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Mein Absturz in den Hohen Tauern am 12.8.2012

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  • Mein Absturz in den Hohen Tauern am 12.8.2012

    Daß es nicht nur Sonnenschein im Bergsteigerleben gibt, mußte ich im letzten Sommer am eigenen Leib erfahren.
    Mit dem folgenden Bericht möchte ich euch nun die Details meines Unfalls vom 12.8.2012 näher bringen.

    Lange habe ich nachgedacht, ob und wenn ja, in welcher Form ich darüber berichten soll.

    Schon recht bald nach den Ereignissen habe ich begonnen alles schriftlich festzuhalten, um mich (viel) später einmal auch an die Details erinnern zu können. Vor kurzem bin ich nach einigen Ergänzungen damit fertig geworden und sehe eigentlich keinen Grund, euch diese Langversion vorzuenthalten - auch wenn sie recht persönliche Gedanken und Empfindungen enthält.

    Ich beginne mit einem Bildbericht, um euch das Gelände und den Anfang des Tages näher zu bringen und erzähle dann die weiteren Ereignisse.
    Ich schreibe so, wie ich es erlebt habe und lasse bewußt nähere Angaben über eventuell unzureichende Ausrüstung oder direkte und indirekte Unglücksursache weg, weil ich keine Diskussion darüber führen möchte.

    Danke für euer Verständnis!
    Zuletzt geändert von Gratwanderer; 17.01.2013, 00:20.
    "And the People bowed and prayed
    to the neon god they made."


    Simon&Garfunkel "The sound of silence"

  • #2
    AW: Mein Absturz in den Hohen Tauern am 12.8.2012

    Begonnen hat alles, wie auch schon an vielen anderen Tourentagen zuvor:


    Wieder einmal hatte ich mir einen Dreitausender ausgesucht und dazu einen mir interessant erscheinenden Aufstieg:

    Den Hocheiser (3206m) über seinen Südgrat und das Kapruner Törl und die Eiserscharte.

    Los geht es nach einer langen Autofahrt vom Enzingerboden, von wo mich die Seilbahn in einigen
    Minuten zum Berghotel Rudolfshütte bringt. Aufgrund des relativ späten Betriebsbeginns ist es schon
    mittlerer Vormittag, als ich bei der Bergstation ankomme, aber es ist ja noch recht lange hell und die Aufstiegshöhenmeter sind heute nicht wirklich extrem.

    Die erste Aussicht nach der Seilbahn:

    Rudolfshütte und Weißsee.

    001.jpg

    Weißsee, sowie v.l.n.r. Medelzkopf, Tauernkogel und der Kalser Bärnkopf:

    002.jpg

    Als nächstes kommen auch der Hohe Kasten und das Eiskögele mit aufs Bild:

    003.jpg

    Da heute auch Großwandertag einer lokalen Zeitung ist und dementsprechend groß auch die Anzahl
    an Ausflüglern, suche ich recht schnell das Weite und marschiere los, um dem mainstream zu
    entkommen. Schon knapp nach der Abzweigung zum Tauernmoossee über die sogenannte
    (steinerne) "Stiege" bin ich alleine unterwegs.
    Der Steig verläuft anfangs am Fuße einer Felswand und erfordert an einigen Stellen eine solide Trittsicherheit.

    004.jpg

    Schon bald gibt es den ersten Prachtblick auf mein heutiges Ziel:

    Hocheiser und Kleiner Eiser; dazwischen der Hochsedlkopf und nach rechts das Hochtal zum Kapruner Törl.

    005.jpg

    Zunächst muß ich aber noch einige Höhenmeter ins Tal des Tauernmoosbaches absteigen. Bim Blick
    zurück auf den Abfluß des Weißsees kann man auch die gerade "vernichteten" Höhenmeter abschätzen:

    006.jpg

    Tauernmoosbach und der Blick in den Talschluß mit dem Eiskögele:

    008.jpg

    009.jpg

    Knapp oberhalb des Baches geht es in Richtung Tauernmoossee weiter.

    007.jpg

    010.jpg

    Kurz davor wird sein Zufluß überschritten und es beginnt der mittelsteile Aufstieg in das Hochtal zum
    Kapruner Törl.
    Mittendrin ein kurzer Blick auf den Stausee:

    011.jpg

    Auf etwa 2280m ist es vorerst vorbei mit der Steigung, das Hochtal ist erreicht und ermöglicht neue
    Ausblicke in verschiedene Richtungen.

    Zuerst zurück, auf Granatspitze und den Stubacher Sonnblick, sowie auf die Fürweg-Gipfel:

    013.jpg

    Mich interessiert natürlich auch mein Weiterweg.
    Beim Blick zum Kapruner Törl fällt mir auf, daß die Gletscher nördlich der Hohen Riffl deutlich weniger
    mächtig, bzw. ausgedehnt sind, als es meine (gar nicht so alten) Karten vermuten ließen.

    012.jpg

    Mit dem richtigen Objektiv beeindruckt der Gletscher aber immer noch - besonders dann, wenn
    zentnerschwere Blöcke abbrechen und hinunter donnern.

    016.jpg

    Bevor der Weg ins Törl wieder anzusteigen beginnt, ist noch ein recht ausgedehntes Geröllfeld zu
    durchqueren, in dem sich auch einige größere Blöcke befinden. An einem besonders imposanten
    Exemplar (groß wie ein Einfamilienhaus) führt auch die Markierung vorbei.

    014.jpg
    Zuletzt geändert von Gratwanderer; 17.01.2013, 00:20.
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    to the neon god they made."


    Simon&Garfunkel "The sound of silence"

    Kommentar


    • #3
      AW: Mein Absturz in den Hohen Tauern vom 12.8.2012

      Danach geht es relativ kurz steil hinauf, anschließend verläuft der Steig wieder deutlich flacher in der
      Flanke des Kleinen Eisers - oberhalb des unteren Felsgürtels auf dem nächsten Bild:

      015.jpg

      Die letzten gut 100 Hm hinauf zum Kapruner Törl sind wieder steiler.
      Im Törl wieder gerastet, dabei grüble ich über meinen weiteren Anstieg.

      017.jpg

      Ich möchte eigentlich direkt über den Grat auf den Kleinen Eiser und weiter über die Eiserscharte auf
      den Hocheiser. Laut AVF liegen die Schwierigkeiten dabei maximal bei II.
      Bei näherer Betrachtung...

      018.jpg

      ...wirkt der Grat auf mich aber wenig einladend. Trotzdem werde ich es dort versuchen, denn die mir
      einzig sinnvoll erscheinende Alternative über die Ostflanke sieht angesichts der weiten Geröllfelder
      auch nicht wirklich reizvoll aus.
      Vom Törl führt anfangs ein scharf gezackter Gratteil zu dem auf den Bildern sichtbaren relativ ebenen
      Absatz vor dem nächsten Aufschwung.
      Die Gratzacken umgehe ich knapp östlich mehr oder weniger unschwierig und so dauert es nicht
      lange, bis ich auf dem Absatz stehe. Von hier geht es für mich nun über die Westseite weiter. Diese
      ist überraschender Weise weniger felsig, dafür aber grasig und recht ausgesetzt - links geht es weiiiiit hinunter.
      Konzentriert überwinde ich die paar Meter und stehe dann wieder auf dem felsigen Grat.

      Ein Rückblick in Richtung Törl; zu meinen Füßen und nach rechts unten ziehend mein Aufstiegsgelände:

      019.jpg

      Sehr beeindruckend wirkt auf mich der mächtige, bogenförmige Grat auf die Hohe Riffl:

      019a.jpg

      Kurz gehe ich noch auf dem Grat weiter, beim nächsten Aufschwung ist aber Schluß; ich Suche nach einer Abstiegsmöglichkeit auf die Ostseite und finde sie in Form einer recht steilen Rinne:

      019b.jpg

      Jetzt folgt eine mühsame Querung eines Geröllfeldes, danach eine kurze, etwas rutschige "Graskletterei" und ich erreiche einen eher unscheinbaren Felsriegel:

      020.jpg

      Von dort geht es über ein weiteres, noch deutlich größeres Geröllfeld weiter zur nächten Geländerippe; danach kommt endlich wieder der Grat in Sichtweite:

      021.jpg

      Jetzt noch schnell entscheiden, wo ich ihn betreten - bzw. wie ich ihn erreichen will und dann wird weitergehatscht.
      Ich spüre schon meine bisherige Anstrengung in den Muskeln, in Verbindung mit der zunehmenden Höhenlage wird es sicher nicht einfacher werden.

      Endlich bin ich dann am Grat angelangt.
      Der weitere Anstieg wirkt irgendwie abschreckend; auch die immer stärker werdende, tiefe Bewölkung läßt mich noch einmal über mein Tun nachdenken.

      022.jpg

      Ich entscheide mich zum weitergehen und setze meinen Helm auf.
      Sehr unübersichtlich präsentiert sich der weitere Gratverlauf, dazu nicht nur in den Flanken teils recht brüchig.

      023.jpg

      Gleich zu Beginn muß ich auf die Westseite ausweichen, aber das wußte ich schon aus dem AVF.
      Dann heißt es, die richtige Stelle zu erwischen, von wo es wieder zurück auf den Grat geht.
      Die fortgeschrittene Tageszeit im Hinterkopf, und angesichts des schwierigen Geländes kann ich nicht sagen, ob ich jetzt mehr konzentriert, fokussiert oder angespannt bin.
      Wieder am Grat angelangt, versuche ich mich ein wenig zu zerstreuen und merke mir beim Blick auf den Tauernmoossee den Felskopf, der meine Aufstiegs- und wohl auch Abstiegsroute markiert.

      024.jpg

      Noch rund 100 Hm sind es bis zum Gipfel.
      Meist direkt über die recht steilen Gratfelsen, stellenweise links oder rechts davon.

      Es ist geschafft.

      025.jpg

      Ich fühle mich irgendwie zwischen "Super! - Ich habs geschafft!" und "Oh Mann, war das grauslich!!".

      Von Aussicht keine Spur, deshalb steige ich ab, sobald ich ordentlich durchgeatmet habe.


      Es ist etwa 15:00, ein Foto auf den gehassliebten Grat ist eines der letzten die ich heute machen will -
      - es ist ja schon recht spät.

      026.jpg

      Vollste Konzentration ist jetzt gefragt. Ich muß die leichteste Route finden, was vor allem weiter unten gar nicht so einfach ist.
      Das Felsköpfl erkenne ich wieder, nur bin ich mir nicht mehr sicher, ob ich hier links oder rechts davon aufgestiegen bin.
      Von mir aus gesehen rechts sieht es grundsätzlich leichter aus, allerdings kann ich den unteren Teil nicht gut einsehen, eine steile Felsrippe versperrt die Sicht.
      Na gut, ich probiere es rechts - notfalls muß ich halt wieder ein paar Meter aufsteigen.
      Runter bin ich nun recht gut gekommen, die kurze Querung der Felsrippe hat es aber in sich.
      Sehr ausgesetzt, grasig und trügerische Felsvorsprünge als Griffe. Echt gruselig.
      Aber geschafft ist geschafft.

      Der weitere Grat (bzw. die westseitige Flanke) bis in die Eiserscharte ist nur ein Schrofen-Ier.

      Danach warten noch die elendig langen Geröllfelder auf mich.
      Die ziehen sich. Oder bin ich schon so müde?
      Ich möchte eigentlich schon zu Hause sein und entspannen.

      Nun wieder runter über die kurze "Graskletterei" und dann die letzte Geröllpassage, bevor es wieder über die grasige Rinne auf den Grat geht.

      Der Fels ist hier kompakt, leicht verwittert und teils mit Flechten überzogen. Ich möchte auf der leichtesten Route absteigen und suche somit nach meiner Aufstiegslinie. Ein paar Meter weiter gegangen, stehe ich vor dem (im Aufstieg) ersten Steilabbruch und stelle fest, daß ich schon zu weit bin und drehe wieder um.
      Sogleich erkenne ich zu meiner Linken (westseitig) den steilen, schrofigen und recht ausgesetzten Hang, über den ich zu Mittag den Steilfels umgangen habe.
      War im Aufstieg wieder einmal leichter als es ausgesehen hat und ist somit wohl auch im Abstieg kein großes Problem.

      Ein bißchen Erde, ein paar Grasbüschel und immer wieder einige aus dem Hang stehende Felsbrocken sind der Untergrund, auf den ich meine Tritte parallel zum Hang setzen kann.

      Drei, vier Meter bin ich jetzt in der Flanke abgestiegen.
      Als Nächstes setze ich meinen rechten Fuß auf einen Stein und habe augenblicklich keinen Halt mehr.
      Ich merke sofort, daß ich mich auch nicht irgendwo mit den Händen festhalten kann und schlittere anfangs mit der linken Körperseite den Hang hinunter.

      Schon in diesem Moment wußte ich, daß es schlimm enden wird.

      Schnell verliere ich die Orientierung - habe ich die Augen zu, oder ist mir durch eine schnelle Drehung schwarz vor Augen? Ich habe keinerlei Kontrolle über meinen Körper und den Absturz, spüre aber, daß meine Gliedmaßen unkontrolliert herumwirbeln und meine Arme irgendwo anschlagen.

      Schmerzen verspüre ich in diese Sekunden allerdings keine.
      Ewig lange kommt es mir vor.

      Ein dumpfer Schlag auf den oberen Brustkorb läßt mich dann erkennen, daß ich zum Stillstand gekommen bin - und ich offensichtlich noch lebe.
      Zuletzt geändert von Gratwanderer; 16.01.2013, 21:01.
      "And the People bowed and prayed
      to the neon god they made."


      Simon&Garfunkel "The sound of silence"

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      • #4
        AW: Mein Absturz in den Hohen Tauern vom 12.8.2012

        Ich versuche mich zu orientieren.

        Ich liege bäuchlings auf einem kleinen Absatz (ca. 3x4m) mit Kopf und gestreckten Armen hangaufwärts gerichtet.
        Als nächstes nehme ich einen stechenden Schmerz in der linken Brust und einen eher dumpfen Schmerz im unteren Rückenbereich wahr.
        Mir ist schwindelig.
        Ich sehe verschwommen und stellenweise nur dunkle Flecken.
        Ein "Au" kommt mir über die Lippen.
        Ich hebe vorsichtig meine Arme und kann auch meine Finger bewegen.
        Jetzt möchte ich es mit den Beinen probieren.
        Auch das klappt bis zu den Füßen.
        Wenigstens habe ich keine Lähmungserscheinungen.
        Auch wenn der Rücken recht schmerzt, wird es wohl nicht so schlimm sein, denke ich mir in diesem Augenblick. Aber was ist mit inneren Blutungen? - Sollte ich welche haben, kann mir wohl eh keiner mehr helfen.

        Ich drehe meinen Kopf leicht nach rechts und hebe ihn an, um über meinen Rücken talwärts zu blicken und muß erkennen, daß gleich unter meinen Füßen der nächste - viel tiefere - Abgrund beginnt.

        Nichts wie weg von hier!

        Aber wie stehe ich auf?!
        Ich kralle meine Finger in den erdig-grasigen Boden und ziehe mich ein Stück Richtung Hang. Ich stütze Arme und Ellenbögen auf und merke erst jetzt, daß auch der linke Unterarm zumindest eine Prellung abbekommen hat.
        Nun auf die Knie und dann auf die Füße.
        Verflixt! - Das linke Bein schmerzt unterhalb des Knies sehr stark. Vielleicht eine Bänder- oder Muskelverletzung, ist mein erster Gedanke dazu. Ich humple an das bergseitige Ende des Absatzes und lehne mich an die steile Flanke - die hier beinahe wandartig ausgebildet ist - um mein linkes Bein zu entlasten.
        Ich schaue um mich.
        Meinen Rucksack und die Kameratasche entdecke ich gleich vor mir auf dem Absatz.
        Kurz blicke ich auch zur Absturzstelle, welche sich etwa 8-10m ober mir befindet - da komme ich sicher nicht mehr hinauf.
        Noch nicht ganz klar im Kopf suche ich nach einem Ausweg. Recht bald erkenne ich ein eher schmales Rasenband, welches schwach steigend offensichtlich wieder Richtung Grat führt - hoffentlich ohne große Hindernisse.

        Vorsichtig greife ich nach dem Rucksack und und lege ihn mir an, auch die schwere Kameratasche hänge ich mir um.

        Mit immer noch etwas verschwommenem Blick, stark schmerzendem Unterschenkel und dem Gefühl noch nicht in Sicherheit zu sein, humple ich Richtung Rasenband - dem wohl einzigen Ausweg aus der steilen Flanke.

        Mich mit der linken Hand an der Bergseite festhaltend komme ich - einigermaßen aufrecht - sogar recht gut vorwärts.
        Eine besonders enge und abschüssige Stelle passiere ich wie in Trance und erreiche dann nach wenigen Metern den etwa 4x6 Meter messenden, mehr oder weniger ebenen Bereich auf dem Grat, unmittelbar vor dem erwähnten ersten Steilaufschwung.

        Hier fühle ich mich fürs Erste in Sicherheit.

        Ich nehme Rucksack und Kameratasche ab und lege mich hin.
        Ich schließe die Augen und schnaufe tief durch.

        Als nächstes muß ich an den Schmerz in der Brust denken. Was könnte die Ursache sein?
        Vielleicht gar eine gebrochene Rippe, die sich Richtung Herz verschoben hat?! Wenn dem so wäre, müßte sich mein Zustand wohl weiter verschlechtern. Ich werde darauf achten.

        Ich setze mich vorsichtig auf und muß mich dabei mit den Armen abstützen, um den Rücken zu entlasten.

        Ich schaue ringsum in die Gegend.

        Der Himmel ist bedeckt, die Gipfel der Glocknergruppe sind mit Wolken verhüllt, es weht ein unangenehmer, kühler Wind.
        Ich befinde mich etwa 150m vom Kapruner Törl entfernt. Der Bereich, in dem ich mich befinde, wird Richtung Norden von dem besagten Felsaufschwung begrenzt. Südwärts geht es über den recht spitzen Grat zum Törl. Meinen Aufstiegsweg von dort bis hierher kann ich in meinem Zustand wohl nicht mehr bewältigen. Bleibt nur noch der Umweg über die teils recht abschüssige Ostflanke des Grates.

        Daß ich einen Abstieg dort jetzt, in meinem Zustand, am späten Nachmittag und bei einsetzender Dämmerung nicht mehr versuchen kann, ist mir gleich klar. - Ich brauche Hilfe!

        Ich krieche zum Rucksack, um mein Mobiltelefon aus der Deckeltasche zu holen. Dabei sehe ich auch meinen Helm - er ist total zertrümmert. Ich hatte ihn beim Abstieg vom Gipfel nach den kniffligsten Passagen abgenommen und ihn außen am Rucksack befestigt.
        Mit zittrigen Händen fummle ich das Telefon hervor und muß feststellen, daß das Display dunkel ist. - Oh nein!

        Einfach einschalten bringt keinen Erfolg.

        Akku raus, Akku rein.
        Noch immer nichts.
        Ich stochere mit dem Taschenmesser an den Kontakten herum - immer noch nichts!
        Ziemlich enttäuscht, bzw. entmutigt verstaue ich das Telefon wieder im Rucksack.

        Wie geht noch mal das alpine Notsignal? - Sechs mal pro Minute mit einem Lichtsignal oder akustisch auf sich aufmerksam machen, mit einer Minute Pause fortsetzen bis Antwort kommt - so oder so ähnlich wird es wohl sein...
        Ich nehme meine LED-Stirnlampe zur Hand - wenigstens die funktioniert - und krieche/robbe wenige Meter an den Westrand meines relativ sicheren Standortes, um von dort Lichtzeichen Richtung Rudolfshütte geben zu können. Ich weiß, daß die Hütte etwas unterhalb einer Kuppe liegt und von meiner Position kein direkter Sichtkontakt möglich ist, aber vielleicht sind ja noch Wanderer/Hüttengäste in diesem Bereich unterwegs - das ist meine einzige Chance.

        Ich liege also wieder bäuchlings und stütze mich auf meinen Ellenbögen auf, schalte mit den zitternden Händen die Lampe ein und richte sie Richtung Hütte.

        Jetzt die Hand davor halten und zählen: 1-2-3-4-5-6-7-8-9-10, Hand wieder weg...
        ...Hand wieder davor und 1-2-3-4-5-6-7-8-9-10.
        Nochmals...
        ...und noch einmal. - Wie oft war das jetzt?!
        Einmal halt noch. 1-2-3-4-5-6-7-... was soll das?
        Zählen potentielle Empfänger der Signale etwa mit, ob das im zehn Sekunden Abstand geschieht und ein Notsignal ist, oder es nur acht Sekunden sind und sich jemand nur blöd spielt?!

        Mir ist kalt. Mir tut einiges weh und ich gebe weiterhin mit wackeligen Händen Lichtsignale mit einer eventuell zu schwachen Lichtquelle, die sowieso keiner sieht, weil wahrscheinlich niemand da ist...

        Nach einigen Minuten kommt mir meine Kamera in den Sinn. Deren Blitz wäre doch ein viel deutlicheres Signal. Allerdings läßt sie sich nicht einschalten, ist wohl beim Absturz kaputt gegangen - wundert mich jetzt nicht.

        Noch einige weitere Minuten gebe ich Lichtsignale mit der Stirnlampe, meine Hoffnung auf Antwort schwindet aber zunehmend.
        Irgendwann ist es mir zu anstrengend und ich krieche wieder die paar Meter zurück in die Mitte des relativ ebenen Absatzes auf dem Grat. Ich bin durstig und trinke den letzten Rest aus meinem Trinkbeutel. Hunger habe ich keinen. Ich hätte noch ein Stück Dauerwurst und vielleicht noch wo einen Früchteriegel in der Tasche. Beides würde nach Verzehr meinen Durst nur verstärken.

        Nachdem ich mit der Stirnlampe bisher keinen Erfolg hatte, beginne ich in meiner Verzweiflung laut um Hilfe zu schreien.

        "Hilfe!"

        "Hilfee!!"

        "Hilfeeeee!!!"

        Meine Rufe hallen etwas in den umgebenen Felswänden, und verschwinden dann im Hochtal Richtung Rudolfshütte.
        Noch ein paar Mal, dann habe ich auch dafür keine Kraft mehr.
        Ich liege neben meinem Rucksack und schnappe nach Luft.
        Ich bin mir mittlerweile sicher, daß ich die Nacht hier oben verbringen muß. Wie schlimm kann das werden?

        Aus Erfahrung weiß ich, daß der Temperaturunterschied am Berg zwischen Tag und Nacht meistens geringer ist als im Tal oder Flachland. Temperatursturz war im Wetterbericht auch keiner vorhergesagt - also hatte ich Hoffnung, daß es nicht mehr viel kälter werden wird.
        Ein paar Grad über Null sind in meiner Situation aber auch schon hart genug.

        Es ist mittlerweile schon richtig finster geworden.
        Ich muß es nochmals mit der Lampe versuchen.
        Bald gebe ich es aber endgültig auf.

        Ich packe Rucksack und Kameratasche und schleppe mich zu dem Felswandl welches den Bereich nördlich begrenzt. Viel weniger Wind geht hier aber auch nicht.

        Es ist nicht ganz eben und der Untergrund ist hart.
        Ein paar Steine und verkümmerte Grasbüschel.
        Dazwischen einige kahle, sandige Stellen.

        Jetzt heißt es, sich warm zu halten.
        Ich stopfe die Hosenbeine in die Schuhe.
        Mein Stirnband hatte ich schon länger am Kopf, jetzt noch die Kapuze drüber und eng zusammen gezogen.
        Auch meine guten Winterhandschuhe habe ich schon seit einiger Zeit immer wieder angelegt und werden jetzt in die Ärmel der Jacke gestopft.

        Ich zittere trotzdem vor Kälte.

        Nachdem ich den Regenschutz des Rucksackes abgerissen und ihn mir über die Hüfte und die Oberschenkel gelegt hatte, kommt jetzt auch noch der Rucksack auf meine Beine.
        Ich lege mich seitlich hin - mit dem Rücken zum Fels - halte mir die Hände vors Gesicht und schließe die Augen.

        Ich zittere immer noch.

        Es ist sehr unbequem. Neben dem Rücken schmerzen jetzt auch jene Stellen, mit denen ich am Boden aufliege.
        Das sind vor allem Schulter/Oberarm, Hüfte und Knie.
        Ich setze mich vorsichtig auf und lege mich auf die andere Körperseite.
        Auch nicht besser.
        Mich einfach der Längsachse nach umzudrehen getraue ich mich hier nicht, da ich Angst habe, dann nach hinten (vom Fels) wegzurollen und ich mich dabei nicht mit den Armen abstützen könnte.

        Ich bin ziemlich müde, glaube aber nicht, daß ich so einschlafen kann - dafür gehen mir zu viele Dinge durch den Kopf.

        Einschlafen? "Darf" ich das überhaupt in meiner Situation, wenn eine Unterkühlung droht? - Wie war das immer in diesen Abenteuerfilmen? Die Verletzten mußten wach gehalten werden, oder?!
        Wer oder was sollte mich wach halten?

        Ich muß an den kaputten Helm denken.
        Was, wenn ich ihn am Kopf getragen hätte? Wäre der Rücken dann vielleicht noch schwerer verletzt worden?
        Der Helm hing immerhin außen am Rucksack und hat dort wohl einige Energie absorbiert.
        Am Kopf habe ich hingegen nicht mal einen Kratzer.

        Wann werden meine Angehörigen Alarm schlagen?
        Bestenfalls morgen früh, bzw. vormittag. Ich habe ja noch nachmittags telefoniert und meine Rückkehr von heute spätabends auf morgen früh verschoben.
        Was werden sich meine Arbeitskollegen denken, wenn ich nicht zur Arbeit erscheine?

        Werde ich morgen früh überhaupt absteigen können? - Falls ja, wie weit?
        Wo könnte ich Wasser finden?
        Was, wenn mich keiner findet?

        Werde ich die Nacht überhaupt überstehen?

        Ich zittere ohne Pause und drehe mich im zehn Minuten Takt von einer Seite auf die andere.
        Ich kann weiterhin nicht einschlafen, aber es gibt einige wenige Momente, wo ich das Zittern meiner Muskeln und die Kälte nicht mehr spüre und ich auch sonst nichts mehr bewußt wahrnehme und keinen speziellen Gedanken habe - nennen wir es Halbschlaf.

        Irgendwann glaube ich ein Blitzen gesehen zu haben. Ich öffne die Augen und blicke in die dunkle Nacht.
        Da! - Schon wieder.
        Es sind leider keine Suchscheinwerfer, sondern echte Blitze in den Wolken.
        Donnergrollen kann ich aber keines hören.
        Wie war noch mal der Wetterbericht?
        Es ist mir egal.
        Ich muß es nehmen, wie es kommt.

        Zum Glück bleibt es trocken.
        Zuletzt geändert von Gratwanderer; 16.01.2013, 21:10.
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        • #5
          AW: Mein Absturz in den Hohen Tauern vom 12.8.2012

          Irgendwann öffne ich dann die Augen.
          Die Morgendämmerung hat eingesetzt.
          Die Nacht ist überstanden.
          Was, wenn das nicht die einzige war?!
          Daran möchte ich jetzt gar nicht denken.

          Aber ich tu es trotzdem.

          Vorausgesetzt ich schaffe den Abstieg ins Kapruner Törl, wie weit könnte ich heute dann noch kommen?
          Der Abschnitt im Hochtal mit den groben Blöcken war beim Aufstieg schon nicht gerade schnell zu überwinden..
          Der anschließende Steig zum Tauernmoossee wird sich auch noch ziehen.
          Und wie weiter?
          Ein Aufstieg zur Hütte ist mehr als utopisch.
          Bleibt nur der Weg nördlich entlang des Stausees und dann irgendwie zur Seilbahntrasse.
          Aber das ist alles noch so weit entfernt...

          Ich befürchte, ich muß im Hochtal oder spätestens beim Staussee einen weitere Nacht verbringen, sollte ich nicht vorher gefunden werden.

          Gefunden? - Von wem?!
          Es ist Montag in den Sommerferien.
          Das Wetter ähnlich wie gestern.
          Vielleicht gehen ja heute einige Wanderer den Übergang vom Mooserboden zur Rudolfshütte oder umgekehrt.
          Um dabei gefunden zu werden muß ich zumindest auf den markierten Steig hinunter.
          Als optimistischer Realist schätze ich meine Chancen heute gerettet zu werden auf 50:50.

          Ich bin so durstig!
          Wo gibt es Wasser?
          Auf meiner gewählten Abstiegsroute erst recht weit unten nach den großen Blöcken. - Oder hab ich nicht im Aufstieg weiter oben bei der Querung des Hanges kleine Rinnsale gesehen? Ich bin mir nicht sicher.

          Bevor ich mich dann auf den Weg machen kann, muß ich nochmal für kleine Bergsteiger. - Gar nicht so
          einfach, mit all den Einschränkungen...
          ...aber immerhin bin ich sauber geblieben.

          Mir ist noch immer sehr kalt. Beim Abstieg wird mir hoffentlich einigermaßen warm werden.
          Dafür mache mich jetzt fertig.
          Eigentlich brauche ich eh nur noch die abgerissene Regenhaut des Rucksacks wieder in selbigen stopfen, jedoch trägt sie mir ein Windstoß davon. Eh nur ein paar Meter östlich hinab.
          Ob ich es mir leisten kann, für die Rückholung Energie zu verschwenden?
          Nein, sicher nicht.

          Ich überlege auch, ob ich die schwere Kameratasche zurück lassen soll.
          Die wäre aber noch mehr Sondermüll als das bißchen Kunststoff der Regenhaut.
          Außerdem: Falls ich es überstehe, werde ich ewig daran denken und so nebenbei sind Kamera und Objektive selbst im beschädigten Zustand noch nicht ganz wertlos.

          Also nehme ich Rucksack und Kamera mit.

          Ich weiß noch immer nicht, was mich beim ostseitigen Abstieg vom Grat über die mittelsteile Flanke erwartet.
          Möglicherweise ist es für mich ohnehin nicht möglich.
          Ich möchte mir einen Überblick verschaffen.

          Ein kleiner Absatz nur ein paar Meter entfernt am Grat Richtung Kapruner Törl bietet sich dafür an.
          Ich versuche "normal" - also aufrecht - zu gehen.
          Aufstehen mit dem Gewicht auf dem gesunden, rechten Fuß und mich mit den Händen abstützend geht noch recht einfach von statten.

          Der Versuch, den linken Fuß etwas zu belasten, ist ein sehr schmerzhafter gewesen.
          Von der Ferse bis knapp unter das Knie nur Schmerzen.
          Was da wohl kaputt ist?

          Was nun?!
          Runter auf die Knie.
          Auf allen Vieren jetzt weiter auf den Absatz, über den ich gestern vom Törl kommend aufgestiegen bin.

          Langsam bin ich jetzt hierher gekrochen. Das waren keine 15 Meter und ich bin schon außer Atem, was ist
          nur los mit mir?

          Das Törl ist zum Greifen nahe, aber doch nicht erreichbar. Zu steil und felsig wäre hier der Weiterweg, der gestern auch harmloser war als es aussah.

          Somit muß es nun der Umweg über die mittelsteile Ostflanke sein.

          Ich setze mich auf und stütze mich mit den Armen nach hinten ab.
          Die Beine sind leicht angewinkelt, der linke Fuß mehr in der Luft als am Boden.
          Jetzt die Beine ein Stück vor/hinunter, dann nacheinander mit Hintern und Armen nachrücken.
          Ich muß wie eine vierbeinige Spinne aussehen.

          Die ersten Meter bringe ich so recht gut hinter mich.
          Natürlich hilft mir die Schwerkraft dabei.

          Dann wird es etwas steiler.
          Dieser Teil war von oben nicht einzusehen.
          Etwas weiter unten kann ich ein Schneefeld entdecken, ein paar Quadratmeter groß und vielleicht 30cm dick.
          Genug, um an etwas Wasser zu kommen.
          Allerdings müßte ich, um es zu erreichen, etwa 15 Höhenmeter weiter absteigen als notwendig.
          Lohnt sich das?
          Ich muß danach ja auch noch hinauf ins Törl kommen - jeder (Höhen-) Meter zusätzlich kann dann einer zu viel sein.
          Noch muß ich aber sowieso hinunter, ich werde mich später entscheiden.

          Vorsichtig wähle ich meine Route, um nicht Gefahr zu laufen, unkontrolliert talwärts zu rutschen, andererseits möchte ich auch keinen Meter zu viel Umweg machen, um meine ohnehin schwindenen Kräfte zu schonen.

          Die Anstrengung verstärkt auch noch meinen Durst.
          Immer öfter muß ich immer längere Pausen einlegen.

          Dann habe ich jenen Punkt erreicht, von dem ich zum markierten Steig queren kann.
          Oder soll ich doch zum Schneefeld weiter hinunter?

          Unentschlossen beginne ich mit der Querung.

          Meine "Spinnentechnik" kann ich hier allerdings nicht mehr anwenden.
          Dafür ist es nicht eben genug.
          Also versuche ich mich aufzurichten.
          Weil der Hang hier etwas weniger steil ist, wird es auch schwieriger mich mit den Händen abzustützen.

          Ein paar Meter habe ich jetzt geschafft.
          Es ist so verdammt anstrengend.
          Ich muß mich wieder hinsetzen und durchschnaufen.

          Das Schneefeld geht mir nicht aus dem Kopf.
          Es ist doch eh nicht so weit weg...
          ...und wie gut sich jetzt ein paar Tropfen Wasser im Mund anfühlen würden.
          Somit ist es beschlossen, ich steige dorthin ab.

          Bevor ich mich mit dem Schnee beschäftigen kann, muß ich mich wieder kurz ausrasten.
          Es ist immer noch leicht abschüssig und vor allem etwas rutschig.
          Ich stütze mich mit beiden Armen und linkem Knie ab und scharre mit dem rechten Fuß die oberste, schmutzige Schneeschicht beiseite.
          Ich greife mir eine handvoll recht feuchten Schnee, hauche ihn an und drücke den Batzen in der Faust zusammen.
          Ein paar Tropfen rinnen heraus.
          Welch Wohltat.
          Aber viel zu wenig.
          Ich wiederhole das einige Male und stopfe mir dann etwas Schnee in den Trinkbeutel, bis er etwa halbvoll ist.

          Mein Blick geht jetzt Richtung Kapruner Törl.
          Das sind wohl 30, maximal 35 Höhenmeter bis dorthin.
          Das muß doch zu schaffen sein!

          Schaffe ich das?!

          Zuerst muß ich aber noch vom Schneefeld zum Steig gelangen.
          Sind auch nur ein paar Meter.
          Es ist relativ flach, aber der Boden ist mit groben Geröll bedeckt.
          Auf allen Vieren ist das nicht sehr angenehm.
          Meine Knie schmerzen dabei.

          Der Steig beginnt dann anzusteigen und führt im weiteren Verlauf auch über, bzw. zwischen einigen größeren Blöcken hindurch. Immer wieder gibt es auch erdig-sandige Stellen.

          Kriechend geht es weiter.
          Dort, wo es steiler ist, versuche ich mich aufzurichten und mich mit den Händen abstützend humpelnd fortzubewegen.

          Es ist alles so ungemein anstrengend...

          Und neben den Verletzungen schmerzen vor allem schon die Oberschenkel- und Wadenmuskeln.
          Mittlerweile mache ich kaum noch zwei, drei "Schritte" und muß mich wieder ausruhen.
          Wie lange ich das noch durchhalte?

          Jetzt sind auch noch einige größere Blöcke am Weg.
          Ich atme tief durch, strecke die Arme nach oben, halte mich fest und ziehe mich hinauf.
          Dabei muß ich auch mit dem verletzten Fuß auftreten, es schmerzt...

          Danach bin ich geschafft.

          Ich kann nicht mehr!!!

          Ich setze mich hin, lehne mich an einen Felsblock, schnaufe tief durch und schließe dabei die Augen.
          Nach einigen Augenblicken nicke ich ein.

          Rund 15 Minuten später komme ich zu mir und bin wieder soweit, daß ich ein paar Schritte gehen kann.
          Zuvor hole ich noch meinen Trinkbeutel hervor und kann einen kleinen Schluck Schmelzwasser nehmen.

          Es ist doch nicht mehr weit bis nach oben...
          ...und von oben geht es dann nur noch bergab.
          Das ist ein wenigstens eine kleine Motivation in meiner schwierigen Lage.

          Irgendwann ist es endlich geschafft, ich sitze im Kapruner Törl.
          Wie lange braucht man sonst für 30Hm?! - Kaum vier oder fünf Minuten; manch einer wird es sogar in Sekunden zählen können.

          Ich habe dafür jetzt zwei Stunden benötigt.

          Trotzdem fühle ich mich, als hätte ich ein bedeutendes Stück hinter mir.
          Dabei bin ich noch in Rufweite meiner Absturzstelle.
          Lächerlich im Vergleich zur Strecke, die noch vor mir liegt.

          Der Staussee erscheint mir jetzt weiter weg als je zuvor.

          Vom Törl führt der Steig anfangs mit relativer Steilheit etwa 40Hm hinab, verliert dann bei der Querung der Westflanke des Grates zum kleinen Eiser im weiteren Verlauf aber deutlich an Gefälle und führt dann in den ebenen Talgrund.

          Je mehr ich mich an die Details meines Anstieges gestern erinnere, desto weniger glaube ich heute noch den Staussee zu erreichen.
          Da war doch dieses leicht unübersichtliche Geröllfeld mit dem haushohen Felsblock - ob das mein heutiger Übernachtungsplatz wird?
          Komme ich überhaupt noch dorthin?!

          Ich muß weiter.
          Die ersten Meter vom Törl hinunter hilft mir wieder die Schwerkraft. Und die Spinnentechnik.
          Aber es wird immer mühsamer Arme und Beine zu koordinieren und zu bewegen.

          Der Steig wird jetzt flacher.
          Was sonst für Erleichterung sorgt, wird nun zu meinem größten Problem.
          Mir fällt es immer schwerer vorwärts zu kommen.
          Ich versuche es noch einmal aufrecht, aber der linke Fuß schmerzt dabei mehr als je zuvor.

          Ich bin auf etwa 2550m.
          Ich blicke gerade hinauf in Richtung meiner Absturzstelle.
          Bei dem Gedanken, daß ich in etwa bis zu meinem jetzigen Standort gefallen wäre, hätte nicht der Absatz meinen Absturz gestoppt, läuft es mir kalt den Rücken hinunter.

          Das letzte bißchen Schnee im Trinkbeutel ist jetzt geschmolzen, ich nehme diesen Schluckzu mir.
          Beim wiederverschließen des Rucksacks verliere ich den kaputten Helm. Er kullert über eine
          Felsstufe und bleibt irgendwo im Geröll liegen.

          Ich versuche wieder, ein Stück vorwärts zu kommen.

          Einige Meter gehen noch.
          Aber dann geht nichts mehr.
          Meine Arme und Beine zittern unter der Belastung.
          Die Muskeln tun mir weh.
          Fuß und Rücken auch.
          Ich sitze hilflos auf dem Steig und lehne mich an den Hang.




          War´s das jetzt?!

          Gebe ich auf?

          Ich will doch weiter!

          Ich muß weiter!

          Ich kann nicht mehr weiter.


          Habe ich aufgegeben?
          Zuletzt geändert von Gratwanderer; 16.01.2013, 21:12.
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          • #6
            AW: Mein Absturz in den Hohen Tauern vom 12.8.2012

            So vergehen einige Minuten.
            Ich weiß nicht wie es weiter gehen soll und hocke völlig entkräftet und entmutigt
            in meiner Verzweiflung einfach so da.



            Und plötzlich:

            Da waren doch Stimmen!
            Von wo sind sie gekommen?
            Vom Törl.

            Kann das möglich sein?!


            Ob sie mich schon entdeckt haben?


            Noch einmal atme ich tief durch, dann strecke ich meine rechten Arm in die Luft und rufe mehrmals um Hilfe.

            Mit schnellen Schritten kommen dann vier Personen näher.

            Ich bin plötzlich ganz entspannt...

            ...und u n e n d l i c h erleichtert...

            ...und lasse mich retten.
            Zuletzt geändert von Gratwanderer; 16.01.2013, 20:47.
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            • #7
              AW: Mein Absturz in den Hohen Tauern vom 12.8.2012

              Der weitere Verlauf in Stichworten:

              - Seilbergung am Hubschrauber, weil dieser wegen der Hanglage dort logischerweise nicht landen konnte, im flachen Bereich des Hochtals wurde ich dann in den Heli verladen und ins KH Zell/See geflogen.
              (was mir etwas seltsam vorkam: Ich hatte natürlch meine Rückenverletzung angegeben und mußte dann in meiner Situation aber selbst entscheiden, ob ich direkt am Seil hängend geborgen werden kann, oder ich irgendwie zum Hubschrauberlandeplatz getragen werden soll.)

              - Diagnosen im KH: Fersenbeinbruch, 3 Brüche an 2 Lendenwirbeln, einige Abschürfungen

              - 4 Tage Krankenhausaufenthalt in Zell/See

              - Überstelllung im Krankenwagen nach Wien ins Lorenz-Böhler UKH

              - Fersen-OP: Bruch mit 2 Schrauben fixiert

              - nach 7 Tagen in Wien: Entlassung

              - 4,5 Wochen Gipsfuß

              - bis Mitte November auf Krücken unterwegs

              - seit Anfang Dezember (mit Unterbrechung) wieder im Arbeitsleben, wenn auch noch im
              Schongang - wortwörtlich








              Als nächstes zeige ich euch ein Bild, welches das ungefähre Absturzgelände und die Richtung anzeigt, nicht aber die exakte Stelle:

              028b.jpg

              Hier noch ein Übersichtsbild vom viel zitierten Absatz mit meinem Übernachtungsplatz:

              027b.jpg

              zur Erklärung:

              roter Stern: ungefähre Absturzhöhe, tatsächliche Stelle einige Meter weiter hinten in der Flanke
              roter Pfeil: Falllinie; Aufprallstelle weiter unten und ebenfalls verdeckt
              gelber Pfeil: hier nach Aufprall über ein Rasenband wieder den Grat erreicht
              weiß: Stelle von wo ich Lichtsignale gegeben habe
              blau: mein Übernachtungsplatz
              orange: Abstiegsrichtung am nächsten Morgen
              Zuletzt geändert von Gratwanderer; 16.01.2013, 21:13.
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              • #8
                AW: Mein Absturz in den Hohen Tauern vom 12.8.2012

                Was mir noch besonders am Herzen liegt:

                Danksagung:

                Ein ganz besonder Dank gilt natürlich den vier Wanderen bzw. Bergsteigern, die mich gefunden und alles richtig gemacht haben.
                Danke vor allem auch für die Trinkflasche und die Ablenkung bis der Hubschrauber gekommen ist und für die Benutzung des Telefons.
                Ich hoffe, ich habe euren Tourenplan nicht allzu sehr durcheinander gebracht und ihr hattet trotzdem einen schönen Tag.

                Ein herzliches dankeschön dem Krankenhauspersonal in Zell/See.
                Alle waren stets freundlich und sehr bemüht, haben sich Zeit genommen mir auch den einen oder anderen Sonderwunsch erfüllt.

                Ein "danke" gebührt auch dem Saniäter und der Sanitäterin, welche mich nach Wien gefahren haben. - Die vier Stunden (oder waren es noch mehr?) sind wie im Flug vergangen.

                Ich danke natürlich auch dem OP-Team für die gute Versorgung, und jenen Ärzten/Krankenschwestern/-pflegern und Hilfskräften, die sich anschließend ehrlich um mich bemüht haben.

                Ein weiterer besonderer Dank gilt dem Physiotherapeutenteam des UKHs - Ihr seid die wahren wieder-auf-die-Beine-Bringer!

                Bedanken möchte ich mich auch bei allen meinen Zimmer- und Leidensgenossen für die nette Gesellschaft und die Ablenkung in nicht immer leichten Stunden.

                Einen ganz speziellen Dank aus tiefstem Herzen möchte ich meiner Osteopathin zukommen lassen - sie hat in einer Sitzung das geschafft, was die "Kassenmedizin" in gut vier Monaten nicht hinbekommen hat.

                Mit einigen Usern habe ich mich auch schon relativ kurz nach dem Unfall per PN austauschen können.
                Euch danke ich an dieser Stelle besonders für die aufmunternden Worte in jener schwierigen Phase.

                Bedanken möchte ich mich auch bei einem guten Freund/Arbeitskollegen/Vorgesetzten, der sich vor allem in den ersten Tagen um besonders wichtige, persönliche Dinge gekümmert hat.

                Dank gilt natürlich auch meinen Angehörigen, aber die wissen (hoffentlich) eh, wie wichtig sie mir sind.







                Schlußwort:

                Wie schon eingangs erwähnt, möchte ich hier keine Diskussion über eventuelles Fehlverhalten oder unzureichende Ausrüstung führen.
                Eine solche Kritik - und eine Konversation darüber - erscheint mir nur von Angesicht zu Angesicht als sinnvoll.
                Wer Bergerfahrung hat und ein wenig auch zwischen den Zeilen liest, wird ohnehin auch das Unausgeschriebene erkennen können.
                Des weiteren habe ich schon lange und intensiv darüber nachgedacht und meine Lehren daraus gezogen.

                So wie es momentan aussieht, werde ich in naher Zukunft wohl zu 100% wiederhergestellt sein, was ich als beinahe unglaubliches Geschenk empfinde.
                Ich habe zur Zeit noch leichte Schmerzen beim gehen, welche mit Fortdauer des Tages etwas intensiver werden. Auch der Rücken "zwickt" zeitweise noch ein bißchen.
                Weiters kommt mir mein Gang noch etwas unrhythmisch vor - aber das ist nichts im Vergleich dazu was noch hätte passieren können.
                Wie schon zuvor angedeutet hätte ich dort noch viel tiefer abstürzen können, höchstwahrscheinlich mit tödlichen Folgen, oder - und das wäre für mich persönlich schlimmer gewesen - eine Querschnittslähmung erleiden können.
                Auch wenn die langen Tage mit strengster Bettruhe mir beinahe so vorgekommen sind, als wäre ich schwer behindert, so werde ich mich jetzt und in Zukunft nicht darüber beschweren - schon alleine wegen meinem größten Respekt vor jenen Personen, die tatsächlich eine schwere körperliche Einschränkung haben und damit umgehen müssen.

                Mit großer Dankbarkeit und Demut werde ich die kommende Wander- und Bergsaison angehen und mich auch wieder auf die Gipfel wagen.

                Vielleicht sieht man sich ja einmal.

                Wobei ich aber auch weiterhin i.d.R. auf eher einsameren Routen und Gipfeln zu finden sein werde.



                Abschließend danke ich allen Lesern für die Geduld und das Interesse an meiner Geschichte.
                Zuletzt geändert von Gratwanderer; 17.01.2013, 00:16.
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                • #9
                  AW: Mein Absturz in den Hohen Tauern vom 12.8.2012

                  Wow, ein krasser Bericht. Bekomme schon beim Lesen kalte und zittrige Hände. Mein Glückwunsch, dass es ingesamt doch noch gut ausgegangen ist, auch wenn es SEHR knapp war. Als ebenfalls Alleingänger auf einsamen Routen kann ich Deinen Schlusssatz zur Demut um Berg gut nachvollziehen.
                  Bei den Bergen ist es so: Je höher man steigt, umso weiter ist die Sicht; bei den Menschen ist es oft umgekehrt (Otto Baumgartner-Amstad)

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                  • #10
                    AW: Mein Absturz in den Hohen Tauern vom 12.8.2012

                    Ich freue mich das dein Absturz so glimpflich verlaufen ist und du wieder ganz gesund werden kannst, du hattest wirklich sehr viel Glück im Unglück. Ich kann gut fühlen wie es dir erging, eine gute Freundin von mir hatte leider nicht so viel Glück und mußte in den Bergen ihr Leben lassen.
                    Jeder der einen solchen Unglücksfall miterleben mußte, wird im Leben zufriedener und dankbarer.
                    Dein Bericht ist wirklich sehr spannend geschrieben, man muß förmlich Weiterlesen.
                    Ich hoffe du kannst nun bald wieder schöne Stunden in den Bergen geniessen.
                    Lg. helmut55

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                    • #11
                      AW: Mein Absturz in den Hohen Tauern vom 12.8.2012

                      Beeindruckend! Berührend! Nachdenklich machend!
                      Toll, wie du die Situation gemeistert hast!
                      Danke für das Teilhabenlassen!

                      Alles Gute weiterhin
                      Artis

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                      • #12
                        AW: Mein Absturz in den Hohen Tauern vom 12.8.2012

                        Bumm, eine packende Geschichte.
                        Du solltest Schriftsteller werden,
                        ich habe selten so spannende Zeilen gelesen.
                        Wünsch Dir rasche Genesung und nur Gutes für 2013!


                        L.G. Manfred

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                        • #13
                          AW: Mein Absturz in den Hohen Tauern vom 12.8.2012

                          Sehr packend und berührend. Das Worst-Case-Szenario für jeden (einsamen) Bergsteiger. Zum Glück mit Happy-End.

                          Ich wünsch Dir gute, weitere Genesung und dass Du wieder in die Berge kannst.

                          Lg,Felix
                          http://www.wetteran.de

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                          • #14
                            AW: Mein Absturz in den Hohen Tauern vom 12.8.2012

                            danke für den bericht und alles gute auf deinem weiteren weg, vorallem vollkommene genesung. das alleine gehen auf so einsamen pfaden wäre halt nicht so mein ding - da bin ich zu sehr ein "schisser"
                            Nur wer erwachsen wird und ein Kind bleibt, ist
                            ein Mensch (E. Kästner)

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                            • #15
                              AW: Mein Absturz in den Hohen Tauern vom 12.8.2012

                              danke für den Bericht und die tollen Bilder, wünsche dir noch viele unfallfreie Touren
                              Gruß

                              Rudy

                              Berge die man nicht versetzen kann, sollte man besteigen

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