Das Stodertal strotzt irgendwie nur so vor 2000er-Klassebergen.
Kleiner Priel, Großer Priel, Spitzmauer, Hochkästen, Hebenkas, Hochmölbing, Schrocken ...
Der heutige Gipfel gehört - was die Höhenlage betrifft - leider nicht dazu, ist aber dennoch eine Klasse für sich.
Das "Stodertaler Horn", der Ostrawitz.
Es ist irgendwie ein polarisierender Berg. Entweder man liebt ihn (... gerne wieder ...), oder man hasst ihn (... einmal und nie wieder!).
Und irgendwie verlangt der Berg alles von einem ab. Orientierungskenntnisse, Kletterfähigkeiten, Improvisationstalent und natürlich viel, viel Glück.
Warum er bei den ambitionierten Berggehern dennoch (rundherum sind alle Gipfel höher!) auf der To-Do-Liste steht (also auch auf meiner)? Keine Ahnung!
Also muss ich das herausfinden.
Wir schreiben Montag, den 15.09.2025. Ich bin mit dem Auto in die Gegend gefahren, um dem Pyhrgas "abzusahnen".
Schon bei der Anfahrt: Wolkenfetzen zuhauf, und alles nass. Es folgte eine rasche Umdisponierung auf Hinterstoder; mit dem Effekt, dass ich auch hier keine zündende Tourenidee habe. In meinem Kopf war nur "Ostrawitz" - vielleicht nicht die gescheiteste Idee, bei so viel Nässe?
DSC08121.jpg
Überhaupt nicht "Manfred-mäßig"
wird die "Ostrinne" gekübelt und der Amap-Steig zur Fuchsgabelhütte gesucht. Der Einstieg ist bald gefunden, und die ersten Meter schauts auch noch sehr entspannt aus.
Plötzlich stehe ich in einer Rinne ("Nordostrinne"). Der Pfad in meiner OSMAND-App passt irgendwie gar nicht mit meinem Standort überein. Steigspuren gibts, aber zu viele. Bald schon bin ich glücklicherweise wieder "auf Kurs" - die OSMAND wird jetzt nur mehr zur groben Positionierung benutzt, meine Ruachelfähigkeiten müssen genügen. So erreiche ich eine Aussichtsschulter auf einem Kamm.
DSC08131.jpg
DSC08137.jpg
Den Kamm aufwärts, irgendwo muss nach rechts eine Querung Richtung Fuchsgabelhütte beginnen, nur wo? Trittspuren und vereinzelte Steinmänner geben einen Richtwert vor - bis sich die Hütte plötzlich direkt über meinem Kopf auf einem Felsvorsprung erhebt.
DSC08140.jpg
DSC08143.jpg
DSC08145.jpg
DSC08147.jpg
Das Wetter bessert sich, es reißt leicht auf. Knapp oberhalb der Hütte verlasse ich die Steigspuren und steige direkt zum Sattel hinter dem Löckenkogel auf. Eine Besteigung schenke ich mir, ich will zurück zum Steig! Also erst mal links rum auf die Ostseite, dann wieder rechts rum auf die Nordseite - voilà - da sind sie ja wieder, meine Steigspuren! Kurz darauf bin ich gleichauf mit dem Löckenkogel (ca. 1350 m).
DSC08152.jpg
Die Nerven spielen verrückt. Ich bin weiter gekommen als gedacht und breche meine Exploration ab.
Abstieg! Abstieg! Fuchsgabelhütte, wo bist du? Wieder großteils weglos erreiche ich die Hütte.
DSC08153.jpg
Noch ist Aufatmen aber nicht angesagt! Die Querung zur "Aussichtsschulter" ist aber quasi Formsache, und auch danach verliere ich die immer deutlicher werdenden Steigspuren nicht mehr. Wieder an der Forststraße - ein Stein fällt mir vom Herzen. Und auch das Wetter für die zweite Tageshälfte wird durchaus herzeigbar.
DSC08155.jpg
DSC08161.jpg
OTM-KARTE.jpg
Bevor ich nun mit dem eigentlichen Tourenbericht starte, verlinke ich alles, was meine Linkdatenbank zum Ostrawitz hergibt:
Manfred9 und brothers, 2018
Seek, 2015
mephistopheles78, 2014
fredi1, 2007
Fortsetzung folgt!
Kleiner Priel, Großer Priel, Spitzmauer, Hochkästen, Hebenkas, Hochmölbing, Schrocken ...
Der heutige Gipfel gehört - was die Höhenlage betrifft - leider nicht dazu, ist aber dennoch eine Klasse für sich.
Das "Stodertaler Horn", der Ostrawitz.
Es ist irgendwie ein polarisierender Berg. Entweder man liebt ihn (... gerne wieder ...), oder man hasst ihn (... einmal und nie wieder!).
Und irgendwie verlangt der Berg alles von einem ab. Orientierungskenntnisse, Kletterfähigkeiten, Improvisationstalent und natürlich viel, viel Glück.
Warum er bei den ambitionierten Berggehern dennoch (rundherum sind alle Gipfel höher!) auf der To-Do-Liste steht (also auch auf meiner)? Keine Ahnung!
Also muss ich das herausfinden.Wir schreiben Montag, den 15.09.2025. Ich bin mit dem Auto in die Gegend gefahren, um dem Pyhrgas "abzusahnen".
Schon bei der Anfahrt: Wolkenfetzen zuhauf, und alles nass. Es folgte eine rasche Umdisponierung auf Hinterstoder; mit dem Effekt, dass ich auch hier keine zündende Tourenidee habe. In meinem Kopf war nur "Ostrawitz" - vielleicht nicht die gescheiteste Idee, bei so viel Nässe?
DSC08121.jpg
Überhaupt nicht "Manfred-mäßig"
wird die "Ostrinne" gekübelt und der Amap-Steig zur Fuchsgabelhütte gesucht. Der Einstieg ist bald gefunden, und die ersten Meter schauts auch noch sehr entspannt aus.Plötzlich stehe ich in einer Rinne ("Nordostrinne"). Der Pfad in meiner OSMAND-App passt irgendwie gar nicht mit meinem Standort überein. Steigspuren gibts, aber zu viele. Bald schon bin ich glücklicherweise wieder "auf Kurs" - die OSMAND wird jetzt nur mehr zur groben Positionierung benutzt, meine Ruachelfähigkeiten müssen genügen. So erreiche ich eine Aussichtsschulter auf einem Kamm.
DSC08131.jpg
DSC08137.jpg
Den Kamm aufwärts, irgendwo muss nach rechts eine Querung Richtung Fuchsgabelhütte beginnen, nur wo? Trittspuren und vereinzelte Steinmänner geben einen Richtwert vor - bis sich die Hütte plötzlich direkt über meinem Kopf auf einem Felsvorsprung erhebt.
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DSC08143.jpg
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Das Wetter bessert sich, es reißt leicht auf. Knapp oberhalb der Hütte verlasse ich die Steigspuren und steige direkt zum Sattel hinter dem Löckenkogel auf. Eine Besteigung schenke ich mir, ich will zurück zum Steig! Also erst mal links rum auf die Ostseite, dann wieder rechts rum auf die Nordseite - voilà - da sind sie ja wieder, meine Steigspuren! Kurz darauf bin ich gleichauf mit dem Löckenkogel (ca. 1350 m).
DSC08152.jpg
Die Nerven spielen verrückt. Ich bin weiter gekommen als gedacht und breche meine Exploration ab.
Abstieg! Abstieg! Fuchsgabelhütte, wo bist du? Wieder großteils weglos erreiche ich die Hütte.
DSC08153.jpg
Noch ist Aufatmen aber nicht angesagt! Die Querung zur "Aussichtsschulter" ist aber quasi Formsache, und auch danach verliere ich die immer deutlicher werdenden Steigspuren nicht mehr. Wieder an der Forststraße - ein Stein fällt mir vom Herzen. Und auch das Wetter für die zweite Tageshälfte wird durchaus herzeigbar.
DSC08155.jpg
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Bevor ich nun mit dem eigentlichen Tourenbericht starte, verlinke ich alles, was meine Linkdatenbank zum Ostrawitz hergibt:
Manfred9 und brothers, 2018
Seek, 2015
mephistopheles78, 2014
fredi1, 2007
Fortsetzung folgt!



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