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Hilfe zum Erstellen von Tourenberichten

Immer wieder haben einige User Probleme beim Erstellen eines Tourenberichtes, insbesondere beim Hochladen und Einfügen von Bildern.
Ihnen soll die folgende kleine Anleitung ein wenig Hilfe geben, wie ein Tourenbericht ganz kurz und schmerzlos erstellt werden kann

In sechs einfachen Schritten kann ein neuer Bericht leicht erstellt werden:

1. Bilder zum Bericht aussuchen
2. Bilder verkleinern
3. Im Forum "Toureninfo & Verhältnisse" das passende Unterforum auswählen
4. Bilder hochladen
5. Die Bilder mit dem Text ergänzen
6. Fertigstellen/Kontrollieren des Berichtes und Veröffentlichen



Im Folgenden werden die einzelnen Schritte ausführlich erklärt:

1. Bilder zum Bericht aussuchen
Möglichst aussagekräftige Fotos wählen, die auch die Route und wesentliche Details darstellen.
Gegen einzelne "schöne" Landschafts- und Blumenbilder ist natürlich nichts einzuwenden ...


2. Bilder verkleinern
Bewährt hat sich ein Format mit der längeren Bildkante 900 Pixel.
Damit läßt sich bei Speicherung als JPEG eine recht ordentliche Bildqualität erzielen, bei Photoshop etwa abhängig vom Sujet 80/100.


3. Im Forum "Toureninfo & Verhältnisse" das passende Unterforum auswählen
z.B. "Wanderungen und Bergtouren" - "Steiermark"
+Neues Thema wählen

Titel etwa nach dem Schema
Gipfel (Höhenangabe), Anstiegsroute, Gebirgsgruppe (ostalpin nach AVE)

Möglichst bis zu 5 aussagekräftige Stichworte vergeben.

Zum Bilderhochladen weiter mit der "Büroklammer".


4. Bilder hochladen
Möglichst bitte NUR so:
a) "Büroklammer"
b) "Anhänge hochladen"


4.1 Bilder auswählen
Abhängig vom eigenen Rechner/Betriebssystem.
Maximal 15 Bilder pro Posting sind derzeit zulässig, eine größere Bilderanzahl erfordert Folgepostings (Antworten).
(Bewährt hat sich auch, 1-2 Bilder weniger hochzuladen, um für spätere Ergänzungen eine kleine Reserve zu haben.)

4.2 Liste der hochgeladenen Anhänge
Die Auflistung ist leider nicht chronologisch nach Bildbezeichnung geordnet.

Im Textfeld die gewünschte Einfügeposition mit dem Cursor markieren,
bzw. die gelisteten Bilder in der gewünschten Reihenfolge einzeln als "Vollbild" oder "Miniaturansicht" platzieren.
Eine oder mehrere Leerzeilen zwischen den Bildern erleichtern später das Einfügen von Text.


5. Die Bilder mit dem Text ergänzen
Die Bilder sind nun in der richtigen Reihenfolge im Textfenster positioniert.
Ich bevorzuge im ersten Schritt die Positionierung als "Miniaturansicht".
Das erleichtert beim Texteinfügen die Übersicht.
Muß aber nicht sein, natürlich lassen sich die Bilder auch gleich als Vollbild (also in der hochgeladenen Größe) platzieren.

5.1 Text
Jetzt kann der Text ergänzt werden.
Möglichst über dem Foto - ich finde das übersichtlicher ...
Der Text kann natürlich auch vorher erfaßt werden und anschließend einkopiert werden.

5.2 Bildgröße ändern
Wurden die Bilder vorerst als "Miniaturansicht" platziert, können sie einfach auf das finale Darstellungsformat skaliert werden:
a) Doppelklick auf die "Miniaturansicht" öffnet ein Pop-Up-Fenster
b) unter "Größe" idR "Vollbild" wählen
c) OK


6. Fertigstellen/Kontrollieren des Berichtes
Anschließend sollte der Bericht noch in der "Vorschau" kontrolliert werden.
In manchen Fällen muß zur Ansicht der "Vorschau" ziemlich weit nach unten gescrollt werden!

6.1 Veröffentlichen des Berichtes
Zum Schluß noch auf "Abschicken" klicken - und nach einer kurzen "Nachdenkpause" des Servers ist der Bericht online.



Nach dem ersten Durchlesen dieses Leitfadens mag das Erstellen eines Berichtes etwas kompliziert erscheinen - ist es aber nicht:
Viele Tourenberichte schreiben hilft sehr.

Die Reihenfolge der einzelnen Schritte ist nicht so starr wie es hier scheinen mag; natürlich kann auch zuerst der Text erstellt werden und die Bilder nachträglich eingefügt.

Änderungen am fertigen Bericht sind für den Ersteller 24 Stunden lang möglich, bei der Berichtigung später entdeckter Fehler hilft gerne ein zuständiger Moderator. Ebenso beim Verschieben eines Berichtes in das richtige Tourenforum.

Viel Freude bei euren Bergtouren UND dann beim Berichteschreiben,


P.S.: Diese Anleitung, ergänzt um verdeutlichende Screenshots, findet ihr auch unter http://www.gipfeltreffen.at/forum/gi...ourenberichten
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Regelwerk für die Benutzung des Forums Gipfeltreffen

Alle Forumsuser/-innen sind aufgefordert, das Regelwerk zu lesen und sich daran zu halten!

1) Registrierung

Die Registrierung und Benutzung unserer Foren ist kostenlos. Es ist registrierten Teilnehmern/-innen (Usern/-innen) erlaubt, den Forums-Account bis auf Widerruf im Rahmen der vorgegebenen, jederzeit änderbaren Forumsregeln für private Zwecke zu nutzen. Ein späteres Löschen des Forums-Accounts sowie der ins Forum eingebrachten Inhalte oder Bilder ist nicht möglich. Auf Wunsch des Benutzers kann der Account stillgelegt werden. Der Benutzername kann dann von niemandem mehr benützt werden und wird vor Missbrauch geschützt.

2) Hausrecht

Die Forenbetreiber legen Wert auf die Tatsache, dass alle User/-innen Gast in diesem Forum sind und die Betreiber als Gastgeber bei Bedarf ihr Hausrecht jederzeit ausüben können und auch werden. User, die sich überwiegend darauf beschränken zu provozieren, werden ausgeschlossen.

3) Haftung

Die von Usern/-innen verfassten Beiträge stellen ausschließlich die persönliche, subjektive Meinung des Verfassers dar, und keinesfalls die Meinung der Betreiber und Moderatoren dieses Forums. Die Forenbetreiber übernehmen keine Haftung für die Richtigkeit der ausgetauschten Informationen.

4) Umgangston

Die Forenbetreiber erwarten von allen Usern/-innen, sich an die Netiquette zu halten. Auf einen wertschätzenden, höflichen Umgangston wird Wert gelegt.

5) Thementreue

Die Forenbetreiber legen großen Wert auf Thementreue der Beiträge und Übersichtlichkeit von Threads, um den Informationsgehalt des Forums möglichst hoch zu halten. Überschneidungen der Inhalte verschiedener Threads sind zu vermeiden.

6) Verboten ist/sind:

- Beleidigungen, Sticheleien und Provokationen (auch per PN);
- Politische oder religiöse Themen;
- Rechtswidrige Inhalte (unter anderem rechtsradikale oder pornografische Inhalte, Hackinganleitungen, Verstöße gegen das Urheberrecht) sowie das Verlinken zu Seiten mit solchen Inhalten;
- Die Verwendung von fremdem Bildmaterial, Kartenausschnitten und Topos ohne Zustimmung des Autors;
- Die Veröffentlichung von persönlichen Nachrichten (PN), E-Mails oder dergleichen ohne Zustimmung des Verfassers;
- Das Aufdecken der Identität oder die Preisgabe persönlicher Daten eines Users/Moderators/Administrators;
- Werbung für konkurrenzierende Plattformen;
- Das Führen von Doppel- oder Mehrfachaccounts;

7) Moderation:

Die Moderatoren/Administratoren werden von den Forenbetreibern bzw. ihren Vertretern ernannt.
Sie sind von den Forenbetreibern verpflichtet, für die Einhaltung der Regeln zu sorgen und somit ermächtigt, die von Usern/-innen bereit gestellten Inhalte (Texte, Anhänge und Verlinkungen) daraufhin zu prüfen und im Bedarfsfall zu bearbeiten, verschieben, zu löschen oder Themen zu schließen. Im Falle der Löschung von Beiträgen können auch jene Beiträge anderer User ganz oder teilweise entfernt werden, die auf einen gelöschten Beitrag Bezug nehmen.

Änderungen von Beiträgen werden - soweit irgend möglich – unter Angabe des Änderungsgrundes gekennzeichnet. Eingriffe, die den Sinn eines Beitrags verändern, werden nicht vorgenommen. Für die geänderten Teile eines Beitrags haftet der ursprüngliche Ersteller nicht.

Wer etwas gegen das aktive Handeln der Moderatoren/-innen vorzubringen hat, kann dies sachlich, mit konkretem Bezug und zeitnah (innerhalb von 6 Wochen ab Anlass) im Unterforum "Zum Forum/Moderation..." darlegen. In allen anderen Foren werden solche Postings im Sinne der Thementreue der Beiträge kommentarlos gelöscht. Bloßes „Mod-Bashing“ führt zu einer sofortigen Sperre.

Das Unterlaufen von Handlungen und Maßnahmen der Moderatoren ist nicht zulässig. Darunter fällt auch das Fortführen des Themas eines geschlossenen oder gelöschten Threads in einem neuen gleichartigen oder ähnlichen Thread. Ergänzungen und Hinweise von Moderatoren und Administratoren dürfen von Usern in deren Beiträgen nicht verändert oder gelöscht werden.

8) Profil/Signatur

Ein übermäßiges Ausnutzen der Signatur ist unerwünscht. Diese sollte vor allem eine maßvolle Größe haben. Nicht mit der Forumsleitung abgesprochene Werbung (für kommerzielle Angebote), Beleidigungen oder Anspielungen in der Signatur oder dem Profiltext werden nicht toleriert.

9) Werbung

Kommerzielle Werbung im Forum Gipfeltreffen ist kostenpflichtig (siehe Unterforum Werbung). Werbepostings müssten vor Platzierung mit der Forumsleitung vereinbart werden.

10) Gemeinschaftstouren/Bazar

Die Forenbetreiber stellen die Foren "Forum für Gemeinschaftstouren" und " Bazar" ausschließlich für private Kontaktzwecke zur Verfügung und gehen damit keinerlei Verpflichtungen oder Haftungen ein! Alle Kontakte in diesen Foren laufen ausschließlich zwischen den Usern/-innen und auf Basis des gegenseitigen Vertrauens. Bei nachweislichen Betrugsfällen stellen die Forenbetreiber alle vorhandenen Informationen zur Verfügung, um eine straf- und zivilrechtliche Verfolgung zu ermöglichen.

11) Regelwidriges Verhalten

User/-innen, die sich regelwidrig verhalten, werden per PN verwarnt und/oder gesperrt. Art und Dauer der Maßnahme richten sich nach der Schwere und der Häufigkeit der Regelübertretung/en. Die betroffenen User/-innen werden darüber per Mail informiert. Ein Posten unter einer anderen Registrierung in der Zeit der Accountsperre ist verboten und zieht automatisch eine Verlängerung der Sperre nach sich.

Wer gegen geltendes Recht verstößt, wird im Ernstfall von uns zur Anzeige gebracht.

12) Information

Die Forumsbetreiber behalten sich das Recht vor,
- alle registrierten User/-innen in unregelmäßigen Abständen über Themen rund um das Bergsteigen, alpiner Sicherheit, Risikomanagement und Weiterbildung per Mail zu informieren und
- dieses Regelwerk jederzeit abzuändern.

13) Nutzung von hochgeladenen Anhängen

Die User/-innen stellen den Forenbetreibern die eingestellten Bilder sowie sonstige Anhänge zur Nutzung im Forum zur Verfügung. Eine darüber hinaus gehende Nutzung der eingestellten Bilder und sonstigen Anhänge durch die Forenbetreiber erfolgt nicht.
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Rax, Wachthüttelgraben 21.5.2012

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  • musitoni
    hat ein Thema erstellt Rax, Wachthüttelgraben 21.5.2012.

    Rax, Wachthüttelgraben 21.5.2012

    Beim ersten Mal Wachthüttelkamm vor ein paar Jahren bin ich als Gebietsunkundiger ein paar Minuten den Wachthüttelgraben raufmarschiert (der gelbe Wegweiser war noch nicht an seinem Platz, oder ich habe ihn übersehen??), bis ich meinen groben Verhauer bemerkt habe.
    Erst bei Benesch ist mir eine Beschreibung dieses Anstiegs untergekommen.

    Vom kleinen Parkplatz an der Höllentalstraße gleich rein ins Vergnügen: rechts geht´s zum Wachthüttelkamm und zur Schönbrunner Stiege, über die man das Große Höllental erreicht.
    Der Wachthüttelgraben zieht sich allerdings geradeaus über Steilschotter hinauf.
    comp_DSCF1590.jpg


    Der Graben ist richtig wildromantisch aber auch steinschlaggefährlich. Einige Gämsen wollten mit mir kegeln, Helm von Vorteil!
    comp_DSCF1591.jpg

    comp_DSCF1592.jpg


    Nach ca. einer halben Stunde gelangt man in einen kleinen Kessel, der Hauptgraben führt oberhalb eines 8(?)m-Wandls mit daraufliegendem Riesenblock weiter (links im Bild).
    Das Wandl erklettert man über den Riß in der Mitte, der geht dann in eine kleine Rampe über bis unter den Block. Hier ein Haken. Dann quert man unangenehm auf einer Schotterauflage nach links (der Block drängt stark ab) zu einer breiten Spalte, durch die man wieder über Schotter dem Felsen auf´s Haupt steigt.
    comp_DSCF1593.jpg

    comp_DSCF1595.jpg

    comp_DSCF1596.jpg


    Unten ist ein Trittbügel angebracht, der für meinen Geschmack zu weit links ist. Aber vielleicht klettert man auch günstiger gleich linkshaltend zum Spalt.
    comp_DSCF1597.jpg


    Bei der Querung so halb auf allen Vieren habe ich versucht mich mit einer dickeren Reepschnur und einer Bandschlinge (Prusik) zu sichern , ich habe lieber keinen Test gemacht, aber für´s Gemüt war´s nicht schlecht.
    comp_DSCF1599.jpg


    Nach dem Felseneck über Steilschotter, und dann endgültig auf den Block
    comp_DSCF1600.jpg


    Blick zurück, man kommt von links unter der Bildmitte
    comp_DSCF1602.jpg


    der Graben bleibt vorerst steil und schotterig
    comp_DSCF1603.jpg


    der unteren Teil des Grabens
    comp_DSCF1604.jpg


    Man steigt weiter unter imposanten Wänden an
    comp_DSCF1607.jpg


    bis der Graben (links) etwas flacher, grüner, aber auch dunkler wird.
    comp_DSCF1609.jpg

    comp_DSCF1612.jpg


    Fortsetzung

  • csf125
    antwortet
    Zitat von Rudolf_48 Beitrag anzeigen
    .. Es war auch noch so bis vor dem Sturm. Ich habe den Hochwald noch gekannt. ...
    Die "Gnade der frühen Geburt"!
    Auch ich habe z.B. den ursprünglichen Kesselgraben noch gekannt und mehrmals mit Ski befahren - schade drum, sieht heute völlig anders aus, auch wenn fast überall schon der Jungwald sprießt ...

    lg
    Norbert

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  • Rudolf_48
    antwortet
    Zitat von chfrey Beitrag anzeigen
    Muss sehr urtümlich dort gewesen sein zu Benesch Zeiten

    LG Chris
    Nicht nur. Es war auch noch so bis vor dem Sturm. Ich habe den Hochwald noch gekannt.
    Als die Meldung über den Orkan durchgekommen ist, habe ich erst nicht dran glauben wollen, wie beim Einsturz der Reichsbrücke. Wie das Ausmaß der Schäden bekannt wurde, war ich dann genau so betroffen.

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  • chfrey
    antwortet
    danke auch von mir für den Aufwand - Lukan beschreibt das schaurig schön. Muss sehr urtümlich dort gewesen sein zu Benesch Zeiten

    LG Chris
    Zuletzt geändert von chfrey; 24.09.2018, 08:56.

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  • musitoni
    antwortet
    Zitat von Alpenjo Beitrag anzeigen
    Danke maxrax fürs Abtippen der interessanten Schilderung bei Lukan!
    Ebenfalls!

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  • Alpenjo
    antwortet
    Danke maxrax fürs Abtippen der interessanten Schilderung bei Lukan!

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  • maxrax
    antwortet
    Eine aufschlussreiche und lebendige Schilderung des Sturmes vom Jänner 1976 und seiner Folgen ist in Karl Lukans Buch "Schneeberg und Rax" aus dem Jahre 1978 nachzulesen. Weil das doch den einen oder anderen interessiert, aber nicht jeder das Buch besitzt, hab ich mir die Mühe gemacht, den Text abzutippen:


    Den Jahresbeginn 1976 feierten viele Kletterer im Weichtalhaus. Am Nachmittag des Neujahrstages fiel allen auf, dass ein ganz eigenartiges Licht über der Landschaft lag. Man ging aber dann zeitig schlafen, weil man ja in der Nacht zuvor das Neue Jahr gefeiert hatte…
    Was es wohl bringen mag?
    So gegen drei Uhr Früh weckte die Hüttenwirtin Rottensteiner ihren Mann: „Du… hörst du den Sturm?“
    Der aus dem Schlaf geweckte Wirt Rottensteiner knurrte verbittert: „Na und? Weil einmal ein bisserl der Wind bläst – deswegen weckst du mich auf?“
    „Schau! Sogar unser kleines Hüttenbäumchen hat der Wind umgeblasen!“ sagte Herr Rottensteiner dann erstaunt am Morgen des 2. Jänner 1976, nachdem er vor die Hütte getreten war. Dann schaute er zum gegenüberliegenden Waldhang. Dort gab es keinen Wald mehr, nur einen wüsten Haufen vom Sturmwind gefällter Bäume!
    Auch das Telefon war unterbrochen. Zwei Bergsteiger wollten nach Kaiserbrunn, um von dort aus zu telefonieren. Bald nach dem Weichtalhaus begann für sie auf der Höllentalstraße die Kletterei: Hunderte Bäume lagen kreuz und quer über die Straße. Und mit den ausgerissenen und gefällten Bäumen waren auch gewaltige Erd- und Steinmassen auf die Straße gefallen.
    Kurz vor Kaiserbrunn lichtet sich das Höllental etwas. Dort trafen die zwei Bergsteiger zwei Förster aus Kaiserbrunn, die mit einer kleinen Handsäge – ritzeratze – an einem dünnen Bäumchen sägten, das quer über der Straße lag.
    „Was macht ihr da?“ fragten sie etwas erstaunt.
    „Die Straße wieder für den Verkehr freimachen!“ war die naive Antwort.
    Kein Mensch konnte sich am Morgen dieses 2. Jänner schon eine Vorstellung davon machen, was dieser alpine Hurrikan in Wirklichkeit alles angerichtet hatte!
    Aber die älteren Bewohner der Gegend dachten an das „eigenartige Licht“ am Abend des Neujahrstages und erinnerten sich an die Sage von der Wilden Jagd, die sie in ihrer Schulzeit gelesen hatten und die mit den Sätzen beginnt: „Geh nicht aus dem Hause, wenn nach Sonnenuntergang Rax und Schneeberg blaugrün leuchten. Geh nicht aus der Stube, wenn in einer solchen Nacht die Kuh brüllt und wenn der Hofhund winselt oder die Ziegen und Hennen lärmen, geh nicht! Bleib still in der Stube, schließ Türen und Fenster und lösch geschwind das Feuer im Herde, denn der Sturmgott Wodan ist los, den sie den Wilden Jäger nennen.“
    Die Bestandsaufnahme der vielen vom Sturm gefällten Wälder zeigte ein katastrophales Bild. Und um aus dem von höherer Gewalt gebrochenen Holz noch einigermaßen einen Nutzen zu ziehen, waren Sofortmaßnahmen geboten. Bald verwandelte sich das Höllental in so etwas ähnliches wie eine Goldgräbersiedlung im Wilden Westen Amerikas. Es kamen Holzknechte aus ganz Österreich, um dort mit „Holzmachen“ schnell Geld zu verdienen. Es kamen Seilbahnexperten und Spezial-Holztransporteure. Es kamen auch Gastarbeiter aus Jugoslawien und aus der Türkei. (Ein seltsamer Anblick vor dem Weichtalhaus: Ein Moslem kniet am Boden und verrichtet seine Morgenandacht!)
    Im Juli 1976 arbeitete ein Holzbringertrupp aus Tirol vollkommen abgeschnitten von der Umwelt zwei Wochen lang hoch oben am Wachthüttelkamm (nahe vom Ausstieg des Teufelsbadstubensteiges) am Ausbau einer Seilbahn, welche die dort kreuz- und querliegenden Holzmassen ins Tal schaffen sollte.
    Zu dieser Zeit stöhnte ganz Europa unter einer Hitzewelle. Der brennende Durst der in einer primitiven Rindenhütte hausenden Männer war unbeschreiblich; was an Mineralwasser vom weit entfernten Ottohaus herbeigeschafft werden konnte, war immer zu wenig. Als die Seilbahn betriebsfähig geworden war und als allererstes einige Kanister Trinkwasser auf den Berg brachte, fielen sich dort die Männer jubelnd in die Arme.
    Natürlich gab es bei dieser Holzbringung auf Akkord auch einige Tote und Verletzte. Die Holzarbeiter von 1976 empfanden das jedoch als ganz selbstverständlich: „Ein Holzarbeiter hat schon immer gefährlich gelebt. Warum sollt‘ das heute anders sein?“
    Unfaßbar blieb diese Naturkatastrophe weiterhin. Eine von Naturschutzgedanken erfasste Dame wollte über dieses „Ausrotten des Waldbestandes im Höllental“ sogar „an die Zeitung schreiben“. Und einige Holländer ließen es sich im Sommer 1976 absolut nicht klarmachen, dass der Weg über den Wachthüttelkamm unbegehbar geworden sei, weil dort oft meterhoch die entwurzelten Bäume quer über dem Weg lagen. Sie hatten die neueste Landkarte in der Hand – und darin war dieser Weg eingezeichnet. Außerdem hatten sie noch den neuesten Raxführer, in dem zu lesen stand, dass der Wachthüttelkamm einer der leichtesten und ein für jeden trittsicheren Bergsteiger empfehlenswerter Raxanstieg sei! Sie konnten es, wollten es nicht begreifen, dass sich in den Bergen in einer Nacht alles völlig verändern kann…
    Wüst gewütet hat der Hurrikan auch im Großen Höllental, wo er nicht nur Hunderte der in den Wänden wachsenden Bäumen in die Tiefe geschleudert, sondern auch fast den ganzen Hochwald im Talgrund abrasiert hatte. Jetzt führt eine breite Straße bis in den hintersten Grund des kahlen Tales mit den bleichen Wänden links und rechts.
    Über Nacht – im wahrsten Sinne des Wortes – hat die Naturgewalt ein vollkommen anderes, neues Landschaftsbild geschaffen, und geblieben sind nur die sentimentalen Erinnerungen an das Höllental von einst, wie es noch Fritz Benesch beschrieben hat: „Dichter Tannenwald bedeckt auf die ganze Länge den sanft ansteigenden Grund. Immer blinken bloß Umrisse der Mauern und kleine Fleckchen des Himmels durch die Baumkronen, und vergebens suchen wir einen Überblick zu gewinnen. Düster und schwermütig wirkt die stille Großartigkeit des weltabgeschiedenen Tales. Felstrümmer liegen im Dickicht mit vermodernden Stämmen und dickes Moos spinnt in üppigen Strähnen an den alten Bäumen hinauf. Ernst und feierlich ist es da unten an sonnigen Tagen, düster, dämonisch wird es, wenn trübe Wolkenschleier den Himmel verhängen. Der Waldschatten wird zur Dämmerung, das Halbdunkel zur Nacht, durch die Stille dringt der klagende Regenruf des Spechtes, sonst kaum ein Laut, als das Klappern eines fallenden Steines und das Rauschen des Abendwindes in den Wipfeln der Eschen.“

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  • maxrax
    antwortet
    Die nächsten Sturmschäden kündigen sich an:

    Zitat von Exilfranke Beitrag anzeigen
    Die Sturmböen von kommender Nacht haben schon gewisses Schadenspotential in sich, aber der Orkan vom Sonntag auf Montag birgt die Gefahr ernsthafter Sturmschäden vor allem entlang der Voralpen von Salzburg ostwärts über den Alpenostrand einschließlich Wien, Hochschwabregion, Eisenerzer Alpen bis in die südliche Steiermark. Die Bäume sind großteils noch belaubt, ein so markanter Sturm um diese Jahreszeit ist sehr ungewöhnlich, vgl. die Schäden durch Orkan XAVIER am 6. Oktober 2017 in Hamburg und Berlin. Im Osten bleibt es am Montag bis zum Abend stürmisch, sodass weitere Bäume umfallen können. Verkehrswege inneralpin können verlegt werden. Ich empfehle einmal vorsichtig, von Sonntag auf Montag keine Hütten- oder Biwakübernachtungen zu planen
    Man kann nur hoffen, dass es doch nicht so arg wird...

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  • chfrey
    antwortet
    danke Rudolf und maxrax für eure ausführlichen Kommentare (obwohl nur am Rande zum Thread gehörig) Rudolf jetzt weiss ich auch, was ich da, am Hochgang für Seilbahnreste gesehen habe - habe mich schon oft gefragt, wozu die gut war und vor allem aus welcher Zeit sie stammt. Der Sturm muss damals sehr heftig gewesen sein - in Wien war dabei nicht viel zu bemerken, vielleicht auch weil ich damals noch lieber mit meiner Carrera Autobahn gespielt habe, statt auf der Rax herumzustreifen...

    LG Chris

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  • maxrax
    antwortet
    @Gamsi: Danke für deine Antwort. Von Osten, also von den Kornbrandmäuern, kommt man sicher leichter hinein. Ich frag mich nur, wie Peter auf Anhieb die richtige Stelle gefunden hat. Vielleicht hatte er einfach den richtigen Riecher...

    @Rudolf: An den schönen Hochwald im Großen Höllental kann ich mich noch gut erinnern. In den frühen 70er-Jahren war ich da öfters mit meinem Vater unterwegs.
    Die Seilbahn (eh dieselbe wie in meinem Kartenausschnitt) hab ich nie in Betrieb gesehen, damals hat mich diese Gegend weniger interessiert.
    Zuletzt geändert von maxrax; 20.09.2018, 17:13.

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  • Rudolf_48
    antwortet
    Zitat von chfrey Beitrag anzeigen
    Was den großen Sturm 1976 betrifft, den Maxrax beschreibt - könnte das vielleicht eine Folge des Capella Orkans gewesen sein. Ich war da jedenfalls noch im Alter und hab da nicht viel bemerkt...
    An den Wirbelsturm von 1976 kann ich mich noch gut erinnern. Der hat den schönen Hochwald im großen Höllental komplett umgelegt, hat das Weichtalhaus wie durch ein Wunder verschont, aber den Wachthüttelgraben, die orografisch rechten Hänge über der Schwarza sowie den Staudengraben vollständig abgeholzt. Die Spuren sind selbst heute noch zu erkennen, obwohl dort, wo genug Erde geblieben ist, schon wieder alles nachwächst.
    Es hat Jahre gedauert, bis sie das ganze Holz herausgeholt haben. Zu diesem Zweck wurden die Seilbahnen eingerichtet, über deren Reste man immer noch stolpert. Eine davon ist in meiner AMap-Ausgabe eingezeichnet. Am Hochgang habe ich auch alte Seile gefunden.

    seilbahn.jpg

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  • chfrey
    antwortet
    Was den großen Sturm 1976 betrifft, den Maxrax beschreibt - könnte das vielleicht eine Folge des Capella Orkans gewesen sein. Ich war da jedenfalls noch im Alter und hab da nicht viel bemerkt...

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  • chfrey
    antwortet
    Zitat von Rudolf_48 Beitrag anzeigen
    Ich glaube das war der Kyrill, 18.1.2007
    danke Rudolf

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  • chfrey
    antwortet
    Ah da schau her - meine Kompass Österreich 3D (auf DVD) ist jetzt doch auch schon 9 Jahre alt - da ist sie noch drinnen - das müsst ihr mir jetzt glauben, denn ich hab sie zu Hause.

    Danke bluehouse, dann ist ja alles gut.

    LG Chris

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  • bluehouse3843
    antwortet
    Zitat von chfrey Beitrag anzeigen
    ...... Würde mich auch interessieren, wann die Seilbahn ca. noch in Betrieb war und wozu...(Holzbringung vermutlich). Jedenfalls ist sie auch in meiner digitalen Kompasskarte (Österreich 3D) eingezeichnet...

    Vis a vis beim Wasserleitungsweg sind mir auch alte Seilbahnreste aufgefallen.

    LG Chris
    Habe grad aus Neugier die Kompasskarte in Apemap geladen, da ist die Seilbahn wohl schon gelöscht worden...gibt offenbar verschiedene Versionen von Kompass?

    kompass materiaseilbahn wachth.jpg

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