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Hilfe zum Erstellen von Tourenberichten

Immer wieder haben einige User Probleme beim Erstellen eines Tourenberichtes, insbesondere beim Hochladen und Einfügen von Bildern.
Ihnen soll die folgende kleine Anleitung ein wenig Hilfe geben, wie ein Tourenbericht ganz kurz und schmerzlos erstellt werden kann

In sechs einfachen Schritten kann ein neuer Bericht leicht erstellt werden:

1. Bilder zum Bericht aussuchen
2. Bilder verkleinern
3. Im Forum "Toureninfo & Verhältnisse" das passende Unterforum auswählen
4. Bilder hochladen
5. Die Bilder mit dem Text ergänzen
6. Fertigstellen/Kontrollieren des Berichtes und Veröffentlichen



Im Folgenden werden die einzelnen Schritte ausführlich erklärt:

1. Bilder zum Bericht aussuchen
Möglichst aussagekräftige Fotos wählen, die auch die Route und wesentliche Details darstellen.
Gegen einzelne "schöne" Landschafts- und Blumenbilder ist natürlich nichts einzuwenden ...


2. Bilder verkleinern
Bewährt hat sich ein Format mit der längeren Bildkante 900 Pixel.
Damit läßt sich bei Speicherung als JPEG eine recht ordentliche Bildqualität erzielen, bei Photoshop etwa abhängig vom Sujet 80/100.


3. Im Forum "Toureninfo & Verhältnisse" das passende Unterforum auswählen
z.B. "Wanderungen und Bergtouren" - "Steiermark"
+Neues Thema wählen

Titel etwa nach dem Schema
Gipfel (Höhenangabe), Anstiegsroute, Gebirgsgruppe (ostalpin nach AVE)

Möglichst bis zu 5 aussagekräftige Stichworte vergeben.

Zum Bilderhochladen weiter mit der "Büroklammer".


4. Bilder hochladen
Möglichst bitte NUR so:
a) "Büroklammer"
b) "Anhänge hochladen"


4.1 Bilder auswählen
Abhängig vom eigenen Rechner/Betriebssystem.
Maximal 15 Bilder pro Posting sind derzeit zulässig, eine größere Bilderanzahl erfordert Folgepostings (Antworten).
(Bewährt hat sich auch, 1-2 Bilder weniger hochzuladen, um für spätere Ergänzungen eine kleine Reserve zu haben.)

4.2 Liste der hochgeladenen Anhänge
Die Auflistung ist leider nicht chronologisch nach Bildbezeichnung geordnet.

Im Textfeld die gewünschte Einfügeposition mit dem Cursor markieren,
bzw. die gelisteten Bilder in der gewünschten Reihenfolge einzeln als "Vollbild" oder "Miniaturansicht" platzieren.
Eine oder mehrere Leerzeilen zwischen den Bildern erleichtern später das Einfügen von Text.


5. Die Bilder mit dem Text ergänzen
Die Bilder sind nun in der richtigen Reihenfolge im Textfenster positioniert.
Ich bevorzuge im ersten Schritt die Positionierung als "Miniaturansicht".
Das erleichtert beim Texteinfügen die Übersicht.
Muß aber nicht sein, natürlich lassen sich die Bilder auch gleich als Vollbild (also in der hochgeladenen Größe) platzieren.

5.1 Text
Jetzt kann der Text ergänzt werden.
Möglichst über dem Foto - ich finde das übersichtlicher ...
Der Text kann natürlich auch vorher erfaßt werden und anschließend einkopiert werden.

5.2 Bildgröße ändern
Wurden die Bilder vorerst als "Miniaturansicht" platziert, können sie einfach auf das finale Darstellungsformat skaliert werden:
a) Doppelklick auf die "Miniaturansicht" öffnet ein Pop-Up-Fenster
b) unter "Größe" idR "Vollbild" wählen
c) OK


6. Fertigstellen/Kontrollieren des Berichtes
Anschließend sollte der Bericht noch in der "Vorschau" kontrolliert werden.
In manchen Fällen muß zur Ansicht der "Vorschau" ziemlich weit nach unten gescrollt werden!

6.1 Veröffentlichen des Berichtes
Zum Schluß noch auf "Abschicken" klicken - und nach einer kurzen "Nachdenkpause" des Servers ist der Bericht online.



Nach dem ersten Durchlesen dieses Leitfadens mag das Erstellen eines Berichtes etwas kompliziert erscheinen - ist es aber nicht:
Viele Tourenberichte schreiben hilft sehr.

Die Reihenfolge der einzelnen Schritte ist nicht so starr wie es hier scheinen mag; natürlich kann auch zuerst der Text erstellt werden und die Bilder nachträglich eingefügt.

Änderungen am fertigen Bericht sind für den Ersteller 24 Stunden lang möglich, bei der Berichtigung später entdeckter Fehler hilft gerne ein zuständiger Moderator. Ebenso beim Verschieben eines Berichtes in das richtige Tourenforum.

Viel Freude bei euren Bergtouren UND dann beim Berichteschreiben,


P.S.: Diese Anleitung, ergänzt um verdeutlichende Screenshots, findet ihr auch unter http://www.gipfeltreffen.at/forum/gi...ourenberichten
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Regelwerk für die Benutzung des Forums Gipfeltreffen

Alle Forumsuser/-innen sind aufgefordert, das Regelwerk zu lesen und sich daran zu halten!

1) Registrierung

Die Registrierung und Benutzung unserer Foren ist kostenlos. Es ist registrierten Teilnehmern/-innen (Usern/-innen) erlaubt, den Forums-Account bis auf Widerruf im Rahmen der vorgegebenen, jederzeit änderbaren Forumsregeln für private Zwecke zu nutzen. Ein späteres Löschen des Forums-Accounts sowie der ins Forum eingebrachten Inhalte oder Bilder ist nicht möglich. Auf Wunsch des Benutzers kann der Account stillgelegt werden. Der Benutzername kann dann von niemandem mehr benützt werden und wird vor Missbrauch geschützt.

2) Hausrecht

Die Forenbetreiber legen Wert auf die Tatsache, dass alle User/-innen Gast in diesem Forum sind und die Betreiber als Gastgeber bei Bedarf ihr Hausrecht jederzeit ausüben können und auch werden. User, die sich überwiegend darauf beschränken zu provozieren, werden ausgeschlossen.

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Die von Usern/-innen verfassten Beiträge stellen ausschließlich die persönliche, subjektive Meinung des Verfassers dar, und keinesfalls die Meinung der Betreiber und Moderatoren dieses Forums. Die Forenbetreiber übernehmen keine Haftung für die Richtigkeit der ausgetauschten Informationen.

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Die Forenbetreiber erwarten von allen Usern/-innen, sich an die Netiquette zu halten. Auf einen wertschätzenden, höflichen Umgangston wird Wert gelegt.

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Die Forenbetreiber legen großen Wert auf Thementreue der Beiträge und Übersichtlichkeit von Threads, um den Informationsgehalt des Forums möglichst hoch zu halten. Überschneidungen der Inhalte verschiedener Threads sind zu vermeiden.

6) Verboten ist/sind:

- Beleidigungen, Sticheleien und Provokationen (auch per PN);
- Politische oder religiöse Themen;
- Rechtswidrige Inhalte (unter anderem rechtsradikale oder pornografische Inhalte, Hackinganleitungen, Verstöße gegen das Urheberrecht) sowie das Verlinken zu Seiten mit solchen Inhalten;
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7) Moderation:

Die Moderatoren/Administratoren werden von den Forenbetreibern bzw. ihren Vertretern ernannt.
Sie sind von den Forenbetreibern verpflichtet, für die Einhaltung der Regeln zu sorgen und somit ermächtigt, die von Usern/-innen bereit gestellten Inhalte (Texte, Anhänge und Verlinkungen) daraufhin zu prüfen und im Bedarfsfall zu bearbeiten, verschieben, zu löschen oder Themen zu schließen. Im Falle der Löschung von Beiträgen können auch jene Beiträge anderer User ganz oder teilweise entfernt werden, die auf einen gelöschten Beitrag Bezug nehmen.

Änderungen von Beiträgen werden - soweit irgend möglich – unter Angabe des Änderungsgrundes gekennzeichnet. Eingriffe, die den Sinn eines Beitrags verändern, werden nicht vorgenommen. Für die geänderten Teile eines Beitrags haftet der ursprüngliche Ersteller nicht.

Wer etwas gegen das aktive Handeln der Moderatoren/-innen vorzubringen hat, kann dies sachlich, mit konkretem Bezug und zeitnah (innerhalb von 6 Wochen ab Anlass) im Unterforum "Zum Forum/Moderation..." darlegen. In allen anderen Foren werden solche Postings im Sinne der Thementreue der Beiträge kommentarlos gelöscht. Bloßes „Mod-Bashing“ führt zu einer sofortigen Sperre.

Das Unterlaufen von Handlungen und Maßnahmen der Moderatoren ist nicht zulässig. Darunter fällt auch das Fortführen des Themas eines geschlossenen oder gelöschten Threads in einem neuen gleichartigen oder ähnlichen Thread. Ergänzungen und Hinweise von Moderatoren und Administratoren dürfen von Usern in deren Beiträgen nicht verändert oder gelöscht werden.

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Ein übermäßiges Ausnutzen der Signatur ist unerwünscht. Diese sollte vor allem eine maßvolle Größe haben. Nicht mit der Forumsleitung abgesprochene Werbung (für kommerzielle Angebote), Beleidigungen oder Anspielungen in der Signatur oder dem Profiltext werden nicht toleriert.

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Kommerzielle Werbung im Forum Gipfeltreffen ist kostenpflichtig (siehe Unterforum Werbung). Werbepostings müssten vor Platzierung mit der Forumsleitung vereinbart werden.

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Die Forenbetreiber stellen die Foren "Forum für Gemeinschaftstouren" und " Bazar" ausschließlich für private Kontaktzwecke zur Verfügung und gehen damit keinerlei Verpflichtungen oder Haftungen ein! Alle Kontakte in diesen Foren laufen ausschließlich zwischen den Usern/-innen und auf Basis des gegenseitigen Vertrauens. Bei nachweislichen Betrugsfällen stellen die Forenbetreiber alle vorhandenen Informationen zur Verfügung, um eine straf- und zivilrechtliche Verfolgung zu ermöglichen.

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Wer gegen geltendes Recht verstößt, wird im Ernstfall von uns zur Anzeige gebracht.

12) Information

Die Forumsbetreiber behalten sich das Recht vor,
- alle registrierten User/-innen in unregelmäßigen Abständen über Themen rund um das Bergsteigen, alpiner Sicherheit, Risikomanagement und Weiterbildung per Mail zu informieren und
- dieses Regelwerk jederzeit abzuändern.

13) Nutzung von hochgeladenen Anhängen

Die User/-innen stellen den Forenbetreibern die eingestellten Bilder sowie sonstige Anhänge zur Nutzung im Forum zur Verfügung. Eine darüber hinaus gehende Nutzung der eingestellten Bilder und sonstigen Anhänge durch die Forenbetreiber erfolgt nicht.
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Eine Nacht auf dem Staritzen Ostgipfel (1810m), Hochschwab, 12./13.8.2020

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  • Eine Nacht auf dem Staritzen Ostgipfel (1810m), Hochschwab, 12./13.8.2020

    Am Berg biwakiert habe ich generell noch nicht sehr oft und das letzte Mal ist wirklich lange her. Daß es mir grundsätzlich gefällt und ich dabei nur wenig Komfort brauche, habe ich mittlerweile herausgefunden. Um wieder in die Materie ein zu steigen und neuerlich auf den Geschmack zu kommen, habe ich mich für dieses Biwak im östlich(st)en Hochschwab entschieden. Das Wetter ist für den Abend und die Nacht trocken, jedoch bewölkt vorhergesagt; am nächsten Tag soll es allerdings zunehmend feuchter und instablier werden. Die Aflenzer Staritzen habe ich auch deswegen gewählt, weil ich zumindest die Option auf eine Tour am zweiten Tag haben wollte und mir Gegend und Gegebenheiten einigermaßen vertraut sind.

    Das packen des großen Rucksacks für so ein Vorhaben ist natürlich noch keine Routine für mich. Schlafsack (Daune, Komfortbereich 6°) und Isomatte sind natürlich klar - aber was soll/muß sonst noch mit?
    Als Minimalist möchte ich nichts Unnötiges einpacken, andererseits muß ich daran denken, daß ich morgen eventuell noch eine Wanderung von dort oben aus starte und ich dementsprechend zumindest eine gewisse Verpflegung und einen zusätzlichen kleinen Rucksack (~10l Vol.) mitnehmen muß - den großen würde ich dann irgend wo deponieren.
    Als jemand, dem auch der Sternenhimmel nicht mehr ganz fremd ist, möchte ich auch in dieser Hinsicht zumindest eine Minimalausrüstung dabei haben und so kommt auch ein kleines Stativ mit.
    Das abwiegen des Gepäckstückes ergibt dann ein Gewicht von etwa 13kg, was ich als gar nicht so schlimm empfinde.


    Am mittleren Nachmittag fahre ich los Richtung Seebergsattel und steige mit einer großen Vorfreude - ja fast Euphorie - aus dem Auto und gehe mit Rucksack, Kameratasche und auf Stöcke gestützt an mein Vorhaben heran. Das zu bewegende Gewicht finde ich nun auch in der Praxis "erträglich" und schon denke ich mir "YES! - Nichts kann mich jetzt aufhalten!"

    ...doch schon nach überqueren der Straße und wenigen Metern auf dem Steig muß ich mir eingestehen, daß es doch Umstände gibt, die mich zumindest gedanklich von einer Dampflok zu einer Schnecke machen: Brennnesseln.

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    Im Gegenlicht ist das nett zu fotografieren - mit einem gewissen Respektabstand natürlich und dafür brauche ich einen Moment und der verstreicht auch, bis ich dann endlich sicher daran vorbei gekommen bin.

    Die Sonne steht schon recht tief und ermöglicht besonders stimmungsvolle Landschaftsbilder:

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    Der große Rucksack muß natürlich auch einmal ins Bild kommen. Mit einem Maximalvolumen von 70l ist er für eine Tour wie heute fast wieder zu groß, allerdings ermöglicht er es, daß ich nichts außen befestigen muß und so niemand mein Vorhaben auf den ersten Blick erkennt - was vor allem in sensibleren Gebieten von Vorteil sein kann.

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    Nachdem das Tageslicht stetig weniger wird, konzentriere ich mich jetzt mehr aufs vorwärts kommen als aufs fotografieren, schließlich muß ich ja auch noch ein passendes Platzerl für die Nacht finden.

    So ganz klappt das dann nicht - ich war wohl schon zu lange nicht mehr früh morgens oder spät abends im besten Fotolicht unterwegs:

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    Beim Anblick dieses "Infernos" bleibe ich einen Moment mit offener Kinnlade stehen und denke erst dann ans fotografieren - kommt bei mir auch nicht allzu oft vor.

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    Dann sind es noch ein paar Minuten bis zum Ausstieg auf das Plateau westlich der Seeleiten. Zu meiner leichten Verwunderung bin ich nicht alleine hier. Zwei Personen kann ich weiter oben am Rücken des Staritzen Ostgipfels ausmachen.

    Auch andere Gestalten sind hier zumindest vorüber gehend "zu Hause":

    _0002017comp.jpg

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    Da ich etwas spät dran bin, verwerfe endgültig ich meine ursprüngliche Idee weiter westlich z.B. am Mieserkogel zu biwakieren und möchte mir nun hier irgendwo einen Schlafplatz suchen. Beim umschauen entdecke ich im Bereich der Wegteilung zur Graualm zwei weitere Personen, die entspannt in den Sonnenuntergang blicken und bei der Seeleiten ist auch auch noch mindestens eine Person zu sehen.
    Ganz schön was los hier!
    ...auch im tierischen Bereich:

    _0002020comp.jpg

    Der eigentliche Sonnenuntergang ist für meine Begriffe nur wenig spektakulär. Bedeutender ist für mich die richtige Entscheidung nicht weiter westlich zu biwakieren, denn dort scheint sich tiefe Bewölkung fest zu setzen.

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    Um von den Kühen ein wenig Abstand zu gewinnen eile ich jetzt Richtung Ostgipfel und finde nach kurzer Umschau einen für mich passenden Platz neben einem Latschenfeld:

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    Zuletzt geändert von Gratwanderer; 30.08.2020, 21:02.
    "And the People bowed and prayed
    to the neon god they made."


    Simon&Garfunkel "The sound of silence"

  • #2
    Das Abendessen kommt aus der Dose (keine Spaghetti, leider! ) und die Nachspeise verdanke ich HAns RIegel aus BOnn. Zwischendurch gibt es natürlich auch etwas gesundes in Form von Nüssen.
    Bald muß ich feststellen, daß es eine sehr feuchte Nacht wird - keine Oberfläche ist noch trocken, überall macht sich schon der Tau breit.

    Da nun Bewölkung auch über meinem Standort den Himmel verdeckt und es ohnehin erst in etwa zwei Stunden einen lohnenden Sternenhimmel gäbe, stelle ich mir den Wecker für kanpp vor Mitternacht und döse langsam ein.

    Noch vor dem Wecksignal bin ich wieder munter und kann erste kurze Blicke auf die Sterne erhaschen, fürs fotografieren reicht es noch nicht und so stelle ich mir den Wecker für halb 2 und versuche wieder einzuschlafen.

    Gegen 00:30 werde ich wieder wach und denke mir "jetzt oder nie" und schraube die Kamera aufs Stativ.
    Da es schon recht frisch und noch mehr feucht geworden ist und ich fast nur Sommerbekleidung dabei habe, knipse ich nun quasi im Schlafsack sitzend meine Nachtbilder.
    Der Mond ist vor kurzem aufgegangen und leuchtet durch eine Dunstschicht:

    _0002039comp.jpg

    Diese Schicht reicht zum Glück nicht weit hinauf und so kann ich meine Wunschobjekte relativ gut au den Sensor bannen.
    Im Nordwesten ist der Große Bär zusehen und mittendrin der am leichtesten auszumachende Teil davon: Der große Wagen

    image_599727.jpg

    Markant ist ein scheinbar besonders heller Stern recht tief im Osten - es ist aber der Mars:

    _0002065comp.jpg

    Ohne Nachführung sind die sog. deep-sky-Objekte nur eingeschränkt fotografierbar.
    Die Milchstraße im Sternbild Schwan geht im Weitwinkel noch relativ gut - am linken Bildrand ist sogar noch M31, die Andromeda Galaxie, zu sehen:


    _0002066comp.jpg

    Mit dem 50mm Objektiv kann ich dann aber erwartungsgemäß nur das Folgende zu Stande bringen:

    _0002066acomp.jpg

    Bleibt mir noch der nun etwas höher stehende Mond - mit 135mm Brennweite (Ausschnitt):

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    Etwa eine Stunde verwende ich dafür und freue mich dann wieder darauf, ganz im Schlafsack verschwinden zu können.
    Um halb 6 und gerade noch rechtzeitg werde ich wieder wach um auch den Sonnenaufgang live zu erleben.
    Zuerst schüttle ich noch grob das Wasser von der Oberfläche des Schlafsacks und gehe ein paar Schritte herum um wieder ein wenig Wärme in meine Glieder zu bekommen.

    Und dann...

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    _0002161_fusedcomp.jpg

    Ich gehe auch die paar Meter auf die Gipfelkuppe und schau mir die Bedingungen Richtung Westen an:

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    Wie schön ist doch so ein Morgenlicht!

    _0002171_stitchcomp.jpg

    Ich krieche noch einmal in den Schlafsack und versuche den Dosenkaffee zu genießen.
    Dann hänge ich die Daunen zum trocknen in die Latschen, packe das andere aufbruchbereit in den Rucksack und genieße noch für ein paar Minuten den Moment.
    Schnell ist es mit der Sonne ein paar Grad wärmer geworden und ich habe in kurzer Ober- wie Unterbekleidung kein Problem mehr.
    Abermals steige ich auf die Kuppe und entscheide ohne großes hadern, daß ich heute nicht weiter über das Plateau wandern werde.

    _0002204_stitchcomp.jpg

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    So habe ich die Zeit, den Schlafsack noch etwas trocknen zu lassen und mache mich dann gemütlich auf den Weg Richtung Seeleiten.
    Die Sicht wird nun auch in m einer unmittelbaren Umgebung zunehmend schlechter.

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    Glockengebimmel zeigt mir an, daß ich richtig unterwegs bin.

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    Zuletzt geändert von Gratwanderer; 30.08.2020, 21:09.
    "And the People bowed and prayed
    to the neon god they made."


    Simon&Garfunkel "The sound of silence"

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    • #3
      Uau, voll genial!!! Die Fotos vom Sternenhimmel sind super!!
      Aktuelle Lieblingssprüche:
      - Meister wird, wer trotz der Schule Bücher liest.
      - Vor Bäumen ich den Wald nicht seh, wenn ich auf meiner Leitung steh.

      Kommentar


      • #4
        Ich habe keine Eile und denke daran, mittags am Erlaufsee auf der faulen Haut zu liegen und vielleicht etwas Schlaf nach zu holen.
        ...aber was mache ich noch hier, wenn ich schon mal da bin?

        Zuerst möchte ich zum Gipfelkreuz der Seeleiten gehen.

        _0002227comp.jpg

        Ein Pärchen kommt mir entgegen - was die heute hier oben wohl noch erwarten dürfen?!
        Zart schimmert die Sonne durch den Nebel:

        _0002228comp.jpg

        An dieser Stelle möchte ich ausdrücklich davor warnen direkt durch optische Geräte in die Sonne zu blicken - unabhängig von der Bewölkung oder Tageszeit!

        Am Gipfel angekommen, lichtet sich der Nebel langsam - aber auch nur, weil ich einige Höhenmeter verloren habe und somit langsam die Untergrenze erreiche.
        Einzig die Blicke nach unten lassen einen kleinen Teil der Landschaft erahnen.

        _0002230comp.jpg

        _0002232comp.jpg

        Ich verweile hier nicht länger und gehe weiter.

        _0002237comp.jpg

        image_599768.jpg

        Zeit für ein paar Details am Wegesrand habe ich natürlich genug:

        _0002241comp.jpg

        _0002247comp.jpg

        _0002250comp.jpg

        Am Weiterweg habe ich dann den unscheinbaren Gaiberg (1410m) über dem Seebergsattel im Blickfeld:

        _0002258comp.jpg

        Da ich den ansonsten nie besteigen würde, ist heute eigentlich die ideale Gelegenheit dazu.

        Zurück am Parkplatz wechsle ich natürlich auf den kleinen Rucksack und gehe auch die paar Meter zum Weitwanderdenkmal.

        _0002265comp.jpg

        _0002264comp.jpg

        Auf den Gaiberg komme ich dann über eine beim Pp beginnende Forststraße, die durch seine Ostseite aufwärts und dann an ihm vorbei führt. Rechtzeitig abgezweigt und nach ein paar steilen Höhenmetern über eine Wiese stehe ich dann am Gipfel.

        _0002266comp.jpg

        Viel besser ist es mit der Bewölkung über dem Hochschwab nicht geworden...

        _0002267_stitchcomp.jpg

        ...wie vor allem der Detailblick verrät:

        _0002271comp.jpg

        Beim Abstieg freue ich mich darüber, wie gut alles geklappt hat und daß ich nun wieder so richtig auf den Geschmack gegkommen bin - nicht nur daß biwakieren betreffend, sondern auch was die Astrofotografie beftrifft.


        Wie vorgehabt, verbringe ich die nächsten Stunden am Erlaufsee.

        Daß der heillos überlaufen war und ich bei der Heimfahrt in meinen bis dato schlimmsten Wolkenbruch gekommen bin und Angst vorm weiter fahren hatte, ist wieder eine andere Geschichte.



        P.S.: Es ist wirklich ein Zufall, daß meine letzte Übernachtung am Berg auf den Tag genau vor acht Jahren stattgefunden hat: Mein Notbiwak nach dem Absturz am Hocheiser.
        Zuletzt geändert von Gratwanderer; 30.08.2020, 21:13.
        "And the People bowed and prayed
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        Simon&Garfunkel "The sound of silence"

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        • #5
          Die Nachtbilder sind toll, da hat sich die Mühe auf jeden Fall gelohnt. Danke für den Bericht!
          Bei den Bergen ist es so: Je höher man steigt, umso weiter ist die Sicht; bei den Menschen ist es oft umgekehrt (Otto Baumgartner-Amstad)

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          • #6
            Servus,

            ich konnte mich bisher letztlich nie zu Biwaknächten motivieren - obwohl das manchmal bedeutete, spätestens dann mit dem Abstieg beginnen zu müssen, wenn Licht und Stimmung am allerschönsten sind.

            Deine Fotos machen mir nun erneut bewusst, was ich dadurch versäume. Dass sie ihre Motive im wahrsten Sinn der Worte im besten Licht festhalten, überrascht nicht wirklich. Dass sie eine Landschaft zeigen, die ich selbst vor kurzem wieder von ihrer schönsten Seite erleben konnte, lässt mich die Bilder zusätzlich intensiv betrachten.

            Vielen Dank für deinen Bericht!
            Lg, Wolfgang


            Für mich ist Dankbarkeit ein Weg,
            der sowohl für den Einzelnen
            wie für die Welt zukunftsweisend ist.
            (David Steindl-Rast)

            Kommentar


            • #7
              Echt tolle Fotos, Faszination!

              LG

              Kommentar


              • #8
                Genialer Bericht und super Text.
                Für mich war Biwakieren am Berg, auch beim Reisen in vielen Ländern immer ein besonderer Reiz. Deshalb kann ich dir das gut nachvollziehen.
                Jetzt bevorzuge ich mein Nordisk-Zelt mitzuhaben, welches nur 83dag wiegt, dann bleibt der Schlafsack trocken und psychologisch angenehmer und keine Krabbeltierchen!
                LGr. Pablito

                Kommentar


                • #9
                  Einfach nur WOW.

                  Eine Spitzenkombination aus tollen Fotobedingungen und einem äußerst fähigen Fotografen bringt uns Genuss vom Feinsten.



                  Die Staritzen liebe ich auch für Übernachtungen im Freien, ist schon ein wunderschönes Platzerl.

                  Astrofotografisch wäre ich gerne wesentlich begabter. (Eigentlich muss ich es mit "eine ziemliche Null" formulieren.)

                  Faszinierend, was da mit wenig Aufwand schon geht.

                  Vielen Dank für den tollen Bericht.

                  LG, Günter
                  Meine Touren in Europa

                  Nicht was wir erleben, sondern wie wir es empfinden, macht unser Schicksal aus.
                  (Marie von Ebner-Eschenbach)

                  Kommentar


                  • #10
                    Tolle Unternehmung, toller Bericht, tolle Bilder (dafür fehlt mir sowieso der Blick für´s Motiv)!
                    Gratuliere!

                    Kommentar


                    • #11
                      Danke für euere netten Worte!



                      Zitat von pablito Beitrag anzeigen
                      Für mich war Biwakieren am Berg, auch beim Reisen in vielen Ländern immer ein besonderer Reiz. Deshalb kann ich dir das gut nachvollziehen.
                      Jetzt bevorzuge ich mein Nordisk-Zelt mitzuhaben, welches nur 83dag wiegt, dann bleibt der Schlafsack trocken und psychologisch angenehmer und keine Krabbeltierchen!
                      Vielleicht ist so ein "high-end" Zelt auch für mich einmal eine Option - oder Notwendigkeit.
                      Bisher habe ich mit Krabbeltierchen keine Probleme gehabt und die Taubildung werde ich in Zukunft mit einem Tarp und/oder Biwaksack bekämpfen.


                      Zitat von mountainrabbit Beitrag anzeigen

                      Astrofotografisch wäre ich gerne wesentlich begabter. (Eigentlich muss ich es mit "eine ziemliche Null" formulieren.)

                      Faszinierend, was da mit wenig Aufwand schon geht.
                      Ich dachte (auch) immer, daß man selbst für die einfachsten Aufnahmen einen großen Aufwand betreiben muß - dabei genügt es, mit einer möglichst offenen Blende und einem grenzwertig hohen ISO-Wert auf das entsprechende Himmelsobjekt zu halten und die Belichtungszeit so zu wählen, daß die Sterne noch punktförmig abgebildet werden, was wiederum von der Brennweite abhängig ist.
                      Das heftige rauschen im Bild kann man dann mit spezieller Sofware bis zu einem gewissen Teil herausrechnen lassen; das ist im Grunde ein Dunkelbildabzug, welchen manche Kameras schon als "Rauschreduzierung bei Langzeitbelichtung" als Menüpunkt haben. Ansonsten nimmt man sog. "Darks" auf - also (möglichst viele) Bilder mit geschlossenem Objektivdeckel und gleichen Einstellungen wie beim eigentlichen Bild - die das Programm dann zum verrechnen verwendet.

                      Viel mehr geht natürlich mit einer Nachführung, Teleskopen und weiterem Zubehör - aber das schleppt dann keiner mehr zu einem Biwak mit...

                      "And the People bowed and prayed
                      to the neon god they made."


                      Simon&Garfunkel "The sound of silence"

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                      • #12
                        Sehr schöne Idee und wunderbare Bilder. Am besten gefallen mir die Infernobilder!
                        Ist auch eine großartige Gegend, die ich auch sehr gerne mag.
                        LG. Martin
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                        • #13
                          Wunderschöner Beitrag! Die tollen Stimmungen hast du bestens eingefangen, wohl auch mit speziellen Fotografierkenntnissen. Ein Bericht zum "Mehrfachschauen".
                          Eine Nacht auf dem kahlen Berge - das hat halt schon was...

                          LG

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                          • #14
                            Zu einem Biwak um des Biwakieren Willes habe ich mich noch nie aufgerafft. Ich habe zwar schon einige Biwaks hinter mir, aber der Zugang ist ein anderer. Wenn der Wecker mitten in der Nacht zum Aufbruch klingelt oder auch nach mehr als 15 Stunden Tour ist man froh, wenn man möglichst viel Schlaf bekommt. Da bleibt weniger Zeit für den Genuss, obwohl man die besonderen Stimmungen dennoch in sich aufnimmt.

                            Deine Bilder fangen die Magie von geplanten Biwaks gut ein - so gut es halt geht. Natürlich ersetzt nichts das eigene Erleben.
                            "Glück, das kann schon sein: man hat es fast hinter sich und einen Schluck Wasser noch dazu." (Malte Roeper)

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                            • #15
                              Zitat von waldrauschen Beitrag anzeigen
                              Am besten gefallen mir die Infernobilder!
                              Ja, die spontanen haben immer ein besonderes Flair, vor allem für den Fotografen.

                              Zitat von placeboi Beitrag anzeigen
                              ...aber der Zugang ist ein anderer. Wenn der Wecker mitten in der Nacht zum Aufbruch klingelt oder auch nach mehr als 15 Stunden Tour ist man froh, wenn man möglichst viel Schlaf bekommt.
                              Im Idealfall war das auch bei mir der Auftakt für Touren, wo das Biwak seinen eigentlichen Zweck erfüllt und mir so neue Gipfel bzw. Touren erschließt.
                              "And the People bowed and prayed
                              to the neon god they made."


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