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Hilfe zum Erstellen von Tourenberichten

Immer wieder haben einige User Probleme beim Erstellen eines Tourenberichtes, insbesondere beim Hochladen und Einfügen von Bildern.
Ihnen soll die folgende kleine Anleitung ein wenig Hilfe geben, wie ein Tourenbericht ganz kurz und schmerzlos erstellt werden kann

In sechs einfachen Schritten kann ein neuer Bericht leicht erstellt werden:

1. Bilder zum Bericht aussuchen
2. Bilder verkleinern
3. Im Forum "Toureninfo & Verhältnisse" das passende Unterforum auswählen
4. Bilder hochladen
5. Die Bilder mit dem Text ergänzen
6. Fertigstellen/Kontrollieren des Berichtes und Veröffentlichen



Im Folgenden werden die einzelnen Schritte ausführlich erklärt:

1. Bilder zum Bericht aussuchen
Möglichst aussagekräftige Fotos wählen, die auch die Route und wesentliche Details darstellen.
Gegen einzelne "schöne" Landschafts- und Blumenbilder ist natürlich nichts einzuwenden ...


2. Bilder verkleinern
Bewährt hat sich ein Format mit der längeren Bildkante 900 Pixel.
Damit läßt sich bei Speicherung als JPEG eine recht ordentliche Bildqualität erzielen, bei Photoshop etwa abhängig vom Sujet 80/100.


3. Im Forum "Toureninfo & Verhältnisse" das passende Unterforum auswählen
z.B. "Wanderungen und Bergtouren" - "Steiermark"
+Neues Thema wählen

Titel etwa nach dem Schema
Gipfel (Höhenangabe), Anstiegsroute, Gebirgsgruppe (ostalpin nach AVE)

Möglichst bis zu 5 aussagekräftige Stichworte vergeben.

Zum Bilderhochladen weiter mit der "Büroklammer".


4. Bilder hochladen
Möglichst bitte NUR so:
a) "Büroklammer"
b) "Anhänge hochladen"


4.1 Bilder auswählen
Abhängig vom eigenen Rechner/Betriebssystem.
Maximal 15 Bilder pro Posting sind derzeit zulässig, eine größere Bilderanzahl erfordert Folgepostings (Antworten).
(Bewährt hat sich auch, 1-2 Bilder weniger hochzuladen, um für spätere Ergänzungen eine kleine Reserve zu haben.)

4.2 Liste der hochgeladenen Anhänge
Die Auflistung ist leider nicht chronologisch nach Bildbezeichnung geordnet.

Im Textfeld die gewünschte Einfügeposition mit dem Cursor markieren,
bzw. die gelisteten Bilder in der gewünschten Reihenfolge einzeln als "Vollbild" oder "Miniaturansicht" platzieren.
Eine oder mehrere Leerzeilen zwischen den Bildern erleichtern später das Einfügen von Text.


5. Die Bilder mit dem Text ergänzen
Die Bilder sind nun in der richtigen Reihenfolge im Textfenster positioniert.
Ich bevorzuge im ersten Schritt die Positionierung als "Miniaturansicht".
Das erleichtert beim Texteinfügen die Übersicht.
Muß aber nicht sein, natürlich lassen sich die Bilder auch gleich als Vollbild (also in der hochgeladenen Größe) platzieren.

5.1 Text
Jetzt kann der Text ergänzt werden.
Möglichst über dem Foto - ich finde das übersichtlicher ...
Der Text kann natürlich auch vorher erfaßt werden und anschließend einkopiert werden.

5.2 Bildgröße ändern
Wurden die Bilder vorerst als "Miniaturansicht" platziert, können sie einfach auf das finale Darstellungsformat skaliert werden:
a) Doppelklick auf die "Miniaturansicht" öffnet ein Pop-Up-Fenster
b) unter "Größe" idR "Vollbild" wählen
c) OK


6. Fertigstellen/Kontrollieren des Berichtes
Anschließend sollte der Bericht noch in der "Vorschau" kontrolliert werden.
In manchen Fällen muß zur Ansicht der "Vorschau" ziemlich weit nach unten gescrollt werden!

6.1 Veröffentlichen des Berichtes
Zum Schluß noch auf "Abschicken" klicken - und nach einer kurzen "Nachdenkpause" des Servers ist der Bericht online.



Nach dem ersten Durchlesen dieses Leitfadens mag das Erstellen eines Berichtes etwas kompliziert erscheinen - ist es aber nicht:
Viele Tourenberichte schreiben hilft sehr.

Die Reihenfolge der einzelnen Schritte ist nicht so starr wie es hier scheinen mag; natürlich kann auch zuerst der Text erstellt werden und die Bilder nachträglich eingefügt.

Änderungen am fertigen Bericht sind für den Ersteller 24 Stunden lang möglich, bei der Berichtigung später entdeckter Fehler hilft gerne ein zuständiger Moderator. Ebenso beim Verschieben eines Berichtes in das richtige Tourenforum.

Viel Freude bei euren Bergtouren UND dann beim Berichteschreiben,


P.S.: Diese Anleitung, ergänzt um verdeutlichende Screenshots, findet ihr auch unter http://www.gipfeltreffen.at/forum/gi...ourenberichten
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Regelwerk für die Benutzung des Forums Gipfeltreffen

Alle Forumsuser/-innen sind aufgefordert, das Regelwerk zu lesen und sich daran zu halten!

1) Registrierung

Die Registrierung und Benutzung unserer Foren ist kostenlos. Es ist registrierten Teilnehmern/-innen (Usern/-innen) erlaubt, den Forums-Account bis auf Widerruf im Rahmen der vorgegebenen, jederzeit änderbaren Forumsregeln für private Zwecke zu nutzen. Ein späteres Löschen des Forums-Accounts sowie der ins Forum eingebrachten Inhalte oder Bilder ist nicht möglich. Auf Wunsch des Benutzers kann der Account stillgelegt werden. Der Benutzername kann dann von niemandem mehr benützt werden und wird vor Missbrauch geschützt.

2) Hausrecht

Die Forenbetreiber legen Wert auf die Tatsache, dass alle User/-innen Gast in diesem Forum sind und die Betreiber als Gastgeber bei Bedarf ihr Hausrecht jederzeit ausüben können und auch werden. User, die sich überwiegend darauf beschränken zu provozieren, werden ausgeschlossen.

3) Haftung

Die von Usern/-innen verfassten Beiträge stellen ausschließlich die persönliche, subjektive Meinung des Verfassers dar, und keinesfalls die Meinung der Betreiber und Moderatoren dieses Forums. Die Forenbetreiber übernehmen keine Haftung für die Richtigkeit der ausgetauschten Informationen.

4) Umgangston

Die Forenbetreiber erwarten von allen Usern/-innen, sich an die Netiquette zu halten. Auf einen wertschätzenden, höflichen Umgangston wird Wert gelegt.

5) Thementreue

Die Forenbetreiber legen großen Wert auf Thementreue der Beiträge und Übersichtlichkeit von Threads, um den Informationsgehalt des Forums möglichst hoch zu halten. Überschneidungen der Inhalte verschiedener Threads sind zu vermeiden.

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- Politische oder religiöse Themen;
- Rechtswidrige Inhalte (unter anderem rechtsradikale oder pornografische Inhalte, Hackinganleitungen, Verstöße gegen das Urheberrecht) sowie das Verlinken zu Seiten mit solchen Inhalten;
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7) Moderation:

Die Moderatoren/Administratoren werden von den Forenbetreibern bzw. ihren Vertretern ernannt.
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Änderungen von Beiträgen werden - soweit irgend möglich – unter Angabe des Änderungsgrundes gekennzeichnet. Eingriffe, die den Sinn eines Beitrags verändern, werden nicht vorgenommen. Für die geänderten Teile eines Beitrags haftet der ursprüngliche Ersteller nicht.

Wer etwas gegen das aktive Handeln der Moderatoren/-innen vorzubringen hat, kann dies sachlich, mit konkretem Bezug und zeitnah (innerhalb von 6 Wochen ab Anlass) im Unterforum "Zum Forum/Moderation..." darlegen. In allen anderen Foren werden solche Postings im Sinne der Thementreue der Beiträge kommentarlos gelöscht. Bloßes „Mod-Bashing“ führt zu einer sofortigen Sperre.

Das Unterlaufen von Handlungen und Maßnahmen der Moderatoren ist nicht zulässig. Darunter fällt auch das Fortführen des Themas eines geschlossenen oder gelöschten Threads in einem neuen gleichartigen oder ähnlichen Thread. Ergänzungen und Hinweise von Moderatoren und Administratoren dürfen von Usern in deren Beiträgen nicht verändert oder gelöscht werden.

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Ein übermäßiges Ausnutzen der Signatur ist unerwünscht. Diese sollte vor allem eine maßvolle Größe haben. Nicht mit der Forumsleitung abgesprochene Werbung (für kommerzielle Angebote), Beleidigungen oder Anspielungen in der Signatur oder dem Profiltext werden nicht toleriert.

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Kommerzielle Werbung im Forum Gipfeltreffen ist kostenpflichtig (siehe Unterforum Werbung). Werbepostings müssten vor Platzierung mit der Forumsleitung vereinbart werden.

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Die Forenbetreiber stellen die Foren "Forum für Gemeinschaftstouren" und " Bazar" ausschließlich für private Kontaktzwecke zur Verfügung und gehen damit keinerlei Verpflichtungen oder Haftungen ein! Alle Kontakte in diesen Foren laufen ausschließlich zwischen den Usern/-innen und auf Basis des gegenseitigen Vertrauens. Bei nachweislichen Betrugsfällen stellen die Forenbetreiber alle vorhandenen Informationen zur Verfügung, um eine straf- und zivilrechtliche Verfolgung zu ermöglichen.

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User/-innen, die sich regelwidrig verhalten, werden per PN verwarnt und/oder gesperrt. Art und Dauer der Maßnahme richten sich nach der Schwere und der Häufigkeit der Regelübertretung/en. Die betroffenen User/-innen werden darüber per Mail informiert. Ein Posten unter einer anderen Registrierung in der Zeit der Accountsperre ist verboten und zieht automatisch eine Verlängerung der Sperre nach sich.

Wer gegen geltendes Recht verstößt, wird im Ernstfall von uns zur Anzeige gebracht.

12) Information

Die Forumsbetreiber behalten sich das Recht vor,
- alle registrierten User/-innen in unregelmäßigen Abständen über Themen rund um das Bergsteigen, alpiner Sicherheit, Risikomanagement und Weiterbildung per Mail zu informieren und
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Die User/-innen stellen den Forenbetreibern die eingestellten Bilder sowie sonstige Anhänge zur Nutzung im Forum zur Verfügung. Eine darüber hinaus gehende Nutzung der eingestellten Bilder und sonstigen Anhänge durch die Forenbetreiber erfolgt nicht.
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Dürre Leiten (1249m) und Frühlingseindrücke vom Schneeberg / 25.04.2026

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  • Dürre Leiten (1249m) und Frühlingseindrücke vom Schneeberg / 25.04.2026

    Der Schneeberg, Paradehausberg Wiens und höchster Berg Niederösterreichs, beeindruckt aus großer Distanz vom Flachland aus gesehen ebenso wie z.B. von einem Standort im Höllental direkt unter seiner felsigen Steilflanke aus. Am besten vertraut ist vielen wahrscheinlich der Anblick von Osten bis Nordosten, also von der Hohen Wand oder - noch näher dran - vom Puchberger Becken.

    Anfang Oktober des letzten Jahres konnte ich an einem sonnigen Frühherbsttag ab Puchberg mehrere Stunden im Angesicht des erstmals wieder frisch verschneiten Hochschneebergs unterwegs sein. (Forumsbericht). Natürlich war ich von den Eindrücken sehr angetan und dachte daher bereits damals an einem möglichst baldige Fortsetzung, da sich z.B. der Anstieg über die Dürre Leiten an diesem Tag nicht mehr ausging.

    In Kürze - am 15. Mai 2026 - wird im Bereich der Schneeberg-Sesselbahn der Alpen Bikepark Schneeberg eröffnet. Davor wollte ich mir an Ort und Stelle nochmals einen Eindruck davon verschaffen, wie sich der Bereich von Losenheim bis zum Fadensattel nun aus der Perspektive des Bergwanderers präsentiert.

    Damit gab es zumindest schon zwei Gründe für eine Wanderung im Nahbereich des Schneebergs. So entschloss ich mich, Samstag, den 25. April 2026, der fast wolkenlos verlaufen sollte, genau dafür zu nützen. Fixpunkte: der Aufstieg über die Dürre Leiten und der Abstieg entlang der ehemaligen Schipiste nach Losenheim. Damit die Route nicht allzu kurz würde , wollte ich im Schneebergdörfl starten, zunächst nach Sonnleiten gehen und am Schluss von Losenheim über den Ranersattel wieder dorthin zurückkehren.

    Es erweist sich allerdings, dass ich etwas umdisponieren muss, denn der einzige Parkplatz im Schneebergdörfl (links am Straßenrand nach der Einmündung des Mieseltals) ist bereits voll belegt! Der Grund dürfte vor allem darin liegen, dass an diesem Tag im Schneebergdörfl - unüberhörbar - eine Schulung der Polizei und der Bergrettung Puchberg am Polizeihubschrauber stattfindet. (Einige Bilder davon sind hier zu sehen.) Ich fahre daher doch nach Sonnleiten, wo entlang des Wasserfallwegs genügend freie Parkplätze vorhanden sind. Um den Anblick des Hochschneebergs an einem so schönen Tag ausreichend wirken zu lassen, werde ich am Vormittag eine Schleife ins Schneebergdörfl und über den Ranersattel nach Losenheim ziehen.

    So kann es mit Schneeberg-Impressionen sofort losgehen. Im trockenen und teilweise milden April hat sich der Schnee auch in den Hochlagen des Schneebergs bereits deutlich reduziert. Imposant bleibt der Anblick des großen Berges allemal. Und die blühenden Bäume an seinem Fuß bilden den denkbar schönsten Kontrast zu den Felsen und der Breiten Ries.
    003-BreiteRies-Kaiserstein.jpg

    Mit seiner Höhe von 2061m überragt der Kaiserstein meinen Ausgangsort Sonnleiten um fast 1400 Höhenmeter!
    008-BreiteRies-Kaiserstein.jpg

    Da sind rechts auch die Burgruine Losenheim sowie dahinter die Trasse der Schneeberg-Sesselbahn hinauf zum Fadensattel im Blick.
    010-BurgruineLosenheim-BreiteRies.jpg

    Mit Ausnahme eines kürzeren Anstiegs im Wald verläuft der Wanderweg nach Schneebergdörfl größtenteils in offenem Gelände. Frühlingsfarben in vielen Varianten prägen die Landschaft derzeit, so auch bei diesem Blick Richtung Osten mit Himberg und Kienberg im Hintergrund. Es ist ein milder Tag, allerdings mit sehr lebhaftem Wind, der wiederholt auch in Form überraschend heftiger Böen auftritt.
    012-BlühenderBaum-HimbergKienberg.jpg

    Neben diversen Ansichten des Ötschers ist die östliche "Schauseite" des Hochschneebergs das Bild schlechthin für eine Gebirgslandschaft in Niederösterreich.
    018-BreiteRies-Kaiserstein.jpg

    Fast alle Häuser des Schneebergdörfls im hinteren Teil des Puchberger Beckens stehen entlang der einzigen Straße, die - selbstverständlich - Schneebergstraße heißt.
    020-Schneebergdörfl.jpg

    Hinter diesem Höhenrücken mit einem weiteren blühenden Baum führt das Mieseltal zuletzt steil zum Kaltwassersattel hinauf. Links vom Sattel der Hohe Hengst, rechts die Ausläufer des Waxriegels am Hochschneeberg.
    023-BlühenderBaum-Mieseltal.jpg

    Hinter dem Schwabenhof, dem obersten Gehöft im Schneebergdörfl, würden Anstiege sowohl zur Ferdinand-Bürkle-Hütte als auch in den reichlich schottrigen Schneidergraben führen.
    025-Schwabenhof-BreiteRies.jpg

    Meine weitere Route nach Losenheim bleibt heute allerdings noch für einige Zeit am Fuß des großen Bergs. Im Osten stehen hinter dem Puchberger Becken links der Haltberg, in der Mitte das Geländ und die Hohe Wand sowie rechts der Himberg. Die ersten Rinder weiden bereits im Freien.
    028-Schneebergdörfl-HaltbergHimberg.jpg

    Der Anstieg zum Ranersattel verläuft danach einige Zeit sanft ansteigend im Wald. Ein interessantes Detail bildet dort dieser große bemooste Baumstumpf, der offensichtlich ideale Voraussetzungen für das Gedeihen des Wald-Sauerklees bietet.
    030-BemoosterBaumstumpf-WaldSauerklee.jpg

    Der Abstieg vom Ranersattel nach Losenheim ist vergleichsweise kürzer und steiler. Schon ist zwischen Sträuchern und blühenden Bäumen eines der Gehöfte der kleinen Ortschaft zu sehen.
    031-LosenheimGehöft.jpg

    Beim Erreichen der Losenheimer Straße sehe ich meinen Ausgangsort Sonnleiten im Osten nochmals, gerade einen Kilometer in der Luftlinie entfernt. Im Hintergrund stehen erneut Haltberg, Hohe Wand und Geländ.
    Aber der genussvolle "Schlenkerer" zum Schneebergdörfl hat sich heute reichlich gelohnt, bei so gutem Wetter und Fotolicht sowie jeder Menge eindrucksvoller Anblicke des Schneebergs.
    035-Sonnleiten-Haltberg.jpg

    Einige Minuten gehe ich nun am Rand der Losenheimer Straße, direkt unter der Burgruine Losenheim unmittelbar am Fuß des Hochschneebergs vorbei.
    Von der 1220 erstmals urkundlich erwähnten Burg waren bis vor einigen Jahren nur mehr geringe Mauerreste erhalten. Erst nach der Jahrtausendwende erfolgte auf private Initiative ein umfangreicher Wiederaufbau, der sich allerdings nicht am historischen Vorbild orientiert.
    039-Schneeberg-BurgruineLosenheim.jpg

    Neben der imposanten Breiten Ries ist dieser Blick zum Schneeberg weniger vertraut. Links der Schneidergraben und rechts die Krumme Ries. Über den Novembergrat dazwischen verläuft einer der vergleichsweise einfachen Felsanstiege von der Puchberger Seite, während es sich beim Bürklesteig über den Grat rechts im Bild um eine Alpine Klettertour handelt.
    042-Schneidergraben-KrummeRies.jpg

    Bericht in Arbeit,
    bitte noch nicht posten!
    Zuletzt geändert von Wolfgang A.; vor 40 Minuten.
    Lg, Wolfgang


    Für mich ist Dankbarkeit ein Weg,
    der sowohl für den Einzelnen
    wie für die Welt zukunftsweisend ist.
    (David Steindl-Rast)


  • #2
    Noch vor dem großen Forellenhof kann ich die Straße wieder verlassen und rechts auf dem Wanderweg fortsetzen. Bei der ersten Gabelung wähle ich die obere Route, die zunächst kurz steil, danach in wechselnder Steigung nach Mieselreith in gut 950m Höhe hinaufführt. Nach einem kurzen scharfen Abstieg wäre von dort aus bald die Mamauwiese zu erreichen.
    044-LosenheimWanderweg.jpg

    Der Weitwanderweg 01 führt von der Mamauwiese auf den Kamm der Dürren Leiten hinauf. Ich war dort vor etlichen Jahren im Abstieg unterwegs: Das unterste Stück ist sehr steil und wurzelig und zudem aufgrund seiner Nordostausrichtung oft feucht. Von der Miesleiten leitet aber auch ein direkter Weg zum Kamm hinauf. Ich kannte ihn noch nicht und lerne, dass er kurz ebenso steil ist, allerdings mehr felsdurchsetzt als wurzelig und nach einer niederschlagsarmen Phase zumindest gänzlich trocken.
    Möglich, dass dieser Abschnitt nach Waldschäden und Schlägerungen neu trassiert werden musste. Die steilste Passage ließe sich - auch wenn sie bereits etwas verwachsen wirken - wohl auf zwei Kehren eines alten Ziehwegs umgehen.
    045-AnstiegDürreLeiten.jpg

    Sobald ich den Weitwanderweg erreicht habe, geht es auf dem größtenteils bewaldeten und immer wieder felsdurchsetzten Kamm in Summe nur mehr moderat ansteigend weiter.
    049-DürreLeiten.jpg

    Überraschend stehen auf einem breiteren Abschnitt des Kamms südseitig vorwiegend Laubbäume. Im April erkennt man die nahe Flanke des Hochschneeberg dahinter noch, und der Boden ist großflächig von Bärlauch bedeckt.
    051-DürreLeitenBärlauch-Schneeberg.jpg

    Die Nordflanke der Dürren Leiten ist durchgehend steiler und felsiger als die behäbigere Südflanke. Im oberen Teil des Kamms bieten einige Felsnasen Ausblicke zu den Voralpen Richtung Norden. Hier dominiert hinter dem Kohlberg im Vordergrund eindeutig der Unterberg.
    055-Kohlberg-UnterbergTraflberg.jpg

    Im Nordwesten steht gleich jenseits des Klostertaler Gscheids der Hutberg, links dahinter der deutlich höhere Handlesberg. Mit dem Türnitzer Höger und dem Hohenstein schauen am Horizont auch zwei markante Gipfel der Türnitzer Alpen drüber.
    057-HandlesbergHutbergHegerberg.jpg

    Einmal öffnet sich der Blick auch Richtung Nordosten zur großen Mamauwiese mit dem Berggasthof; dahinter stehen Schober, Öhler und Katharinenschlag aufgereiht.
    Am Horizont links vom Schober reicht die Sicht heute in der klaren Luft bis zum Hohen Lindkogel und dem Höllenstein im Wienerwald.
    061-Mamauwiese-SchoberÖhler.jpg

    Die nette Überraschung dabei ist, dass der umfassendste Aussichtsplatz in Aufstiegsrichtung erst ganz am Schluss folgt.
    Da bietet sich vom Unterberg links bis zum Schober rechts fast ein Überblick der Gutensteiner Alpen, u.a. mit Traflberg, Hocheck und Almesbrunnberg.
    063-KohlbergMamauwieseSchober.jpg

    Noch ein Stück setzt sich der Weg im Wald fort, dann deuten die ersten Wiesen und ein Wegweiser zur Edelweisshütte an, dass ich das westliche Ende der Dürren Leiten fast schon erreicht habe.
    065-DürreLeitenWegweiser.jpg

    Ich bin diese Route bisher zweimal - im Abstand vieler Jahre - bergab gegangen. Wenn man von der Edelweisshütte oder vom Fadensattel kommt, hat man den Hochschneeberg irgendwie ständig im Blickfeld. Im Anstieg ist die Sicht von der Dürren Leiten zu ihm hingegen durchwegs verstellt - bis man diesen Platz erreicht, wo sich der Blick plötzlich völlig öffnet.
    Da kann mein spontaner Eindruck daher nur lauten: Was für ein großartiger Aussichtsplatz und was für ein genialer Platz für eine Rastbank!
    069-Rastbank-FadensattelSchneeberg.jpg

    Unterschiedliche Nadelbäume und große Kalkfelsen prägen den Platz, wenn man Richtung Norden schaut.
    073-DürreLeiten.jpg

    Noch ein paar Schritte Richtung Süden hingegen, und der komplette Hochschneeberg vom Waxriegel links bis zu den Fadenwänden rechts präsentiert sich in einer seiner eindrucksvollsten Ansichten.
    Auch wenn die Sonne nun Ende April bereits relativ hoch steht, muss man am frühen Nachmittag doch ziemlich genau ins Gegenlicht schauen und fotografieren. Es tut der Szenerie keinen Abbruch, aber wie großartig müssen die Eindrücke hier erst am Morgen sein, wenn die ersten Sonnenstrahlen von links auf den Schneeberg treffen, oder am Abend, wenn sie aus der Gegenrichtung kommen?
    071-Fadensattel-LahningriesFadenwände.jpg

    Die beiden Hütten nahe dem Fadensattel sind schon in Sichtweite, aber da die Rastbank hier noch dazu unbesetzt ist, kann ich an ihr nicht einfach nur vorbeigehen.
    Neben dem Auskosten des Ausblicks bleibt auch Gelegenheit für zwei Zoomaufnahmen. Mit der ersten hole ich mir den oberen Teil der Lahningries nahe heran. Von nirgendwo anders ist sie so vollständig im Blick wie von hier. Und dazu kommt noch bestens zur Geltung, wie schauerlich steil sie oben ist...
    075-ZoomLahningries.jpg

    Auch die Fadenwände - und somit der Verlauf des Fadensteigs - sind von diesem Standort aus perfekt überblickbar. Die lange Querung ist trotz ihrer nordseitigen Ausrichtung bereits vollständig ausgeapert. Weiter rechts oberhalb ist aber eindeutig zu erkennen, dass zumindest eine der zu querenden Rinne noch verschneit ist. Das ist ganz typisch für die augenblickliche Jahreszeit - und ein Grund, warum bei den Bedingungen nach wie vor Vorsicht angesagt ist.
    076-ZoomFadenwändeFadensteig.jpg

    Bericht in Arbeit,
    bitte noch nicht posten!
    Zuletzt geändert von Wolfgang A.; vor 33 Minuten.
    Lg, Wolfgang


    Für mich ist Dankbarkeit ein Weg,
    der sowohl für den Einzelnen
    wie für die Welt zukunftsweisend ist.
    (David Steindl-Rast)

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    • #3
      Auch die Bergflora im Bereich der Dürren Leiten lohnt einen bewussten Blick.
      Am meisten sind die Wiesen zwischen einzelnen Felsen derzeit vom Gelb des Fingerkrauts geprägt. (Vermutlich handelt es sich um das Frühlings-Fingerkraut / potentilla neumanniana.)
      080-Frühlingsfingerkraut.jpg

      Obwohl sie vielfach nur wenige Zentimeter hoch sind, leuchten die tief blauen Blüten des Frühlings-Enzians (Gentiana verna) unübersehbar.
      078-Frühlingsenzian.jpg

      Beim Weg über die Wiesen Richtung Süden bis Südwesten habe ich den Hochschneeberg stets unmittelbar vor mir, aber zugleich lohnen auch die "Seitenblicke".
      Im Westen jenseits des Schwarzatals stehen Perschkogel, Gippelmauer und Obersberg. Links der steile Nordabfall des Kuhschneebergs, rechts am Horizont - ein wenig überraschend - der Tirolerkogel.
      084-KuhschneebgGippelmauerObersberg.jpg

      In die Gegenrichtung geht der Blick über Puchberg, den Himberg und das Geländ zum Steinfeld und Wiener Neustadt sowie links am Horizont sogar einem Teil des Neusiedler Sees.
      088-PuchbergKienberg-Steinfeld.jpg

      Nun fehlt nur mehr der letzte kurze Abschnitt über den Fadensattel, dann habe ich die Edelweisshütte erreicht. Es ist schon beeindruckend, wie sie fast direkt unter der Steilflanke des Schneebergs mit den Fadenwänden steht!
      Rechts darüber im Wald die historisch deutlich ältere, aber seit etlichen Jahren private Sparbacher Hütte.
      091-Edelweisshütte-LahningriesFadenwände.jpg

      Bei allen landschaftlich tollen Eindrücken gab auf den Wiesen um den Sattel kräftige Böen, und sie kamen gar nicht nur aus Nordwesten, sondern wechselnden Richtungen.
      Wie erhofft, schaut die Terrasse der Edelweisshütte mit Ostsüdosten heute aber in die richtige Richtung. Hier lässt es sich weitestgehend windgeschützt sehr angenehm sitzen, und die Tageszeit passt ohnehin perfekt für eine längere Pause.
      Die Schneeberg-Sesselbahn wird ihren Betrieb heuer erst mit der Eröffnung des Bikeparks am 15. Mai aufnehmen. Da die Edelweisshütte vorläufig ausschließlich aus eigener Kraft erreicht werden kann, ist ihre Terrasse selbst an einem Samstag mit sehr gutem Wetter nicht vollständig besetzt.
      092-EdelweisshütteEinkehr.jpg

      Gut gestärkt blicke ich nach der Rast nochmals über den Fadensattel zum Almreserlhaus rechts sowie dem Unterberg links im Hintergrund...
      097-Unterberg-Almreserlhaus.jpg

      ...und beginne mit dem Abstieg Richtung Losenheim.
      Am 15. Mai wird ja der neue Alpen Bikepark Schneeberg mit zahlreichen Lines und Trails zwischen dem Fadensattel und der Talstation der Sesselbahn eröffnet. Der Übersichtsplan wie auch etliche Äußerungen im Internet lassen hoffen, dass die Wanderroute zwischen Losenheim und der Edelweisshütte davon weitestgehend unberührt bleibt. Aber ich möchte mir noch vor der Eröffnung auch an Ort und Stelle einen Eindruck bilden.
      Knapp unter der Bergstation der Sesselbahn sind auf der Wiese im Vordergrund etliche Kehren eines der Trails zu sehen. Unverändert stehen Öhler, Katharinenschlag und Größenberg im Hintergrund.
      099-LineBikepark-ÖhlerGrößenberg.jpg

      Die Kehren der leichten "Schneeberg Line" führen näher an die Trasse der Sesselbahn heran, bleiben aber auch durchwegs abseits der ehemaligen Schipiste, an deren Rand die Wanderroute verläuft.
      Die Bergrettung Puchberg nützt das gute Wetter für eine große Einsatzübung auf den zukünftigen Routen des Bikeparks. Realistisch betrachtet, ist dort mit Stürzen (hoffentlich keinen allzu schweren) und somit mehr Einsätzen als bisher zu rechnen. Das Engagement des - ehrenamtlich tätigen - Bergrettungsteams ist wirklich im höchsten Maß bewundernswert!
      101-LineBikepark-Puchberg.jpg

      Eine einzige Bikeline quert die ehemalige Schipiste mit der Wanderroute im steileren oberen Abschnitt. So sieht es dort aus: Die aufsteigenden Wanderer werden durch eine Tafel darauf hingewiesen, keinesfalls auf die Line zu wechseln.
      106-QuerungBikeline.jpg

      Den Mountainbikern werden an derselben Stelle die Querung mit dem Wanderweg und ein knapp danach folgender Weiderost angezeigt.
      104-Warntafel.jpg

      Ganze Abschnitte der früheren Piste sind zur Zeit vom Gelb der Echten Schlüsselblume (Primula veris) geprägt - neben dem Löwenzahn auf den Wiesen im Tal die Blume, die ich an diesem Tag am häufigsten sehe.
      108-EchteSchlüsselblume.jpg

      Auch im unteren, flacheren Teil der ehemaligen Piste bleiben die Kehren der Schneeberg-Line in Abstiegsrichtung durchwegs an ihrem linken Rand.
      110-ehemSchipiste-Bikeline.jpg

      Ich gehe am großen Parkplatz vorbei und wechsle gleich danach beim Gschaiderhof auf den Wanderweg entlang dem Sebastianbach, der dem Asphalt und dem Autoverkehr ausweicht.
      Nur die wenigen Minuten unterhalb der Burgruine Losenheim sind am Straßenrand zu gehen, dann zweigt bereits der markierte Weg nach Sonnleiten ab. Ein Abschnitt zum gemütlichen Genusswandern am Rand des Puchberger Beckens bietet somit den Abschluss meiner heutigen Route.
      114-Sonnleiten-HaltbergHimberg.jpg

      Ein letzter Blick zurück zum Hochschneeberg, in dessen Nähe und an dessen Fuß ich heute etliche genussvolle Stunden unterwegs war - mit vielen erhofften, aber auch ein paar positiv überraschenden Eindrücken.
      116-LosenheimSchneeberg.jpg


      Abschluss folgt gleich,
      bitte noch nicht posten!
      Zuletzt geändert von Wolfgang A.; vor 23 Minuten.
      Lg, Wolfgang


      Für mich ist Dankbarkeit ein Weg,
      der sowohl für den Einzelnen
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      (David Steindl-Rast)

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