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Hilfe zum Erstellen von Tourenberichten

Immer wieder haben einige User Probleme beim Erstellen eines Tourenberichtes, insbesondere beim Hochladen und Einfügen von Bildern.
Ihnen soll die folgende kleine Anleitung ein wenig Hilfe geben, wie ein Tourenbericht ganz kurz und schmerzlos erstellt werden kann

In sechs einfachen Schritten kann ein neuer Bericht leicht erstellt werden:

1. Bilder zum Bericht aussuchen
2. Bilder verkleinern
3. Im Forum "Toureninfo & Verhältnisse" das passende Unterforum auswählen
4. Bilder hochladen
5. Die Bilder mit dem Text ergänzen
6. Fertigstellen/Kontrollieren des Berichtes und Veröffentlichen



Im Folgenden werden die einzelnen Schritte ausführlich erklärt:

1. Bilder zum Bericht aussuchen
Möglichst aussagekräftige Fotos wählen, die auch die Route und wesentliche Details darstellen.
Gegen einzelne "schöne" Landschafts- und Blumenbilder ist natürlich nichts einzuwenden ...


2. Bilder verkleinern
Bewährt hat sich ein Format mit der längeren Bildkante 900 Pixel.
Damit läßt sich bei Speicherung als JPEG eine recht ordentliche Bildqualität erzielen, bei Photoshop etwa abhängig vom Sujet 80/100.


3. Im Forum "Toureninfo & Verhältnisse" das passende Unterforum auswählen
z.B. "Wanderungen und Bergtouren" - "Steiermark"
+Neues Thema wählen

Titel etwa nach dem Schema
Gipfel (Höhenangabe), Anstiegsroute, Gebirgsgruppe (ostalpin nach AVE)

Möglichst bis zu 5 aussagekräftige Stichworte vergeben.

Zum Bilderhochladen weiter mit der "Büroklammer".


4. Bilder hochladen
Möglichst bitte NUR so:
a) "Büroklammer"
b) "Anhänge hochladen"


4.1 Bilder auswählen
Abhängig vom eigenen Rechner/Betriebssystem.
Maximal 15 Bilder pro Posting sind derzeit zulässig, eine größere Bilderanzahl erfordert Folgepostings (Antworten).
(Bewährt hat sich auch, 1-2 Bilder weniger hochzuladen, um für spätere Ergänzungen eine kleine Reserve zu haben.)

4.2 Liste der hochgeladenen Anhänge
Die Auflistung ist leider nicht chronologisch nach Bildbezeichnung geordnet.

Im Textfeld die gewünschte Einfügeposition mit dem Cursor markieren,
bzw. die gelisteten Bilder in der gewünschten Reihenfolge einzeln als "Vollbild" oder "Miniaturansicht" platzieren.
Eine oder mehrere Leerzeilen zwischen den Bildern erleichtern später das Einfügen von Text.


5. Die Bilder mit dem Text ergänzen
Die Bilder sind nun in der richtigen Reihenfolge im Textfenster positioniert.
Ich bevorzuge im ersten Schritt die Positionierung als "Miniaturansicht".
Das erleichtert beim Texteinfügen die Übersicht.
Muß aber nicht sein, natürlich lassen sich die Bilder auch gleich als Vollbild (also in der hochgeladenen Größe) platzieren.

5.1 Text
Jetzt kann der Text ergänzt werden.
Möglichst über dem Foto - ich finde das übersichtlicher ...
Der Text kann natürlich auch vorher erfaßt werden und anschließend einkopiert werden.

5.2 Bildgröße ändern
Wurden die Bilder vorerst als "Miniaturansicht" platziert, können sie einfach auf das finale Darstellungsformat skaliert werden:
a) Doppelklick auf die "Miniaturansicht" öffnet ein Pop-Up-Fenster
b) unter "Größe" idR "Vollbild" wählen
c) OK


6. Fertigstellen/Kontrollieren des Berichtes
Anschließend sollte der Bericht noch in der "Vorschau" kontrolliert werden.
In manchen Fällen muß zur Ansicht der "Vorschau" ziemlich weit nach unten gescrollt werden!

6.1 Veröffentlichen des Berichtes
Zum Schluß noch auf "Abschicken" klicken - und nach einer kurzen "Nachdenkpause" des Servers ist der Bericht online.



Nach dem ersten Durchlesen dieses Leitfadens mag das Erstellen eines Berichtes etwas kompliziert erscheinen - ist es aber nicht:
Viele Tourenberichte schreiben hilft sehr.

Die Reihenfolge der einzelnen Schritte ist nicht so starr wie es hier scheinen mag; natürlich kann auch zuerst der Text erstellt werden und die Bilder nachträglich eingefügt.

Änderungen am fertigen Bericht sind für den Ersteller 24 Stunden lang möglich, bei der Berichtigung später entdeckter Fehler hilft gerne ein zuständiger Moderator. Ebenso beim Verschieben eines Berichtes in das richtige Tourenforum.

Viel Freude bei euren Bergtouren UND dann beim Berichteschreiben,


P.S.: Diese Anleitung, ergänzt um verdeutlichende Screenshots, findet ihr auch unter http://www.gipfeltreffen.at/forum/gi...ourenberichten
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Regelwerk für die Benutzung des Forums Gipfeltreffen

Alle Forumsuser/-innen sind aufgefordert, das Regelwerk zu lesen und sich daran zu halten!

1) Registrierung

Die Registrierung und Benutzung unserer Foren ist kostenlos. Es ist registrierten Teilnehmern/-innen (Usern/-innen) erlaubt, den Forums-Account bis auf Widerruf im Rahmen der vorgegebenen, jederzeit änderbaren Forumsregeln für private Zwecke zu nutzen. Ein späteres Löschen des Forums-Accounts sowie der ins Forum eingebrachten Inhalte oder Bilder ist nicht möglich. Auf Wunsch des Benutzers kann der Account stillgelegt werden. Der Benutzername kann dann von niemandem mehr benützt werden und wird vor Missbrauch geschützt.

2) Hausrecht

Die Forenbetreiber legen Wert auf die Tatsache, dass alle User/-innen Gast in diesem Forum sind und die Betreiber als Gastgeber bei Bedarf ihr Hausrecht jederzeit ausüben können und auch werden. User, die sich überwiegend darauf beschränken zu provozieren, werden ausgeschlossen.

3) Haftung

Die von Usern/-innen verfassten Beiträge stellen ausschließlich die persönliche, subjektive Meinung des Verfassers dar, und keinesfalls die Meinung der Betreiber und Moderatoren dieses Forums. Die Forenbetreiber übernehmen keine Haftung für die Richtigkeit der ausgetauschten Informationen.

4) Umgangston

Die Forenbetreiber erwarten von allen Usern/-innen, sich an die Netiquette zu halten. Auf einen wertschätzenden, höflichen Umgangston wird Wert gelegt.

5) Thementreue

Die Forenbetreiber legen großen Wert auf Thementreue der Beiträge und Übersichtlichkeit von Threads, um den Informationsgehalt des Forums möglichst hoch zu halten. Überschneidungen der Inhalte verschiedener Threads sind zu vermeiden.

6) Verboten ist/sind:

- Beleidigungen, Sticheleien und Provokationen (auch per PN);
- Politische oder religiöse Themen;
- Rechtswidrige Inhalte (unter anderem rechtsradikale oder pornografische Inhalte, Hackinganleitungen, Verstöße gegen das Urheberrecht) sowie das Verlinken zu Seiten mit solchen Inhalten;
- Die Verwendung von fremdem Bildmaterial, Kartenausschnitten und Topos ohne Zustimmung des Autors;
- Die Veröffentlichung von persönlichen Nachrichten (PN), E-Mails oder dergleichen ohne Zustimmung des Verfassers;
- Das Aufdecken der Identität oder die Preisgabe persönlicher Daten eines Users/Moderators/Administrators;
- Werbung für konkurrenzierende Plattformen;
- Das Führen von Doppel- oder Mehrfachaccounts;

7) Moderation:

Die Moderatoren/Administratoren werden von den Forenbetreibern bzw. ihren Vertretern ernannt.
Sie sind von den Forenbetreibern verpflichtet, für die Einhaltung der Regeln zu sorgen und somit ermächtigt, die von Usern/-innen bereit gestellten Inhalte (Texte, Anhänge und Verlinkungen) daraufhin zu prüfen und im Bedarfsfall zu bearbeiten, verschieben, zu löschen oder Themen zu schließen. Im Falle der Löschung von Beiträgen können auch jene Beiträge anderer User ganz oder teilweise entfernt werden, die auf einen gelöschten Beitrag Bezug nehmen.

Änderungen von Beiträgen werden - soweit irgend möglich – unter Angabe des Änderungsgrundes gekennzeichnet. Eingriffe, die den Sinn eines Beitrags verändern, werden nicht vorgenommen. Für die geänderten Teile eines Beitrags haftet der ursprüngliche Ersteller nicht.

Wer etwas gegen das aktive Handeln der Moderatoren/-innen vorzubringen hat, kann dies sachlich, mit konkretem Bezug und zeitnah (innerhalb von 6 Wochen ab Anlass) im Unterforum "Zum Forum/Moderation..." darlegen. In allen anderen Foren werden solche Postings im Sinne der Thementreue der Beiträge kommentarlos gelöscht. Bloßes „Mod-Bashing“ führt zu einer sofortigen Sperre.

Das Unterlaufen von Handlungen und Maßnahmen der Moderatoren ist nicht zulässig. Darunter fällt auch das Fortführen des Themas eines geschlossenen oder gelöschten Threads in einem neuen gleichartigen oder ähnlichen Thread. Ergänzungen und Hinweise von Moderatoren und Administratoren dürfen von Usern in deren Beiträgen nicht verändert oder gelöscht werden.

8) Profil/Signatur

Ein übermäßiges Ausnutzen der Signatur ist unerwünscht. Diese sollte vor allem eine maßvolle Größe haben. Nicht mit der Forumsleitung abgesprochene Werbung (für kommerzielle Angebote), Beleidigungen oder Anspielungen in der Signatur oder dem Profiltext werden nicht toleriert.

9) Werbung

Kommerzielle Werbung im Forum Gipfeltreffen ist kostenpflichtig (siehe Unterforum Werbung). Werbepostings müssten vor Platzierung mit der Forumsleitung vereinbart werden.

10) Gemeinschaftstouren/Bazar

Die Forenbetreiber stellen die Foren "Forum für Gemeinschaftstouren" und " Bazar" ausschließlich für private Kontaktzwecke zur Verfügung und gehen damit keinerlei Verpflichtungen oder Haftungen ein! Alle Kontakte in diesen Foren laufen ausschließlich zwischen den Usern/-innen und auf Basis des gegenseitigen Vertrauens. Bei nachweislichen Betrugsfällen stellen die Forenbetreiber alle vorhandenen Informationen zur Verfügung, um eine straf- und zivilrechtliche Verfolgung zu ermöglichen.

11) Regelwidriges Verhalten

User/-innen, die sich regelwidrig verhalten, werden per PN verwarnt und/oder gesperrt. Art und Dauer der Maßnahme richten sich nach der Schwere und der Häufigkeit der Regelübertretung/en. Die betroffenen User/-innen werden darüber per Mail informiert. Ein Posten unter einer anderen Registrierung in der Zeit der Accountsperre ist verboten und zieht automatisch eine Verlängerung der Sperre nach sich.

Wer gegen geltendes Recht verstößt, wird im Ernstfall von uns zur Anzeige gebracht.

12) Information

Die Forumsbetreiber behalten sich das Recht vor,
- alle registrierten User/-innen in unregelmäßigen Abständen über Themen rund um das Bergsteigen, alpiner Sicherheit, Risikomanagement und Weiterbildung per Mail zu informieren und
- dieses Regelwerk jederzeit abzuändern.

13) Nutzung von hochgeladenen Anhängen

Die User/-innen stellen den Forenbetreibern die eingestellten Bilder sowie sonstige Anhänge zur Nutzung im Forum zur Verfügung. Eine darüber hinaus gehende Nutzung der eingestellten Bilder und sonstigen Anhänge durch die Forenbetreiber erfolgt nicht.
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Hoher Dachstein (2.995 m) über Westgrat, 08.04.2026

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  • Hoher Dachstein (2.995 m) über Westgrat, 08.04.2026

    Hallo miteinander,

    leider ist bei mir die Auswahl für einen Winter- bzw. Skitourenbericht heuer äußerst gering, zwei Mal Fritzerkogel, ein Vorgipfel beim Versuch der Hinteren Seekarwand und der Dachstein stehen zur Auswahl. Daher ein kurzer Bericht, wie meine heurige Tour auf den Dachstein verlaufen ist, auch wenns jetzt glaube ich der dritte Bericht von mir auf den Dachstein in zwei Jahren ist, ich werde ja sehen, wie hoch die Resonanz noch ist

    Start um ca. 06:00 am mittlerweile gebührenpflichtigen Parkplatz beim Vorderen Gosausee, der Gipfel und auch der Gletscherbereich befinden sich derzeit noch in Wolken. Der Vordere Gosausee ist wie üblich weit abgelassen.

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    Ich war mir ziemlich sicher, dass ich die Ski bis zum Hinteren Gosausee tragen musste. Der breite Schotterweg bis dorthin ist knapp 6 km lang mit ca. 250 Hm, eigentlich prädestiniert fürs Fahrrad. Soweit ich mich erinnere, durfte man letztes Jahr noch mit dem Fahrrad zumindest bis zum Ende des Vorderen Gosausees fahren. Mittlerweile steht das Verbotsschild aber schon bei der Abzweigung der Plassen-Runde (Ebenalm,...) und am Fritzerkogel hat mir auch einer erzählt, dass zwei Freunde von ihm wohl schon schärfer vom Jäger konfrontiert wurden.

    Da wollte ich keinen Ärger riskieren und bin erst mal wieder mit Laufschuhen und einem schweren Rucksack zu Fuß gestartet.

    Gosaukamm mit meinem persönlichen Blickfang hier, der Mandlkogel (mit der markanten Nordkante?)

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    Kurz vorm hinteren Gosausee wurde es dann eisig am Weg, aber ich bin noch mit den Laufschuhen bis zum Wanderweg weiter. Ich war schon gespannt, wie viel Schnee ab hier dann liegt und wie es in der Rinne in der großen Steilstufe im unteren Bereich aussieht. Der erste Eindruck war zumindest mal nicht komplett negativ.

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    Einen genaueren Einblick in die untere kleine Zwischen-Steilstufe erhält man aber erst, wenn man direkt davor steht. Dort kann man aber immer noch entscheiden, ob man die paar Meter zum Sommerweg zurückgeht oder irgendwo rechts gibts auch noch eine Variante mit einem Seil drin, die ich aber nicht kenne.


    Davor gab es aber noch einen Lawinenkegel einer Bodenlawine zu überqueren, die rechts oberhalb aus dem extremen Steilgelände vermutlich irgendwo im Bereich unterhalb des Ochsenstalls heruntergekommen ist und eine recht ordentliche Menge ins Tal befördert hat.

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    Nun aber bei der ersten kleineren Zwischen-Steilstufe, die bei ausreichender Schneelage auch mit Ski überwunden werden kann.

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    Das schien mir heuer zwar eher aussichtslos, aber da zumindest Schnee lag, wollte ich trotzdem nicht den Sommerweg gehen und bin da erst mal rauf gestapft. Der Schnee war hier wider erwarten sogar in der Früh schon etwas sulzig, beim See unten wars noch verharscht. Die Einsinktiefe war meistens trotzdem nicht arg tief. Ist natürlich immer so eine Sache, wenn man nicht genau weiß, wie viel Schnee da wirklich ist und ob drunter glatter Fels ist oder nicht. Aber es ist ganz gut gegangen.

    Darüber hätte man sicher auch wieder mit Ski weitergehen können, aber jetzt waren sie schon am Rucksack und die Stapferei ist eigentlich einigermaßen gut gegangen. Außerdem habe ich unten schon gesehen, dass ich bei der oberen Zwischen-Steilstufe sowieso auch wieder die Ski abschnallen müssen würde. Dort war zum Glück links noch ein schmales Schneeband vorhanden, so dass diese ganz gut zu überwinden war, auch dank der Latschen, die mir ihre zärtlichen Hände zur Unterstützung gereicht haben

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    Bevor man die Rinne nach rechts verlassen kann, wird es nochmal kurz richtig steil, was bei Harsch mit Skiern schon etwas mulmig sein kann. Heute bin ich aber auch hier raufgestapft und habe mir nach dem Ausstieg im sanfteren Gelände die Ski wieder angezogen. Hier wars dann aber auch schlagartig wieder verharscht.

    Dieser Anblick von Kl./Gr. Bockstein und Nd./H. Hochkesselegg (denke ich) mit der langen Wand gefällt mir immer recht gut. Erst mal ist das Gelände hier noch mit Latschen und großen Felsen durchsetzt und in Kombination mit der relativ geringmächtigen Schneedecke hier noch etwas kleinräumiger strukturiert.

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    Dieses Gelände lässt man aber bald hinter sich und rechts kommt schon mit dem Eiskarlspitz der nächste Blickfang zum Vorschein.

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    Nun rückt auch der König selbst wieder ins Blickfeld, die anfänglichen Wolken haben sich zum Glück komplett aufgelöst. Die Schneedecke ist hier recht wellig, eventuell durch Wind und Regen so geformt?

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    Blick nach links zur Schreiberwand

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    Der Gipfel rückt langsam aber stetig näher, auch der Mitterspitz rechts zeigt sich etwas winterlich überzogen, aber bei weitem nicht so wie 2024.

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    Blick nach rechts zum Torstein mit Nagelscharte und rechts davon dann wohl der 8. Turm der Schneebergwand

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    Bis zum Gletscher kann man eigentlich recht sanft dahingehen, der Gletscher steilt im unteren Teil jedoch etwas auf, daher und weil ich sie für den letzten Anstieg sowieso fix brauchen würde habe ich hier bereits die Harscheisen angelegt, so ist es doch deutlich bequemer.

    Kurz vor der Oberen Windlucke

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    Ich habe mich dann schon gewundert, dass da Stapfspuren rauf sind, aber das hatte seinen Grund, wie ich selber feststellen musste. Plötzlich war da kein normaler Harsch mehr, sondern ein eisiger Überzug, wo es auch mit Harscheisen nicht mehr wirklich möglich war zu gehen. So habe ich die Ski erneut auf den Rucksack geschnallt und bin in der zum Glück vorhandenen Spur raufgestapft. Unter der Eisglasur war natürlich perfekter Pulver...

  • #2
    Bis hier her war es eigentlich im Großen und Ganzen recht windstill und tlw. auch ordentlich warm. Auf den letzten Metern ist dann aber plötzlich der Nordwind sehr unangenehm geworden. Ich habe gehofft, dass der Wind nur hier unten aufgrund des Düseneffekts so stark ist, aber er hat leider bis zum Gipfel nicht mehr wirklich nachgelassen.

    Der Westgrat war aber dank der dieses Mal vorhandenen Spur ohne Schwierigkeiten zu gehen. Man ist ja eigentlich genaugenommen so gut wie immer in der Nordwest-Flanke und nicht wirklich auf einem Grat, aber mir gefällt der immer ausgesprochen gut. Hier ein paar Impressionen

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    Schöner Anraum an den Felsen und auch am Seil, aber auch wieder kein Vergleich zu 2024. Auch letzteren habe ich versucht so gut es geht unberührt zu lassen, damit sich auch andere noch daran erfreuen können

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    Im oberen Teil

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    Eigentlich mein Lieblingsmoment am Westgrat, dieser Anblick

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    Auch bei den letzten Kraxelstellen war ich mir heute vorher schon ziemlich sicher, dass sie gut gehen, und es war dann auch komplett problemlos. Rechts gehts natürlich trotzdem unmittelbar in die Südwand runter...

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    Am Gipfelgrat

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    Da wie schon gesagt der kräftige Nordwind leider nur unmerklich nachgelassen hat, bin ich auch gleich ein paar Meter den Randkluftsteig runter, um mir ein geschütztes Plätzchen zu suchen, und es war schlagartig windstill und wieder angenehm warm.

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    Ausblick vom Rastplatz Richtung O bzw. SO

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    So freche Dohlen wie am Dachstein habe ich noch nirgends erlebt. Erneut setzen sie sich tlw. auf meinen Schuh in der Hoffnung was von meiner Jausenbox abzubekommen.

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    Hin und wieder beschert mir der Wind schöne Schauspiele von Schwaden, die von Norden über den Gipfel richtiggehend drüberschießen und sich in verschiedenen Formationen tanzend im Süden wieder auflösen.

    Zuletzt geändert von Hard85; vor 3 Stunden.

    Kommentar


    • #3
      Teilweise kommt dann zwar doch auch ein leichtes Lüfterl zu mir durch, aber es lässt sich hervorragend aushalten, so kann ich den den Gipfel, den ich die ganze Zeit für mich allein habe (abgesehen von den Dohlen), die Sonne und die Aussicht in vollen Zügen genießen.

      Nach ca. einer Stunde richte ich mich aber für den Abstieg zusammen. Im Aufstieg ist es ohne Steigeisen ganz gut gegangen, für den Abstieg lege ich sie nun aber an.

      Wieder am Gipfelgrat, Blick Richtung W und SW

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      In den Hohen Tauern sind die Gipfel wohl in den Wolken.


      Blick Richtung SO

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      Und nach Norden, hinab zum Gosaugletscher, dem Vorderen Gosausee und dem Hohen Kreuz. Diese direkte Blickverbindung vom Start zum Gipfel und umgekehrt hat auch immer ihren Reiz finde ich.

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      Der Abstieg ist recht angenehm zu gehen, so komme ich auch bald wieder beim Skidepot an, wo der Wind wieder besonders stark weht. Und so passiert mir leider ein kleines Missgeschick, über das ich mich ärgere - eine kurze Unachtsamkeit, der leere Steigeisen-Beutel fällt zu Boden und wird sogleich vom Wind über die Südwand hinaus getragen. Falls also irgendjemand irgendwo in den Schladminger Tauern oder so einen orangenen Petzl Beutel findet, bitte melden

      Der Mitterspitz gefällt mir von hier immer besonders gut, wenn er so schön in der Sonne steht.

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      Der erste steile Hang hinab ist auf dem eisigen Überzug äußerst ungut zu fahren, man muss zusehen, dass man nicht mit den Kanten wegrutscht und es ist so ein ungutes kitzelndes Vibrieren an den Fußsohlen zu spüren. Am Gletscher ist dann oben der Harsch aufgrund des Windes natürlich nicht aufgegangen.

      Letzter Rückblick auf den für mich so dermaßen schönen und anziehenden Gipfelaufbau aus der Nähe vom Gletscher

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      Im unteren Teil vom Gletscher war es dann schon minimal besser zu fahren und unterhalb dann auch gleich mal recht guter Firn. Diese Spuren sind vielleicht vom schönen Osterwochenende. Die meisten davon sind zur Windlegerscharte abgezweigt.

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      In der Abfahrt hat man großteils ebenfalls sanfte Hänge, die aber recht genussvoll zu fahren sind.

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      Ich überlege kurz, ob ich die Variante mit dem Seil nochmal suchen soll, die ich vor zwei Jahren nicht gefunden habe. Aber ich entscheide mich schnell für die steile Rinne mit den beiden kleinen Steilstufen. Die obere wäre wohl nicht zu fahren gewesen, die kann man auch umfahren. Die dürftige Schneelage in der unteren hat gerade so zum Runterrutschen gereicht. Der Schnee dazwischen, der da ja in der Früh schon weich war, war überhaupt nicht gut zu fahren.

      Der Hintere Gosausee mit der Färbung am Rand wie ein Gletschersee.

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      Der wird allerdings nicht abgelassen und künstlich gestaut, der könnte auch heuer im Sommer wieder weit unter seinem normalen Wasserspiegel liegen.


      War die letzte Abfahrt schon unlustig, folgt nun der unlustigste Teil des Tages - zu Fuß wieder über 5 km zum Parkplatz (die ersten Meter gehen noch auf Eis mit Ski). Aber wie so oft ist es einfach eine Einstellungssache. Wenn man schon vom Schlimmsten ausgeht, fühlt es sich dann oft gar nicht so schlimm an, und so war es auch in diesem Fall. Immerhin hat man ja noch frische schöne Erinnerungen im Kopf

      Der Vordere Gosausee hat durch das Ablassen diese Ebene mit unzähligen Felsblöcken und Wurzelstöcken freigegeben, schaut nach einem Paradies für Kinder zum Kraxeln und Verstecken aus

      image_043.jpg


      Und zum Abschluss nochmal natürlich der entgegengesetzte Blick zu vorhin am Gipfel

      image_044.jpg


      Fazit:
      Trotz aller Mühen, die man hier auf sich nehmen muss, war diese Tour auch dieses Mal wieder besonders erfüllend für mich. Ich verstehe aber, wenn das nicht jeder so sieht.

      Außerdem muss ich abschließend noch selbstkritisch sagen, dass ich nicht einschätzen konnte, wie gefährlich es eigentlich in der Rinne mit dem weichen Schnee war, dass dieser als Nassschnee-Bodenlawine abgeht. Daher bin ich gerade noch damit am hadern, dass ich mir wohl eingestehen muss, dass das wohl eigentlich ziemlich dumm war und ich vielleicht einfach Glück gehabt habe.


      Vielen Dank an alle, die sich die Zeit genommen haben, einen weiteren Bericht vom Dachstein zu lesen.
      Zuletzt geändert von Hard85; vor 2 Stunden.

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