Der Schneeberg, Paradehausberg Wiens und höchster Berg Niederösterreichs, beeindruckt aus großer Distanz vom Flachland aus gesehen ebenso wie z.B. von einem Standort im Höllental direkt unter seiner felsigen Steilflanke aus. Am besten vertraut ist vielen wahrscheinlich der Anblick von Osten bis Nordosten, also von der Hohen Wand oder - noch näher dran - vom Puchberger Becken.
Anfang Oktober des letzten Jahres konnte ich an einem sonnigen Frühherbsttag ab Puchberg mehrere Stunden im Angesicht des erstmals wieder frisch verschneiten Hochschneebergs unterwegs sein. (Forumsbericht). Natürlich war ich von den Eindrücken sehr angetan und dachte daher bereits damals an einem möglichst baldige Fortsetzung, da sich z.B. der Anstieg über die Dürre Leiten an diesem Tag nicht mehr ausging.
In Kürze - am 15. Mai 2026 - wird im Bereich der Schneeberg-Sesselbahn der Alpen Bikepark Schneeberg eröffnet. Davor wollte ich mir an Ort und Stelle nochmals einen Eindruck davon verschaffen, wie sich der Bereich von Losenheim bis zum Fadensattel nun aus der Perspektive des Bergwanderers präsentiert.
Damit gab es zumindest schon zwei Gründe für eine Wanderung im Nahbereich des Schneebergs. So entschloss ich mich, Samstag, den 25. April 2026, der fast wolkenlos verlaufen sollte, genau dafür zu nützen. Fixpunkte: der Aufstieg über die Dürre Leiten und der Abstieg entlang der ehemaligen Schipiste nach Losenheim. Damit die Route nicht allzu kurz würde
, wollte ich im Schneebergdörfl starten, zunächst nach Sonnleiten gehen und am Schluss von Losenheim über den Ranersattel wieder dorthin zurückkehren.
Es erweist sich allerdings, dass ich etwas umdisponieren muss, denn der einzige Parkplatz im Schneebergdörfl (links am Straßenrand nach der Einmündung des Mieseltals) ist bereits voll belegt! Der Grund dürfte vor allem darin liegen, dass an diesem Tag im Schneebergdörfl - unüberhörbar - eine Schulung der Polizei und der Bergrettung Puchberg am Polizeihubschrauber stattfindet. (Einige Bilder davon sind hier zu sehen.) Ich fahre daher doch nach Sonnleiten, wo entlang des Wasserfallwegs genügend freie Parkplätze vorhanden sind. Um den Anblick des Hochschneebergs an einem so schönen Tag ausreichend wirken zu lassen, werde ich am Vormittag eine Schleife ins Schneebergdörfl und über den Ranersattel nach Losenheim ziehen.
So kann es mit Schneeberg-Impressionen sofort losgehen. Im trockenen und teilweise milden April hat sich der Schnee auch in den Hochlagen des Schneebergs bereits deutlich reduziert. Imposant bleibt der Anblick des großen Berges allemal. Und die blühenden Bäume an seinem Fuß bilden den denkbar schönsten Kontrast zu den Felsen und der Breiten Ries.
003-BreiteRies-Kaiserstein.jpg
Mit seiner Höhe von 2061m überragt der Kaiserstein meinen Ausgangsort Sonnleiten um fast 1400 Höhenmeter!
008-BreiteRies-Kaiserstein.jpg
Da sind rechts auch die Burgruine Losenheim sowie dahinter die Trasse der Schneeberg-Sesselbahn hinauf zum Fadensattel im Blick.
010-BurgruineLosenheim-BreiteRies.jpg
Mit Ausnahme eines kürzeren Anstiegs im Wald verläuft der Wanderweg nach Schneebergdörfl größtenteils in offenem Gelände. Frühlingsfarben in vielen Varianten prägen die Landschaft derzeit, so auch bei diesem Blick Richtung Osten mit Himberg und Kienberg im Hintergrund. Es ist ein milder Tag, allerdings mit sehr lebhaftem Wind, der wiederholt auch in Form überraschend heftiger Böen auftritt.
012-BlühenderBaum-HimbergKienberg.jpg
Neben diversen Ansichten des Ötschers ist die östliche "Schauseite" des Hochschneebergs das Bild schlechthin für eine Gebirgslandschaft in Niederösterreich.
018-BreiteRies-Kaiserstein.jpg
Fast alle Häuser des Schneebergdörfls im hinteren Teil des Puchberger Beckens stehen entlang der einzigen Straße, die - selbstverständlich - Schneebergstraße heißt.
020-Schneebergdörfl.jpg
Hinter diesem Höhenrücken mit einem weiteren blühenden Baum führt das Mieseltal zuletzt steil zum Kaltwassersattel hinauf. Links vom Sattel der Hohe Hengst, rechts die Ausläufer des Waxriegels am Hochschneeberg.
023-BlühenderBaum-Mieseltal.jpg
Hinter dem Schwabenhof, dem obersten Gehöft im Schneebergdörfl, würden Anstiege sowohl zur Ferdinand-Bürkle-Hütte als auch in den reichlich schottrigen Schneidergraben führen.
025-Schwabenhof-BreiteRies.jpg
Meine weitere Route nach Losenheim bleibt heute allerdings noch für einige Zeit am Fuß des großen Bergs. Im Osten stehen hinter dem Puchberger Becken links der Haltberg, in der Mitte das Geländ und die Hohe Wand sowie rechts der Himberg. Die ersten Rinder weiden bereits im Freien.
028-Schneebergdörfl-HaltbergHimberg.jpg
Der Anstieg zum Ranersattel verläuft danach einige Zeit sanft ansteigend im Wald. Ein interessantes Detail bildet dort dieser große bemooste Baumstumpf, der offensichtlich ideale Voraussetzungen für das Gedeihen des Wald-Sauerklees bietet.
030-BemoosterBaumstumpf-WaldSauerklee.jpg
Der Abstieg vom Ranersattel nach Losenheim ist vergleichsweise kürzer und steiler. Schon ist zwischen Sträuchern und blühenden Bäumen eines der Gehöfte der kleinen Ortschaft zu sehen.
031-LosenheimGehöft.jpg
Beim Erreichen der Losenheimer Straße sehe ich meinen Ausgangsort Sonnleiten im Osten nochmals, gerade einen Kilometer in der Luftlinie entfernt. Im Hintergrund stehen erneut Haltberg, Hohe Wand und Geländ.
Aber der genussvolle "Schlenkerer" zum Schneebergdörfl hat sich heute reichlich gelohnt, bei so gutem Wetter und Fotolicht sowie jeder Menge eindrucksvoller Anblicke des Schneebergs.
035-Sonnleiten-Haltberg.jpg
Einige Minuten gehe ich nun am Rand der Losenheimer Straße, direkt unter der Burgruine Losenheim unmittelbar am Fuß des Hochschneebergs vorbei.
Von der 1220 erstmals urkundlich erwähnten Burg waren bis vor einigen Jahren nur mehr geringe Mauerreste erhalten. Erst nach der Jahrtausendwende erfolgte auf private Initiative ein umfangreicher Wiederaufbau, der sich allerdings nicht am historischen Vorbild orientiert.
039-Schneeberg-BurgruineLosenheim.jpg
Neben der imposanten Breiten Ries ist dieser Blick zum Schneeberg weniger vertraut. Links der Schneidergraben und rechts die Krumme Ries. Über den Novembergrat dazwischen verläuft einer der vergleichsweise einfachen Felsanstiege von der Puchberger Seite, während es sich beim Bürklesteig über den Grat rechts im Bild um eine Alpine Klettertour handelt.
042-Schneidergraben-KrummeRies.jpg
Bericht in Arbeit,
bitte noch nicht posten!
Anfang Oktober des letzten Jahres konnte ich an einem sonnigen Frühherbsttag ab Puchberg mehrere Stunden im Angesicht des erstmals wieder frisch verschneiten Hochschneebergs unterwegs sein. (Forumsbericht). Natürlich war ich von den Eindrücken sehr angetan und dachte daher bereits damals an einem möglichst baldige Fortsetzung, da sich z.B. der Anstieg über die Dürre Leiten an diesem Tag nicht mehr ausging.
In Kürze - am 15. Mai 2026 - wird im Bereich der Schneeberg-Sesselbahn der Alpen Bikepark Schneeberg eröffnet. Davor wollte ich mir an Ort und Stelle nochmals einen Eindruck davon verschaffen, wie sich der Bereich von Losenheim bis zum Fadensattel nun aus der Perspektive des Bergwanderers präsentiert.
Damit gab es zumindest schon zwei Gründe für eine Wanderung im Nahbereich des Schneebergs. So entschloss ich mich, Samstag, den 25. April 2026, der fast wolkenlos verlaufen sollte, genau dafür zu nützen. Fixpunkte: der Aufstieg über die Dürre Leiten und der Abstieg entlang der ehemaligen Schipiste nach Losenheim. Damit die Route nicht allzu kurz würde
, wollte ich im Schneebergdörfl starten, zunächst nach Sonnleiten gehen und am Schluss von Losenheim über den Ranersattel wieder dorthin zurückkehren.Es erweist sich allerdings, dass ich etwas umdisponieren muss, denn der einzige Parkplatz im Schneebergdörfl (links am Straßenrand nach der Einmündung des Mieseltals) ist bereits voll belegt! Der Grund dürfte vor allem darin liegen, dass an diesem Tag im Schneebergdörfl - unüberhörbar - eine Schulung der Polizei und der Bergrettung Puchberg am Polizeihubschrauber stattfindet. (Einige Bilder davon sind hier zu sehen.) Ich fahre daher doch nach Sonnleiten, wo entlang des Wasserfallwegs genügend freie Parkplätze vorhanden sind. Um den Anblick des Hochschneebergs an einem so schönen Tag ausreichend wirken zu lassen, werde ich am Vormittag eine Schleife ins Schneebergdörfl und über den Ranersattel nach Losenheim ziehen.
So kann es mit Schneeberg-Impressionen sofort losgehen. Im trockenen und teilweise milden April hat sich der Schnee auch in den Hochlagen des Schneebergs bereits deutlich reduziert. Imposant bleibt der Anblick des großen Berges allemal. Und die blühenden Bäume an seinem Fuß bilden den denkbar schönsten Kontrast zu den Felsen und der Breiten Ries.
003-BreiteRies-Kaiserstein.jpg
Mit seiner Höhe von 2061m überragt der Kaiserstein meinen Ausgangsort Sonnleiten um fast 1400 Höhenmeter!
008-BreiteRies-Kaiserstein.jpg
Da sind rechts auch die Burgruine Losenheim sowie dahinter die Trasse der Schneeberg-Sesselbahn hinauf zum Fadensattel im Blick.
010-BurgruineLosenheim-BreiteRies.jpg
Mit Ausnahme eines kürzeren Anstiegs im Wald verläuft der Wanderweg nach Schneebergdörfl größtenteils in offenem Gelände. Frühlingsfarben in vielen Varianten prägen die Landschaft derzeit, so auch bei diesem Blick Richtung Osten mit Himberg und Kienberg im Hintergrund. Es ist ein milder Tag, allerdings mit sehr lebhaftem Wind, der wiederholt auch in Form überraschend heftiger Böen auftritt.
012-BlühenderBaum-HimbergKienberg.jpg
Neben diversen Ansichten des Ötschers ist die östliche "Schauseite" des Hochschneebergs das Bild schlechthin für eine Gebirgslandschaft in Niederösterreich.
018-BreiteRies-Kaiserstein.jpg
Fast alle Häuser des Schneebergdörfls im hinteren Teil des Puchberger Beckens stehen entlang der einzigen Straße, die - selbstverständlich - Schneebergstraße heißt.
020-Schneebergdörfl.jpg
Hinter diesem Höhenrücken mit einem weiteren blühenden Baum führt das Mieseltal zuletzt steil zum Kaltwassersattel hinauf. Links vom Sattel der Hohe Hengst, rechts die Ausläufer des Waxriegels am Hochschneeberg.
023-BlühenderBaum-Mieseltal.jpg
Hinter dem Schwabenhof, dem obersten Gehöft im Schneebergdörfl, würden Anstiege sowohl zur Ferdinand-Bürkle-Hütte als auch in den reichlich schottrigen Schneidergraben führen.
025-Schwabenhof-BreiteRies.jpg
Meine weitere Route nach Losenheim bleibt heute allerdings noch für einige Zeit am Fuß des großen Bergs. Im Osten stehen hinter dem Puchberger Becken links der Haltberg, in der Mitte das Geländ und die Hohe Wand sowie rechts der Himberg. Die ersten Rinder weiden bereits im Freien.
028-Schneebergdörfl-HaltbergHimberg.jpg
Der Anstieg zum Ranersattel verläuft danach einige Zeit sanft ansteigend im Wald. Ein interessantes Detail bildet dort dieser große bemooste Baumstumpf, der offensichtlich ideale Voraussetzungen für das Gedeihen des Wald-Sauerklees bietet.
030-BemoosterBaumstumpf-WaldSauerklee.jpg
Der Abstieg vom Ranersattel nach Losenheim ist vergleichsweise kürzer und steiler. Schon ist zwischen Sträuchern und blühenden Bäumen eines der Gehöfte der kleinen Ortschaft zu sehen.
031-LosenheimGehöft.jpg
Beim Erreichen der Losenheimer Straße sehe ich meinen Ausgangsort Sonnleiten im Osten nochmals, gerade einen Kilometer in der Luftlinie entfernt. Im Hintergrund stehen erneut Haltberg, Hohe Wand und Geländ.
Aber der genussvolle "Schlenkerer" zum Schneebergdörfl hat sich heute reichlich gelohnt, bei so gutem Wetter und Fotolicht sowie jeder Menge eindrucksvoller Anblicke des Schneebergs.
035-Sonnleiten-Haltberg.jpg
Einige Minuten gehe ich nun am Rand der Losenheimer Straße, direkt unter der Burgruine Losenheim unmittelbar am Fuß des Hochschneebergs vorbei.
Von der 1220 erstmals urkundlich erwähnten Burg waren bis vor einigen Jahren nur mehr geringe Mauerreste erhalten. Erst nach der Jahrtausendwende erfolgte auf private Initiative ein umfangreicher Wiederaufbau, der sich allerdings nicht am historischen Vorbild orientiert.
039-Schneeberg-BurgruineLosenheim.jpg
Neben der imposanten Breiten Ries ist dieser Blick zum Schneeberg weniger vertraut. Links der Schneidergraben und rechts die Krumme Ries. Über den Novembergrat dazwischen verläuft einer der vergleichsweise einfachen Felsanstiege von der Puchberger Seite, während es sich beim Bürklesteig über den Grat rechts im Bild um eine Alpine Klettertour handelt.
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Bericht in Arbeit,
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