Mitte März scheint sich das Frühjahr in den niedrigeren Regionen endgültig durchgesetzt zu haben, und es bleibt an den Nachmittagen bereits deutlich länger hell. So wollte ich den wettermäßig schönsten Tag der Woche - just Freitag, der 13. März 2026
- für eine relativ lange Wanderung in den Voralpen nützen.
In den Gutensteiner Alpen finden sich neben gern besuchten Zielen und den markierten (Weit-)Wanderwegen ja auch etliche selten begangene Routen sowie zahlreiche Erhebungen, die maximal durch Wegspuren erschlossen sind. Ein typischer Gipfel dieser Art ist der Hochwald (919m) zwischen dem Steinwandgraben und dem Sattel Auf dem Hals, an dessen höchstem Punkt der Nordalpenweg - im Osten und Süden - deutlich vorbei führt. Einige Freunde standen allerdings bereits oben, und wer in den Forumsberichten stöbert, wird ein paarmal fündig.
Ich entscheide mich schließlich für eine Rundwanderung ab dem Gehöft Grabenweg an der Nordzufahrt des Halssattels. Auch auf dem Nordalpenweg 01 bis zum Gehöft Hohenwarth war ich noch nie unterwegs, und der geplante Rückweg über den Kamm des Waxenecks ist ebenfalls keineswegs überlaufen. Der einzige Ort auf meiner Route mit stärkerem Besuch wird da wohl das Waxeneckhaus bleiben, dessen große Terrasse für einen sonnigen, milden Frühlingstag ja wie geschaffen ist.
So fahre ich von Pottenstein im Triestingtal einige Kilometer in den langen Grabenweggraben - so der etwas komplizierte Name laut AMap - hinein und starte beim Gehöft Grabenweg. Neben dem großen Bauernhof stehen nur wenige weitere Gebäude, manche sichtlich schon länger nicht mehr bewohnt, und eine kleine moderne Kapelle.
002-GrabenwegKapelle.jpg
Das erste Seitental Richtung Westen dient zwar noch als Zufahrt zum Gehöft Grubbauer, zeigt aber zugleich von Beginn an, in welcher Landschaft ich heute etliche Stunden unterwegs sein werde: größtenteils in ausgedehnten Wäldern, die nur gelegentlich von Weiden oder Wiesen unterbrochen werden.
006-Seitental.jpg
Ein Sandsträsschen dreht sich allmählich mehr Richtung Norden und führt mich - mäßig steigend und unmarkiert - zum Kienthalkreuz in einem flachen Sattel.
009-Kienthalkreuz.jpg
Ab nun werde ich längere Zeit dem Weitwanderweg 01 - dem Nordalpenweg - folgen. Allerdings handelt es sich um einen unspektakulären Abschnitt, und das Peilsteinhaus sowie das Waxeneckhaus als die nächsten Stützpunkte sind jeweils weiter entfernt. Außer den Markierungen ändert sich an meinem Weg durch ruhige Waldgebiete daher zunächst gar nichts.
011-Nordalpenweg.jpg
Breite Wege wechseln mit Forststraßen, und die Steigung bleibt durchwegs moderat. Im beginnenden Frühjahr genieße ich es, in so lichtem Wald (vorwiegend aus Laubbäumen) unterwegs zu sein, in den die Sonne hineinscheinen kann. Im Sommer ist der Schatten, den die Kronen der hohen Laubbäume dann bieten, hingegen sicher willkommen.
014-lockererMischwald.jpg
Auf der wenig anstrengenden Route wird mir gar nicht so bewusst, dass ich vom Ausgangspunkt mittlerweile mehr als 300 Höhenmeter überwunden habe. Erst ein Blick auf den Waldboden macht die Höhenlage offensichtlich: In den Tälern blühen längst die typischen Frühjahrsblumen wie Primeln oder Leberblümchen. Hier, in Höhen zwischen 700 und 800 Metern, dominieren hingegen noch die Schneerosen. Und sie stehen buchstäblich zu Tausenden neben meinem Weg!
031-Schneerosen.jpg
Nach einem längeren Abschnitt in fast gleichbleibender Höhe erreiche ich am Rand einer ausgedehnten Lichtung das Rote Kreuz in 759m Höhe laut AMap.
022-RotesKreuz.jpg
Nach einer kurzen Rast setze ich meinen Weg auf eine (namenlose) Anhöhe hinauf fort. Dort öffnet sich erneut eine große Wiese, auf der sich dank der Dirndlsträucher bereits deutliche Frühlingsfarben zeigen.
027-Frühjahrsfarben.jpg
Im Norden der Wiese stehen die Bäume locker und ermöglichen diesen Durchblick zum Hocheck.
029-DurchblickHocheck.jpg
Mittlerweile steht der Stock des Hochwalds nicht mehr weit vor mir. Aber zunächst führt der Weg zur Querung des oberen Kaltenleitengrabens nochmals bergab, bevor der kurze Gegenanstieg nach Hohenwarth beginnt. Das Anwesen steht bereits seit langem auf einer Flachstufe östlich unterhalb des Hochwalds in fast 800m Höhe. Auffällig ist vor allem, dass die Hauptgebäude gleich mehrfach von Gittern umgeben sind, sodass der markierte Weg in einem Bogen östlich herum führen muss. Irgendwie werde ich mir über den aktuellen Status der Gebäude nicht recht klar: Alles wirkt mehr abgeschirmt und geschützt als vorrangig landwirtschaftlich genützt. Dieser Blick bietet sich durch das obere Gittertor:
038-GehöftHohenwarth.jpg
Die Umrundung der Gebäude führt dafür zu ein paar netten Aussichtsplätzen. Dieser Blick nach Osten geht über den tief eingeschnittenen Grabenweggraben zur steilen und eher abweisenden Westflanke des Waxenecks dahinter. Im Hintergrund darf - in Gestalt des Sooßer Lindkogels - auch der Wienerwald ein wenig mit auf das Bild.
033-GrabenweggrabenWaxeneck.jpg
Der Weg führt nach dem Anwesen am Waldrand sowie erneut entlang eines Gitters weiter und erreicht bald eine kleine Kapelle. Ich habe bisher leider nichts Genaues über sie gefunden, halte vom Baustil her aber ein stattliches Alter für durchaus wahrscheinlich. Die Kapelle ist verschlossen; zwei Bänke an den Außenmauern würden Rastgelegenheiten und erneut etwas Ausblicke Richtung Osten bieten.
039-HohenwarthKapelle.jpg
Nun ist der Zeitpunkt für den weglosen Aufstieg zum Hochwald gekommen. Der Bergstock hat etwa die Form eines ein wenig nach Norden geneigten Ziegelsteins mit einem größeren flachen Gipfelplateau, einer relativ sanften Nordabdachung sowie Steilflanken an allen übrigen Seiten. Gegen den unmarkierten Zugang von Norden spricht allerdings einer der hohen Zäune, der vom Gehöft Hohenwarth hinaufzieht und möglicherweise quer über das gesamte Plateau führt.
So versuche ich es nun von der Kapelle aus. Ein paar Minuten bleibt das Gelände noch flach, dann erreiche ich den Beginn der Steilflanke. Zu meiner großen Überraschung stoße ich dort auf eine Art Karrenweg, der zunächst zu einem kleinen Steinbruch und danach diagonal nach Norden ganz hinauf auf das Gipfelplateau führt. Gern ergreife ich diese unerwartete Hilfe, die Steilpassage zu bezwingen. 
044-AnstiegHochwald.jpg
Bericht in Arbeit,
Fortsetzung folgt bald!
- für eine relativ lange Wanderung in den Voralpen nützen.In den Gutensteiner Alpen finden sich neben gern besuchten Zielen und den markierten (Weit-)Wanderwegen ja auch etliche selten begangene Routen sowie zahlreiche Erhebungen, die maximal durch Wegspuren erschlossen sind. Ein typischer Gipfel dieser Art ist der Hochwald (919m) zwischen dem Steinwandgraben und dem Sattel Auf dem Hals, an dessen höchstem Punkt der Nordalpenweg - im Osten und Süden - deutlich vorbei führt. Einige Freunde standen allerdings bereits oben, und wer in den Forumsberichten stöbert, wird ein paarmal fündig.
Ich entscheide mich schließlich für eine Rundwanderung ab dem Gehöft Grabenweg an der Nordzufahrt des Halssattels. Auch auf dem Nordalpenweg 01 bis zum Gehöft Hohenwarth war ich noch nie unterwegs, und der geplante Rückweg über den Kamm des Waxenecks ist ebenfalls keineswegs überlaufen. Der einzige Ort auf meiner Route mit stärkerem Besuch wird da wohl das Waxeneckhaus bleiben, dessen große Terrasse für einen sonnigen, milden Frühlingstag ja wie geschaffen ist.

So fahre ich von Pottenstein im Triestingtal einige Kilometer in den langen Grabenweggraben - so der etwas komplizierte Name laut AMap - hinein und starte beim Gehöft Grabenweg. Neben dem großen Bauernhof stehen nur wenige weitere Gebäude, manche sichtlich schon länger nicht mehr bewohnt, und eine kleine moderne Kapelle.
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Das erste Seitental Richtung Westen dient zwar noch als Zufahrt zum Gehöft Grubbauer, zeigt aber zugleich von Beginn an, in welcher Landschaft ich heute etliche Stunden unterwegs sein werde: größtenteils in ausgedehnten Wäldern, die nur gelegentlich von Weiden oder Wiesen unterbrochen werden.
006-Seitental.jpg
Ein Sandsträsschen dreht sich allmählich mehr Richtung Norden und führt mich - mäßig steigend und unmarkiert - zum Kienthalkreuz in einem flachen Sattel.
009-Kienthalkreuz.jpg
Ab nun werde ich längere Zeit dem Weitwanderweg 01 - dem Nordalpenweg - folgen. Allerdings handelt es sich um einen unspektakulären Abschnitt, und das Peilsteinhaus sowie das Waxeneckhaus als die nächsten Stützpunkte sind jeweils weiter entfernt. Außer den Markierungen ändert sich an meinem Weg durch ruhige Waldgebiete daher zunächst gar nichts.
011-Nordalpenweg.jpg
Breite Wege wechseln mit Forststraßen, und die Steigung bleibt durchwegs moderat. Im beginnenden Frühjahr genieße ich es, in so lichtem Wald (vorwiegend aus Laubbäumen) unterwegs zu sein, in den die Sonne hineinscheinen kann. Im Sommer ist der Schatten, den die Kronen der hohen Laubbäume dann bieten, hingegen sicher willkommen.
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Auf der wenig anstrengenden Route wird mir gar nicht so bewusst, dass ich vom Ausgangspunkt mittlerweile mehr als 300 Höhenmeter überwunden habe. Erst ein Blick auf den Waldboden macht die Höhenlage offensichtlich: In den Tälern blühen längst die typischen Frühjahrsblumen wie Primeln oder Leberblümchen. Hier, in Höhen zwischen 700 und 800 Metern, dominieren hingegen noch die Schneerosen. Und sie stehen buchstäblich zu Tausenden neben meinem Weg!
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Nach einem längeren Abschnitt in fast gleichbleibender Höhe erreiche ich am Rand einer ausgedehnten Lichtung das Rote Kreuz in 759m Höhe laut AMap.
022-RotesKreuz.jpg
Nach einer kurzen Rast setze ich meinen Weg auf eine (namenlose) Anhöhe hinauf fort. Dort öffnet sich erneut eine große Wiese, auf der sich dank der Dirndlsträucher bereits deutliche Frühlingsfarben zeigen.

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Im Norden der Wiese stehen die Bäume locker und ermöglichen diesen Durchblick zum Hocheck.
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Mittlerweile steht der Stock des Hochwalds nicht mehr weit vor mir. Aber zunächst führt der Weg zur Querung des oberen Kaltenleitengrabens nochmals bergab, bevor der kurze Gegenanstieg nach Hohenwarth beginnt. Das Anwesen steht bereits seit langem auf einer Flachstufe östlich unterhalb des Hochwalds in fast 800m Höhe. Auffällig ist vor allem, dass die Hauptgebäude gleich mehrfach von Gittern umgeben sind, sodass der markierte Weg in einem Bogen östlich herum führen muss. Irgendwie werde ich mir über den aktuellen Status der Gebäude nicht recht klar: Alles wirkt mehr abgeschirmt und geschützt als vorrangig landwirtschaftlich genützt. Dieser Blick bietet sich durch das obere Gittertor:
038-GehöftHohenwarth.jpg
Die Umrundung der Gebäude führt dafür zu ein paar netten Aussichtsplätzen. Dieser Blick nach Osten geht über den tief eingeschnittenen Grabenweggraben zur steilen und eher abweisenden Westflanke des Waxenecks dahinter. Im Hintergrund darf - in Gestalt des Sooßer Lindkogels - auch der Wienerwald ein wenig mit auf das Bild.
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Der Weg führt nach dem Anwesen am Waldrand sowie erneut entlang eines Gitters weiter und erreicht bald eine kleine Kapelle. Ich habe bisher leider nichts Genaues über sie gefunden, halte vom Baustil her aber ein stattliches Alter für durchaus wahrscheinlich. Die Kapelle ist verschlossen; zwei Bänke an den Außenmauern würden Rastgelegenheiten und erneut etwas Ausblicke Richtung Osten bieten.
039-HohenwarthKapelle.jpg
Nun ist der Zeitpunkt für den weglosen Aufstieg zum Hochwald gekommen. Der Bergstock hat etwa die Form eines ein wenig nach Norden geneigten Ziegelsteins mit einem größeren flachen Gipfelplateau, einer relativ sanften Nordabdachung sowie Steilflanken an allen übrigen Seiten. Gegen den unmarkierten Zugang von Norden spricht allerdings einer der hohen Zäune, der vom Gehöft Hohenwarth hinaufzieht und möglicherweise quer über das gesamte Plateau führt.
So versuche ich es nun von der Kapelle aus. Ein paar Minuten bleibt das Gelände noch flach, dann erreiche ich den Beginn der Steilflanke. Zu meiner großen Überraschung stoße ich dort auf eine Art Karrenweg, der zunächst zu einem kleinen Steinbruch und danach diagonal nach Norden ganz hinauf auf das Gipfelplateau führt. Gern ergreife ich diese unerwartete Hilfe, die Steilpassage zu bezwingen. 
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Bericht in Arbeit,
Fortsetzung folgt bald!

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