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Wegführung: Grünbach am Schneeberg Kohlewerk (9.15) – Krumböcksteig – Gelände (1023m, 10.15-10.25) – Rastkreuzsattel (867m) – Kienberg (1045m, Versuch) – Wandwiese (1111m, Versuch) – Plackles (1132m) – Eicherthütte (12.05-13.25) – Leitergraben – Zweiersdorf – Kienberg (650m, 15.25) – Steinschütt – Willendorf Hst. (16.20)
Höhenmeter: 900 | Strecke: 17,5km | reine Gehzeit: ca. 5 Stunden 10 Minuten
Viecher: 1 Katze, 1 Labrador
Das Gesamtrésumée: Schon lange keine so abwechslungsreiche Tour mehr genossen. Bisher war es zwar ein ungleich winterlicherer Winter als die letzten Jahre, aber dennoch schneearm und mit Schneeschuhen einfach nichts zu holen. Dafür reizvolle Reifstimmungen unter bzw. im Nebel mit Winterlandschaft in den Niederungen und ewiger Fernsicht am Berg.
Dieses Mal hatte ein wenig Glück mit der Anfahrt. In Wiener Neustadt schmolz die Umstiegszeit auf drei Minuten und ich musste ganz nach vorne am Bahnsteig, aber es ging sich gerade so noch aus. In Wien nieselte es zunächst unterm Nebel, während das Bild ab dem südlichen Wien bis etwa Mödling immer winterlicher wurde. Offenbar gab es dort Schneegrieseln oder Industrieschnee.
Anfahrt mit der Schneebergbahn Richtung Grünbach am Schneeberg
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Im südlichen Steinfeld herrschte zunächst gefrierender Nebel, doch schon im Anstieg zum Grünbacher Sattel (678m) schien die Sonne fahl durch die Wolken.
Die Katze genoss die ersten Sonnenstrahlen
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Im Anstieg zum Geländ blauer Himmel über mir – das ging flott
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Ich wollte aber nicht direkt ansteigen, sondern eine Schleife vorbei am Hausstein ziehen. Das letzte Mal kam ich dort vor neun Jahren vorbei und ich wollte meine Erinnerungen auffrischen.
Wie aus dem Bilderbuch: Nebelschwaden, Sonne und Schneeberg
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Beim Beginn des Forstwegs legte ich die Ketten an, um sie kurz darauf wieder abzulegen. Der westseitige Anstieg war weitgehend aper bis zum Gipfel.
Hausstein (852m)
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Die steil aufragende Felsgruppe wird an der Nordseite in einfacher Kletterei (I) erstiegen, es gibt aber auch schwierigere (Seil-) Routen. Ich verzichtete angesichts der eisigen Bodenverhältnisse.
Kurzlebige Kunstwerke nach dem Weichen des Nebels
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Ein Nebelmeer bedeckte das Puchberger Becken.
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Spektakuläre Strahlenbüschel an der Nebelobergrenze
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Vor lauter Schauen verlor ich den markierten Steig, oder die Wegführung hatte sich mittlerweile geändert. Laut GPS befand ich mich am Steig entlang der Wiese, die aber umzäunt war. An einer niedrigen Stelle fand ich einen Übergang über den Zaun und stieß auf der Wiese auf den Imnitzersteig von Norden.
Talberg (776m) im Vordergrund an der Nebelobergrenze
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Würdiger Rastplatz mit Traumblick
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Aus meteorologischer Sicht interessant waren die beiden Inversionsschichten. Die Bodeninversion begrenzte den Stratus (Nebel) unterhalb etwa 760m. Der Heuberg (748m) in der Rosalia schaute anfangs aus dem Nebelmeer, verschwand aber bald darin. Im Puchberger Becken war die Nebelobergrenze noch tiefer, wahrscheinlich, weil sich aufgrund der ausgeprägten Beckenlage Kaltluft sammelt. In rund 915m Höhe befand sich die zweite Inversion im Aufstieg, spürbar durch einen markanten Temperaturanstieg auf wenigen Höhenmetern, von Frost- zu deutlichen Plusgraden. Über der zweiten Inversion sank die relative Feuchte schlagartig ab und die Sicht wurde entsprechend besser – im Bild entspricht das der scharfen Dunstgrenze.
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Mittagsaufstieg der Hohen Warte (Quelle: kachelmannwetter.com)
Der Radiosondenaufstieg von Wien zeigt eine gesättigte Schicht vom Boden bis rund 1km Höhe (dicker Stratus), was auch gefrierendes Nieseln oder Schneegrieseln erklärt. Kurz vor dem scharfen Temperaturrückgang mit der Feuchteabnahme ist ein kleiner Höcker erkennbar, allerdings bin ich mir nicht sicher, ob das die Doppelinversion widerspiegelt. Der Aufstieg fand außerdem über 50km nördlich der Hohen Wand statt, ist also nicht unbedingt repräsentativ.
Nach kurzer Teepause ging ich weiter, ich hatte ja noch ein längeres Tagesprogramm vor mir. Vor dem Abstieg zog ich die Spikes wieder auf, das war auf den abschüssigen Passagen ganz gut so. Zwischendrin wieder völlig aper, dann völlig vereiste Forstwege.
Abstieg zum Rastkreuzsattel, gegenüber Hohe Wand mit Plackles (1132m) rechts
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Kahlschlag nahe der Scheimhittn am Rastkreuzsattel
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Das Stück hatte ich anders in Erinnerung. Früher sah man die Hütte erst, wenn man praktisch vor ihr stand. Die Bäume wirkten frisch gefällt, nichts entwurzelt, also keine Folge des Septemberereignis 2024. Rechts eben der schmale Kienberg (1045m), den ich als nächstes ansteuern wollte.
Bei diesem hohen Zaun war leider Endstation, der Gipfelpunkt vom Kienberg unerreichbar.
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Wegführung: Grünbach am Schneeberg Kohlewerk (9.15) – Krumböcksteig – Gelände (1023m, 10.15-10.25) – Rastkreuzsattel (867m) – Kienberg (1045m, Versuch) – Wandwiese (1111m, Versuch) – Plackles (1132m) – Eicherthütte (12.05-13.25) – Leitergraben – Zweiersdorf – Kienberg (650m, 15.25) – Steinschütt – Willendorf Hst. (16.20)
Höhenmeter: 900 | Strecke: 17,5km | reine Gehzeit: ca. 5 Stunden 10 Minuten
Viecher: 1 Katze, 1 Labrador
Das Gesamtrésumée: Schon lange keine so abwechslungsreiche Tour mehr genossen. Bisher war es zwar ein ungleich winterlicherer Winter als die letzten Jahre, aber dennoch schneearm und mit Schneeschuhen einfach nichts zu holen. Dafür reizvolle Reifstimmungen unter bzw. im Nebel mit Winterlandschaft in den Niederungen und ewiger Fernsicht am Berg.
Dieses Mal hatte ein wenig Glück mit der Anfahrt. In Wiener Neustadt schmolz die Umstiegszeit auf drei Minuten und ich musste ganz nach vorne am Bahnsteig, aber es ging sich gerade so noch aus. In Wien nieselte es zunächst unterm Nebel, während das Bild ab dem südlichen Wien bis etwa Mödling immer winterlicher wurde. Offenbar gab es dort Schneegrieseln oder Industrieschnee.
Anfahrt mit der Schneebergbahn Richtung Grünbach am Schneeberg
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Im südlichen Steinfeld herrschte zunächst gefrierender Nebel, doch schon im Anstieg zum Grünbacher Sattel (678m) schien die Sonne fahl durch die Wolken.
Die Katze genoss die ersten Sonnenstrahlen
2.jpg
Im Anstieg zum Geländ blauer Himmel über mir – das ging flott
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Ich wollte aber nicht direkt ansteigen, sondern eine Schleife vorbei am Hausstein ziehen. Das letzte Mal kam ich dort vor neun Jahren vorbei und ich wollte meine Erinnerungen auffrischen.
Wie aus dem Bilderbuch: Nebelschwaden, Sonne und Schneeberg
4.jpg
Beim Beginn des Forstwegs legte ich die Ketten an, um sie kurz darauf wieder abzulegen. Der westseitige Anstieg war weitgehend aper bis zum Gipfel.
Hausstein (852m)
5.jpg
Die steil aufragende Felsgruppe wird an der Nordseite in einfacher Kletterei (I) erstiegen, es gibt aber auch schwierigere (Seil-) Routen. Ich verzichtete angesichts der eisigen Bodenverhältnisse.
Kurzlebige Kunstwerke nach dem Weichen des Nebels
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Ein Nebelmeer bedeckte das Puchberger Becken.
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Spektakuläre Strahlenbüschel an der Nebelobergrenze
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Vor lauter Schauen verlor ich den markierten Steig, oder die Wegführung hatte sich mittlerweile geändert. Laut GPS befand ich mich am Steig entlang der Wiese, die aber umzäunt war. An einer niedrigen Stelle fand ich einen Übergang über den Zaun und stieß auf der Wiese auf den Imnitzersteig von Norden.
Talberg (776m) im Vordergrund an der Nebelobergrenze
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Würdiger Rastplatz mit Traumblick
10.jpg
Aus meteorologischer Sicht interessant waren die beiden Inversionsschichten. Die Bodeninversion begrenzte den Stratus (Nebel) unterhalb etwa 760m. Der Heuberg (748m) in der Rosalia schaute anfangs aus dem Nebelmeer, verschwand aber bald darin. Im Puchberger Becken war die Nebelobergrenze noch tiefer, wahrscheinlich, weil sich aufgrund der ausgeprägten Beckenlage Kaltluft sammelt. In rund 915m Höhe befand sich die zweite Inversion im Aufstieg, spürbar durch einen markanten Temperaturanstieg auf wenigen Höhenmetern, von Frost- zu deutlichen Plusgraden. Über der zweiten Inversion sank die relative Feuchte schlagartig ab und die Sicht wurde entsprechend besser – im Bild entspricht das der scharfen Dunstgrenze.
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Mittagsaufstieg der Hohen Warte (Quelle: kachelmannwetter.com)
Der Radiosondenaufstieg von Wien zeigt eine gesättigte Schicht vom Boden bis rund 1km Höhe (dicker Stratus), was auch gefrierendes Nieseln oder Schneegrieseln erklärt. Kurz vor dem scharfen Temperaturrückgang mit der Feuchteabnahme ist ein kleiner Höcker erkennbar, allerdings bin ich mir nicht sicher, ob das die Doppelinversion widerspiegelt. Der Aufstieg fand außerdem über 50km nördlich der Hohen Wand statt, ist also nicht unbedingt repräsentativ.
Nach kurzer Teepause ging ich weiter, ich hatte ja noch ein längeres Tagesprogramm vor mir. Vor dem Abstieg zog ich die Spikes wieder auf, das war auf den abschüssigen Passagen ganz gut so. Zwischendrin wieder völlig aper, dann völlig vereiste Forstwege.
Abstieg zum Rastkreuzsattel, gegenüber Hohe Wand mit Plackles (1132m) rechts
11.jpg
Kahlschlag nahe der Scheimhittn am Rastkreuzsattel
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Das Stück hatte ich anders in Erinnerung. Früher sah man die Hütte erst, wenn man praktisch vor ihr stand. Die Bäume wirkten frisch gefällt, nichts entwurzelt, also keine Folge des Septemberereignis 2024. Rechts eben der schmale Kienberg (1045m), den ich als nächstes ansteuern wollte.
Bei diesem hohen Zaun war leider Endstation, der Gipfelpunkt vom Kienberg unerreichbar.
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