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Hilfe zum Erstellen von Tourenberichten

Immer wieder haben einige User Probleme beim Erstellen eines Tourenberichtes, insbesondere beim Hochladen und Einfügen von Bildern.
Ihnen soll die folgende kleine Anleitung ein wenig Hilfe geben, wie ein Tourenbericht ganz kurz und schmerzlos erstellt werden kann

In sechs einfachen Schritten kann ein neuer Bericht leicht erstellt werden:

1. Bilder zum Bericht aussuchen
2. Bilder verkleinern
3. Im Forum "Toureninfo & Verhältnisse" das passende Unterforum auswählen
4. Bilder hochladen
5. Die Bilder mit dem Text ergänzen
6. Fertigstellen/Kontrollieren des Berichtes und Veröffentlichen



Im Folgenden werden die einzelnen Schritte ausführlich erklärt:

1. Bilder zum Bericht aussuchen
Möglichst aussagekräftige Fotos wählen, die auch die Route und wesentliche Details darstellen.
Gegen einzelne "schöne" Landschafts- und Blumenbilder ist natürlich nichts einzuwenden ...


2. Bilder verkleinern
Bewährt hat sich ein Format mit der längeren Bildkante 900 Pixel.
Damit läßt sich bei Speicherung als JPEG eine recht ordentliche Bildqualität erzielen, bei Photoshop etwa abhängig vom Sujet 80/100.


3. Im Forum "Toureninfo & Verhältnisse" das passende Unterforum auswählen
z.B. "Wanderungen und Bergtouren" - "Steiermark"
+Neues Thema wählen

Titel etwa nach dem Schema
Gipfel (Höhenangabe), Anstiegsroute, Gebirgsgruppe (ostalpin nach AVE)

Möglichst bis zu 5 aussagekräftige Stichworte vergeben.

Zum Bilderhochladen weiter mit der "Büroklammer".


4. Bilder hochladen
Möglichst bitte NUR so:
a) "Büroklammer"
b) "Anhänge hochladen"


4.1 Bilder auswählen
Abhängig vom eigenen Rechner/Betriebssystem.
Maximal 15 Bilder pro Posting sind derzeit zulässig, eine größere Bilderanzahl erfordert Folgepostings (Antworten).
(Bewährt hat sich auch, 1-2 Bilder weniger hochzuladen, um für spätere Ergänzungen eine kleine Reserve zu haben.)

4.2 Liste der hochgeladenen Anhänge
Die Auflistung ist leider nicht chronologisch nach Bildbezeichnung geordnet.

Im Textfeld die gewünschte Einfügeposition mit dem Cursor markieren,
bzw. die gelisteten Bilder in der gewünschten Reihenfolge einzeln als "Vollbild" oder "Miniaturansicht" platzieren.
Eine oder mehrere Leerzeilen zwischen den Bildern erleichtern später das Einfügen von Text.


5. Die Bilder mit dem Text ergänzen
Die Bilder sind nun in der richtigen Reihenfolge im Textfenster positioniert.
Ich bevorzuge im ersten Schritt die Positionierung als "Miniaturansicht".
Das erleichtert beim Texteinfügen die Übersicht.
Muß aber nicht sein, natürlich lassen sich die Bilder auch gleich als Vollbild (also in der hochgeladenen Größe) platzieren.

5.1 Text
Jetzt kann der Text ergänzt werden.
Möglichst über dem Foto - ich finde das übersichtlicher ...
Der Text kann natürlich auch vorher erfaßt werden und anschließend einkopiert werden.

5.2 Bildgröße ändern
Wurden die Bilder vorerst als "Miniaturansicht" platziert, können sie einfach auf das finale Darstellungsformat skaliert werden:
a) Doppelklick auf die "Miniaturansicht" öffnet ein Pop-Up-Fenster
b) unter "Größe" idR "Vollbild" wählen
c) OK


6. Fertigstellen/Kontrollieren des Berichtes
Anschließend sollte der Bericht noch in der "Vorschau" kontrolliert werden.
In manchen Fällen muß zur Ansicht der "Vorschau" ziemlich weit nach unten gescrollt werden!

6.1 Veröffentlichen des Berichtes
Zum Schluß noch auf "Abschicken" klicken - und nach einer kurzen "Nachdenkpause" des Servers ist der Bericht online.



Nach dem ersten Durchlesen dieses Leitfadens mag das Erstellen eines Berichtes etwas kompliziert erscheinen - ist es aber nicht:
Viele Tourenberichte schreiben hilft sehr.

Die Reihenfolge der einzelnen Schritte ist nicht so starr wie es hier scheinen mag; natürlich kann auch zuerst der Text erstellt werden und die Bilder nachträglich eingefügt.

Änderungen am fertigen Bericht sind für den Ersteller 24 Stunden lang möglich, bei der Berichtigung später entdeckter Fehler hilft gerne ein zuständiger Moderator. Ebenso beim Verschieben eines Berichtes in das richtige Tourenforum.

Viel Freude bei euren Bergtouren UND dann beim Berichteschreiben,


P.S.: Diese Anleitung, ergänzt um verdeutlichende Screenshots, findet ihr auch unter http://www.gipfeltreffen.at/forum/gi...ourenberichten
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Regelwerk für die Benutzung des Forums Gipfeltreffen

Alle Forumsuser/-innen sind aufgefordert, das Regelwerk zu lesen und sich daran zu halten!

1) Registrierung

Die Registrierung und Benutzung unserer Foren ist kostenlos. Es ist registrierten Teilnehmern/-innen (Usern/-innen) erlaubt, den Forums-Account bis auf Widerruf im Rahmen der vorgegebenen, jederzeit änderbaren Forumsregeln für private Zwecke zu nutzen. Ein späteres Löschen des Forums-Accounts sowie der ins Forum eingebrachten Inhalte oder Bilder ist nicht möglich. Auf Wunsch des Benutzers kann der Account stillgelegt werden. Der Benutzername kann dann von niemandem mehr benützt werden und wird vor Missbrauch geschützt.

2) Hausrecht

Die Forenbetreiber legen Wert auf die Tatsache, dass alle User/-innen Gast in diesem Forum sind und die Betreiber als Gastgeber bei Bedarf ihr Hausrecht jederzeit ausüben können und auch werden. User, die sich überwiegend darauf beschränken zu provozieren, werden ausgeschlossen.

3) Haftung

Die von Usern/-innen verfassten Beiträge stellen ausschließlich die persönliche, subjektive Meinung des Verfassers dar, und keinesfalls die Meinung der Betreiber und Moderatoren dieses Forums. Die Forenbetreiber übernehmen keine Haftung für die Richtigkeit der ausgetauschten Informationen.

4) Umgangston

Die Forenbetreiber erwarten von allen Usern/-innen, sich an die Netiquette zu halten. Auf einen wertschätzenden, höflichen Umgangston wird Wert gelegt.

5) Thementreue

Die Forenbetreiber legen großen Wert auf Thementreue der Beiträge und Übersichtlichkeit von Threads, um den Informationsgehalt des Forums möglichst hoch zu halten. Überschneidungen der Inhalte verschiedener Threads sind zu vermeiden.

6) Verboten ist/sind:

- Beleidigungen, Sticheleien und Provokationen (auch per PN);
- Politische oder religiöse Themen;
- Rechtswidrige Inhalte (unter anderem rechtsradikale oder pornografische Inhalte, Hackinganleitungen, Verstöße gegen das Urheberrecht) sowie das Verlinken zu Seiten mit solchen Inhalten;
- Die Verwendung von fremdem Bildmaterial, Kartenausschnitten und Topos ohne Zustimmung des Autors;
- Die Veröffentlichung von persönlichen Nachrichten (PN), E-Mails oder dergleichen ohne Zustimmung des Verfassers;
- Das Aufdecken der Identität oder die Preisgabe persönlicher Daten eines Users/Moderators/Administrators;
- Werbung für konkurrenzierende Plattformen;
- Das Führen von Doppel- oder Mehrfachaccounts;

7) Moderation:

Die Moderatoren/Administratoren werden von den Forenbetreibern bzw. ihren Vertretern ernannt.
Sie sind von den Forenbetreibern verpflichtet, für die Einhaltung der Regeln zu sorgen und somit ermächtigt, die von Usern/-innen bereit gestellten Inhalte (Texte, Anhänge und Verlinkungen) daraufhin zu prüfen und im Bedarfsfall zu bearbeiten, verschieben, zu löschen oder Themen zu schließen. Im Falle der Löschung von Beiträgen können auch jene Beiträge anderer User ganz oder teilweise entfernt werden, die auf einen gelöschten Beitrag Bezug nehmen.

Änderungen von Beiträgen werden - soweit irgend möglich – unter Angabe des Änderungsgrundes gekennzeichnet. Eingriffe, die den Sinn eines Beitrags verändern, werden nicht vorgenommen. Für die geänderten Teile eines Beitrags haftet der ursprüngliche Ersteller nicht.

Wer etwas gegen das aktive Handeln der Moderatoren/-innen vorzubringen hat, kann dies sachlich, mit konkretem Bezug und zeitnah (innerhalb von 6 Wochen ab Anlass) im Unterforum "Zum Forum/Moderation..." darlegen. In allen anderen Foren werden solche Postings im Sinne der Thementreue der Beiträge kommentarlos gelöscht. Bloßes „Mod-Bashing“ führt zu einer sofortigen Sperre.

Das Unterlaufen von Handlungen und Maßnahmen der Moderatoren ist nicht zulässig. Darunter fällt auch das Fortführen des Themas eines geschlossenen oder gelöschten Threads in einem neuen gleichartigen oder ähnlichen Thread. Ergänzungen und Hinweise von Moderatoren und Administratoren dürfen von Usern in deren Beiträgen nicht verändert oder gelöscht werden.

8) Profil/Signatur

Ein übermäßiges Ausnutzen der Signatur ist unerwünscht. Diese sollte vor allem eine maßvolle Größe haben. Nicht mit der Forumsleitung abgesprochene Werbung (für kommerzielle Angebote), Beleidigungen oder Anspielungen in der Signatur oder dem Profiltext werden nicht toleriert.

9) Werbung

Kommerzielle Werbung im Forum Gipfeltreffen ist kostenpflichtig (siehe Unterforum Werbung). Werbepostings müssten vor Platzierung mit der Forumsleitung vereinbart werden.

10) Gemeinschaftstouren/Bazar

Die Forenbetreiber stellen die Foren "Forum für Gemeinschaftstouren" und " Bazar" ausschließlich für private Kontaktzwecke zur Verfügung und gehen damit keinerlei Verpflichtungen oder Haftungen ein! Alle Kontakte in diesen Foren laufen ausschließlich zwischen den Usern/-innen und auf Basis des gegenseitigen Vertrauens. Bei nachweislichen Betrugsfällen stellen die Forenbetreiber alle vorhandenen Informationen zur Verfügung, um eine straf- und zivilrechtliche Verfolgung zu ermöglichen.

11) Regelwidriges Verhalten

User/-innen, die sich regelwidrig verhalten, werden per PN verwarnt und/oder gesperrt. Art und Dauer der Maßnahme richten sich nach der Schwere und der Häufigkeit der Regelübertretung/en. Die betroffenen User/-innen werden darüber per Mail informiert. Ein Posten unter einer anderen Registrierung in der Zeit der Accountsperre ist verboten und zieht automatisch eine Verlängerung der Sperre nach sich.

Wer gegen geltendes Recht verstößt, wird im Ernstfall von uns zur Anzeige gebracht.

12) Information

Die Forumsbetreiber behalten sich das Recht vor,
- alle registrierten User/-innen in unregelmäßigen Abständen über Themen rund um das Bergsteigen, alpiner Sicherheit, Risikomanagement und Weiterbildung per Mail zu informieren und
- dieses Regelwerk jederzeit abzuändern.

13) Nutzung von hochgeladenen Anhängen

Die User/-innen stellen den Forenbetreibern die eingestellten Bilder sowie sonstige Anhänge zur Nutzung im Forum zur Verfügung. Eine darüber hinaus gehende Nutzung der eingestellten Bilder und sonstigen Anhänge durch die Forenbetreiber erfolgt nicht.
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WICHTIG - BITTE BEACHTEN!!!

Bitte die Touren in jenes Bundesland eintragen wo der jeweilige Ausgangspunkt der Tour war!!!
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Modtreffen 2. Tag: Sattel (2124m), Füllhorn (2445m), Helm (2433m), Hochgruben (2538m), Karnische Alpen (11.09.26)

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  • Modtreffen 2. Tag: Sattel (2124m), Füllhorn (2445m), Helm (2433m), Hochgruben (2538m), Karnische Alpen (11.09.26)

    Wegführung: Leckfeldalmhütte (10.15) – Sattel (2124m, 10.55) – Heimkehrerkreuz (2337m, 11.55-12.30) – Füllhorn (2445m, 13.00) – Helm (2433m, 13.40-14.10) – Sillianhütte (14.50-16.15) – Hochgruben (2538m, 16.30-17.00) – Leckfeldalmhütte (18.20) | 810hm, 10.8km, ca. 6 Stunden Gehzeit | Tannenhäher

    Zweiter Tourentag. Ursprünglich geplant war die Leckfeldalm (wie durchgeführt). In der Früh checkte ich nochmal die Wettermodelle und sah ausgerechnet dort das höchste Schauerpotential am Nachmittag und kaum Chancen auf Auflockerungen. Ich schlug stattdessen die Karlsbader Hütte in den Lienzer Dolomiten vor – da wäre der Gipfel optional gewesen, aber der See als Tagesziel zumindest ungetrübt.

    Wir trödelten in der Früh ein wenig zu lang und waren ca. zwei Minuten zu spät am Weg von Außervillgraten nach Sillian. Es gab nämlich ausgerechnet in dieser Zeit Forstarbeiten mit einer Seilbrücke über das Tal hinweg, wo in steilem und unwegsamen Gelände Windwurf und Borkenkäferschäden aufgearbeitet wurden. Dafür wurde die Straße stündlich für nur zehn Minuten geöffnet. Also eine Stunde warten und dann erst nach Lienz, das wäre spät geworden. Wir riefen daher Manfred an, der aus Lienz zu uns stoßen sollte, dass wir doch zur Leckfeldalm hinauffahren werden. Im Schlepptau vom Linienbus kurz nach 9 Uhr rutschten wir außerdem vorzeitig durch die Sperre. Der Motor sprang nicht gleich an und der Forstarbeiter zog ungeduldige Grimassen.

    Für Nachahmer: Auto-Navis leiten über die falsche Straße von Westen hinauf, die aber in einer Sackgasse endet. Die richtige Straße ist ausgeschildert und biegt bei der Kapelle zu unserem Herrn im Elend scharf links ab. Man kommt zu einem Schranken mit einem Ticketautomaten. Eine meistens breite Forststraße führt bis zum Parkplatz auf der Leckfeldalm hinauf.

    Die Einfahrt in den Parkplatz wurde fast von einem kleinen Auto blockiert, deren junge Fahrerin nicht reagierte, als wir sie zum Wegfahren aufforderten. Es stellte sich heraus, dass die beiden jungen deutschen Frauen das Auto hier zwei Wochen abgestellt hatten, um den Karnischen Höhenweg zu gehen. Die Handbremse war fest angezogen und ließ sich beim Wegfahren nicht mehr lösen. Sie waren noch etwa fünf Meter weit gekommen, dann steckte das Auto fest. Als wir am Abend zurückkamen, war das Auto verschwunden. Hoffentlich war die Reparatur erfolgreich!

    Kuscheltiere? Nur untereinander.

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    gute Laune beim Weggehen in Erwartung von aussichtsreichen Auflockerungen (Bild von Günter)

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    Kunstvolle Holzschnitzerei

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    Der erste Gipfel ist ohne große Anstrengung entlang des Forstwegs bald erreicht. Doch warum nennt man einen Gipfel Sattel?

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    Die tiefen Wolken wabern herum, erste Lücken tun sich auf. Fast gespenstisch wirkt der steile Nordaufschwung, über den der Steig auf das Heimkehrerkreuz hinaufzieht. Der Boden war feucht vom Regen der Vortage. Welche Schwierigkeiten würden uns am schwarz gekennzeichneten Steig wohl erwarten?

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    Gipfelkreuz von Günter am höchsten Punkt des Sattels

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    misstrauisches Kalb – wir wollten aber nur spielen

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    Einstieg in den Steig „nur für Geübte“

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    Schlüsselstelle mit dicken Wurzeln zum Anhalten (I)

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    steil, aber unschwierig ging es weiter

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    Der Kamm verjüngte sich zum felsigen Grat mit kurzen Kletterpassagen, die aber drahtseilversichert waren. Bei der Nässe war man froh darum. Trotz Wald war der Steig hier ein wenig ausgesetzt, aber breit genug.

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    blockiger Grat mit großen Zirben

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    Foto von Günter:

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    unbekanntes Objekt auf einer Felsnadel deutlich unterhalb des Heimkehrerkreuzes

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    http://www.wetteran.de

  • #2
    Dann öffnete sich das Gelände wieder und ein breiter Heidekrauthang wurde sichtbar. Zum Gipfel hin wurde er wieder steiler, blieb aber harmlos vom Weg her.

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    Die Inschrift der Glocke lautet: „Der Klang der Glocke kennt keine Grenzen“. Die italienische Grenze ist hier nicht einmal einen Kilometer entfernt. Das Heimkehrerkreuz wurde von Heimkehrern des Zweiten Weltkriegs im Jahr 1948 am Gipfel Schützenmahd (2373m) errichtet.

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    Dort rasteten wir eine gute halbe Stunde, in der die Wolkendecke sichtbar auflockerte mit ersten Blicken auf die umliegenden Gipfel.

    wahrscheinlich Südliche und Nördliche Bullköpfe

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    herbstlich gefärbte Heidekräutermatten

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    Richtung Südtirol war der Himmel schon wesentlich stärker aufgeklart, während über uns die Quellwolken tanzten.

    Helm (2433m) mit Aussichtsplattform

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    Wir blieben am Kamm und nahmen das Füllhorn als Bonusgipfel mit.

    21.jpg 22.jpg

    Davor kam noch eine Blockhalde mit steilem Abbruch.

    wahrscheinlich Berg-Hauswurz (Sempervivum montanum)

    23.jpg

    Zsigmondykopf (2998m) links, Elferkofel (3092m) mittig, rechts hinten Zwölferkofel (3094m)

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    Nach dem Füllhorn kurz hinab in einen Sattel und dann am breiten Spazierweg Richtung Helm. Plötzlich fielen von Norden dunkle Nebelschwaden ein. Kurz darauf ging ein leichter Regenschauer nieder.

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    Das ehemalige Zollhaus wurde mit einer hölzernen Aussichtsplattform überbaut bzw. überhöht. Wikipedia weiß davon nichts und zeigt noch die Bilder des Ursprungsbaus in Ruinenform.

    Stellungen aus der Zeit des Ersten Weltkriegs westlich des Gipfels

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    Dolomitenzacken oder Hölle – man weiß es nicht

    27.jpg

    In Bildmitte ist das 769 gegründete Stift in Innichen zu erkennen, ehemals Benediktinerkloster, um 1140 zum Kollegiatstift umgewandelt. Der heutige Bau erhielt um 1280 sein jetzige Aussehen.

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    Pustertal westlich von Innichen, mit Kronplatz (2275m) links

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    Lacken am breiten Kamm zwischen Helm und Füllhorn

    30.jpg
    Zuletzt geändert von mountainrabbit; vor einer Woche.
    http://www.wetteran.de

    Kommentar


    • #3
      Die Niederschlagsprognose von ICOND2 war überaus zutreffend: Gegen 14.10 Uhr ging ein Regenschauer mit deutlichem Graupelanteil nieder, und zwar ziemlich auf den Kilometer genau dort, wo das Modell ihn gerechnet hatte.

      Im Hintergrund links der Eisschirm eines Cumulonimbus (14.23 Uhr MESZ)

      31.jpg

      Beim Anblick der Eisschirm-Ansätze in verschiedenen Stadien Richtung Dolomiten wurde ich kurz nachdenklich. Die Ladungstrennung, Voraussetzung für Gewitterbildung, braucht unterschiedliche Niederschlagsphasen innerhalb der Wolke, also Wasser und Eis. Die Graupelkörner zeigten an, dass die Eisphase vorlag – sie bestehen aus Schnee- und Eiskristallen, an die sich unterkühltes Wolkenwasser anlegt (hier weiter ausgeführt). Theoretisch hätte es also zu Blitzentladungen kommen können und es gab hier weit und breit keine Unterstellmöglichkeit.

      cloudphase.jpg

      Wolkenphase am Freitag, 11. September 2026, 14:30 Uhr MESZ (Quelle: kachelmannwetter.com)

      Die dunkelblauen Tupfer deuten große Eiskristalle in der konvektiven Wolke an. Rosa steht für dicke Wasserwolken mit großen Tröpfchen. Okker für dicke Wasserwolken mit kleinen Tröpfchen (Hintergrund). Bei den grenznahen blauen Zonen komme ich nicht unter -8°C Wolkenobergrenzentemperatur. Das reicht nicht für die Gewitterbildung. Südlich von Agordo waren es hingegen -28°C zu diesem Zeitpunkt. Gewitter sehr wohl möglich. Es blieb aber gewitterfrei. Wahrscheinlich waren die Schauerzellen dafür zu kurzlebig.

      Die Temperaturmessung geht bei der Kachelmannwetterseite mit Mouse-Over, wenngleich es manchmal einen Bug gibt und nur -18 und +54 angezeigt wird.

      Sillianer Hütte (2447m) mit Hochgruben (2537m) dahinter, rechts Hornischegg (2550m)

      32.jpg

      Spiegelbild

      33.jpg

      Dieses Mal verweigerten wir dankbar die Hüttenterrasse und setzten uns in die um diese Zeit schon recht leere Hütte, ausgenommen einiger Weitwanderer, die hier den Karnischen Höhenweg beginnen oder beenden. Die Gerstensuppe war viel Suppe und wenig Einlage, was mir am Folgetag fast zum Verhängnis wurde (Cliffhanger...) – dafür war der Apfelkuchen umso größer, hatte allerdings kaum Fruchtanteil. Egal, richtig essen wollten wir ohnehin erst am Abend.

      steiler Aufstieg zum Hochgruben, rechts der Füllhornsee

      34.jpg

      Außervillgraten, seit dem 13. Jahrhundert dauerhaft besiedelt, seit 1927 gibt es elektrisches Licht, seit den 60er Jahren erst durch Infrastruktur erschlossen

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      Links Nussingkogel (2989m), rechts Kugelspitze (2796m), Deferegger Alpen

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      Lienzer Dolomiten rund um den Spitzkofel (2717m), links Striedenkopf (2749m) in der Kreuzeckgruppe

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      Gipfelfoto von Günter

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      Die tiefen Wolken lichteten sich in der halben Stunde am Gipfel zusehends und gaben die Sicht frei zu den Dolomiten, den Ötztaler Alpen, sowie Kreuzeck- und Reißeckgruppe.

      Große Zinne (2999m) und Westliche Zinne (2973m)

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      Cima Bragagnina (2281m) links, im Hintergrund zwei Spitzen, die linke Pic di Mea (2207m)

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      Kronplatz mit Hinterem Seelenkogel (3470m) in den Ötztaler Alpen

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      Wildspitze (3768m,119km), zweithöchster Gipfel von Österreich

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      Hochschober (3242m), links Leibnitzer Rotspitzen (3096m), vorne rechts Munzalspitze (2682m)

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      Hornischegg links, rechts Cima Ovest (2513m), Monte Crissin (2503m) und nochmal Cima Bragagnina

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      Zuletzt geändert von Exilfranke; vor einer Woche.
      http://www.wetteran.de

      Kommentar


      • #4
        gut erhaltene Ruinen aus dem Ersten Weltkrieg

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        Innenräume

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        Das Graffiti im Innenraum hat mich emotional berührt. Starke Zeichnung!

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        Als wir erneut bei der Sillianer Hütte vorbeikamen, wurde die Sicht zu den Ötztaler Alpen noch klarer:

        Zuckerhütl (3507m) mit Doppelgipfel links, Wilder Pfaff (3456m) unter der Quellwolke, rechts Wilder Freiger (3418m), weiter rechts Westlicher und Östlicher Feuerstein

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        Hohe Weiße (3278m) teils in Wolken links, Similaun (3599m) und Hochwilde (3480m) frei, rechts vom spitzen Querkogel (3448m) schaut blass die Weißkugel (3738m, 128km) über die flache Quellwolke

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        Zufriedenheit gespiegelt

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        Füllhornsee, Hochgruben und Sillianer Hütte

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        Der rekordheiße Sommer hinterließ auch hier seine Spuren:

        Folgen der anthropogenen Erderwärmung? Grünalgen auf über 2300m Höhe.

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        Dieser Talblick zeigt gleich mehrere historische Sehenswürdigkeiten: Die mehrteilige, gut erhaltene Burg Heinfels mit dem Bergfried aus dem Jahr 1210. Darunter die spätgotische Expositurkirche aus dem 15. Jahrhundert, im 17. Jahrhundert umgestaltet. Im Tal eine barocke Filialkirche aus dem 17. Jahrhundert. Unten links die überdachte Holzbrücke über den Villgratenbach, die 1781 angeblich von schwäbischen Zimmerleuten errichtet wurde. Der Vorgängerbau der Punbrugge wurde 1548 urkundlich erwähnt. Der Name leitet sich von Bannbrücke her, sie gehörte zum Bannbereich der Burg Heinfels. Erstmals erwähnt wurde eine Bannbrücke bereits in einer Sillianer Pfarrurkunde aus dem Jahr 1401.

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        Im Abstieg zur Leckfeldalm war das Plateau rund um den Glinzzipf und die Tessenberger Alm nun frei, wo wir am Vortag im dichten Nebel unterwegs waren. Der glänzende Heideboden gab dem Gipfel wohl auch seinen Namen.

        54.jpg

        Blick in die Reißeckgruppe mit Tristenspitz (2930m) rechts der Bildmitte:

        Links spitz Leitenkopf (2449m), rechts Stronachkogel (1831m) bei Lienz, dahinter Mittagsspitz (2433m) und Strugenkopf (2420m), ganz rechts Polinik (2784m)

        55.jpg

        Ich hatte mich doch nicht verschaut – da schaute ein Stück Gletscher durch, zumindest Reste davon:

        Links vom Leitenkopf Hochalmspitze (3360m) mit Winkelkees , rechts Säuleck (3086m)

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        immer noch verschmuste Kühe bei der Rückkehr

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        Sillian mit dem Einschnitt zum Villgrattental, rechts Glinzzipf

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        Zum Abschluss fuhren wir über die Grenze zur Pizzeria Tempele, wo wir bereits 2014 zwei Mal nach Touren eingekehrt waren. Sehr flotte Bedienung und sehr gute Pizzen!

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        Nach holprigem Start war es doch noch ein gelungener Ausflug und der spätere Aufbruch kein Nachteil. Die kurzen Schauer am Kamm störten nicht. Während wir mit Jacke und Schirm gut ausgerüstet waren, sahen wir teilweise sehr kurze Hosen bei den deutlich einstelligen Höchstwerten. Brrrr!

        Lg, Felix
        http://www.wetteran.de

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        • #5
          PS: Hier noch der Track mit der Coros Pace 4:

          track-helm110926.jpg
          http://www.wetteran.de

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          • #6
            3 Ergänzungen von mir noch

            Das schöne Heimkehrerkreuz von der Sonnenseite

            _DSC9983.jpg

            Da soll noch einer sagen, es gibt am Füllhorn kein Gipfelkreuz

            _DSC9988.jpg

            Helm Gipfel ohne Aufbau

            _DSC9991.jpg


            LG, Günter
            Meine Touren in Europa

            Nicht was wir erleben, sondern wie wir es empfinden, macht unser Schicksal aus.
            (Marie von Ebner-Eschenbach)

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            • #7
              Sehr schön dokumentierter Bericht über unsere wettermäßig eher durchwachsene Tour. Besonders die Zoom-Aufnahmen geben aber phantastische Stimmungen wieder - lässig!

              LG

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              • #8
                Am zweiten Tag unseres Treffens in Osttirol durften wir vor allem im Lauf des Nachmittags auf eine deutliche Wetterbesserung hoffen. Aber welche Tour würde Sinn machen, wenn die Bewölkung vielleicht doch nur langsam auflockert? Die Entscheidung war gar nicht so einfach und wurde uns schließlich durch den Zeitplan vorgegeben: Die Straße zwischen Außervillgraten und Panzendorf war wegen Forstarbeiten immer nur zehn Minuten pro Stunde geöffnet, daher legte sich eine kurze Anfahrt nahe. So wurde es doch der Karnische Hauptkamm ab der Leckfeldhütte - und nicht zu unserem Schaden...

                Die Sandstraße zur Leckfeldhütte zweigt am westlichen Rand von Sillian ab (nicht in Arnbach, wie in einigen Karten fälschlich eingetragen!) und ermöglicht um fünf Euro Maut eine Auffahrt bis in über 1900m Höhe. Zahlreiche Rinder weiden unmittelbar um den Parkplatz vor der Leckfeldhütte. Gereizt wirkt dieser Blick auf uns nicht; was er tatsächlich ausdrücken möchte, ist allerdings für die Interpretation offen.
                002-Leckfeldalm-Rind.jpg

                Wie am Vortag starten wir im Nebel und folgen zunächst etlichen Kehren eines nur moderat ansteigenden Forstwegs bis zur ersten Kuppe mit dem eigenwilligen Namen "Sattel" (2124m). Im Unterschied zu gestern wirken die Wolken allerdings so, als könnten sie jederzeit aufreißen und die Sonne durchlassen. Jedenfalls bietet sich auf dem Sattel wieder ein stimmungsvolles Bild.
                005-Sattel.jpg

                Auch beim Aufstieg zum Heimkehrerkreuz und der benachbarten Friedensglocke bleiben wir noch fast zur Gänze im Nebel. Da schadet es allerdings ohnedies nicht, wenn wir uns auf den zum Teil sehr steilen Steig mit einem kurzen versicherten Abschnitt konzentrieren. Aber oben bei der Rast reißen die Wolken dann endlich stärker auf!
                Das große Kreuz mit der Aufschrift "Dona nobis pacem" (Gib/Schenk uns Frieden) wurde 1948 von Osttiroler Kriegsheimkehrern errichtet.
                025-HeimkehrerkreuzFriedensglocke.jpg

                Wir stehen hier bereits etwa 1250 Meter über dem Pustertal im Norden. Links die Siedlung Arnbach, der Hauptort Sillian rechts ist von Nebelschwaden verdeckt.
                018-TiefblickArnbachSillian.jpg

                Besonders erfreulich ist, dass auch die Gipfel aus den Wolken herauszukommen beginnen!
                Nur gut einen Kilometer westlich von uns erhebt sich der Helm (2433m) mit der ehemaligen Hütte am westlichen Anfang (oder Ende) des langen Karnischen Hauptkamms.
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                Wir entscheiden, auf der kurzen Strecke zum Grenzweg den Gipfel des Füllhorns (2445m) mitzunehmen. Nun trennt uns endgültig nur mehr das Tal des Sextenbachs von den Sextener Dolomiten. Und hier beginnt, was für mich den Höhepunkt des Tages bildet: ständig wechselnde Teilausblicke zu den Gipfeln um uns. Hier schauen z.B. links die Cima Bagni und rechts die Sextener Rotwand durch die Nebelfetzen. Beiden fehlt nicht viel auf 3000m Höhe.
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                Faszinierend finde ich vor allem, dass sich alle paar Sekunden ändert, was wir gerade zu sehen bekommen. Unten sind die Schipisten der durch eine Seilbahn erschlossenen Rotwandwiesen zu erkennen. Hoch ober ihnen lugen mit dem Elferkofel und dem Zwölferkofel die beiden höchsten Gipfel der sogenannten "Sextener Sonnenuhr" aus den Wolken.
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                Der Vorhang öffnet sich wesentlich weiter und bietet uns einen ziemlich vollständigen Einblick in das Fischleintal. Am Talschluss, direkt unter den Felswänden des Einserkofels, gabelt es sich: Ein Weg führt zur Drei-Zinnen-Hütte empor, der andere zur Zsigmondy-Comici-Hütte. Beide Routen gehören zu den großartigsten Bergwanderungen in den Südtiroler Dolomiten.
                041-RotwandwiesenEinserkofelFischleintal.jpg

                Im Anstieg zum Helm regnet es einige Minuten, der Ausblick von der Helmhütte bietet aber erneut die nun bereits vertrauten Eindrücke.
                Die Helmhütte wurde noch vor 1900 als Schutzhütte errichtet, ab den 1920er-Jahren dann als Zollhaus genützt, verfiel ab den 1970er-Jahren aber immer mehr. In den vergangenen Jahren wurde das Gebäude unter dem Schlagwort "offenes Helmhaus" schließlich umgestaltet: Auf die Reste des alten Steinbaus wurde eine offene Holzkonstruktion mit einer Aussichtsterrasse gesetzt, als Ort der grenzüberschreitenden Begegnung.
                048-Helmhaus-AusblickSextenerDolomiten.jpg

                Ein Durchblick nach Westen zum Hochalpenkopf und dem breiten runden Kronplatz südlich bzw. südöstlich von Bruneck im Pustertal. Vor allem Richtung Südtirol zeichnet sich mittlerweile eine nachhaltige Wetterbesserung ab.
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                Aber es bestätigt sich auch, dass am frühen Nachmittag nochmals eine Niederschlagsneigung besteht: Am Weg vom Helm zur Sillianer Hütte erwischt uns ein Graupelschauer. Der Rückblick zum Helm zeigt, dass es noch etwas "herumzieht".
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                Wir sind daher keineswegs böse darüber, die Sillianer Hütte zu erreichen und uns zu einer Stärkung hineinsetzen zu können.
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                Lg, Wolfgang


                Für mich ist Dankbarkeit ein Weg,
                der sowohl für den Einzelnen
                wie für die Welt zukunftsweisend ist.
                (David Steindl-Rast)

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                • #9
                  Dank der großen Fenster des Aufenthaltsraums bekommen wir die Wetter- und Wolkenentwicklung draußen laufend mit. Als sich ein größeres Sonnenfenster öffnet, unterbreche ich das Suppenessen und gehe für zwei Bilder vor den Hütteneingang.
                  Hochbrunnerschneid, Elferkofel und Zwölferkofel: drei Dreitausender der Sextener Dolomiten.
                  067-Hochbrunnerschneid-ElferZwölferkofel.jpg

                  Den Hauptgrund für das Fotografieren bietet aber zweifellos dieses Motiv. Nur gut 12 Kilometer sind die Drei Zinnen von der Sillianer Hütte entfernt: keineswegs die höchsten Gipfel ihrer (Unter-)Gruppe, aber doch die mit dem unverwechselbarsten Aussehen.
                  Für mich steht diese Ansicht einem Blick zu dem wohl berühmtesten Bergstock der Dolomiten bei wolkenlosem Himmel um nichts nach.
                  070-ZoomDreiZinnen.jpg

                  Nach der Hütteneinkehr steigen wir natürlich noch zur Hochgruben (2538m), dem "Hausgipfel" der Sillianer Hütte, auf. Der Weg ist ja nur ganz kurz, wenngleich in den ersten Minuten sehr steil.
                  Der Blick über das (Südtiroler) Pustertal öffnet sich mittlerweile weit und reicht bis zu etlichen Gipfeln der Ötztaler Alpen in deutlich über 100km Entfernung am Horizont.
                  071-SillianerHütte-DolomitenPustertalHelm.jpg

                  Im Gipfelbereich bildet die aus Schiefergestein bestehende Hochgruben eine recht geräumige Kuppe. Da lohnt es sich nun natürlich, in alle Richtungen zu blicken und dabei auch dem Spiel der Wolkenbänke zu folgen.
                  Nördlich von uns fließt der Villgratenbach durch das enge Tal zur Drau heraus. In Außervillgraten gabelt sich das Tal: links geht es nach Innervillgraten, rechts erstreckt sich das lange Winkeltal bis zur Volkzeiner Hütte. Die letzten Regen- und Graupelschauer sind von Nordwesten über den Karnischen Hauptkamm gezogen. Aber es beginnt nun auch über dem Defereggengebirge aufzulockern, sodass da nichts mehr nachkommt.
                  074-Villgratental.jpg

                  Das Hornischegg (der Monte Arnese) ist im Südosten der nächste unmittelbar benachbarte sowie um einige Meter höhere Gipfel im Karnischen Hauptkamm. Der Monte Crissin rechts dahinter jenseits des Piavetals gehört bereits zu den Südlichen Karnischen Alpen.
                  085-Hornischegg-MonteCrissin.jpg

                  Der Einserkofel und ein Teil der Drei Zinnen (oder wie Günter es völlig zutreffend ausgedrückt hat: Eineinhalb Zinnen ).
                  086-Einserkofel-DreiZinnen.jpg

                  Auch mit dem Teleobjektiv ist es äußerst lohnend, darauf zu warten, wo sich wieder ein überraschendes Wolkenfenster öffnet.
                  Dieser Durchblick geht bis zur Kreuzeckgruppe in Kärnten, und rechts schaut genau der gezackte Kamm des Spitzkofels in den Lienzer Dolomiten heraus.
                  089-ZoomPolinikStriedenkopf-Spitzkofel.jpg

                  Ist das ein großartiges Schauspiel, das sich uns hier bietet!
                  092-ZoomDreiZinnen.jpg

                  Im Abstieg machen wir einen sehr lohnenden kurzen Abstecher zu Resten der Stellungen aus dem Ersten Weltkrieg am Südhang der Hochgruben.
                  Richtung Westen hat sich um das Pustertal zwischen den Dolomiten links und dem Alpenhauptkamm rechts sowie am Horizont inzwischen ein weites Panorama geöffnet.
                  098-SillianerHütte-PustertalZentralalpen.jpg

                  Nebelfetzen, die vorwiegend von Norden immer noch herumziehen, schaffen Abwechslung, bleiben aber längst durchwegs harmlos.
                  104-SillianerHütte-GünterManfredFelix.jpg

                  Im Abstieg nehmen wir ab dem Leckfeldsattel nun ohne weitere Abstecher den kürzesten Weg zur Alm zurück und passieren bald den kleinen Füllhornsee. Manfred lässt es sich allerdings nicht nehmen, den See zumindest einmal zu umrunden.
                  110-Füllhornsee-FelixGünterManfred.jpg

                  Die stattliche Sillianer Hütte steht mittlerweile deutlich über uns in der steilen Flanke der Hochgruben und spiegelt sich im Wasser des Sees.
                  111-Füllhornsee-SillianerHütte.jpg

                  Das Spiel der Wolken schafft auch bei den verbleibenden Ausblicken Richtung Norden im Abstieg stets viel Abwechslung.
                  Im Osttiroler Teil des Pustertals zwischen Sillian und Lienz liegen etliche der Ortschaften nicht im vielfach engen Talboden, sondern deutlich weiter oben auf den Sonnenhängen. In der Gemeinde Anras rechts vom Wölkchen steht sogar ein stattliches Schloss, das früher u.a. auch als Verwaltungsgebäude der Bischöfe von Brixen gedient hat.
                  116-PustertalAnras-Defereggengebirge.jpg

                  Tessenberg knapp unter der Bildmitte gehört zur Gemeinde Heinfels; die hübsche gotische Pfarrkirche steht noch etwas oberhalb der Ortschaft.
                  Links oben beginnt das Almgebiet, in dem wir am Tag davor hauptsächlich im Nebel unterwegs waren. Umso mehr freut uns, dass die Wolken sich immer mehr auflösen und die Wetterprognose für den Folgetag hervorragend ist. Wir haben längst Tourenpläne für den Samstag.
                  119-Tessenberg-Defereggengebirge.jpg

                  Persönliches Fazit

                  Ich kannte bisher die Region um die Hohe Warte und den Monte Peralba, dieser westlichste Teil des Karnischen Hauptkamms war für mich hingegen völlig neu. Umso gespannter war ich auf die Eindrücke, die sich bieten würden.
                  Ich habe die (Teil-)Ausblicke, die sich ab Mittag durch immer mehr Wolkenlücken boten, fasziniert und mit immer größerer Begeisterung verfolgt. Noch im nebligen Aufstieg zum Heimkehrerkreuz hätte ich mir nicht vorstellen können, wie großartig sich die benachbarten Sextener Dolomiten präsentieren würden und dass die Fernsicht bis zu den Ötztaler Alpen im Westen und zur (Kärntner) Hochalmspitze im Osten reichen könnte. Es wurde für mich schließlich ein rundum gelungener Tag: eine abwechslungsreiche Route, eine Hütteneinkehr (auch als Absicherung bei ungünstigerer Wetterentwicklung) und zudem viele Spuren der Kämpfe im Ersten Weltkrieg, die auch genügend Stoff zum Nachdenken bieten.

                  Vielen Dank euch dreien für den feinen Tag, an dem wir gemeinsam unterwegs waren! Manfred ein spezielles "danke" für die Idee und das Wissen darum, bei der hochgelegenen Leckfeldhütte starten zu können, und Günter ein "danke" für die lange Auffahrt mit uns allen auf der teilweise etwas rumpeligen Sandstraße.
                  Zuletzt geändert von Wolfgang A.; vor einer Woche.
                  Lg, Wolfgang


                  Für mich ist Dankbarkeit ein Weg,
                  der sowohl für den Einzelnen
                  wie für die Welt zukunftsweisend ist.
                  (David Steindl-Rast)

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                  • #10
                    So vielen schönen Bildern noch welche hinzuzufügen, muss ich nicht - daher nur ein paar:

                    Dem blauen Himmel entgegen:
                    F-Fü-007.jpg


                    Gipfelkonferenz - wer ist der Schirmherr?
                    F-Fü-015.jpg


                    Die Suppe muss schon gut schmecken, wenn sie mit soviel Andacht verzehrt wird...
                    F-Fü-022.jpg

                    Wer aus Ischl kommt, probiert natürlich einen speziellen Kaiserschmarren:
                    F-Fü-023.jpg

                    Der Füllhornsee von der Gegenseite betrachtet, hat auch seinen Reiz - zum Baden leider zu seicht:
                    F-Fü-037.jpg
                    Angehängte Dateien

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