Wenn die Umstände und das Wetter es zuließen, habe ich seit etlichen Jahren gern einen Tag bald nach dem Weihnachtsfest für eine Winterwanderung (bzw. deutlich seltener eine Schneeschuhwanderung) genützt. Zum Ausklang des Jahres 2025 folgte auf die Weihnachtsfeiertage gleich ein Wochenende, da waren die terminlichen Voraussetzungen schon einmal günstig. Und auch die Wetterentwicklung spielte mit: Nach Wochen mit endlosen (Hoch-)Nebellagen brachte just die Nacht vor dem 24. Dezember von Osten her ein wenig Neuschnee bis ins Flachland.
Bereits am Stefanitag konnte ich einige Bilder sehen, die - bei geringer Schneelage - sogar im Wienerwald eine zauberhafte Winterlandschaft zeigten. Ich entscheide mich dann, am Samstag, den 27. Dezember, ein wenig weiter zu fahren: Ich möchte von Pernitz aus in den Gutensteiner Alpen über mir teilweise neue sowie schon länger nicht mehr begangene Wege unter anderem auf den Großen Kitzberg wandern.
So starte ich nahe dem Schwimmbad und dem Sportplatz von Neusiedl im Pernitzer Becken, nur knapp südlich der Piesting. Die Ortschaft bildet heute eine Einheit mit Pernitz, gehört aber interessanterweise dennoch zum Gebiet der drei Kilometer weiter südöstlich gelegenen, kleinen Gemeinde Waidmannsfeld (in die ich später noch kommen werde).
Auf den Hofwiesen knapp westlich der Ortschaft sehe ich rasch, welche Eindrücke mich heute erwarten: eine makellose Winterlandschaft mit Sonnenschein und knapp fünf Zentimetern Schnee im Tal. Links vor mir mit dem Schlag der 767m hohe Katzberg.
002-HofwiesenKatzberg.jpg
Auf dem ersten kurzen bewaldeten Wegabschnitt präsentieren sich die Äste wie ganz frisch verschneit: Hier haben sich bis zum Nachmittag davor hochnebelähnliche Wolken gehalten, und heute liegen die Temperaturen noch unter dem Gefrierpunkt.
005-verschneiteZweige.jpg
Nach der Siedlung Schallhof führt der hier schmale und nicht markierte Weg in dichten Wald, wo ich ihn bald verliere, aber dank zweier breiter Schneisen wiederfinde.
009-verschneiteZweige.jpg
Entlang einer Forststraße geht dieser Blick über den südlichen Teil der Siedlung Neusiedl zum Großen Kitzberg im Osten, meinem Ziel für den Nachmittag.
013-Neusiedl-GroßerKitzberg.jpg
Auch auf dem ersten deutlicheren Anstieg bleibt die Route unmarkiert, ist hier aber inzwischen fahrwegähnlich ausgebaut und daher nicht zu verfehlen.
Der verschneite Wald mit vielen kleinen Zweigen wirkt auf mich fast wie ein Bühnenbild, ist aber sehr stimmungsvoll.
015-NeuschneeimWald.jpg
Auf dem bewaldeten Höhenrücken treffe ich schließlich auf den markierten Weg, der vom Großen Neukogel kommt, und folge ihm noch ein kurzes Stück. Dann zweigt nach Osten ein Weglein zu einer Kuppe ab; ein nicht allzu auffälliger Holzpfeil weist eigens darauf hin.
031-AufderEben-Wegweiser.jpg
In weniger als fünf Minuten habe ich die 716m hohe Erhebung erreicht.
Zweimal wurden Bilder von ihr (weitgehend) im aktuellen Zustand bereits im Forum gezeigt: im Sommer 2020 von Rudolf sowie im Frühjahr 2023 von Felix. Aus welchen Gründen auch immer konnte ich mich daran nicht mehr im Detail erinnern.
Der Vorteil davon ist allerdings, dass ich von dem liebevoll gestalteten Gipfelbereich nun angenehm überrascht bin.
020-AufderEben-Gipfel.jpg
Auf dem linken Baumstamm ist neben einer Glocke auch eine Holztafel mit der Aufschrift "Auf der Eben, 716m" angebracht.
022-AufderEben-Tafel.jpg
Unter dem Steinhaufen ist eine Dose mit einem kleinen Gipfelbüchlein versteckt. Ich öffne das Büchlein und lese darin gleich auf der ersten Seite instruktive Erläuterungen zum Namen des Berges. (Tatsächlich ist er in der OSM mit "Ebenbaumkogel, 716m" eingetragen, in der AMap ohne Namen nur mit der gleichen Höhenkote.)
027-AufderEben-Gipfelbuch1.jpg
Auf der nächsten Seite folgt ein ausdrücklicher Dank an die Grundbesitzer, da sie die Gestaltung des Gipfels offensichtlich begrüßen und unterstützen. Auf dem Kalten Berg habe ich vor einigen Jahren gelesen, dass in der Region nördlich der Piesting - vom Waxeneck über die Steinwand und den Almesbrunnberg bis zum Traflberg - reihenweise Gipfelbücher verschwunden sind bzw. gestohlen wurden. Erfreulich, dass es dazu auch eine positive Alternative gibt!
Das nach knapp fünf Jahren fast ausgeschriebene Büchlein bestätigt zugleich, dass das ruhige Wanderziel sehr wohl regelmäßig besucht wird.
029-AufderEben-Gipfelbuch2.jpg
Der Gipfel bietet zwar keine Aussicht, aber ich fühle mich hier wohl und willkommen und bleibe gern noch einige Minuten. (In der schneefreien Jahreszeit würden zwei Holzbretter auch zum Hinsetzen einladen.)
Dann kehre ich zum markierten Weg zurück, dem ich nun Richtung Osten zur Ochsenheide weiter folge. Zunächst verläuft er weiterhin im Wald, und unverändert zeigen sich sonst wohl unauffällige Details wie diese kleine Lacke derzeit in einem sehr ansprechenden Winterkleid.
034-zugefroreneLacke.jpg
Bereits am Stefanitag konnte ich einige Bilder sehen, die - bei geringer Schneelage - sogar im Wienerwald eine zauberhafte Winterlandschaft zeigten. Ich entscheide mich dann, am Samstag, den 27. Dezember, ein wenig weiter zu fahren: Ich möchte von Pernitz aus in den Gutensteiner Alpen über mir teilweise neue sowie schon länger nicht mehr begangene Wege unter anderem auf den Großen Kitzberg wandern.
So starte ich nahe dem Schwimmbad und dem Sportplatz von Neusiedl im Pernitzer Becken, nur knapp südlich der Piesting. Die Ortschaft bildet heute eine Einheit mit Pernitz, gehört aber interessanterweise dennoch zum Gebiet der drei Kilometer weiter südöstlich gelegenen, kleinen Gemeinde Waidmannsfeld (in die ich später noch kommen werde).
Auf den Hofwiesen knapp westlich der Ortschaft sehe ich rasch, welche Eindrücke mich heute erwarten: eine makellose Winterlandschaft mit Sonnenschein und knapp fünf Zentimetern Schnee im Tal. Links vor mir mit dem Schlag der 767m hohe Katzberg.
002-HofwiesenKatzberg.jpg
Auf dem ersten kurzen bewaldeten Wegabschnitt präsentieren sich die Äste wie ganz frisch verschneit: Hier haben sich bis zum Nachmittag davor hochnebelähnliche Wolken gehalten, und heute liegen die Temperaturen noch unter dem Gefrierpunkt.
005-verschneiteZweige.jpg
Nach der Siedlung Schallhof führt der hier schmale und nicht markierte Weg in dichten Wald, wo ich ihn bald verliere, aber dank zweier breiter Schneisen wiederfinde.

009-verschneiteZweige.jpg
Entlang einer Forststraße geht dieser Blick über den südlichen Teil der Siedlung Neusiedl zum Großen Kitzberg im Osten, meinem Ziel für den Nachmittag.
013-Neusiedl-GroßerKitzberg.jpg
Auch auf dem ersten deutlicheren Anstieg bleibt die Route unmarkiert, ist hier aber inzwischen fahrwegähnlich ausgebaut und daher nicht zu verfehlen.
Der verschneite Wald mit vielen kleinen Zweigen wirkt auf mich fast wie ein Bühnenbild, ist aber sehr stimmungsvoll.

015-NeuschneeimWald.jpg
Auf dem bewaldeten Höhenrücken treffe ich schließlich auf den markierten Weg, der vom Großen Neukogel kommt, und folge ihm noch ein kurzes Stück. Dann zweigt nach Osten ein Weglein zu einer Kuppe ab; ein nicht allzu auffälliger Holzpfeil weist eigens darauf hin.
031-AufderEben-Wegweiser.jpg
In weniger als fünf Minuten habe ich die 716m hohe Erhebung erreicht.
Zweimal wurden Bilder von ihr (weitgehend) im aktuellen Zustand bereits im Forum gezeigt: im Sommer 2020 von Rudolf sowie im Frühjahr 2023 von Felix. Aus welchen Gründen auch immer konnte ich mich daran nicht mehr im Detail erinnern.
Der Vorteil davon ist allerdings, dass ich von dem liebevoll gestalteten Gipfelbereich nun angenehm überrascht bin.020-AufderEben-Gipfel.jpg
Auf dem linken Baumstamm ist neben einer Glocke auch eine Holztafel mit der Aufschrift "Auf der Eben, 716m" angebracht.
022-AufderEben-Tafel.jpg
Unter dem Steinhaufen ist eine Dose mit einem kleinen Gipfelbüchlein versteckt. Ich öffne das Büchlein und lese darin gleich auf der ersten Seite instruktive Erläuterungen zum Namen des Berges. (Tatsächlich ist er in der OSM mit "Ebenbaumkogel, 716m" eingetragen, in der AMap ohne Namen nur mit der gleichen Höhenkote.)
027-AufderEben-Gipfelbuch1.jpg
Auf der nächsten Seite folgt ein ausdrücklicher Dank an die Grundbesitzer, da sie die Gestaltung des Gipfels offensichtlich begrüßen und unterstützen. Auf dem Kalten Berg habe ich vor einigen Jahren gelesen, dass in der Region nördlich der Piesting - vom Waxeneck über die Steinwand und den Almesbrunnberg bis zum Traflberg - reihenweise Gipfelbücher verschwunden sind bzw. gestohlen wurden. Erfreulich, dass es dazu auch eine positive Alternative gibt!

Das nach knapp fünf Jahren fast ausgeschriebene Büchlein bestätigt zugleich, dass das ruhige Wanderziel sehr wohl regelmäßig besucht wird.
029-AufderEben-Gipfelbuch2.jpg
Der Gipfel bietet zwar keine Aussicht, aber ich fühle mich hier wohl und willkommen und bleibe gern noch einige Minuten. (In der schneefreien Jahreszeit würden zwei Holzbretter auch zum Hinsetzen einladen.)
Dann kehre ich zum markierten Weg zurück, dem ich nun Richtung Osten zur Ochsenheide weiter folge. Zunächst verläuft er weiterhin im Wald, und unverändert zeigen sich sonst wohl unauffällige Details wie diese kleine Lacke derzeit in einem sehr ansprechenden Winterkleid.
034-zugefroreneLacke.jpg


Kommentar