Ankündigung

Einklappen
2 von 4 < >

Hilfe zum Erstellen von Tourenberichten

Immer wieder haben einige User Probleme beim Erstellen eines Tourenberichtes, insbesondere beim Hochladen und Einfügen von Bildern.
Ihnen soll die folgende kleine Anleitung ein wenig Hilfe geben, wie ein Tourenbericht ganz kurz und schmerzlos erstellt werden kann

In sechs einfachen Schritten kann ein neuer Bericht leicht erstellt werden:

1. Bilder zum Bericht aussuchen
2. Bilder verkleinern
3. Im Forum "Toureninfo & Verhältnisse" das passende Unterforum auswählen
4. Bilder hochladen
5. Die Bilder mit dem Text ergänzen
6. Fertigstellen/Kontrollieren des Berichtes und Veröffentlichen



Im Folgenden werden die einzelnen Schritte ausführlich erklärt:

1. Bilder zum Bericht aussuchen
Möglichst aussagekräftige Fotos wählen, die auch die Route und wesentliche Details darstellen.
Gegen einzelne "schöne" Landschafts- und Blumenbilder ist natürlich nichts einzuwenden ...


2. Bilder verkleinern
Bewährt hat sich ein Format mit der längeren Bildkante 900 Pixel.
Damit läßt sich bei Speicherung als JPEG eine recht ordentliche Bildqualität erzielen, bei Photoshop etwa abhängig vom Sujet 80/100.


3. Im Forum "Toureninfo & Verhältnisse" das passende Unterforum auswählen
z.B. "Wanderungen und Bergtouren" - "Steiermark"
+Neues Thema wählen

Titel etwa nach dem Schema
Gipfel (Höhenangabe), Anstiegsroute, Gebirgsgruppe (ostalpin nach AVE)

Möglichst bis zu 5 aussagekräftige Stichworte vergeben.

Zum Bilderhochladen weiter mit der "Büroklammer".


4. Bilder hochladen
Möglichst bitte NUR so:
a) "Büroklammer"
b) "Anhänge hochladen"


4.1 Bilder auswählen
Abhängig vom eigenen Rechner/Betriebssystem.
Maximal 15 Bilder pro Posting sind derzeit zulässig, eine größere Bilderanzahl erfordert Folgepostings (Antworten).
(Bewährt hat sich auch, 1-2 Bilder weniger hochzuladen, um für spätere Ergänzungen eine kleine Reserve zu haben.)

4.2 Liste der hochgeladenen Anhänge
Die Auflistung ist leider nicht chronologisch nach Bildbezeichnung geordnet.

Im Textfeld die gewünschte Einfügeposition mit dem Cursor markieren,
bzw. die gelisteten Bilder in der gewünschten Reihenfolge einzeln als "Vollbild" oder "Miniaturansicht" platzieren.
Eine oder mehrere Leerzeilen zwischen den Bildern erleichtern später das Einfügen von Text.


5. Die Bilder mit dem Text ergänzen
Die Bilder sind nun in der richtigen Reihenfolge im Textfenster positioniert.
Ich bevorzuge im ersten Schritt die Positionierung als "Miniaturansicht".
Das erleichtert beim Texteinfügen die Übersicht.
Muß aber nicht sein, natürlich lassen sich die Bilder auch gleich als Vollbild (also in der hochgeladenen Größe) platzieren.

5.1 Text
Jetzt kann der Text ergänzt werden.
Möglichst über dem Foto - ich finde das übersichtlicher ...
Der Text kann natürlich auch vorher erfaßt werden und anschließend einkopiert werden.

5.2 Bildgröße ändern
Wurden die Bilder vorerst als "Miniaturansicht" platziert, können sie einfach auf das finale Darstellungsformat skaliert werden:
a) Doppelklick auf die "Miniaturansicht" öffnet ein Pop-Up-Fenster
b) unter "Größe" idR "Vollbild" wählen
c) OK


6. Fertigstellen/Kontrollieren des Berichtes
Anschließend sollte der Bericht noch in der "Vorschau" kontrolliert werden.
In manchen Fällen muß zur Ansicht der "Vorschau" ziemlich weit nach unten gescrollt werden!

6.1 Veröffentlichen des Berichtes
Zum Schluß noch auf "Abschicken" klicken - und nach einer kurzen "Nachdenkpause" des Servers ist der Bericht online.



Nach dem ersten Durchlesen dieses Leitfadens mag das Erstellen eines Berichtes etwas kompliziert erscheinen - ist es aber nicht:
Viele Tourenberichte schreiben hilft sehr.

Die Reihenfolge der einzelnen Schritte ist nicht so starr wie es hier scheinen mag; natürlich kann auch zuerst der Text erstellt werden und die Bilder nachträglich eingefügt.

Änderungen am fertigen Bericht sind für den Ersteller 24 Stunden lang möglich, bei der Berichtigung später entdeckter Fehler hilft gerne ein zuständiger Moderator. Ebenso beim Verschieben eines Berichtes in das richtige Tourenforum.

Viel Freude bei euren Bergtouren UND dann beim Berichteschreiben,


P.S.: Diese Anleitung, ergänzt um verdeutlichende Screenshots, findet ihr auch unter http://www.gipfeltreffen.at/forum/gi...ourenberichten
3 von 4 < >

Regelwerk für die Benutzung des Forums Gipfeltreffen

Alle Forumsuser/-innen sind aufgefordert, das Regelwerk zu lesen und sich daran zu halten!

1) Registrierung

Die Registrierung und Benutzung unserer Foren ist kostenlos. Es ist registrierten Teilnehmern/-innen (Usern/-innen) erlaubt, den Forums-Account bis auf Widerruf im Rahmen der vorgegebenen, jederzeit änderbaren Forumsregeln für private Zwecke zu nutzen. Ein späteres Löschen des Forums-Accounts sowie der ins Forum eingebrachten Inhalte oder Bilder ist nicht möglich. Auf Wunsch des Benutzers kann der Account stillgelegt werden. Der Benutzername kann dann von niemandem mehr benützt werden und wird vor Missbrauch geschützt.

2) Hausrecht

Die Forenbetreiber legen Wert auf die Tatsache, dass alle User/-innen Gast in diesem Forum sind und die Betreiber als Gastgeber bei Bedarf ihr Hausrecht jederzeit ausüben können und auch werden. User, die sich überwiegend darauf beschränken zu provozieren, werden ausgeschlossen.

3) Haftung

Die von Usern/-innen verfassten Beiträge stellen ausschließlich die persönliche, subjektive Meinung des Verfassers dar, und keinesfalls die Meinung der Betreiber und Moderatoren dieses Forums. Die Forenbetreiber übernehmen keine Haftung für die Richtigkeit der ausgetauschten Informationen.

4) Umgangston

Die Forenbetreiber erwarten von allen Usern/-innen, sich an die Netiquette zu halten. Auf einen wertschätzenden, höflichen Umgangston wird Wert gelegt.

5) Thementreue

Die Forenbetreiber legen großen Wert auf Thementreue der Beiträge und Übersichtlichkeit von Threads, um den Informationsgehalt des Forums möglichst hoch zu halten. Überschneidungen der Inhalte verschiedener Threads sind zu vermeiden.

6) Verboten ist/sind:

- Beleidigungen, Sticheleien und Provokationen (auch per PN);
- Politische oder religiöse Themen;
- Rechtswidrige Inhalte (unter anderem rechtsradikale oder pornografische Inhalte, Hackinganleitungen, Verstöße gegen das Urheberrecht) sowie das Verlinken zu Seiten mit solchen Inhalten;
- Die Verwendung von fremdem Bildmaterial, Kartenausschnitten und Topos ohne Zustimmung des Autors;
- Die Veröffentlichung von persönlichen Nachrichten (PN), E-Mails oder dergleichen ohne Zustimmung des Verfassers;
- Das Aufdecken der Identität oder die Preisgabe persönlicher Daten eines Users/Moderators/Administrators;
- Werbung für konkurrenzierende Plattformen;
- Das Führen von Doppel- oder Mehrfachaccounts;

7) Moderation:

Die Moderatoren/Administratoren werden von den Forenbetreibern bzw. ihren Vertretern ernannt.
Sie sind von den Forenbetreibern verpflichtet, für die Einhaltung der Regeln zu sorgen und somit ermächtigt, die von Usern/-innen bereit gestellten Inhalte (Texte, Anhänge und Verlinkungen) daraufhin zu prüfen und im Bedarfsfall zu bearbeiten, verschieben, zu löschen oder Themen zu schließen. Im Falle der Löschung von Beiträgen können auch jene Beiträge anderer User ganz oder teilweise entfernt werden, die auf einen gelöschten Beitrag Bezug nehmen.

Änderungen von Beiträgen werden - soweit irgend möglich – unter Angabe des Änderungsgrundes gekennzeichnet. Eingriffe, die den Sinn eines Beitrags verändern, werden nicht vorgenommen. Für die geänderten Teile eines Beitrags haftet der ursprüngliche Ersteller nicht.

Wer etwas gegen das aktive Handeln der Moderatoren/-innen vorzubringen hat, kann dies sachlich, mit konkretem Bezug und zeitnah (innerhalb von 6 Wochen ab Anlass) im Unterforum "Zum Forum/Moderation..." darlegen. In allen anderen Foren werden solche Postings im Sinne der Thementreue der Beiträge kommentarlos gelöscht. Bloßes „Mod-Bashing“ führt zu einer sofortigen Sperre.

Das Unterlaufen von Handlungen und Maßnahmen der Moderatoren ist nicht zulässig. Darunter fällt auch das Fortführen des Themas eines geschlossenen oder gelöschten Threads in einem neuen gleichartigen oder ähnlichen Thread. Ergänzungen und Hinweise von Moderatoren und Administratoren dürfen von Usern in deren Beiträgen nicht verändert oder gelöscht werden.

8) Profil/Signatur

Ein übermäßiges Ausnutzen der Signatur ist unerwünscht. Diese sollte vor allem eine maßvolle Größe haben. Nicht mit der Forumsleitung abgesprochene Werbung (für kommerzielle Angebote), Beleidigungen oder Anspielungen in der Signatur oder dem Profiltext werden nicht toleriert.

9) Werbung

Kommerzielle Werbung im Forum Gipfeltreffen ist kostenpflichtig (siehe Unterforum Werbung). Werbepostings müssten vor Platzierung mit der Forumsleitung vereinbart werden.

10) Gemeinschaftstouren/Bazar

Die Forenbetreiber stellen die Foren "Forum für Gemeinschaftstouren" und " Bazar" ausschließlich für private Kontaktzwecke zur Verfügung und gehen damit keinerlei Verpflichtungen oder Haftungen ein! Alle Kontakte in diesen Foren laufen ausschließlich zwischen den Usern/-innen und auf Basis des gegenseitigen Vertrauens. Bei nachweislichen Betrugsfällen stellen die Forenbetreiber alle vorhandenen Informationen zur Verfügung, um eine straf- und zivilrechtliche Verfolgung zu ermöglichen.

11) Regelwidriges Verhalten

User/-innen, die sich regelwidrig verhalten, werden per PN verwarnt und/oder gesperrt. Art und Dauer der Maßnahme richten sich nach der Schwere und der Häufigkeit der Regelübertretung/en. Die betroffenen User/-innen werden darüber per Mail informiert. Ein Posten unter einer anderen Registrierung in der Zeit der Accountsperre ist verboten und zieht automatisch eine Verlängerung der Sperre nach sich.

Wer gegen geltendes Recht verstößt, wird im Ernstfall von uns zur Anzeige gebracht.

12) Information

Die Forumsbetreiber behalten sich das Recht vor,
- alle registrierten User/-innen in unregelmäßigen Abständen über Themen rund um das Bergsteigen, alpiner Sicherheit, Risikomanagement und Weiterbildung per Mail zu informieren und
- dieses Regelwerk jederzeit abzuändern.

13) Nutzung von hochgeladenen Anhängen

Die User/-innen stellen den Forenbetreibern die eingestellten Bilder sowie sonstige Anhänge zur Nutzung im Forum zur Verfügung. Eine darüber hinaus gehende Nutzung der eingestellten Bilder und sonstigen Anhänge durch die Forenbetreiber erfolgt nicht.
4 von 4 < >


WICHTIG - BITTE BEACHTEN!!!

Bitte die Touren in jenes Bundesland eintragen wo der jeweilige Ausgangspunkt der Tour war!!!
Mehr anzeigen
Weniger anzeigen

Überschreitung Figerhorn (2743m), Glocknergruppe (04.08.26)

Einklappen
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • Überschreitung Figerhorn (2743m), Glocknergruppe (04.08.26)

    trackfigerhorn040826.jpg

    Wegführung: Kals (Ort, 8.00) – Burg – Felsenkapelle (8.37) – Gipfel (11.20-11.35) – Greibühel (2247m, 12.35-12.45) – Lucknerhaus (13.20)

    Höhenmeter: 1450hm | Strecke: 13km | ca. 4 Std. 45 Minuten reine Gehzeit | Murmeltiere, Turmfalke; Tauernblümchen, Edelweiss

    Erstmals ein Wanderurlaub, der dezidiert als „Stadtflucht“ konzipiert wurde. Am Tag, wo in Wien erneut 40°C erreicht wurden, fuhr ich mit Bahn und Bus vollkommen problemlos nach Kals am Großglockner, was für die lange Anreise von rund sechseinhalb Stunden Fahrtzeit nicht unfaszinierend ist. Ich quartierte mich im „Haus Charlotte“ unweit vom Gemeindeamt ein. Die sehr freundliche Unterkunftgeberin richtete sich mit dem reichhaltigen Frühstück nach meinen Aufstehzeiten. Für etwas mehr Komfort nutzte ich ein Doppelzimmer für eine Person, dafür mit Balkon und Blick nach Westen. Im Gegensatz zu Innervillgraten (Slogan: „Kommen Sie zu uns! Wir haben nichts!“) war Kals schon recht überlaufen vom Massentourismus, vor allem Deutsche und Holländer. Für mich galt, die weniger frequentierten Wege zu finden, was mir großteils auch gelang.

    Das Figerhorn, mein erster (und einziger richtiger) Gipfel der Region, leitet sich von romanisch vicus = Dorf ab. Fig hieß früher der heutige Ort Großdorf. Der Hofname Figer wurde urkundlich bereits 1307 als Zefig (sub vico, unter dem Dorf) erwähnt.

    Der vierte August sollte der heißeste Tag seit Messbeginn in Wien werden (41,0°C in Stammersdorf), auch in Osttirol war er brütend heiß. Dennoch entschied ich mich für die Überschreitung mit der vollen Höhenmeterdistanz, denn der Anstieg sollte zunächst im Schatten verlaufen und ich konnte direkt vom Quartier weggehen, und damit auch ein wenig gemütlicher frühstücken, denn der Bus zum Lucknerhaus wäre um 7.30 gefahren.

    Statt dem markierten Weg am Waldhang entlang, der dabei ein größeres Eck schlägt, wollte ich der Straße direkt nach Burg folgen. In der Früh galt es keine Zeit zu verlieren, solange es noch kühl war. Schon nach den ersten Metern tat sich ein unerwartetes Hindernis auf, eine über Nacht entstandene Baustelle auf der Straße Richtung Burg, kein Durchkommen für alle Verkehrsteilnehmer. Daher schlug ich doch das Eck (siehe Track), aber wechselte auf halber Höhe zurück zur Straße, wo um diese Uhrzeit nicht allzu viel Verkehr war.

    Aus Gewichtsgründen war ich dieses Mal ausschließlich mit der Sony RX 100 VI unterwegs. So kam ich an allen Tagen mit einem 20L Rucksack aus.

    Links Weißer Knopf (2577m) und Blauspitze (2575m), mittig Kendlspitze (3085m) und Ganimitz (2785m), rechts Muntanitz (3232m)

    Blick Richtung Großdorf und Chalet-Anlage „Gradonna“

    1.jpg

    Links Fallwindeskogel (2486m), der seine Bezeichnung wohl aufgrund der starken Nordwinde („Tauernwind“) trägt, rechts Rotenkogel (2762m), im Hintergrund Zarspitze (2778m) links und Schneidegg (2755m) rechts. Im Vordergrund Kals.

    2.jpg


    Georgskirche mitten auf der Wiese oberhalb vom Kalser Bach, romanisches Langhaus, spätgotischer Kirchturm - Besuch lohnt sich, sehenswürdig.

    3.jpg

    das 2012 errichtete Chaletdorf „Gradonna“ mit monströsem Turm sorgte für viele neue Arbeitsplätze, aber auch für die Aberkennung von Kals aus der „Bergsteigerdörfer-Initiative“

    4.jpg

    In Burg, das aus einer Ansammlung von wenigen Höfen besteht, rechts den Burger Bach entlang und dann kam gleich die erste Sehenswürdigkeit, eine in die Felswand gesprengte Grotte, die als Kapelle dient.

    erst 1975-1979 errichtete Felsenkapelle, errichtet von Sepp Kerer vom Burgerhof (Hintergrund)

    5.jpg

    Glocke an der Außenseite

    6.jpg

    Nach wenigen Kehren verlässt die Wegmarkierung den Forstweg und zieht steil in zahlreichen engen Kehren den steilen Nordwesthang hinauf. Im Schatten war es noch auszuhalten, doch selbst hier spürte ich schon die Vorzeichen der noch folgenden Backofenhitze.

    ehemalige Viehhütte unterhalb der Greischneid

    7.jpg

    Lockerer Wald mit schönem Kammweg unterhalb vom Geierspitz (2102m)

    8.jpg

    Ich kam zügig voran und erreichte bereits nach 1 Stunde und 37 Minuten und 700 Höhenmetern den locker bewaldeten Ausstiegskamm, wo ich mich einschmierte und kurzerhand das Unterleiberl anbehielt und mein T-Shirt in den Rucksack packte. Eine mäßig gute Idee. Noch nie war mir so heiß wie an diesem Tag, dass ich mit Achselshirt am Berg ging, und entsprechend versäumte ich es, die Rückseite der Schulter einzucremen, was mir einen heftigen Sonnenbrand bescherte.

    Beim Hinaustreten auf die ausgedehnten und unbeweideten Greiwiesen (Magerwiesen) wirkte das Figerhorn noch weit entfernt. Zunächst ging kaum ein Lüfterl und ich zerfloss schon beim Gedanken daran, bis zum Gipfel am Südhang aufzusteigen.

    Figerhorn (2743m) erstmals in Sichtweite, rechts vorne Greibühel (2247m)

    9.jpg

    Zoom auf den steilen Gipfelhang

    10.jpg

    Naturgemäß war ich niemandem begegnet, bis der Steig vom Lucknerhaus kommend einmündete. Von dort kamen doch einige Wanderer. Dabei war die Überschreitung mit dem Bus gut schließbar, selbst wenn man in Burg sein Auto abstellte, aber eben einige Höhenmeter mehr.

    Links Schneidegg und darüber spitz Gölbner (2943m, Villgratner Berge), rechts schließen Hochegg (2835m), Regenstein (2891m) und Kugelspitze (2796m) an, zentral Rotenkogel und Gorner, in der Scharte das Kals-Matreier Törlhaus.

    Rückblick auf meinen Aufstiegsweg

    11.jpg

    Gipfelhang

    12.jpg

    Dank leichtem Hanglüfterl waren die letzten fünfhundert Höhenmeter zum Gipfel auszuhalten. Ich passierte auch die Figerschupfe, eine Unterstandshütte dreihundert Meter unterhalb des Gipfels. Einen Blitzableiter sah ich nicht – fraglich, ob ich mich darin bei Gewitter viel wohler fühlen würde als unterm freien Himmel.

    13.jpg

    Angehängte Dateien
    http://www.wetteran.de

  • #2
    14.jpg

    Eigentlich trage ich seit letztem Jahr auch lieber ein Buff statt einen Hut/Kappe, weil es das Sichtfeld nicht so einschränkt und den Stirnschweiß besser absorbiert, aber bei der starken Sonneneinstrahlung war es so vernünftiger. Mich verwundert es dann immer, wie viele Wanderer gar keine Kopfbedeckung bei diesem Wetter tragen.

    Blick in die Venedigergruppe mit einer ausgedehnten Altocumulus-Bank darüber (Präsenz eines Höhentrogs).

    Im Vordergrund links Hohes Tor (2477m, Scharte), dann spitz Brunnerkogel (2607m) und rechts Bretterspitze (3001m).
    im Hintergrund die vergletscherte Rötspitze (3496m), mit Steingrubenkopf (3231m) und Quirl (3251m) rechts daneben, weiter rechts Ochsenbug (3007m), weiter links die Daberspitze (3402m)

    15.jpg

    Blick in die Lasörling- und Rieserfernergruppe: In mittlerer Reihe am auffälligsten ganz rechts Lasörling (3098m):

    in Bildmitte Wildgall (3273m), Hochgall (3436m) und Schneebiger Nock (3358m)

    16.jpg

    Nicht nur in die Ferne schauend war interessant, sondern auch auf den Boden: So freute ich mich, nach dem 31. August 2025 am Rauchkofel (2460m) erneut ein seltenes Tauernblümchen (Lomatogonium carinthiacum) zu sehen:

    unscheinbare kleine weiße Blüte

    17.jpg

    Der Steig blieb breit, wurde plötzlich aber recht erdig (dunkle Erde) und führte bis an die Abbruchkante heran. Hier mit Blick auf meinen Aufstiegsweg im Wald links, unten sind Großdorf, Gradonna und Spöttling-Taurer erkennbar, sowie die Skipisten vom Kals-Matreier-Skiresort.

    18.jpg

    steil hinauf entlang der Schneid

    19.jpg

    Der Anblick täuschte: Der Boden war trotz der Erde recht griffig und ich rutschte später auch bergab nicht. Bei Nässe mag es anders sein. Direkt an der Schneid wuchs auch das seltene Edelweiß, hier schon weitgehend verblüht.

    20.jpg

    Zum Schluss am breiten Gipfelkamm hinauf zum Gipfelkreuz, das ich nach insgesamt drei Stunden und zwanzig Minuten Gehzeit erreichte. Die extrem steilen grünen Hänge gegenüber wirkten bizarr, dazu der Gegensatz der glatten Wände links.

    Blick nach Osten zur Langen Wand links und Glatzschneid mit Weißem Knoten (2890m) rechts, dazwischen Pfortscharte (2828m).

    21.jpg

    Im Hintergrund Villgratner Berge (Deferreger Alpen), Rieserferner- und Venedigergruppe. Ganz links hinten zwei alte Bekannte: Weiße Spitze (2962m) und Rote Spitze (2956m) im Villgratental, dazwischen spitz Großer Zunig (2776m).

    Sanft abfallender Westhang vom Gipfel, entlang der Foledischnitz (von slawisch voletiščnica = Ochsenpferch) zum Tschenglkogel (2410m), von romanisch cingulum „Rasenband im Felsen“ schmaler werdend (Toponomie zu Kalser Ortsnamen)

    22.jpg

    Gipfelkreuz aus Edelstahl, 2007 errichtet

    23.jpg

    So nahe beim höchsten Gipfel von Österreich zu stehen, war mir in meinem bisherigen Bergwanderleben noch nicht gelungen. Die verschiedenen Gesteinsarten und -formen wirkten umso beeindruckender.

    Daher gibts auch drei Bilder zum Genießen:

    Links Hofmannspitze (3722m), Teufelshorn, Großglockner, Hohenwartkopf (spitz) und Lange Wand:

    Freiwandspitze (2919m) mittig, links Teischnitztal, rechts Ködnitztal

    24.jpg

    hinter der Freiwandspitze der Fanatkogel (2905m), dann die Schere (3037m), die Teischnitzkees und Ködnitzkees voneinander trennt

    25.jpg 26.jpg

    Noch bis in die 60er Jahre reichte der Gletscher vom Grauen Kees etwa bis dorthin, wo die großen Felsbrocken liegen. Heute ist vom Gletscher nichts mehr übrig.

    27.jpg

    Zahlreiche Wasserfälle ergossen sich ins Finstere Tal

    28.jpg

    Am Gipfel spielte es sich inzwischen ab und ich wollte wieder unten sein, bevor die Hitze noch unerträglicher wurde. Also stieg ich langsam ab.

    Zuletzt geändert von Exilfranke; vor 23 Stunden.
    http://www.wetteran.de

    Kommentar


    • #3
      Blick ins Ködnitztal

      29.jpg

      Rote Schafgarbe

      30.jpg

      Die riesige Wiesenflanke bildete einen deutlichen Kontrast zu allen anderen Gipfeln der Umgebung.

      31.jpg

      Nach Westen zu zeigten sich gegen Mittag erste Quellungen mit kleinen Türmchen, noch nicht besorgniserregend.

      Etwa in Bildmitte der kleine Gletscher (Gradötzkees) unterhalb vom Muntanitz, ganz rechts Aderspitze (2990m)

      32.jpg

      Ich stieg bis zur Wegkreuzung ab und nahm der Form halber samt Stempel den Greibühel noch mit. Auf der einen Bank konnte man gut sitzen, auf der etwas höheren Bank wurde man von fliegenden Ameisen sekkiert.

      Gegenüber ganz links Gridenkarköpfe (3031m), dann Böses Weibl (3119m), Tschadinhorn (3017m) und Schönleitenspitze (2809m), über die Schönleiten schaut der Hochschober (3242m) drüber

      33.jpg

      Die Schönleitenspitze hatte ich mir auch überlegt, aber das waren ebenfalls rund 1500hm und relativ lang, dafür waren mir die Aussichten zu gewittrig. Das Böse Weibl wäre am letzten Tag gegangen, aber da wollte ich es mir gemütlicher machen. Gipfel gab es noch genug für einen neuerlichen Besuch.

      Rückblick zum Greibühel, rechts Rotenkogel und Gorner

      34.jpg

      Der Abstieg zum Lucknerhaus ist schnell erzählt. Erst eine behäbig abfallende Querung am Wiesenhang, zum Schluss steiler und über eine Kuhweide hinab zum Lucknerhaus. Dort kehrte ich auf der Terrasse ein und konnte einen Anflug einer (Migräne) Aura gerade so noch abfangen mit reichlich Skiwasser (Himbeersoda mit Leitungswasser). War wohl doch etwas zu wenig Flüssigkeit gewesen. Ich aß eine Leberknödelsuppe, die Knödel waren etwas zäh und sättigend. Dann ging ich noch ein wenig am Bach entlang und bis zur ersten Kehre der Mautstraße. Mit dem Hinauf und Hinab kam ich auf die 50 Höhenmeter, die mir auf die 1500hm fehlten. Man gönnt sich ja sonst nichts.

      Der berühmte „Glocknerwinkel“-Blick mit der Lucknerhütte auf der nächsten Geländestufe

      35.jpg

      Die schroffe Freiwand, rechts mächtige Quellwolken über dem Glockner

      36.jpg

      Insgesamt hatte ich über zwei Stunden Wartezeit totzuschlagen ohne Netz. Dass ich direkt beim Infohaus des Nationalparks Hohe Tauern freies WLAN hätte haben können, fand ich erst am letzten Tourentag heraus. Unterdessen bildeten sich gegen 13.45, rund 3 Stunden nach den ersten Cumuli, größere Quellwolken östlich vom Ködnitztal. Ggen 14.45 sah ich einen Paragleiter weit oben auf der sonnigen Seite der Quellwolke schweben, geschätzt mindestens vier Kilometer hoch. Warm genug war es ja. Um 15.05 gab es erste Vereisungsansätze (Gewitterwolke).

      Ködnitzbach

      37.jpg

      Erste Vereisungsansätze um 15.50 Uhr, eine kleinräumige Schauerzelle über den südöstlichen Villgratner Bergen, davor frische Quellungen

      38.jpg

      Der Regionalbus stand über eine Stunde in der prallen Sonne und weil der Busfahrer erst kurz vor der Abfahrt die Türen öffnete, war es ziemlich stickig beim Einsteigen.

      Gewitterzelle im Pustertal bzw. Iseltal westlich von Lienz um 17 Uhr MESZ

      39.jpg

      Ich kehrte erneut im Ködnitzhof ein und nahm den Backhendlsalat, der aus panierten Hühnerkeulen mit separatem Kartoffelsalat bestand. Zu weit von der Steiermark entfernt anscheinend, war aber ok. Trotz der Höhenlage (1340m) konnte man lange mit kurzen Hosen draußen sitzen. Erst spät, gegen 21 Uhr entstand ein kurzes Gewitter über der Glocknergruppe, das gegen 21 Uhr für einen spürbaren, kühleren Outflow aus dem Ködnitztal sorgte (Ostwind!).

      Für die Intensität der Hitze konnte ich sehr zufrieden sein, insbesondere auch mit meiner Kondition. Und ich war sehr froh, rechtzeitig aus Wien „geflohen“ zu sein:

      An diesem Dienstag durchbrachen gleich zehn Stationen in Niederösterreich und Wien die 40°C-Marke:

      Insgesamt überstiegen mehr als 243 Stationen (89% aller Wetterstationen) in Österreich die 30°C Marke. Selbst auf der Rax (1547m) wurden 29,6°C erreicht.
      • Wien-Stammerdorf: 41,0
      • Langenlebarn: 40,7
      • Bad Deutsch-Altenburg 40,4
      • Tullnerfeld 40,4
      • Wien-Innere Stadt: 40,2
      • Krems: 40,2
      • Langenlois: 40,2
      • St. Pölten: 40,2
      • Wieselburg: 40,1
      • Kirchberg an der Pielach: 40,0

      Doch selbst Osttirol war die Hitze nicht zu unterschätzen:
      • Matrei in Osttirol, 1001m: 32,7
      • Kals, 1352m: 30,0
      • Kals-Figol, 1743m: 26,1
      • Ganotzkogel, 2335m: 19,4
      Lg, Felix
      http://www.wetteran.de

      Kommentar


      • #4
        Ergänzend zur Georgskirche, die ich am Anreisetag besucht habe, täglich lange geöffnet.

        Wie gesagt eine romanische Landkirche um 1200 errichtet, erstmals erwähnt 1366. Der gotische Turm wurde im 15. Jahrhundert errichtet und ist ungewöhnlich hoch für die Größe der Kirche, vielleicht damals als Wehrkirche gedacht, sonst sah man nicht gut talabwärts.

        In den 60er und 90er Jahren grub man unter dem Fußboden des Langhauses Spuren eines römischen und frühmittelalterlichen Siedlungsplatzes aus. Im Mauerwerk der Kirche sind mindestens zwei Vorgängerbauten ablesbar. In den 60er Jahren wurden romanische Wandmalereien freigelegt.

        4.jpg 5.jpg 7.jpg 3.jpg

        http://www.wetteran.de

        Kommentar


        • #5
          wunderbar!
          Das Figerhorn ist schon ein prächtiger Gipfel, nicht umsonst so beliebt.
          Wie so oft bieten die nicht so ganz hohen Gipfel die spektakuläreren Ansichten und Aussichten als ihre hohen Nachbarn.

          LG

          Kommentar

          Lädt...
          X