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Hilfe zum Erstellen von Tourenberichten

Immer wieder haben einige User Probleme beim Erstellen eines Tourenberichtes, insbesondere beim Hochladen und Einfügen von Bildern.
Ihnen soll die folgende kleine Anleitung ein wenig Hilfe geben, wie ein Tourenbericht ganz kurz und schmerzlos erstellt werden kann

In sechs einfachen Schritten kann ein neuer Bericht leicht erstellt werden:

1. Bilder zum Bericht aussuchen
2. Bilder verkleinern
3. Im Forum "Toureninfo & Verhältnisse" das passende Unterforum auswählen
4. Bilder hochladen
5. Die Bilder mit dem Text ergänzen
6. Fertigstellen/Kontrollieren des Berichtes und Veröffentlichen



Im Folgenden werden die einzelnen Schritte ausführlich erklärt:

1. Bilder zum Bericht aussuchen
Möglichst aussagekräftige Fotos wählen, die auch die Route und wesentliche Details darstellen.
Gegen einzelne "schöne" Landschafts- und Blumenbilder ist natürlich nichts einzuwenden ...


2. Bilder verkleinern
Bewährt hat sich ein Format mit der längeren Bildkante 900 Pixel.
Damit läßt sich bei Speicherung als JPEG eine recht ordentliche Bildqualität erzielen, bei Photoshop etwa abhängig vom Sujet 80/100.


3. Im Forum "Toureninfo & Verhältnisse" das passende Unterforum auswählen
z.B. "Wanderungen und Bergtouren" - "Steiermark"
+Neues Thema wählen

Titel etwa nach dem Schema
Gipfel (Höhenangabe), Anstiegsroute, Gebirgsgruppe (ostalpin nach AVE)

Möglichst bis zu 5 aussagekräftige Stichworte vergeben.

Zum Bilderhochladen weiter mit der "Büroklammer".


4. Bilder hochladen
Möglichst bitte NUR so:
a) "Büroklammer"
b) "Anhänge hochladen"


4.1 Bilder auswählen
Abhängig vom eigenen Rechner/Betriebssystem.
Maximal 15 Bilder pro Posting sind derzeit zulässig, eine größere Bilderanzahl erfordert Folgepostings (Antworten).
(Bewährt hat sich auch, 1-2 Bilder weniger hochzuladen, um für spätere Ergänzungen eine kleine Reserve zu haben.)

4.2 Liste der hochgeladenen Anhänge
Die Auflistung ist leider nicht chronologisch nach Bildbezeichnung geordnet.

Im Textfeld die gewünschte Einfügeposition mit dem Cursor markieren,
bzw. die gelisteten Bilder in der gewünschten Reihenfolge einzeln als "Vollbild" oder "Miniaturansicht" platzieren.
Eine oder mehrere Leerzeilen zwischen den Bildern erleichtern später das Einfügen von Text.


5. Die Bilder mit dem Text ergänzen
Die Bilder sind nun in der richtigen Reihenfolge im Textfenster positioniert.
Ich bevorzuge im ersten Schritt die Positionierung als "Miniaturansicht".
Das erleichtert beim Texteinfügen die Übersicht.
Muß aber nicht sein, natürlich lassen sich die Bilder auch gleich als Vollbild (also in der hochgeladenen Größe) platzieren.

5.1 Text
Jetzt kann der Text ergänzt werden.
Möglichst über dem Foto - ich finde das übersichtlicher ...
Der Text kann natürlich auch vorher erfaßt werden und anschließend einkopiert werden.

5.2 Bildgröße ändern
Wurden die Bilder vorerst als "Miniaturansicht" platziert, können sie einfach auf das finale Darstellungsformat skaliert werden:
a) Doppelklick auf die "Miniaturansicht" öffnet ein Pop-Up-Fenster
b) unter "Größe" idR "Vollbild" wählen
c) OK


6. Fertigstellen/Kontrollieren des Berichtes
Anschließend sollte der Bericht noch in der "Vorschau" kontrolliert werden.
In manchen Fällen muß zur Ansicht der "Vorschau" ziemlich weit nach unten gescrollt werden!

6.1 Veröffentlichen des Berichtes
Zum Schluß noch auf "Abschicken" klicken - und nach einer kurzen "Nachdenkpause" des Servers ist der Bericht online.



Nach dem ersten Durchlesen dieses Leitfadens mag das Erstellen eines Berichtes etwas kompliziert erscheinen - ist es aber nicht:
Viele Tourenberichte schreiben hilft sehr.

Die Reihenfolge der einzelnen Schritte ist nicht so starr wie es hier scheinen mag; natürlich kann auch zuerst der Text erstellt werden und die Bilder nachträglich eingefügt.

Änderungen am fertigen Bericht sind für den Ersteller 24 Stunden lang möglich, bei der Berichtigung später entdeckter Fehler hilft gerne ein zuständiger Moderator. Ebenso beim Verschieben eines Berichtes in das richtige Tourenforum.

Viel Freude bei euren Bergtouren UND dann beim Berichteschreiben,


P.S.: Diese Anleitung, ergänzt um verdeutlichende Screenshots, findet ihr auch unter http://www.gipfeltreffen.at/forum/gi...ourenberichten
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Regelwerk für die Benutzung des Forums Gipfeltreffen

Alle Forumsuser/-innen sind aufgefordert, das Regelwerk zu lesen und sich daran zu halten!

1) Registrierung

Die Registrierung und Benutzung unserer Foren ist kostenlos. Es ist registrierten Teilnehmern/-innen (Usern/-innen) erlaubt, den Forums-Account bis auf Widerruf im Rahmen der vorgegebenen, jederzeit änderbaren Forumsregeln für private Zwecke zu nutzen. Ein späteres Löschen des Forums-Accounts sowie der ins Forum eingebrachten Inhalte oder Bilder ist nicht möglich. Auf Wunsch des Benutzers kann der Account stillgelegt werden. Der Benutzername kann dann von niemandem mehr benützt werden und wird vor Missbrauch geschützt.

2) Hausrecht

Die Forenbetreiber legen Wert auf die Tatsache, dass alle User/-innen Gast in diesem Forum sind und die Betreiber als Gastgeber bei Bedarf ihr Hausrecht jederzeit ausüben können und auch werden. User, die sich überwiegend darauf beschränken zu provozieren, werden ausgeschlossen.

3) Haftung

Die von Usern/-innen verfassten Beiträge stellen ausschließlich die persönliche, subjektive Meinung des Verfassers dar, und keinesfalls die Meinung der Betreiber und Moderatoren dieses Forums. Die Forenbetreiber übernehmen keine Haftung für die Richtigkeit der ausgetauschten Informationen.

4) Umgangston

Die Forenbetreiber erwarten von allen Usern/-innen, sich an die Netiquette zu halten. Auf einen wertschätzenden, höflichen Umgangston wird Wert gelegt.

5) Thementreue

Die Forenbetreiber legen großen Wert auf Thementreue der Beiträge und Übersichtlichkeit von Threads, um den Informationsgehalt des Forums möglichst hoch zu halten. Überschneidungen der Inhalte verschiedener Threads sind zu vermeiden.

6) Verboten ist/sind:

- Beleidigungen, Sticheleien und Provokationen (auch per PN);
- Politische oder religiöse Themen;
- Rechtswidrige Inhalte (unter anderem rechtsradikale oder pornografische Inhalte, Hackinganleitungen, Verstöße gegen das Urheberrecht) sowie das Verlinken zu Seiten mit solchen Inhalten;
- Die Verwendung von fremdem Bildmaterial, Kartenausschnitten und Topos ohne Zustimmung des Autors;
- Die Veröffentlichung von persönlichen Nachrichten (PN), E-Mails oder dergleichen ohne Zustimmung des Verfassers;
- Das Aufdecken der Identität oder die Preisgabe persönlicher Daten eines Users/Moderators/Administrators;
- Werbung für konkurrenzierende Plattformen;
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7) Moderation:

Die Moderatoren/Administratoren werden von den Forenbetreibern bzw. ihren Vertretern ernannt.
Sie sind von den Forenbetreibern verpflichtet, für die Einhaltung der Regeln zu sorgen und somit ermächtigt, die von Usern/-innen bereit gestellten Inhalte (Texte, Anhänge und Verlinkungen) daraufhin zu prüfen und im Bedarfsfall zu bearbeiten, verschieben, zu löschen oder Themen zu schließen. Im Falle der Löschung von Beiträgen können auch jene Beiträge anderer User ganz oder teilweise entfernt werden, die auf einen gelöschten Beitrag Bezug nehmen.

Änderungen von Beiträgen werden - soweit irgend möglich – unter Angabe des Änderungsgrundes gekennzeichnet. Eingriffe, die den Sinn eines Beitrags verändern, werden nicht vorgenommen. Für die geänderten Teile eines Beitrags haftet der ursprüngliche Ersteller nicht.

Wer etwas gegen das aktive Handeln der Moderatoren/-innen vorzubringen hat, kann dies sachlich, mit konkretem Bezug und zeitnah (innerhalb von 6 Wochen ab Anlass) im Unterforum "Zum Forum/Moderation..." darlegen. In allen anderen Foren werden solche Postings im Sinne der Thementreue der Beiträge kommentarlos gelöscht. Bloßes „Mod-Bashing“ führt zu einer sofortigen Sperre.

Das Unterlaufen von Handlungen und Maßnahmen der Moderatoren ist nicht zulässig. Darunter fällt auch das Fortführen des Themas eines geschlossenen oder gelöschten Threads in einem neuen gleichartigen oder ähnlichen Thread. Ergänzungen und Hinweise von Moderatoren und Administratoren dürfen von Usern in deren Beiträgen nicht verändert oder gelöscht werden.

8) Profil/Signatur

Ein übermäßiges Ausnutzen der Signatur ist unerwünscht. Diese sollte vor allem eine maßvolle Größe haben. Nicht mit der Forumsleitung abgesprochene Werbung (für kommerzielle Angebote), Beleidigungen oder Anspielungen in der Signatur oder dem Profiltext werden nicht toleriert.

9) Werbung

Kommerzielle Werbung im Forum Gipfeltreffen ist kostenpflichtig (siehe Unterforum Werbung). Werbepostings müssten vor Platzierung mit der Forumsleitung vereinbart werden.

10) Gemeinschaftstouren/Bazar

Die Forenbetreiber stellen die Foren "Forum für Gemeinschaftstouren" und " Bazar" ausschließlich für private Kontaktzwecke zur Verfügung und gehen damit keinerlei Verpflichtungen oder Haftungen ein! Alle Kontakte in diesen Foren laufen ausschließlich zwischen den Usern/-innen und auf Basis des gegenseitigen Vertrauens. Bei nachweislichen Betrugsfällen stellen die Forenbetreiber alle vorhandenen Informationen zur Verfügung, um eine straf- und zivilrechtliche Verfolgung zu ermöglichen.

11) Regelwidriges Verhalten

User/-innen, die sich regelwidrig verhalten, werden per PN verwarnt und/oder gesperrt. Art und Dauer der Maßnahme richten sich nach der Schwere und der Häufigkeit der Regelübertretung/en. Die betroffenen User/-innen werden darüber per Mail informiert. Ein Posten unter einer anderen Registrierung in der Zeit der Accountsperre ist verboten und zieht automatisch eine Verlängerung der Sperre nach sich.

Wer gegen geltendes Recht verstößt, wird im Ernstfall von uns zur Anzeige gebracht.

12) Information

Die Forumsbetreiber behalten sich das Recht vor,
- alle registrierten User/-innen in unregelmäßigen Abständen über Themen rund um das Bergsteigen, alpiner Sicherheit, Risikomanagement und Weiterbildung per Mail zu informieren und
- dieses Regelwerk jederzeit abzuändern.

13) Nutzung von hochgeladenen Anhängen

Die User/-innen stellen den Forenbetreibern die eingestellten Bilder sowie sonstige Anhänge zur Nutzung im Forum zur Verfügung. Eine darüber hinaus gehende Nutzung der eingestellten Bilder und sonstigen Anhänge durch die Forenbetreiber erfolgt nicht.
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Hochweberspitze (2375m) - eine Rundtour 15./16.9.2020

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  • Hochweberspitze (2375m) - eine Rundtour 15./16.9.2020

    Der Berg gehört zu den am schlechtesten erreichbaren und zeichnet sich daher durch seine Einsamkeit aus. In diesem Jahr gab es gerade einmal 40 Eintragungen im Gipfelbuch.
    Nicht nur der Gipfel mit seiner kuriosen Kreuzmontage ist interessant, sondern auch die Umgebung hat ihre speziellen Reize - vorausgesetzt man nimmt sich Zeit. Meine Tour stand daher wieder einmal unter der Devise: entschleunigen.

    Ich nähere mich dem Berg von Norden und fahre durch Donnersbachwald bis zur Mengbrücke. Dort befindet sich ein Schranken, der nur die Bewohner und die SUVs der Jäger passieren läßt.
    Hier beginnt mein Anstieg zum Glattjoch.

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    Von weit hinten im Talschluss schaut bereits die Hochweberspitze herab, in einen zarten Nebel eingehüllt.

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    Der Vorgipfel zeigt den schwierigen SO-Grat im Profil.

    P1000727.JPG

    Bei der Riedleralm habe ich den ersten Teil des langen Anmarsches hinter mir.
    Das ist, dem Geweih nach, die dortige Jagdhütte.

    P1000728.JPG

    Ein weiteres Gebäude im Rückblick von meinem Weiterweg ...

    P1000730.JPG

    ... mit Badeteich und Liegeterrasse.

    P1000731.JPG

    Die nächste Alm ist die Beireutalm. Und wieder viele Geweihe an der Fassade.

    P1000732.JPG

    Von da sieht die Hochweberspitze schon etwas näher aus.

    P1000733.JPG

    Der Blick talauswärts zeigt die typische Landschaft der niederen Tauern.

    P1000734.JPG

    An der Tür der unteren Glattalm hängt ein Schild: "Wegen Corona geschlossen"

    P1000735.JPG

    Nur wenig höher die Obere Glattalm

    P1000736.JPG

    Ab hier führt nun nur mehr ein schmaler Pfad weiter, der gleich mit der Querung eines Wasserlaufes beginnt.

    P1000737.JPG

    Auch wenn es jetzt über einen relativ steilen Hang hinauf geht, ist die Gegend keinesfalls trocken.

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    Der NO-Grat auf den Vorgipfel der Hochweberspitze präsentiert sich sehr steil.

    P1000739.JPG

    Und dann sind es nur mehr wenige Schritte zum Glattjoch.
    Im Hintergrund die enorm steilen Hänge des Kammes in Richtung Eiskarspitz.

    P1000740.JPG

    --- Fortsetzung folgt ---
    LG Rudolf
    _________________________________________
    Es ist nicht wenig Zeit, die wir haben, sondern es ist viel Zeit,
    die wir nicht nutzen. (Seneca)

  • #2
    Das Glattjoch ist historischer Boden. Seit der Zeit der Römer war es ein wichtiger Übergang. Hier wurde Salz in den Süden transportiert.
    Am Joch steht eine Kapelle, die höchst gelegene Kapelle der Steiermark. Man datiert sie auf das 7. bis 8. Jahrhundert.

    P1000741.JPG

    Das Bauwerk wurde renoviert. Das Innere ist durch massive Türen geschützt aber frei zugänglich.

    P1000743.JPG

    Vom Joch hat man eine prächtige Aussicht.

    Links hinten der Dachstein und rechts vorne das Gumpeneck.

    P1000745.JPG

    Dornkarspitz, Unterkarspitz und im Hintergrund ein Stück vom Grimming

    P1000746.JPG

    Links hinten nochmals Grimming. Im Mittelgrund Schreinl und rechts der Riedlerzinken

    P1000747.JPG

    Und das ist der SO-Grat auf die Hochweberspitze

    P1000744.JPG

    Ich hatte mit dem Gedanken gespielt, über den Grat aufzusteigen. Es soll ja nur ein Zweier sein. Bei näherer Betrachtung habe ich den Plan wieder verworfen. Das viele Grün und die Steilheit des Urgesteins haben mich als Kalktiger abgeschreckt. Außerdem wollte ich als Alleingeher in dieser verlassenen Gegend nichts riskieren.

    Aber es gibt ja Beschreibungen, wo man den Grat auf der Nordseite umgeht. Nach einer langen Querung eines steilen Heidelbeerhanges habe ich diesen Steinmann entdeckt.

    P1000748.JPG

    Die Querung auf Steinmannhöhe wäre sehr mühsam gewesen. Außerdem war dann noch ein Latschenstreifen im Weg, den ich oberhalb hätte umgehen müssen. Nachher hätte ich noch weit absteigen müssen, ehe sich wieder eine Aufstiegsmöglichkeit zum Gipfel ergab.

    Bequemer scheint mir der Zugang über den Jaklwirtsboden zu sein, der am Bild zu sehen ist.

    P1000749.JPG

    Ich steige also den markierten Weg noch weiter ab und finde tatsächlich(!) die zwar sehr schmale, aber gut erkennbare Latschengasse, die horizontal zum Jaklwirtsboden hinüber führt.
    Es ist Mittagszeit, heiß, und ich bin etwas müde vom Wegerlsuchen. Ich lege mich hinter einen großen Steinblock in den Schatten und schlafe bis etwa 16 Uhr. Dann überlege ich, ob ich zum Auto absteigen und die Gegend wechseln soll. Aber wozu wo anders hin fahren? Ich kann ja auch morgen noch die Hochweberspitze besteigen. Den langen Forststraßenhatscher will ich aber nicht heute hinunter und morgen nochmals hinauf gehen, daher werde ich die Nacht nicht im Auto sondern gleich heroben verbringen. Aber ich werde nicht Daumen drehen und warten bis es finster wird, sondern, ausgeschlafen wie ich jetzt bin, gleich mit den Anstieg durch die Nordflanke des Hauptgipfels beginnen.

    Der Mugel rechts im Bild ist der Schattenkogel. Zum Gipfel geht es hinten links hinauf. Ich benutze zuerst die von den Tieren gut ausgetretenen Pfadspuren. Die führen zu einem Bächlein, das zwischen den Felsen direkt in Bildmitte herunter kommt. Genau durch diese Rinne setze ich dann meinen Aufstieg fort. Bei der Steilheit des Geländes empfiehlt es sich nämlich, unnötige Querungen tunlichst zu vermeiden.

    P1000750.JPG

    Das ist der Blick zurück von meinem Aufstieg im Schatten des Schattenkogels

    P1000751.JPG

    Das ist das Ende meiner Rinne. Es befindet sich am oberen Ende der Felsstufe. Bis zum Gipfel ist es noch weit.

    P1000752.JPG

    Dort drüben sind die Abstürze des Vorgipfels zu sehen.

    P1000753.JPG

    Für mich geht es noch weiter gerade hinauf.
    An diesem felsigen Nebengipfel muss ich links vorbei.

    P1000754.JPG

    Als das Licht schwindet suche ich mir ein halbwegs geschütztes Fleckerl, hole das warme Gewand aus dem Rucksack und schlüpfe in den Biwaksack. Diese Sachen habe ich immer bei mir, auch wenn ich bei Schönwetter unterwegs bin. Lästig waren nur die ständigen kalten Windböen, die mir doch Einiges von meiner Körperwärme entzogen haben.

    Im Herbst wird es erst spät wieder hell. Bis zum Gipfel sind es noch 250 Höhenmeter. Also los!
    Von dieser Stelle sehe ich erstmals auf die andere Seite ins Sabinkar hinab.

    P1000755.JPG

    Allmählich wird es Tag über den Niederen Tauern.
    Wer zählt die Gipfel, nennt die Namen?

    P1000756.JPG

    --- Fortsetzung folgt ---

    LG Rudolf
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    die wir nicht nutzen. (Seneca)

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    • #3
      Auf diesen Moment habe ich gewartet.

      P1000757.JPG

      Origineller Steinmann am oberen Gipfelgrat

      P1000758.JPG

      Das Kreuz ist schon zu sehen.

      P1000759.JPG

      Auf den letzten Metern ist noch eine ausgesetzte Scharte zu bewältigen.

      P1000760.JPG

      Und dann bin ich beim Kreuz.
      Es hat eine bewegte Geschichte. Die Christusfigur wurde bei einem Pusterwalder Kirchenbrand gerettet. Zeitweise gab es auf der Rückseite ein Geweih. Nachdem das entfernt wurde, wurde an der Spitze ein Kuhschädel montiert. Der ist auch wieder verschwunden. Zeitweise hat man dem Christus einen Deckel als Heiligenschein auf den Kopf gesetzt. Es gibt alte Bilder auf denen das Zeug noch zu sehen ist. Inzwischen ist das alles wieder - Gott sei Dank - abgeräumt worden.

      P1000761.JPG

      Die Aussicht ist großartig.

      Greim, Rettlkirchspitze, Schoberspitze

      P1000762.JPG

      Tausende Gipfel, beginnend mit der Schoberspitze ganz links bis zur Hochwildstelle

      P1000763.JPG

      Vom Großen Knallstein ganz links bis zum Gumpeneck mit Dachstein im Hintergrund

      P1000764.JPG

      Vom Gumpeneck links bis zum Grimming ganz hinten

      P1000765.JPG

      Totes Gebirge (Priel bis Warscheneck) im Hintergrund. Im Vordergrund der Riedlerzinken.

      P1000766.JPG

      Der Blick hinab über den NO-Grat und das Glattjoch zu Eiskarspitz und Hohenwart.

      P1000768.JPG

      Blick hinab nach Westen ins Sabinkar. Das werde ich bei meinem Rückweg durchqueren.

      P1000769.JPG

      Über diesen Grat steige ich ab.

      P1000771.JPG

      An dieser Stelle verlasse ich den Grat in die steile Flanke nach rechts.
      ​​​​​​​
      P1000772.JPG

      Ich peile dabei den obersten größeren Sabinsee an.

      P1000774.JPG

      --- Fortsetzung folgt ---






      LG Rudolf
      _________________________________________
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      die wir nicht nutzen. (Seneca)

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      • #4
        Ist der Hang steil genug, entstehen auch am Morgen lange Schatten.

        P1000773.JPG

        Ich steuere auf die Mitte der beiden größten Sabinseen zu.

        P1000775.JPG

        Diese beiden namenlosen Erhebungen habe ich bei meinem Aufstieg auf der Rückseite umgangen.

        P1000776.JPG

        Das Foto für das Werbeprospekt darf nicht fehlen. Der obere der beiden Seen.

        P1000777.JPG

        Und von der anderen Uferseite.

        P1000778.JPG

        Ich durchquere das ganze Sabinkar auf seiner linken Seite.
        Dabei habe ich dieses Tier aufgeschreckt.

        P1000779.JPG

        Der Tag ist noch jung und ich habe genug Zeit, mir verschiedene Abstiegsmöglichkeiten anzusehen. Das Wasser fließt über eine Steilstufe. Dort wird es schwierig sein, hinunter zu kommen.
        Ich entdecke einen alten Jagdsteig, der horizontal nach links hinaus zieht.

        P1000780.JPG

        Leider endet der Steig dort, wo es wieder steil und felsig hinunter geht. Um weiter hinüber zu kommen, hätte ich wieder höher steigen müssen. Dazu habe ich keine Lust. Ich gehe zurück und auf die andere Seite. Dort bin ich ganz in der Nähe des Abflusses vom anderen See.
        Waagrecht hinüber käme ich irgendwie zum Jaklwirtsboden, gerade hinunter durch Steilwald in die Höll. Beides will ich aber nicht.

        P1000781.JPG

        Ich will links hinüber und das Wegerl, das genau in Bildmitte zu sehen ist erreichen. Dazu verhilft mir eine gut ausgeschnittene Latschengasse.

        P1000782.JPG

        Der Steig geht am rechten Begrenzungsrücken dieses nahezu horizontalen sumpfigen Tals hinab, wobei es immer wieder durch gut ausgeschnittene Latschen geht.

        P1000783.JPG

        Schließlich lande ich im Tal bei einem mäandrierenden Wasserlauf, der dann auf einmal nach rechts in ein Latschenfeld abbiegt.

        P1000784.JPG

        Das Latschenfeld muss ich links umgehen. Diverse Durchschlupfe, die ich passieren muss, sind nicht immer leicht zu finden.
        Schließlich gelange ich in eine einigermaßen gut gangbare grüne Rinne, die mich zu einer Forststraße bringt, welche in die Höll hinab führt.

        P1000785.JPG

        Am Abstieg ergibt sich nochmals ein Blick auf die Nordseite der Hochweberspitze.
        Links der Vorgipfel mit dem NO-Grat, der Hauptgipfel verdeckt von den beiden Nebengifeln, davor der am Bild viel zu hoch erscheinende Schattenkogel.

        P1000786.JPG

        Ein schöner Blick ergibt sich noch auf die Untere Glattalm auf der gegenüber liegenden Hangseite.

        P1000787.JPG

        Ich hoffe euch haben meine Bilder aus einem der einsamsten Winkeln der Niederen Tauern gefallen.
        Ich bin an den beiden Tagen nur einer einzigen Person begegnet, die im Eilzugstempo den markierten Weg aufs Glattjoch hinauf und wieder hinunter gelaufen ist. Abgesehen davon, dass ich in meinem Alter nicht mehr so laufen kann, ist das nicht mein Stil. Ich lasse mir lieber Zeit zum Schauen, Fotografieren und Landschaft Genießen.
        LG Rudolf
        _________________________________________
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        die wir nicht nutzen. (Seneca)

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        • #5
          Sehr coole Tour und tolle Bilder, danke dafür. Und von wegen "Kürzertreten", wie du bei einigen früheren Berichten angemerkt hast... so ein spontanes Biwak würde ich nicht dazuzählen. Lg Andi
          ... ab 45 Grad Neigung wird's interessant ...

          Kommentar


          • #6
            Zitat von andibaum Beitrag anzeigen
            Sehr coole Tour und tolle Bilder, danke dafür. Und von wegen "Kürzertreten", wie du bei einigen früheren Berichten angemerkt hast... so ein spontanes Biwak würde ich nicht dazuzählen. Lg Andi
            Fein, dass dir die Bilder gefallen haben.
            Und was das Biwak anbelangt:
            • es war kein Notfall
            • das Wetter war schön
            • wie komme ich sonst zu einem Sonnenaufgang am Berg?
            • Kürzertreten = die Tour auf zwei gemütlichere Tage aufteilen, schließlich bin ich im Ruhestand und nicht auf der Flucht
            LG Rudolf
            _________________________________________
            Es ist nicht wenig Zeit, die wir haben, sondern es ist viel Zeit,
            die wir nicht nutzen. (Seneca)

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            • #7
              Super! Bin diese Tour 10 Tage zuvor am 5.9. gegangen, allerdings hinauf über Höll und dann den Anschlußsteig vom Jaklwirtsboden rüber zum Sabinkar und rauf zum Gipfel, und hinunter auch über den alten Steig den du gegangen bist, der in einer aufgelassenen Forststraße geendet hat (für mich - vielleicht ist geht er eh weiter zur aufgelassenen BliemkarAlm)

              Der alte Steig ist in den Karten nicht drinnen (eigentlich auch der vom Jaklwirtsboden rüber zum Sabinkar war in meiner Karte nicht zu sehen.

              Folgt man diesem Bliemkaralmsteig zur aufgelassenen Forststraße, kommt man an dieser "Ruine" vorbei:

              Hochweberspitze Donnersbach 05092020 (163).JPG

              Dann muß man immer wieder aufpassenn, die Latschengassen nicht zu verlieren. Meistens auf gleicher Höhe oder leicht fallend im Gelände:

              Hochweberspitze Donnersbach 05092020 (164).JPG

              Diese führen nämlich in einen Wald - wo er teils überwachsen ist - und später auf Heidelbeerfelder, wo man ihn besser sieht:

              Rückblick:

              Hochweberspitze Donnersbach 05092020 (169).JPGHochweberspitze Donnersbach 05092020 (172).JPG

              Und mündet schließlich in einer bequemen, aufgelassenen Forststraße auf ca 1620 m, die ich dann gemütlich runtergegangen bin:

              Hochweberspitze Donnersbach 05092020 (175).JPG

              Kommentar


              • #8
                Alle Achtung - eine wilde, einsame Tour, die du da gemacht hast.

                Hast du mit einem Biwak gerechnet? Hattest du genug zum Essen mit?

                Den Abstieg stell ich mir recht langwierig und mühsam vor.

                Kommentar


                • #9
                  Zitat von bluehouse3843 Beitrag anzeigen
                  Super! Bin diese Tour 10 Tage zuvor am 5.9. gegangen, allerdings hinauf über Höll und dann den Anschlußsteig vom Jaklwirtsboden rüber zum Sabinkar und rauf zum Gipfel, und hinunter auch über den alten Steig den du gegangen bist, der in einer aufgelassenen Forststraße geendet hat (für mich - vielleicht ist geht er eh weiter zur aufgelassenen BliemkarAlm)
                  Der alte Steig ist in den Karten nicht drinnen (eigentlich auch der vom Jaklwirtsboden rüber zum Sabinkar war in meiner Karte nicht zu sehen.
                  Das ist interessant.
                  Bis zur Ruine sind wir den gleichen Steig gegangen. Ich habe ihn nachher verloren und bin links hinab in den Talgrund zum mäandrierenden Wasserlauf. Das Wasser ist dann rechts in den Latschen verschwunden und ich bin geradeaus weiter und dann letztlich in einen Graben gekommen, der dann hinunter zur Höll-Forststraße geführt hat. Du bist wohl noch etwas früher, also weiter rechts hinunter gekommen.
                  Das und auch dein Weg war nicht der Steig zur Bliemkaralm.
                  Der Bliemkaralmsteig startet in der linken unteren Ecke vom Sabinkar, noch ehe der Bach über eine Steilstufe hinunter fließt. Ich bin ihn zuerst ein Stuck gegangen und habe dort umgedreht, wo man noch weiter hinauf in Richtung Speikkopf hätte ansteigen müssen.
                  Keiner der Steige ist in einer Karte eingezeichnet. Ich habe ihren Verlauf direkt in der Natur aus größerer Entfernung entdeckt und dann ausprobiert.
                  LG Rudolf
                  _________________________________________
                  Es ist nicht wenig Zeit, die wir haben, sondern es ist viel Zeit,
                  die wir nicht nutzen. (Seneca)

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                  • #10
                    Zitat von maxrax Beitrag anzeigen
                    Alle Achtung - eine wilde, einsame Tour, die du da gemacht hast.

                    Hast du mit einem Biwak gerechnet? Hattest du genug zum Essen mit?

                    Den Abstieg stell ich mir recht langwierig und mühsam vor.
                    Ja, einsam war es schon.

                    Mit einem Biwak habe ich nicht gerechnet. Das war ein spontaner Entschluss, weil ich mich darüber geärgert habe, dass ich den Grat nicht gegangen bin. So wie ich das Gestein dann kennen gelernt habe, wäre es eh kein Problem gewesen: eisenfest und rau.
                    Vom Essen für einen Tag bringe ich normalerweise eh immer die Hälfte zurück. Und verdursten kann man in der Gegend nicht - eher ertrinken.

                    Der Abstieg war eigentlich weder langwierig noch langweilig. Etwas mühsam ist es natürlich überall, wo man ohne oder fast ohne Weg unterwegs ist.
                    LG Rudolf
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                    die wir nicht nutzen. (Seneca)

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                    • #11
                      Zitat von Rudolf_48 Beitrag anzeigen
                      Das ist interessant.
                      Bis zur Ruine sind wir den gleichen Steig gegangen. Ich habe ihn nachher verloren und bin links hinab in den Talgrund zum mäandrierenden Wasserlauf. Das Wasser ist dann rechts in den Latschen verschwunden und ich bin geradeaus weiter und dann letztlich in einen Graben gekommen, der dann hinunter zur Höll-Forststraße geführt hat. Du bist wohl noch etwas früher, also weiter rechts hinunter gekommen.
                      ......
                      Keiner der Steige ist in einer Karte eingezeichnet. Ich habe ihren Verlauf direkt in der Natur aus größerer Entfernung entdeckt und dann ausprobiert.
                      Ja, hab den Steig auch erst in der Natur gesehen und war dann neugierig wohin der führt. Ich denke der Steig könnte schon vor der Forststraße existiert haben und ist vielleicht auf der anderen Straßenseite dann wieder in den Wald gegangen - aber ich wollte ja hinunter und hab die bequeme verwachsene Straße genommen. Anbei meine Version zur Forststraße:

                      bestoff Hochweberspitze.jpg

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                      • #12
                        Einfach toll!

                        LG Erich

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                        • #13
                          Für alle, die sich genauer für meine Wegführung interessieren, bitte:

                          hochwebermap.jpg
                          LG Rudolf
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                          • #14
                            Einsamkeit pur.
                            Lässige Unternehmung!


                            L.G. Manfred

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                            • #15
                              Feine Tour! Hab den Bericht gern gelesen, vor allem die Trivia zum Glattjoch und zum Gipfelkreuz gefallen mir sehr gut.

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