich noch auf den ersten Metern ein paar blaue Lücken in der tiefbasigen Hochnebeldecke Richtung Sulzer Höhe sah und gewisse Hoffnungen entwickelte, noch in die Sonne zu kommen.
cloudphase-210126-0950.jpg
Wolkenphase Satellitenbild vom Mittwoch, 21. Jänner 2026, 09.50 Uhr MEZ (Quelle: kachelmannwetter.com)
Das Satellitenbild zeigte auch entsprechende Lücken im Hochnebel im Bereich der Föhrenberge. Damit sollte es dann für den Rest des Tages allerdings gewesen sein. Die Wellenstrukturen nahmen allgemein ab und die Bewölkungsverteilung sollte sich bis zum Abend nicht mehr ändern. Der Südostwind war zum Glück nicht mehr ganz so lebhaft wie an den Vortagen, denn ich hatte die Frostgrade klar unterschätzt. Erst am Abend sah ich, dass ich überwiegend bei -6°C und tiefer unterwegs war, gerechnet hatte ich mit -2 bis -3°C. Dafür war ich fast etwas zu luftig angezogen.
Winter 2025/2026 (Symbolbild)
1.jpg
Gleich hinterm Park beginnt das unmarkierte Steiglein. Ich legte gleich die Spikes an.
Grundmauernreste des Kurbetriebs aus dem 19. Jahrhundert
2.jpg
Zum Hintergrund der Benennung der Parkanlage und der ehemaligen Kuranstalt gibt es auf den Seiten der Gemeinde Kaltenleutgeben interessante Infos. Der Steig geht kurz in einen engen Graben und windet sich dann links in Kehren hinauf.
Mauerreste eines befestigten Wegs
3.jpg
Über den Irrweg, der oben in den Kaisersteig nahe der Gaisbergwiese mündet, habe ich nichts weiter gefunden. Vom Alter der Mauerreste her könnte er in Verbindung mit der Kuranstalt angelegt worden sein. Breit genug jedenfalls, um als Wanderweg zu dienen. Dann verließ ich den breiten Weg und wechselte auf den Kamm.
Aussichtsbankerl am Beginn des Kamms, hinten links die Biermeierwiese
4.jpg
Eisig am Kaisersteig
5.jpg
Über den Kaisersteig kam ich zum Ludwig-Fürst-Steig, den ich von der Gaisbergwiese kommend schon zahlreich abgestiegen bin.
Pfarrkirche, dahinter Doktorberg (430m), der mir auch noch fehlte
6.jpg
Wenn der Ort nicht inmitten eines Naherholungsgebiets liegen würde, wäre er der schiachste Ort überhaupt. Kein richtiges Ortszentrum und hässliche Wohnblöcke neben historischen Gebäuden aus der Gründerzeit. Grausames Stadtbild, aber sechs Hütten zum Einkehren.
Ich stieg nicht zur Kirche ab wie sonst, sondern gleich im Großen Eisgraben wieder aufwärts und dann links zum sogenannten Raabfelsen. Im 20. Jahrhundert befand sich hier sogar eine kleine Aussichtswarte am ugs. „Loreley-Felsen„, die Roseggerwarte, die der Postverwalter und Mitglied des Verschönerungsvereins Kaltenleutgeben, Josef Raab, errichten ließ. 1913 wurde Raab nach Oberhollabrunn versetzt – seitdem hieß der Aussichtspunkt nurmehr Raabfelsen. Um 1960 herum wurde ein Großteil des Raabfelsens schließlich aufgrund des ostseitig gelegenen Steinbruchs gesprengt (Quelle).
Raabfelsen (438m) mit Großem Flösslberg (583m)
7.jpg
Ich blieb am Kamm mit zahlreichen Felsgebilden, an denen Kletter- und Boulderrouten erkennbar waren.
Steigspuren um das Felsgebilde herum
8.jpg
Beim höchsten Punkt unweit des Forstwegs war ich laut OSM auf 492m. Gipfelinfrastruktur gab es keine, dafür war der Mugel zu wenig ausgeprägt. Aus dem Kleinen Eisgraben hörte ich übrigens minutenlang heftig durchdrehende Reifen eines mutmaßlichen Geländewagens. Er dürfte es dann aber geschafft haben.
Querung in den Kleinen Eisgraben
9.jpg
Den Bären kannte ich schon. Witzig war, dass ich mich schon zum zweiten Mal nicht mehr erinnern konnte, hier auf- bzw. abgestiegen zu sein. Mehr oder weniger auf direktem Anstieg strebte ich dem Gipfel zu.
10.jpg
Großer Flösslberg (583m) – mein fünfter Besuch
11.jpg
Dieses Mal ging ich nicht auf direktem Weg zum Großen Sattelberg weiter, sondern machte den Schlenker zum Weg oberhalb des ehemaligen Steinbruchs Flössl.
10-15cm unberührter Schnee, im Hintergrund Großer Flösslberg
12.jpg
Interessantes Gelände dort, vielleicht einmal ein Besuch im Frühling wert, wenn die Vegetation sprießt. Jedenfalls sah ich dort den meisten Schnee der gesamten Wanderung. Herrlich ruhig außerdem.
Dicke Eispanzer auf dem Weg
13.jpg
Wegführung: Kaltenleutgeben Pfarrgasse Hst. (9.42) – Irrweg – Ludwig-Fürst-Steig – Raabfelsen – Punkt 492m – Kleiner Eisgraben – Großer Flösslberg (583m) – Großer Sattelberg (584m) – Mugl-Höhe (556m) – Drei-Ecker (562m) – Kleiner Flösslberg (510m) – Buch-Bründl – Kammersteinerhütte/Josefswarte (581m, 12.30-15.00) – Parapluieberg (561m) – Bierhäuslberg (488m) – Rodaun Endhaltestelle 60er (16.10)
Höhenmeter: 650hm | Strecke: 11,0km | Gehzeit: ca. 4 Stunden
Langsam geht mir die monotone Witterung auch auf die Nerven. Zu wenig für Schneeschuhe, zu kalt zum länger Verweilen im Freien und die Hütten oft gesteckt voll an den Wochenenden. Für manche ambitioniertere Routenführungen liegt wieder zu viel Schnee und Eis. Kurz hatte ich überlegt, nach Salzburg zu fahren und auf den Gaisberg zu gehen, doch auch da sitze ich lieber im Freien und lasse mir die Sonne auf den Bauch scheinen. Bei der Kartendurchsicht fiel mir auf, dass ich den Irrweg ab Kaltenleutgeben noch nie gegangen bin. Zudem war ich auch am Kleinen Flösslberg erst einmal, zu Pandemiebeginn, und hatte entsprechend kaum nennenswerte Erinnerungen daran. Dieses Mal keine Probleme bei der Anfahrt, halleluja.
Ich starte beim Emmelpark. Besonders perfide war, dass ich noch auf den ersten Metern ein paar blaue Lücken in der tiefbasigen Hochnebeldecke Richtung Sulzer Höhe sah und gewisse Hoffnungen entwickelte, noch in die Sonne zu kommen.
cloudphase-210126-0950.jpg
Wolkenphase Satellitenbild vom Mittwoch, 21. Jänner 2026, 09.50 Uhr MEZ (Quelle: kachelmannwetter.com)
Das Satellitenbild zeigte auch entsprechende Lücken im Hochnebel im Bereich der Föhrenberge. Damit sollte es dann für den Rest des Tages allerdings gewesen sein. Die Wellenstrukturen nahmen allgemein ab und die Bewölkungsverteilung sollte sich bis zum Abend nicht mehr ändern. Der Südostwind war zum Glück nicht mehr ganz so lebhaft wie an den Vortagen, denn ich hatte die Frostgrade klar unterschätzt. Erst am Abend sah ich, dass ich überwiegend bei -6°C und tiefer unterwegs war, gerechnet hatte ich mit -2 bis -3°C. Dafür war ich fast etwas zu luftig angezogen.
Winter 2025/2026 (Symbolbild)
1.jpg
Gleich hinterm Park beginnt das unmarkierte Steiglein. Ich legte gleich die Spikes an.
Grundmauernreste des Kurbetriebs aus dem 19. Jahrhundert
2.jpg
Zum Hintergrund der Benennung der Parkanlage und der ehemaligen Kuranstalt gibt es auf den Seiten der Gemeinde Kaltenleutgeben interessante Infos. Der Steig geht kurz in einen engen Graben und windet sich dann links in Kehren hinauf.
Mauerreste eines befestigten Wegs
3.jpg
Über den Irrweg, der oben in den Kaisersteig nahe der Gaisbergwiese mündet, habe ich nichts weiter gefunden. Vom Alter der Mauerreste her könnte er in Verbindung mit der Kuranstalt angelegt worden sein. Breit genug jedenfalls, um als Wanderweg zu dienen. Dann verließ ich den breiten Weg und wechselte auf den Kamm.
Aussichtsbankerl am Beginn des Kamms, hinten links die Biermeierwiese
4.jpg
Eisig am Kaisersteig
5.jpg
Über den Kaisersteig kam ich zum Ludwig-Fürst-Steig, den ich von der Gaisbergwiese kommend schon zahlreich abgestiegen bin.
Pfarrkirche, dahinter Doktorberg (430m), der mir auch noch fehlte
6.jpg
Wenn der Ort nicht inmitten eines Naherholungsgebiets liegen würde, wäre er der schiachste Ort überhaupt. Kein richtiges Ortszentrum und hässliche Wohnblöcke neben historischen Gebäuden aus der Gründerzeit. Grausames Stadtbild, aber sechs Hütten zum Einkehren.
Ich stieg nicht zur Kirche ab wie sonst, sondern gleich im Großen Eisgraben wieder aufwärts und dann links zum sogenannten Raabfelsen. Im 20. Jahrhundert befand sich hier sogar eine kleine Aussichtswarte am ugs. „Loreley-Felsen„, die Roseggerwarte, die der Postverwalter und Mitglied des Verschönerungsvereins Kaltenleutgeben, Josef Raab, errichten ließ. 1913 wurde Raab nach Oberhollabrunn versetzt – seitdem hieß der Aussichtspunkt nurmehr Raabfelsen. Um 1960 herum wurde ein Großteil des Raabfelsens schließlich aufgrund des ostseitig gelegenen Steinbruchs gesprengt (Quelle).
Raabfelsen (438m) mit Großem Flösslberg (583m)
7.jpg
Ich blieb am Kamm mit zahlreichen Felsgebilden, an denen Kletter- und Boulderrouten erkennbar waren.
Steigspuren um das Felsgebilde herum
8.jpg
Beim höchsten Punkt unweit des Forstwegs war ich laut OSM auf 492m. Gipfelinfrastruktur gab es keine, dafür war der Mugel zu wenig ausgeprägt. Aus dem Kleinen Eisgraben hörte ich übrigens minutenlang heftig durchdrehende Reifen eines mutmaßlichen Geländewagens. Er dürfte es dann aber geschafft haben.
Querung in den Kleinen Eisgraben
9.jpg
Den Bären kannte ich schon. Witzig war, dass ich mich schon zum zweiten Mal nicht mehr erinnern konnte, hier auf- bzw. abgestiegen zu sein. Mehr oder weniger auf direktem Anstieg strebte ich dem Gipfel zu.
10.jpg
Großer Flösslberg (583m) – mein fünfter Besuch
11.jpg
Dieses Mal ging ich nicht auf direktem Weg zum Großen Sattelberg weiter, sondern machte den Schlenker zum Weg oberhalb des ehemaligen Steinbruchs Flössl.
10-15cm unberührter Schnee, im Hintergrund Großer Flösslberg
12.jpg
Interessantes Gelände dort, vielleicht einmal ein Besuch im Frühling wert, wenn die Vegetation sprießt. Jedenfalls sah ich dort den meisten Schnee der gesamten Wanderung. Herrlich ruhig außerdem.
Dicke Eispanzer auf dem Weg
13.jpg



Kommentar