Als „Lipmetsgrabenkessel“ bezeichne ich den Bereich um den Abbruch im oberen Lipmetsgraben, wo oberhalb zwei Rinnen zusammenkommen. Die von unten gesehen linke, nördliche, ist mehr oder weniger die Fortsetzung des Grabens nach oben; die rechte, südliche, ist die Ausmündung eines steilen Schuttfelds, das der Gamsecksteig oben quert. Beide treffen unmittelbar oberhalb des Abbruchs an der tiefsten Stelle zusammen. Dieser Abbruch ist ungefähr 8-10m hoch und meistens rinnt Wasser darüber. Zu beiden Seiten ragen senkrechte, teils überhängende Wände auf. Links herum führt der „Weg“ Richtung Gupfsattel bzw. Gamsecksteig. In der rechten Wand hängt das ominöse rostige Drahtseil, das Alpenjo einst entdeckt und dann das Interesse einiger Forumianer geweckt hat. Ich war seither schon öfter in der Gegend, mich fasziniert diese Ecke ungemein.
Jetzt wollte ich mir das alles einmal von oben anschauen und prüfen, ob man sich dort an geeigneter Stelle abseilen kann. Das würde ja theoretisch einen Schnellabstieg vom Gamsecksteig ermöglichen. Ich gehe also schwer bepackt wieder einmal vom Moassa über die Forststraße und das anschließende Weglein, das die Waldhänge des Gsolriegels quert, Richtung Lipmetsgraben. Es ist mittlerweile recht gut ausgetreten und durch zahlreiche Steinmandln, neuerdings auch durch rote Punkte, markiert.
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Ein wahres Prachtexemplar
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Nach einer knappen Stunde erreiche ich das Schuttfeld unter dem Abbruch. Man sieht oben die Fortsetzung des Grabens; von rechts mündet hinter dem Felsriegel die Schuttrinne ein. Ich werde die Felsen links im Uhrzeigersinn umrunden und oben bei den Bäumen nach rechts in die Schuttrinne absteigen.
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Rückblick vor dem Aufstieg. Das rostige Drahtseil hängt ungefähr in Bildmitte.
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Es ist aber, wie ich von früheren Erkundungen weiß, oben ausgerissen, d.h. der oberste Teil hängt herunter. Somit wird man wahrscheinlich von oben nichts erkennen können. Interessant wäre es ja, wie die obere Befestigung ausgesehen hat und wo die genau war, auch wenn der Nutzen des ganzen – selbst wenn es noch in gutem Zustand wäre – fraglich ist. Denn die Wand ist dort oben leicht überhängend und das würde einem sehr schweren Klettersteig entsprechen.
Fotos von 2009:
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Ich gehe also hinten hinauf, quere die nördliche Rinne und weiter zur Schuttrinne. Dann sehe ich das erste Mal hinein:
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Ich steige bis zum untersten Baum ab und befestige ein Seil. Ich habe drei mit: Mein 30m-Wanderseil, ein 25m langes Halbseil und einen 15m langen Rest eines uralten dicken Kletterseils. Ich möchte zuerst einmal die Lage sondieren. Deshalb lasse ich meinen Rucksack und alles, was ich im Moment nicht brauche, oben und steige nur mit ein paar Haken, einem Hammer und ein paar Schlingen hinunter. Die Rinne ist steil und ich möchte im Fall des Scheiterns nicht mit dem schweren Gepäck wieder aufsteigen müssen.
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Weiter unten steige ich auf den die Rinne begrenzenden Schrofenrücken hinüber.
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Hier irgendwo müsste das Drahtseil einmal heraufgekommen sein. Ich sehe aber wie erwartet nichts. Weit ist es jetzt nicht mehr bis zum tiefsten Punkt hinunter.
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Blick hinauf in die erste Rinne. Von links kommt noch eine kurze dritte herunter.
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Nach 55 Metern sind meine zwei zusammengehängten Seile aus, die letzten Meter steige ich ohne ab. Das ist aber kein Problem, der Schnee ist schön trittfest und ganz unten wird es ohnehin flacher.
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Dann stehe ich unten vor dem Abbruch und erlebe eine Überraschung.
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Zu beiden Seiten gibt es je einen Abseilstand. Links bestehend aus geschlagenen Haken, verbunden mit einem Seil und einer Schlinge. Das alles schaut schon ziemlich alt aus und daher nicht besonders vertrauenswürdig.
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Der rechte gefällt mir schon besser: Zwei Bohrhaken mit Karabinern, verbunden mit einer Kette. Ich hätte mir also einiges an Gewicht sparen können. Aber wer weiß das schon im Vorhinein…
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Jetzt wollte ich mir das alles einmal von oben anschauen und prüfen, ob man sich dort an geeigneter Stelle abseilen kann. Das würde ja theoretisch einen Schnellabstieg vom Gamsecksteig ermöglichen. Ich gehe also schwer bepackt wieder einmal vom Moassa über die Forststraße und das anschließende Weglein, das die Waldhänge des Gsolriegels quert, Richtung Lipmetsgraben. Es ist mittlerweile recht gut ausgetreten und durch zahlreiche Steinmandln, neuerdings auch durch rote Punkte, markiert.
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Ein wahres Prachtexemplar

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Nach einer knappen Stunde erreiche ich das Schuttfeld unter dem Abbruch. Man sieht oben die Fortsetzung des Grabens; von rechts mündet hinter dem Felsriegel die Schuttrinne ein. Ich werde die Felsen links im Uhrzeigersinn umrunden und oben bei den Bäumen nach rechts in die Schuttrinne absteigen.
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Rückblick vor dem Aufstieg. Das rostige Drahtseil hängt ungefähr in Bildmitte.
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Es ist aber, wie ich von früheren Erkundungen weiß, oben ausgerissen, d.h. der oberste Teil hängt herunter. Somit wird man wahrscheinlich von oben nichts erkennen können. Interessant wäre es ja, wie die obere Befestigung ausgesehen hat und wo die genau war, auch wenn der Nutzen des ganzen – selbst wenn es noch in gutem Zustand wäre – fraglich ist. Denn die Wand ist dort oben leicht überhängend und das würde einem sehr schweren Klettersteig entsprechen.
Fotos von 2009:
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Ich gehe also hinten hinauf, quere die nördliche Rinne und weiter zur Schuttrinne. Dann sehe ich das erste Mal hinein:
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Ich steige bis zum untersten Baum ab und befestige ein Seil. Ich habe drei mit: Mein 30m-Wanderseil, ein 25m langes Halbseil und einen 15m langen Rest eines uralten dicken Kletterseils. Ich möchte zuerst einmal die Lage sondieren. Deshalb lasse ich meinen Rucksack und alles, was ich im Moment nicht brauche, oben und steige nur mit ein paar Haken, einem Hammer und ein paar Schlingen hinunter. Die Rinne ist steil und ich möchte im Fall des Scheiterns nicht mit dem schweren Gepäck wieder aufsteigen müssen.
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Weiter unten steige ich auf den die Rinne begrenzenden Schrofenrücken hinüber.
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Hier irgendwo müsste das Drahtseil einmal heraufgekommen sein. Ich sehe aber wie erwartet nichts. Weit ist es jetzt nicht mehr bis zum tiefsten Punkt hinunter.
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Blick hinauf in die erste Rinne. Von links kommt noch eine kurze dritte herunter.
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Nach 55 Metern sind meine zwei zusammengehängten Seile aus, die letzten Meter steige ich ohne ab. Das ist aber kein Problem, der Schnee ist schön trittfest und ganz unten wird es ohnehin flacher.
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Dann stehe ich unten vor dem Abbruch und erlebe eine Überraschung.
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Zu beiden Seiten gibt es je einen Abseilstand. Links bestehend aus geschlagenen Haken, verbunden mit einem Seil und einer Schlinge. Das alles schaut schon ziemlich alt aus und daher nicht besonders vertrauenswürdig.
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Der rechte gefällt mir schon besser: Zwei Bohrhaken mit Karabinern, verbunden mit einer Kette. Ich hätte mir also einiges an Gewicht sparen können. Aber wer weiß das schon im Vorhinein…
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