Wegführung: Taurerwirt (7.40) – Daberklamm – Kalser Tauernhaus (9.20) – Dorfer See (10.20-10.45) – Kalser Tauernhaus (11.45-13.00) – Taurerwirt (14.15) | 500hm, 17.4km
Nach einer extrem warmen Nacht in Ostösterreich sollte an diesem Tag die Gluthitze einen weiteren Höhepunkt erreichen, ehe so etwas wie eine Kaltfront kam. In Osttirol ging es ein wenig schneller und so hatte ich nur einen guten halben Tag für eine Tour. Daberklamm und Dorfer Tal standen für den „Schlechtwettertag“ auf der Liste, der dann doch lange brauchbar war, aber immer mit dem kritischen Blick zum Himmel. Der war dort auch notwendig, denn es gab keinen Netzempfang. Vielen Wandersmenschen würde ich wünschen, wieder öfter in den Himmel statt in die App zu schauen, aber dazu später mehr.
Wie schon am Vortag startete ich wieder vom Taurerwirt, dieses Mal aber links hinein in die Daberklamm (eigentlich ein Pleonasmus, weil slowenisch deber/daber = Klamm, Schlucht) Gleich zu Beginn informiert eine Tafel über das damalige Kraftwerkvorhaben mit einer 220 Meter hohen Staumauer, die erst durch eine Bürgerinitiative 1987 gestoppt werden konnte (Hintergrund).
Anfangs verläuft der breite Fahrweg relativ eben und steigt dann allmählich an bis zu einem unbeleuchteten Tunnel, der 1950 errichtet wurde. Der Fußweg führt außen herum entlang der Felswand und ist durchgehend mit Holzgeländer gesichert. Bei Regen wird empfohlen, den Tunnel zu benutzen, weil sich sonst Sturzbäche von den senkrechten Felswänden auf den Weg ergießen. Die Zufahrtsstraße ins Dorfer Tal gibt es erst seit den Jahren 1913-1915. Vorher musste das Vieh über die Moaralm und die „Stiege“, einem steilen, glitschigen Steig mit etlichen Stufen oberhalb von der Klamm ins Tal getrieben werden. Über diesen Weg wollte ich eigentlich zurückgehen, hab es dann aber wegen der unmittelbaren Gewittergefahr gelassen.
Daberklamm mit Fußweg
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Steinbrech aus einer Felsspalte.
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Blick von der Aussichtsplattform auf den Kalser Bach
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Viel war in der Früh noch nicht los. Ein paar E-Biker und wenige Wanderer. Das sogenannte Glocknertaxi fährt auch in das Tal hinein bis Bergeralm und Kalser Tauernhaus. Für den Rückweg müsste man wohl von den Hütten anrufen, denn Netzempfang hatte ich dort keinen mehr.
Kuh im Weg
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Über den Hang im Hintergrund verläuft die „Stiege“
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Wie die Bilder zeigen, waren hier Reste gewaltiger Murenabgänge zu sehen. Der letzte große Abgang war vor rund neun Jahren, dabei wurde auch die Zufahrtstraße über die Klamm beschädigt (Bildartikel). Das eiszeitlich geformte Trogtal ist durch die Naturbelassenheit aber prinzipiell ein guter „Schotterfänger“. Bei Hochwasserereignissen bleibt der Schotter im breiten Bachbett liegen und wird nicht bis ins bewohnte Tal unterhalb gespült.
ein beschauliches Gebirgstal nahe des Alpenhauptkamms
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Vorderes Kastenkees und Laperwitzkees unterhalb vom Eiskögele (3423m), mittig Hoher Kasten (3189m), unten links Sandriegel
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Dorfer Tal, links die steilen Flanken des Muntanitz (3232m)
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altes Bauernhaus kurz nach der Bergeralm
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die Sonne kämpfte sich gerade über die Fruschnitzscharten ins Dorfer Tal
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Verschiedene Landschaftsformen komprimiert
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Mein Bild des Tages (Kalenderbild für 2027)
Links oben Schneewinkelkopf (3472m) mit Laperwitzkees, rechts Romariswandköpfe (3511m). Der ausgeprägte begrünte Spitz hat keinen Namen, im Vordergrund riesige Steinblöcke im Fruschnitzbach
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Der Spitz heißt einfach nur Spitz (2629m)
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Nach nur eineinhalb Stunden Gehzeit erreichte ich schon das Kalser Tauernhaus. Das ging flotter als erwartet. Für eine Einkehr wars mir noch zu früh, jetzt schien auch der Dorfer See in greifbarer Reichweite zu sein. Die ersten Cumuli entstanden um 8.45 Uhr, das war wieder eine Stunde früher als am Vortag und deutete auf die erhöhte Feuchtlabilität hin.
Kalser Tauernhaus, dahinter rechts Spinewitrol (2483m)
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Der Gipfelname Spinewitrol erschließt sich auf den ersten Blick überhaupt nicht und auf den zweiten auch nicht.
Nach einer extrem warmen Nacht in Ostösterreich sollte an diesem Tag die Gluthitze einen weiteren Höhepunkt erreichen, ehe so etwas wie eine Kaltfront kam. In Osttirol ging es ein wenig schneller und so hatte ich nur einen guten halben Tag für eine Tour. Daberklamm und Dorfer Tal standen für den „Schlechtwettertag“ auf der Liste, der dann doch lange brauchbar war, aber immer mit dem kritischen Blick zum Himmel. Der war dort auch notwendig, denn es gab keinen Netzempfang. Vielen Wandersmenschen würde ich wünschen, wieder öfter in den Himmel statt in die App zu schauen, aber dazu später mehr.
Wie schon am Vortag startete ich wieder vom Taurerwirt, dieses Mal aber links hinein in die Daberklamm (eigentlich ein Pleonasmus, weil slowenisch deber/daber = Klamm, Schlucht) Gleich zu Beginn informiert eine Tafel über das damalige Kraftwerkvorhaben mit einer 220 Meter hohen Staumauer, die erst durch eine Bürgerinitiative 1987 gestoppt werden konnte (Hintergrund).
Anfangs verläuft der breite Fahrweg relativ eben und steigt dann allmählich an bis zu einem unbeleuchteten Tunnel, der 1950 errichtet wurde. Der Fußweg führt außen herum entlang der Felswand und ist durchgehend mit Holzgeländer gesichert. Bei Regen wird empfohlen, den Tunnel zu benutzen, weil sich sonst Sturzbäche von den senkrechten Felswänden auf den Weg ergießen. Die Zufahrtsstraße ins Dorfer Tal gibt es erst seit den Jahren 1913-1915. Vorher musste das Vieh über die Moaralm und die „Stiege“, einem steilen, glitschigen Steig mit etlichen Stufen oberhalb von der Klamm ins Tal getrieben werden. Über diesen Weg wollte ich eigentlich zurückgehen, hab es dann aber wegen der unmittelbaren Gewittergefahr gelassen.
Daberklamm mit Fußweg
1.jpg
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Steinbrech aus einer Felsspalte.
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Blick von der Aussichtsplattform auf den Kalser Bach
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Viel war in der Früh noch nicht los. Ein paar E-Biker und wenige Wanderer. Das sogenannte Glocknertaxi fährt auch in das Tal hinein bis Bergeralm und Kalser Tauernhaus. Für den Rückweg müsste man wohl von den Hütten anrufen, denn Netzempfang hatte ich dort keinen mehr.
Kuh im Weg
5.jpg
Über den Hang im Hintergrund verläuft die „Stiege“
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Wie die Bilder zeigen, waren hier Reste gewaltiger Murenabgänge zu sehen. Der letzte große Abgang war vor rund neun Jahren, dabei wurde auch die Zufahrtstraße über die Klamm beschädigt (Bildartikel). Das eiszeitlich geformte Trogtal ist durch die Naturbelassenheit aber prinzipiell ein guter „Schotterfänger“. Bei Hochwasserereignissen bleibt der Schotter im breiten Bachbett liegen und wird nicht bis ins bewohnte Tal unterhalb gespült.
ein beschauliches Gebirgstal nahe des Alpenhauptkamms
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Vorderes Kastenkees und Laperwitzkees unterhalb vom Eiskögele (3423m), mittig Hoher Kasten (3189m), unten links Sandriegel
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Dorfer Tal, links die steilen Flanken des Muntanitz (3232m)
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altes Bauernhaus kurz nach der Bergeralm
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die Sonne kämpfte sich gerade über die Fruschnitzscharten ins Dorfer Tal
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Verschiedene Landschaftsformen komprimiert
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Mein Bild des Tages (Kalenderbild für 2027)
Links oben Schneewinkelkopf (3472m) mit Laperwitzkees, rechts Romariswandköpfe (3511m). Der ausgeprägte begrünte Spitz hat keinen Namen, im Vordergrund riesige Steinblöcke im Fruschnitzbach
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Der Spitz heißt einfach nur Spitz (2629m)
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Nach nur eineinhalb Stunden Gehzeit erreichte ich schon das Kalser Tauernhaus. Das ging flotter als erwartet. Für eine Einkehr wars mir noch zu früh, jetzt schien auch der Dorfer See in greifbarer Reichweite zu sein. Die ersten Cumuli entstanden um 8.45 Uhr, das war wieder eine Stunde früher als am Vortag und deutete auf die erhöhte Feuchtlabilität hin.
Kalser Tauernhaus, dahinter rechts Spinewitrol (2483m)
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Der Gipfelname Spinewitrol erschließt sich auf den ersten Blick überhaupt nicht und auf den zweiten auch nicht.
Schwundform < romanisch crispēna putreola ‘brüchiger Stein’ (der Berg liegt inmitten riesiger Trümmerhalden) oder < spina putreola ‘brüchiger Dorn’ (als Geländebezeichnung).
kals.at leben in kals Sprachschichten und Namen
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