Schottlandfeeling in den Villgratner Bergen – mit teilweise dichten Nebelschwaden, lebhaftem Südwestwind und kurzem Regenschauer. Dazu Heidekrautboden und zahlreiche kleinere Seen. Es war auf seine Weise reizvoll, denn sonst hatte man von diesem Hochplateau einen erstklassigen Dolomitenblick.
Haarnadelkurve (10.40) – Tessenberger See (12.00) – Kühegg (12.55) – Fronstadlalm (13.50-14.15) – Haarnadelkurve (15.30) | 520hm, 10km
Die Tour am ersten Tag stand unter keinem guten Stern. Die Wetterprognose deutete auf eine – je nach Modelllauf unterschiedlich lange – Niederschlagspause zwischen 09 und 15 Uhr hin. Auflockerungen sollte es aber kaum geben. Manfred schlug uns den Sichelsee im Kristeinertal vor, wo man weit hinauffahren konnte. Gesagt getan. Schon dort, wo der Schotter am Fahrweg begann, fielen uns zahlreiche Vermurungen auf, sowie das tiefbraune Wasser im Bett des Kristeinbachs. Etwa auf Höhe des Roßlahnerbachs war dann Schluss. Ein Bauarbeiter stand auf einem riesigen Felsblock direkt neben der Straße und zertrümmerte diesen mit einem Presslufthammer. Die Straße war tief eingegraben, laut Bauarbeiter kein Durchkommen „Das reißt den Bauch (vom Auto) auf.“
Also wieder zurück und Plan B. Von Tessenberg auf den Glinzzipf und eventuell eine Runde übers Kühegg drehen. Nach der steilen Auffahrt zur Kirche suchten wir vergebens einen Parkplatz, der sehr knapp bemessen war, darunter ein Privatparkplatz für den Pfarrer. Also am Sportplatz vorbei und dann schauten wir einfach, wie weit man kam. Der Schranken war offen und wir konnten weit hinauffahren. Bei einer Kehre mit Holzstadl flüchtete ein Fuchs wenige Meter vor uns. Ein zweiter Fuchs lief nach kurzer Schockstarre ebenso davon. So nah war ich zuvor noch nie einem Fuchs gekommen. So niedliche Tiere! Am Rückweg übrigens zwei niedliche Rehe neben dem Weg und ein Eichkatzl querte auch vor uns die Straße. Der Weg war hier eindeutig das Ziel!
Im Bereich einer Haarnadelkurve auf ca. 1740m konnten wir stehen bleiben, ohne andere Autos zu blockieren.
Bild von Günter: Weggehen bei Nebel
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Gießkannen
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Ausbaufähige Ausblicke am Weg zur Tessenberger Alm
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Die Kuh zog ein Sauerkrautgesicht
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Auf der Alm trafen wir den einzigen Menschen des Tages, wahrscheinlich den Senner, der zu jeder Kuh hinging und etwas in sein Notizbuch schrieb.
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Wolfsflechte (Letharia vulpina) links und Bart/Astflechte rechts – Zeigerorganismen für saubere Luft
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Nach einem moderaten Anstieg durch den lockeren Wald erreichten wir das fein zergliederte Hochplateau des Glinzzipfs (2126m). Durch den starken Regen der vergangenen Tage waren nicht nur alle Seen gefüllt, sondern es hatten sich in den Grassenken und teilweise am Weg auch neue Lacken gebildet. Alles triefte nur so vor Feuchtigkeit – welch ein Kontrast zum trockenen Ostösterreich!
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Nun rächte sich die Tourenplanung für mich, denn am Sichelsee wären wir wahrscheinlich windgeschützt gewesen. Stattdessen bot die Hochfläche die volle Angriffsfläche für den lebhaften Südwestwind. Die Lufttemperatur betrug rund +5°C. Ich hatte keine Handschuhe mit und die wärmere Soft Shell Jacke lag in der Unterkunft.
Sichelsee in klein
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Panorama Tessenberger See, der sich ausschließlich aus Niederschlägen und Schmelzwasser speist.
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ein Farbtupfer im Einheitsgrau
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felsdurchsetzter Aufstieg zum Kühegg
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Gipfelkamm
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Blick nach Innervillgraten
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Gipfelsteinmann mit KT-Stein am Kühegg (2253m)
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Haarnadelkurve (10.40) – Tessenberger See (12.00) – Kühegg (12.55) – Fronstadlalm (13.50-14.15) – Haarnadelkurve (15.30) | 520hm, 10km
Die Tour am ersten Tag stand unter keinem guten Stern. Die Wetterprognose deutete auf eine – je nach Modelllauf unterschiedlich lange – Niederschlagspause zwischen 09 und 15 Uhr hin. Auflockerungen sollte es aber kaum geben. Manfred schlug uns den Sichelsee im Kristeinertal vor, wo man weit hinauffahren konnte. Gesagt getan. Schon dort, wo der Schotter am Fahrweg begann, fielen uns zahlreiche Vermurungen auf, sowie das tiefbraune Wasser im Bett des Kristeinbachs. Etwa auf Höhe des Roßlahnerbachs war dann Schluss. Ein Bauarbeiter stand auf einem riesigen Felsblock direkt neben der Straße und zertrümmerte diesen mit einem Presslufthammer. Die Straße war tief eingegraben, laut Bauarbeiter kein Durchkommen „Das reißt den Bauch (vom Auto) auf.“
Also wieder zurück und Plan B. Von Tessenberg auf den Glinzzipf und eventuell eine Runde übers Kühegg drehen. Nach der steilen Auffahrt zur Kirche suchten wir vergebens einen Parkplatz, der sehr knapp bemessen war, darunter ein Privatparkplatz für den Pfarrer. Also am Sportplatz vorbei und dann schauten wir einfach, wie weit man kam. Der Schranken war offen und wir konnten weit hinauffahren. Bei einer Kehre mit Holzstadl flüchtete ein Fuchs wenige Meter vor uns. Ein zweiter Fuchs lief nach kurzer Schockstarre ebenso davon. So nah war ich zuvor noch nie einem Fuchs gekommen. So niedliche Tiere! Am Rückweg übrigens zwei niedliche Rehe neben dem Weg und ein Eichkatzl querte auch vor uns die Straße. Der Weg war hier eindeutig das Ziel!
Im Bereich einer Haarnadelkurve auf ca. 1740m konnten wir stehen bleiben, ohne andere Autos zu blockieren.
Bild von Günter: Weggehen bei Nebel
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Gießkannen
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Ausbaufähige Ausblicke am Weg zur Tessenberger Alm
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Die Kuh zog ein Sauerkrautgesicht
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Auf der Alm trafen wir den einzigen Menschen des Tages, wahrscheinlich den Senner, der zu jeder Kuh hinging und etwas in sein Notizbuch schrieb.
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Wolfsflechte (Letharia vulpina) links und Bart/Astflechte rechts – Zeigerorganismen für saubere Luft
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Nach einem moderaten Anstieg durch den lockeren Wald erreichten wir das fein zergliederte Hochplateau des Glinzzipfs (2126m). Durch den starken Regen der vergangenen Tage waren nicht nur alle Seen gefüllt, sondern es hatten sich in den Grassenken und teilweise am Weg auch neue Lacken gebildet. Alles triefte nur so vor Feuchtigkeit – welch ein Kontrast zum trockenen Ostösterreich!
7.jpg
Nun rächte sich die Tourenplanung für mich, denn am Sichelsee wären wir wahrscheinlich windgeschützt gewesen. Stattdessen bot die Hochfläche die volle Angriffsfläche für den lebhaften Südwestwind. Die Lufttemperatur betrug rund +5°C. Ich hatte keine Handschuhe mit und die wärmere Soft Shell Jacke lag in der Unterkunft.
Sichelsee in klein
8.jpg
Panorama Tessenberger See, der sich ausschließlich aus Niederschlägen und Schmelzwasser speist.
9.jpg 10.jpg
ein Farbtupfer im Einheitsgrau
11.jpg
felsdurchsetzter Aufstieg zum Kühegg
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Gipfelkamm
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Blick nach Innervillgraten
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Gipfelsteinmann mit KT-Stein am Kühegg (2253m)
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Schön, dass ihr es trotz so trüben Wetter noch auf etwas andere Art schön hattet

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