Ankündigung

Einklappen
2 von 4 < >

Hilfe zum Erstellen von Tourenberichten

Immer wieder haben einige User Probleme beim Erstellen eines Tourenberichtes, insbesondere beim Hochladen und Einfügen von Bildern.
Ihnen soll die folgende kleine Anleitung ein wenig Hilfe geben, wie ein Tourenbericht ganz kurz und schmerzlos erstellt werden kann

In sechs einfachen Schritten kann ein neuer Bericht leicht erstellt werden:

1. Bilder zum Bericht aussuchen
2. Bilder verkleinern
3. Im Forum "Toureninfo & Verhältnisse" das passende Unterforum auswählen
4. Bilder hochladen
5. Die Bilder mit dem Text ergänzen
6. Fertigstellen/Kontrollieren des Berichtes und Veröffentlichen



Im Folgenden werden die einzelnen Schritte ausführlich erklärt:

1. Bilder zum Bericht aussuchen
Möglichst aussagekräftige Fotos wählen, die auch die Route und wesentliche Details darstellen.
Gegen einzelne "schöne" Landschafts- und Blumenbilder ist natürlich nichts einzuwenden ...


2. Bilder verkleinern
Bewährt hat sich ein Format mit der längeren Bildkante 900 Pixel.
Damit läßt sich bei Speicherung als JPEG eine recht ordentliche Bildqualität erzielen, bei Photoshop etwa abhängig vom Sujet 80/100.


3. Im Forum "Toureninfo & Verhältnisse" das passende Unterforum auswählen
z.B. "Wanderungen und Bergtouren" - "Steiermark"
+Neues Thema wählen

Titel etwa nach dem Schema
Gipfel (Höhenangabe), Anstiegsroute, Gebirgsgruppe (ostalpin nach AVE)

Möglichst bis zu 5 aussagekräftige Stichworte vergeben.

Zum Bilderhochladen weiter mit der "Büroklammer".


4. Bilder hochladen
Möglichst bitte NUR so:
a) "Büroklammer"
b) "Anhänge hochladen"


4.1 Bilder auswählen
Abhängig vom eigenen Rechner/Betriebssystem.
Maximal 15 Bilder pro Posting sind derzeit zulässig, eine größere Bilderanzahl erfordert Folgepostings (Antworten).
(Bewährt hat sich auch, 1-2 Bilder weniger hochzuladen, um für spätere Ergänzungen eine kleine Reserve zu haben.)

4.2 Liste der hochgeladenen Anhänge
Die Auflistung ist leider nicht chronologisch nach Bildbezeichnung geordnet.

Im Textfeld die gewünschte Einfügeposition mit dem Cursor markieren,
bzw. die gelisteten Bilder in der gewünschten Reihenfolge einzeln als "Vollbild" oder "Miniaturansicht" platzieren.
Eine oder mehrere Leerzeilen zwischen den Bildern erleichtern später das Einfügen von Text.


5. Die Bilder mit dem Text ergänzen
Die Bilder sind nun in der richtigen Reihenfolge im Textfenster positioniert.
Ich bevorzuge im ersten Schritt die Positionierung als "Miniaturansicht".
Das erleichtert beim Texteinfügen die Übersicht.
Muß aber nicht sein, natürlich lassen sich die Bilder auch gleich als Vollbild (also in der hochgeladenen Größe) platzieren.

5.1 Text
Jetzt kann der Text ergänzt werden.
Möglichst über dem Foto - ich finde das übersichtlicher ...
Der Text kann natürlich auch vorher erfaßt werden und anschließend einkopiert werden.

5.2 Bildgröße ändern
Wurden die Bilder vorerst als "Miniaturansicht" platziert, können sie einfach auf das finale Darstellungsformat skaliert werden:
a) Doppelklick auf die "Miniaturansicht" öffnet ein Pop-Up-Fenster
b) unter "Größe" idR "Vollbild" wählen
c) OK


6. Fertigstellen/Kontrollieren des Berichtes
Anschließend sollte der Bericht noch in der "Vorschau" kontrolliert werden.
In manchen Fällen muß zur Ansicht der "Vorschau" ziemlich weit nach unten gescrollt werden!

6.1 Veröffentlichen des Berichtes
Zum Schluß noch auf "Abschicken" klicken - und nach einer kurzen "Nachdenkpause" des Servers ist der Bericht online.



Nach dem ersten Durchlesen dieses Leitfadens mag das Erstellen eines Berichtes etwas kompliziert erscheinen - ist es aber nicht:
Viele Tourenberichte schreiben hilft sehr.

Die Reihenfolge der einzelnen Schritte ist nicht so starr wie es hier scheinen mag; natürlich kann auch zuerst der Text erstellt werden und die Bilder nachträglich eingefügt.

Änderungen am fertigen Bericht sind für den Ersteller 24 Stunden lang möglich, bei der Berichtigung später entdeckter Fehler hilft gerne ein zuständiger Moderator. Ebenso beim Verschieben eines Berichtes in das richtige Tourenforum.

Viel Freude bei euren Bergtouren UND dann beim Berichteschreiben,


P.S.: Diese Anleitung, ergänzt um verdeutlichende Screenshots, findet ihr auch unter http://www.gipfeltreffen.at/forum/gi...ourenberichten
3 von 4 < >

Regelwerk für die Benutzung des Forums Gipfeltreffen

Alle Forumsuser/-innen sind aufgefordert, das Regelwerk zu lesen und sich daran zu halten!

1) Registrierung

Die Registrierung und Benutzung unserer Foren ist kostenlos. Es ist registrierten Teilnehmern/-innen (Usern/-innen) erlaubt, den Forums-Account bis auf Widerruf im Rahmen der vorgegebenen, jederzeit änderbaren Forumsregeln für private Zwecke zu nutzen. Ein späteres Löschen des Forums-Accounts sowie der ins Forum eingebrachten Inhalte oder Bilder ist nicht möglich. Auf Wunsch des Benutzers kann der Account stillgelegt werden. Der Benutzername kann dann von niemandem mehr benützt werden und wird vor Missbrauch geschützt.

2) Hausrecht

Die Forenbetreiber legen Wert auf die Tatsache, dass alle User/-innen Gast in diesem Forum sind und die Betreiber als Gastgeber bei Bedarf ihr Hausrecht jederzeit ausüben können und auch werden. User, die sich überwiegend darauf beschränken zu provozieren, werden ausgeschlossen.

3) Haftung

Die von Usern/-innen verfassten Beiträge stellen ausschließlich die persönliche, subjektive Meinung des Verfassers dar, und keinesfalls die Meinung der Betreiber und Moderatoren dieses Forums. Die Forenbetreiber übernehmen keine Haftung für die Richtigkeit der ausgetauschten Informationen.

4) Umgangston

Die Forenbetreiber erwarten von allen Usern/-innen, sich an die Netiquette zu halten. Auf einen wertschätzenden, höflichen Umgangston wird Wert gelegt.

5) Thementreue

Die Forenbetreiber legen großen Wert auf Thementreue der Beiträge und Übersichtlichkeit von Threads, um den Informationsgehalt des Forums möglichst hoch zu halten. Überschneidungen der Inhalte verschiedener Threads sind zu vermeiden.

6) Verboten ist/sind:

- Beleidigungen, Sticheleien und Provokationen (auch per PN);
- Politische oder religiöse Themen;
- Rechtswidrige Inhalte (unter anderem rechtsradikale oder pornografische Inhalte, Hackinganleitungen, Verstöße gegen das Urheberrecht) sowie das Verlinken zu Seiten mit solchen Inhalten;
- Die Verwendung von fremdem Bildmaterial, Kartenausschnitten und Topos ohne Zustimmung des Autors;
- Die Veröffentlichung von persönlichen Nachrichten (PN), E-Mails oder dergleichen ohne Zustimmung des Verfassers;
- Das Aufdecken der Identität oder die Preisgabe persönlicher Daten eines Users/Moderators/Administrators;
- Werbung für konkurrenzierende Plattformen;
- Das Führen von Doppel- oder Mehrfachaccounts;

7) Moderation:

Die Moderatoren/Administratoren werden von den Forenbetreibern bzw. ihren Vertretern ernannt.
Sie sind von den Forenbetreibern verpflichtet, für die Einhaltung der Regeln zu sorgen und somit ermächtigt, die von Usern/-innen bereit gestellten Inhalte (Texte, Anhänge und Verlinkungen) daraufhin zu prüfen und im Bedarfsfall zu bearbeiten, verschieben, zu löschen oder Themen zu schließen. Im Falle der Löschung von Beiträgen können auch jene Beiträge anderer User ganz oder teilweise entfernt werden, die auf einen gelöschten Beitrag Bezug nehmen.

Änderungen von Beiträgen werden - soweit irgend möglich – unter Angabe des Änderungsgrundes gekennzeichnet. Eingriffe, die den Sinn eines Beitrags verändern, werden nicht vorgenommen. Für die geänderten Teile eines Beitrags haftet der ursprüngliche Ersteller nicht.

Wer etwas gegen das aktive Handeln der Moderatoren/-innen vorzubringen hat, kann dies sachlich, mit konkretem Bezug und zeitnah (innerhalb von 6 Wochen ab Anlass) im Unterforum "Zum Forum/Moderation..." darlegen. In allen anderen Foren werden solche Postings im Sinne der Thementreue der Beiträge kommentarlos gelöscht. Bloßes „Mod-Bashing“ führt zu einer sofortigen Sperre.

Das Unterlaufen von Handlungen und Maßnahmen der Moderatoren ist nicht zulässig. Darunter fällt auch das Fortführen des Themas eines geschlossenen oder gelöschten Threads in einem neuen gleichartigen oder ähnlichen Thread. Ergänzungen und Hinweise von Moderatoren und Administratoren dürfen von Usern in deren Beiträgen nicht verändert oder gelöscht werden.

8) Profil/Signatur

Ein übermäßiges Ausnutzen der Signatur ist unerwünscht. Diese sollte vor allem eine maßvolle Größe haben. Nicht mit der Forumsleitung abgesprochene Werbung (für kommerzielle Angebote), Beleidigungen oder Anspielungen in der Signatur oder dem Profiltext werden nicht toleriert.

9) Werbung

Kommerzielle Werbung im Forum Gipfeltreffen ist kostenpflichtig (siehe Unterforum Werbung). Werbepostings müssten vor Platzierung mit der Forumsleitung vereinbart werden.

10) Gemeinschaftstouren/Bazar

Die Forenbetreiber stellen die Foren "Forum für Gemeinschaftstouren" und " Bazar" ausschließlich für private Kontaktzwecke zur Verfügung und gehen damit keinerlei Verpflichtungen oder Haftungen ein! Alle Kontakte in diesen Foren laufen ausschließlich zwischen den Usern/-innen und auf Basis des gegenseitigen Vertrauens. Bei nachweislichen Betrugsfällen stellen die Forenbetreiber alle vorhandenen Informationen zur Verfügung, um eine straf- und zivilrechtliche Verfolgung zu ermöglichen.

11) Regelwidriges Verhalten

User/-innen, die sich regelwidrig verhalten, werden per PN verwarnt und/oder gesperrt. Art und Dauer der Maßnahme richten sich nach der Schwere und der Häufigkeit der Regelübertretung/en. Die betroffenen User/-innen werden darüber per Mail informiert. Ein Posten unter einer anderen Registrierung in der Zeit der Accountsperre ist verboten und zieht automatisch eine Verlängerung der Sperre nach sich.

Wer gegen geltendes Recht verstößt, wird im Ernstfall von uns zur Anzeige gebracht.

12) Information

Die Forumsbetreiber behalten sich das Recht vor,
- alle registrierten User/-innen in unregelmäßigen Abständen über Themen rund um das Bergsteigen, alpiner Sicherheit, Risikomanagement und Weiterbildung per Mail zu informieren und
- dieses Regelwerk jederzeit abzuändern.

13) Nutzung von hochgeladenen Anhängen

Die User/-innen stellen den Forenbetreibern die eingestellten Bilder sowie sonstige Anhänge zur Nutzung im Forum zur Verfügung. Eine darüber hinaus gehende Nutzung der eingestellten Bilder und sonstigen Anhänge durch die Forenbetreiber erfolgt nicht.
4 von 4 < >


WICHTIG - BITTE BEACHTEN!!!

Bitte die Touren in jenes Bundesland eintragen wo der jeweilige Ausgangspunkt der Tour war!!!
Mehr anzeigen
Weniger anzeigen

Stadelwandgraben - Südlicher Grafensteig - Kienthalerhütte, Rax-Schneeberg-Gruppe / 29.05.2026

Einklappen
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • Stadelwandgraben - Südlicher Grafensteig - Kienthalerhütte, Rax-Schneeberg-Gruppe / 29.05.2026

    Für den letzten Freitag im Mai war perfektes Frühsommerwetter angekündigt: am Morgen kühl, tagsüber kräftige Erwärmung, kaum eine Wolke am Himmel und bis zum Abend absolut stabil. (Das folgende Wochenende brachte dann hingegen bei schon hochsommerlichen Temperaturen eine hohe Gewitterneigung.) Ich hatte das Glück, den Tag für eine Tour nützen zu können, die ihn komplett füllen würde.

    Die riesige, felsdurchsetzte Flanke des Schneebergs zum Höllental bietet auch dann zahlreiche Möglichkeiten für lohnende Routen, wenn man weder klettert noch plant, ganz bis zum Klosterwappen aufzusteigen. Ich erinnere mich noch gern an die Tour mit Felix und Günter über den Kuhsteig auf den Krummbachstein im Juni 2021. Erst vor wenigen Tagen erkundeten die beiden den Brettschachersteig und Brandsteig. Aber es gibt in der Nachbarschaft noch weitere lohnende Unternehmungen: Ich bin bisher ein einziges Mal auf dem Südlichen Grafensteig und dann im Abstieg im Stadelwandgraben unterwegs gewesen, und das bereits vor sehr langer Zeit (konkret 1996, wie ich beim Nachschauen dann bestätigt bekomme). Da ist es höchste Zeit für ein Auffrischen der Eindrücke, diesmal allerdings in umgekehrter Richtung: durch den Stadelwandgraben hinauf und von den Kienthalerhütte dann - sinnvollerweise - über den Ferdinand-Mayr-Weg hinunter.

    So starte ich auf dem geräumigen und noch kaum belegten Parkplatz des Weichtalhauses. Am Beginn kann ich erstmals den erst vor kurzem eröffneten Flusswanderweg Höllental zwischen Kaiserbrunn und dem Weichtalhaus nützen. Dass natürlich auch der Stadelwandgraben so nun viel stressfreier zu erreichen ist als früher am Rand der viel befahrenen B27, hat jemand auf dem gelben Richtungspfeil nachträglich noch ergänzt.
    002-WegweiserFlusswanderweg.jpg

    Der Steig verläuft am gleichen Ufer der Schwarza wie die Höllental-Bundesstraße meist deutlich weiter unten. Bei einer felsigen Engstelle wurde am Steilhang ein Steg errichtet, und natürlich bietet sich so mancher reizvolle Blick auf den Flusslauf.
    003-Schwarza.jpg

    Knapp vor dem Parkplatz Weichtalgraben führt der Steig von unten wieder ganz nahe an die Straße heran. In einigen Schritten ist man oben, geht auf einer Art Gehsteig über eine kurze Straßenbrücke, quert die B27 dann an einer recht übersichtlichen Stelle und ist schon beim Parkplatz. Zweifellos um vieles angenehmer als das angespannte Gehen entlang der Bundesstraße mit oft viel Verkehr und unübersichtlichen Kurven!
    Der - relativ kleine - Parkplatz Stadelwandgraben ist heute, an einem Werktag, trotz der idealen Bedingungen mit gerade fünf Fahrzeugen gar nicht voll belegt.
    Ich blicke noch einmal über den engen Taleinschnitt zur Rax. Die Kornbrandmauer bietet da ein gutes Beispiel für die attraktive felsige Szenerie des Höllentals.
    006-Kornbrandmauer.jpg

    Der unmarkierte, aber deutlich erkennbare Steig in den Stadelwandgraben beginnt sofort so, wie er noch längere Zeit verlaufen wird: selbst im Sommerhalbjahr nahezu vollständig im Schatten, recht steinig und fast stets zumindest moderat ansteigend.
    010-Stadelwandgraben.jpg

    Der Steig wendet sich dabei von Nordosten zu Beginn immer mehr Richtung Osten. Bald bereits wird in Aufstiegsrichtung links erstmals eine in der Sonne leuchtende Felswand sichtbar, während ich selbst stets im schattigen Grabengrund unterwegs bin. Ein Bild, das allen Kletterern in der Stadelwand bestens vertraut sein wird!
    011-südseitigeFelswand.jpg

    Oft sind es romantische Bilder, die sich hier im Graben bieten.
    Der Schatten ist speziell in den wärmeren Monaten im Anstieg natürlich sehr angenehm. Allerdings ist das Laub, das hier teilweise hoch liegt, aus dem selben Grnd durchgehend feucht. In den steileren Abschnitten ist es recht rutschig, und generell gilt es aufmerksam dafür zu sein, was sich unter dem Laub verbergen könnte (Steine und Totholz). Es ist kein Abschnitt, auf dem es sinnvoll wäre, besonders aufs Tempo zu drücken.
    015-Stadelwandgraben.jpg

    Je weiter ich in den Graben hineingehe, desto ausgeprägter wird die Schotterrinne direkt am Fuß der Stadelwand. Der Steig bleibt jedoch durchwegs in Aufstiegsrichtung rechts davon im Wald.
    019-Schutthalde-VordereStadelwand.jpg

    Unvermeidlicherweise liegt im Graben einiges Totholz. Aber an den meisten Stellen ist es gut umgehbar, und generell erkenne ich keine großen Baumschäden aus jüngster Zeit.
    023-StadelwandgrabenTotholz.jpg

    Im oberen Teil, nach der Abzweigung zur Paradeklettertour des Stadelwandgrats, türmt sich die Wand immer eindrucksvoller auf. An ihrer höchsten Stelle erreicht sie gut 400 Meter Höhe!
    027-StadelwandSchutthalde.jpg

    Der Graben steigt nun immer steiler an, wie auch der Blick über das Schuttfeld hinauf zeigt. Nicht nur Kletterer rutschen im Abstieg hier natürlich gern herunter.
    028-steileSchutthalde.jpg

    Ich muss mich aber nicht über den Schotter hinaufmühen, denn genau hier verlässt der Steig den Stadelwandgraben und führt ab nun den Hang südlich von ihm in einigen langen Kehren empor. Gleich zu Beginn ist kurz ein Schrofenband zu queren. Die Passage ist ein paar Meter etwas ausgesetzt und daher im Winter oder bei sehr rutschigem Boden manchmal heikel. Heute ist es hier ganz trocken und angenehmer zu gehen als teilweise im tiefen feuchten Laub weiter unten.
    030-Schrofenquerung.jpg

    Die Kehren des Steigs führen in meist deutlicher, recht regelmäßiger Steigung empor und passieren dabei weiterhin stimmungsvolle Plätze.
    034-Felsbildungen.jpg

    Überraschenderweise stoße ich genau hier - auf einem trockenen Hang, zwischen einigem Totholz - auf die "Orchidee des heutigen Tages":
    Es ist ein Langblättriges Waldvögelein (auch Schwertblättriges Waldvögelein genannt; Cephalanthera longifolia).
    036-SchwertblättrigesWaldvögelein.jpg

    Bei einer der oberen Kehren verlässt der Steig kurz den Wald, und damit öffnet sich ein Blick auf die Obere Stadelwand in ihren ganzen gewaltigen Ausmaßen.
    Ich höre deutlich Stimmen von Kletterern, die einander etwas zurufen, kann aber nicht erkennen, wo genau in der riesigen Wand sie unterwegs sind. (Gottlob klingt das Ganze nicht wie Hilferufe.)
    040-Stadelwand.jpg

    Nach der obersten Kehre legt der Hang sich deutlich zurück, und wenige Minuten später stehe ich bereits auf dem 1124m hohen Stadelwandsattel zwischen der Wand und dem benachbarten Hochgang. Hoher Laubwald und einiges Totholz prägen das Bild hier. Ohne dass irgendjemand in der Nähe zu sehen oder zu hören wäre, raste ich einige Minuten.
    043-Stadelwandsattel.jpg
    Zuletzt geändert von Wolfgang A.; vor einer Stunde.
    Lg, Wolfgang


    Für mich ist Dankbarkeit ein Weg,
    der sowohl für den Einzelnen
    wie für die Welt zukunftsweisend ist.
    (David Steindl-Rast)


  • #2
    Die Fortsetzung des unmarkierten Steigs verläuft dann etwa zehn Minuten in ziemlich gleicher Höhe am Hang. Es ist wichtig, jenseits des Sattels nicht irrtümlich zu weit abzusteigen, dabei käme man zum oberen Ende des Brettschachersteigs oder sogar in den Bereich des Wasserofens mit immer felsigerem Gelände!
    Nach der Hangquerung beginnt der Steig wieder deutlich anzusteigen und vollzieht weitere Kehren. Erfreulicherweise zeigen sich auch hier keine größeren aktuellen Waldschäden. Einige wenige Stämme, die quer liegen, sind einfach zu übersteigen. Der Hang ist weiterhin bewaldet, allerdings werden die Bäume allmählich niedriger und die Abstände zwischen ihnen etwas größer.
    046-entwurzelterBaum.jpg

    In etwa 1400m Höhe erreiche ich mit der Märchenwiese schließlich die erste größere Lichtung entlang meiner heutigen Route. Hohe Nadelbäume stehen um sie herum, aber zugleich ahnt man bzw. sieht sogar schon etwas, dass es knapp dahinter steil hinuntergeht.
    050-MärchenwieseStadelwandhöhe.jpg

    Da blicke ich über die Wiese bereits zurück. Die kleine (unbewirtschaftete) Stadelwandhütte an ihrem Rand wird seit vielen Jahren von der Gemeinde Wien als Forsthaus genützt.
    Im Hintergrund bietet sich ein Einblick in den Gipfelbereich des Schneebergs. Das Klosterwappen ist links zwar hinter dem Hang der Stadelwandleiten verdeckt, aber der Bockgrubenriegel ist gut zu sehen.
    057-MärchenwieseBockgrubenriegel.jpg

    Nur mehr wenige Schritte bis zum Gipfel der Stadelwand, 1407m hoch.
    Die OSM nennt ihn - etwas umständlicher, aber präziser - "Stadelwandhöhe".
    061-Stadelwandhöhe.jpg

    An der Kante des Abbruchs zum Höllental steht eine Föhre, die als Vordergrund für die Rax ein sehr gutes Motiv abgibt.
    063-FöhreScheibwaldhöhe.jpg

    Und dann stehe ich auf der Stadelwand(höhe), einem exponierten Vorgipfel des Schneebergmassivs!
    Entweder war meine Aufnahmefähigkeit im Jahr 1996 nach der Weichtalklamm, dem Turmstein und dem Südlichen Grafensteig schon begrenzt - oder wir standen damals wirklich gar nicht genau hier! Umso stärker wirkt der Eindruck heute: Was für ein genialer (Aussichts-)Platz - und dazu noch der perfekte Tag, um die Ausblicke voll genießen zu können!
    Erst nach einigen Minuten des Schauens und Staunens kann ich mit dem Fotografieren beginnen. Der erste Blick geht über den Hochgang hinunter ins Höllental bis Hirschwang an seinem Ausgang. Links der kecke (und nach dem Großbrand im Oktober 2021 leider noch einige Zeit unbegehbare) Mittagstein, im Hintergrund die ganze Prominenz der Berge um den Semmering: Kreuzberg, Sonnwendstein und Hirschenkogel, Hochwechsel und Stuhleck etc. 067-HochgangHirschwang-WechselStuhleck.jpg

    Tiefblick ins Höllental direkt zu meinen Füßen, fast 900 Meter tiefer.
    Überwältigend, auch wenn das Bild - wie stets bei solchen Perspektiven - den Eindruck gar nicht vollständig wiedergeben kann!
    069-TiefblickHöllental.jpg

    Gleich jenseits des Höllentals steht die Raxalpe: der Wachthüttelkamm links vorn, am oberen Teil der Klobenwände erkennt man danach den tiefen Einschnitt des Großen Höllentals, darüber die Scheibwaldhöhe. Der markanteste Gipfel rechts hinten ist der Große Sonnleitstein beeits in den Mürzsteger Alpen.
    071-RaxalpeSonnleitstein.jpg

    Meine übliche leichte Drehung am Standort.
    Links vorn erkennt man im Raxplateau den tiefen Einschnitt des Großen Kesselgrabens.
    Rechts dahinter sind nun etliche Gipfel der Mürzsteger Alpen im Blick, neben dem Sonnleitstein u.a. noch Donnerkogel und Lahnberg, Gippel, Schwarzauer Gippel und Obersberg.
    075-HöllentalHainboden-MürzstegerAlpen.jpg

    Natürlich dürfen auch einige Zoomaufnahmen nicht fehlen.
    Nur etwas über drei Kilometer weiter ostsüdöstlich steht der um knapp 200 Meter höhere Krummbachstein, der gern besuchte "Parade-Trabant" des Hochschneebergs. Aus kaum einer Perspektive kommen die ausgedehnten Felsbildungen um seinen Gipfel so gut zur Geltung wie von hier aus.
    076-ZoomKrummbachstein.jpg

    Detailblick in die Rax. Hinter dem Taleinschnitt bereits über dem Gaisloch dominieren die Lechnermauern mit den beiden Bärengruben, darüber wieder die Scheibwaldhöhe (1943m). Selbst die Raxgmoahütte auf dem Trinksteinsattel ist links deutlich zu erkennen.
    077-ZoomLechnermauernScheibwaldhöhe.jpg

    Von seiner östlichen Schmalseite zeigt sich der Große Sonnleitstein (1639m) rechts als ein eindrucksvolles Horn. Links hinter ihm der etwas niedrigere Glatzeter Kogel an der Grenze Niederösterreich - Steiermark. Eine unmarkierte Route verläuft (mit etwas Auf und Ab) über den Kamm zwischen den beiden Gipfeln.
    079-ZoomGlatzeterKogel-Sonnleitstein.jpg

    Ich gönne mir im Schatten eines Nadelbaums am Rand der Märchenwiese eine längere Rast und genieße die Eindrücke des Orts. Die meiste Zeit bleibe ich allein, erst gegen Schluss erreicht eine osteuropäische (slowakische?) Zweierseilschaft über eine Kletterroute die Stadelwandhöhe und setzt sich nahe dem höchsten Punkt nieder.
    Gut gestärkt gilt es nun den letzten Steilanstieg des Tages zu bewältigen: etwas über 100 Höhenmeter hinauf zum Südlichen Grafensteig. Der Beginn des Steigs am Rand der Märchenwiese ist eindeutig. Dann gibt es auf dem Hang doch einigen Windbruch, aber die Bäume stehen hier bereits so locker, dass stets Spuren an ihnen vorbei führen. Vielleicht habe ich nicht die "Hauptroute" erwischt, aber am Schluss kann ich mich - wie erhofft - an den Wegweisern oben am Südlichen Grafensteig orientieren, den ich hier in knapp über 1500m Seehöhe erreiche.
    Das Klosterwappen ist ab hier mit eindreiviertel Stunden angeschrieben. Der weitere Weg über die Stadelwandleiten ist ganz unschwierig zu begehen, aber nahezu alle Beschreibungen sind sich darin einig, dass sich der Anstieg vor allem am Schluss ziemlich zieht - während die große Radaranlage auf dem Klosterwappen die ganze Zeit über bereits sichtbar ist.
    082-SüdlGrafensteig-Wegweiser.jpg

    Ich folge hingegen ab nun den roten Markierungen des Südlichen Grafensteigs, auf dem für den Abschnitt bis zur Kienthalerhütte eineinhalb Stunden angegeben waren.
    In etwa 1500m Höhe folgt der Steig etwa der Grenze zwischen Nadelwald und (teilweise riesigen) Latschen - natürlich nicht eben, sondern in ständigem kleinen Auf und Ab. Vor mir sehe ich bereits die Ostseite der Schönleitenschneid.
    086-SüdlGrafensteig-Schönleitenschneid.jpg

    Für einen Blick hinüber zur Raxalpe wechsle ich nochmals zum Teleobjektiv: Jetzt ist nämlich auch die Steilstufe erkennbar, die der Gaisloch-Klettersteig überwindet. Die Felsstufe ist nicht sehr hoch, und die technischen Schwierigkeiten bleiben (in der üblichen Bewertung mit B) moderat. Aber dadurch, dass er das gesamte Jahr über so ausgeprägt nass ist, bietet der Steig doch Herausforderungen, die nicht unterschätzt werden sollten. Im Winter bei Vereisung ist er ohnehin ein ganz anderes Kaliber...
    089-ZoomGaisloch.jpg
    Zuletzt geändert von Wolfgang A.; vor einer Stunde.
    Lg, Wolfgang


    Für mich ist Dankbarkeit ein Weg,
    der sowohl für den Einzelnen
    wie für die Welt zukunftsweisend ist.
    (David Steindl-Rast)

    Kommentar


    • #3
      Inzwischen bin ich den Lahngraben ausgegangen und kann auf den Hang zur Stadelwandleiten gegenüber bereits zurückblicken. Man ahnt den Verlauf des Südlichen Grafensteigs mehrfach, meist nahe der Obergrenze des geschlossenen Waldes.
      093-Stadelwandleiten.jpg

      Über dem Kolingraben wird Richtung Nordosten kurz ein Teil der Radaranlage auf dem Klosterwappen sichtbar, noch fast 600 Meter höher.
      097-KolingrabenKlosterwappen.jpg

      Nochmals führt der Steig kurz bergauf und erreicht bald am Rücken der Schönleitenschneid mit der gleichnamigen Alm erneut eine schön gelegene Wiese.
      098-Schönleitenalm-Stuhleck.jpg

      Dann wendet sich der Steig scharf Richtung Norden und führt unter deutlicherem Höhenverlust in die Westflanke der Schönleitenschneid. Im Gegensatz zu dem begrünten Schrofenhang an ihrer Ostseite bildet sie hier ausgeprägte Felstürme aus. Zwei Rinnenquerungen am Fuß der Felsen bieten aber keine Probleme.
      102-Schönleitenschneid.jpg

      Im Nordwesten werden die Fronbachwände sichtbar, mit denen das wellige Hochplateau des Kuhschneebergs zum gleichnamigen Graben abbricht.
      Die gesamte Westflanke des Schneebergs ist schon eine wilde Berglandschaft mit vielen auch großen Felsbildungen und bietet eine Vielfalt unterschiedlichster Eindrücke.
      104-Fronbachwände.jpg

      Lange verläuft der Südliche Grafensteig in der steilen Flanke oberhalb des Weichtals - ohne Schwierigkeiten (und Behinderungen durch Erdrutsch oder Windbruch) begehbar, aber doch zumeist etwas rumpelig. Knapp nachdem sich der Steig wieder nach Westen wendet, erreiche ich bereits die Kienthalerhütte im Besitz der gleichnamigen "Alpinen Gesellschaft", unmittelbar am Fuß des felsigen Turmsteins. Sehr gern setze ich mich an einen im Schatten stehenden Tisch ihrer Terrasse.
      108-KienthalerhütteTurmstein.jpg

      Unmittelbar hinter der Hütte führt ein kurzer, aber durchaus knackiger Klettersteig auf den Turmstein hinauf. (Ein Stück des Sicherungsseils glitzert oben in der Sonne.) Ich verbinde mit ihm Erinnerungen an einen bei mir eher seltenen Fall von etwas "jugendlichem Überschwang": Im Jahr 1996, nach dem Aufstieg durch die Weichtalklamm, sahen wir den Einstieg zum Klettersteig und stiegen natürlich über ihn zum Gipfel auf. Im Abstieg erwies sich dann, dass die untersten 10 Höhenmeter gar nicht einfach zu bewältigen waren; irgendwie schafften wir es heil wieder herunter. Erst Jahre später erschien der erste Klettersteigführer von Kurt Schall, in dem der Turmstein-Steig ungeachtet seiner Kürze mit C eingestuft wurde. Im Rückblick wurden mir unsere damaligen Schwierigkeiten natürlich viel plausibler.
      Inzwischen wurde die unterste Steilstufe meines Wissens durch eine zusätzliche Metallstange leicht entschärft, aber nach wie vor lautet die gängige Einstufung C und die Empfehlung "Selbstsicherung sehr empfohlen".
      Heute habe ich keine Absicht, die Aktion zu wiederholen, sondern genieße einfach die Rast auf der Terrasse.
      112-KienthalerhütteTurmstein.jpg
      Die Hütte wird von der Mitgliedern der Sektion zwischen Anfang Mai und Anfang November an Wochenenden und Feiertagen einfach bewirtschaftet. Der Anblick der leeren Terrasse täuscht allerdings: Es sind heute einige Mitarbeiter:innen bereits heroben, da am Tag danach (Samstag, 30. Mai) ein internes Fest der Sektion samt Einweihung eines neuen Kreuzes auf dem Turmstein stattfinden soll. Da ist natürlich klug, mit den Vorbereitungen dafür bereits am Freitag zu beginnen.
      Ein wenig raste ich auf der Terrasse noch, dann mache ich mich auf den Abstieg zum Weichtalhaus, der direkt neben der fast senkrechten Felswand des Turmsteins - und mit einem Teil des Raxplateaus vor mir - beginnt.
      114-Turmstein-BlickRaxalpe.jpg

      Auf dem ersten Abschnitt des Abstiegs bis zur Jakobsquelle knapp oberhalb der Forststraße kommen mir ungewöhnlich viele Personen entgegen. Es handelt sich wohl um weitere Mitglieder der "Alpinen Gesellschaft Kienthaler". Eigenartigerweise habe ich im Nachhinein gar nichts über das Einweihungsfest gelesen, hoffe aber doch, dass es plangemäß stattfinden konnte (auch wenn das Wetter den Prognosen folgend nur bis zum mittleren Nachmittag ausgehalten hat).

      Am Ende einer Tour mit vielen unebenen und felsdurchsetzten Wegabschnitten wähle ich natürlich nicht die Weichtalklamm, sondern den Ferdinand-Mayr-Weg für den Abstieg. Er verläuft im oberen Teil trotz des gar nicht einfachen Geländes vorwiegend in Kehren auf einem bewaldeten Hang. Nur einmal kommt er ganz nahe an die Felsabbrüche zur Weichtalklamm heran. Dort steht dieses Gedenkkreuz für den vor mehr als 60 Jahren in Ausübung seines Berufs tödlich verunglückten Forstarbeiter Norbert Pfeiffer.
      120-PfeifferGedenkkreuz.jpg

      Von diesem Platz bietet sich sowohl ein Blick hinauf zur felsigen Westseite der Schönleitenschneid, unter der ich einige Zeit davor unterwegs war...
      122-WeichtalSchönleitenschneid.jpg

      ...als auch ein Blick über das Höllental hinüber zur Rax mit dem Großen Höllental zwischen dem Wachthüttelkamm links und den Klobenwänden rechts.
      126-GroßesHöllental.jpg

      Es folgt eine Hangquerung, da der Ferdinand-Mayr-Weg wieder etwas Abstand zur Weichtalklamm gewinnen muss, um durch einfacheres Gelände weiterführen zu können. An ihrem Schluss öffnet sich noch dieser Blick ins Höllental mit der Kornbrandmauer der Raxalpe. Es ist einfach eine tolle Szenerie hier!
      128-HöllentalKornbrandmauer.jpg

      Auf den letzten 350 Höhenmetern Abstieg folgen noch etliche Kehren. Obwohl der Ferdinand-Mayr-Weg insgesamt für die Kalkalpen relativ angenehm zu begehen ist, spüre ich mittlerweile eine gewisse Beinmüdigkeit.
      131-FerdinandMayrWeg.jpg

      Es ist fast 18 Uhr geworden, bis ich schließlich das Weichtalhaus erreiche. Aber die Temperaturen sind nach wie vor angenehm, und das Herrliche an den Tagen Ende Mai ist, dass sie so lange sind. Ohne irgendeinen verpflichtenden Fixtermin heute Abend spricht somit alles für eine abschließende Einkehr hier auf der Terrasse.
      Die Stimmung ist in Summe recht entspannt, die Tische sind nur mehr teilweise besetzt. Am meisten "Bewegung" in jeder Hinsicht bringt eine Familiengruppe, die auf den Klettersteigen direkt hinter dem Haus offensichtlich einen Schnupper- oder Kennenlerntag organisiert hat. Die Erfahrungen der Kinder umfassen das gesamte Spektrum: von Begeisterung und Nicht-mehr-Aufhören-Wollen bis zu Tränen, warum genau auch immer.
      132-WeichtalhausEinkehr.jpg

      Der letzte Blick zurück zum Weichtalhaus; man kann es fast nicht ohne irgendeine der Felswände in der Umgebung fotografieren.
      134-GroßesHöllental-Weichtalhaus.jpg

      Dank des späten Sonnenuntergangs ist die ganze Heimfahrt nach Wien noch bei Tageslicht möglich, dafür aber bei angenehmeren Temperaturen und bereits recht wenig Verkehr im Stadtgebiet. So rundet sich der gelungene Tag bestens ab. Einmal mehr konnte ich erleben, dass ein ganzer Tag mit tollen Bergeindrücken auch in Niederösterreich möglich ist, gar nicht so weit von Wien entfernt.
      Zuletzt geändert von Wolfgang A.; vor 53 Minuten.
      Lg, Wolfgang


      Für mich ist Dankbarkeit ein Weg,
      der sowohl für den Einzelnen
      wie für die Welt zukunftsweisend ist.
      (David Steindl-Rast)

      Kommentar


      • #4
        Informationen zur Tour

        Etwa 13 Kilometer Streckenlänge
        und 1040 Höhenmeter.
        Die Höhenmeter sollten recht genau passen, die Distanz könnte auch etwas größer sein, da ich sie nicht aufgezeichnet habe und es fast unmöglich ist, alle Kehren auf einer Karte nachzuzeichnen.

        Der neue "Flusswanderweg Höllental" bietet eine angenehme Verbindung vom Weichtalhaus zum Ausgang des Stadelwandgrabens, abseits allen Stresses auf der oft rege befahrenen Bundesstraße.

        Den Kletterbegeisterten im Osten Österreichs muss bzw. könnte ich über den Stadelwandgraben nichts Neues erzählen: Zu gut ist er euch sicher als Zustieg zum Stadelwandgrat oder anderen Routen bekannt.
        Die unmarkierte, aber durchwegs deutlich erkennbare Route ist aktuell gottlob ohne Hindernisse durch Windbruch etc. begehbar. Sie verläuft auch tagsüber fast vollständig im Schatten - sehr angenehm in den Sommermonaten! Am meisten Konzentration erforderte für mich das fast durchwegs feuchte Laub speziell im unteren Teil. In kurzen Steilpassagen ist es rutschig, dazwischen wieder lauern Stolperfallen darunter. Nicht zu hastig gehen, wäre meine Empfehlung.
        Bis zur Märchenwiese ändert sich kaum etwas: Der abschnittsweise recht steile Weg ist stets deutlich zu erkennen und ohne Behinderungen begehbar.
        Am meisten Windbruch gibt es aktuell auf dem steilen Hang hinauf zum Südlichen Grafensteig. Aber da die Bäume bereits deutlich lockerer stehen, bieten sich auch dort keine großen Hindernisse.

        Der Südliche Grafensteig ist gut markiert und in den Latschenzonen meist breit ausgeschnitten. Auch auf ihm bestehen zur Zeit keine Probleme wegen Windbruch oder Hangrutschungen. Auf dem Abschnitt Stadelwandleiten - Kienthalerhütte ist er durchwegs unschwierig zu begehen, erfordert aber wegen des zumeist unebenen Geländes doch Konzentration. Auf guten Sonnenschutz achtgeben, da er längere Zeit durch Latschen oder bloß locker stehende Bäume verläuft!

        Mit der wunderbar gelegenen Märchenwiese sowie der Terrasse der Kienthalerhütte bieten sich an allen Wochentagen zumindest zwei Plätze bestens für eine längere Rast an.
        An Wochenenden und Feiertagen von April/Mai bis Anfang November ist die Kienthalerhütte einfach bewirtschaftet; man bekommt natürlich Getränke, Mannerschnitten etc. und auch eine Suppe.
        http://www.kienthaler.at/
        Das Weichtalhaus im Höllental ist (etwa) von Mitte April bis Anfang November jeweils Donnerstag bis Montag von 9 bis 22 Uhr (!) offen. Dienstag und Mittwoch sind Ruhetage.
        https://weichtalhaus.at/
        https://www.facebook.com/weichtal

        Auf dem riesigen Parkplatz vor dem Weichtalhaus sollten die Plätze bei nicht zu spätem Aufbruch lange ausreichen. Der kleine Parkplatz beim Ausgang des Stadelwandgrabens ist an Wochenenden mit Schönwetter meist rasch voll belegt; an Werktagen kann es anders aussehen, wie sich gezeigt hat.

        Das Weichtalhaus ist natürlich öffentlich erreichbar, allerdings fährt der erste Bus ab Payerbach-Reichenau erst relativ spät. Es bleibt jeweils ein Zeitfenster von ungefähr acht Stunden (genau: an Wochentagen von 9.36 bis 17.53h, an Wochenenden von 9.02h bis 17.01h).


        Persönliches Fazit

        Der Schneeberg bietet auf seiner riesigen felsigen Westflanke zum Höllental eine Fülle an Routen unterschiedlichster Schwierigkeit. Die Weichtalklamm erfreut sich großer Beliebtheit, daneben gibt es aber auch wenig begangene unmarkierte bzw. alte Steige.
        Für mich war - außer streng genommen dem Flusswanderweg - diesmal kein Abschnitt ganz neu, aber seit meinem letzten Begehen waren so viele Jahre vergangen, dass es höchste Zeit für eine Wiederholung war. Und ich kann mich einfach nicht mehr erinnern, ob wir 1996 im Abstieg auch auf dem Gipfel der Stadelwand(höhe) standen. Das Panorama dort bei wahrem Traumwetter war zweifellos der stärkste Eindruck des Tages für mich. Schon jetzt ahne ich, dass die Eindrücke dieses genialen Platzes gut ein Höhepunkt des (Berg-)Jahres 2026 bleiben könnten.

        Aber auch insgesamt hat sich einmal mehr bestätigt, dass das Höllental eine tolle und abwechslungsreiche Berglandschaft ist, die eine Vielfalt starker Eindrücke bietet. So spricht alles dafür, nicht zu lange bis zur nächsten Tour in der Region zu warten.
        Zuletzt geändert von Wolfgang A.; vor 48 Minuten.
        Lg, Wolfgang


        Für mich ist Dankbarkeit ein Weg,
        der sowohl für den Einzelnen
        wie für die Welt zukunftsweisend ist.
        (David Steindl-Rast)

        Kommentar


        • #5
          Grüß Dich,

          eine interessante Tour wie von dir gewohnt, bestens aufbereitet hast du am letzten Maifreitag bei Schönwetter gemacht.

          Eine ähnliche Tour bin ich am 19. Oktober 2017 gegangen.
          Zwischen 700m und 750m im Stadelwandgraben wurde ich damals Zeuge eines Gamsabschusses
          (direkt neben dem Schützen nach vorheriger Info).
          Leider bin ich damals nicht zum Aussichtsplatz Stadelwandhöhe auf 1407m.
          Dafür aber weiter hoch entlang der Königschusswand zum Klosterwappen.
          Runter über den Wurzengraben, Kienthalerhütte und Weichtalklamm.
          Dabei war es am Schluss schon relativ finster.

          Danke für die Erinnerungsauffrischung!

          LG

          Erich


          "Gesundheit ist des Menschen höchstes Gut"

          Kommentar


          • #6
            Gratulation zu dieser schönen Runde! Für mich ist dein Bericht eine Erinnerung daran, auch diese Seite des Höllentals wieder einmal zu besuchen. Ich vernachlässige sie immer zugunsten des gegenüberliegenden Mugels (auf dem ich übrigens am gleichen Tag mit meiner Schwester war)

            Den Stadelwandgraben bin ich bergauf immer nur als Zustieg zum Stadelwandgrat oder Richterweg gegangen. Das ist jetzt aber schon lange her. Hinunter auch später noch manchmal…

            Der Grafensteig ist landschaftlich sehr schön, auch wenn ich ihn aufgrund des ständigen Auf und Ab als etwas zahch empfinde (überhaupt nach einem Aufstieg aus dem Höllental).

            Dass du den Ferdinand Mayr-Weg als Abstieg gewählt hast, war eine weise Entscheidung. Ich habe mich öfters dazu verleiten lassen, die Weichtalklamm hinunterzugehen, und es jedesmal bereut. Sie ist mühsam und zieht sich elendiglich. Mit schon müden Beinen doppelt… Zuletzt war das vor einigen Jahren nach dem Lärchkogelgrat. Da hab ich mir geschworen, das nächste Mal geh ich den Mayrweg…
            Zuletzt geändert von maxrax; vor 36 Minuten.

            Kommentar

            Lädt...
            X