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Hilfe zum Erstellen von Tourenberichten

Immer wieder haben einige User Probleme beim Erstellen eines Tourenberichtes, insbesondere beim Hochladen und Einfügen von Bildern.
Ihnen soll die folgende kleine Anleitung ein wenig Hilfe geben, wie ein Tourenbericht ganz kurz und schmerzlos erstellt werden kann

In sechs einfachen Schritten kann ein neuer Bericht leicht erstellt werden:

1. Bilder zum Bericht aussuchen
2. Bilder verkleinern
3. Im Forum "Toureninfo & Verhältnisse" das passende Unterforum auswählen
4. Bilder hochladen
5. Die Bilder mit dem Text ergänzen
6. Fertigstellen/Kontrollieren des Berichtes und Veröffentlichen



Im Folgenden werden die einzelnen Schritte ausführlich erklärt:

1. Bilder zum Bericht aussuchen
Möglichst aussagekräftige Fotos wählen, die auch die Route und wesentliche Details darstellen.
Gegen einzelne "schöne" Landschafts- und Blumenbilder ist natürlich nichts einzuwenden ...


2. Bilder verkleinern
Bewährt hat sich ein Format mit der längeren Bildkante 900 Pixel.
Damit läßt sich bei Speicherung als JPEG eine recht ordentliche Bildqualität erzielen, bei Photoshop etwa abhängig vom Sujet 80/100.


3. Im Forum "Toureninfo & Verhältnisse" das passende Unterforum auswählen
z.B. "Wanderungen und Bergtouren" - "Steiermark"
+Neues Thema wählen

Titel etwa nach dem Schema
Gipfel (Höhenangabe), Anstiegsroute, Gebirgsgruppe (ostalpin nach AVE)

Möglichst bis zu 5 aussagekräftige Stichworte vergeben.

Zum Bilderhochladen weiter mit der "Büroklammer".


4. Bilder hochladen
Möglichst bitte NUR so:
a) "Büroklammer"
b) "Anhänge hochladen"


4.1 Bilder auswählen
Abhängig vom eigenen Rechner/Betriebssystem.
Maximal 15 Bilder pro Posting sind derzeit zulässig, eine größere Bilderanzahl erfordert Folgepostings (Antworten).
(Bewährt hat sich auch, 1-2 Bilder weniger hochzuladen, um für spätere Ergänzungen eine kleine Reserve zu haben.)

4.2 Liste der hochgeladenen Anhänge
Die Auflistung ist leider nicht chronologisch nach Bildbezeichnung geordnet.

Im Textfeld die gewünschte Einfügeposition mit dem Cursor markieren,
bzw. die gelisteten Bilder in der gewünschten Reihenfolge einzeln als "Vollbild" oder "Miniaturansicht" platzieren.
Eine oder mehrere Leerzeilen zwischen den Bildern erleichtern später das Einfügen von Text.


5. Die Bilder mit dem Text ergänzen
Die Bilder sind nun in der richtigen Reihenfolge im Textfenster positioniert.
Ich bevorzuge im ersten Schritt die Positionierung als "Miniaturansicht".
Das erleichtert beim Texteinfügen die Übersicht.
Muß aber nicht sein, natürlich lassen sich die Bilder auch gleich als Vollbild (also in der hochgeladenen Größe) platzieren.

5.1 Text
Jetzt kann der Text ergänzt werden.
Möglichst über dem Foto - ich finde das übersichtlicher ...
Der Text kann natürlich auch vorher erfaßt werden und anschließend einkopiert werden.

5.2 Bildgröße ändern
Wurden die Bilder vorerst als "Miniaturansicht" platziert, können sie einfach auf das finale Darstellungsformat skaliert werden:
a) Doppelklick auf die "Miniaturansicht" öffnet ein Pop-Up-Fenster
b) unter "Größe" idR "Vollbild" wählen
c) OK


6. Fertigstellen/Kontrollieren des Berichtes
Anschließend sollte der Bericht noch in der "Vorschau" kontrolliert werden.
In manchen Fällen muß zur Ansicht der "Vorschau" ziemlich weit nach unten gescrollt werden!

6.1 Veröffentlichen des Berichtes
Zum Schluß noch auf "Abschicken" klicken - und nach einer kurzen "Nachdenkpause" des Servers ist der Bericht online.



Nach dem ersten Durchlesen dieses Leitfadens mag das Erstellen eines Berichtes etwas kompliziert erscheinen - ist es aber nicht:
Viele Tourenberichte schreiben hilft sehr.

Die Reihenfolge der einzelnen Schritte ist nicht so starr wie es hier scheinen mag; natürlich kann auch zuerst der Text erstellt werden und die Bilder nachträglich eingefügt.

Änderungen am fertigen Bericht sind für den Ersteller 24 Stunden lang möglich, bei der Berichtigung später entdeckter Fehler hilft gerne ein zuständiger Moderator. Ebenso beim Verschieben eines Berichtes in das richtige Tourenforum.

Viel Freude bei euren Bergtouren UND dann beim Berichteschreiben,


P.S.: Diese Anleitung, ergänzt um verdeutlichende Screenshots, findet ihr auch unter http://www.gipfeltreffen.at/forum/gi...ourenberichten
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Regelwerk für die Benutzung des Forums Gipfeltreffen

Alle Forumsuser/-innen sind aufgefordert, das Regelwerk zu lesen und sich daran zu halten!

1) Registrierung

Die Registrierung und Benutzung unserer Foren ist kostenlos. Es ist registrierten Teilnehmern/-innen (Usern/-innen) erlaubt, den Forums-Account bis auf Widerruf im Rahmen der vorgegebenen, jederzeit änderbaren Forumsregeln für private Zwecke zu nutzen. Ein späteres Löschen des Forums-Accounts sowie der ins Forum eingebrachten Inhalte oder Bilder ist nicht möglich. Auf Wunsch des Benutzers kann der Account stillgelegt werden. Der Benutzername kann dann von niemandem mehr benützt werden und wird vor Missbrauch geschützt.

2) Hausrecht

Die Forenbetreiber legen Wert auf die Tatsache, dass alle User/-innen Gast in diesem Forum sind und die Betreiber als Gastgeber bei Bedarf ihr Hausrecht jederzeit ausüben können und auch werden. User, die sich überwiegend darauf beschränken zu provozieren, werden ausgeschlossen.

3) Haftung

Die von Usern/-innen verfassten Beiträge stellen ausschließlich die persönliche, subjektive Meinung des Verfassers dar, und keinesfalls die Meinung der Betreiber und Moderatoren dieses Forums. Die Forenbetreiber übernehmen keine Haftung für die Richtigkeit der ausgetauschten Informationen.

4) Umgangston

Die Forenbetreiber erwarten von allen Usern/-innen, sich an die Netiquette zu halten. Auf einen wertschätzenden, höflichen Umgangston wird Wert gelegt.

5) Thementreue

Die Forenbetreiber legen großen Wert auf Thementreue der Beiträge und Übersichtlichkeit von Threads, um den Informationsgehalt des Forums möglichst hoch zu halten. Überschneidungen der Inhalte verschiedener Threads sind zu vermeiden.

6) Verboten ist/sind:

- Beleidigungen, Sticheleien und Provokationen (auch per PN);
- Politische oder religiöse Themen;
- Rechtswidrige Inhalte (unter anderem rechtsradikale oder pornografische Inhalte, Hackinganleitungen, Verstöße gegen das Urheberrecht) sowie das Verlinken zu Seiten mit solchen Inhalten;
- Die Verwendung von fremdem Bildmaterial, Kartenausschnitten und Topos ohne Zustimmung des Autors;
- Die Veröffentlichung von persönlichen Nachrichten (PN), E-Mails oder dergleichen ohne Zustimmung des Verfassers;
- Das Aufdecken der Identität oder die Preisgabe persönlicher Daten eines Users/Moderators/Administrators;
- Werbung für konkurrenzierende Plattformen;
- Das Führen von Doppel- oder Mehrfachaccounts;

7) Moderation:

Die Moderatoren/Administratoren werden von den Forenbetreibern bzw. ihren Vertretern ernannt.
Sie sind von den Forenbetreibern verpflichtet, für die Einhaltung der Regeln zu sorgen und somit ermächtigt, die von Usern/-innen bereit gestellten Inhalte (Texte, Anhänge und Verlinkungen) daraufhin zu prüfen und im Bedarfsfall zu bearbeiten, verschieben, zu löschen oder Themen zu schließen. Im Falle der Löschung von Beiträgen können auch jene Beiträge anderer User ganz oder teilweise entfernt werden, die auf einen gelöschten Beitrag Bezug nehmen.

Änderungen von Beiträgen werden - soweit irgend möglich – unter Angabe des Änderungsgrundes gekennzeichnet. Eingriffe, die den Sinn eines Beitrags verändern, werden nicht vorgenommen. Für die geänderten Teile eines Beitrags haftet der ursprüngliche Ersteller nicht.

Wer etwas gegen das aktive Handeln der Moderatoren/-innen vorzubringen hat, kann dies sachlich, mit konkretem Bezug und zeitnah (innerhalb von 6 Wochen ab Anlass) im Unterforum "Zum Forum/Moderation..." darlegen. In allen anderen Foren werden solche Postings im Sinne der Thementreue der Beiträge kommentarlos gelöscht. Bloßes „Mod-Bashing“ führt zu einer sofortigen Sperre.

Das Unterlaufen von Handlungen und Maßnahmen der Moderatoren ist nicht zulässig. Darunter fällt auch das Fortführen des Themas eines geschlossenen oder gelöschten Threads in einem neuen gleichartigen oder ähnlichen Thread. Ergänzungen und Hinweise von Moderatoren und Administratoren dürfen von Usern in deren Beiträgen nicht verändert oder gelöscht werden.

8) Profil/Signatur

Ein übermäßiges Ausnutzen der Signatur ist unerwünscht. Diese sollte vor allem eine maßvolle Größe haben. Nicht mit der Forumsleitung abgesprochene Werbung (für kommerzielle Angebote), Beleidigungen oder Anspielungen in der Signatur oder dem Profiltext werden nicht toleriert.

9) Werbung

Kommerzielle Werbung im Forum Gipfeltreffen ist kostenpflichtig (siehe Unterforum Werbung). Werbepostings müssten vor Platzierung mit der Forumsleitung vereinbart werden.

10) Gemeinschaftstouren/Bazar

Die Forenbetreiber stellen die Foren "Forum für Gemeinschaftstouren" und " Bazar" ausschließlich für private Kontaktzwecke zur Verfügung und gehen damit keinerlei Verpflichtungen oder Haftungen ein! Alle Kontakte in diesen Foren laufen ausschließlich zwischen den Usern/-innen und auf Basis des gegenseitigen Vertrauens. Bei nachweislichen Betrugsfällen stellen die Forenbetreiber alle vorhandenen Informationen zur Verfügung, um eine straf- und zivilrechtliche Verfolgung zu ermöglichen.

11) Regelwidriges Verhalten

User/-innen, die sich regelwidrig verhalten, werden per PN verwarnt und/oder gesperrt. Art und Dauer der Maßnahme richten sich nach der Schwere und der Häufigkeit der Regelübertretung/en. Die betroffenen User/-innen werden darüber per Mail informiert. Ein Posten unter einer anderen Registrierung in der Zeit der Accountsperre ist verboten und zieht automatisch eine Verlängerung der Sperre nach sich.

Wer gegen geltendes Recht verstößt, wird im Ernstfall von uns zur Anzeige gebracht.

12) Information

Die Forumsbetreiber behalten sich das Recht vor,
- alle registrierten User/-innen in unregelmäßigen Abständen über Themen rund um das Bergsteigen, alpiner Sicherheit, Risikomanagement und Weiterbildung per Mail zu informieren und
- dieses Regelwerk jederzeit abzuändern.

13) Nutzung von hochgeladenen Anhängen

Die User/-innen stellen den Forenbetreibern die eingestellten Bilder sowie sonstige Anhänge zur Nutzung im Forum zur Verfügung. Eine darüber hinaus gehende Nutzung der eingestellten Bilder und sonstigen Anhänge durch die Forenbetreiber erfolgt nicht.
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WICHTIG - BITTE BEACHTEN!!!

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Königstuhl (2336m) und Friesenhalshöhe (2246m) ab Dr. Josef-Mehrl-Hütte, Nockberge (28.02.26)

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  • Königstuhl (2336m) und Friesenhalshöhe (2246m) ab Dr. Josef-Mehrl-Hütte, Nockberge (28.02.26)

    title-photo-koenigstuhl280226.jpg
    Track Open Topo Map (Aufstieg nachträglich eingezeichnet), Gipfelfoto Königstuhl


    Wegführung: Dr. Josef-Mehrl-Hütte (1731m, ÜE, 9.25) – Oberes Kremstal – Königstuhlscharte (2185m) – Königstuhl (2336m, ca. 12.20-12.55) – Friesenhalshöhe (2246m, 14.10) – Rosaninseen – Dr. Josef-Mehrl-Hütte (Übernachtung, 16.15)

    Höhenmeter: ca. 700hm | Strecke: ca. 12km | reine Gehzeit: 4,5 Stunden

    Schneeschuhwanderwochenende mit dem Alpenverein in den Nockbergen. Für mich das erste Mal auf der Dr. Josef-Mehrl-Hütte. Das Wetter hätte kaum besser sein können, allenfalls ein wenig kühler. Ich hab geschwitzt wie im Hochsommer und leider viel zu wenig getrunken. Die Gruppe hat gut harmonisiert, das Tempo passte. An Gesprächsstoff mangelte es nicht.

    Ich war gespannt, ob ich die Höhe merken würde, kam aber gut zurecht – eher wars die Hitze bei gleichzeitiger Windstille, die mir beim finalen Gipfelanstieg zu schaffen machte.

    Anfahrt von Wien ins Kremstal.

    Wir erreichten mit der Abenddämmerung unseren Zielort.

    Matehanshöhe (2086m) links, mittig Sagmeisterhöhe (2058m) oberhalb von Schönefeld

    1.jpg

    Von der untergehenden Sonne angestrahlter Stubennock (2092m), rechts der Schlepplift am Osthang der Matehanshöhe

    2.jpg

    Eine sanfte Rechtskurve und die im reichlichen Weihnachtsschmuck erstrahlende Hütte lag vor uns. Das Wirtspaar schupfte den Betrieb zu zweit bzw. mit einer zusätzlichen Küchenhilfskraft. Entsprechend dauerte es mit dem Bestellen ein wenig. Die Portionen waren riesig. Untergebracht waren wir in Zweibettzimmern mit Waschbecken – und einer Gratisdusche am Gang. Das war schon recht luxuriös für die Höhe (1731m). Einziger Wermutstropfen das späte Frühstück (ab 8 Uhr). Der Hüttenwirt dazu lakonisch „Gestern war der Gastraum schon um halb acht bummvoll, doch ich blieb stur. Vor dem zweiten Kaffee braucht mich niemand ansprechen!“ Ganz so ernst meinte er es dann doch nicht, denn um 7.47 bekamen wir schon unseren Kaffee. Wach war ich schon ab halb sechs und schlug die Zeit tot bis zum Frühstück.

    Blick nach Norden, rechts Klölingnock (2178m), über die Klölingscharte (2116m) stiegen wir am Folgetag ab

    3.jpg

    Für das Foto stieg ich mit meinen Crocs auf den aufgehäuften Schnee und rutschte im Abstieg gleich mal aus und fiel auf die linke Seite, die Kamera fiel mir aus der Hand und kullerte hinab. Passiert ist mir nichts – es blieb immerhin der einzige Faller an dem Wochenende. Note for myself: Crocs haben schlechten Grip auf plattgedrücktem Schnee.

    Gegenüber startete ein Mann mit seinem Hannover’schen Schweißhund seine Skitour. Ich sah ihn im Aufstieg zur Königstuhlscharte von ebendieser abfahren, der Hund rannte fröhlich wedelnd im Abstand hinab.

    4.jpg

    Nach üppigem Frühstücksbuffet starteten wir um 9.20 bei der Langlaufloipe gegenüber der Hütte.

    Csaba mit der Vorstellungsrunde, im Hintergrund das Kremstal, sowie Hohe Pressing (2370m) und Kasperkopf (2129m)

    5.jpg

    Krems im Oberlauf

    6.jpg

    Abmarsch zunächst in der Ebene zum Eingehen. Über den Hang links unterhalb der Rosaninhöhe stiegen wir am Folgetag an.

    7.jpg

    Im Gleichschritt

    8.jpg

    Rückblick, links aufgereiht Matehanshöhe, Sagmeisterhöhe, Lenzenbühel (2106m) und Wirtsnock (2059m)

    9.jpg

    Gegenüber die Rosaninscharte (2075m), links Mühlbacher Nock (2273m) und rechts Königstuhl (2336m)

    10.jpg

    Bis etwa hierhin ging die gespurte Loipe, dann wechselten wir auf teilweise Spuren, teilweise spurten wir daneben neu.

    Aufstieg zur Königstuhlscharte (im Hintergrund)

    11.jpg

    12.jpg

    Erste Trinkpause bei strahlendem Sonnenschein ohne Wind

    13.jpg

    Mühlbacher Nock und Rosaninscharte im Hintergrund

    14.jpg
    http://www.wetteran.de

  • #2
    Unterm Schnee verborgen der schmale Rosaninsee und die flachen Moorlacken, rechts Ochsenriegel (2282m) und Rosaninhöhe (2280m)

    15.jpg
    Schlüsselstelle I:

    Der Normalweg (markiert, im Winter unterm Schnee verborgen) führte über die Scharte rechts, über die zuvor schon mehrere Tourengeher aufgestiegen waren. Wir wählten den Rücken in Bildmitte und hielten uns dabei eher rechts der erkennbaren Schneewechtenkante.

    16.jpg
    Bergfex Karte OSM + Hangneigung (gelb: ab 30°) und skizzierte Aufstiegsroute, links die lange Querung unterhalb der Friesenhalshöhe in steilerem Gelände (Schlüsselstelle II)

    aufstieg.jpg

    Beim Aufstieg fuhr unterhalb von uns querend ein Skitourengeher vorbei. „Das ist aber kein Aufstiegshang!“ rief er uns zu. „Das ist ein Lawinenhang!“ setzte er nach. „Wir gehen eh mit einem Guide!“ entgegnete einer von uns. „Ganz gescheiter Bursche! Bitte richtet Ihm von mir aus, das ist ein ganz gescheiter Bursche!“ antwortete er im triefenden Sarkasmus. Einige Augenblicke später legte eine Gruppe Tourengeher eine zweite Spur neben unserer an. Ich kann die Kritik an unserem Aufstieg nicht nachvollziehen. Die von der Hangneigung her kritischeren Passagen wären links und rechts des Rückens gewesen. Alles gut mit etwas Vorsicht – dafür absolvierten wir diese Passage auch mit zehn Meter Abständen zwischen den Gehern.

    Es wurde steiler – jetzt kam die Aufforderung, längere Abstände einzuhalten.

    17.jpg

    Im mittleren Teil des Rückens Stop and Go, bis die Abstände passen

    18.jpg

    Wir blieben rechts der Kante, keine Setzungsgeräusche bis dahin

    19.jpg

    Rückblick auf den Aufstiegsweg, im Hintergrund Schilchernock, Ochsenriegel, Rosaninhöhe und Mühlbacher Nock

    20.jpg

    Die breite Scharte mit einzelnen dolinenartigen Löchern ist erreicht. Weiter gings am Rand, bis wir auf der Schulter den markierten Aufstieg erreichten.

    21.jpg

    Königstuhlscharte mit Friesenhalshöhe rechts, im Hintergrund Ankogelgruppe mit Hochalmspitze (3360m) und Großem Hafner (3076m)

    22.jpg

    Panorama Nockberge und Hohe Tauern, Hochalmspitze in Bildmitte

    23.jpg

    Für die letzten knapp zweihundert Höhenmeter gingen wir von der Kante weg, wo der Normalweg hinaufzieht, und wählten je nach Gusto in mehr oder weniger ausladenden Kehren unsere eigene Aufstiegsroute zum Gipfel. Dabei herrschte unverändert wenig Wind und ich schwitzte gehörig, obwohl ich ohnehin dünnere Kleidung anhatte. Als Entschädigung entfaltete sich ein Panorama mit fast maximaler Fernsicht.

    Links: Großleobeneck (2196m) und Stileck (2179m) in den Nockbergen, dann Hohe Trieb (2199m) in den Karnischen Alpen. Zentral einzelne flache Quellwolken, die wie hohe Gipfel aussehen. Sie verschleiern teilweise die südlichen Karnischen Alpen auf der italienischen Seite. Rechts schließt die Köderhöhe (2228m) an, dahinter Monte Crostis (2250m), und gleich rechts anschließend der wuchtige Reißkofel (2371m) in den Gailtaler Alpen. Abgesetzt und kleiner rechts Polinik (2332m) und der Creta di Collina (Kolinnkofel, 2742m) am Plöckenpass in den Karnischen Alpen.

    Nockberge, Karnische und Gailtaler Alpen

    24.jpg

    Im Vordergrund (mittlere Reihe) Tschiernock (2088m), dahinter nochmal Reißkofel, Polinik und Kollinkofel mit Hohe Warte (2780m) rechts, sowie Hinterer Mooskofel (2506m) am Karnischen Höhenweg. Ganz rechts der ausgeprägte Klotz am Horizont ist der Monte Antelao (3264m, 128km) in den Dolomiten. Rechts davon schaut noch ein markantes Spitzerl durch, der Monte Pelmo (3168m,138km), davor der sanftere Stagor (2289m) in der Kreuzeckgruppe.

    25.jpg

    Was hätte ich an dem Tag für meine Canon G3X mit 600mm Brennweite gegeben, aber die Sony RX 100 VI lieferte auch ganz passable Aufnahmen.

    Im Hintergrund Rosskofel (2240m) und Creta di Pricotic (2223m) beim Nassfeld, rechts Trogkofel (2280m) von der breiten Seite und ganz rechts Staff (2217m) nordöstlich vom Weissensee.

    26.jpg

    Links Javolec (2645m) und Mangart (2677m). Davor relativ unspektakulär nach rechts gezogen Dobratsch (2166m), noch vor dem trapezförmigen Pfannock (2254m) schaut hinten der Rombon (2208m) durch. Rechts schließen an: Jof Fuart (2666m), Jôf di Montasio (2753m) und Monte Cimone (2379m).

    27.jpg

    Diese Bilder hab ich noch von der Schulter aufgenommen. Rückblick auf unseren Aufstiegsweg und die Gruppe Tourengeher, die neben/auf unseren Spuren folgt.

    28.jpg


    http://www.wetteran.de

    Kommentar


    • #3
      Ein seltener Moment mit menschenleerem Gipfelkreuz

      29.jpg

      In der Euphorie war es mir zuerst nicht bewusst, bevor Csaba mahnend darauf hinwies: Es gab schon aus gutem Grund keine Spuren im Schnee rechts vom Gipfelkreuz – dort befand sich eine mächtige überhängende Schneewechte.

      Kollinkofel und Hohe Warte links, Monte Antelao mittig, rechts Monte Peralba (2694m) und Punta Sorapiss (3205m, 129km)

      30.jpg

      Ein Detail fiel mir noch auf, und dafür hab ich einen vergrößerten Ausschnitt gewählt: Der höchste Dolomitengipfel zeigte sich unscheinbar im Hintergrund

      grafik.png

      Im Osten war die Gipfelbestimmung ein wenig leichter:

      Koralpe mit Großem Speikkogel (2140m) sichtbar abgesetzt

      31.jpg

      Seetaler Alpen mit Kreiskogel (2306m), Scharfes Eck (2364m) und Zirbitzkogel (2396m), davor Hirschstein (2047m) und rechts Grebenzen

      32.jpg

      Ausgeprägte Gipfelwechten, im Hintergrund Radstädter und Schladminger Tauern

      33.jpg

      Rosaninseen und Oberes Kremstal

      34.jpg

      Mittig Javolec und Mangart, links Triglav (2864m), ganz links Hochstuhl (2237m, 64km). Im Hintergrund links ist eine flache Wolken/Dunstschicht erkennbar, laut Satellitenbild nicht sehr ausgedehnte flache Konvektion am Alpensüdrand.

      35.jpg

      Alte Bekannte im Südosten – erst letzten Sommer war ich erstmals auf der Petzen.

      Im Vordergrund rechts Rinsennock (2334m), mittig Petzen (2126m), links Uršlja gora (1699m), östlichster Gipfel der Karawanken

      36.jpg

      Hochobir (2139m) links, mittig Grintavec (2558m) in den Karawanken, vorne Gregerlnock (2296m) und Stangnock (2316m)

      37.jpg

      Nach ausgiebigem Schauen und gemütlicher Rast begannen wir den Abstieg.

      Abstieg zurück in die Scharte, die steile Querung unterhalb der Friesenhalshöhe hier gut sichtbar

      38.jpg

      (Hochkant, weil die neue Sonnenbrille noch stärker polarisiert und ich auf der Sony im Breitformat einen schwarzen Bildschirm habe)

      Größenvergleich

      39.jpg

      Um auf die Friesenhalshöhe zu gelangen, querten wir den Südwesthang und gingen dann am flachen Rücken hinten hinauf.

      Anfangs noch ein breiter Weg

      40.jpg

      Wechtenbruch mit Abgang eines Schneebretts

      41.jpg

      Der Weg wurde langsam schmaler und steiler, aber noch war er gut zu bewältigen

      42.jpg
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      • #4
        An dieser Stelle hielten wir bereits Abstand – der Schnee war ziemlich weich in der prallen Sonne

        43.jpg

        Schlüsselstelle II:

        Ein Teilnehmer rutschte weiter vorne in eine steile Rinne ab, derfing sich aber rechtzeitig und konnte wieder hinaufstapfen. Entsprechend stieg natürlich die Nervosität bei allen dahinter. Es hieß langsam und konzentriert zu steigen.

        Vor der Schlüsselstelle – Hangneigung hier über 35°

        44.jpg

        In der Schlüsselstelle – linker und rechter Tritt waren unterschiedlich hoch, was etwas unangenehm war – Csaba überwacht die Querung

        Im Hintergrund links Hohe Pressing (2370m), rechts Reißeck (2965m)

        45.jpg

        Rückblick auf die Querung und den Königstuhl

        46.jpg

        Dann gings über den Zaun und am breiten Gipfelkamm nach oben. Viele zogen die Schneeschuhe aus, da der Kamm teilweise aper war. Ich ging mit ein paar anderen daneben im Schnee weiter. Das Stück war ohnehin nurmehr kurz.

        Rückblick von der Friesenhalshöhe auf den Königstuhl

        47.jpg

        Monte Antelao und Monte Peralba in Bildmitte, rechts Punta Sorapiss

        48.jpg

        Über den Abstieg war ich zugegeben gespannt, denn ich schaute nebenher auf der Open Topo Map mit und fragte mich, wo wir zurück nach Osten absteigen konnten. Csaba fand die Antwort in der Scharte zwischen Seenock (2260m) und Friesenhalshöhe.

        Csaba mit dem besseren Überblick auf den Abstieg als wir in der Scharte, im Hintergrund Mühlbacher Nock und Kaserhöhe (2318m) hinter der Rosaninscharte

        49.jpg

        Von Csabas Standort sah man unterhalb der Scharte eine steile Rampe, die dann in den Osthang mündete und zu den flachen Mulden der Rosaninmoore auslief.

        50.jpg

        Mäßiges Rutschvergnügen auf der Rampe – dafür sank man zu tief ein.

        51.jpg

        Rückblick zur Scharte und zur Rampe, die die Steilheit etwas verringerte.

        52.jpg

        Königstuhlscharte links, Friesenhalshöhe und gut erkennbar unsere breite Abstiegsspur

        53.jpg

        Jetzt im gutmütigen Gelände, leicht ansteigend und dann wieder flach absteigend (unter 30°) hörten wir erstmals das charakteristische „Wumm-Geräusch“. Es entsteht, wenn eine kompakte Altschneeschicht (meist Triebschnee) auf einer instabilen Schwachschicht (z.B. aufbauende Umwandlung, eingeschneiter Graupel) durch Zusatzbelastung plötzlich zusammenbricht – ein Indikator für erhöhte Schneebrettlawinengefahr. Dabei entweicht die Luft aus der weichen Schwachschicht und die darüber liegende harte Schicht sinkt ab. In steilerem Gelände können dann große Schneebrettlawinen entstehen, manchmal bilden sich Risse in der Schneedecke. Es tritt gehäuft im Übergangsbereich von wenig zu viel Schnee auf, wie hier, wo es den Triebschnee über die flachen Rosaninmoore in den steileren Hang geblasen hatte.

        Mäßig steiler Hang – zum Glück, im Hintergrund rechts Ochsenriegel.

        54.jpg

        Rückblick – hier gab es die Setzungsgeräusche.

        55.jpg

        Der steile Hang hinab durch lockeren Wald war dann eine regelrechte Wühlerei. Die ersten Geher waren im Vorteil, dahinter wurden die Löcher immer tiefer, man brach immer häufiger bis zur Hüfte oder noch tiefer ein. Kein Abstiegsgelände, wenn man alleine unterwegs ist!

        Die letzten Meter zurück zur gespurten Loipe

        56.jpg

        Die letzten Meter zur Hütte waren nurmehr Formsache. Die Sonne verschwand bald aus dem Nord-Süd ausgerichteten Tal und wir drückten aufs Tempo, um die Hütte noch bei Sonnenschein zu erreichen. Bis wir dort ankamen, war ich schon ziemlich hungrig, hatte ich doch wenig Proviant mitgenommen, und durstig. Auf eine Thermoskanne hatte ich verzichtet, in Erwartung der milden Höhenluft, und ohnehin schon etwas mehr mitgenommen – es war trotzdem zu wenig.

        In Summe ein durchaus abwechslungsreicher Tourentag, mit etwas Nervenkitzel und sonst aber besten Schneeschuhverhältnissen.

        Lg, Felix
        http://www.wetteran.de

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