Hallo miteinander,
leider ist bei mir die Auswahl für einen Winter- bzw. Skitourenbericht heuer äußerst gering, zwei Mal Fritzerkogel, ein Vorgipfel beim Versuch der Hinteren Seekarwand und der Dachstein stehen zur Auswahl. Daher ein kurzer Bericht, wie meine heurige Tour auf den Dachstein verlaufen ist, auch wenns jetzt glaube ich der dritte Bericht von mir auf den Dachstein in zwei Jahren ist, ich werde ja sehen, wie hoch die Resonanz noch ist
Start um ca. 06:00 am mittlerweile gebührenpflichtigen Parkplatz beim Vorderen Gosausee, der Gipfel und auch der Gletscherbereich befinden sich derzeit noch in Wolken. Der Vordere Gosausee ist wie üblich weit abgelassen.
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Ich war mir ziemlich sicher, dass ich die Ski bis zum Hinteren Gosausee tragen musste. Der breite Schotterweg bis dorthin ist knapp 6 km lang mit ca. 250 Hm, eigentlich prädestiniert fürs Fahrrad. Soweit ich mich erinnere, durfte man letztes Jahr noch mit dem Fahrrad zumindest bis zum Ende des Vorderen Gosausees fahren. Mittlerweile steht das Verbotsschild aber schon bei der Abzweigung der Plassen-Runde (Ebenalm,...) und am Fritzerkogel hat mir auch einer erzählt, dass zwei Freunde von ihm wohl schon schärfer vom Jäger konfrontiert wurden.
Da wollte ich keinen Ärger riskieren und bin erst mal wieder mit Laufschuhen und einem schweren Rucksack zu Fuß gestartet.
Gosaukamm mit meinem persönlichen Blickfang hier, der Mandlkogel (mit der markanten Nordkante?)
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Kurz vorm hinteren Gosausee wurde es dann eisig am Weg, aber ich bin noch mit den Laufschuhen bis zum Wanderweg weiter. Ich war schon gespannt, wie viel Schnee ab hier dann liegt und wie es in der Rinne in der großen Steilstufe im unteren Bereich aussieht. Der erste Eindruck war zumindest mal nicht komplett negativ.
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Einen genaueren Einblick in die untere kleine Zwischen-Steilstufe erhält man aber erst, wenn man direkt davor steht. Dort kann man aber immer noch entscheiden, ob man die paar Meter zum Sommerweg zurückgeht oder irgendwo rechts gibts auch noch eine Variante mit einem Seil drin, die ich aber nicht kenne.
Davor gab es aber noch einen Lawinenkegel einer Bodenlawine zu überqueren, die rechts oberhalb aus dem extremen Steilgelände vermutlich irgendwo im Bereich unterhalb des Ochsenstalls heruntergekommen ist und eine recht ordentliche Menge ins Tal befördert hat.
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Nun aber bei der ersten kleineren Zwischen-Steilstufe, die bei ausreichender Schneelage auch mit Ski überwunden werden kann.
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Das schien mir heuer zwar eher aussichtslos, aber da zumindest Schnee lag, wollte ich trotzdem nicht den Sommerweg gehen und bin da erst mal rauf gestapft. Der Schnee war hier wider erwarten sogar in der Früh schon etwas sulzig, beim See unten wars noch verharscht. Die Einsinktiefe war meistens trotzdem nicht arg tief. Ist natürlich immer so eine Sache, wenn man nicht genau weiß, wie viel Schnee da wirklich ist und ob drunter glatter Fels ist oder nicht. Aber es ist ganz gut gegangen.
Darüber hätte man sicher auch wieder mit Ski weitergehen können, aber jetzt waren sie schon am Rucksack und die Stapferei ist eigentlich einigermaßen gut gegangen. Außerdem habe ich unten schon gesehen, dass ich bei der oberen Zwischen-Steilstufe sowieso auch wieder die Ski abschnallen müssen würde. Dort war zum Glück links noch ein schmales Schneeband vorhanden, so dass diese ganz gut zu überwinden war, auch dank der Latschen, die mir ihre zärtlichen Hände zur Unterstützung gereicht haben
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Bevor man die Rinne nach rechts verlassen kann, wird es nochmal kurz richtig steil, was bei Harsch mit Skiern schon etwas mulmig sein kann. Heute bin ich aber auch hier raufgestapft und habe mir nach dem Ausstieg im sanfteren Gelände die Ski wieder angezogen. Hier wars dann aber auch schlagartig wieder verharscht.
Dieser Anblick von Kl./Gr. Bockstein und Nd./H. Hochkesselegg (denke ich) mit der langen Wand gefällt mir immer recht gut. Erst mal ist das Gelände hier noch mit Latschen und großen Felsen durchsetzt und in Kombination mit der relativ geringmächtigen Schneedecke hier noch etwas kleinräumiger strukturiert.
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Dieses Gelände lässt man aber bald hinter sich und rechts kommt schon mit dem Eiskarlspitz der nächste Blickfang zum Vorschein.
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Nun rückt auch der König selbst wieder ins Blickfeld, die anfänglichen Wolken haben sich zum Glück komplett aufgelöst. Die Schneedecke ist hier recht wellig, eventuell durch Wind und Regen so geformt?
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Blick nach links zur Schreiberwand
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Der Gipfel rückt langsam aber stetig näher, auch der Mitterspitz rechts zeigt sich etwas winterlich überzogen, aber bei weitem nicht so wie 2024.
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Blick nach rechts zum Torstein mit Nagelscharte und rechts davon dann wohl der 8. Turm der Schneebergwand
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Bis zum Gletscher kann man eigentlich recht sanft dahingehen, der Gletscher steilt im unteren Teil jedoch etwas auf, daher und weil ich sie für den letzten Anstieg sowieso fix brauchen würde habe ich hier bereits die Harscheisen angelegt, so ist es doch deutlich bequemer.
Kurz vor der Oberen Windlucke
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Ich habe mich dann schon gewundert, dass da Stapfspuren rauf sind, aber das hatte seinen Grund, wie ich selber feststellen musste. Plötzlich war da kein normaler Harsch mehr, sondern ein eisiger Überzug, wo es auch mit Harscheisen nicht mehr wirklich möglich war zu gehen. So habe ich die Ski erneut auf den Rucksack geschnallt und bin in der zum Glück vorhandenen Spur raufgestapft. Unter der Eisglasur war natürlich perfekter Pulver...
leider ist bei mir die Auswahl für einen Winter- bzw. Skitourenbericht heuer äußerst gering, zwei Mal Fritzerkogel, ein Vorgipfel beim Versuch der Hinteren Seekarwand und der Dachstein stehen zur Auswahl. Daher ein kurzer Bericht, wie meine heurige Tour auf den Dachstein verlaufen ist, auch wenns jetzt glaube ich der dritte Bericht von mir auf den Dachstein in zwei Jahren ist, ich werde ja sehen, wie hoch die Resonanz noch ist

Start um ca. 06:00 am mittlerweile gebührenpflichtigen Parkplatz beim Vorderen Gosausee, der Gipfel und auch der Gletscherbereich befinden sich derzeit noch in Wolken. Der Vordere Gosausee ist wie üblich weit abgelassen.
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Ich war mir ziemlich sicher, dass ich die Ski bis zum Hinteren Gosausee tragen musste. Der breite Schotterweg bis dorthin ist knapp 6 km lang mit ca. 250 Hm, eigentlich prädestiniert fürs Fahrrad. Soweit ich mich erinnere, durfte man letztes Jahr noch mit dem Fahrrad zumindest bis zum Ende des Vorderen Gosausees fahren. Mittlerweile steht das Verbotsschild aber schon bei der Abzweigung der Plassen-Runde (Ebenalm,...) und am Fritzerkogel hat mir auch einer erzählt, dass zwei Freunde von ihm wohl schon schärfer vom Jäger konfrontiert wurden.
Da wollte ich keinen Ärger riskieren und bin erst mal wieder mit Laufschuhen und einem schweren Rucksack zu Fuß gestartet.
Gosaukamm mit meinem persönlichen Blickfang hier, der Mandlkogel (mit der markanten Nordkante?)
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Kurz vorm hinteren Gosausee wurde es dann eisig am Weg, aber ich bin noch mit den Laufschuhen bis zum Wanderweg weiter. Ich war schon gespannt, wie viel Schnee ab hier dann liegt und wie es in der Rinne in der großen Steilstufe im unteren Bereich aussieht. Der erste Eindruck war zumindest mal nicht komplett negativ.
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Einen genaueren Einblick in die untere kleine Zwischen-Steilstufe erhält man aber erst, wenn man direkt davor steht. Dort kann man aber immer noch entscheiden, ob man die paar Meter zum Sommerweg zurückgeht oder irgendwo rechts gibts auch noch eine Variante mit einem Seil drin, die ich aber nicht kenne.
Davor gab es aber noch einen Lawinenkegel einer Bodenlawine zu überqueren, die rechts oberhalb aus dem extremen Steilgelände vermutlich irgendwo im Bereich unterhalb des Ochsenstalls heruntergekommen ist und eine recht ordentliche Menge ins Tal befördert hat.
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Nun aber bei der ersten kleineren Zwischen-Steilstufe, die bei ausreichender Schneelage auch mit Ski überwunden werden kann.
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Das schien mir heuer zwar eher aussichtslos, aber da zumindest Schnee lag, wollte ich trotzdem nicht den Sommerweg gehen und bin da erst mal rauf gestapft. Der Schnee war hier wider erwarten sogar in der Früh schon etwas sulzig, beim See unten wars noch verharscht. Die Einsinktiefe war meistens trotzdem nicht arg tief. Ist natürlich immer so eine Sache, wenn man nicht genau weiß, wie viel Schnee da wirklich ist und ob drunter glatter Fels ist oder nicht. Aber es ist ganz gut gegangen.
Darüber hätte man sicher auch wieder mit Ski weitergehen können, aber jetzt waren sie schon am Rucksack und die Stapferei ist eigentlich einigermaßen gut gegangen. Außerdem habe ich unten schon gesehen, dass ich bei der oberen Zwischen-Steilstufe sowieso auch wieder die Ski abschnallen müssen würde. Dort war zum Glück links noch ein schmales Schneeband vorhanden, so dass diese ganz gut zu überwinden war, auch dank der Latschen, die mir ihre zärtlichen Hände zur Unterstützung gereicht haben

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Bevor man die Rinne nach rechts verlassen kann, wird es nochmal kurz richtig steil, was bei Harsch mit Skiern schon etwas mulmig sein kann. Heute bin ich aber auch hier raufgestapft und habe mir nach dem Ausstieg im sanfteren Gelände die Ski wieder angezogen. Hier wars dann aber auch schlagartig wieder verharscht.
Dieser Anblick von Kl./Gr. Bockstein und Nd./H. Hochkesselegg (denke ich) mit der langen Wand gefällt mir immer recht gut. Erst mal ist das Gelände hier noch mit Latschen und großen Felsen durchsetzt und in Kombination mit der relativ geringmächtigen Schneedecke hier noch etwas kleinräumiger strukturiert.
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Dieses Gelände lässt man aber bald hinter sich und rechts kommt schon mit dem Eiskarlspitz der nächste Blickfang zum Vorschein.
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Nun rückt auch der König selbst wieder ins Blickfeld, die anfänglichen Wolken haben sich zum Glück komplett aufgelöst. Die Schneedecke ist hier recht wellig, eventuell durch Wind und Regen so geformt?
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Blick nach links zur Schreiberwand
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Der Gipfel rückt langsam aber stetig näher, auch der Mitterspitz rechts zeigt sich etwas winterlich überzogen, aber bei weitem nicht so wie 2024.
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Blick nach rechts zum Torstein mit Nagelscharte und rechts davon dann wohl der 8. Turm der Schneebergwand
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Bis zum Gletscher kann man eigentlich recht sanft dahingehen, der Gletscher steilt im unteren Teil jedoch etwas auf, daher und weil ich sie für den letzten Anstieg sowieso fix brauchen würde habe ich hier bereits die Harscheisen angelegt, so ist es doch deutlich bequemer.
Kurz vor der Oberen Windlucke
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Ich habe mich dann schon gewundert, dass da Stapfspuren rauf sind, aber das hatte seinen Grund, wie ich selber feststellen musste. Plötzlich war da kein normaler Harsch mehr, sondern ein eisiger Überzug, wo es auch mit Harscheisen nicht mehr wirklich möglich war zu gehen. So habe ich die Ski erneut auf den Rucksack geschnallt und bin in der zum Glück vorhandenen Spur raufgestapft. Unter der Eisglasur war natürlich perfekter Pulver...
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