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Hilfe zum Erstellen von Tourenberichten

Immer wieder haben einige User Probleme beim Erstellen eines Tourenberichtes, insbesondere beim Hochladen und Einfügen von Bildern.
Ihnen soll die folgende kleine Anleitung ein wenig Hilfe geben, wie ein Tourenbericht ganz kurz und schmerzlos erstellt werden kann

In sechs einfachen Schritten kann ein neuer Bericht leicht erstellt werden:

1. Bilder zum Bericht aussuchen
2. Bilder verkleinern
3. Im Forum "Toureninfo & Verhältnisse" das passende Unterforum auswählen
4. Bilder hochladen
5. Die Bilder mit dem Text ergänzen
6. Fertigstellen/Kontrollieren des Berichtes und Veröffentlichen



Im Folgenden werden die einzelnen Schritte ausführlich erklärt:

1. Bilder zum Bericht aussuchen
Möglichst aussagekräftige Fotos wählen, die auch die Route und wesentliche Details darstellen.
Gegen einzelne "schöne" Landschafts- und Blumenbilder ist natürlich nichts einzuwenden ...


2. Bilder verkleinern
Bewährt hat sich ein Format mit der längeren Bildkante 900 Pixel.
Damit läßt sich bei Speicherung als JPEG eine recht ordentliche Bildqualität erzielen, bei Photoshop etwa abhängig vom Sujet 80/100.


3. Im Forum "Toureninfo & Verhältnisse" das passende Unterforum auswählen
z.B. "Wanderungen und Bergtouren" - "Steiermark"
+Neues Thema wählen

Titel etwa nach dem Schema
Gipfel (Höhenangabe), Anstiegsroute, Gebirgsgruppe (ostalpin nach AVE)

Möglichst bis zu 5 aussagekräftige Stichworte vergeben.

Zum Bilderhochladen weiter mit der "Büroklammer".


4. Bilder hochladen
Möglichst bitte NUR so:
a) "Büroklammer"
b) "Anhänge hochladen"


4.1 Bilder auswählen
Abhängig vom eigenen Rechner/Betriebssystem.
Maximal 15 Bilder pro Posting sind derzeit zulässig, eine größere Bilderanzahl erfordert Folgepostings (Antworten).
(Bewährt hat sich auch, 1-2 Bilder weniger hochzuladen, um für spätere Ergänzungen eine kleine Reserve zu haben.)

4.2 Liste der hochgeladenen Anhänge
Die Auflistung ist leider nicht chronologisch nach Bildbezeichnung geordnet.

Im Textfeld die gewünschte Einfügeposition mit dem Cursor markieren,
bzw. die gelisteten Bilder in der gewünschten Reihenfolge einzeln als "Vollbild" oder "Miniaturansicht" platzieren.
Eine oder mehrere Leerzeilen zwischen den Bildern erleichtern später das Einfügen von Text.


5. Die Bilder mit dem Text ergänzen
Die Bilder sind nun in der richtigen Reihenfolge im Textfenster positioniert.
Ich bevorzuge im ersten Schritt die Positionierung als "Miniaturansicht".
Das erleichtert beim Texteinfügen die Übersicht.
Muß aber nicht sein, natürlich lassen sich die Bilder auch gleich als Vollbild (also in der hochgeladenen Größe) platzieren.

5.1 Text
Jetzt kann der Text ergänzt werden.
Möglichst über dem Foto - ich finde das übersichtlicher ...
Der Text kann natürlich auch vorher erfaßt werden und anschließend einkopiert werden.

5.2 Bildgröße ändern
Wurden die Bilder vorerst als "Miniaturansicht" platziert, können sie einfach auf das finale Darstellungsformat skaliert werden:
a) Doppelklick auf die "Miniaturansicht" öffnet ein Pop-Up-Fenster
b) unter "Größe" idR "Vollbild" wählen
c) OK


6. Fertigstellen/Kontrollieren des Berichtes
Anschließend sollte der Bericht noch in der "Vorschau" kontrolliert werden.
In manchen Fällen muß zur Ansicht der "Vorschau" ziemlich weit nach unten gescrollt werden!

6.1 Veröffentlichen des Berichtes
Zum Schluß noch auf "Abschicken" klicken - und nach einer kurzen "Nachdenkpause" des Servers ist der Bericht online.



Nach dem ersten Durchlesen dieses Leitfadens mag das Erstellen eines Berichtes etwas kompliziert erscheinen - ist es aber nicht:
Viele Tourenberichte schreiben hilft sehr.

Die Reihenfolge der einzelnen Schritte ist nicht so starr wie es hier scheinen mag; natürlich kann auch zuerst der Text erstellt werden und die Bilder nachträglich eingefügt.

Änderungen am fertigen Bericht sind für den Ersteller 24 Stunden lang möglich, bei der Berichtigung später entdeckter Fehler hilft gerne ein zuständiger Moderator. Ebenso beim Verschieben eines Berichtes in das richtige Tourenforum.

Viel Freude bei euren Bergtouren UND dann beim Berichteschreiben,


P.S.: Diese Anleitung, ergänzt um verdeutlichende Screenshots, findet ihr auch unter http://www.gipfeltreffen.at/forum/gi...ourenberichten
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Regelwerk für die Benutzung des Forums Gipfeltreffen

Alle Forumsuser/-innen sind aufgefordert, das Regelwerk zu lesen und sich daran zu halten!

1) Registrierung

Die Registrierung und Benutzung unserer Foren ist kostenlos. Es ist registrierten Teilnehmern/-innen (Usern/-innen) erlaubt, den Forums-Account bis auf Widerruf im Rahmen der vorgegebenen, jederzeit änderbaren Forumsregeln für private Zwecke zu nutzen. Ein späteres Löschen des Forums-Accounts sowie der ins Forum eingebrachten Inhalte oder Bilder ist nicht möglich. Auf Wunsch des Benutzers kann der Account stillgelegt werden. Der Benutzername kann dann von niemandem mehr benützt werden und wird vor Missbrauch geschützt.

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Die Forenbetreiber legen Wert auf die Tatsache, dass alle User/-innen Gast in diesem Forum sind und die Betreiber als Gastgeber bei Bedarf ihr Hausrecht jederzeit ausüben können und auch werden. User, die sich überwiegend darauf beschränken zu provozieren, werden ausgeschlossen.

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Die von Usern/-innen verfassten Beiträge stellen ausschließlich die persönliche, subjektive Meinung des Verfassers dar, und keinesfalls die Meinung der Betreiber und Moderatoren dieses Forums. Die Forenbetreiber übernehmen keine Haftung für die Richtigkeit der ausgetauschten Informationen.

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Die Forenbetreiber erwarten von allen Usern/-innen, sich an die Netiquette zu halten. Auf einen wertschätzenden, höflichen Umgangston wird Wert gelegt.

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- Beleidigungen, Sticheleien und Provokationen (auch per PN);
- Politische oder religiöse Themen;
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Die Moderatoren/Administratoren werden von den Forenbetreibern bzw. ihren Vertretern ernannt.
Sie sind von den Forenbetreibern verpflichtet, für die Einhaltung der Regeln zu sorgen und somit ermächtigt, die von Usern/-innen bereit gestellten Inhalte (Texte, Anhänge und Verlinkungen) daraufhin zu prüfen und im Bedarfsfall zu bearbeiten, verschieben, zu löschen oder Themen zu schließen. Im Falle der Löschung von Beiträgen können auch jene Beiträge anderer User ganz oder teilweise entfernt werden, die auf einen gelöschten Beitrag Bezug nehmen.

Änderungen von Beiträgen werden - soweit irgend möglich – unter Angabe des Änderungsgrundes gekennzeichnet. Eingriffe, die den Sinn eines Beitrags verändern, werden nicht vorgenommen. Für die geänderten Teile eines Beitrags haftet der ursprüngliche Ersteller nicht.

Wer etwas gegen das aktive Handeln der Moderatoren/-innen vorzubringen hat, kann dies sachlich, mit konkretem Bezug und zeitnah (innerhalb von 6 Wochen ab Anlass) im Unterforum "Zum Forum/Moderation..." darlegen. In allen anderen Foren werden solche Postings im Sinne der Thementreue der Beiträge kommentarlos gelöscht. Bloßes „Mod-Bashing“ führt zu einer sofortigen Sperre.

Das Unterlaufen von Handlungen und Maßnahmen der Moderatoren ist nicht zulässig. Darunter fällt auch das Fortführen des Themas eines geschlossenen oder gelöschten Threads in einem neuen gleichartigen oder ähnlichen Thread. Ergänzungen und Hinweise von Moderatoren und Administratoren dürfen von Usern in deren Beiträgen nicht verändert oder gelöscht werden.

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Ein übermäßiges Ausnutzen der Signatur ist unerwünscht. Diese sollte vor allem eine maßvolle Größe haben. Nicht mit der Forumsleitung abgesprochene Werbung (für kommerzielle Angebote), Beleidigungen oder Anspielungen in der Signatur oder dem Profiltext werden nicht toleriert.

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Kommerzielle Werbung im Forum Gipfeltreffen ist kostenpflichtig (siehe Unterforum Werbung). Werbepostings müssten vor Platzierung mit der Forumsleitung vereinbart werden.

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Die Forenbetreiber stellen die Foren "Forum für Gemeinschaftstouren" und " Bazar" ausschließlich für private Kontaktzwecke zur Verfügung und gehen damit keinerlei Verpflichtungen oder Haftungen ein! Alle Kontakte in diesen Foren laufen ausschließlich zwischen den Usern/-innen und auf Basis des gegenseitigen Vertrauens. Bei nachweislichen Betrugsfällen stellen die Forenbetreiber alle vorhandenen Informationen zur Verfügung, um eine straf- und zivilrechtliche Verfolgung zu ermöglichen.

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User/-innen, die sich regelwidrig verhalten, werden per PN verwarnt und/oder gesperrt. Art und Dauer der Maßnahme richten sich nach der Schwere und der Häufigkeit der Regelübertretung/en. Die betroffenen User/-innen werden darüber per Mail informiert. Ein Posten unter einer anderen Registrierung in der Zeit der Accountsperre ist verboten und zieht automatisch eine Verlängerung der Sperre nach sich.

Wer gegen geltendes Recht verstößt, wird im Ernstfall von uns zur Anzeige gebracht.

12) Information

Die Forumsbetreiber behalten sich das Recht vor,
- alle registrierten User/-innen in unregelmäßigen Abständen über Themen rund um das Bergsteigen, alpiner Sicherheit, Risikomanagement und Weiterbildung per Mail zu informieren und
- dieses Regelwerk jederzeit abzuändern.

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Die User/-innen stellen den Forenbetreibern die eingestellten Bilder sowie sonstige Anhänge zur Nutzung im Forum zur Verfügung. Eine darüber hinaus gehende Nutzung der eingestellten Bilder und sonstigen Anhänge durch die Forenbetreiber erfolgt nicht.
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Weißeneck, 2563 m und Hundstein, 2614 m, 2 Tage in Kalk und Urgestein, N.Tauern, 23.u.24.4.2020

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  • Weißeneck, 2563 m und Hundstein, 2614 m, 2 Tage in Kalk und Urgestein, N.Tauern, 23.u.24.4.2020

    Weißeneck NO-Grat, I und Hundstein SW-Kamm

    Hurra, wir dürfen wieder raus! Ok, alles mit Bedacht, es müssen jetzt nicht die riskantesten Unternehmungen sein. Also im moderaten Rahmen bleiben. Aber wenigstens den darf ich mir selbst wählen. Um Einfälle bin ich auch da nicht verlegen.
    Abstand? Der wird kein Thema sein. In zwei Tagen sollte ich nur einem einzigen Menschen begegnen…
    Quartier – fährt mit mir mit, Verpflegung auch…also los!

    Das Weißeneck besitzt einen besonders feinen NO-Grat, eine elegante Linie.
    Recht lang, relativ schmal zieht er oberhalb des Örtchens Tweng zum recht kecken, einsamen Gipfel. Viel öfters besucht wird sein großer Bruder, das Weißeck.
    Aufs Weißeneck verirren sich nur einige einheimische Schitourengeher. Der
    NO-Grat mag ihnen imponieren, dennoch weiß keiner Näheres.
    Selbst Holl´s Führer schweigt darüber…
    Würde ich den Grat nicht kennen, wäre dies ein Gang ins Unbekannte. Um diese Jahreszeit und unter den gegenwärtigen Umständen wohl sehr gewagt, aber in meinem Ergänzungsführer
    https://www.gipfeltreffen.at/forum/g...rer-gratis-pdf
    habe ich notiert:

    „1620a Weißeneck-Nordostgrat
    I, teils schmal, lohnend!
    Route: Weglos zum Gratbeginn. Der lange Richtung Tweng reichende Grat bietet kaum Schwierigkeiten. Zwei kurze Felsstufen werden umgangen.“

    Na eben! Das könnte sogar eine tolle Firngratwanderung werden…Pickel und Steigeisen kommen diesmal mit – vorsichtshalber!
    Also los, zunächst eine Übersicht über Auf- und Abstieg:
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    Kompass logo.jpg
    Zunächst könnte ich recht umständlich über Forstrassen zur Wiesenegger Alm gelangen. Darauf verzichte ich und suche mir entlang der aperen Waldstreifen selbst eine einigermaßen gangbare, direkte Route. Das geht ganz gut, der Wald ist nicht so dicht und ich komme gut vorwärts.
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    In kurzer Zeit ist die Wieseneggalm erreicht und ich kann bereits den ersten felsigen Gratkopf anvisieren.
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    Die Almwiese ist überschüttet mit hübschen Krokussen
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    Und ein Blick schweift zur Lapernigspitze
    Bald öffnet sich der Wald und macht den letzten Zirben und Lärchen Platz
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    Noch ist der Firn hart und ermöglicht mir ein recht müheloses Fortkommen.
    Ein erster Ausblick zum Gurpitscheck, auch hier könnte man am Kamm bleibend schon recht gut rauf.
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    Der erste Gratkopf ist erreicht und ich erblicke zum ersten Mal mein hübsches Gipfelziel:
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    Nun muss ich zunächst über ein paar harmlose Grathöcker hinweg, dann kann ich meine Strecke fast zur Gänze überblicken:
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    Mit dem Firngrat wird es wohl nichts mehr werden, da hat die Sonne wohl schon allzu sehr gewerkt…
    Über letzte Latschen blicke ich wieder hinüber zur Lapernigspitze
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    und erwäge sie als weiteres Ziel ins Auge zu fassen.
    Doch weiter, meine hübsche Pyramide rückt näher.
    Wei-11.jpg

    Dieser Grat bietet kaum Hindernisse, schön! Ich wollte ohnehin eher defensiv unterwegs sein.
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    Ein Blick zurück
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    bevor sich dann doch ein kleines Bollwerk in den Weg stellt
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    Wer möchte kann auch diesem noch ausweichen, aber es wäre fast schade um diese gemütlich zu überkletternden Platten.


    Angehängte Dateien
    Zuletzt geändert von tauernfuchs; 03.05.2020, 12:17.

  • #2
    Dahinter löst sich bereits wieder alles in Wohlgefallen auf.
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    Immerhin will das letzte Stück zum Vorgipfel mit etwas mehr Steilheit beeindrucken.
    Wei-16.jpg

    Wieder ein Blick zurück, ganz schön lang das Ding…
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    Dann erreiche ich einen Vorgipfel und im restlichen Anstieg darf ich dann dort etwas Firngrat-Feeling genießen.
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    In den Firnstrecken gab es vorher noch einige recht harte Stellen und so lege ich vorsichtshalber nun doch die Steigeisen an.
    Den Vorgipfel lasse ich bald darauf zurück
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    Und widme mich dem letzten Steilstück
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    Zu meiner Überraschung treffe ich hier auf eine alte Trittspur. Sie stammt wohl von Schitourengehern, die zum letzten Gratteil von der Seite hinzugestoßen sind.
    Auch die Steigeisen wären überflüssig gewesen, aber egal, das Virus verleitet halt zur Übervorsicht.
    Und mit diesem hübschen Firnkamm klingt mein Graterlebnis dann aus:
    Wei-22.jpg

    Das Panorama lässt keine Wünsche offen:
    Wei-23.jpg
    Knapp rechts über dem Gipfelkreuz der Hafner rechts davon der Ankogel und ganz rechts, bereits im Dunst sogar der Glockner.
    Im Süden zuerst das unscheinbare Viertleck, dann Lapernig, dann Schareck…
    Wei-24.jpg
    Hier verwerfe ich meinen Plan über das Vierteleck noch zur Lapernigspitze zu gehen, weil ich hier eine sehr lange Strecke im Schnee zu bewältigen hätte. Und das kann um 14h durchaus ein sehr durchwachsenes Vergnügen sein…
    Der dunkle Geselle etwa in Bildmitte ist der Südgipfel des Weißenecks:
    Wei-25.jpg
    Er entsendet einen gemütlichen Kamm Richtung Lahneck und bietet eine nette Wanderung von Zederhaus aus (kurze Steilstufe).
    Links des Gipfelkreuzes schaut der bekanntere Bruder des Weißenecks hervor, das Weißeck:
    Wei-26.jpg

    Ein Rückblick über meine Gratschneide Richtung Hochgolling
    Wei-27.jpg

    und Richtung Dachstein. Zugleich in die Tiefe des Ernstkars in dem der Ernstsee noch unter einer Eisdecke schlummert:
    Wei-28.jpg
    In dieses Ernstkar möchte ich auch absteigen. Es ist nicht besonders steil und das macht mir ein wenig Sorgen. Hoffentlich trägt der Firn…
    Jetzt wären Schi halt fein!
    Jedoch ich habe Glück – und zusätzlich – eine Geheimwaffe.
    Wei-28a.jpg

    Schon bald hinterlasse ich im Gelände ungewöhnliche Spuren:
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    Angehängte Dateien
    Zuletzt geändert von tauernfuchs; 03.05.2020, 12:18.

    Kommentar


    • #3
      Und – welch Glück –in den Flachstellen trägt der Schnee doch meistens.

      Diese Lawine stammt vom letzten Schneefall, die zarten Schispuren, die hinein führen, sind schon wesentlich älter.
      Wei-30.jpg

      Hinten das Gurpitscheck, auch Hochgolling, Hocheck sind zu sehen.
      Mit dem leichtesten Wintersportgerät der Welt sause ich fortan Hang für Hang hinunter:
      Wei-31.jpg

      Wei-32.jpg

      Wei-33.jpg


      und nähere mich der gefrorenen Ernstlacke.
      Wei-34.jpg

      Bei der oberen Ernsthütte endet das Vergnügen, dafür gönne ich mir hier einen kleinen Augenschmaus.
      Wei-35.jpg

      Bei einer kurzen Rast werfe ich nochmals einen Blick empor zum langen NO-Kamm des Weißenecks, schön war´s!
      Wei-36.jpg

      Gemütliche Güterwege bringen mich dann alsbald zurück zu meinem Ausgangsort Tweng.
      Wei-38.jpg

      Und am malerisch gelegenen Freizeitsee (nahe Weißpriach)
      Wei-39.jpg
      lasse ich diese tolle Tour ausklingen.
      Diesmal muss dann halt ein Bankerl mit Sonnenuntergang Ersatz sein für Gasthaus und Bier – ich kann´s leicht verkraften…
      Ebenfalls im Weißpriachtal beziehe ich dann Quartier in meinem Hotel Dacia - upgrade von einem halben auf einen ganzen Stern…

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      Zuletzt geändert von tauernfuchs; 03.05.2020, 12:19.

      Kommentar


      • #4
        Hundstein, 2614 m
        Schladminger Tauern
        Vom Weißpriachtal/Dicktlerhütte über Granierhütte und Südwestkamm, Abstieg über Granierkamm, 24.4.2020

        Wenn die Vögel beim Autofenster herein zwitschern und sich schön langsam das Tageslicht breit macht, dann kann ich in den Bergen kaum noch gut weiter schlafen. Die Nacht war noch kalt und ich war froh um meinen warmen Schlafsack.
        Bei wenigen Graden über Null fackle ich nicht lange mit Frühstück rum. Der Rucksack ist marschfertig, nix wie rein in die Klamotten und weg.
        Hier eine Übersicht über meinen heutigen Tourenplan:
        Hund-01a.jpg
        Und etwas detaillierter der GPS-Track ab Granierhütte:
        Hund-01b.jpg

        Ein gemütliches Bummeltempo einschlagend, warte ich bis mein Körper aufgewärmt ist. Dann spielt es auch keine Rolle mehr, dass der warme Kaffee durch einen kühlen Saft ersetzt wird. Ein paar Kekse, ein Riegel, ein paar gute Schlucke und ich bin endgültig startklar für den folgenden steilen Jagdsteig.
        Steil und kompromisslos zieht der Weg empor durch felsdurchsetzten Wald, an einer Stelle, wo man einen Durchstieg kaum für möglich hielte. Finden sollte man ihn auch, sonst wird´s sofort ungemütlich.
        Aber ich kenne diesen Weg, viele Male bin ich ihn schon gegangen, zu allen Jahreszeiten, bei Wind und Wetter. Ja, der Hundstein ist ein alter Bekannter…
        Während ich meinen Gedanken nachhängend hochsteige, kommen mir Bilder in den Sinn, Stimmungen in denen ich diesen Berg schon erleben durfte.
        Ein erster Ausblick geht Richtung Karnereck:
        Hund-01c.jpg

        Einen markierten Weg gibt es nicht, der Jagdsteig leitet zur Granierhütte. Hier ist sie auch schon:
        Hund-02.jpg
        Hier werde ich mein zweites Frühstück einnehmen.
        Am liebsten bin ich hier im Spätherbst, dann wenn es nur noch einen Augenblick dauert, bis der Schnee die braunen Hänge deckt. Der Gang durch diese irgendwie hörbare Stille hat dann fast etwas Mystisches.
        Doch heute umzwitschern mich die Vögel, Aufbruchsstimmung!

        Zum Hundstein selbst führt ein Weglein, aber im Bereich der Granierseen verliert es sich. Heute verlasse ich diesen Steig bald nach Beginn und suche mir entlang aperer Streifen einen Zugang zum Ansatz des SW-Kammes. Ein wenig Geknacke im Unterholz, ein paar Almrauschstuferl, ein paar Blöcke, dann bin ich am Kamm und schaue wieder zum Karnereck. Hartnäckig versteckt es das Gr. Gurpitscheck hinter sich, nur links der kleine Bruder zeigt sich als harmlose Kuppe:
        Hund-03.jpg

        Vor mir liegt der hübsche, blondschopfige Kamm, den ich nun begehen werde:
        Hund-04.jpg

        Ein Blick zum Schusterstuhl (fast mein Schicksalsberg…)
        Hund-05.jpg

        Während ich höher steige kommt (links) auch die Lungauer Kalkspitze zum Vorschein.
        Hund-06.jpg


        Ungehindert kann dieser lange Kamm verfolgt werden, ganz schön lang, aber auch ganz schön aussichtsreich.
        Hund-07.jpg
        In der Ferne kann ich sogar meinen gestrigen Gipfel ausmachen.
        Der SW-Kamm endet auf einem etwa 2350 m hohen Höcker. Von dort muss man ein wenig in einen Sattel absteigen über dem sich der Gr. Hundstein bereits in Szene setzt:
        Hund-08.jpg

        Sehr schön kann ich hier auch bereits meine geplante Abstiegs/fahrts-Route über die Schneefelder rechts ausmachen.
        Noch ein Rückblick über den bereits bewältigten Gratkamm
        Hund-09.jpg
        dann folgt der kurze Abstieg in den Sattel wo mich diese einsame Blüte (Alpenanemone) überrascht.
        Hund-10.jpg

        Nun folge ich, noch immer ungehindert, dem Wiesenkamm links aufwärts bis zum Vorgipfel
        Hund-11.jpg
        Das links hinaus ziehende Schneefeld dürfte die ideale Neigung für eine nette Abfahrt haben…
        Zuletzt steilt sich der Hang doch noch ein wenig auf und ich suche mir den besten Weg durch das gestufte Grasgelände. Mittlerweile hat das Karnereck den Blick auf das Gr. Gurpitscheck frei gegeben und knapp rechts des Kl. Gurpitscheks kann ich das Weisseneck mit seinem NO-Grat erkennen:
        Hund-13.jpg

        Zuletzt geändert von tauernfuchs; 08.05.2020, 12:33. Grund: Blume korrigiert

        Kommentar


        • #5
          Ein Zoom verrät Details
          Hund-14.jpg
          Deutlich jetzt auch der Ankogel (rechts) und der Hafner (links).
          Ein Blick zum Nachbarn (Mitterspitze), dann hinten Engelkarspitze, ganz links die beiden Kalkspitzen:
          Hund-15.jpg

          Der Vorgipfel ist erreicht! Ein Blick Richtung Süden über den Verbindungskamm zu Zechnerkarspitze:
          Hund-16.jpg

          Zum Hauptgipfel muss ich nun allerdings über ein paar Grathöcker drüber kraxeln, denn der Umgehungsweg liegt unter steilem Schnee. Nicht weiter schlimm, der mitgeführte Pickel ist aber nun doch recht angenehm bei Überwindung einiger verwächteter Gratscharten. Doch bald darauf:
          Hund-17.jpg

          Hund-18.jpg

          Viel Platz ist nicht auf der schmalen Spitze und heuer bin ich erst der zweite Besucher. Ein Blick Richtung Osten, unübersehbar der Hochgolling und rechts überragt das Kasereck gerade noch das Hocheck:
          Hund-19.jpg
          Gerade die Flanke des Hocheckkamms stellt sich ja als ein wahres Eldorado für Firngleiter und Liebhaber steiler Rinnen dar. Leider habe ich fast in den letzten 10 Jahren keine idealen Firngleiterverhältnisse mehr vorgefunden…

          Ein Blick Richtung Norden, zu den Mitterspitzen, Steinkarspitze, Blutspitze:
          Hund-20.jpg
          Da möchte ich in nächster Zeit wieder einmal drüber gehen.
          Für einen guten Sitzplatz ist der Gipfel zu schmal, daher mache ich mich auf den Rückweg zum Vorgipfel. Hier eines der kleinen Hindernisse:
          Hund-21.jpg

          Ein etwas gezoomter Blick Richtung Schustertuhl, Poiskarspitzen, Lungauer Kalkspitz, dahinter die Geißsteine:
          Hund-22.jpg

          Und noch ein Zoom zum Weisseneck, wo ich gestern war, ziemlich in Bildmitte:
          Hund-23.jpg
          In der linken Ecke der Hafner, in der rechten der Ankogel.

          Bald darauf beginnen wieder zahlreiche, sausende Abfahrten dieser Art:
          Hund24.jpg

          Und nach gemütlicher Rast bei der Granierhütte nehme ich wieder Abschied vom Hundstein und wieder einmal klingt eine nette Bergtour aus.

          LG

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          • #6
            Da hast ein paar nette Touren unternehmen können, wunderschön und vor allem einsam.
            Da werden sich einige Leute wohl über die Abfahrtsspur wundern.
            Lg. helmut55

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            • #7
              Das ist also des Rätsels Lösung! Hab mir schon so was gedacht, ein Spezi von mir nimmt auch manchmal diese Rodelteller zum Abstieg her. Tatsächlich sind sie ja sehr leicht, kosten nichts, sind gar nicht so schwer zu kontrollieren und man muss dafür nicht Schifahren können (was in deinem Fall natürlich nicht der entscheidende Punkt ist). Wenn man's nüchtern betrachtet: obwohl ungewöhnlich - eine gute Idee.

              Davon abgesehen gewohnte Tauernfuchs-Qualität. V.a. der Hundstein ist, anders als sein namensgleiches Pinzgauer Pendant, sicher ein selten besuchtes Ziel. Weglos, genug Höhenmeter und recht steil.
              "Gegen Vernunft habe ich nichts, ebenso wenig wie gegen Schweinebraten! Aber ich möchte nicht ein Leben leben, in dem es tagaus tagein nichts anderes gibt als Schweinebraten" - Paul Feyerabend

              Kommentar


              • #8
                Deine Touren bieten immer einen Hauch von Abenteuer, aber vor allem Individualität abseits des üblichen. Die Abstiegsmöglichkeiten mit deinem Untersatz sind spannend. Das Du die umliegenden Berge alle benennen kannst ist aber geschickt.
                Jedenfalls lese ich solche Berichte gerne, auch wenns für mich eher nix ist zum nachgehen

                Kommentar


                • #9
                  Danke euch! Ja, ich war schon froh über diese ersten größeren Unternehmungen nach längerer Abstinenz.
                  Mit dieser Abfahrtsmethode konnte ich jedesmal gut 800 hm recht lustig bewältigen. Das Rutschblattl verwende ich ja schon seit vielen Jahren, hab schon eine eigene Technik damit entwickelt.
                  Für ev. Nachahmer: Vorsichtig beginnen! Ich habe meistens einen Pickel bereit um abzubremsen, wenn es unerwartet schnell wird. Zunächst nur Bereiche wählen, wo der Auslauf gut abschätzbar ist. Der große Vorteil gegenüber Firngleitern: Bei inhomogenen Schneeverhältnissen, wo man z. B. bei jedem 10. Schritt/Schwung einbrechen würde, funktioniert diese Methode oft noch perfekt, dann natürlich eine zusätzliche Kraftersparnis.
                  LG

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                  • #10
                    Wieder zwei gewohnt tolle Überschreitungen, noch dazu bei bestem Wetter und feinen Verhältnissen.
                    Was mir aber abgeht: Kein Bad in der Ernstlacke, keines im Graniersee - Du läßt nach

                    lg
                    Norbert
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                    • #11
                      Die Küchenschelle ist einen Alpen-Anemone
                      https://de.wikipedia.org/wiki/Alpen-Kuhschelle
                      LGr. Pablito

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                      • #12
                        Danke für den tollen Bericht, interessant geschrieben und schön bebildert. Das gleiche "Abfahrtsgerät" habe ich auch, die Steuerung finde ich aber grenzwertig und topfeben muss der Schnee auch sein ... :-). Kommt also (leider) selten zum Einsatz.
                        Bei den Bergen ist es so: Je höher man steigt, umso weiter ist die Sicht; bei den Menschen ist es oft umgekehrt (Otto Baumgartner-Amstad)

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                        • #13
                          Bist ein feiner Bergsteiger, deine Berichte gefallen mir alle gut.

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                          • #14
                            Hallo Manfred,

                            wieder einmal haben deine exzellente Kenntnis der Region und deine Erfahrung dir zwei Touren möglich gemacht, die um diese Jahreszeit bereits möglich sind und trotz hochalpiner Eindrücke kein zu großes Risiko mit sich bringen.

                            Die unzählbar große Menge an Gipfeln, die an beiden Tagen ins Blickfeld gekommen ist, begeistert mich selbst dann, wenn ich sie "nur" auf Fotos betrachten kann.
                            Lg, Wolfgang


                            Für mich ist Dankbarkeit ein Weg,
                            der sowohl für den Einzelnen
                            wie für die Welt zukunftsweisend ist.
                            (David Steindl-Rast)

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                            • #15
                              Wieder einmal: Herzlichen Dank! Freut mich, dass meine Berichte immer noch gut aufgenommen werden.
                              @csf125: Die Bergseebäder müssen einstweilen noch warten, einstweilen muss ich mich mit dem Wolfgangsee - oder gerade gestern nach Klettertour - mit dem eiskalten Traunsee benügen...
                              @pablito: Den botanischen "Schnitzer" habe ich korrigiert, danke!
                              @Antares: Das Rutschblattl hat sich diesmal sehr ausgezahlt. In beiden Fällen waren es etwa 800 Höhenmeter. Natürlich suche ich mir nur übersichtliche Flächen aus und ich sichere das Ding auch mit einer Reepschnur um den Bauch, sodass ich es jederzeit fortwerfen kann, wenn es zu rasch wird.
                              LG

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