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Hilfe zum Erstellen von Tourenberichten

Immer wieder haben einige User Probleme beim Erstellen eines Tourenberichtes, insbesondere beim Hochladen und Einfügen von Bildern.
Ihnen soll die folgende kleine Anleitung ein wenig Hilfe geben, wie ein Tourenbericht ganz kurz und schmerzlos erstellt werden kann

In sechs einfachen Schritten kann ein neuer Bericht leicht erstellt werden:

1. Bilder zum Bericht aussuchen
2. Bilder verkleinern
3. Im Forum "Toureninfo & Verhältnisse" das passende Unterforum auswählen
4. Bilder hochladen
5. Die Bilder mit dem Text ergänzen
6. Fertigstellen/Kontrollieren des Berichtes und Veröffentlichen



Im Folgenden werden die einzelnen Schritte ausführlich erklärt:

1. Bilder zum Bericht aussuchen
Möglichst aussagekräftige Fotos wählen, die auch die Route und wesentliche Details darstellen.
Gegen einzelne "schöne" Landschafts- und Blumenbilder ist natürlich nichts einzuwenden ...


2. Bilder verkleinern
Bewährt hat sich ein Format mit der längeren Bildkante 900 Pixel.
Damit läßt sich bei Speicherung als JPEG eine recht ordentliche Bildqualität erzielen, bei Photoshop etwa abhängig vom Sujet 80/100.


3. Im Forum "Toureninfo & Verhältnisse" das passende Unterforum auswählen
z.B. "Wanderungen und Bergtouren" - "Steiermark"
+Neues Thema wählen

Titel etwa nach dem Schema
Gipfel (Höhenangabe), Anstiegsroute, Gebirgsgruppe (ostalpin nach AVE)

Möglichst bis zu 5 aussagekräftige Stichworte vergeben.

Zum Bilderhochladen weiter mit der "Büroklammer".


4. Bilder hochladen
Möglichst bitte NUR so:
a) "Büroklammer"
b) "Anhänge hochladen"


4.1 Bilder auswählen
Abhängig vom eigenen Rechner/Betriebssystem.
Maximal 15 Bilder pro Posting sind derzeit zulässig, eine größere Bilderanzahl erfordert Folgepostings (Antworten).
(Bewährt hat sich auch, 1-2 Bilder weniger hochzuladen, um für spätere Ergänzungen eine kleine Reserve zu haben.)

4.2 Liste der hochgeladenen Anhänge
Die Auflistung ist leider nicht chronologisch nach Bildbezeichnung geordnet.

Im Textfeld die gewünschte Einfügeposition mit dem Cursor markieren,
bzw. die gelisteten Bilder in der gewünschten Reihenfolge einzeln als "Vollbild" oder "Miniaturansicht" platzieren.
Eine oder mehrere Leerzeilen zwischen den Bildern erleichtern später das Einfügen von Text.


5. Die Bilder mit dem Text ergänzen
Die Bilder sind nun in der richtigen Reihenfolge im Textfenster positioniert.
Ich bevorzuge im ersten Schritt die Positionierung als "Miniaturansicht".
Das erleichtert beim Texteinfügen die Übersicht.
Muß aber nicht sein, natürlich lassen sich die Bilder auch gleich als Vollbild (also in der hochgeladenen Größe) platzieren.

5.1 Text
Jetzt kann der Text ergänzt werden.
Möglichst über dem Foto - ich finde das übersichtlicher ...
Der Text kann natürlich auch vorher erfaßt werden und anschließend einkopiert werden.

5.2 Bildgröße ändern
Wurden die Bilder vorerst als "Miniaturansicht" platziert, können sie einfach auf das finale Darstellungsformat skaliert werden:
a) Doppelklick auf die "Miniaturansicht" öffnet ein Pop-Up-Fenster
b) unter "Größe" idR "Vollbild" wählen
c) OK


6. Fertigstellen/Kontrollieren des Berichtes
Anschließend sollte der Bericht noch in der "Vorschau" kontrolliert werden.
In manchen Fällen muß zur Ansicht der "Vorschau" ziemlich weit nach unten gescrollt werden!

6.1 Veröffentlichen des Berichtes
Zum Schluß noch auf "Abschicken" klicken - und nach einer kurzen "Nachdenkpause" des Servers ist der Bericht online.



Nach dem ersten Durchlesen dieses Leitfadens mag das Erstellen eines Berichtes etwas kompliziert erscheinen - ist es aber nicht:
Viele Tourenberichte schreiben hilft sehr.

Die Reihenfolge der einzelnen Schritte ist nicht so starr wie es hier scheinen mag; natürlich kann auch zuerst der Text erstellt werden und die Bilder nachträglich eingefügt.

Änderungen am fertigen Bericht sind für den Ersteller 24 Stunden lang möglich, bei der Berichtigung später entdeckter Fehler hilft gerne ein zuständiger Moderator. Ebenso beim Verschieben eines Berichtes in das richtige Tourenforum.

Viel Freude bei euren Bergtouren UND dann beim Berichteschreiben,


P.S.: Diese Anleitung, ergänzt um verdeutlichende Screenshots, findet ihr auch unter http://www.gipfeltreffen.at/forum/gi...ourenberichten
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Regelwerk für die Benutzung des Forums Gipfeltreffen

Alle Forumsuser/-innen sind aufgefordert, das Regelwerk zu lesen und sich daran zu halten!

1) Registrierung

Die Registrierung und Benutzung unserer Foren ist kostenlos. Es ist registrierten Teilnehmern/-innen (Usern/-innen) erlaubt, den Forums-Account bis auf Widerruf im Rahmen der vorgegebenen, jederzeit änderbaren Forumsregeln für private Zwecke zu nutzen. Ein späteres Löschen des Forums-Accounts sowie der ins Forum eingebrachten Inhalte oder Bilder ist nicht möglich. Auf Wunsch des Benutzers kann der Account stillgelegt werden. Der Benutzername kann dann von niemandem mehr benützt werden und wird vor Missbrauch geschützt.

2) Hausrecht

Die Forenbetreiber legen Wert auf die Tatsache, dass alle User/-innen Gast in diesem Forum sind und die Betreiber als Gastgeber bei Bedarf ihr Hausrecht jederzeit ausüben können und auch werden. User, die sich überwiegend darauf beschränken zu provozieren, werden ausgeschlossen.

3) Haftung

Die von Usern/-innen verfassten Beiträge stellen ausschließlich die persönliche, subjektive Meinung des Verfassers dar, und keinesfalls die Meinung der Betreiber und Moderatoren dieses Forums. Die Forenbetreiber übernehmen keine Haftung für die Richtigkeit der ausgetauschten Informationen.

4) Umgangston

Die Forenbetreiber erwarten von allen Usern/-innen, sich an die Netiquette zu halten. Auf einen wertschätzenden, höflichen Umgangston wird Wert gelegt.

5) Thementreue

Die Forenbetreiber legen großen Wert auf Thementreue der Beiträge und Übersichtlichkeit von Threads, um den Informationsgehalt des Forums möglichst hoch zu halten. Überschneidungen der Inhalte verschiedener Threads sind zu vermeiden.

6) Verboten ist/sind:

- Beleidigungen, Sticheleien und Provokationen (auch per PN);
- Politische oder religiöse Themen;
- Rechtswidrige Inhalte (unter anderem rechtsradikale oder pornografische Inhalte, Hackinganleitungen, Verstöße gegen das Urheberrecht) sowie das Verlinken zu Seiten mit solchen Inhalten;
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7) Moderation:

Die Moderatoren/Administratoren werden von den Forenbetreibern bzw. ihren Vertretern ernannt.
Sie sind von den Forenbetreibern verpflichtet, für die Einhaltung der Regeln zu sorgen und somit ermächtigt, die von Usern/-innen bereit gestellten Inhalte (Texte, Anhänge und Verlinkungen) daraufhin zu prüfen und im Bedarfsfall zu bearbeiten, verschieben, zu löschen oder Themen zu schließen. Im Falle der Löschung von Beiträgen können auch jene Beiträge anderer User ganz oder teilweise entfernt werden, die auf einen gelöschten Beitrag Bezug nehmen.

Änderungen von Beiträgen werden - soweit irgend möglich – unter Angabe des Änderungsgrundes gekennzeichnet. Eingriffe, die den Sinn eines Beitrags verändern, werden nicht vorgenommen. Für die geänderten Teile eines Beitrags haftet der ursprüngliche Ersteller nicht.

Wer etwas gegen das aktive Handeln der Moderatoren/-innen vorzubringen hat, kann dies sachlich, mit konkretem Bezug und zeitnah (innerhalb von 6 Wochen ab Anlass) im Unterforum "Zum Forum/Moderation..." darlegen. In allen anderen Foren werden solche Postings im Sinne der Thementreue der Beiträge kommentarlos gelöscht. Bloßes „Mod-Bashing“ führt zu einer sofortigen Sperre.

Das Unterlaufen von Handlungen und Maßnahmen der Moderatoren ist nicht zulässig. Darunter fällt auch das Fortführen des Themas eines geschlossenen oder gelöschten Threads in einem neuen gleichartigen oder ähnlichen Thread. Ergänzungen und Hinweise von Moderatoren und Administratoren dürfen von Usern in deren Beiträgen nicht verändert oder gelöscht werden.

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Ein übermäßiges Ausnutzen der Signatur ist unerwünscht. Diese sollte vor allem eine maßvolle Größe haben. Nicht mit der Forumsleitung abgesprochene Werbung (für kommerzielle Angebote), Beleidigungen oder Anspielungen in der Signatur oder dem Profiltext werden nicht toleriert.

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Kommerzielle Werbung im Forum Gipfeltreffen ist kostenpflichtig (siehe Unterforum Werbung). Werbepostings müssten vor Platzierung mit der Forumsleitung vereinbart werden.

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Die Forenbetreiber stellen die Foren "Forum für Gemeinschaftstouren" und " Bazar" ausschließlich für private Kontaktzwecke zur Verfügung und gehen damit keinerlei Verpflichtungen oder Haftungen ein! Alle Kontakte in diesen Foren laufen ausschließlich zwischen den Usern/-innen und auf Basis des gegenseitigen Vertrauens. Bei nachweislichen Betrugsfällen stellen die Forenbetreiber alle vorhandenen Informationen zur Verfügung, um eine straf- und zivilrechtliche Verfolgung zu ermöglichen.

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Wer gegen geltendes Recht verstößt, wird im Ernstfall von uns zur Anzeige gebracht.

12) Information

Die Forumsbetreiber behalten sich das Recht vor,
- alle registrierten User/-innen in unregelmäßigen Abständen über Themen rund um das Bergsteigen, alpiner Sicherheit, Risikomanagement und Weiterbildung per Mail zu informieren und
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13) Nutzung von hochgeladenen Anhängen

Die User/-innen stellen den Forenbetreibern die eingestellten Bilder sowie sonstige Anhänge zur Nutzung im Forum zur Verfügung. Eine darüber hinaus gehende Nutzung der eingestellten Bilder und sonstigen Anhänge durch die Forenbetreiber erfolgt nicht.
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Torstein, Mitterspitz, Dachstein – Trilogie in 2 Akten, III-IV, 19.9./20.9.2020

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  • Torstein, Mitterspitz, Dachstein – Trilogie in 2 Akten, III-IV, 19.9./20.9.2020

    Torstein Südpfeiler und Überschreitung Mitterspitz, Dachstein

    Der Dachstein, das Dreigestirn, Blickfang der Steiermark!
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    Alle drei Gipfel in einem Zug zu überschreiten – eine schöne Linie, ein toller Plan.
    Einmal ist es mir gelungen, doch das ist lange her…:
    1983, als starker Jüngling, von der Bachlalm aus, allein, über den Windlegergrat auf den Torstein, dann über den Mitterspitz und zum Dachsteingipfel. Nach einem Start um 5h früh war ich bereits um 15h am Dachsteingipfel, noch rechtzeitig vor dem Gewitter, dessen erste Regentropfen ich noch abbekam.

    Als weniger starker Jüngling, 37 Jahre später, spukte ein anderer, gemäßigter Plan, in meinem Kopf herum:
    Mit einem leichteren Anstieg auf den Torstein, wo man nur wenige Seillängen zu sichern bräuchte, sollte so etwas – vielleicht – auch einer etwas in die Jahre gekommenen Seilschaft gelingen.
    Mit dem klassischen Torstein Südpfeiler, im alten Führer mit III bewertet, könnte das wohl möglich sein.
    Auch in neuen Dachsteinführern findet man auf Bildern wohl noch die Linie, jedoch keinerlei Beschreibung mehr - seltsam…
    Immerhin - auf einer Bergführer – Website gibt es ein Angebot für eine Führungstour dieser Route. Wo Bergführer führen, sollte der Fels nicht so schlecht sein und ein minimaler Sicherungsstandard vorhanden sein.
    Wie man sich täuschen kann…
    Aber der Plan steht und am Freitagabend reisen wir an, schlafen – neben etlichen anderen – am Parkplatz Türlwandhütte und bewundern zusammen einen schönen Sonnenuntergang
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    Auch der Pfeiler des Torsteins wird inspiziert, etwas links der Bildmitte steht das Objekt der Begierde:
    Tor-002.jpg


    19.9.2020, Samstag
    Aufbruch noch im Dunklen, etwa 5h 30. Eine unglaubliche Lichterschlange bewegt sich gegen Dachstein. Steinerroute, selbst Klettersteige werden noch im Dunklen gestürmt.
    Wir hingegen haben keinerlei Konkurrenz. Den Südpfeiler am Torstein strebt niemand an. Hier ist er auch schon, etwa in Bildmitte, in der ersten Scharte soll´s losgehen. Die Sonne streift das erste Pfeilerdrittel:
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    Ein Traumtag, über dem Talnebel die Kette der Niederen Tauern
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    Ein paar Gemsen beobachten gelangweilt unseren Zustieg.
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    Ein Blick zum nahen Röthelstein, weiter entfernt der Hochkönig und im Dunst der Glockner
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    Nach etwa 2 ½ h erreichen wir den Einstieg, leichter und höher als gedacht, perfekt!
    Neugierig und erwartungsvoll blicke ich nach oben:
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    Der Einstieg ist klassisch, logisch. Weniger perfekt ist der Fels…
    Eine steile Plattenrampe, schuttbedeckt, teils splittrig, kein Haken weit und breit. Sehr rätselhaft, wie man als Bergführer so etwas führt…
    Ich klettere los, steile III+, ja ok, halt vorsichtig klettern, 20 Meter ausgestiegen, kein Keil geht rein, kein Felszacken für eine Schlinge, nichts… Ein windiger Standplatz ist wenigstens ein Hinweis darauf, dass da schon einmal wer war. Zwei Standhaken, einen kann ich mit den Fingern rausziehen, ein schwarzes Moderschnürl verbindet beide, den anderen binde ich ab, klettere weiter. Endlich ein Köpfl – Stand!
    Danach folgt eine etwas leichtere Seillänge
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    Danach wieder Köpflstand. Wer will kann auch da noch eine Schlinge rein nudeln…
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    Und schon wieder steil, unsicherer Fels, kein Gedanke daran, das Seil abzulegen.
    Endlich etwas besserer Fels, man wird bescheiden
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    Doch dann:
    Ich stehe am 3. Standplatz in einer Rinne, mein Freund steigt vor, plötzlich:
    „Achtung Stein!“.
    Gepolter, ein Brocken zwei Fäuste groß, springt in der Rinne hin und her. Ich versuche auszuweichen – jedoch Patsch! Ein Schlag auf die Nase. Autsch! Schon rinnt das Blut…
    Erschrocken, irritiert beobachte ich, wie es auf die Steine vor mir tropft.
    Was ist passiert? Momentan – keine Ahnung, alles voll Blut. Erschrocken blicke ich auf den geröteten Stein vor mir – aber immerhin - es tropft weniger…
    Vorsichtig greife ich nach meiner Nase. Sie ist noch da. Sie scheint auch nicht gebrochen. Allmählich erfange ich mich, das Ganze ist offenbar halb so schlimm.
    Gottseidank! Ich klettere weiter, vorsichtig, noch etwas unsicher. Der Freund wird gewarnt, mein Gesicht blutverschmiert, er soll sich nicht zu sehr schrecken…
    Ganz oben sehe ich ihn:
    Tor-012.jpg

    Am Stand kann ich schon wieder lachen, kosmetisch nicht einwandfrei zwar…
    Tor-013.jpg

    Ein besserer Ausblick zur Erholung:
    Tor-014.jpg

    Wir haben das Band erreicht, das der alte Führer erwähnt. Das Gelände wird freundlicher, fester. Der Freund darf noch eine Seillänge vorsteigen, die brauche ich noch um meinen Schock zu verarbeiten. Dann geht´s wieder…
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    Zuletzt geändert von tauernfuchs; 13.10.2020, 16:41.

  • #2
    Nette Kletterstellen, eine seltsame Reit-Kriechstelle folgt
    Tor-016.jpg

    dann sind die ersten Felskessel erreicht.
    Aber die Hoffnung auf seilfreies Weitersteigen erfüllt sich nicht, noch nicht…
    Festerer Fels, aber immer noch steil, plattig, exponiert…
    Tor-017.jpg

    Die Anstiegslinie wird wieder unklar, dort oben scheint eine Flachstufe zu sein. Mehrere Möglichkeiten, ich entscheide mich für einen steileren IVer.
    Haken gibt´s keine, etwas legen? Wo bloß? Oft schwierig im Kalk, auch hier. Dann halt ohne – wie früher… Aber es wird eh schon leichter, gelegt hab` ich nach 40 Metern auch noch nichts….
    Stand basteln, ein kleines Köpfl, ein Keil ein Friend, na ja…
    Noch eine Seillänge, endlich ins leichtere Gelände.
    Das Seil kommt weg. Jetzt verfolgen wir gemütlicheres, gut gestuftes Gelände, aber wo weiter?
    Die Routenbeschreibung stimmt schon lange nicht mehr. Nicht umsonst werden drei Varianten beschrieben…da hatten andere auch schon Probleme…
    Egal, wir steigen empor in einen Kessel, darin lagert eindrucksvoll ein etwa 4 Meter hoher Schneerest.
    Tor-018.jpg

    Dahinter sollten wir weiterkommen
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    Tatsächlich können wir daran vorbei schlüpfen.
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    Immer wieder versperren steile Abbrüche den Weg, aber genauso oft finden sich auch recht gute Durchstiegsmöglichkeiten. Über Bänder und Rampen weichen wir senkrechten Wandstufen aus
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    Und genießen nette Seitenblicke
    Tor-023.jpg

    Bei einem Überhang legen wir nochmals das Seil an
    Tor-022.jpg
    und landen schließlich auf einem steileren Grat, sogar – oh Wunder – mit einem Standbohrhaken!
    Noch etwas Genußkletterei
    Tor-024.jpg

    Tor-025.jpg

    – und das war´s dann – der Gipfelgrat. Wir erreichen ihn bei der Torsteinwächte.
    Wir schauen zu den Nachbargipfeln, Mittersitze und Dachstein
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    Die sollten ja auch noch dran kommen…
    Aber zunächst muss natürlich der Torsteingipfel erklommen werden. Ein Schutt- und Schrofenhatscher…
    Tor-027.jpg
    Aber was soll´s? Wer rauf will ist selbst schuld…
    In der letzten Phase, am Gipfelaufbau ist das gar nicht so einfach
    Tor-030.jpg
    und hat mit Schwierigkeit II eigentlich nichts mehr zu tun.
    Sowohl an der Süd – als auch an der Nordseite hängen im senkrechten Fels nur
    schlappe Drahtseile herunter an denen man sich etwa 15 m raufhangeln könnte,
    voraus gesetzt man kann sich daran halten… an der mauerglatten Nordseite geht
    das trotzdem noch besser.
    Immerhin – geschafft!
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    Ein Blick nach Osten, Richtung Mitterspitze und zum klein gewordenen Großen
    Gosaugletscher
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    Zuletzt geändert von tauernfuchs; 13.10.2020, 16:42.

    Kommentar


    • #3
      Weit länger als gedacht, hat uns das Unternehmen Torstein aufgehalten. Die weitere Überschreitung über Mitterspitze und Dachstein wandert allmählich ins Reich der Illusionen…
      Dafür darf auch jetzt die Gipfelrast etwas länger ausfallen.

      Dann klettern wir wieder vom heiklen Gipfelkopf hinunter:
      Tor-031.jpg

      Als wir wieder bei unseren Rucksäcken sind, ist es halb vier. In der Unteren Windlucke ist die Lage klar: Abstieg zur Adamekhütte.
      Jetzt können wir uns Zeit lassen und den schönen Nachmittag genießen.
      Ein letztes Blümchen spendet Trost:
      Tor-032.jpg

      Weniger tröstlich ist das viele lose Blockzeugs und gatschige Eisreste, die uns zunächst bevorstehen. Immerhin entschädigt der Blick talaus zur Schreiberwand
      Tor-033.jpg

      und bald leiten uns auch trittfreundliche Gletscherschliffplatten wesentlich angenehmer Richtung Hütte.
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      Ein Blick zurück in die rechte Scharte, links stehen die Ziele für morgen
      Tor-035.jpg

      Nun wir´s aber spannend:
      Samstagnachmittag, Schönwetter, nicht angemeldet, Corona – die Quartierfrage auf der Hütte…
      Jedoch, erfreulich unkompliziert, sehr freundlich – der Hüttenwirt!
      War es unsere Tour, meine etwas dramatisch wirkende Verletzung – ohne Umschweife überreicht er uns einen Zimmerschlüssel! Danke!
      Tor-036.jpg

      Abendessen, prächtiger Sonnenuntergang neben der Bischofsmütze, was will man mehr!
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      Tor-038.jpg



      20.9.2020, Sonntag: Mitterspitz, Dachstein
      Überschreitung West – Ost, II –IV
      Wunderbares Wetter und wir haben viel Zeit. Gemütliches Frühstück, dann raus.
      Es grüßt die Bischofsmütze!
      Tor-039.jpg

      Wieder hinauf zur Unteren Windlucke, zunächst recht entspannt:
      Tor-040.jpg

      Doch weiter oben müssen wir dem Eis ausweichen, wir haben nur Zustiegsschuhe.
      Also hinein in den Steilschutt der Mitterspitze! Und bloß rasch hinaus an den Westgrat! Bald haben wir ihn erreicht:
      Tor-041.jpg

      Dort ist der Fels einwandfrei. Hübsche Gratkletterei, immer so im IIer, kurz einmal III, da brauchen wir kein Seil.
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      Jedoch nach einer Scharte folgt doch ein steiles 20 Meter-Wandl. Egal – das sichern wir – Zeit ist ja genug.
      Tor-043.jpg

      Ein Blick in die Tiefe
      Tor-044.jpg

      Nach dieser netten Klettereinlage kraxeln wir wieder seilfrei zum gar nicht so nahen Gipfel.
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      Zuletzt geändert von tauernfuchs; 13.10.2020, 16:43.

      Kommentar


      • #4
        Rasten, schauen, Jause essen…
        Tor-046.jpg

        Ein Blick zum Torstein, dort waren wir gestern
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        Die tiefe Scharte der oberen Windlucke trennt uns vom Dachstein.
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        Dort müssen wir runter, hilft nichts…Abklettern oder Abseilen? Abgeklettert hab ich schon zwei Mal, also heute gemütlich. Ok, also diesmal abseilen, sollen ja bloß 5x25 Meter sein…
        Nur so wenig…?

        Tor-048a.jpg

        Ob die Entscheidung gut war?
        Aber los geht´s:
        Tor-049.jpg

        Tatsächlich finden wir Abseilstände, alle 25 Meter, gut so. Aber nach 5x Abseilen liegt der Mitterspitz-Kolk immer noch tief unter uns
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        Weiter geht´s
        Tor-050.jpg

        Und brüchiger wird´s
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        Nach etwa 8x Abseilen ergeben sich zusaötzlich wildromantische Blicke nach oben
        Tor-053.jpg

        Ganz unten zum Eisrand hin hängt ein Doppelseil über den Steilschrott hinab.
        Wir benützen es bereitwillig für eine Art Seilquergang über den eisigen Kolkrand in den sicheren Firn
        Tor-054.jpg

        Erst jetzt, nach etwa 10 Abseilern, haben wir gewonnen
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        Fazit: Besser abklettern - ist sicherer und auch schneller.
        Hinterher weiß man´s dann eh…
        Gemütlich verfolgen wir den Firngrat bis zum Felsgrat hinauf.
        Tor-056.jpg

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        Zuletzt geändert von tauernfuchs; 13.10.2020, 16:44.

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        • #5
          Entlang einiger gemütlicher Gratzacken erreichen wir den Westgratanstieg des Dachstein. Nun ist die Partie geritzt! Versichertes Gelände, noch ein Blick zurück:
          Tor-058.jpg

          Dann schlendern wir gemütlich Richtung Dachsteingipfel.
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          Da ist er auch schon.
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          Dort wollen uns die Dohlen gleich die restliche Jause stehlen. Ein wenig was geben wir ab.
          Tor-062.jpg

          Wir genießen die Rast, die Aussicht. Dann beobachten wir einen Alleingänger, der soeben über den Randkluftweg abgestiegen ist…
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          Wie man sieht: Russisches Roulett muss nicht immer böse enden…
          Trotz dieses „Vorbilds“ ziehen wir den sicheren Weg über die Schulter vor.
          Ein Ausblick zum niederen Bruder des Dachstein
          Tor-063.jpg

          und schon bald betreten wir sicher die gewalzte Gletscherautobahn.
          Noch ein Blick zu den schönen Dirndln (wie könnte es anders sein…)
          Tor-064.jpg

          Den Rest an Verdrahtung und Auswüchsen des Sommerschilaufs erspare ich euch. Wir machen aus der Not eine Tugend und sausen gemütlich mit der Seilbahn ins Tal.

          LG
          Zuletzt geändert von tauernfuchs; 13.10.2020, 16:45.

          Kommentar


          • #6
            Sehr tolle Tour mit ebensolchen Fotos, danke für die Bilder aus einer meiner Lieblingsregionen. Und zum Glück ist der Steinschlag halbwegs glimpflich ausgegangen und hat keine argen Verletzungen mit sich gebracht. Das kann in so einer einsamen Route dann schon elendig werden, auch wenn der Huberer mittlerweile am Dachstein fast alles anfliegen kann.
            Und das Abseilen am Mitterspitz hat zumindest funktioniert, nicht so wie bei mir vor einigen Jahren am Dirndl, wo plötzlich ein Abseilstand abgeschraubt war (und noch immer ist).
            Jedenfalls Gratulation zu einer großen Überschreitung!
            LG
            Andi
            ... ab 45 Grad Neigung wird's interessant ...

            Kommentar


            • #7
              Ein sehr schöner Bericht! Gut, dass der Steinschlag relativ glimpflich ausgegangen ist.

              Zitat von tauernfuchs Beitrag anzeigen
              1983, als starker Jüngling, von der Bachlalm aus, allein, über den Windlegergrat auf den Torstein, dann über den Mitterspitz und zum Dachsteingipfel. Nach einem Start um 5h früh war ich bereits um 15h am Dachsteingipfel, noch rechtzeitig vor dem Gewitter, dessen erste Regentropfen ich noch abbekam.
              Vor ein paar Tagen, als wir in der Gegend waren, habe ich zu Franzi gesagt, der Windlegergrat mit anschließender Überschreitung zum Dachstein, das wäre eine Traumlinie. Lustig, dass du jetzt davon schreibst. Für uns wäre es aber nur mit Biwak möglich.
              "Glück, das kann schon sein: man hat es fast hinter sich und einen Schluck Wasser noch dazu." (Malte Roeper)

              Kommentar


              • #8
                Traumhafte Tour. Da waren wir gar nicht so weit auseinander, als ich samstags den Eiskarlspitz über die Windlegerscharte probiert habe. Dass ich euch gar nicht gesehen habe?
                Beim Stein hast großes Glück gehabt.

                Das Gipfelwandl am Torstein sieht nicht leicht aus. Wie seid ihr da genau abgestiegen, also jetzt vom Torstein in die untere Windlegerscharte? Am Grat?

                Jetzt seh ich auch wie der Mitterspitzgrat von der Nähe aussieht. Ich war ja letztens weiter nördlich davon.
                Zuletzt geändert von Manfred9; 14.10.2020, 07:11.
                lg, Manfred (manfredsberge.blogspot.com)

                Meine Tourenberichte auf gipfeltreffen

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                • #9
                  Fein , daß nicht mehr passiert ist! Wunderschöne Tour , tolle Bilder wie immer

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                  • #10
                    Eine tolle Tour! Danke für die ausführliche Dokumentation - da bekommt man einen sehr guten Eindruck, was es bedeutet in eine alte & selten begangene Südwandroute einzusteigen!
                    carpe diem!

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                    • #11
                      Tolle Unternehmung und ein spannender Bericht zum Mitfühlen.

                      Den Torstein von Süden und eine anschließende Übernachtung auf der Adamek Hütte ist schon super.
                      Eure geplante Trilogie habt ihr ja trotz der überraschenden Schwierigkeiten gut hinbekommen.

                      Ich kenne nur die Südverschneidung auf den Torstein, kann mich jedoch nicht entsinnen, wie wir damals zum Gipfel hinauf sind.
                      Vielleicht hatten wir damals kein Verlangen danach.

                      lg. Sigi

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                      • #12
                        Da hast Du das Glück des Tüchtigen gehabt, Manfred.
                        Herzliche Gratulation zu dieser tollenTour.



                        LG, Günter
                        Meine Touren in Europa

                        Nicht was wir erleben, sondern wie wir es empfinden, macht unser Schicksal aus.
                        (Marie von Ebner-Eschenbach)

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                        • #13
                          Danke euch allen!
                          Tatsächlich habe ich schon großes Glück gehabt, dass nicht mehr passiert ist. Der Stein war immerhin gut zwei Faust groß. Zunächst dachte ich ohnehin, dass da ziemlich was passiert sein muss, aber allein ein Schlag auf die Nase blutet halt auch schon nicht wenig.
                          Aber dieses Missgeschick war nur zum geringen Teil die Ursache dafür, dass unser Plan sich nicht an einem Tag ausgegangen ist. Ich dachte zunächst ja, wir würden mit etwa 4 Seillängen sichern durchkommen. 14 sind es geworden! Dazu immer Stand basteln, von Zwischensicherungen rede ich schon gar nicht… Es kam einfach lange kein Gelände zum Seilfrei-Gehen, wie etwa vergleichsweise in der Pichl-Route der Dachstein Südwand.
                          Und man muss schon sagen: Die Alten konnten echt auch gut klettern!
                          Was ich zu keinem Zeitpunkt verstanden habe, wie man eine solche Route als Führungstour anbieten kann. Zumindest solide Stände wären da ja wohl Voraussetzung!
                          @Manfred9:
                          Der Gipfelkopf war auch für uns eine Überraschung. An der Südseite hängt ein schlappes Drahtseil runter, aber die Wand ist dort so steil, dass man sich sicher daran allein nicht hochhangeln will. Die Nordseite wirkt unheimlich glatt, aber immerhin finden sich dort solide Griffe und Tritte bis zum anderen Drahtseil hin, das dann wenigstens zur Benützung taugt.
                          Und bis zum Gipfel hin ist´s einfach ein schiacher Schotter- und Schrofenhatscher.
                          Besser ist sicher, man klettert gleich den direkten Grat (angebl. bis IV) und seilt ev. dann vom Gipfel ab.
                          Und ja @BERGMAXI:
                          Nach der Südverschneidung haben wir, glaube ich auch, seinerzeit auf den Gipfel verzichtet.

                          LG

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                          • #14
                            Auch wenn es nichts für mich ist, ist es doch ein sehr beeindruckender Bericht.
                            Gratuliere zu eurer Besteigung.
                            Lg. helmut55

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                            • #15
                              Ich bin froh, dass Dir nicht mehr passiert ist. Insgesamt eine große Unternehmung und ein eindrucksvoller Bericht mit tollen Bildern. Vielen Dank dafür!
                              Bei den Bergen ist es so: Je höher man steigt, umso weiter ist die Sicht; bei den Menschen ist es oft umgekehrt (Otto Baumgartner-Amstad)

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