Ankündigung

Einklappen
2 von 4 < >

Hilfe zum Erstellen von Tourenberichten

Immer wieder haben einige User Probleme beim Erstellen eines Tourenberichtes, insbesondere beim Hochladen und Einfügen von Bildern.
Ihnen soll die folgende kleine Anleitung ein wenig Hilfe geben, wie ein Tourenbericht ganz kurz und schmerzlos erstellt werden kann

In sechs einfachen Schritten kann ein neuer Bericht leicht erstellt werden:

1. Bilder zum Bericht aussuchen
2. Bilder verkleinern
3. Im Forum "Toureninfo & Verhältnisse" das passende Unterforum auswählen
4. Bilder hochladen
5. Die Bilder mit dem Text ergänzen
6. Fertigstellen/Kontrollieren des Berichtes und Veröffentlichen



Im Folgenden werden die einzelnen Schritte ausführlich erklärt:

1. Bilder zum Bericht aussuchen
Möglichst aussagekräftige Fotos wählen, die auch die Route und wesentliche Details darstellen.
Gegen einzelne "schöne" Landschafts- und Blumenbilder ist natürlich nichts einzuwenden ...


2. Bilder verkleinern
Bewährt hat sich ein Format mit der längeren Bildkante 900 Pixel.
Damit läßt sich bei Speicherung als JPEG eine recht ordentliche Bildqualität erzielen, bei Photoshop etwa abhängig vom Sujet 80/100.


3. Im Forum "Toureninfo & Verhältnisse" das passende Unterforum auswählen
z.B. "Wanderungen und Bergtouren" - "Steiermark"
+Neues Thema wählen

Titel etwa nach dem Schema
Gipfel (Höhenangabe), Anstiegsroute, Gebirgsgruppe (ostalpin nach AVE)

Möglichst bis zu 5 aussagekräftige Stichworte vergeben.

Zum Bilderhochladen weiter mit der "Büroklammer".


4. Bilder hochladen
Möglichst bitte NUR so:
a) "Büroklammer"
b) "Anhänge hochladen"


4.1 Bilder auswählen
Abhängig vom eigenen Rechner/Betriebssystem.
Maximal 15 Bilder pro Posting sind derzeit zulässig, eine größere Bilderanzahl erfordert Folgepostings (Antworten).
(Bewährt hat sich auch, 1-2 Bilder weniger hochzuladen, um für spätere Ergänzungen eine kleine Reserve zu haben.)

4.2 Liste der hochgeladenen Anhänge
Die Auflistung ist leider nicht chronologisch nach Bildbezeichnung geordnet.

Im Textfeld die gewünschte Einfügeposition mit dem Cursor markieren,
bzw. die gelisteten Bilder in der gewünschten Reihenfolge einzeln als "Vollbild" oder "Miniaturansicht" platzieren.
Eine oder mehrere Leerzeilen zwischen den Bildern erleichtern später das Einfügen von Text.


5. Die Bilder mit dem Text ergänzen
Die Bilder sind nun in der richtigen Reihenfolge im Textfenster positioniert.
Ich bevorzuge im ersten Schritt die Positionierung als "Miniaturansicht".
Das erleichtert beim Texteinfügen die Übersicht.
Muß aber nicht sein, natürlich lassen sich die Bilder auch gleich als Vollbild (also in der hochgeladenen Größe) platzieren.

5.1 Text
Jetzt kann der Text ergänzt werden.
Möglichst über dem Foto - ich finde das übersichtlicher ...
Der Text kann natürlich auch vorher erfaßt werden und anschließend einkopiert werden.

5.2 Bildgröße ändern
Wurden die Bilder vorerst als "Miniaturansicht" platziert, können sie einfach auf das finale Darstellungsformat skaliert werden:
a) Doppelklick auf die "Miniaturansicht" öffnet ein Pop-Up-Fenster
b) unter "Größe" idR "Vollbild" wählen
c) OK


6. Fertigstellen/Kontrollieren des Berichtes
Anschließend sollte der Bericht noch in der "Vorschau" kontrolliert werden.
In manchen Fällen muß zur Ansicht der "Vorschau" ziemlich weit nach unten gescrollt werden!

6.1 Veröffentlichen des Berichtes
Zum Schluß noch auf "Abschicken" klicken - und nach einer kurzen "Nachdenkpause" des Servers ist der Bericht online.



Nach dem ersten Durchlesen dieses Leitfadens mag das Erstellen eines Berichtes etwas kompliziert erscheinen - ist es aber nicht:
Viele Tourenberichte schreiben hilft sehr.

Die Reihenfolge der einzelnen Schritte ist nicht so starr wie es hier scheinen mag; natürlich kann auch zuerst der Text erstellt werden und die Bilder nachträglich eingefügt.

Änderungen am fertigen Bericht sind für den Ersteller 24 Stunden lang möglich, bei der Berichtigung später entdeckter Fehler hilft gerne ein zuständiger Moderator. Ebenso beim Verschieben eines Berichtes in das richtige Tourenforum.

Viel Freude bei euren Bergtouren UND dann beim Berichteschreiben,


P.S.: Diese Anleitung, ergänzt um verdeutlichende Screenshots, findet ihr auch unter http://www.gipfeltreffen.at/forum/gi...ourenberichten
3 von 4 < >

Regelwerk für die Benutzung des Forums Gipfeltreffen

Alle Forumsuser/-innen sind aufgefordert, das Regelwerk zu lesen und sich daran zu halten!

1) Registrierung

Die Registrierung und Benutzung unserer Foren ist kostenlos. Es ist registrierten Teilnehmern/-innen (Usern/-innen) erlaubt, den Forums-Account bis auf Widerruf im Rahmen der vorgegebenen, jederzeit änderbaren Forumsregeln für private Zwecke zu nutzen. Ein späteres Löschen des Forums-Accounts sowie der ins Forum eingebrachten Inhalte oder Bilder ist nicht möglich. Auf Wunsch des Benutzers kann der Account stillgelegt werden. Der Benutzername kann dann von niemandem mehr benützt werden und wird vor Missbrauch geschützt.

2) Hausrecht

Die Forenbetreiber legen Wert auf die Tatsache, dass alle User/-innen Gast in diesem Forum sind und die Betreiber als Gastgeber bei Bedarf ihr Hausrecht jederzeit ausüben können und auch werden. User, die sich überwiegend darauf beschränken zu provozieren, werden ausgeschlossen.

3) Haftung

Die von Usern/-innen verfassten Beiträge stellen ausschließlich die persönliche, subjektive Meinung des Verfassers dar, und keinesfalls die Meinung der Betreiber und Moderatoren dieses Forums. Die Forenbetreiber übernehmen keine Haftung für die Richtigkeit der ausgetauschten Informationen.

4) Umgangston

Die Forenbetreiber erwarten von allen Usern/-innen, sich an die Netiquette zu halten. Auf einen wertschätzenden, höflichen Umgangston wird Wert gelegt.

5) Thementreue

Die Forenbetreiber legen großen Wert auf Thementreue der Beiträge und Übersichtlichkeit von Threads, um den Informationsgehalt des Forums möglichst hoch zu halten. Überschneidungen der Inhalte verschiedener Threads sind zu vermeiden.

6) Verboten ist/sind:

- Beleidigungen, Sticheleien und Provokationen (auch per PN);
- Politische oder religiöse Themen;
- Rechtswidrige Inhalte (unter anderem rechtsradikale oder pornografische Inhalte, Hackinganleitungen, Verstöße gegen das Urheberrecht) sowie das Verlinken zu Seiten mit solchen Inhalten;
- Die Verwendung von fremdem Bildmaterial, Kartenausschnitten und Topos ohne Zustimmung des Autors;
- Die Veröffentlichung von persönlichen Nachrichten (PN), E-Mails oder dergleichen ohne Zustimmung des Verfassers;
- Das Aufdecken der Identität oder die Preisgabe persönlicher Daten eines Users/Moderators/Administrators;
- Werbung für konkurrenzierende Plattformen;
- Das Führen von Doppel- oder Mehrfachaccounts;

7) Moderation:

Die Moderatoren/Administratoren werden von den Forenbetreibern bzw. ihren Vertretern ernannt.
Sie sind von den Forenbetreibern verpflichtet, für die Einhaltung der Regeln zu sorgen und somit ermächtigt, die von Usern/-innen bereit gestellten Inhalte (Texte, Anhänge und Verlinkungen) daraufhin zu prüfen und im Bedarfsfall zu bearbeiten, verschieben, zu löschen oder Themen zu schließen. Im Falle der Löschung von Beiträgen können auch jene Beiträge anderer User ganz oder teilweise entfernt werden, die auf einen gelöschten Beitrag Bezug nehmen.

Änderungen von Beiträgen werden - soweit irgend möglich – unter Angabe des Änderungsgrundes gekennzeichnet. Eingriffe, die den Sinn eines Beitrags verändern, werden nicht vorgenommen. Für die geänderten Teile eines Beitrags haftet der ursprüngliche Ersteller nicht.

Wer etwas gegen das aktive Handeln der Moderatoren/-innen vorzubringen hat, kann dies sachlich, mit konkretem Bezug und zeitnah (innerhalb von 6 Wochen ab Anlass) im Unterforum "Zum Forum/Moderation..." darlegen. In allen anderen Foren werden solche Postings im Sinne der Thementreue der Beiträge kommentarlos gelöscht. Bloßes „Mod-Bashing“ führt zu einer sofortigen Sperre.

Das Unterlaufen von Handlungen und Maßnahmen der Moderatoren ist nicht zulässig. Darunter fällt auch das Fortführen des Themas eines geschlossenen oder gelöschten Threads in einem neuen gleichartigen oder ähnlichen Thread. Ergänzungen und Hinweise von Moderatoren und Administratoren dürfen von Usern in deren Beiträgen nicht verändert oder gelöscht werden.

8) Profil/Signatur

Ein übermäßiges Ausnutzen der Signatur ist unerwünscht. Diese sollte vor allem eine maßvolle Größe haben. Nicht mit der Forumsleitung abgesprochene Werbung (für kommerzielle Angebote), Beleidigungen oder Anspielungen in der Signatur oder dem Profiltext werden nicht toleriert.

9) Werbung

Kommerzielle Werbung im Forum Gipfeltreffen ist kostenpflichtig (siehe Unterforum Werbung). Werbepostings müssten vor Platzierung mit der Forumsleitung vereinbart werden.

10) Gemeinschaftstouren/Bazar

Die Forenbetreiber stellen die Foren "Forum für Gemeinschaftstouren" und " Bazar" ausschließlich für private Kontaktzwecke zur Verfügung und gehen damit keinerlei Verpflichtungen oder Haftungen ein! Alle Kontakte in diesen Foren laufen ausschließlich zwischen den Usern/-innen und auf Basis des gegenseitigen Vertrauens. Bei nachweislichen Betrugsfällen stellen die Forenbetreiber alle vorhandenen Informationen zur Verfügung, um eine straf- und zivilrechtliche Verfolgung zu ermöglichen.

11) Regelwidriges Verhalten

User/-innen, die sich regelwidrig verhalten, werden per PN verwarnt und/oder gesperrt. Art und Dauer der Maßnahme richten sich nach der Schwere und der Häufigkeit der Regelübertretung/en. Die betroffenen User/-innen werden darüber per Mail informiert. Ein Posten unter einer anderen Registrierung in der Zeit der Accountsperre ist verboten und zieht automatisch eine Verlängerung der Sperre nach sich.

Wer gegen geltendes Recht verstößt, wird im Ernstfall von uns zur Anzeige gebracht.

12) Information

Die Forumsbetreiber behalten sich das Recht vor,
- alle registrierten User/-innen in unregelmäßigen Abständen über Themen rund um das Bergsteigen, alpiner Sicherheit, Risikomanagement und Weiterbildung per Mail zu informieren und
- dieses Regelwerk jederzeit abzuändern.

13) Nutzung von hochgeladenen Anhängen

Die User/-innen stellen den Forenbetreibern die eingestellten Bilder sowie sonstige Anhänge zur Nutzung im Forum zur Verfügung. Eine darüber hinaus gehende Nutzung der eingestellten Bilder und sonstigen Anhänge durch die Forenbetreiber erfolgt nicht.
4 von 4 < >


WICHTIG - BITTE BEACHTEN!!!

Bitte die Touren in jenes Bundesland eintragen wo der jeweilige Ausgangspunkt der Tour war!!!
Mehr anzeigen
Weniger anzeigen

Dorfer See über Daberklamm (06.08.26)

Einklappen
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • Dorfer See über Daberklamm (06.08.26)

    Wegführung: Taurerwirt (7.40) – Daberklamm – Kalser Tauernhaus (9.20) – Dorfer See (10.20-10.45) – Kalser Tauernhaus (11.45-13.00) – Taurerwirt (14.15) | 500hm, 17.4km

    Nach einer extrem warmen Nacht in Ostösterreich sollte an diesem Tag die Gluthitze einen weiteren Höhepunkt erreichen, ehe so etwas wie eine Kaltfront kam. In Osttirol ging es ein wenig schneller und so hatte ich nur einen guten halben Tag für eine Tour. Daberklamm und Dorfer Tal standen für den „Schlechtwettertag“ auf der Liste, der dann doch lange brauchbar war, aber immer mit dem kritischen Blick zum Himmel. Der war dort auch notwendig, denn es gab keinen Netzempfang. Vielen Wandersmenschen würde ich wünschen, wieder öfter in den Himmel statt in die App zu schauen, aber dazu später mehr.

    Wie schon am Vortag startete ich wieder vom Taurerwirt, dieses Mal aber links hinein in die Daberklamm (eigentlich ein Pleonasmus, weil slowenisch deber/daber = Klamm, Schlucht) Gleich zu Beginn informiert eine Tafel über das damalige Kraftwerkvorhaben mit einer 220 Meter hohen Staumauer, die erst durch eine Bürgerinitiative 1987 gestoppt werden konnte (Hintergrund).

    Anfangs verläuft der breite Fahrweg relativ eben und steigt dann allmählich an bis zu einem unbeleuchteten Tunnel, der 1950 errichtet wurde. Der Fußweg führt außen herum entlang der Felswand und ist durchgehend mit Holzgeländer gesichert. Bei Regen wird empfohlen, den Tunnel zu benutzen, weil sich sonst Sturzbäche von den senkrechten Felswänden auf den Weg ergießen. Die Zufahrtsstraße ins Dorfer Tal gibt es erst seit den Jahren 1913-1915. Vorher musste das Vieh über die Moaralm und die „Stiege“, einem steilen, glitschigen Steig mit etlichen Stufen oberhalb von der Klamm ins Tal getrieben werden. Über diesen Weg wollte ich eigentlich zurückgehen, hab es dann aber wegen der unmittelbaren Gewittergefahr gelassen.

    Daberklamm mit Fußweg

    1.jpg

    2.jpg
    Steinbrech aus einer Felsspalte.

    3.jpg
    Blick von der Aussichtsplattform auf den Kalser Bach

    4.jpg

    Viel war in der Früh noch nicht los. Ein paar E-Biker und wenige Wanderer. Das sogenannte Glocknertaxi fährt auch in das Tal hinein bis Bergeralm und Kalser Tauernhaus. Für den Rückweg müsste man wohl von den Hütten anrufen, denn Netzempfang hatte ich dort keinen mehr.

    Kuh im Weg

    5.jpg
    Über den Hang im Hintergrund verläuft die „Stiege“

    6.jpg
    Wie die Bilder zeigen, waren hier Reste gewaltiger Murenabgänge zu sehen. Der letzte große Abgang war vor rund neun Jahren, dabei wurde auch die Zufahrtstraße über die Klamm beschädigt (Bildartikel). Das eiszeitlich geformte Trogtal ist durch die Naturbelassenheit aber prinzipiell ein guter „Schotterfänger“. Bei Hochwasserereignissen bleibt der Schotter im breiten Bachbett liegen und wird nicht bis ins bewohnte Tal unterhalb gespült.

    ein beschauliches Gebirgstal nahe des Alpenhauptkamms

    7.jpg
    Vorderes Kastenkees und Laperwitzkees unterhalb vom Eiskögele (3423m), mittig Hoher Kasten (3189m), unten links Sandriegel

    8.jpg
    Dorfer Tal, links die steilen Flanken des Muntanitz (3232m)

    9.jpg
    altes Bauernhaus kurz nach der Bergeralm

    10.jpg
    die Sonne kämpfte sich gerade über die Fruschnitzscharten ins Dorfer Tal

    11.jpg
    Verschiedene Landschaftsformen komprimiert

    12.jpg
    Mein Bild des Tages (Kalenderbild für 2027)

    Links oben Schneewinkelkopf (3472m) mit Laperwitzkees, rechts Romariswandköpfe (3511m). Der ausgeprägte begrünte Spitz hat keinen Namen, im Vordergrund riesige Steinblöcke im Fruschnitzbach

    13.jpg
    Der Spitz heißt einfach nur Spitz (2629m)

    14.jpg
    Nach nur eineinhalb Stunden Gehzeit erreichte ich schon das Kalser Tauernhaus. Das ging flotter als erwartet. Für eine Einkehr wars mir noch zu früh, jetzt schien auch der Dorfer See in greifbarer Reichweite zu sein. Die ersten Cumuli entstanden um 8.45 Uhr, das war wieder eine Stunde früher als am Vortag und deutete auf die erhöhte Feuchtlabilität hin.

    Kalser Tauernhaus, dahinter rechts Spinewitrol (2483m)

    15.jpg
    Der Gipfelname Spinewitrol erschließt sich auf den ersten Blick überhaupt nicht und auf den zweiten auch nicht.
    Schwundform < romanisch crispēna putreola ‘brüchiger Stein’ (der Berg liegt inmitten riesiger Trümmerhalden) oder < spina putreola ‘brüchiger Dorn’ (als Geländebezeichnung).

    kals.at leben in kals Sprachschichten und Namen

    http://www.wetteran.de

  • #2
    Gleich hinter der Schutzhütte beginnt ein idyllischer Zirbenwald.

    16.jpg

    Wollgras

    17.jpg

    Zwischen Kalser Tauernhaus und Fäulmoos hörte man den Laperwitzbach, der den gleichnamigen Gletscher entwässert, kräftig rauschen, man sah ihn aber nicht.

    Das geschützte Fäulmoos, rechts hinten Zollspitze (3024m)

    18.jpg

    Habichtskraut

    19.jpg

    Nach dem Fäulmoos wird der Weg alpiner, bleibt aber noch lange gut zu gehen. Die Landschaft im Bereich eines nacheiszeitlichen Bergsturzes an der Westflanke des Unteren Kastens (2670m) ist bizarr und gleichzeitig wunderschön.

    20.jpg

    Bergsturzgelände und erste Quellwolken

    21.jpg

    Das war nicht die „Staumauer“, wie zunächst gedacht

    22.jpg

    wildromantisch mit dem Unteren Kasten (2670m)

    23.jpg

    Zum See ging es dann wieder rund zwanzig Meter hinab. Hier war das Gelände schon ein wenig anspruchsvoller mit großen Blöcken, wo man besser nicht danebenstieg.

    24.jpg

    Für all jene, die den Rückweg vor dem Gewitter nicht mehr geschafft hätten, gab es einen geschützten Unterstand unter zwei aneinandergelehnte Felsblöcke:

    Notunterstand der Bergrettung Kals

    25.jpg

    In Bildmitte Zollspitze (3024m), links Salzkogel (2986m), rechts Säulspitze (2956m) und Bretterspitze (2868m).

    26.jpg
    http://www.wetteran.de

    Kommentar


    • #3
      Der See ist rund 500 Meter lang und 7,6ha groß. Er ist nur rund 10 Meter tief. Der Hauptzufluss kommt von Norden und bildet einen breiten Sedimentfächer im See. Talauswärts tritt der Abfluss erst nach rund 400 Metern wieder an die Oberfläche. Er fließt also unterirdisch unter dem Blockwerk des Bergsturzes durch.

      Im Hintergrund links Rotkogel (2656m), rechts Tauernkogel (2683m)

      27.jpg

      Rechts vom Tauernkogel befindet sich (verdeckt) der Übergang (Kalser Tauern, 2515m) zum Stubachtal auf der Alpennordseite. Gleich hinter dem Pass befindet sich der Weißsee (Stausee) mit der Rudolfshütte.

      Der geübte Meteorologe schaute nicht nur auf den See, sondern auch in den Himmel und da zeigte sich gegen halb elf bereits der erste Vorbote für einen gewittrigen Wetterumschwung:

      Altocumulus floccus: Die mittelhohen Wolken deuteten Feuchtezufuhr in dieser Schicht an, eine notwendige Zutat für die Gewitterbildung.

      28.jpg

      Zoom in den Talabschluss mit kleinen Altschneeresten unterhalb des Rotkogels

      29.jpg

      Idylle pur

      30.jpg

      niedriger Wasserstand beim Abfluss

      31.jpg

      Sehr feinkörniger Altocumulus und optisch auch relativ hoch oben, das hieß hochreichende Feuchtezunahme.

      32.jpg

      So schön es hier war, aber die Gewittervorboten konnte ich nicht negieren, und es lagen etliche Kilometer vor mir bis zum Talausgang. Ich trat daher leise den Rückzug an. Währenddessen kamen mir noch zahlreiche Leute entgegen, manche gingen auch weiter Richtung Tauernpass, mit Tagesrucksack.

      33.jpg

      Cumulus humilis und Ac flo zum Dritten


      34.jpg

      Über der Granatspitzgruppe und im Hintergrund über den Villgratner Bergen türmten sich schmale, aber hochreichende Aufwindbereiche

      35.jpg

      Wasserfall vom Laperwitzkees

      36.jpg

      zahlreiche Wasserfälle vom Laperwitzgletscher

      37.jpg

      Stotzbachwasserfall

      38.jpg


      http://www.wetteran.de

      Kommentar


      • #4
        Eine Rast am Kalser Tauernhaus sollte sich trotzdem noch ausgehen. Ich ergatterte den letzten Schattenplatz und füllte meine Elektrolyte wieder mit Skiwasser auf. Das Essen war gut, ich hab nur vergessen, was. Nebenan saß eine japanische Familie, junge Leute. Das Mädchen schien über den Kaspressknödel mit Sauerkraut nicht begeistert zu sein und tat sich schwer beim Essen. Der Vater hatte die Jausenplatte genommen mit einem ordentlichen, langen Stück Speck. Er fing an zu schneiden, da kam der Wirt und erklärte ihm, er solle längs schneiden. Die Übersetzung kam offenbar nicht ganz an. Er schnitt kleine Würfel und kämpfte beim Essen. Ein deutscher Gast daneben erklärte ihm auf Englisch, weshalb er längs schneiden sollte, dann war es leichter zum Kauen und geschmacklich weniger fettig. Sie lachten beide. Eine schöne Szene. Gegen 13 Uhr beobachtete ich die ersten Vereisungsansätze bei den kräftigen Quellungen im Süden und entschied mich zu gehen.

        mächtige Quellwolken mit Eisansatz links (Cumulonimbus calvus)

        39.jpg

        Wasserfall vom Muntanitzbach

        40.jpg

        müde Kühe

        41.jpg

        Als ich den Beginn der Klamm erreichte, türmten sich auch taleinwärts mächtige Quellwolken, sowie klare Ambosswolken Richtung Granatspitze. Zu diesem Zeitpunkt gab es zwischen Matrei und Kals schon erste Entladungen.

        viele Leute stiegen trotz Gewitterwolken noch auf

        42.jpg

        Unterwegs begegnete ich vielen Familien, teils mit kleinen Kindern, die noch weiter aufsteigen. Relativ weit unten in der Klamm ließ eine Familie eine Drohne aufsteigen. Zu diesem Zeitpunkt näherte sich von Südwesten schon das Gewitter. Wo war der Hausverstand? Schauten die Leute wirklich nur auf die Wetter-App, nicht mehr in den Himmel?

        Um 14.20 Uhr war ich wieder am Ausgang vom Dorfer Tal und vernahm ein deutliches Donnergrollen. Mit Blick auf das Satellitenbild wurde mir schnell klar, dass sich der Abstieg zu Fuß nach Kals nicht mehr ausgehen würde.

        Gewitterwolke im Hintergrund und Feuchte in allen Höhen.

        43.jpg

        Ich saß das Gewitter daher beim Taurerwirt auf der regengeschützten Terrasse aus. Laut Blitzortung gab es zahlreiche Blitzentladungen im Kalser Tal. Ich hatte alles richtig gemacht. Was ich nicht wusste und mir SCOTTY vorenthielt: Es gab bereits um 15.06 einen Bus zurück nach Kals, nicht erst um 16.06. Zwei Wanderer wussten es, sie standen vor mir auf und gingen zur Haltestelle. Aber egal, es war ganz nett zu sitzen und ausnahmsweise rauchte niemand.

        Dieses Mal hatte ich keine Lust auf eine weitere Einkehr nach dem Mittagessen und holte mir beim nahen Supermarkt einen Vinschgerlaib – ein flaches Roggengewürzbrot aus dem Vinschgau – So grandios wie in Innervillgraten war es zwar nicht, aber gemeinsam mit Tiroler Graukäse war es trotzdem gerade richtig. So aß ich auf dem Balkon und schaute zu, wie der „Tauernwind“ boraartig über das Hohe Tor zwischen Kendlspitze und Blauspitze strömte.

        Gewitter mit Bora über Hohes Tor

        44.jpg

        Starker Regen im Dorfer Tal, aber nicht in Kals


        45.jpg

        bedrohliches Himmelsbild

        46.jpg

        Rückblickend betrachtet ging sich zeitlich alles genau vor den Gewittern aus. Viel Spielraum war nicht. Mit einer geführten Gruppe hätte ich die Rast im Tauernhaus wohl kürzer ausfallen lassen. Gelohnt hatte es sich aber definitiv. Überhaupt eines der schönsten hochalpinen Täler, das ich bisher beschritten habe.

        Lg, Felix
        http://www.wetteran.de

        Kommentar


        • #5
          Sehr schöner Bericht aus einer mir völlig unbekannten Gegend.
          Dieses Phänomen, daß die Leute teilweise eindeutige Schlechtwetteranzeichen völlig ignorieren und trotzdem noch aufsteigen, wo einem der Hausverstand sagen könnte, dass man umdrehen soll, kenne ich auch.
          Ich würde aber gerne noch mehr verstehen von den Wolkenbildungen und wie man sie interpretiert. Ich meine, dass es bedrohlich war hätte ich auch gesehen und hätte vermutlich umgedreht, aber diese genaue Deutung ist schon auch erstrebenswert. Du hast doch mal über den AV einen Wetter-Kurs angeboten. Machst du so etwas noch?
          Zuletzt geändert von saltimbokka; vor einem Tag. Grund: Casus

          Kommentar


          • #6
            Eine sehr schöne und durchaus auch abwechslungsreiche Wanderung!
            Und danke für die zahlreichen Eindrücke, von denen sicher mehrere "kalenderwürdig" sind.


            Bezüglich Wetter muß es besonders frustrierend sein, wenn man als Fachmann schon bei den ersten Wölkchen weiß was an diesem Tag noch kommt, während es viele andere auch beim donnergrollen noch nicht verstanden haben.

            Dazu eine kleine Anekdote von meinem Arbeitsplatz:
            Ein Kollege meinte vor einigen Tagen am Vormittag, daß es bald schütten wird. Ich kannte den Wetterbericht der Geosphere Austria für die Region und meinte, daß es heute sehr wahrscheinlich trocken bleiben würde. Er bestand auf seine Meinung, weil es ihm ja sein Handy gesagt hat.
            Es blieb natürlich trocken - hätte ich nur um etwas gewettet...

            Kommentar


            • #7
              Ein besonders schön bebilderter Bericht ,
              da laden etliche Aufnahmen sehr zum genussvollen und mehrfachen Betrachten ein!

              Vor vielen Jahren, beim Familienurlaub im Sommer 1982, bin ich bis zum Dorfersee in das Tal hineingewandert. An den wunderbar gelegenen See und das Bergsturzgelände kann ich mich noch recht gut erinnern, an das Tal weiter unten und die Daberklamm kaum mehr, warum auch immer.

              Was ich ebenfalls noch gut weiß: Ein Motiv für genau diese Wanderung war die damals immer noch bestehende Ungewissheit über die Zukunft des Dorfertals und die Kraftwerkspläne. Der "Nationalpark Hohe Tauern" wurde zwar bereits 1981 gegründet, aber es vergingen noch etliche Jahre, bis auch die Osttiroler Gemeinden beigetreten sind. Der Artikel, den du am Beginn verlinkt hast (danke!) ist dazu sehr instruktiv. Im September 1987 fand dann die Volksbefragung in Kals statt, bei der 63,5% gegen die Kraftwerkspläne votierten.

              Dass es bis heute möglich ist, im Dorfertal zu wandern und die großartige Szenerie der Hohen Tauern zu bestaunen, ist zu einem guten Teil denen zu verdanken, die sich damals jahrelang und unter großem Einsatz für seine Erhaltung eingesetzt haben.
              Lg, Wolfgang


              Für mich ist Dankbarkeit ein Weg,
              der sowohl für den Einzelnen
              wie für die Welt zukunftsweisend ist.
              (David Steindl-Rast)

              Kommentar

              Lädt...
              X