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Hilfe zum Erstellen von Tourenberichten

Immer wieder haben einige User Probleme beim Erstellen eines Tourenberichtes, insbesondere beim Hochladen und Einfügen von Bildern.
Ihnen soll die folgende kleine Anleitung ein wenig Hilfe geben, wie ein Tourenbericht ganz kurz und schmerzlos erstellt werden kann

In sechs einfachen Schritten kann ein neuer Bericht leicht erstellt werden:

1. Bilder zum Bericht aussuchen
2. Bilder verkleinern
3. Im Forum "Toureninfo & Verhältnisse" das passende Unterforum auswählen
4. Bilder hochladen
5. Die Bilder mit dem Text ergänzen
6. Fertigstellen/Kontrollieren des Berichtes und Veröffentlichen



Im Folgenden werden die einzelnen Schritte ausführlich erklärt:

1. Bilder zum Bericht aussuchen
Möglichst aussagekräftige Fotos wählen, die auch die Route und wesentliche Details darstellen.
Gegen einzelne "schöne" Landschafts- und Blumenbilder ist natürlich nichts einzuwenden ...


2. Bilder verkleinern
Bewährt hat sich ein Format mit der längeren Bildkante 900 Pixel.
Damit läßt sich bei Speicherung als JPEG eine recht ordentliche Bildqualität erzielen, bei Photoshop etwa abhängig vom Sujet 80/100.


3. Im Forum "Toureninfo & Verhältnisse" das passende Unterforum auswählen
z.B. "Wanderungen und Bergtouren" - "Steiermark"
+Neues Thema wählen

Titel etwa nach dem Schema
Gipfel (Höhenangabe), Anstiegsroute, Gebirgsgruppe (ostalpin nach AVE)

Möglichst bis zu 5 aussagekräftige Stichworte vergeben.

Zum Bilderhochladen weiter mit der "Büroklammer".


4. Bilder hochladen
Möglichst bitte NUR so:
a) "Büroklammer"
b) "Anhänge hochladen"


4.1 Bilder auswählen
Abhängig vom eigenen Rechner/Betriebssystem.
Maximal 15 Bilder pro Posting sind derzeit zulässig, eine größere Bilderanzahl erfordert Folgepostings (Antworten).
(Bewährt hat sich auch, 1-2 Bilder weniger hochzuladen, um für spätere Ergänzungen eine kleine Reserve zu haben.)

4.2 Liste der hochgeladenen Anhänge
Die Auflistung ist leider nicht chronologisch nach Bildbezeichnung geordnet.

Im Textfeld die gewünschte Einfügeposition mit dem Cursor markieren,
bzw. die gelisteten Bilder in der gewünschten Reihenfolge einzeln als "Vollbild" oder "Miniaturansicht" platzieren.
Eine oder mehrere Leerzeilen zwischen den Bildern erleichtern später das Einfügen von Text.


5. Die Bilder mit dem Text ergänzen
Die Bilder sind nun in der richtigen Reihenfolge im Textfenster positioniert.
Ich bevorzuge im ersten Schritt die Positionierung als "Miniaturansicht".
Das erleichtert beim Texteinfügen die Übersicht.
Muß aber nicht sein, natürlich lassen sich die Bilder auch gleich als Vollbild (also in der hochgeladenen Größe) platzieren.

5.1 Text
Jetzt kann der Text ergänzt werden.
Möglichst über dem Foto - ich finde das übersichtlicher ...
Der Text kann natürlich auch vorher erfaßt werden und anschließend einkopiert werden.

5.2 Bildgröße ändern
Wurden die Bilder vorerst als "Miniaturansicht" platziert, können sie einfach auf das finale Darstellungsformat skaliert werden:
a) Doppelklick auf die "Miniaturansicht" öffnet ein Pop-Up-Fenster
b) unter "Größe" idR "Vollbild" wählen
c) OK


6. Fertigstellen/Kontrollieren des Berichtes
Anschließend sollte der Bericht noch in der "Vorschau" kontrolliert werden.
In manchen Fällen muß zur Ansicht der "Vorschau" ziemlich weit nach unten gescrollt werden!

6.1 Veröffentlichen des Berichtes
Zum Schluß noch auf "Abschicken" klicken - und nach einer kurzen "Nachdenkpause" des Servers ist der Bericht online.



Nach dem ersten Durchlesen dieses Leitfadens mag das Erstellen eines Berichtes etwas kompliziert erscheinen - ist es aber nicht:
Viele Tourenberichte schreiben hilft sehr.

Die Reihenfolge der einzelnen Schritte ist nicht so starr wie es hier scheinen mag; natürlich kann auch zuerst der Text erstellt werden und die Bilder nachträglich eingefügt.

Änderungen am fertigen Bericht sind für den Ersteller 24 Stunden lang möglich, bei der Berichtigung später entdeckter Fehler hilft gerne ein zuständiger Moderator. Ebenso beim Verschieben eines Berichtes in das richtige Tourenforum.

Viel Freude bei euren Bergtouren UND dann beim Berichteschreiben,


P.S.: Diese Anleitung, ergänzt um verdeutlichende Screenshots, findet ihr auch unter http://www.gipfeltreffen.at/forum/gi...ourenberichten
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Regelwerk für die Benutzung des Forums Gipfeltreffen

Alle Forumsuser/-innen sind aufgefordert, das Regelwerk zu lesen und sich daran zu halten!

1) Registrierung

Die Registrierung und Benutzung unserer Foren ist kostenlos. Es ist registrierten Teilnehmern/-innen (Usern/-innen) erlaubt, den Forums-Account bis auf Widerruf im Rahmen der vorgegebenen, jederzeit änderbaren Forumsregeln für private Zwecke zu nutzen. Ein späteres Löschen des Forums-Accounts sowie der ins Forum eingebrachten Inhalte oder Bilder ist nicht möglich. Auf Wunsch des Benutzers kann der Account stillgelegt werden. Der Benutzername kann dann von niemandem mehr benützt werden und wird vor Missbrauch geschützt.

2) Hausrecht

Die Forenbetreiber legen Wert auf die Tatsache, dass alle User/-innen Gast in diesem Forum sind und die Betreiber als Gastgeber bei Bedarf ihr Hausrecht jederzeit ausüben können und auch werden. User, die sich überwiegend darauf beschränken zu provozieren, werden ausgeschlossen.

3) Haftung

Die von Usern/-innen verfassten Beiträge stellen ausschließlich die persönliche, subjektive Meinung des Verfassers dar, und keinesfalls die Meinung der Betreiber und Moderatoren dieses Forums. Die Forenbetreiber übernehmen keine Haftung für die Richtigkeit der ausgetauschten Informationen.

4) Umgangston

Die Forenbetreiber erwarten von allen Usern/-innen, sich an die Netiquette zu halten. Auf einen wertschätzenden, höflichen Umgangston wird Wert gelegt.

5) Thementreue

Die Forenbetreiber legen großen Wert auf Thementreue der Beiträge und Übersichtlichkeit von Threads, um den Informationsgehalt des Forums möglichst hoch zu halten. Überschneidungen der Inhalte verschiedener Threads sind zu vermeiden.

6) Verboten ist/sind:

- Beleidigungen, Sticheleien und Provokationen (auch per PN);
- Politische oder religiöse Themen;
- Rechtswidrige Inhalte (unter anderem rechtsradikale oder pornografische Inhalte, Hackinganleitungen, Verstöße gegen das Urheberrecht) sowie das Verlinken zu Seiten mit solchen Inhalten;
- Die Verwendung von fremdem Bildmaterial, Kartenausschnitten und Topos ohne Zustimmung des Autors;
- Die Veröffentlichung von persönlichen Nachrichten (PN), E-Mails oder dergleichen ohne Zustimmung des Verfassers;
- Das Aufdecken der Identität oder die Preisgabe persönlicher Daten eines Users/Moderators/Administrators;
- Werbung für konkurrenzierende Plattformen;
- Das Führen von Doppel- oder Mehrfachaccounts;

7) Moderation:

Die Moderatoren/Administratoren werden von den Forenbetreibern bzw. ihren Vertretern ernannt.
Sie sind von den Forenbetreibern verpflichtet, für die Einhaltung der Regeln zu sorgen und somit ermächtigt, die von Usern/-innen bereit gestellten Inhalte (Texte, Anhänge und Verlinkungen) daraufhin zu prüfen und im Bedarfsfall zu bearbeiten, verschieben, zu löschen oder Themen zu schließen. Im Falle der Löschung von Beiträgen können auch jene Beiträge anderer User ganz oder teilweise entfernt werden, die auf einen gelöschten Beitrag Bezug nehmen.

Änderungen von Beiträgen werden - soweit irgend möglich – unter Angabe des Änderungsgrundes gekennzeichnet. Eingriffe, die den Sinn eines Beitrags verändern, werden nicht vorgenommen. Für die geänderten Teile eines Beitrags haftet der ursprüngliche Ersteller nicht.

Wer etwas gegen das aktive Handeln der Moderatoren/-innen vorzubringen hat, kann dies sachlich, mit konkretem Bezug und zeitnah (innerhalb von 6 Wochen ab Anlass) im Unterforum "Zum Forum/Moderation..." darlegen. In allen anderen Foren werden solche Postings im Sinne der Thementreue der Beiträge kommentarlos gelöscht. Bloßes „Mod-Bashing“ führt zu einer sofortigen Sperre.

Das Unterlaufen von Handlungen und Maßnahmen der Moderatoren ist nicht zulässig. Darunter fällt auch das Fortführen des Themas eines geschlossenen oder gelöschten Threads in einem neuen gleichartigen oder ähnlichen Thread. Ergänzungen und Hinweise von Moderatoren und Administratoren dürfen von Usern in deren Beiträgen nicht verändert oder gelöscht werden.

8) Profil/Signatur

Ein übermäßiges Ausnutzen der Signatur ist unerwünscht. Diese sollte vor allem eine maßvolle Größe haben. Nicht mit der Forumsleitung abgesprochene Werbung (für kommerzielle Angebote), Beleidigungen oder Anspielungen in der Signatur oder dem Profiltext werden nicht toleriert.

9) Werbung

Kommerzielle Werbung im Forum Gipfeltreffen ist kostenpflichtig (siehe Unterforum Werbung). Werbepostings müssten vor Platzierung mit der Forumsleitung vereinbart werden.

10) Gemeinschaftstouren/Bazar

Die Forenbetreiber stellen die Foren "Forum für Gemeinschaftstouren" und " Bazar" ausschließlich für private Kontaktzwecke zur Verfügung und gehen damit keinerlei Verpflichtungen oder Haftungen ein! Alle Kontakte in diesen Foren laufen ausschließlich zwischen den Usern/-innen und auf Basis des gegenseitigen Vertrauens. Bei nachweislichen Betrugsfällen stellen die Forenbetreiber alle vorhandenen Informationen zur Verfügung, um eine straf- und zivilrechtliche Verfolgung zu ermöglichen.

11) Regelwidriges Verhalten

User/-innen, die sich regelwidrig verhalten, werden per PN verwarnt und/oder gesperrt. Art und Dauer der Maßnahme richten sich nach der Schwere und der Häufigkeit der Regelübertretung/en. Die betroffenen User/-innen werden darüber per Mail informiert. Ein Posten unter einer anderen Registrierung in der Zeit der Accountsperre ist verboten und zieht automatisch eine Verlängerung der Sperre nach sich.

Wer gegen geltendes Recht verstößt, wird im Ernstfall von uns zur Anzeige gebracht.

12) Information

Die Forumsbetreiber behalten sich das Recht vor,
- alle registrierten User/-innen in unregelmäßigen Abständen über Themen rund um das Bergsteigen, alpiner Sicherheit, Risikomanagement und Weiterbildung per Mail zu informieren und
- dieses Regelwerk jederzeit abzuändern.

13) Nutzung von hochgeladenen Anhängen

Die User/-innen stellen den Forenbetreibern die eingestellten Bilder sowie sonstige Anhänge zur Nutzung im Forum zur Verfügung. Eine darüber hinaus gehende Nutzung der eingestellten Bilder und sonstigen Anhänge durch die Forenbetreiber erfolgt nicht.
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WICHTIG - BITTE BEACHTEN!!!

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Südlicher Grafensteig über Stadelwandgraben, Abstieg Mieseltal (22.07.26)

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  • Südlicher Grafensteig über Stadelwandgraben, Abstieg Mieseltal (22.07.26)

    track-220726.jpg

    Kaiserbrunn (9.35) – Flusswanderweg – Stadelwandgraben (10.00) – Stadelwandhöhe (1407m, 11.50-12.00) – Südlicher Grafensteig (12.20) – Haltestelle Baumgartner (15.05-16.10) – Mieseltal – Puchberg Bf. (18.10) | 1260hm, 19,5km | ca. 7h 15 Minuten reine Gehzeit | 7 Gemsen, 1 Höllenotter, 1 Reh, Apollofalter, Braunrote Stendelwurz, Mücken-Händelwurz, diverse Steinbrech, Türkenbundlilie

    Lückenschluss! Bei meiner erstmaligen Begehung des Stadelwandgrabens im August 2013 ließ ich den Hochschneeberg aus und ging stattdessen den Südlichen Grafensteig zur Kienthaler Hütte weiter. Dieses Mal sollte der östliche Teil bis Baumgartner folgen. Ursprünglich dachte ich daran, die Weichtalklamm mitzunehmen und den vollständigen Steig zu gehen, aber das wäre wohl etwas zu lang geworden. Außerdem hätte ich den Helm mitnehmen müssen und der Rucksack war auch so schon schwer genug. Mein Résumée: Schöne lange Hangquerung, die beiden exponierten Querungen der Königsschusswand und in den Großen Saugraben sind ausreichend versichert. Unangenehmer sind die erodierten Hänge im Saugraben mit Schuttlawinen. Bei Nässe, Schnee und Eis möchte ich das nicht gehen.

    Jetzt fehlen mir noch Teile des Nördlichen Grafensteigs und der Untere Herminensteig, dann hab ich die wichtigsten Steige ohne größeren Schwierigkeitsgrad am Schneeberg absolviert.

    Der Südliche Grafensteig stand schon länger am Programm. Aufgrund der ausgeprägten Südhang-Exponiertheit eignen sich dafür keine heißen Tage. Nässe ist wegen der ausgesetzten Querungen im Schrofengelände genauso fehl am Platz. Und zu starker Wind könnte dort ebenso unangenehm werden, da man meist oberhalb der Baumgrenze wandert. Gewittergefahr sollte natürlich ebenfalls keine herrschen, Unterstellmöglichkeiten gibt es weit und breit keine.

    Bei der Hinfahrt zeigten sich mäßig hohe Quellwolken über den Wiener Hausbergen, Richtung Rax war noch eine nach oben hin gedeckelte Schauerwolke erkennbar, laut Mitternachtsaufstieg von Wien war bei 4km Höhe und -10°C Wolkenobergrenzentemperatur Schluss. Das reichte für leichte Regenschauer, aber nicht mehr. Mit der Gewissheit, dass an diesem Tag keine Gewitter drohen würden, führte ich mein Vorhaben durch wie geplant.

    Rax und Schneeberg mit Haube bei der Anfahrt mit dem Zug

    1.jpg

    Rotor-Cumulus mediocris über dem Großen Otter (vom Bahnhofsvorplatz Payerbach-Reichenau fotografiert)

    2.jpg

    Zuerst ging ich von Kaiserbrunn die im Vorjahr angelegte Verlängerung des Wasserleitungssteigs, die hier Flusswanderweg heißt, weiter. Der Weg verläuft meist neben der Straße oder etwas unterhalb direkt an der Schwarza. Ein größeres Hochwasser würde er vermutlich nicht überstehen, aber in den derzeitigen Trockenzeiten kann wenig passieren.

    Hinter den Felsen beginnt der unmarkierte Steig in den Staudengraben, der auch noch auf meiner Liste stünde.

    3.jpg

    Dann entdeckte ich etwas Spannendes im Höllental, nämlich gegenüber (Schneeberg-Seite):

    Links die eiserne Halterung für einen Steg, rechts eine Leiter

    4.jpg

    Senkrechte Eisenleiter, die zwei Meter über dem Boden endet. Dahinter ein vermauerter Zugang zu einem Stollen

    5.jpg

    Möglicherweise handelt es sich um einen Zugangsstollen für den Bau der Ersten Wiener Hochquellwasserleitung (1869-1873), die ein paar hundert Meter weiter nördlich unter dem Berg verläuft.

    Irgendwie hatte ich gedacht, dass mit dem neu errichteten Flusswanderweg nun eine Möglichkeit bestehen würde, direkt beim Stadelwandparkplatz aufzusteigen. Nein, man muss etwa hundert Meter davor oder danach die Straße queren. Ich nahm die Unterführung unter der Bachbrücke etwas stromaufwärts, wo derzeit kein Bach fließt, und war mit wenigen Schritten am linken Straßenrand zurück beim Parkplatz.

    Nach August und Oktober 2013, November 2015 und Juli 2024 also mein fünfter Besuch des Stadelwandgrabens. Viel hatte sich in den letzten zwei Jahren nicht verändert. Keine neuen Felsstürze, die Wegführung durchwegs gut erkennbar, die etwas exponierte Querung im Wald weiter oben im Graben weiterhin griffig.

    Kurz vor dem Ausstieg auf die Märchenwiese sprangen zwei Gämsen wenige Meter unterhalb von mir vorbei.

    Stadelwandhöhe (1407m) mit Mürzsteger Alpen im Hintergrund

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    Am Vorgipfel blies ein lebhafter, kalter Nordwestwind und ich verschob meine Rast auf später. Die dunklen Wolken wollten nur spielen und lockerten im Tagesverlauf wieder ein wenig auf.

    Blick auf den Stadelwandgrat, rechts Fluch-Christi-Graben und Lärchkogelgrat, hinten mit Lichtung Hainboden (1268m)

    7.jpg

    Hochgang (1217m) vorne finster, rechts Brandschneide auf die Rax, links Mittagstein und hinten Wechsel und Stuhleck

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    Lärchkogelgrat vorne, dahinter Schwarzkogel (914m) und Krenkenkogel (1182m)

    9.jpg

    Als ich zurückging, stand in aller Seelenruhe ein junge Gams und schaute mich nur an.

    „Ich hab Dir den Kopf verdreht!“

    10.jpg

    Kein Lercherl-, sondern Gämsenschas

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    Beim letzten Mal lag auf den letzten hundert Höhenmetern zum Südlichen Grafensteig viel Windwurf und ich kam in nicht ganz idealer Linie oben heraus. Dieses Mal ging ich an einer Stelle rechts, wo ich beim letzten Mal vermutlich links ging und behielt den gut erkennbaren Steig bis genau zum Wegweiser.

    Bauschaum oder Baumschaum?

    12.jpg

    Am Südlichen Grafensteig

    13.jpg
    http://www.wetteran.de

  • #2
    Ironischerweise ging ich zuerst ein Stück bergauf Richtung Stadelwandleiten, bemerkte aber bald meinen Irrtum. Der Weg ging auf gleicher Höhe weiter, war aber erst nicht gut erkennbar. Überhaupt könnten an der ein oder anderen Stelle ein paar Nachmarkierungen nicht schaden. Bei Nebel sollte man hier oben jedenfalls auch nicht unterwegs sein. Die eigentlichen Gefahren lauerten ohnehin nicht nur in der Steilheit und Exponiertheit mancher Wegpassagen, sondern sonnenseitig im Schrofengelände auch direkt am Weg:

    Fette halbe Höllenotter (Schwarze Kreuzotter)

    14.jpg

    Der Schlange wollte ich lieber nicht zu nahetreten und umging sie oberhalb im Respektabstand. Danach achtete ich ständig auf den Weg, was das Dahinflanieren ein Äutzerl weniger unbekümmert gestaltete als vorher. Von Westen kommend erreichte ich bald die erste Schlüsselstelle: Der Abstieg durch die Königsschusswand in die Bockgrube.

    Kurz vor dem seilgesicherten Abstieg querte ich zu einem exponiertem Felsvorsprung, der den Bemmerln nach auch von den Gämsen als Aussichtsplatz stark frequentiert wurde.

    Gegenüber war schon die satte Gegensteigung vom Rötelsteingraben auf den Salzriegel erkennbar, rechts hinten Krummbachstein

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    Das war also die steile Querung in den unteren Ausläufer der Bockgrube.

    Einstieg in die seilgesicherte Stelle, mit Metall-Leiter unterhalb vom Baum

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    Rückblick auf die ersten Meter unterhalb der Leiter

    17.jpg

    Der weitere Wegverlauf durchwegs exponiert

    18.jpg

    Am Südlichen Grafensteig gab es die letzten Jahre immer wieder Todesfälle, etwa im Jänner 2016 (Königsschusswand) Juni 2018 (Saugraben), Juli 2018 (Heuplagge) und im September 2021 (Saugraben).

    Der untere Teil der Bockgrube, eine riesige Schotterreise bis zum Wasserofen

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    Ungestört kann der Bergahorn hier gedeihen und tut das anscheinend auch.

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    Die Querung im Rückblick

    21.jpg

    Der Steig ist zwar schmal, aber heikle Stellen kamen nach Ende der Seilsicherung nicht mehr. Trocken sollte es wie gesagt schon sein.

    Mittagstein links, Rax rechts und der Höllentaleingang dazwischen

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    Roter Apollo (Parnassius apollo), stark bedroht, streng geschützt

    Auf dem westlichen Teil des Südlichen Grafensteigs sah ich 2013 auch einen, aber mit eindeutiger zeichnung (rotgelbe Punkte, nicht rosa), und dann nochmal im Juli 2015 auf der Sauwand bei Mariazell. Ein wunderschöner Schmetterling.

    23.jpg

    Die exponierte Querung der Königsschusswand von links oben nach rechts unten

    24.jpg

    Jakobs-Greiskraut (Jacobaea vulgaris…)

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    Teils steiler Anstieg auf den Salzriegel

    26.jpg

    Etwas Fernsicht gab es auch: Donnerwand links (1799m), rechts Hohes Waxenegg (1647m). Dazwischen hinterm Taborsattel schaut knapp der Kleine Proles (1579m) hervor, genau dahinter die plateauartige Tonion (1699m) und am Horizont als Klotz Hochstadl (1919m) in den Ybbstaler Alpen. Rechts vom Waxenegg Fadenkamp (1804m) und links vom Glatzeten Kogel (1594m) das Hochkar (1808m).

    Blick in die Mürzsteger und Ybbstaler Alpen

    27.jpg

    Königsschusswand mit Bockgrube und Klosterwappen (2076m), das früher Königsstein hieß.

    28.jpg
    Angehängte Dateien
    http://www.wetteran.de

    Kommentar


    • #3
      Königsschusswand mit Schönleitenschneid dahinter, links ist die Stadelwandhöhe noch gut abgesetzt erkennbar.

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      Krummbachstein aus ungewöhnlicher Perspektive

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      erste abschüssige Querung über Schrofengelände

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      unten graste nichtsahnend ob meiner Anwesenheit ein Reh

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      Blick in den Salzriegelgraben – Ausrutschen verboten

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      Die eigentliche Heuplagge, eine etwas weniger steile Gras durchsetzte Flanke, kam kurz darauf. Der Nadelwald im Vordergrund markiert bereits die westliche Begrenzung des Großen Saugrabens.

      Heuplagge, rechts Krummbachsattel mit frischem Schlag, weiter enfernt Gösing (898m) mit markanter Felswand.

      34.jpg

      Über diesen Teil der Querung hatte ich vorher wenig gefunden. Wahrscheinlich dachte man sich meist, Augen zu und durch, denn er war wirklich nicht schön zu gehen.

      Versicherte Querung hinab in den Saugraben

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      Erodierte Hänge mit lockerem Schutt über den Weg

      36.jpg

      Hier hatte ich eine unangenehm steile Wegstelle mit lockerem Schutt schon hinter mir gebracht, die weiter oberhalb verborgen war.

      Oberer Saugraben mit Erosionsschäden vom Unwetter im Juli 2018

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      Eher neuere Schotterlawine (vermutlich September 2024)

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      Entspannter Rückblick auf die Querung des Großen Saugrabens

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      Die anderen Schuttlawinenquerungen waren zum Glück schon eben ausgetreten, aber bei Altschnee oder Eis konnte man hier auch leicht abrutschen. Der Südliche Grafensteig ist technisch einfach, aber die Warnungen waren nur allzu berechtigt, wie auch die Todesfälle leider zeigen.

      Zwei Gämsen bei einer Wildfütterungsstelle

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      Mauerreste der 1982 abgetragenen Baumgartner Hütte, damals die größte Unterkunft am Schneeberg mit über 200 Schlafplätzen.

      41.jpg
      http://www.wetteran.de

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      • #4
        Mücken-Händelwurz

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        Braunrote Stendelwurz

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        Nesselblättrige Glockenblume in der Albinoform (Campanula trachelium var. alba)

        44.jpg 45.jpg

        Die durch den tagelangen Orkan bei Starkregen im September 2024 abrasierte Nordflanke des Alpls

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        Nach knapp fünfeinhalb Stunden erreichte ich wie geplant kurz nach drei die Haltestelle Baumgartner, wo ich ebenso wie geplant eine Stunde Pause machte. Viel war nicht los. Eine Wandergruppe mit Pensionisten. Einer aktivierte versehentlich die Notruftaste, danach gab es ein Tatütata-Alarm. Seine Frau drängte ihn, sie schnell wieder auszustellen, bevor noch jemand kam. Sein Kommentar: „So ein Schwachsinnsglumpat.

        Linsen mit Wurzelgemüse, Serviettenknödel und extra Speck

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        Das Essen war gut wie immer, nur nächstes Mal muss ich wirklich lernen, mich zu beherrschen. Der Speck war verlockend, aber zu viel. Beim anschließenden Abstieg wollte der Speck die ganze Zeit bergauf. Es dauerte über eine Stunde, bis wir uns auf eine Richtung einigen konnten (alias … ich fühlte mich zum Platzen gefüllt).

        Im Mieseltal standen auch einmal mehr Bäume. So frei war die Sicht zum Graben mit dem Unteren Herminensteig früher nicht.

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        Bitte einmal alle lächeln fürs Gruppenfoto, danke!

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        Grüne Futterwiesen, es gab sie noch.

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        feines Abendlicht, im Hintergrund links Haltberg (1120m)

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        Blick zum Schneeberg

        Der Nördliche Grafensteig steht dann als nächstes auf meiner Liste, der Abschnitt vom Nandlsteig bis Unteren Schneidergraben fehlt mir noch.

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        Kuhidylle, dahinter Haltberg

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        Die Stunde vom Ausgang des Mieseltals bis zum Bahnhof kam mir gerade Recht, um den Speck so weit zu verdauen, dass ich wieder normal atmen konnte. Seit einigen Touren ging ich nicht mehr den direkten Weg entlang der Zahnradbahn zum Bahnhof, sondern meist über den Kirchenweg bis zur Kirche, mit der ein oder anderen Katzensichtung am Weg. Dieses Mal wählte ich die Alleestraße. Katzen sah ich leider keine mehr, offenbar wurden die alle gefressen und durch kleine Wachhunde ersetzt. Nächstes Mal vielleicht die Granatzbühelgasse – auf dem nahegelegenen Granatzbühel (von altslawisch granica = Grenze), wo der Wiener Klavierfabrikant Friedrich Ehrbar 1880 eine Aussichtsplattform mit Pavillon errichten ließ (Friedrichshöhe), die heute leider nicht mehr vorhanden ist (Quelle und weiterführende Literatur in der Ortschronik). .

        Retour ging es mit einem uralten 5047er Triebwagen, wie ich ihn nur vom Triestingtal oder der Kamptalbahn kenne. Wir waren dennoch pünktlich in Wiener Neustadt. Dieses Mal keine Verspätungen, das sei positiv erwähnt.

        Lg, Felix
        http://www.wetteran.de

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