Ankündigung

Einklappen
2 von 2 < >

Regelwerk für die Benutzung des Forums Gipfeltreffen

Alle Forumsuser/-innen sind aufgefordert, das Regelwerk zu lesen und sich daran zu halten!

1) Registrierung

Die Registrierung und Benutzung unserer Foren ist kostenlos. Es ist registrierten Teilnehmern/-innen (Usern/-innen) erlaubt, den Forums-Account bis auf Widerruf im Rahmen der vorgegebenen, jederzeit änderbaren Forumsregeln für private Zwecke zu nutzen. Ein späteres Löschen des Forums-Accounts sowie der ins Forum eingebrachten Inhalte oder Bilder ist nicht möglich. Auf Wunsch des Benutzers kann der Account stillgelegt werden. Der Benutzername kann dann von niemandem mehr benützt werden und wird vor Missbrauch geschützt.

2) Hausrecht

Die Forenbetreiber legen Wert auf die Tatsache, dass alle User/-innen Gast in diesem Forum sind und die Betreiber als Gastgeber bei Bedarf ihr Hausrecht jederzeit ausüben können und auch werden. User, die sich überwiegend darauf beschränken zu provozieren, werden ausgeschlossen.

3) Haftung

Die von Usern/-innen verfassten Beiträge stellen ausschließlich die persönliche, subjektive Meinung des Verfassers dar, und keinesfalls die Meinung der Betreiber und Moderatoren dieses Forums. Die Forenbetreiber übernehmen keine Haftung für die Richtigkeit der ausgetauschten Informationen.

4) Umgangston

Die Forenbetreiber erwarten von allen Usern/-innen, sich an die Netiquette zu halten. Auf einen wertschätzenden, höflichen Umgangston wird Wert gelegt.

5) Thementreue

Die Forenbetreiber legen großen Wert auf Thementreue der Beiträge und Übersichtlichkeit von Threads, um den Informationsgehalt des Forums möglichst hoch zu halten. Überschneidungen der Inhalte verschiedener Threads sind zu vermeiden.

6) Verboten ist/sind:

- Beleidigungen, Sticheleien und Provokationen (auch per PN);
- Politische oder religiöse Themen;
- Rechtswidrige Inhalte (unter anderem rechtsradikale oder pornografische Inhalte, Hackinganleitungen, Verstöße gegen das Urheberrecht) sowie das Verlinken zu Seiten mit solchen Inhalten;
- Die Verwendung von fremdem Bildmaterial, Kartenausschnitten und Topos ohne Zustimmung des Autors;
- Die Veröffentlichung von persönlichen Nachrichten (PN), E-Mails oder dergleichen ohne Zustimmung des Verfassers;
- Das Aufdecken der Identität oder die Preisgabe persönlicher Daten eines Users/Moderators/Administrators;
- Werbung für konkurrenzierende Plattformen;
- Das Führen von Doppel- oder Mehrfachaccounts;

7) Moderation:

Die Moderatoren/Administratoren werden von den Forenbetreibern bzw. ihren Vertretern ernannt.
Sie sind von den Forenbetreibern verpflichtet, für die Einhaltung der Regeln zu sorgen und somit ermächtigt, die von Usern/-innen bereit gestellten Inhalte (Texte, Anhänge und Verlinkungen) daraufhin zu prüfen und im Bedarfsfall zu bearbeiten, verschieben, zu löschen oder Themen zu schließen. Im Falle der Löschung von Beiträgen können auch jene Beiträge anderer User ganz oder teilweise entfernt werden, die auf einen gelöschten Beitrag Bezug nehmen.

Änderungen von Beiträgen werden - soweit irgend möglich – unter Angabe des Änderungsgrundes gekennzeichnet. Eingriffe, die den Sinn eines Beitrags verändern, werden nicht vorgenommen. Für die geänderten Teile eines Beitrags haftet der ursprüngliche Ersteller nicht.

Wer etwas gegen das aktive Handeln der Moderatoren/-innen vorzubringen hat, kann dies sachlich, mit konkretem Bezug und zeitnah (innerhalb von 6 Wochen ab Anlass) im Unterforum "Zum Forum/Moderation..." darlegen. In allen anderen Foren werden solche Postings im Sinne der Thementreue der Beiträge kommentarlos gelöscht. Bloßes „Mod-Bashing“ führt zu einer sofortigen Sperre.

Das Unterlaufen von Handlungen und Maßnahmen der Moderatoren ist nicht zulässig. Darunter fällt auch das Fortführen des Themas eines geschlossenen oder gelöschten Threads in einem neuen gleichartigen oder ähnlichen Thread. Ergänzungen und Hinweise von Moderatoren und Administratoren dürfen von Usern in deren Beiträgen nicht verändert oder gelöscht werden.

8) Profil/Signatur

Ein übermäßiges Ausnutzen der Signatur ist unerwünscht. Diese sollte vor allem eine maßvolle Größe haben. Nicht mit der Forumsleitung abgesprochene Werbung (für kommerzielle Angebote), Beleidigungen oder Anspielungen in der Signatur oder dem Profiltext werden nicht toleriert.

9) Werbung

Kommerzielle Werbung im Forum Gipfeltreffen ist kostenpflichtig (siehe Unterforum Werbung). Werbepostings müssten vor Platzierung mit der Forumsleitung vereinbart werden.

10) Gemeinschaftstouren/Bazar

Die Forenbetreiber stellen die Foren "Forum für Gemeinschaftstouren" und " Bazar" ausschließlich für private Kontaktzwecke zur Verfügung und gehen damit keinerlei Verpflichtungen oder Haftungen ein! Alle Kontakte in diesen Foren laufen ausschließlich zwischen den Usern/-innen und auf Basis des gegenseitigen Vertrauens. Bei nachweislichen Betrugsfällen stellen die Forenbetreiber alle vorhandenen Informationen zur Verfügung, um eine straf- und zivilrechtliche Verfolgung zu ermöglichen.

11) Regelwidriges Verhalten

User/-innen, die sich regelwidrig verhalten, werden per PN verwarnt und/oder gesperrt. Art und Dauer der Maßnahme richten sich nach der Schwere und der Häufigkeit der Regelübertretung/en. Die betroffenen User/-innen werden darüber per Mail informiert. Ein Posten unter einer anderen Registrierung in der Zeit der Accountsperre ist verboten und zieht automatisch eine Verlängerung der Sperre nach sich.

Wer gegen geltendes Recht verstößt, wird im Ernstfall von uns zur Anzeige gebracht.

12) Information

Die Forumsbetreiber behalten sich das Recht vor,
- alle registrierten User/-innen in unregelmäßigen Abständen über Themen rund um das Bergsteigen, alpiner Sicherheit, Risikomanagement und Weiterbildung per Mail zu informieren und
- dieses Regelwerk jederzeit abzuändern.

13) Nutzung von hochgeladenen Anhängen

Die User/-innen stellen den Forenbetreibern die eingestellten Bilder sowie sonstige Anhänge zur Nutzung im Forum zur Verfügung. Eine darüber hinaus gehende Nutzung der eingestellten Bilder und sonstigen Anhänge durch die Forenbetreiber erfolgt nicht.
Mehr anzeigen
Weniger anzeigen

Manchen ist wirklich nimma zum helfen: Zwölf Verletzte bei Tourengeher-Suche

Einklappen
Dieses Thema ist geschlossen.
X
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • tauernfuchs
    antwortet
    AW: Manchen ist wirklich nimma zum helfen: Zwölf Verletzte bei Tourengeher-Suche

    Zitat von mountainrescue Beitrag anzeigen
    Ich möchte mich für die beiden Aussagen von gerhardg und doris eggl recht herzlich bedanken.

    Eines möchte ich den Kritikern noch zu bedenken geben: Es heißt immer, ein Bergretter muss ja nicht gehen, ist ja sowieso alles freiwillig - das ist sicher richtig, aber und jetzt kommt das große ABER:
    Ich möchte nicht wissen, wie die Kritiker reagieren würden, wenn es heißt, die Bergretter sind nicht aufgestiegen, weil das Wetter zu schlecht war oder sonstige Unbilden vorgeherrscht haben und die beiden Verunfallten nicht gerettet worden wären - euer Geschrei möchte ich dann hören!!!

    Ich wünsche euch allen, dass ihr nie der Bergrettung bedürft und immer wohlbehalten von all euren Touren zurückkommt!
    Ganz meine Meinung!
    Für die Bergretter gibt es zweifellos immer Situationen, wo sie an ihre Grenzen gehen... Den Satz mit dem Wort "müssen" fortzuführen trifft natürlich nicht ganz, aber ein Bergretter befindet sich hier auch in einem enormen Konflikt, wenn er weiss, es geht um Menschenleben.
    So einfach ist das dann nicht zu sagen:"Okay irgendwie spüre ich schon meine Zehen nicht mehr, also kehren wir um, schließlich sind die Kerle selbst schuld an ihrem Schicksal..."
    Wieder kann es hier einfach nur den Appell an alle Bergsteiger geben, nur Touren zu unternehmen, die man von Erfahrung, Ausrüstung und Witterung auch verantworten kann.
    Der Bergrettung gratuliere ich zu ihrem aufopferungsvollen Einsatz!

    LG

    Einen Kommentar schreiben:


  • Bassist
    antwortet
    AW: Manchen ist wirklich nimma zum helfen: Zwölf Verletzte bei Tourengeher-Suche

    Was die beiden Geretteten getan haben, widerspricht in Österreich keiner strafrechtlich Norm. Eine Anzeige kann man natürlich schreiben, ist in diesem Fall aber Zeitverschwendung.

    Was sich Bergretter in solchen Fällen denken und was sie bei so einem Einsatz empfinden weiß ich nicht, da ich keiner bin. Spekulationen dazu sind mAn keine Diskussionsgrundlage.

    Warum die beiden Geretteten bei solchen (angesagten) Verhältnissen eine derartige Tour angehen ist mir persönlich nicht begreiflich. Wenn die Vorhersagen so bescheiden angesagt sind, hält sich das Vergnügen sowieso in engsten Grenzen, die das Risiko wohl kaum rechtfertigen. Und da Berge eine doch recht bescheidenes Fluchtverhalten aufweisen, bieten sich im Allgemeinen immer wieder bessere Gelegenheiten.

    Ich hab`s gestern bleiben lassen mit den Bergen und war im Waldviertel. Huschi war`s dort auch, aber bei Weitem nicht so wie am Berg, kein Schnee, staubtrocken *) und getroffen haben wir niemand.


    LG Michael

    *) Wär super für kälteresistente MTB`ler - so gatschfrei hab ich`s noch nie gesehen

    Einen Kommentar schreiben:


  • tch
    antwortet
    AW: Manchen ist wirklich nimma zum helfen: Zwölf Verletzte bei Tourengeher-Suche

    Zitat von lalo Beitrag anzeigen
    Das ist richtig - und das wird auch bei allen Ausbildungen im Rescue Management an erster Stelle vermittelt!

    Es gibt häufig genug Fälle, bei denen die Bergrettung aus Sicherheitsgründen nicht ausrückt.
    Bewunderswert, wenn sie es trotzdem tun, aber die Geretteten anzuzeigen, weil man die eigene Mannschaft in Gefahr gebracht hat, anstatt abzubrechen geht gar nicht!
    Hier wird versucht von einer Fehlentscheidung in der Führungsriege abzulenken.
    Auf den Punkt gebracht!

    lg
    tch

    Einen Kommentar schreiben:


  • Gobi86
    antwortet
    AW: Manchen ist wirklich nimma zum helfen: Zwölf Verletzte bei Tourengeher-Suche

    Zitat von lalo Beitrag anzeigen
    Bewunderswert, wenn sie es trotzdem tun, aber die Geretteten anzuzeigen, weil man die eigene Mannschaft in Gefahr gebracht hat, anstatt abzubrechen geht gar nicht!
    Hier wird versucht von einer Fehlentscheidung in der Führungsriege abzulenken.
    nicht bewundernswert sondern leichtsinnig! gott spielen können wir nicht! und selbst wenn die einsatzleitung sagt einsatz durchführen sollte man soweit sein um nein zu sagen wenn es nicht mehr geht! die einsatzleitung kann auch nicht immer die richtige einschätzung treffen...

    Einen Kommentar schreiben:


  • Steigfex
    antwortet
    AW: Manchen ist wirklich nimma zum helfen: Zwölf Verletzte bei Tourengeher-Suche

    Zitat von Gobi86 Beitrag anzeigen
    egal ob freiwilliger oder beruflicher helfer aber eigenschutz geht immer vor fremd schutz!!!

    tja dann würde ich sagen ihr habt einen schlechten verantwortlichen oder pressesprecher!! denn wenn wurde nicht aufgestiegen weil das wetter zu schlecht war sondern weil die gefahr für die retter viel zu groß war und verletzte oder gar tode retter niemanden helfen!!!
    @Gobi wenn du wüsstest!

    Einen Kommentar schreiben:


  • nigritella nigra
    antwortet
    AW: Manchen ist wirklich nimma zum helfen: Zwölf Verletzte bei Tourengeher-Suche

    Zitat von Gobi86 Beitrag anzeigen
    egal ob freiwilliger oder beruflicher helfer aber eigenschutz geht immer vor fremd schutz!!!

    tja dann würde ich sagen ihr habt einen schlechten verantwortlichen oder pressesprecher!! denn wenn wurde nicht aufgestiegen weil das wetter zu schlecht war sondern weil die gefahr für die retter viel zu groß war und verletzte oder gar tode retter niemanden helfen!!!
    Das ist richtig - und das wird auch bei allen Ausbildungen im Rescue Management an erster Stelle vermittelt!

    Es gibt häufig genug Fälle, bei denen die Bergrettung aus Sicherheitsgründen nicht ausrückt.
    Bewunderswert, wenn sie es trotzdem tun, aber die Geretteten anzuzeigen, weil man die eigene Mannschaft in Gefahr gebracht hat, anstatt abzubrechen geht gar nicht!
    Hier wird versucht von einer Fehlentscheidung in der Führungsriege abzulenken.

    Einen Kommentar schreiben:


  • Bassist
    antwortet
    AW: Manchen ist wirklich nimma zum helfen: Zwölf Verletzte bei Tourengeher-Suche

    Weitere Meldungen dazu im Kurier:

    An Dramatik war dieser nächtliche Bergrettungseinsatz in der Steiermark nicht zu überbieten. Zwei Wiener Tourengeher wurden Samstag auf der Schneealpe vom Nebel eingeschlossen. Die ganze Nacht hindurch wurde nach den verirrten Alpinisten gesucht: bei minus 25 Grad, bei eisigem Sturm bis zu 100 km/h. Skier und Felle wurden ihnen weggerissen.

    Erst Sonntag gegen 5 Uhr 15 erreichte der letzte Retter unterkühlt das Notcamp im Tal bei der Feuerwehr Krampen. Zehn Polizisten und Bergretter hatten sich leichte Erfrierungen an Fingern und Zehen zugezogen und wurden im Spital behandelt.

    Die Folgen für den einen Tourengeher, Markus S., 37, sind katastrophal: Er erlitt schwere Erfrierungen im Gesicht, an den Händen und Füßen. An seiner Nase hängen nur noch Hautfetzen, seine Augen sind komplett zugeschwollen. Der Wiener wird auf der Intensivstation im LKH Bruck behandelt. Sein Freund Hubert R., 36, kam mit Erfrierungen zweiten Grades etwas glimpflicher davon.

    „Der Notruf wurde um 20.10 Uhr abgesetzt“, schildert Einsatzleiter Johann Püreschitz von der Alpinpolizei. „Wir wussten, dass die beiden die sogenannte Haute Route genommen hatten und sich irgendwo im Bereich des Schönhalterecks auf 1800 Meter Seehöhe aufhalten mussten. Dennoch war die Situation undurchsichtig.“ Die Verbindung zu den Alpinisten sei wegen eines schwachen Handy-Akkus kaum möglich gewesen. „Wir wollten frühmorgens den Einsatz zum Schutz unserer Kollegen schon abbrechen.“ Doch dann sei plötzlich der Mond durchgebrochen und ein Bergretter habe eine Stirnlampe entdeckt.

    Anzeige möglich Püreschitz ist sauer. Die Tour der nicht besonders gut ausgerüsteten, aber erfahrenen Wiener sei leichtsinnig gewesen, bei schlechten Prognosen wegen extremer Kälte und Lawinengefahr. „Die Staatsanwaltschaft soll schauen, was da strafrechtlich rauskommt, eventuell eine Gemeingefährdung.“
    „Dankbar“

    Bergretter Ernst Schrittwieser, 46, sagt, in letzter Sekunde sei die Lebensrettung gelungen. „Es war einer meiner schwierigsten Einsätze.“ Kollege Max Holzer schildert: „Wir haben eine Almhütte aufgebrochen, um eines der Opfer (Hubert R., Anm.) mit Essen und Trinken versorgen zu können. Er war wahnsinnig dankbar.“



    Und der Kleinen Zeitung:

    Bergretter "Sie hätten die Nacht nicht überlebt"

    Durch Leichtsinn gerieten zwei Wiener Tourengeher in Not und wären beinahe erfroren. Auch zehn Bergretter erlitten Erfrierungen.

    Mangelnde Ausrüstung, eine fehlende Tourenplanung, die schlechten Wetterbedingungen ignoriert und dann auch noch zu spät Alarm geschlagen: Die beiden Wiener Tourengeher (38 und 39 Jahre alt), die Samstagabend sich selbst, 22 Bergrettungsmänner und zwei Alpinpolizisten in Lebensgefahr gebracht hatten, müssen sich schwere Vorwürfe gefallen lassen. Möglicherweise steht ihnen auch noch ein Gerichtsverfahren ins Haus, denn von der Polizei werden sie wegen grober Fahrlässigkeit angezeigt.

    Die beiden Männer waren Samstag früh in Krampen, Bezirk Mürzzuschlag, zu einer Schitour ins Gebiet der Schneealpe aufgebrochen. Bergauf, bergab waren sie den ganzen Tag unterwegs. Sie waren auf dem Blastein, auf der Lachalpe, der Hinteralpe, dem Waxenegg, auf der Donnerwand, auf dem Schönhaltereck. Bei der letzten Abfahrt verirrten sie sich und wurden von der Dunkelheit überrascht.
    25 Grad minus

    Erst um 20.30 Uhr setzten die beiden Männer per Handy einen Notruf ab. Sofort brach eine Suchmannschaft auf. 22 Bergrettungsmänner aus Neuberg an der Mürz und zwei Alpinpolizisten kämpften sich bei minus 25 Grad, starkem eisigen Wind und hohen Schneemassen den Berg hinauf.

    Währenddessen hielt Einsatzleiter Johann Püreschitz (Alpinpolizei Mürzzuschlag) vom Tal aus Kontakt mit den beiden Wienern. "Sie wussten nicht genau, wo sie sich befanden", erzählt Püreschitz. Immer wieder musste die Verbindung unterbrochen werden, um die Handy-Akus der Tourengeher zu schonen. "Sonst wäre der Kontakt abgerissen."

    Nach Stunden erreichte die Rettungsmannschaft den Gipfelbereich am Schönhaltereck. Aber von den Wienern fehlte jede Spur. "Wir beschlossen, die Suche wegen der akuten Gefährdung der Rettungskräfte abzubrechen", sagt Bernhard Ulm, Leiter der Bergrettung Neuberg. "Da bemerkte ein Kollege eine Stirnlampe. Wir hatten die Männer gefunden. Sie hätten die Nacht mit Sicherheit nicht überlebt."

    Beide hatten bereits Erfrierungen erlitten. Einer konnte trotzdem noch in Begleitung der Retter mit den Schiern selbst ins Tal abfahren. Der Zweite musste mit dem Akja abtransportiert werden. Erst um fünf Uhr früh war der Einsatz beendet. Nicht nur die beiden Tourengeher mussten ins Krankenhaus Mürzzuschlag gebracht werden. Auch zehn Bergrettungsmänner hatten Erfrierungen erlitten. Vier von ihnen sind noch im Spital.

    Einen Kommentar schreiben:


  • Gobi86
    antwortet
    AW: Manchen ist wirklich nimma zum helfen: Zwölf Verletzte bei Tourengeher-Suche

    Zitat von mountainrescue Beitrag anzeigen
    Ich möchte mich für die beiden Aussagen von gerhardg und doris eggl recht herzlich bedanken.

    Eines möchte ich den Kritikern noch zu bedenken geben: Es heißt immer, ein Bergretter muss ja nicht gehen, ist ja sowieso alles freiwillig - das ist sicher richtig, aber und jetzt kommt das große ABER:
    Ich möchte nicht wissen, wie die Kritiker reagieren würden, wenn es heißt, die Bergretter sind nicht aufgestiegen, weil das Wetter zu schlecht war oder sonstige Unbilden vorgeherrscht haben und die beiden Verunfallten nicht gerettet worden wären - euer Geschrei möchte ich dann hören!!!

    Ich wünsche euch allen, dass ihr nie der Bergrettung bedürft und immer wohlbehalten von all euren Touren zurückkommt!
    egal ob freiwilliger oder beruflicher helfer aber eigenschutz geht immer vor fremd schutz!!!

    tja dann würde ich sagen ihr habt einen schlechten verantwortlichen oder pressesprecher!! denn wenn wurde nicht aufgestiegen weil das wetter zu schlecht war sondern weil die gefahr für die retter viel zu groß war und verletzte oder gar tode retter niemanden helfen!!!

    Einen Kommentar schreiben:


  • slunecka
    antwortet
    AW: Manchen ist wirklich nimma zum helfen: Zwölf Verletzte bei Tourengeher-Suche

    Wenn ich die Lawinenskala vergleiche mit einer extremen Temperatur mit dazu Wind von 50 bis 60 hkm, so würde ich die Gegebenheiten von der Schneealm so bei Lawinenstufe 4 einreihen.
    Geht man nun bei Lawinenstufe 4 auf Tour??? Ist dass nicht Leichtsinn von der feinsten Art. Was passiert wenn man bei Lawinenstufe 4 in einen Hang einfährt und die Lawine geht los; wer bekommt da die Rechnung der Bergeaktion serviert?
    LG
    der 31.12.
    (der heute 5. 2. bei - 16 Grad am Handlesberg war)

    Einen Kommentar schreiben:


  • Bernhard G.
    antwortet
    AW: Manchen ist wirklich nimma zum helfen: Zwölf Verletzte bei Tourengeher-Suche

    Ich durfte letztes Jahr hautnah miterleben, welchem Risiko sich Bergretter aussetzen und welche daramatischen Folgen das haben kann:
    http://www.gipfeltreffen.at/showthread.php?t=57816

    Im obigen Fall war m.E. riesen Pech und nicht verantwortungsloses Verhalten die Ursache für das Drama. Schlimm genug.

    Wenn ich aber diese Geschichte der beiden Tourengeher lese, kann ich die Bergwachtler sehr gut verstehen, daß sie not amused sind.

    Ich kann die Bergwachtler nur bewundern, daß sie trotzdem ihren Dienst tun!

    Einen Kommentar schreiben:


  • babyshamble
    antwortet
    AW: Manchen ist wirklich nimma zum helfen: Zwölf Verletzte bei Tourengeher-Suche

    hier und hier gibt es noch ein paar Informationen zu dem Hergang

    Einen Kommentar schreiben:


  • tch
    antwortet
    AW: Manchen ist wirklich nimma zum helfen: Zwölf Verletzte bei Tourengeher-Suche

    Zitat von Doris Eggl Beitrag anzeigen
    Ich glaub, ich bin im falschem film!!

    Bei manchen aussagen kommt mir echt die galle hoch.

    Da gibts tatsächlich leut, die sich aufregen, das die 2 für ihr maßlos verantwortungsloses und fahrlässiges verhalten zur verantwortung gezogen werden??
    Und was soll 'jeder verunglückte gefährdet seinen retter' heißen? Net bös sein, aber so einen schwachsinn hab ich noch nie gehört.

    Ja, es stimmt. Jeder bergretter geht freiwillig zu einem einsatz. Und jeder von uns kann froh sein und sich glücklich schätzen, dass dem so ist. Im gegensatz zur alpinpolizei, die MUSS!
    Und jetzt auch noch sagen die bergrettung war net vernünftig ausgerüstet und schlecht vorbereitet.
    Vermutlich seid ihr gscheidmeier laufend 9 stunden bei - 25°C und starkem wind unterwegs und könnt das somit zu 100% einschätzen.


    Aber klar, es is ja so einfach. Gehn ma mal lustig drauf los, und wenn wir nimma weiterwissen oder können ruf ma halt die bergrettung. Die wird uns schon holen.

    Ja, vom warmen wohnzimmer aus, lässt sich das alles ja viiieeeeel besser beurteilen, oder?
    Hallo Doris

    Kennst Du einen Bergrettungseinsatz wo Retter nicht gefährdet sind...
    Ich schreibe Dir gerne ein paar aus Deiner Gegend hier rein...

    Es gibt Menschen die arbeiten auch im Winter sehr exponiert, damit ist nicht der Küchenherd auf der Seehütte gemeint

    Wo sitzt Du jetzt? im Bärenkar oder im Wohnzimmer?
    Auch Bergretter gehen lustig drauf los und wenn es kracht wird die Bergrettung gerufen... was da nicht etwas auf der Rax... :-)?

    Einmal auf dem Weg zur Seehüttte, mit einer Lawine....

    Dein Franz war damals einer der ersten bei mir...Top ausgerüstet und gut drauf.... es war saukalt...

    Nochmals extra für Dich! wenn das Wetter so schlimm wie beschrieben hat die Ausrüstung nicht gepasst- ist ganz einfach.... versuch diese Aussage zu wiederlegen!

    tch

    Einen Kommentar schreiben:


  • LampisBerge
    antwortet
    AW: Manchen ist wirklich nimma zum helfen: Zwölf Verletzte bei Tourengeher-Suche

    Zitat von Nicolas Wallner Beitrag anzeigen
    Aber dann halt einfach mal drauf loszugehen mit dem (vielleicht unbewussten) Vorsatz "wird scho nix passieren" ist halt per Definition Fahrlässig
    Und das von einem der "übernachtig" und quasi ohne Chance auf eine erfolgreiche Durchsteigung in die Watzmann Ostwand einsteigt - zumindest weißt du aber von was du redest, wenn du schreibst: "einfach mal drauf losgehen - wird schon nix passieren"

    Einen Kommentar schreiben:


  • tch
    antwortet
    AW: Manchen ist wirklich nimma zum helfen: Zwölf Verletzte bei Tourengeher-Suche

    Zitat von mountainrescue Beitrag anzeigen
    Ich möchte mich für die beiden Aussagen von gerhardg und doris eggl recht herzlich bedanken.

    Eines möchte ich den Kritikern noch zu bedenken geben: Es heißt immer, ein Bergretter muss ja nicht gehen, ist ja sowieso alles freiwillig - das ist sicher richtig, aber und jetzt kommt das große ABER:
    Ich möchte nicht wissen, wie die Kritiker reagieren würden, wenn es heißt, die Bergretter sind nicht aufgestiegen, weil das Wetter zu schlecht war oder sonstige Unbilden vorgeherrscht haben und die beiden Verunfallten nicht gerettet worden wären - euer Geschrei möchte ich dann hören!!!

    Ich wünsche euch allen, dass ihr nie der Bergrettung bedürft und immer wohlbehalten von all euren Touren zurückkommt!
    Hallo mountainrescue

    Wie Dir sicher bekannt ist fällt die Enstscheidung nicht zu gehen bzw. einen Einsatz abzubrechen mehrmals im Jahr... zb bei Lawineneinsätzen.

    tch

    Einen Kommentar schreiben:


  • tch
    antwortet
    AW: Manchen ist wirklich nimma zum helfen: Zwölf Verletzte bei Tourengeher-Suche

    Zitat von gerhardg Beitrag anzeigen
    nachdem ihr ja fest am spekulieren seit...

    *) mit einem gps oder karte/kompass/höhenmesser hätten sie "möglicherweise" weder die orientierung, noch ihre schi und felle verloren.
    *) wer keine ausrüstung zum navigieren bei schlechten wetter mit hat, wird "möglicherweise" auch auf andere dinge (schaufel, biwaksack,..) verzichten. unterkühlt, entkräftet und dann noch ohne schaufel oder wenigstens einen schi eine höhle graben war "möglicherweise" nicht mehr "möglich"




    sorry, aber was willst du denn außer deiner position und dem richtigen weg noch wissen? ein aktuelles gps mit karte zeigt dir die selben details wie eine handelsübliche papierkarte. das es keinen hausverstand ersetzen kann, sollte selbsterklärend sein.








    beide haben überlebt, lag es an der überlebensstrategie? vielleicht haben sie sich ja eingegraben oder im biwaksack zusammengekuschelt? spekulationen über spekulationen...

    wenn "whiteout" eine gefahrlose abfahrt verhindert, dann grabe ich mich wenn möglich ein. aber sofort den kopf in den sand (schnee) zu stecken, ist mit sicherheit nicht die beste strategie
    Hallo Gerhard
    aus Dir spricht der Experte.....:-(

    Deine Logik ist ausbaufähig...

    tch

    Einen Kommentar schreiben:

Lädt...
X