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Selfie auf der Webcam der Kammersteinerhütte
Wegführung: Sulz im Wienerwald (9.25) – Sulzberg (606m) – Julienfelsen – Höllensteinhaus (645m, 11.00-11.45) – Hoher Ge (532m) – K2 (549m) – Gaisberg (602m, 12.55) – Großer Sattelberg (584m) – Mugl-Höhe (556m) – Hinterer Föhrenberg (581m, 13.55) – Parapluieberg (561m) – Franz-Ferdinand-Haus (14.25-16.05) – Bierhäuslberg (488m) – Rodaun (17.00)
700hm, 16.2km, ca. 5 Stunden | 1 Reh | extreme Dürre, v.a. Eichen und junge Buchen ohne Fremdeinwirkung umgefallen, an Wurzel vertrocknet, verhungernde Kaltfront
Geburtstag in Wien und bis zum Vortag war unsicher, ob die Kaltfront mit oder ohne Niederschlag durchgehen würde. So ließ sich keine größere Bergtour planen, also blieb ich in der Nähe. Das war aufgrund der instabilen ÖBB wahrscheinlich auch die frustfreiere Variante. Schon bei der Anfahrt nach Liesing hatten wir zehn Minuten Verspätung – bei fünfzehn Minuten planmäßiger Fahrtzeit.
Letztendlich war es dann ein gelungener Ausflug, wenn auch bei deprimierendem Landschaftsbild. Ob sich der Wald jemals wieder erholen kann?
Dieses Mal startete ich in Sulz im Wienerwald, das unlängst durch einen Fuchs auf der Couch Schlagzeilen machte. In der Hoffnung auf eine Katzensichtung blieb ich auf dem markierten Weg im Wohngebiet, doch eine dick befellte Katze floh leider bei meinem Anblick. Von Westen näherte sich frühzeitig das verhungernde Niederschlagsband, kam aber für Stunden nicht weiter nach Osten voran, sondern verharrte westlich vom Wienerwald.
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500hPa Geopotential,Wolkenphase (Legende rechts) und Blitzaktivität, 31. August 2026, 09:30 Uhr MESZ (Quelle: ACG/EUMETSAT)
Wesentlich aktiver war die Kaltfront über Tschechien, wo in der Nacht eine Gewitterlinie durchzog. Die Front lief dabei aber in den Hochdruckeinfluss über dem Alpenraum hinein, weshalb die Wolken dort an Mächtigkeit verloren.
Altocumulus-Bänke mit stärkeren Quellungen (Cumulus mediocris Altocumulogenitus) Richtung Westen
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Bei der Sulzer Höhe war das Gras zwar niedrig und mit vielen braunen Stoppeln durchsetzt, aber noch vergleichsweise grün.
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Der Wienerwald war seit jeher für seinen Gatsch bekannt, aber diese Zeiten sind zumindest momentan vorbei. Der Boden war knochentrocken und von tiefen Rissen durchzogen.
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Blick nach Südwesten zum Unterberg ganz links, es folgen Reingupf, Jochart, Hegerberg. Rechts der Bildmitte folgen Reisalpe, Hochstaff, Hinteralm.
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Im Aufstieg zum Sulzberg machte sich die anhaltende Dürre deutlich bemerkbar: Der Boden war von Unmengen an trockenem Laub bedeckt, darunter auch viele grüne Blätter, die eigentlich am Baum hängen sollten. Es gab auch frisch umgefallene Bäume, deren Wurzel offenbar abgestorben waren. Einfach umgefallen. Am häufigsten waren Eichen betroffen, die es bereits beim Septemberhochwasser 2024 übermäßig erwischt hat, aber auch junge Buchen und Hainbuchen.
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erster Gipfel: Sulzberg (606m)
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Beim Weiterweg kamen mir zwei Pensionisten auf dem E-Bike entgegen, die über die querliegenden Stämme fluchten. Bei der Schöffelhütte setzte ich mich kurz in den Schatten und genoss den Aublick bis zum Hohen Lindkogel und zum Schneeberg:
föhnige Bewölkung mit tiefem Altocumulus lenticularis
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Beim Weiterweg nahm ich den namenlosen 643m-Gupf mit und stieg auch wieder einmal auf den Julienfelsen (I). Das Höllensteinhaus hatte naturgemäß geschlossen, aber der Kühlschrank war natürlich zugänglich. Mit Limonade und Weitra tankte ich Elektrolyte und genoss die Ruhe. Dabei ging ein angenehmes Lüfterl. Zum Abschluss stieg ich noch auf den Julienturm.
scharf abgegrenzte Wolkenuntergrenze des hereinziehenden AC-Band mit verdunsteten Fallstreifen (virgae), am Horizont Quellwolkenband über dem Waldviertel (rund 80km entfernt)
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Richtung Wechsel hochreichende Konvektion mit Ambosswolken (Gewitter)
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Laut Satellitenbild befand sich da ein durchaus blitzaktives Wolkenband im Bernsteiner Hügelland bis zum Ödenburger Gebirge. Die Obergrenzentemperatur betrug nur -17 bis -20°C, also rund 6-7km hohe Gewitterwolken. Zum Abstieg wählte ich spontan den steilen Weg Richtung Wassergspreng, der im trockenen Zustand nicht so rutschig war.
flache Quellwolken und aufgelockerter AC, links die Föhrenberge
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auch hier lagen belaubte Buchen quer über dem Weg
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Kurz den Forstweg entlang und dann unmarkiert steil hinauf zum Hohen Ge (532m).
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Ohne zusätzlichen Sauerstoff erreichte ich den K2 völlig ohne Probleme.
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Selfie auf der Webcam der Kammersteinerhütte
Wegführung: Sulz im Wienerwald (9.25) – Sulzberg (606m) – Julienfelsen – Höllensteinhaus (645m, 11.00-11.45) – Hoher Ge (532m) – K2 (549m) – Gaisberg (602m, 12.55) – Großer Sattelberg (584m) – Mugl-Höhe (556m) – Hinterer Föhrenberg (581m, 13.55) – Parapluieberg (561m) – Franz-Ferdinand-Haus (14.25-16.05) – Bierhäuslberg (488m) – Rodaun (17.00)
700hm, 16.2km, ca. 5 Stunden | 1 Reh | extreme Dürre, v.a. Eichen und junge Buchen ohne Fremdeinwirkung umgefallen, an Wurzel vertrocknet, verhungernde Kaltfront
Geburtstag in Wien und bis zum Vortag war unsicher, ob die Kaltfront mit oder ohne Niederschlag durchgehen würde. So ließ sich keine größere Bergtour planen, also blieb ich in der Nähe. Das war aufgrund der instabilen ÖBB wahrscheinlich auch die frustfreiere Variante. Schon bei der Anfahrt nach Liesing hatten wir zehn Minuten Verspätung – bei fünfzehn Minuten planmäßiger Fahrtzeit.
Letztendlich war es dann ein gelungener Ausflug, wenn auch bei deprimierendem Landschaftsbild. Ob sich der Wald jemals wieder erholen kann?
Dieses Mal startete ich in Sulz im Wienerwald, das unlängst durch einen Fuchs auf der Couch Schlagzeilen machte. In der Hoffnung auf eine Katzensichtung blieb ich auf dem markierten Weg im Wohngebiet, doch eine dick befellte Katze floh leider bei meinem Anblick. Von Westen näherte sich frühzeitig das verhungernde Niederschlagsband, kam aber für Stunden nicht weiter nach Osten voran, sondern verharrte westlich vom Wienerwald.
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500hPa Geopotential,Wolkenphase (Legende rechts) und Blitzaktivität, 31. August 2026, 09:30 Uhr MESZ (Quelle: ACG/EUMETSAT)
Wesentlich aktiver war die Kaltfront über Tschechien, wo in der Nacht eine Gewitterlinie durchzog. Die Front lief dabei aber in den Hochdruckeinfluss über dem Alpenraum hinein, weshalb die Wolken dort an Mächtigkeit verloren.
Altocumulus-Bänke mit stärkeren Quellungen (Cumulus mediocris Altocumulogenitus) Richtung Westen
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Bei der Sulzer Höhe war das Gras zwar niedrig und mit vielen braunen Stoppeln durchsetzt, aber noch vergleichsweise grün.
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Der Wienerwald war seit jeher für seinen Gatsch bekannt, aber diese Zeiten sind zumindest momentan vorbei. Der Boden war knochentrocken und von tiefen Rissen durchzogen.
3.jpg
Blick nach Südwesten zum Unterberg ganz links, es folgen Reingupf, Jochart, Hegerberg. Rechts der Bildmitte folgen Reisalpe, Hochstaff, Hinteralm.
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Im Aufstieg zum Sulzberg machte sich die anhaltende Dürre deutlich bemerkbar: Der Boden war von Unmengen an trockenem Laub bedeckt, darunter auch viele grüne Blätter, die eigentlich am Baum hängen sollten. Es gab auch frisch umgefallene Bäume, deren Wurzel offenbar abgestorben waren. Einfach umgefallen. Am häufigsten waren Eichen betroffen, die es bereits beim Septemberhochwasser 2024 übermäßig erwischt hat, aber auch junge Buchen und Hainbuchen.
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erster Gipfel: Sulzberg (606m)
6.jpg
Beim Weiterweg kamen mir zwei Pensionisten auf dem E-Bike entgegen, die über die querliegenden Stämme fluchten. Bei der Schöffelhütte setzte ich mich kurz in den Schatten und genoss den Aublick bis zum Hohen Lindkogel und zum Schneeberg:
föhnige Bewölkung mit tiefem Altocumulus lenticularis
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Beim Weiterweg nahm ich den namenlosen 643m-Gupf mit und stieg auch wieder einmal auf den Julienfelsen (I). Das Höllensteinhaus hatte naturgemäß geschlossen, aber der Kühlschrank war natürlich zugänglich. Mit Limonade und Weitra tankte ich Elektrolyte und genoss die Ruhe. Dabei ging ein angenehmes Lüfterl. Zum Abschluss stieg ich noch auf den Julienturm.
scharf abgegrenzte Wolkenuntergrenze des hereinziehenden AC-Band mit verdunsteten Fallstreifen (virgae), am Horizont Quellwolkenband über dem Waldviertel (rund 80km entfernt)
8.jpg
Richtung Wechsel hochreichende Konvektion mit Ambosswolken (Gewitter)
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Laut Satellitenbild befand sich da ein durchaus blitzaktives Wolkenband im Bernsteiner Hügelland bis zum Ödenburger Gebirge. Die Obergrenzentemperatur betrug nur -17 bis -20°C, also rund 6-7km hohe Gewitterwolken. Zum Abstieg wählte ich spontan den steilen Weg Richtung Wassergspreng, der im trockenen Zustand nicht so rutschig war.
flache Quellwolken und aufgelockerter AC, links die Föhrenberge
10.jpg
auch hier lagen belaubte Buchen quer über dem Weg
11.jpg
Kurz den Forstweg entlang und dann unmarkiert steil hinauf zum Hohen Ge (532m).
12.jpg
Ohne zusätzlichen Sauerstoff erreichte ich den K2 völlig ohne Probleme.
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