Mit den Hundsheimer Bergen reicht der letzte Ausläufer der Kleinen Karpaten noch ein Stück nach Österreich. Die Region an der Donau ganz im Osten Niederösterreichs bietet auf kleinem Raum eine große Vielfalt landschaftlicher und botanischer Eindrücke, gute Aussichtsplätze und dazu noch eine Fülle kulturell interessanter Bauwerke. Im Frühjahr 2024 konnte ich einen sonnigen Halbtag - vor dem Eintreffen einer Schlechtwetterfront - für eine eher kurze, aber lohnende Runde von Hainburg auf den Braunsberg und den Schlossberg nützen (Forumsbericht). Frühere Besuche lagen hingegen bereits (allzu) weit zurück.
Der Nationalfeiertag 2026 sollte gute Voraussetzungen dafür bieten, dies endlich wieder zu ändern. Außerhalb der Alpenregionen Niederösterreichs war schon für den Vormittag viel Sonne vorausgesagt, mit einigen durchziehenden Wolken dann am Nachmittag. Dazu nicht zu stürmischer Wind und garantiert nebelfrei. So nahm ich mir vor, einen ganzen Tag nahe der Ostgrenze Österreichs zu verbringen und eine streckenmäßig recht lange Route zu gehen.
Ich starte nahe dem Personenbahnhof Hainburg und gehe zu Beginn natürlich an das Donauufer. Die Laubbäume unter der erstaunlich felsigen Westflanke des Braunsberg wecken gleich meine Hoffnung auf viele weitere Eindrücke schöner Herbstfarben im Verlauf des Tages.
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Fast unmittelbar neben dem Bahnhof führen das Fischertor und die Blutgasse in die Altstadt von Hainburg hinein.
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Die Westfassade der Stadtpfarrkirche auf dem Hauptplatz ist vom Barock geprägt, die benachbarte Mariensäule entstand etwas später im Rokokostil.
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Es ergibt sich ideal, dass die kürzeste Route zum Hundsheimer Berg fast direkt am ältesten Gebäude von Hainburg vorbeiführt: Der ehemalige Karner wurde im romanischen Stil bereits um das Jahr 1220 erbaut und steht auf dem - zum Teil noch immer ummauerten - Gelände einer ehemaligen Kirche samt Friedhof. Als ich 2024 vorbeikam, war das Gitter versperrt. Heute hingegen habe ich Glück und kann ganz zu dem alten Bauwerk hineingehen.
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Erst knapp vor der bergseitigen Stadtmauer verlasse ich die Altstadt von Hainburg dann Richtung Südwesten. Die deutlich ansteigende Marc-Aurel-Gasse führt dort bereits direkt auf die steile Nordflanke des Hundsheimer Berges zu.
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Vor dem Beginn des Waldes bietet sich noch ein perfekter Blick zur Ruine der mittelalterlichen Heimenburg auf dem steilen Burgberg. Der Uhrturm links unten gehörte zum Neuen Schloss am Fuß des Bergs, das später zunächst als Kaserne genützt, nach schweren Kriegsschäden in den 1960er-Jahren aber größtenteils abgetragen wurde.
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Nach einem kurzen unmarkierten Steilstück erreiche ich bald den Weg, der im Wald in langen, recht angenehm begehbaren Kehren hinauf führt.
Wie erhofft, zeigt der Herbst, was er farbenmäßig zu bieten hat - auf den Bäumen ebenso wie mittlerweile auch auf dem Waldboden.
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Bevor die Nordflanke des undsheimer Bergs sich zurücklegt,empfiehlt sich der kurze Abstecher zu einer Felsrippe. Hier bietet sich der erste freie Blick donauaufwärts Richtung Westen. Am Horizont ist noch deutlich der Wienerwald zu erkennen. Im Vordergrund die westlichen Vororte von Hainburg, während Bad Deutsch Altenburg dahinter fast zur Gänze vom Pfaffenberg verdeckt bleibt. Der riesige Steinbruch an seiner (abgewandten) Westseite ist oft auch von Wien und vielen Anhöhen im Wienerwald aus zu sehen.
030-HainburgWest-DonauMarchfeld.jpg
Richtung Nordwesten erstreckt sich hinter den breiten Auwäldern am linken Donauufer das flache Marchfeld.
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Es lohnt sich unbedingt, auf der Felsrippe noch einige Meter nach unten bis zum sogenannten "Hainburgblick" weiterzugehen. Tatsächlich bietet sich von hier die wohl beste Perspektive auf die alte Kleinstadt mit ihrer fast vollständig erhaltenen, zweieinhalb Kilometer langen Stadtmauer. Rechts von der Donau der Braunsberg. Der Thebener Kogel (Devínska Kobyla) dahinter, östlich der Mündung der March in die Donau, gehört bereits zur Slowakei.
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Zoom auf das beeindruckende, 31 Meter hohe Wiener Tor im Westen der Hainburger Altstadt. Es wurde in zwei Bauphasen im 13. Jahrhundert errichtet und gilt - laut Artikel in der Wikipedia - heute als "das größte erhaltene Stadttor aus dem Mittelalter in ganz Europa".
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Die Geschichte der Heimenburg reicht noch weiter zurück, nämlich bis ins 11. Jahrhundert. Das Areal auf dem steilen Burgberg ist erstaunlich weitläufig und bietet mit den erhaltenen Gebäudeteilen immer noch einen guten Eindruck der einstigen Höhenburg. Ihr Verfall begann im 18. Jahrhundert, nach dem Bau des Neuen Schlosses am Fuß des Burgbergs.
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So toll die Ausblicke von hier auch sind, der Wind bläst schon sehr kräftig. Daher bin ich nicht böse darüber, dass der Weg für den weiteren Anstieg erneut in den Wald führt.
Etwa zehn Minuten später bietet eine westseitige Lichtung nochmals einen freien Blick über die Donau. Die Donaubrücke Hainburg ist seit 2012 offiziell nach Andreas Maurer benannt, dem einstigen Landeshauptmann von Niederösterreich (+ 2010).
Die Auenzone dahinter ist allen, deren Erinnerungen so lang zurückreichen, noch von der "Aubesetzung" Ende 1984 bekannt, durch die das damals bereits fix geplante Donaukraftwerk schließlich doch noch verhindert wurde.
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Der Nationalfeiertag 2026 sollte gute Voraussetzungen dafür bieten, dies endlich wieder zu ändern. Außerhalb der Alpenregionen Niederösterreichs war schon für den Vormittag viel Sonne vorausgesagt, mit einigen durchziehenden Wolken dann am Nachmittag. Dazu nicht zu stürmischer Wind und garantiert nebelfrei. So nahm ich mir vor, einen ganzen Tag nahe der Ostgrenze Österreichs zu verbringen und eine streckenmäßig recht lange Route zu gehen.
Ich starte nahe dem Personenbahnhof Hainburg und gehe zu Beginn natürlich an das Donauufer. Die Laubbäume unter der erstaunlich felsigen Westflanke des Braunsberg wecken gleich meine Hoffnung auf viele weitere Eindrücke schöner Herbstfarben im Verlauf des Tages.
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Fast unmittelbar neben dem Bahnhof führen das Fischertor und die Blutgasse in die Altstadt von Hainburg hinein.
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Die Westfassade der Stadtpfarrkirche auf dem Hauptplatz ist vom Barock geprägt, die benachbarte Mariensäule entstand etwas später im Rokokostil.
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Es ergibt sich ideal, dass die kürzeste Route zum Hundsheimer Berg fast direkt am ältesten Gebäude von Hainburg vorbeiführt: Der ehemalige Karner wurde im romanischen Stil bereits um das Jahr 1220 erbaut und steht auf dem - zum Teil noch immer ummauerten - Gelände einer ehemaligen Kirche samt Friedhof. Als ich 2024 vorbeikam, war das Gitter versperrt. Heute hingegen habe ich Glück und kann ganz zu dem alten Bauwerk hineingehen.
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Erst knapp vor der bergseitigen Stadtmauer verlasse ich die Altstadt von Hainburg dann Richtung Südwesten. Die deutlich ansteigende Marc-Aurel-Gasse führt dort bereits direkt auf die steile Nordflanke des Hundsheimer Berges zu.
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Vor dem Beginn des Waldes bietet sich noch ein perfekter Blick zur Ruine der mittelalterlichen Heimenburg auf dem steilen Burgberg. Der Uhrturm links unten gehörte zum Neuen Schloss am Fuß des Bergs, das später zunächst als Kaserne genützt, nach schweren Kriegsschäden in den 1960er-Jahren aber größtenteils abgetragen wurde.
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Nach einem kurzen unmarkierten Steilstück erreiche ich bald den Weg, der im Wald in langen, recht angenehm begehbaren Kehren hinauf führt.
Wie erhofft, zeigt der Herbst, was er farbenmäßig zu bieten hat - auf den Bäumen ebenso wie mittlerweile auch auf dem Waldboden.
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Bevor die Nordflanke des undsheimer Bergs sich zurücklegt,empfiehlt sich der kurze Abstecher zu einer Felsrippe. Hier bietet sich der erste freie Blick donauaufwärts Richtung Westen. Am Horizont ist noch deutlich der Wienerwald zu erkennen. Im Vordergrund die westlichen Vororte von Hainburg, während Bad Deutsch Altenburg dahinter fast zur Gänze vom Pfaffenberg verdeckt bleibt. Der riesige Steinbruch an seiner (abgewandten) Westseite ist oft auch von Wien und vielen Anhöhen im Wienerwald aus zu sehen.
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Richtung Nordwesten erstreckt sich hinter den breiten Auwäldern am linken Donauufer das flache Marchfeld.
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Es lohnt sich unbedingt, auf der Felsrippe noch einige Meter nach unten bis zum sogenannten "Hainburgblick" weiterzugehen. Tatsächlich bietet sich von hier die wohl beste Perspektive auf die alte Kleinstadt mit ihrer fast vollständig erhaltenen, zweieinhalb Kilometer langen Stadtmauer. Rechts von der Donau der Braunsberg. Der Thebener Kogel (Devínska Kobyla) dahinter, östlich der Mündung der March in die Donau, gehört bereits zur Slowakei.
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Zoom auf das beeindruckende, 31 Meter hohe Wiener Tor im Westen der Hainburger Altstadt. Es wurde in zwei Bauphasen im 13. Jahrhundert errichtet und gilt - laut Artikel in der Wikipedia - heute als "das größte erhaltene Stadttor aus dem Mittelalter in ganz Europa".
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Die Geschichte der Heimenburg reicht noch weiter zurück, nämlich bis ins 11. Jahrhundert. Das Areal auf dem steilen Burgberg ist erstaunlich weitläufig und bietet mit den erhaltenen Gebäudeteilen immer noch einen guten Eindruck der einstigen Höhenburg. Ihr Verfall begann im 18. Jahrhundert, nach dem Bau des Neuen Schlosses am Fuß des Burgbergs.
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So toll die Ausblicke von hier auch sind, der Wind bläst schon sehr kräftig. Daher bin ich nicht böse darüber, dass der Weg für den weiteren Anstieg erneut in den Wald führt.
Etwa zehn Minuten später bietet eine westseitige Lichtung nochmals einen freien Blick über die Donau. Die Donaubrücke Hainburg ist seit 2012 offiziell nach Andreas Maurer benannt, dem einstigen Landeshauptmann von Niederösterreich (+ 2010).
Die Auenzone dahinter ist allen, deren Erinnerungen so lang zurückreichen, noch von der "Aubesetzung" Ende 1984 bekannt, durch die das damals bereits fix geplante Donaukraftwerk schließlich doch noch verhindert wurde.
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Wunderbar! Ein herrlicher Bilderbogen durch Kultur, Natur, herbstliche Farbenpracht und phantastische Wolkenstimmungen!
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