Zu lange liegt dieser verfasste Text schon auf meinem PC herum. So lange, dass 2023 schon wieder 3 Jahre her ist. Das bitte beim Lesen der ersten Absätze berücksichtigen. Alles, was gerade aktuell neu dazugekommen ist, schreibe ich kursiv.
Außerdem noch kurz zur Erklärung: Wenn ich diese "Diskussion" in das wohl passende Unterforum "Aktuelles und Diskussionen" eingestellt hätte, wäre sie innerhalb kürzester Zeit unauffindbar. Bitte daher, falls möglich, in diesem Unterforum belassen. Danke!
allerseits!
Das Thema "Benennung von geografischen Objekten" ist ein Thema, das mich schon lange beschäftigt. Ich persönlich komme, je länger ich darüber selbst nachdenke, auf keinen grünen Zweig. Es ist außerdem ein Thema, bei dem sich gefühlt immer weitere Felder eröffnen, sodass ich immer weniger durchblicke, je länger ich darüber nachdenke
Vielleicht könnt ihr mir dazu helfen, wie ich in Zukunft mit dem Thema umgehen soll - daher bin ich über eure Meinungen dankbar. 
Das Thema wurde irgendwie brandaktuell, seitdem ich über die OpenStreetMap (OSM) Ende 2023 eine PN bekommen habe, und auch im Forum in einigen Berichten offtopic darüber diskutiert wird. Ich möchte mit diesem Thread nun endlich eine "zentrale" Anlaufstelle schaffen, wo man die Aspekte zusammentragen kann, sodass sie nicht übers ganze Forum verstreut sind. Dazu werde ich auch einige Beiträge (siehe Beitrag #'2) hier herein "zitieren", und ich hoffe, dass das für die Poster in Ordnung geht
Worum gehts genau?
In Landkarten gibt es viele Namen von geografischen Objekten (Berge, Steige, Bäche, etc.). Nun ist es so, dass es natürlich auch viele geografische Objekte OHNE Namen gibt - und da sind wir auch schon beim Thema.
Wer darf einem geografischen Objekt einen Namen geben?
Stellt euch vor, ihr erreicht einen eigentlich namenlosen Gipfel. Vermutlich gebt ihr diesem sofort einen persönlichen Namen - je nach Einfallsreichtum.
Ich hab zum Beispiel diesen Gipfel https://opentopomap.org/#marker=15/47.79589/13.34594 für mich persönlich "Bundesforstegipfel" (mangels Einfallsreichtum) genannt. Im Blog von Helmut Seiringer wird dieser Gipfel "Saugrabenkopf" genannt.
Ebenfalls einfallslos ist der Name "Dazwischengipfel" https://opentopomap.org/#marker=14/47.80831/13.66193, natürlich ebenfalls von mir
Also mit Einfallsreichtum bin ich jedenfalls nicht gesegnet
Klar ist, dass sowohl "Bundesforstegipfel" oder "Saugrabenkopf" oder auch "Dazwischengipfel" in einer Karte nichts verloren haben. Da werden mir vermutlich alle zustimmen.
Anlass der OpenStreetMap-PN aus 2023 war der "Christina-Stefan-Kogel" https://www.openstreetmap.org/node/6685147364 im Höllengebirge.
2026 hab ich dann wieder über die OSM eine Zuschrift betreffend "Wienerroitherspitz" https://www.openstreetmap.org/node/7638306652 bekommen - die Diskussion hat sich dann schnell Richtung "Adlerstein" (siehe weiter unten), "Ruamkogel" https://www.openstreetmap.org/node/9208143179 und eben auch den "Christina-Stefan-Kogel" entwickelt.
Dieser Latschengipfel hatte nie einen Namen. Dann kamen Personen, die vermutlich mit Vornamen Christina und Stefan heißen, haben eine (kurze) Latschengasse ausgeschnitten, ein Gipfelkreuz aufgestellt, ein Buch hinterlegt und den Gipfel offenbar nach sich selbst benannt.
Was haltet ihr davon?
(Ich bin hier der Meinung, dass eine Benennung von Gipfeln nach persönlichen Namen jetzt mal, gelinde gesagt, nicht die gescheiteste Idee ist. Da ist die Eitelkeit offensichtlich bzw. könnte man sogar sagen, dass ein krampfhaftes Streben nach "Unsterblichkeit" vorliegt - in dem Sinn, dass durch den Namen des Gipfels die Benenner weiterleben - natürlich ohne überhaupt zu wissen, um wen es sich überhaupt handelt - es gibt ja keine Nachnamen. Aber einen namenlosen Gipfel zu benennen finde ich keine große Sache und auch keine Tragik. Die Benennung ist im vorliegenden Fall halt suboptimal. Man hätte ja auch den Gipfel wie von mir ursprünglich vorgeschlagen "Gipfel beim Höllgatterl" nennen können
und die Diskussion gäbe es vermutlich gar nicht.)
In diesem Fall finde ich es nur interessant, dass ich den OSM-Grundsatz "only map whats on the ground" wortwörtlich nehme und dann trotzdem via OSM angesudert werde. Ja, ich hab den Gipfel in der OSM eingetragen, das stimmt. Im Änderungsverlauf ist klar ersichtlich, was ich verändert habe. Aber dennoch kann ich ja nichts dafür, dass Personen den Gipfel so genannt haben, wie sie ihn genannt haben.
Ein vergleichbares Beispiel ist der "Vordere Sulzkogel" https://www.openstreetmap.org/node/7038672798
Der Gipfel war auch immer namenlos. Dann ist jemand gekommen, hat eine laaaaaange Latschengasse ausgeschnitten und ein riesiges Kreuz aufgestellt und den Gipfel lt. Gipfelbuch so benannt. Das regt offensichtlich keinen auf.
Nächstes Beispiel: "(Mühlbachberg)" https://opentopomap.org/#marker=14/47.84819/13.71094
Dieser Gipfel zwischen Rottensteiner Gupf und Hohenaugupf hat auch in keiner Landkarte einen Namen.
Eines Tages taucht an der markierten Stelle in der "peakhunter"-App der Name "Mühlbachberg" auf. Manfred9 ersteigt ihn, und in weiterer Folge findet er auch in meiner Höllengebirgs-Gipfelliste einen Platz. Die Quelle ist unbekannt - die Herleitung aufgrund des Mühlbachs ist nachvollziehbar, aber an den Haaren herbeigezogen.
Eine Recherche auf der peakhunter-Webseite (das ist eine konkurrenzierende App zu SummitLynx) ergibt, dass hinter den Gipfeln eine Datenbank steckt, die in regelmäßigen Abständen die Gipfel aus der OSM zieht (wie SummitLynx). Das erklärt aber nicht, wie der Gipfel in die Datenbank kam, denn in der OSM war er ja nie drin! Schließlich finde ich heraus, dass Benutzer offensichtlich auch diese Datenbank manuell/händisch befüllen können. So muss der Gipfel reingekommen sein.
Nun wird durch eine unbekannte Person der Name "Mühlbachberg" für diesen Hügel geläufig. Was haltet ihr davon?
Betreffend "Peakhunter" gibt es seit neuestem auch haufenweise andere Beispiele, wie "Auerriesen", "Mönichspitz", "Schwarzenseekogel", usw. usw.
(Eine derartige Vorgehensweise finde selbst ich schon ziemlich frech. Beim Christina-Stefan-Kogel hat man immerhin noch eine Kasette hinterlegt, also den Gipfel selbst erreicht. Aber es könnte gut sein, dass der Namensgeber für den Mühlbachberg in Buxtehude sitzt und noch nie dort, bzw. nicht mal in der Gegend war!)
Was muss passieren, dass man einem geografischen Objekt einen Namen geben kann?
Im Falle des bereits erwähnten Christina-Stefan-Kogels musste ein Gipfelbuch hinterlegt werden, damit man weiß, welchen Namen die Hinterleger vorgesehen hatten. Das fällt aber unter "Fakten schaffen" - und ist nicht "state of the art"

Ein Gedankenexperiment: Ich suche mir einen Latschenmugel im Höllengebirge aus und benenne diesen "Jgaordhelagenornres-Gipfel". (Und bitte jetzt nicht damit daherkommen, dass der Name unaussprechlich ist, es handelt sich nur um ein Gedankenexperiment!
) Das trage ich auch in die OSM ein.
In Bälde werden ein paar Mapper das sehen, und dann habe ich 100e PNs mit sinngemäßem Wortlaut "Wie kommst du dazu, einen Gipfel nach dir selbst zu benennen? Was soll das? Bist du deppert, oder was?"
Wenn ich diesen Gipfel jetzt tatsächlich schon erreicht habe, könnte ich ja einfach ein Taferl mit der Aufschrift "Jgaordhelagenornres-Gipfel" aufstellen. Dann kann ich diesen 100en Personen antworten: "besuchts den Gipfel selbst, dann werdet ihr sehen, dass ich recht habe". Ein paar überkorrekte Mapper werden dennoch schäumen und Gift und Galle spucken und mich mit weiteren PNs (ohne nette Worte) eindecken sowie den Gipfel immer wieder aus der Karte rauslöschen. Dann muss sich nur zeigen, wer den längeren Atem hat. Theoretisch.
Natürlich ist das nur ein Gedankenexperiment - ich käme nie auf die Idee einen Gipfel Jgaordhelagenornres-Gipfel zu nennen. Auch nicht Gregor-Gipfel oder dergleichen
Daher an dieser Stelle ganz offen - ein Gipfel im Höllengebirge trägt einen von mir vorgeschlagenen Namen - der "Lahngangturm". Hier nachzulesen.
Wie ist denn bitte der offizielle Weg bei der Benennung neuer Gipfel? Gibt es da eine Vorgehensweise?
Ich kenne keinen Gipfel, der in jüngster Zeit "neu" auf der Karte (der Amap) dazugekommen ist.
Was mir bei der Benennung von geografischen Objekten auch noch einfällt, sind Steige und Kletterrouten.
Es ist ja Usus, dass wenn jemand eine Kletterroute einrichtet, dass diese Person die Route auch nach eigenem Gutdünken benennen darf. Warum also nicht auch bei Gipfeln?
Und im Hauzenberger von 2005 bekam der Anstieg vom Aurachursprung über die Bischofsmütze auf den Brunnkogel einen Namen. Franz Hauzenberger schrieb dazu sinngemäß in sein Buch: "... schlagen der Verfasser und seine Bergfreunde vor, [...] den Steig ,Franz-Scheckenberger-Steig' zu nennen ...". Der ist heute ausschließlich so bekannt. Muss ich dann "einfach" selbst nur einen Gebirgsgruppenführer schreiben und hab dann das Recht, jeden namenlosen Steig nach Belieben zu benennen? Wäre ja auch irgendwie schräg.
Und was ich zu den Kletterrouten noch sagen möchte: Angenommen, ich eröffne jetzt in den nächsten Jahren 10 Kletterrouten. (Unwahrscheinlich!) Dann könnte ich diese ja einfach "Erste Gregor-Route" bis "Zehnte Gregor-Route" nennen. Einfallslos, ja, aber warum nicht? Wenn andere Personen Routen nach NS-Codes benennen dürfen, wäre ja "Gregor-Route" ein Lercherlschaß dagegen.

Aber in gewisser Weise gewinne ich den Eindruck, dass "Fakten schaffen" mit Namenstaferln auf Gipfeln ausreicht. Aber da eröffnet sich schon die nächste Frage:
Gipfelkreuze oder andere Gipfelzeichen (auch ohne Zustimmung des Grundeigentümers) aufstellen?
Hier sagt das Gesetz ziemlich deutlich NEIN dazu. So weit, so bekannt.
Im Alpenraum gibt es aber Millionen Kreuze.
Ich hab mal (anhand des Höllengebirges
) eine Recherche gemacht, und festgestellt, dass sich die meisten Kreuze auf fünf Gruppen zuordnen lassen (Reihung subjektiv nach geschätzter Anzahl aufgestellter Kreuze der Gruppen):
Dass Privatpersonen einfach mal ohne Zustimmung Gipfelzeichen aufstellen, ist bekannt. Löblich sind natürlich da alljene, die keine Mühen scheuen und dennoch Genehmigungen einholen!

Aber es kann mir niemand sagen, dass auch die Alpenvereine sich für jedes Kreuz eine Genehmigung eingeholt haben. Glaube ich nicht - bei der Anzahl an Gipfeln im Alpenraum!
Außerdem hab ich mal gelesen, werden die meisten Gipfelzeichen (hier ist jetzt nur von Kreuzen die Rede) angeblich, auch wenn keine Zustimmung vom Eigentümer gegeben wurde, von diesem teils auch wohlwollend toleriert.
Auch ich hab schon eine Gipfelbuchkasette auf einem Gipfel hinterlegt - natürlich, ohne den Grundstückseigentümer (ÖBF) zu fragen. Beim Blättern im Buch finde ich dann auch einen Eintrag eines ÖBF-Forstmannes. Der hat das Buch an Ort und Stelle gelassen und sogar noch einen netten Eintrag hinterlassen! Er hätte auch ganz einfach die Kasette "delogieren" können! Insofern kann ich den letzten Absatz bestätigen
Doch wieder zurück in Richtung "Benennung von Objekten".
Ich hab da - aus der OSM PN - eine sehr interessante Anregung bekommen:
Sollen Namen für Gipfel nur von gewissen "Autoritäten" vergeben werden?
Da stellt sich für mich zuallererst mal die Frage, wer diese Autoritäten sein sollen.
Gemeindepolitiker? Landespolitiker? Bundespolitiker? Personen, die vom Zufallsgenerator ausgewählt werden (ähnlich Laienrichtern oder Schöffen)? Per Volksbefragung oder -abstimmung? Kann man da Anträge nach Benennungen stellen? Gibt es dann ein Regelwerk dafür?
Uff, Fragen über Fragen
Der grundsätzlichen Idee kann ich einiges abgewinnen. Straßennamen werden von "Vertretern der Bevölkerung" (=Politiker) vergeben.
Beispiel: Der ORF am Küniglberg in Wien hatte jahrelang die Anschrift "Würzburggasse 1". Dann ist Hugo Portisch gestorben, und wenige Wochen später hat die Anschrift des ORF "Hugo-Portisch-Gasse 1" gelautet.
Irgendwie stelle ich mir da aber auch die Frage, wie alle bisherigen Namen aus Landkarten entstanden sind.
Das lustigste, bekannteste Beispiel ist da sicherlich der "Arschlochwinkel" in Obertraun. Kartografen sind im Jahre Schnee dorthin gefahren und haben die Bevölkerung genervt. Eins kam zum anderen, die Bevölkerung hat die Kartografen verarscht, Ergebnis: Arschlochwinkel auf der Landkarte.
Da stelle ich mir die Frage, wieviele Signaturen jetzt nicht "im Plenum" (der lokalen Bevölkerung) genannt wurden (also nur von 1 Person) und dennoch danach in der Karte zu finden waren.
Und ein weiteres Thema brennt mir noch unter den Nägeln:
Ein Objekt hat mehrere Namen. Welcher Name hat Vorrang?
Das muss ich an Beispielen erklären.
Beispiel A. https://opentopomap.org/#marker=15/47.79159/13.47263 Dieser Gipfel wurde von der lokalen Bevölkerung schon immer "Zwölferkogel" genannt. Selbst in der Chronik von Unterach ist dieser Name zu finden!
Dann kommt jemand, stellt ein Gipfelkreuz mit der Aufschrift "Adlerstein" auf - den Namen hat derjenige aus der ÖK, leider hat er nicht genau genug geschaut, denn die Signatur bezeichnet den Felsen in den Abhängen unterhalb.
Welcher Name hat nun Vorrang?
Für mich ist die Geschichte klar. Eindeutig Zwölferkogel.
Trotzdem steht in einer Notiz in der OSM "... Zwölferkogel steht am Gipfelbuch, aber dafür gibts keine Quellen und der Name ist nicht geläufig". (Am Gipfelbuch #'3 ist der Hauptname Zwölferkogel, Adlerstein steht in Klammern darunter!)
Quellen gibt es, man muss halt danach suchen (Jahresbericht oder Facebookseite der Bergrettung z. B. auch noch). Aber wenn man nicht sucht, findet man auch nix.
Der östliche Nachbargipfel heißt Elferkogel und oberhalb der Burgau gibts noch einen Sechserkogel - also eine Unteracher Sonnenuhr.
Und dass der Name den Bergsteigern nicht geläufig ist, also das ist nun wirklich keine Überraschung. Die Personen, die den Gipfel erreichen (zumeist nicht aus der Gegend), sehen nur den Namen aus der OSM und den vom Kreuz. Dass die Bezeichnung am Kreuz ein Fehler ist, kümmert offensichtlich keinen -> und die falsche Bezeichnung wurde daraufhin auch in die OSM übernommen -> und wie in der Notiz in der OSM jetzt schön niedergeschrieben ist, wird aufgrund dieses Fehlers die ganze Argumentation "pro Adlerstein und contra Zwölferkogel" aufgebaut.
(Mich persönlich regt ja das "Fakten schaffen" z. B. mit dem Christina-Stefan-Kogel überhaupt nicht auf. Aber eine derartige Argumentation gegen die Bevölkerung regt mich auf! Aber ich kann nichts dagegen machen, wenn ich nicht gerade den Namen vom Kreuz entferne oder gleich das ganze Kreuz wegreiße - und das fällt mir im Traum nicht ein!)
Beispiel B https://opentopomap.org/#marker=15/47.87319/13.83979 Sehr prominentes Beispiel, der "Traunstein". Dabei stimmt der Name eigentlich nicht.
Grund ganz einfach: Mit "Traunstein" wird das ganze Felsmassiv bezeichnet. Das Massiv besitzt ein kleines Plateau mit 4 Gipfeln. Diese da wären:
Welcher Name hat hier Vorrang?
Auch hier bin ich deutlich davon überzeugt, dass Pyramidenkogel (oder Scharnsteiner Kogel) richtig ist.
Hier hab ich es mal versucht, und den Namen in der OSM auf Pyramidenkogel umgeändert (Scharnsteiner Kogel ist noch unbekannter). Ergebnis: "wie kommst du denn auf den Namen?" (via PN). Mein Gegenüber (übrigens dieselbe Person, die am Zwölferkogel die Notiz in der OSM hinterlassen hat) kümmert die Erklärung mit dem Traunsteinführer gar nicht - stattdessen werden mir folgende Argumente vorgelegt:
Das sind alles sehr gute Argumente, das bestreite ich auch gar nicht. Aber ich versuche Erklärungen dafür zu finden.
Das ist halt meine Argumentation. Kurz darauf hat der Gipfel wieder Traunstein geheißen. Aber ich muss ehrlich sagen, da tue selbst ich mir schwer, denn gegen die Amap zu argumentieren ist irgendwie gefühlt ein Kampf gegen Windmühlen. Dabei weiß ich aus der ÖK eine Signatur, die ganz sicher falsch ist - welche aber nach Berichtigung meinerseits kommentarlos wieder retourgeändert wurde.
So. Das sind mal alle Themenbereiche, die mir spontan eingefallen sind. Und nun, einige Wochen später, habe ich diese hoffentlich in eine Reihenfolge bringen können, sodass zumindest ein blasser roter Faden im Bericht erkennbar sein sollte.
Wenn ihr zu dem Thema auch eine Meinung habt, bitte unbedingt bekanntgeben! Vielleicht fallen euch auch noch weitere Aspekte ein, die bei diesem Thema auch noch beleuchtet werden müssen - sofern ihr es geschafft habt, euch mal durch die ca. 20000 des #'1 durchzuwühlen...
Außerdem noch kurz zur Erklärung: Wenn ich diese "Diskussion" in das wohl passende Unterforum "Aktuelles und Diskussionen" eingestellt hätte, wäre sie innerhalb kürzester Zeit unauffindbar. Bitte daher, falls möglich, in diesem Unterforum belassen. Danke!
allerseits!Das Thema "Benennung von geografischen Objekten" ist ein Thema, das mich schon lange beschäftigt. Ich persönlich komme, je länger ich darüber selbst nachdenke, auf keinen grünen Zweig. Es ist außerdem ein Thema, bei dem sich gefühlt immer weitere Felder eröffnen, sodass ich immer weniger durchblicke, je länger ich darüber nachdenke
Vielleicht könnt ihr mir dazu helfen, wie ich in Zukunft mit dem Thema umgehen soll - daher bin ich über eure Meinungen dankbar. 
Das Thema wurde irgendwie brandaktuell, seitdem ich über die OpenStreetMap (OSM) Ende 2023 eine PN bekommen habe, und auch im Forum in einigen Berichten offtopic darüber diskutiert wird. Ich möchte mit diesem Thread nun endlich eine "zentrale" Anlaufstelle schaffen, wo man die Aspekte zusammentragen kann, sodass sie nicht übers ganze Forum verstreut sind. Dazu werde ich auch einige Beiträge (siehe Beitrag #'2) hier herein "zitieren", und ich hoffe, dass das für die Poster in Ordnung geht

Worum gehts genau?
In Landkarten gibt es viele Namen von geografischen Objekten (Berge, Steige, Bäche, etc.). Nun ist es so, dass es natürlich auch viele geografische Objekte OHNE Namen gibt - und da sind wir auch schon beim Thema.
Wer darf einem geografischen Objekt einen Namen geben?
Stellt euch vor, ihr erreicht einen eigentlich namenlosen Gipfel. Vermutlich gebt ihr diesem sofort einen persönlichen Namen - je nach Einfallsreichtum.
Ich hab zum Beispiel diesen Gipfel https://opentopomap.org/#marker=15/47.79589/13.34594 für mich persönlich "Bundesforstegipfel" (mangels Einfallsreichtum) genannt. Im Blog von Helmut Seiringer wird dieser Gipfel "Saugrabenkopf" genannt.
Ebenfalls einfallslos ist der Name "Dazwischengipfel" https://opentopomap.org/#marker=14/47.80831/13.66193, natürlich ebenfalls von mir

Also mit Einfallsreichtum bin ich jedenfalls nicht gesegnet

Klar ist, dass sowohl "Bundesforstegipfel" oder "Saugrabenkopf" oder auch "Dazwischengipfel" in einer Karte nichts verloren haben. Da werden mir vermutlich alle zustimmen.
Anlass der OpenStreetMap-PN aus 2023 war der "Christina-Stefan-Kogel" https://www.openstreetmap.org/node/6685147364 im Höllengebirge.
2026 hab ich dann wieder über die OSM eine Zuschrift betreffend "Wienerroitherspitz" https://www.openstreetmap.org/node/7638306652 bekommen - die Diskussion hat sich dann schnell Richtung "Adlerstein" (siehe weiter unten), "Ruamkogel" https://www.openstreetmap.org/node/9208143179 und eben auch den "Christina-Stefan-Kogel" entwickelt.
Dieser Latschengipfel hatte nie einen Namen. Dann kamen Personen, die vermutlich mit Vornamen Christina und Stefan heißen, haben eine (kurze) Latschengasse ausgeschnitten, ein Gipfelkreuz aufgestellt, ein Buch hinterlegt und den Gipfel offenbar nach sich selbst benannt.
Was haltet ihr davon?
(Ich bin hier der Meinung, dass eine Benennung von Gipfeln nach persönlichen Namen jetzt mal, gelinde gesagt, nicht die gescheiteste Idee ist. Da ist die Eitelkeit offensichtlich bzw. könnte man sogar sagen, dass ein krampfhaftes Streben nach "Unsterblichkeit" vorliegt - in dem Sinn, dass durch den Namen des Gipfels die Benenner weiterleben - natürlich ohne überhaupt zu wissen, um wen es sich überhaupt handelt - es gibt ja keine Nachnamen. Aber einen namenlosen Gipfel zu benennen finde ich keine große Sache und auch keine Tragik. Die Benennung ist im vorliegenden Fall halt suboptimal. Man hätte ja auch den Gipfel wie von mir ursprünglich vorgeschlagen "Gipfel beim Höllgatterl" nennen können
und die Diskussion gäbe es vermutlich gar nicht.)In diesem Fall finde ich es nur interessant, dass ich den OSM-Grundsatz "only map whats on the ground" wortwörtlich nehme und dann trotzdem via OSM angesudert werde. Ja, ich hab den Gipfel in der OSM eingetragen, das stimmt. Im Änderungsverlauf ist klar ersichtlich, was ich verändert habe. Aber dennoch kann ich ja nichts dafür, dass Personen den Gipfel so genannt haben, wie sie ihn genannt haben.

Ein vergleichbares Beispiel ist der "Vordere Sulzkogel" https://www.openstreetmap.org/node/7038672798
Der Gipfel war auch immer namenlos. Dann ist jemand gekommen, hat eine laaaaaange Latschengasse ausgeschnitten und ein riesiges Kreuz aufgestellt und den Gipfel lt. Gipfelbuch so benannt. Das regt offensichtlich keinen auf.

Nächstes Beispiel: "(Mühlbachberg)" https://opentopomap.org/#marker=14/47.84819/13.71094
Dieser Gipfel zwischen Rottensteiner Gupf und Hohenaugupf hat auch in keiner Landkarte einen Namen.
Eines Tages taucht an der markierten Stelle in der "peakhunter"-App der Name "Mühlbachberg" auf. Manfred9 ersteigt ihn, und in weiterer Folge findet er auch in meiner Höllengebirgs-Gipfelliste einen Platz. Die Quelle ist unbekannt - die Herleitung aufgrund des Mühlbachs ist nachvollziehbar, aber an den Haaren herbeigezogen.

Eine Recherche auf der peakhunter-Webseite (das ist eine konkurrenzierende App zu SummitLynx) ergibt, dass hinter den Gipfeln eine Datenbank steckt, die in regelmäßigen Abständen die Gipfel aus der OSM zieht (wie SummitLynx). Das erklärt aber nicht, wie der Gipfel in die Datenbank kam, denn in der OSM war er ja nie drin! Schließlich finde ich heraus, dass Benutzer offensichtlich auch diese Datenbank manuell/händisch befüllen können. So muss der Gipfel reingekommen sein.
Nun wird durch eine unbekannte Person der Name "Mühlbachberg" für diesen Hügel geläufig. Was haltet ihr davon?
Betreffend "Peakhunter" gibt es seit neuestem auch haufenweise andere Beispiele, wie "Auerriesen", "Mönichspitz", "Schwarzenseekogel", usw. usw.
(Eine derartige Vorgehensweise finde selbst ich schon ziemlich frech. Beim Christina-Stefan-Kogel hat man immerhin noch eine Kasette hinterlegt, also den Gipfel selbst erreicht. Aber es könnte gut sein, dass der Namensgeber für den Mühlbachberg in Buxtehude sitzt und noch nie dort, bzw. nicht mal in der Gegend war!)
Was muss passieren, dass man einem geografischen Objekt einen Namen geben kann?
Im Falle des bereits erwähnten Christina-Stefan-Kogels musste ein Gipfelbuch hinterlegt werden, damit man weiß, welchen Namen die Hinterleger vorgesehen hatten. Das fällt aber unter "Fakten schaffen" - und ist nicht "state of the art"

Ein Gedankenexperiment: Ich suche mir einen Latschenmugel im Höllengebirge aus und benenne diesen "Jgaordhelagenornres-Gipfel". (Und bitte jetzt nicht damit daherkommen, dass der Name unaussprechlich ist, es handelt sich nur um ein Gedankenexperiment!
) Das trage ich auch in die OSM ein.In Bälde werden ein paar Mapper das sehen, und dann habe ich 100e PNs mit sinngemäßem Wortlaut "Wie kommst du dazu, einen Gipfel nach dir selbst zu benennen? Was soll das? Bist du deppert, oder was?"
Wenn ich diesen Gipfel jetzt tatsächlich schon erreicht habe, könnte ich ja einfach ein Taferl mit der Aufschrift "Jgaordhelagenornres-Gipfel" aufstellen. Dann kann ich diesen 100en Personen antworten: "besuchts den Gipfel selbst, dann werdet ihr sehen, dass ich recht habe". Ein paar überkorrekte Mapper werden dennoch schäumen und Gift und Galle spucken und mich mit weiteren PNs (ohne nette Worte) eindecken sowie den Gipfel immer wieder aus der Karte rauslöschen. Dann muss sich nur zeigen, wer den längeren Atem hat. Theoretisch.
Natürlich ist das nur ein Gedankenexperiment - ich käme nie auf die Idee einen Gipfel Jgaordhelagenornres-Gipfel zu nennen. Auch nicht Gregor-Gipfel oder dergleichen

Daher an dieser Stelle ganz offen - ein Gipfel im Höllengebirge trägt einen von mir vorgeschlagenen Namen - der "Lahngangturm". Hier nachzulesen.
Wie ist denn bitte der offizielle Weg bei der Benennung neuer Gipfel? Gibt es da eine Vorgehensweise?
Ich kenne keinen Gipfel, der in jüngster Zeit "neu" auf der Karte (der Amap) dazugekommen ist.
Was mir bei der Benennung von geografischen Objekten auch noch einfällt, sind Steige und Kletterrouten.
Es ist ja Usus, dass wenn jemand eine Kletterroute einrichtet, dass diese Person die Route auch nach eigenem Gutdünken benennen darf. Warum also nicht auch bei Gipfeln?
Und im Hauzenberger von 2005 bekam der Anstieg vom Aurachursprung über die Bischofsmütze auf den Brunnkogel einen Namen. Franz Hauzenberger schrieb dazu sinngemäß in sein Buch: "... schlagen der Verfasser und seine Bergfreunde vor, [...] den Steig ,Franz-Scheckenberger-Steig' zu nennen ...". Der ist heute ausschließlich so bekannt. Muss ich dann "einfach" selbst nur einen Gebirgsgruppenführer schreiben und hab dann das Recht, jeden namenlosen Steig nach Belieben zu benennen? Wäre ja auch irgendwie schräg.
Und was ich zu den Kletterrouten noch sagen möchte: Angenommen, ich eröffne jetzt in den nächsten Jahren 10 Kletterrouten. (Unwahrscheinlich!) Dann könnte ich diese ja einfach "Erste Gregor-Route" bis "Zehnte Gregor-Route" nennen. Einfallslos, ja, aber warum nicht? Wenn andere Personen Routen nach NS-Codes benennen dürfen, wäre ja "Gregor-Route" ein Lercherlschaß dagegen.

Aber in gewisser Weise gewinne ich den Eindruck, dass "Fakten schaffen" mit Namenstaferln auf Gipfeln ausreicht. Aber da eröffnet sich schon die nächste Frage:
Gipfelkreuze oder andere Gipfelzeichen (auch ohne Zustimmung des Grundeigentümers) aufstellen?
Hier sagt das Gesetz ziemlich deutlich NEIN dazu. So weit, so bekannt.
Im Alpenraum gibt es aber Millionen Kreuze.
Ich hab mal (anhand des Höllengebirges
) eine Recherche gemacht, und festgestellt, dass sich die meisten Kreuze auf fünf Gruppen zuordnen lassen (Reihung subjektiv nach geschätzter Anzahl aufgestellter Kreuze der Gruppen):- Alpine Vereine
- Privatpersonen
- Bergrettung
- Religiöse Vereine und
- Politische Projekte
Dass Privatpersonen einfach mal ohne Zustimmung Gipfelzeichen aufstellen, ist bekannt. Löblich sind natürlich da alljene, die keine Mühen scheuen und dennoch Genehmigungen einholen!

Aber es kann mir niemand sagen, dass auch die Alpenvereine sich für jedes Kreuz eine Genehmigung eingeholt haben. Glaube ich nicht - bei der Anzahl an Gipfeln im Alpenraum!
Außerdem hab ich mal gelesen, werden die meisten Gipfelzeichen (hier ist jetzt nur von Kreuzen die Rede) angeblich, auch wenn keine Zustimmung vom Eigentümer gegeben wurde, von diesem teils auch wohlwollend toleriert.
Auch ich hab schon eine Gipfelbuchkasette auf einem Gipfel hinterlegt - natürlich, ohne den Grundstückseigentümer (ÖBF) zu fragen. Beim Blättern im Buch finde ich dann auch einen Eintrag eines ÖBF-Forstmannes. Der hat das Buch an Ort und Stelle gelassen und sogar noch einen netten Eintrag hinterlassen! Er hätte auch ganz einfach die Kasette "delogieren" können! Insofern kann ich den letzten Absatz bestätigen

Doch wieder zurück in Richtung "Benennung von Objekten".
Ich hab da - aus der OSM PN - eine sehr interessante Anregung bekommen:
Sollen Namen für Gipfel nur von gewissen "Autoritäten" vergeben werden?
Da stellt sich für mich zuallererst mal die Frage, wer diese Autoritäten sein sollen.
Gemeindepolitiker? Landespolitiker? Bundespolitiker? Personen, die vom Zufallsgenerator ausgewählt werden (ähnlich Laienrichtern oder Schöffen)? Per Volksbefragung oder -abstimmung? Kann man da Anträge nach Benennungen stellen? Gibt es dann ein Regelwerk dafür?
Uff, Fragen über Fragen

Der grundsätzlichen Idee kann ich einiges abgewinnen. Straßennamen werden von "Vertretern der Bevölkerung" (=Politiker) vergeben.
Beispiel: Der ORF am Küniglberg in Wien hatte jahrelang die Anschrift "Würzburggasse 1". Dann ist Hugo Portisch gestorben, und wenige Wochen später hat die Anschrift des ORF "Hugo-Portisch-Gasse 1" gelautet.

Irgendwie stelle ich mir da aber auch die Frage, wie alle bisherigen Namen aus Landkarten entstanden sind.
Das lustigste, bekannteste Beispiel ist da sicherlich der "Arschlochwinkel" in Obertraun. Kartografen sind im Jahre Schnee dorthin gefahren und haben die Bevölkerung genervt. Eins kam zum anderen, die Bevölkerung hat die Kartografen verarscht, Ergebnis: Arschlochwinkel auf der Landkarte.
Da stelle ich mir die Frage, wieviele Signaturen jetzt nicht "im Plenum" (der lokalen Bevölkerung) genannt wurden (also nur von 1 Person) und dennoch danach in der Karte zu finden waren.
Und ein weiteres Thema brennt mir noch unter den Nägeln:
Ein Objekt hat mehrere Namen. Welcher Name hat Vorrang?
Das muss ich an Beispielen erklären.
Beispiel A. https://opentopomap.org/#marker=15/47.79159/13.47263 Dieser Gipfel wurde von der lokalen Bevölkerung schon immer "Zwölferkogel" genannt. Selbst in der Chronik von Unterach ist dieser Name zu finden!
Dann kommt jemand, stellt ein Gipfelkreuz mit der Aufschrift "Adlerstein" auf - den Namen hat derjenige aus der ÖK, leider hat er nicht genau genug geschaut, denn die Signatur bezeichnet den Felsen in den Abhängen unterhalb.
Welcher Name hat nun Vorrang?
Für mich ist die Geschichte klar. Eindeutig Zwölferkogel.
Trotzdem steht in einer Notiz in der OSM "... Zwölferkogel steht am Gipfelbuch, aber dafür gibts keine Quellen und der Name ist nicht geläufig". (Am Gipfelbuch #'3 ist der Hauptname Zwölferkogel, Adlerstein steht in Klammern darunter!)
Quellen gibt es, man muss halt danach suchen (Jahresbericht oder Facebookseite der Bergrettung z. B. auch noch). Aber wenn man nicht sucht, findet man auch nix.
Der östliche Nachbargipfel heißt Elferkogel und oberhalb der Burgau gibts noch einen Sechserkogel - also eine Unteracher Sonnenuhr.Und dass der Name den Bergsteigern nicht geläufig ist, also das ist nun wirklich keine Überraschung. Die Personen, die den Gipfel erreichen (zumeist nicht aus der Gegend), sehen nur den Namen aus der OSM und den vom Kreuz. Dass die Bezeichnung am Kreuz ein Fehler ist, kümmert offensichtlich keinen -> und die falsche Bezeichnung wurde daraufhin auch in die OSM übernommen -> und wie in der Notiz in der OSM jetzt schön niedergeschrieben ist, wird aufgrund dieses Fehlers die ganze Argumentation "pro Adlerstein und contra Zwölferkogel" aufgebaut.
(Mich persönlich regt ja das "Fakten schaffen" z. B. mit dem Christina-Stefan-Kogel überhaupt nicht auf. Aber eine derartige Argumentation gegen die Bevölkerung regt mich auf! Aber ich kann nichts dagegen machen, wenn ich nicht gerade den Namen vom Kreuz entferne oder gleich das ganze Kreuz wegreiße - und das fällt mir im Traum nicht ein!)
Beispiel B https://opentopomap.org/#marker=15/47.87319/13.83979 Sehr prominentes Beispiel, der "Traunstein". Dabei stimmt der Name eigentlich nicht.
Grund ganz einfach: Mit "Traunstein" wird das ganze Felsmassiv bezeichnet. Das Massiv besitzt ein kleines Plateau mit 4 Gipfeln. Diese da wären:
- Traunkirchner Kogel
- Fahnenkogel (oder Gmundner Kogel)
- Stangenkogel und
- Pyramidenkogel (oder Scharnsteiner Kogel), mit dem Gipfelkreuz, der angesprochene Gipfel, der höchste Gipfel im Traunsteinmassiv
Welcher Name hat hier Vorrang?
Auch hier bin ich deutlich davon überzeugt, dass Pyramidenkogel (oder Scharnsteiner Kogel) richtig ist.
Hier hab ich es mal versucht, und den Namen in der OSM auf Pyramidenkogel umgeändert (Scharnsteiner Kogel ist noch unbekannter). Ergebnis: "wie kommst du denn auf den Namen?" (via PN). Mein Gegenüber (übrigens dieselbe Person, die am Zwölferkogel die Notiz in der OSM hinterlassen hat) kümmert die Erklärung mit dem Traunsteinführer gar nicht - stattdessen werden mir folgende Argumente vorgelegt:
- ich kenne keine Person aus Gmunden und Ohlsdorf, die den Gipfel Pyramidenkogel nennt.
- die Straßen unterhalb des Felsklotzes haben ja allesamt "Traunstein" im Namen.
- und weiters sagt ja niemand "ich gehe auf den Pyramidenkogel hinauf"
Das sind alles sehr gute Argumente, das bestreite ich auch gar nicht. Aber ich versuche Erklärungen dafür zu finden.
- Dass mein Gegenüber keine Personen kennt, die den Gipfel so nennen, muss nichts heißen. Ungewöhnlich, ja, aber nicht unmöglich. Das ist auch komplett irrelevant, da ja in zwei Publikationen meine Standpunkte untermauert werden. Denn die Bezeichnungen aus meinen Quellen können ja nicht von irgendwo kommen, finde ich.
- Dass die Straßen alle "Traunstein" im Namen haben, ist ja klar. Denn das Massiv heißt ja Traunstein. Der höchste Gipfel halt nicht. Der höchste Gipfel des Toten Gebirges heißt ja auch nicht "Totes Gebirge", genausowenig wie der höchste Gipfel im Katergebirge "Katergebirge" heißt. (Aber da sollte man den Dachstein und das Höllengebirge in der Argumentation besser nicht erwähnen
) - Ich kenne auch keine Personen, die sagen "ich gehe auf den Pyramidenkogel". Alle sagen "ich gehe auf den Traunstein". Aber es wird mir jeder bestätigen, dass man auch am Traunstein "oben" war, wenn man das Naturfreundehaus erreicht hat, oder? (Ich war ja auch im Höllengebirge oben, wenn ich den Hirschluckensteig raufgeklettert bin.) Wieder bezogen auf den Traunstein wird dann meist gefragt: "aber wir gehen schon noch zum Gipfelkreuz hinüber?". Und dass die, ich nenne sie mal "offiziellen" Namen, nicht geläufig sind, verstehe ich auch, weil ja auch hier Personen von weitum her den Traunstein erreichen wollen.
Im Forum habe ich außerdem einmal den sinngemäßen Spruch gefunden, "wenn ich auf den Traunstein gehe, dann muss ich auch das Gipfelkreuz erreichen, sonst zählts nicht". Dieser Satz verrät mehreres: Erstens, wenn ich das Naturfreundehaus erreiche, auch dann habe ich den Traunstein bestiegen. Zweitens: Das Gipfelkreuz (am Pyramidenkogel) sollte man aber dennoch erreichen.
Das ist halt meine Argumentation. Kurz darauf hat der Gipfel wieder Traunstein geheißen. Aber ich muss ehrlich sagen, da tue selbst ich mir schwer, denn gegen die Amap zu argumentieren ist irgendwie gefühlt ein Kampf gegen Windmühlen. Dabei weiß ich aus der ÖK eine Signatur, die ganz sicher falsch ist - welche aber nach Berichtigung meinerseits kommentarlos wieder retourgeändert wurde.
So. Das sind mal alle Themenbereiche, die mir spontan eingefallen sind. Und nun, einige Wochen später, habe ich diese hoffentlich in eine Reihenfolge bringen können, sodass zumindest ein blasser roter Faden im Bericht erkennbar sein sollte.

Wenn ihr zu dem Thema auch eine Meinung habt, bitte unbedingt bekanntgeben! Vielleicht fallen euch auch noch weitere Aspekte ein, die bei diesem Thema auch noch beleuchtet werden müssen - sofern ihr es geschafft habt, euch mal durch die ca. 20000 des #'1 durchzuwühlen...
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