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? bessere Absicherung = weniger Leute ?

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  • ? bessere Absicherung = weniger Leute ?

    Neulich beim kühlen Getränk in Johnsbach:

    Die eigene Klettertour ist gerade überstanden. Man(ich) war froh um jeden Bohrhaken im Fels. Es ist schön zu wissen nicht sein Leben an zweifelhafte Haken hängen zu müssen.

    Und trotzdem bleibt etwas Unverständliches über:

    Die Geschichten vom Gesäuse sind legendär. Schlechte Absicherung. Wilde Routen. Stau in den Touren.

    Heute können wir dort meist alleine (zumindest) in unserer Route klettern. Oft ist im ganzen Wandteil keine weitere Seilschaft unterwegs. Das ganze an schönen Sommerwochenenden. Die Routen sind sicherer geworden.

    Ein Muster kann ich nicht erkennen. Die Kletterer die man trifft sind alt, jung, männlich, weiblich.

    Könnte es gerade die Reduktion des Risikos sein, die heute manch absoluten Klassikern selbst an schönsten Tagen verwaisen lässt? Früher war das anders. (Habe ich zumindest gehört.)


    Wurde den Routen der Charakter gestohlen, der sie einst so begehrenswert machte?


    Das Thema streift etliche hier aktuelle Threads: Sicherheit von Bohrhaken, Stau am Klettersteig, Sanierungen, .... und trotzdem ist es irgendwie ein eigenes.



    Und Nein, ich bin kein Bohrhakengegner.
    Zuletzt geändert von schrutkaBua; 08.10.2012, 14:30.
    ----

  • #2
    AW: ? bessere Absicherung = weniger Leute ?

    Zitat von schrutkaBua Beitrag anzeigen
    Wurde den Routen der Charakter gestohlen, der sie einst so begehrenswert machte?
    Ich glaube nicht. Sonst müsste es sich immer mehr in nicht sanierten Routen stauen. Da sieht und trifft man aber fast niemanden. Ich denke, die Vorlieben der Mehrheit der Kletterer haben sich geändert.
    "Glück, das kann schon sein: man hat es fast hinter sich und einen Schluck Wasser noch dazu." (Malte Roeper)

    https://www.instagram.com/grandcapucin38/

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    • #3
      AW: ? bessere Absicherung = weniger Leute ?

      Wir haben uns da ja unlängst auch gemeinsam den Kopf darüber zerbrochen.
      Und ganz kann ich es auch nicht verstehen, dass die Klassiker trotz Sanierung heute beinahe verwaist sind. Und das noch dazu in einer Zeit, in der Klettern zum Modesport wurde.

      Vielleicht könnten das ein paar Erklärungsmuster sein:
      1. Frühers gab es nur die (großen) alpinen Wände, wenn man "richtig" Klettern wollte. Die Fülle an den hervorragenden Mittelgebirgsrouten (z. B. im Grazer Bergland etc.) gab es nicht. Man musste also ins Gebirge. Und wenn man sich anschaut, was selbst an den heißesten Sommertagen in den Südwänden der Mittelgebirge los ist, dann weiß man wo die Kletterer geblieben sind...
      2. Ja, und im Gebirge ist's halt mühsamer. Langer Zustieg, lange Tour, langer Abstieg... (Unlängst habe ich einer lieben Bergfreundin, die sich gerade zum Einstieg einer Xeis-Tour hinaufquälte, gesagt, dass zum Alpinklettern auch eine Portion Leidensfähigkeit und Leidenswillen dazugehören. Dass die Erlebnisse das dann aber mehr als wett machen.). Wieso sollte ich mich anstrengen, wenn ich meiner Leidenschaft (das pure Klettern) mit weniger Schweiß frönen kann?
      3. Und dann ist da noch der Aspekt der objektiven alpinen Gefahren. Die sind im Hochgebirge halt größer als in den gut geputzten Mittelgebirgsrouten. Und ein knapp über einem zerplatzender Felsbrocken, der von ganz oben heruntergekommen ist, ist halt nicht wirklich angenehm. Wem sollte man das verdenken.
      4. Weiters hat sich das "Klettern" in seinen Spielarten gegenüber früher deutlich verbreitert. Wer ist denn damals zum Bouldern gegangen? Oder nur Sportklettern in Einseillängenrouten? Da gibt es für viele ein "alternatives" Betätigungsfeld.


      Wie auch immer, mich stört es nicht, wenn außer mir kaum jemand in einer großen Wand im Gebirge unterwegs ist.
      Ich glaube aber schon, dass wir "praktizierenden" AlpinkletterInnen den "Nachwuchs" auch gezielt in dieses Gelände einführen sollten. Alleine schon, um die Erlebniswelten dort auch (mit-)zu teilen.

      LG
      Matthias

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      • #4
        AW: ? bessere Absicherung = weniger Leute ?

        Ich hab mich auch schon gewundert warum es - zumindest meiner vernachlässigbaren Wahrnehmung nach - nicht mehr werden.
        Dabei war/bin ich der Ansicht dass - sagen wir mal - "anspruchsvolle" Absicherung ein Hauptgrund für Staus und abgeschmierten Fels ist.
        Das Xseis, insbesondere die Nordseite haben aber nach wie vor viel zu bieten das abschreckt, z.B.:
        - Zustieg über 2 Stunden
        - mehrere hundert Meter hohe, unabsicherbare, großteils bösartig brüchige Steilschrofen mit Schwierigkeiten bis UIAA IV, berüchtigt dafür schon so manchen Berghelden in ein wimmerndes Häufchen Elend verwandelt zu haben.
        - Dachsteinkalk (ok, das is ein Insiderschmäh)
        - der Kaiblingbruch
        - der Schotter der auf jedem noch so kleinen und abschüssigen Bändchen liegt
        - die Graspolster die sich in den besten Griffen breitmachen
        - die besonderen klimatischen Bedingungen auf der Nordseite (wenns regnet isses auch gleich vereist)
        - die Wandhöhen
        - keine oder schlechte Rückzugsmöglichkeiten
        - die Abstiege sind oft für sich allein anspruchsvolle Bergfahrten
        - die Talhatscher
        - keine Quellen unterwegs
        - ich vermute dass bei den Sanierungen eine Vielzahl Normalhaken durch wenige Bohrhaken ersetzt wurden und die Hakenabstände so ab 5m aufwärts liegen.

        Also eher was für Connoisseure die das speziell Herbe oder Bruch oder eben die Atmosphäre lieben. Wenns nach mir geht soll das auch so bleiben.
        Ich glaub nicht dass die Touren an Wert verloren haben, zumindest nicht für mich, hab aber auch eher Hamplergene ... müsst mal einen von den jungen Wilden fragen obs ihnen schon fad is im Xseis.
        Is dir fad, Schorsch? (i hätt da was für di ...)
        Zuletzt geändert von pingus; 08.10.2012, 15:52.

        Kommentar


        • #5
          AW: ? bessere Absicherung = weniger Leute ?

          Georg & Matthias, das zwei so exzellente Kletterer das Problem nicht sehen ist eh klar: die Absicherung im Xeis ist vielleicht besser (wobei da mach ich auch mal ein *, das ich später eventuell noch näher ausführe) als früher, aber noch immer nicht vergleichbar mit anderen Gebieten. Eine Sanierte Hochschwabtour (Lufthammer, Hausegger, Plüschkrücken o.ä.) oder eine Kletterei am Dachstein (Kopp etc.) ist bzgl. der Absicherung/Absicherbarkeit MEIST bei weiten nicht so anspruchsvoll wie eine Gesäuse Nordwand. Ausser dem Kalbling und der Buchstein Südwand sind einfach keine Routen soweit saniert, das Stürzen vermutlich unproblematisch ausgeht. Ich habe für mich die Konsequenz gezogen, keinen Nordwand 6er Vorzusteigen, und diesen Grad in dem speziellen Gebiet nur mit noch sichereren Partner zu gehen. Natürlich, so schöne 5er wie am Kleinen Ödstein steig ich auch gern vor, aber da ist mir klar, das ich bei einem Bolt in der Länge bei einer Brezen vermutlich ausgeflogen werden muss.
          carpe diem!

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          • #6
            AW: ? bessere Absicherung = weniger Leute ?

            Es gibt mehr Kletterer als früher. Alpintouren wurden eingebohrt. Zustiege zum Teil versichert. --> Trotzdem sind dort heute viel weniger Kletterer unterwegs als vorher.

            Vlt. ist's ja wirklich nur die Verfügbarkeit von "schöneren" und leichter erreichbaren Mittelgebirgstouren.

            Irgendwie hab ich aber mittlerweile das Gefühl, dass die Touren selbst dann nicht geklettert würden, wenns einen Klettersteig bis zum Einstieg und alle 2m einen Bolt geben würde!? Wirklich nur die objektiven Gefahren? ..... Vlt ist es das von pingus beschriebene "Gesamtpaket"!?


            Ein kleines bisschen Unzufriedenheit mit den angebotenen Erklärungen (mehr so ein Gefühl) bleibt aber. :
            Was sind die großen Ziele von heute? Irgendwann die Route XY im Mittelgebirge soundso zu klettern? Das kann ich mir nicht vorstellen, denn eine Route ist genauso gut wie die andere. Sie sind oft austauschbar, charakterlos. Aber dass ich ohne Ziele lange mit viel Motivation beim Klettern bleiben würde?? Auch das Gefahrenargument überzeugt nicht 100%ig. Siehe Klettersteig-Diskussion od. Hochtouren und Skitouren, die auch immer beliebter werden (kommt halt mir vor) und von denen auch jeder weis, dass sie gefährlich werden können.

            Wie siehts in den erwähnten Hochschwabplasir-touren aus? Gibts dort Warteschlangen?

            Ist das gleiche Fenomän in anderen Klettergebieten auch zu erleben? Wo stauts heute, außer in den Mittelgebirgen?


            Oder war's wirklich so, dass früher nichts anderes als das Xeis von Graz und Wien zu erreichen war? Und sich heute die Ziele in andere weiter entfernte Gebiete verschoben haben und die "Nichturlaubszeit" zum Trainieren genutzt wird, was verständlicherweise im Mittelgebirge leichter geht?


            Ganz verständlich ist mir das wie gesagt noch nicht, hauptsächlich da ich die Träume nicht finden kann. Macht nicht gerade das damit verbundene Engagement (das "Gesamtpaket") die Verlockung von großen Träumen aus?
            Zuletzt geändert von schrutkaBua; 08.10.2012, 18:57.
            ----

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            • #7
              AW: ? bessere Absicherung = weniger Leute ?

              ???

              Bist wieder amoi füüü zfüü schnö fia mi!
              I kapiers net.
              Warum bist unzufrieden? Was ist das Problem?!? Freu dich doch! (und hoit di pappn, a wegn de anderen spezis)
              Was andere geil finden ist doch egal! Wünscht dir leicht Zustände wie in Modegebieten?
              Oder machst dir Sorgen wegen geistigem Zustand, Zurechnungsfähigkeit, damit Führerscheinentzug und so?
              Keine Sorge - i hab (no) an deckel ...

              Edit: super Zusammenfassung und Stichwort: "Gesamtpaket", danke!
              Das Gesäuse wurde nicht umsonst "Universität" genannt, eben weil man dort als Bergsteiger
              ziemlich komplett sein muss um überhaupt was klettern zu können:
              Ausdauer, Trittsicherheit, Schwindelfreiheit in ungesichertem Gelände, Wegfindung müssen alle ziemlich gut ausgeprägt sein
              und fast unabhängig von Absicherung und Bedingungen abgerufen werden.
              Jemand der vorwiegend Fels mit Bohrhaken klettert hat oft gar nichts davon und sorgt sich eher seine Form zu verlieren wenn er sich verletzt
              oder vom vielen Gehen unbeweglich wird. Und: woher solls denn kommen? Wer geht heute als Jugendlicher gern wandern? Is doch uncool.
              Ma könnt auch sagen Gesäuse is Slowfood - im Gegensatz zu schneller Action.
              Zuletzt geändert von pingus; 08.10.2012, 19:34.

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              • #8
                AW: ? bessere Absicherung = weniger Leute ?

                Zitat von schrutkaBua Beitrag anzeigen
                Ist das gleiche Fenomän in anderen Klettergebieten auch zu erleben?
                So weit ich das Beurteilen kann, ja. Wenn man ältere Beschreibungen und Führer von Kaisertouren liest, findet man oft "viel begangene" Touren, in denen man niemanden sieht oder trifft. Natürlich gilt das nicht für alle, aber die Tendenz ist deutlich. Am gesamten Totenkirchl beispielsweise waren bei meinen Touren dort, obwohl am Wochenende und bei gutem Wetter, nur eine handvoll Seilschaften am ganzen Berg. Nebenan im Wildanger (überwiegend gut gesicherte Baseclimbs) war wesentlich mehr Betrieb.

                Zitat von schrutkaBua Beitrag anzeigen
                Irgendwie hab ich aber mittlerweile das Gefühl, dass die Touren selbst dann nicht geklettert würden, wenns einen Klettersteig bis zum Einstieg und alle 2m einen Bolt geben würde!? Wirklich nur die objektiven Gefahren? ..... Vlt ist es das von pingus beschriebene "Gesamtpaket"!?
                Das Klettergeheimnis (IV+, sehr gut abgesichert, 500m Wandhöhe, zum Teil sehr gesuchte Linie) soll sehr oft geklettert werden. Das spricht für die Absicherungsthese.

                Zitat von schrutkaBua Beitrag anzeigen
                Was sind die großen Ziele von heute? Irgendwann die Route XY im Mittelgebirge soundso zu klettern? Das kann ich mir nicht vorstellen, denn eine Route ist genauso gut wie die andere. Sie sind oft austauschbar, charakterlos. Aber dass ich ohne Ziele lange mit viel Motivation beim Klettern bleiben würde??
                Vielleicht einfach der Schwierigkeitsgrad? Eine Freundin meiner Freundin klettern sehr begeistert und gut, aber nur in der Halle und in Einseillängentouren.

                Zitat von schrutkaBua Beitrag anzeigen
                Siehe Klettersteig-Diskussion od. Hochtouren und Skitouren, die auch immer beliebter werden (kommt halt mir vor) und von denen auch jeder weis, dass sie gefährlich werden können.
                Da ich mehr Hochtouren gehe, als klettere, kann ich da noch etwas fundierter mitreden. Die bekannten Modegipfel werden von immer mehr Leuten überrannt, andere Gipfel aber zunehmend weniger. Das Muster ähnelt meines Erachtens dem beim Klettern. Hochtouren, bei denen man viel Einsatz zeigen und Eigenverantwortung übernehmen muss, werden seltener begangen, vermeintlich sicherere, häufig (meistens gute Spur, andere Seilschaften könnten im Zweifelsfall helfen, Bohrhaken, Fixseile ...).

                Zitat von schrutkaBua Beitrag anzeigen
                Ganz verständlich ist mir das wie gesagt noch nicht, hauptsächlich da ich die Träume nicht finden kann. Macht nicht gerade das damit verbundene Engagement (das "Gesamtpaket") die Verlockung von großen Träumen aus?
                Jeder träumt anders. Viele wollen in erster Linie ein paar Seillängen klettern ohne sich viel Sorgen machen zu müssen.
                "Glück, das kann schon sein: man hat es fast hinter sich und einen Schluck Wasser noch dazu." (Malte Roeper)

                https://www.instagram.com/grandcapucin38/

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                • #9
                  AW: ? bessere Absicherung = weniger Leute ?

                  Ich weis ja nicht wie es euch geht, aber hab auf einmal nur ich Angst dass jemand einen Klettersteig durch die Dachl Nord legen könnte?

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                  • #10
                    AW: ? bessere Absicherung = weniger Leute ?

                    Zitat von pingus Beitrag anzeigen
                    Ich weis ja nicht wie es euch geht, aber hab auf einmal nur ich Angst dass jemand einen Klettersteig durch die Dachl Nord legen könnte?

                    Wieso im Vorbau gibt's eh scho Drahtseile.


                    Im Ernst: Ja, die Angst hab i manchmal schon auch. .... Wenns wirklich so weit kommt, fang i aber zum plärren an!





                    Zum Thema: Es ist nicht, dass ich Angst um meinen geistigen Zustand hätte oder keine Freude an einem schönen Tag zu zweit in irgendeiner Wand. ..... Ich möcht halt einfach gerne wissen, wie die Welt um mich herum funktioniert.


                    Btw: I geh a net gern wandern, aber für manche Touren nimmt ma des halt in Kauf.
                    Zuletzt geändert von schrutkaBua; 08.10.2012, 20:19.
                    ----

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                    • #11
                      AW: ? bessere Absicherung = weniger Leute ?

                      Meiner Meinung bzw. Erfahrung sind dies die Hauptgründe warum viele der jungen Sportkletterer nicht ins Alpine gehen:

                      - Zustiegszeiten: sehr viele Sportkletterer die ich kenne sind einfach keine Bergsteiger. Es gibt viele die zwar bei Erzählungen einer Klettertour große Augen bekommen und diese selbst auch gerne machen würden, aber die Zustiegszeiten von über 2 Stunden in alpinen Gelände schrecken sie ab bzw. sind sie nach so einem Zustieg gar nicht mehr in der Lage zu Klettern.

                      - Gefahren: Vielen ist alpines Klettern einfach zu gefährlich. Sehr viele glauben dass Alpinkletterer lebensmüde sind. Hatte schon einige Diskussionen darüber welches Risiko ich bei einer alpinen Klettertour eingehe. Neben den weiteren Hakenabständen wird mit Steinschlag, Wetterumschwünge usw. argumentiert. Zu erklären dass hinter einer alpinen Tour auch sehr viel an Risikomanagement steckt und man dadurch die aufgenommenen Risiken vertretbar machen kann, will niemand verstehen. Nicht viele haben auch dieses Maß an Disziplin für eine gscheide Tourenplanung. Wobei wir auch beim nächsten Thema werden:

                      - Gemütlichkeit: Für manche ist Klettern halt einfach nur Gemütlich. Mal um 8-9Uhr aufzustehen, gemütlich Frühstücken, Führer durchblättern bzw. Klettergarten aussuchen, mind. eine halbe Stunde nach dem vereinbarten Zeitpunkt losfahren, Jause kaufen, Klettern, wenns finster wird heimgehn... Schon am Vortag Wetter, Topo, Zu/Abstieg studieren... und sich danach noch teilweise zu quälen. Dass wollen nicht alle.

                      - Schwierigkeiten: Es gibt einige die sich mal vornehmen eine alpine Tour zu machen. Dabei übersehen die meisten dass neben der Kletterschwierigkeit auch andere Hürden wie eben Kondition, Nasse Griffe, moralische Anforderungen und besonders Seil/Sicherungs/Rettungstechnik auf einen warten. Diejenigen die sich vorher mit diesen Dingen beschäftigen sind meist damit überfordert und wollen es nicht lernen. Die anderen schreckt solch ein Erlebnis in einer Alpinen Wand nahe der eigenen Klettergrenze ab.
                      Manchmal kommt mir auch vor dass viele Sportkletterer anscheinend ein Problem damit haben eine Route zwei Schwierigkeitsgrate unter ihrem eigenen Kletterlimit zu machen. Höhrt sich für einen Sportkletterer ja bei weitem nicht so lässig an einen z.B. 5er am Großen Ödstein gemacht zu haben.

                      - Zeitaufwand: Viele wollen sich einfach nicht einen ganzen Tag oder länger für eine Tour Zeit nehmen. Dazu kommt noch dass man anfangs ja auch viel Zeit mit Üben/lernen/Erfahrungsammeln verbringt (Sicherungs und Rettungstechnik z.B.)

                      Man muss einfach eine gewisse Liebe zu den Bergen haben um den Weg im Auf- und Abstieg und allem was dazugehört genießen zu können. Viele Sportkletterer von heute haben dies einfach nicht.

                      Für mich machen all die genannten Dinge den Reiz an solchen Touren aus. Die Planung, Ausgesetztheit, Routenfindung.... und Natur in Ruhe ohne Staus genießen zu können.
                      Traurig bin ich jedenfalls nicht darüber großteils alleine in solchen Wänden unterwegs zu sein.

                      LG

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                      • #12
                        AW: ? bessere Absicherung = weniger Leute ?

                        Zitat von placeboi Beitrag anzeigen
                        So weit ich das Beurteilen kann, ja. Wenn man ältere Beschreibungen und Führer von Kaisertouren liest, findet man oft "viel begangene" Touren, in denen man niemanden sieht oder trifft. Natürlich gilt das nicht für alle, aber die Tendenz ist deutlich. Am gesamten Totenkirchl beispielsweise waren bei meinen Touren dort, obwohl am Wochenende und bei gutem Wetter, nur eine handvoll Seilschaften am ganzen Berg. Nebenan im Wildanger (überwiegend gut gesicherte Baseclimbs) war wesentlich mehr Betrieb.
                        Wenigstens beobachten andere ähnliches wie ich.
                        ----

                        Kommentar


                        • #13
                          AW: ? bessere Absicherung = weniger Leute ?

                          Zitat von A l e x Beitrag anzeigen
                          - Gemütlichkeit: Für manche ist Klettern halt einfach nur Gemütlich. Mal um 8-9Uhr aufzustehen, gemütlich Frühstücken, Führer durchblättern bzw. Klettergarten aussuchen, mind. eine halbe Stunde nach dem vereinbarten Zeitpunkt losfahren, Jause kaufen, Klettern, wenns finster wird heimgehn... Schon am Vortag Wetter, Topo, Zu/Abstieg studieren... und sich danach noch teilweise zu quälen. Dass wollen nicht alle.

                          - Zeitaufwand: Viele wollen sich einfach nicht einen ganzen Tag oder länger für eine Tour Zeit nehmen. Dazu kommt noch dass man anfangs ja auch viel Zeit mit Üben/lernen/Erfahrungsammeln verbringt (Sicherungs und Rettungstechnik z.B.)
                          HA! Genau des hab ich vergessen, danke!
                          So Halbtagskletterer gibts wirklich viele.
                          Oder letztens einer der als Kennenlerntour in einem Tag von Kals aufn Glockner und wieder runter wollt - bei schlechtem Wetter,
                          er war eh scho am Leitl und kennt den Weg ... jaja.

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                          • #14
                            AW: ? bessere Absicherung = weniger Leute ?

                            Es gibt auch nicht mehr viel zu "holen", der Eroberungsalpinismus ist vorbei. Früher gabs wenige Routen durch die großen Wände, aber wer sich als Kletterer bezeichnete, der kletterte im Gebirge. Dann traf man sich an den Hotspots.
                            Heute steht die Absicherung auch sehr im Vordergrund. Bohrhaken erweitern aber das absicherbare Gelände deutlich und durch die große Anzahl der dadurch entstandenen Routen verläuft sich das Publikum auch immer mehr. Wenn ich sehe, daß in einer Route schon wer klettert, hab ich oft gleich daneben auch einige gleichwertige Routen.
                            Es gibt durch das gesteigerte Sicherheitsbewußtsein auch weniger Nachwuchs im Abenteuerlager.
                            Ich kenn selber noch keine Xeisnordwand, aber ich kann mir den Aufwand vorstellen, sowas plaisiertauglich einzurichten (inkl Seilbahn zu den Einstiegen )
                            Brauchst eh nur do auffi

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                            • #15
                              AW: ? bessere Absicherung = weniger Leute ?

                              Zitat von A l e x Beitrag anzeigen
                              Meiner Meinung bzw. Erfahrung sind dies die Hauptgründe warum viele der jungen Sportkletterer nicht ins Alpine gehen:

                              - Zustiegszeiten: sehr viele Sportkletterer die ich kenne sind einfach keine Bergsteiger. Es gibt viele die zwar bei Erzählungen einer Klettertour große Augen bekommen und diese selbst auch gerne machen würden, aber die Zustiegszeiten von über 2 Stunden in alpinen Gelände schrecken sie ab bzw. sind sie nach so einem Zustieg gar nicht mehr in der Lage zu Klettern.

                              - Gefahren: Vielen ist alpines Klettern einfach zu gefährlich. Sehr viele glauben dass Alpinkletterer lebensmüde sind. Hatte schon einige Diskussionen darüber welches Risiko ich bei einer alpinen Klettertour eingehe. Neben den weiteren Hakenabständen wird mit Steinschlag, Wetterumschwünge usw. argumentiert. Zu erklären dass hinter einer alpinen Tour auch sehr viel an Risikomanagement steckt und man dadurch die aufgenommenen Risiken vertretbar machen kann, will niemand verstehen. Nicht viele haben auch dieses Maß an Disziplin für eine gscheide Tourenplanung. Wobei wir auch beim nächsten Thema werden:

                              - Gemütlichkeit: Für manche ist Klettern halt einfach nur Gemütlich. Mal um 8-9Uhr aufzustehen, gemütlich Frühstücken, Führer durchblättern bzw. Klettergarten aussuchen, mind. eine halbe Stunde nach dem vereinbarten Zeitpunkt losfahren, Jause kaufen, Klettern, wenns finster wird heimgehn... Schon am Vortag Wetter, Topo, Zu/Abstieg studieren... und sich danach noch teilweise zu quälen. Dass wollen nicht alle.

                              - Schwierigkeiten: Es gibt einige die sich mal vornehmen eine alpine Tour zu machen. Dabei übersehen die meisten dass neben der Kletterschwierigkeit auch andere Hürden wie eben Kondition, Nasse Griffe, moralische Anforderungen und besonders Seil/Sicherungs/Rettungstechnik auf einen warten. Diejenigen die sich vorher mit diesen Dingen beschäftigen sind meist damit überfordert und wollen es nicht lernen. Die anderen schreckt solch ein Erlebnis in einer Alpinen Wand nahe der eigenen Klettergrenze ab.
                              Manchmal kommt mir auch vor dass viele Sportkletterer anscheinend ein Problem damit haben eine Route zwei Schwierigkeitsgrate unter ihrem eigenen Kletterlimit zu machen. Höhrt sich für einen Sportkletterer ja bei weitem nicht so lässig an einen z.B. 5er am Großen Ödstein gemacht zu haben.

                              - Zeitaufwand: Viele wollen sich einfach nicht einen ganzen Tag oder länger für eine Tour Zeit nehmen. Dazu kommt noch dass man anfangs ja auch viel Zeit mit Üben/lernen/Erfahrungsammeln verbringt (Sicherungs und Rettungstechnik z.B.)

                              Man muss einfach eine gewisse Liebe zu den Bergen haben um den Weg im Auf- und Abstieg und allem was dazugehört genießen zu können. Viele Sportkletterer von heute haben dies einfach nicht.

                              Für mich machen all die genannten Dinge den Reiz an solchen Touren aus. Die Planung, Ausgesetztheit, Routenfindung.... und Natur in Ruhe ohne Staus genießen zu können.
                              Traurig bin ich jedenfalls nicht darüber großteils alleine in solchen Wänden unterwegs zu sein.

                              LG
                              Volle Zustimmung!
                              Das ist nunmal überspitzt gesagt der Trend der Jugend: Bequemlichkeit.
                              Klettergarten, Boulder, Slackline...gemütlich chillen.

                              Wer geht denn heute noch ins Alpine? Noch dazu Vorstieg! Dazu kommt die längere Anfahrt, alpine Risiken, der Zu/Abstieg.
                              Mir begegnen in den Bergen, egal ob auf Hochtouren, am KS oder bei den bekannten alp. Kletterwänden fast nie "junge" Begeisterte, 18-25J.
                              Ich habe den Eindruck, die "Bergbegeisterten" in meinem Bekanntenkreis teilen sich in zwei Lager:
                              1. Der Sportkletterer - Bouldern und Klettern in der Halle oder im Klettergarten.
                              2. Der Bergsteiger - Klettersteig, alpines Klettern max. V, Hochtouren

                              Ganz selten vermischen sich die beiden Interessensgebiete (zumindest bei meiner Bekanntschaft in Kärnten & Stmk).


                              Ob das was mit der besseren Absicherung zu tun hat, bezweifle ich persönlich. Anders gefragt, gäbe es mehr Kletterer, wenn nichts gebohrt wäre?
                              Denke mal, das ist von Gebiet zu Gebiet verschieden. Zeiten ändern sich, früher waren die wilden Berge ein riskantes Abenteuer. Aber wer will den heute noch was riskieren, wenn er es auch gemütlich haben kann?

                              Allerdings darf man niemanden verurteilen. Ja, Klettergärten und KS boomen, warum auch nicht. Wenn ein paar sagen, sie bleiben lieber in der Halle oder im Klettergarten, weil da die Risiken minimiert und der Komfort optimiert ist (vom parkplatz bis zur Wand 5min), dann sollen sie das so machen und haben im Gebirge ohnehin nichts verloren. Ich find´, es ist fein und man muss es nehmen, wie es ist.
                              Was sich zZ am Klettersteig abspielt ist eine andere Geschichte und ein anderer Thread.
                              Leute, die sich an alpine Routen wagen und ihre Freude daran haben, dass sie nicht durchgebohrt sind, wird es immer geben.
                              Zuletzt geändert von kärntner1; 09.10.2012, 16:07.
                              "Bergsteigen ist mehr als Sport.
                              Es ist eine Leidenschaft." Hermann Buhl

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