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Hilfe zum Erstellen von Tourenberichten

Immer wieder haben einige User Probleme beim Erstellen eines Tourenberichtes, insbesondere beim Hochladen und Einfügen von Bildern.
Ihnen soll die folgende kleine Anleitung ein wenig Hilfe geben, wie ein Tourenbericht ganz kurz und schmerzlos erstellt werden kann

In sechs einfachen Schritten kann ein neuer Bericht leicht erstellt werden:

1. Bilder zum Bericht aussuchen
2. Bilder verkleinern
3. Im Forum "Toureninfo & Verhältnisse" das passende Unterforum auswählen
4. Bilder hochladen
5. Die Bilder mit dem Text ergänzen
6. Fertigstellen/Kontrollieren des Berichtes und Veröffentlichen



Im Folgenden werden die einzelnen Schritte ausführlich erklärt:

1. Bilder zum Bericht aussuchen
Möglichst aussagekräftige Fotos wählen, die auch die Route und wesentliche Details darstellen.
Gegen einzelne "schöne" Landschafts- und Blumenbilder ist natürlich nichts einzuwenden ...


2. Bilder verkleinern
Bewährt hat sich ein Format mit der längeren Bildkante 900 Pixel.
Damit läßt sich bei Speicherung als JPEG eine recht ordentliche Bildqualität erzielen, bei Photoshop etwa abhängig vom Sujet 80/100.


3. Im Forum "Toureninfo & Verhältnisse" das passende Unterforum auswählen
z.B. "Wanderungen und Bergtouren" - "Steiermark"
+Neues Thema wählen

Titel etwa nach dem Schema
Gipfel (Höhenangabe), Anstiegsroute, Gebirgsgruppe (ostalpin nach AVE)

Möglichst bis zu 5 aussagekräftige Stichworte vergeben.

Zum Bilderhochladen weiter mit der "Büroklammer".


4. Bilder hochladen
Möglichst bitte NUR so:
a) "Büroklammer"
b) "Anhänge hochladen"


4.1 Bilder auswählen
Abhängig vom eigenen Rechner/Betriebssystem.
Maximal 15 Bilder pro Posting sind derzeit zulässig, eine größere Bilderanzahl erfordert Folgepostings (Antworten).
(Bewährt hat sich auch, 1-2 Bilder weniger hochzuladen, um für spätere Ergänzungen eine kleine Reserve zu haben.)

4.2 Liste der hochgeladenen Anhänge
Die Auflistung ist leider nicht chronologisch nach Bildbezeichnung geordnet.

Im Textfeld die gewünschte Einfügeposition mit dem Cursor markieren,
bzw. die gelisteten Bilder in der gewünschten Reihenfolge einzeln als "Vollbild" oder "Miniaturansicht" platzieren.
Eine oder mehrere Leerzeilen zwischen den Bildern erleichtern später das Einfügen von Text.


5. Die Bilder mit dem Text ergänzen
Die Bilder sind nun in der richtigen Reihenfolge im Textfenster positioniert.
Ich bevorzuge im ersten Schritt die Positionierung als "Miniaturansicht".
Das erleichtert beim Texteinfügen die Übersicht.
Muß aber nicht sein, natürlich lassen sich die Bilder auch gleich als Vollbild (also in der hochgeladenen Größe) platzieren.

5.1 Text
Jetzt kann der Text ergänzt werden.
Möglichst über dem Foto - ich finde das übersichtlicher ...
Der Text kann natürlich auch vorher erfaßt werden und anschließend einkopiert werden.

5.2 Bildgröße ändern
Wurden die Bilder vorerst als "Miniaturansicht" platziert, können sie einfach auf das finale Darstellungsformat skaliert werden:
a) Doppelklick auf die "Miniaturansicht" öffnet ein Pop-Up-Fenster
b) unter "Größe" idR "Vollbild" wählen
c) OK


6. Fertigstellen/Kontrollieren des Berichtes
Anschließend sollte der Bericht noch in der "Vorschau" kontrolliert werden.
In manchen Fällen muß zur Ansicht der "Vorschau" ziemlich weit nach unten gescrollt werden!

6.1 Veröffentlichen des Berichtes
Zum Schluß noch auf "Abschicken" klicken - und nach einer kurzen "Nachdenkpause" des Servers ist der Bericht online.



Nach dem ersten Durchlesen dieses Leitfadens mag das Erstellen eines Berichtes etwas kompliziert erscheinen - ist es aber nicht:
Viele Tourenberichte schreiben hilft sehr.

Die Reihenfolge der einzelnen Schritte ist nicht so starr wie es hier scheinen mag; natürlich kann auch zuerst der Text erstellt werden und die Bilder nachträglich eingefügt.

Änderungen am fertigen Bericht sind für den Ersteller 24 Stunden lang möglich, bei der Berichtigung später entdeckter Fehler hilft gerne ein zuständiger Moderator. Ebenso beim Verschieben eines Berichtes in das richtige Tourenforum.

Viel Freude bei euren Bergtouren UND dann beim Berichteschreiben,


P.S.: Diese Anleitung, ergänzt um verdeutlichende Screenshots, findet ihr auch unter http://www.gipfeltreffen.at/forum/gi...ourenberichten
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Regelwerk für die Benutzung des Forums Gipfeltreffen

Alle Forumsuser/-innen sind aufgefordert, das Regelwerk zu lesen und sich daran zu halten!

1) Registrierung

Die Registrierung und Benutzung unserer Foren ist kostenlos. Es ist registrierten Teilnehmern/-innen (Usern/-innen) erlaubt, den Forums-Account bis auf Widerruf im Rahmen der vorgegebenen, jederzeit änderbaren Forumsregeln für private Zwecke zu nutzen. Ein späteres Löschen des Forums-Accounts sowie der ins Forum eingebrachten Inhalte oder Bilder ist nicht möglich. Auf Wunsch des Benutzers kann der Account stillgelegt werden. Der Benutzername kann dann von niemandem mehr benützt werden und wird vor Missbrauch geschützt.

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Die Forenbetreiber legen Wert auf die Tatsache, dass alle User/-innen Gast in diesem Forum sind und die Betreiber als Gastgeber bei Bedarf ihr Hausrecht jederzeit ausüben können und auch werden. User, die sich überwiegend darauf beschränken zu provozieren, werden ausgeschlossen.

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Die von Usern/-innen verfassten Beiträge stellen ausschließlich die persönliche, subjektive Meinung des Verfassers dar, und keinesfalls die Meinung der Betreiber und Moderatoren dieses Forums. Die Forenbetreiber übernehmen keine Haftung für die Richtigkeit der ausgetauschten Informationen.

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Die Forenbetreiber erwarten von allen Usern/-innen, sich an die Netiquette zu halten. Auf einen wertschätzenden, höflichen Umgangston wird Wert gelegt.

5) Thementreue

Die Forenbetreiber legen großen Wert auf Thementreue der Beiträge und Übersichtlichkeit von Threads, um den Informationsgehalt des Forums möglichst hoch zu halten. Überschneidungen der Inhalte verschiedener Threads sind zu vermeiden.

6) Verboten ist/sind:

- Beleidigungen, Sticheleien und Provokationen (auch per PN);
- Politische oder religiöse Themen;
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7) Moderation:

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Sie sind von den Forenbetreibern verpflichtet, für die Einhaltung der Regeln zu sorgen und somit ermächtigt, die von Usern/-innen bereit gestellten Inhalte (Texte, Anhänge und Verlinkungen) daraufhin zu prüfen und im Bedarfsfall zu bearbeiten, verschieben, zu löschen oder Themen zu schließen. Im Falle der Löschung von Beiträgen können auch jene Beiträge anderer User ganz oder teilweise entfernt werden, die auf einen gelöschten Beitrag Bezug nehmen.

Änderungen von Beiträgen werden - soweit irgend möglich – unter Angabe des Änderungsgrundes gekennzeichnet. Eingriffe, die den Sinn eines Beitrags verändern, werden nicht vorgenommen. Für die geänderten Teile eines Beitrags haftet der ursprüngliche Ersteller nicht.

Wer etwas gegen das aktive Handeln der Moderatoren/-innen vorzubringen hat, kann dies sachlich, mit konkretem Bezug und zeitnah (innerhalb von 6 Wochen ab Anlass) im Unterforum "Zum Forum/Moderation..." darlegen. In allen anderen Foren werden solche Postings im Sinne der Thementreue der Beiträge kommentarlos gelöscht. Bloßes „Mod-Bashing“ führt zu einer sofortigen Sperre.

Das Unterlaufen von Handlungen und Maßnahmen der Moderatoren ist nicht zulässig. Darunter fällt auch das Fortführen des Themas eines geschlossenen oder gelöschten Threads in einem neuen gleichartigen oder ähnlichen Thread. Ergänzungen und Hinweise von Moderatoren und Administratoren dürfen von Usern in deren Beiträgen nicht verändert oder gelöscht werden.

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Ein übermäßiges Ausnutzen der Signatur ist unerwünscht. Diese sollte vor allem eine maßvolle Größe haben. Nicht mit der Forumsleitung abgesprochene Werbung (für kommerzielle Angebote), Beleidigungen oder Anspielungen in der Signatur oder dem Profiltext werden nicht toleriert.

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Kommerzielle Werbung im Forum Gipfeltreffen ist kostenpflichtig (siehe Unterforum Werbung). Werbepostings müssten vor Platzierung mit der Forumsleitung vereinbart werden.

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Wer gegen geltendes Recht verstößt, wird im Ernstfall von uns zur Anzeige gebracht.

12) Information

Die Forumsbetreiber behalten sich das Recht vor,
- alle registrierten User/-innen in unregelmäßigen Abständen über Themen rund um das Bergsteigen, alpiner Sicherheit, Risikomanagement und Weiterbildung per Mail zu informieren und
- dieses Regelwerk jederzeit abzuändern.

13) Nutzung von hochgeladenen Anhängen

Die User/-innen stellen den Forenbetreibern die eingestellten Bilder sowie sonstige Anhänge zur Nutzung im Forum zur Verfügung. Eine darüber hinaus gehende Nutzung der eingestellten Bilder und sonstigen Anhänge durch die Forenbetreiber erfolgt nicht.
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PANORAMA PUT eine Neutour am Bergfreundeturm | Hohe Wand

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  • PANORAMA PUT eine Neutour am Bergfreundeturm | Hohe Wand

    PANORAMA PUT (5+ | 5- obligat.), 7 Seillängen und 170 Klettermeter.

    Wandübersicht PP.JPG
    Die PANORAMA PUT am Bergfreundeturm - eine Neutour in bestem Fels

    Ich wandte mich zuerst dem linken Begrenzungsgrat des Bergfreudeturms zu, das schaute zumindest von der Ferne gut strukturiert und fest aus. Also einmal ab ins Gelände und abseilenderweise die Felsen begutachtet. Oben erwartete mich – wie oft auf Graten – gestufter Fels, die einzelnen Stufen kaum höher als 15-20 Meter, die geplante Schlusswand aber extrem steil und gelb-grau (etwas mürbe in den gelben Bereichen aber fest im grauen Fels).

    PP_Putzen.JPG
    Abmarsch zum Einrichten der "Baustelle" mit 200 Meter Seil am Buckel...

    Die Felsqualität verbesserte sich nach den ersten Abseilmetern sehr schnell in exzellenten, rauen und sehr schönen Fels, klarerweise stellenweise stark bewachsen und vor allem in den Rissen auch mit jeder Menge Bruch. So ging es weiter nach unten. An einer Stelle stand ich vor der Entscheidung ob ich der Gratkante folgen oder doch einen sehr steilen Riss begutachten sollte, der sich (im Sinne des Abstiegs) rechts davon befindet. Ich wählte den Riss und wurde wahrlich nicht enttäuscht, bombenfester und sehr steiler Fels inkl. einer kurzen aber genialen Hangelschuppe.

    Das Ende dieser Abseilfahrt war dann etwas ernüchternd, denn dann stand ich im Schrofengelände, das ich zwar putzen könnte, aber die Fortsetzung nach unten war ein steiler und erdiger Graben mit Unmengen an Totholz – also nicht wirklich als schöner Zustieg zu dieser Seillänge geeignet. Damit wurde diese Seillänge einmal als „schön aber unbrauchbar“ klassifiziert und es musste ein anderer Weg gefunden werden. Dieser andere Weg führte mich dann doch an die Gratkante zurück und auch dort fand ich „exquisiten Fels mit Potenzial“ vor (also viel Botanik und auch einiges an losen Blöcken, aber ausgezeichneter Grundstruktur).


    PP Einrichten_2.JPG
    Beim Ausprobieren der letzten Seillänge der Panorama Put - Zoom von der Mautstraße

    Ich wartete gespannt während der gesamten ersten Abseilfahrt auf alte Haken, Schlingen oder andere Begehungsspuren, die Literatur vermeldete hier zwar keine Anstiege, aber was weiß man? Einen einzigen alten Haken fand ich am Anfang der (jetzigen) 3. Seillänge, aber der gehörte eindeutig zum alten Hamerlingsteig, der hier einmal sehr nahe zur Gratkante kommt. Auch gut, also eine richtige Neutour. Weiter unten in weniger exponierten Felsbereichen nahm der Bewuchs dramatisch zu, auch die Felsqualität wurde wieder etwas typischer für die Hohe Wand.

    PP_Einrichten_1.JPG
    Beim Einbohren der 5. Seillänge der Panorama Put - Zoom von der Mautstraße

    Am Boden angekommen versuchte ich einmal überschlagmäßig die mögliche Länge der neuen Tour auszurechnen und kam auf erstaunliche 150 Meter Kletterlänge oder gar mehr und das im großteils besten Fels. Nachdem die Linie fast immer dem Grat folgt und sich dort die schönsten Felsmeter zusammensucht, taufte ich diese neue Tour „Panorama Put“ (also „Panoramastraße“), wohlwissend dass es noch eine zweite Tour als „Zwilling“ mit direkter Linie geben wird, deren Namen auch schon feststand „Autoput“ (also „Autobahn“).

    Ich erspare Euch größtenteils Text und Fotos vom Putzen und Einrichten, denn da ist wenig Berichtenswertes dabei. Wieder tagelang in der Wand, Unmengen an Botanik und Erde sowie einigen Bruch nach unten befördert – mein Vorteil hier war, dass dieser Bereich unter der Woche kaum besucht ist, was das Putzen unendlich erleichterte. Habe ich in meinen beiden Touren nahe dem ÖTK-Klettersteig noch jeden Stein in einem Steinsack auf- oder abseilen müssen, so flogen diesmal die Steine einfach der Schwerkraft folgend Richtung Wandfuß. Natürlich wurde auch dieses Mal der Wandfußsteig vorsorglich abgesperrt und Warnschilder aufgehängt.
    Nach einigen arbeitsintensiven Tagen war die „Panorama Put“ dann fertig, die „schöne, aber unbrauchbare“ Seillänge konnte auch noch integriert werden (also quasi eine Stichstraße wie auf die Franz-Josefs-Höhe ), was in Summe für diesen Wandbereich der Hohen Wand erstaunliche runde 170 Klettermeter ergibt.

    Eine kurze Beschreibung:
    Zustieg wie zum Bergfreundesteig am Wandfußsteig, in einer Kehre ca. 3 Minuten vor dem Bergfreundesteig bei einem kleinen Steinmann nach links ab und über den ausgeschnittenen und etwas hergerichteten Steig zum Einstieg. Dort findet Ihr eine kleine Metalltafel mit dem Routennamen.

    Die erste Seillänge schaut von unten gut strukturiert und relativ einfach aus, hat es aber in sich. Nach rampenartigen Anfangsmetern in bestens geputzten Fels steilt sich die Wand dann ganz gehörig auf, wird kleingriffig und an der ersten Schlüsselstelle durchaus ein wenig tricky. Aber mit freigelegten Grifflöchern und ausgegrabenen Henkeln und an der Stelle sehr enger Absicherung (man will ja im Falle des Falles nicht auf die Rampe aufschlagen...) bleibt man im oberen 5. Grad. Der Rest ist schöne Henkelei mit einem kurzen Steilaufschwung, in diesen Bereich wird es aber wahrscheinlich immer wieder Erde und Föhrennadeln spülen, also ein Kandidat für einen jährlichen Frühlingsputz. Stand dann neben einem großen Baum auf einem erdigen Band.


    PP 1. SL EB_2.jpg
    Bei der EB kurz unter dem kniffligen Wandl (5+)

    PP 1. SL EB_3.jpg
    Im kniffligen Wandteil (5+)

    PP 1. SL EB_4.jpg
    Zwischenstand bei der EB in der Hälfte der 1. SL

    PP 1. SL EB_5.jpg
    Nach dem kurzen Steilaufschwung 4+

    2. Seillänge:
    Dort teilt sich die Tour: Rechts führt die 3+-Originallinie über eine schöne Platte und dann einen einfachen Grat zum 2. Standplatz, den zweiten Bohrhaken dieser Länge sollte man lang einhängen, sonst gibt’s Seilreibung der Extraklasse. Links bzw. gerade vom Stand hinauf kann als deutlich schwerere Variante zuerst ein Riss erklettert werden, um dann nach links in die extrem glatte und steile Platte auszuqueren, da erreichen wir auf jeden Fall den 6. Grad (der dort stehende Baum hilft bei der Überwindung dieser Passage kaum). Diese linke Riss- und Plattenvariante wäre ursprünglich als 2. Seillänge gedacht gewesen, im Sinne einer homogenen Tour war sie mir dann aber zu schwer und so bastelte ich eine deutlich leichtere Umgehung (die BH habe ich in der schweren Variante aber klarerweise stecken lassen).


    PP 2. SL.jpg
    In der rechten 3+ Variante der 2. SL

    3. Seillänge:
    Nach einer waagrechten Gratschulter befindet sich der Standplatz am Fuße einer wahrlich perfekten Wand, über die sich die lange 3. Seillänge zieht: Zuerst eine 3er-Rampe, dann steile, extrem raue und feste Wandkletterei (5-) bis auf ein schmales Band. Weiter über eine wunderbare Platte in die sehr steile Headwall dieser Seillänge. Dort finden wir einen wunderschönen, griffigen Piazriss, der wiederum auf eine waagrechte Gratschulter führt (durchgehend 5-). So lang die 3. Seillänge mit ihren guten 40 Metern war, so kurz ist die nächste Seillänge mit gerade mal 15 Metern. Aber das bringt ein Grat auch mit sich, wenn sich Aufschwünge und waagrechte Schultern abwechseln, muss man halt auch die Seillängen daran anpassen.


    PP 3. SL_1.jpg
    Am Beginn der 3. SL, perfekter rauer und grauer Hochgebirgskalk, 5-

    PP 3. SL_2.jpg
    3. SL nach einer kurzen schönen Platte beim Überstieg in die Headwall dieses Gratturms, 5-

    PP 3. SL_3.jpg
    In der Headwall der 3. SL, perfekter Piazriss im bestem Fels, 5-

    4. Seillänge:
    Vom 4. Stand kann man schön in die links benachbarte „Bellavista-Variante“ (die ursprünglich „schöne aber unbrauchbare“ Seillänge) hinüberschauen. Aber es ist sicher angebracht, sich der 4. Seillänge trotz ihrer Kürze und engen Absicherung mit voller Aufmerksamkeit zu nähern. Die ersten 2 Meter geht es in einem seichten Kamin leicht rechts vom Stand nach oben, bis man über ein breites, abschüssiges Band nach links in die Wand queren kann. Von dort einfach den genialen Felsstrukturen (es gibt sogar eine kurze Wasserrille ) gerade nach oben folgen und am sehr exponierten Standplatz (als Abseilstand eingerichtet) nach einer der besten 5+-Länge der Hohen Wand den Nachsteiger nachholen.

    PP 4. SL_1.jpg
    In der 4. SL, kurz aber sehr schön, Plattenkalk vom Feinsten, 5+

    PP 4. SL_2.jpg
    In der 4. SL, kurz aber sehr schön, Plattenkalk vom Feinsten, 5+


    Fortsetzung folgt....
    Zuletzt geändert von andibaum; 01.11.2020, 22:17.
    ... ab 45 Grad Neigung wird's interessant ...

  • #2
    5. Seillänge "Bellavista-Variante":
    Von dort empfehle ich, den Nachsteiger gleich über die „Bellavista-Variante“ abzulassen (dann ist das Seil gleich dort, wo es sein soll) und sich vom Stand dann abzuseilen. Dieses Abseilmanöver mag zwar ein bisschen umständlich sein, aber die Qualität der Variante entschädigt dafür auf jeden Fall (und man bekommt 25 zusätzliche tolle Klettermeter). Diese Seillänge beginnt mit einem kurzen Henkelüberhang (5-) gleich über dem Standplatz und folgt dann einer gut geputzten und steilen Rampe nach rechts in einen Riss (4+). Diesen Riss bis zu einer kurzen, sehr tollen Hangelschuppe folgen und weiter nach links über ein abschüssiges Band zum Ausstiegsriss, der bis zur Spitze dieses Grataufschwungs führt (alles 5- im besten Hochgebirgskalk).


    PP 4.1 SL_1.jpg
    Bellavista-Variante 5-

    PP 4.1 SL_2.jpg
    Kurz vor dem Standplatz, Bellavista-Variante 5-

    Diese sehr lohnende Zusatzseillänge könnte auch notfalls vom 2. Standplatz über erdige Schrofen erreicht werden, dann verzichtet man aber auf die beiden schönsten Seillängen der ganzen Tour.

    6. Seillänge:
    Die nächste Seillänge ist eine 25 Meter lange Verbindungsseillänge über kurze, aber feste und schöne Wandstufen im 3-4. Grad bevor man den letzten Standplatz vor der Schlusswand erreicht. Von der Länge her wäre es sicher möglich, die beiden letzten Seillängen zusammenzuhängen (dann gute 40 Meter), mit den paar Gehmetern zwischen den Wandstufen bekommt man aber einen sehr ungünstigen Seilverlauf, also besser nochmals Stand machen (dann hat man auch den Vorsteiger schön im Blick, was nicht nur für Fotos vorteilhaft ist).


    PP 5. SL EB_1.jpg
    Wandstufen in festem Fels, 4-

    PP 5. SL EB_2.jpg
    Niki Nowak bei der EB in der 6. SL, 4-

    7. Seillänge:
    Die steile Schlusswand kann entweder unter Zuhilfenahme des gelben, etwas mürben Risses linkerhand erklettert werden (dann 5-) oder man bleibt ausschließlich im grauen und festen Fels direkt an den BH, dann wird es aber ein bisschen schwerer (am Beginn 5+/6-, sind aber nur 3-4 Züge).


    PP 6. SL EB_1.jpg
    Einstieg in die 7. Seillänge, 5- (im grauen Fels rechts 5+)

    PP 6. SL EB_2.jpg
    Die letzten Meter der Panorama Put, 5-


    Am letzten Standplatz hängt auch die Box mit dem Wandbuch, das gleich für 4 Touren gedacht ist: Bergfreundesteig, Panorama Put, Autoput und Neuer Hamerlingsteig (Stand 1.11.2020: noch in Arbeit).
    Die ganze Tour ist an den schwierigen Stellen sehr eng, sonst gut mit 10mm Niro-BH durchgesichert und sehr gut geputzt. An Material braucht man 11 Expressen und ein 50 Seil (Doppelseil für die Abseilpiste), Klemmgeräte könnten zwar an manchen Stellen verwendet werden, sind aber meiner Meinung nach nicht nötig.
    Viel Spaß mit ein paar völlig neuen Klettermetern in großteils perfektem Fels (der auch am Dachstein sein könnte), ich freue mich über jede Begehung und über jedes Feedback.
    PS. Nachdem der Einstieg in sehr steilem und auch sehr erdigem Waldgelände liegt, habe ich aus Totholz und ein paar Steinen wieder eine kleine Plattform gebastelt, damit man nicht aus dem Gatsch in den Fels steigen muss. Ich würde mich freuen (und wahrscheinlich auch der Großteil der Kletterer), wenn diese Plattform nicht das Schicksal derer beim Herbertsteig erleiden müsste und nach wenigen Wochen zerstört wird.

    Auf jeden Fall Danke an Tamara für die Begleitung zu allen Arbeitseinsätzen in der Route, Fotos und überhaupt.
    Und danke an Niki für die Begleitung bei der Erstbegehung.

    LG
    Andi

    Hier mein Topo, auf bergsteigen.com gibt es ein gemeinsames Topo mit der Autoput.

    Topo Panorama Put.pdf
    Angehängte Dateien
    Zuletzt geändert von andibaum; 01.11.2020, 22:18.
    ... ab 45 Grad Neigung wird's interessant ...

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    • #3
      Super! Ich komme zwar kaum in diese Gegend, aber ich weiß, was dahinter steckt, Routen zu putzen und einzurichten. Tolle Initiative!

      LG

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      • #4
        Danke für das Lob. Was mich immer wieder wundert, dass auch in einem ziemlich übererschlossenen Gebiet wie der Hohen Wand noch immer komplett neue und durchaus homogene Linien in bestem Fels zu finden gibt und das in den "gängigen" Schwierigkeitsgraden.
        LG
        Andi
        ... ab 45 Grad Neigung wird's interessant ...

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        • #5
          Zitat von andibaum Beitrag anzeigen
          Danke für das Lob. Was mich immer wieder wundert, dass auch in einem ziemlich übererschlossenen Gebiet wie der Hohen Wand noch immer komplett neue und durchaus homogene Linien in bestem Fels zu finden gibt und das in den "gängigen" Schwierigkeitsgraden.
          LG
          Andi
          Dasselbe habe ich mir auch im Grazer Bergland schon lange gedacht. Und dennoch...
          LG

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          • #6
            Obwohl ich deine Kreationen nie klettern werde, finde ich es großartig, dass du neue Routen einrichtest und auch noch hier berichtest.
            "Glück, das kann schon sein: man hat es fast hinter sich und einen Schluck Wasser noch dazu." (Malte Roeper)

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            • #7
              Zitat von placeboi Beitrag anzeigen
              Obwohl ich deine Kreationen nie klettern werde, finde ich es großartig, dass du neue Routen einrichtest und auch noch hier berichtest.
              Danke für die Rosen

              Vielleicht richte eh einmal was in meinen geliebten Miemingern ein, dort gibt es noch jede Menge unerschlossene gute Klettermeter. Und wenn Du einmal in Stams vorbeifahren solltest und 2 Stunden Zeit hast, den Klettergarten am Inn habe ich Anfang der 80er noch als Schüler geputzt und eingerichtet. Nachdem damals Bohren für mich noch Handarbeit war und mein Taschengeld nur für wenige Bohrhaken reichte, habe ich dort in Summe nicht mehr als vielleicht 10 BH gesetzt (8mm Kronendübel ), den Rest mit NH und Klemmkeilstellen abgesichert. In der Zwischenzeit ist der Klettergarten jedoch von anderen komplett neu eingebohrt worden und die Routen ein bisschen oberhalb im Wald sicher schon wieder vergessen und zugewachsen.

              Nix besonders, aber schön direkt am Wasser gelegen und quasi ein "Frühwerk" von mir
              LG
              Andi
              ... ab 45 Grad Neigung wird's interessant ...

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              • #8
                Zitat von andibaum Beitrag anzeigen
                Vielleicht richte eh einmal was in meinen geliebten Miemingern ein, dort gibt es noch jede Menge unerschlossene gute Klettermeter.
                Mittlerweile tut sich dort einiges. Von den neuen Sachen kenne ich aber noch nichts. Mehr als den Viererweg und das Direkte Knöpflerband mit Direktausstieg bin ich in den Miemingern noch nicht geklettert.
                "Glück, das kann schon sein: man hat es fast hinter sich und einen Schluck Wasser noch dazu." (Malte Roeper)

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