Wegführung: Weichtalhaus Bushaltestelle (9.10) – Weichtalklamm (A/B) – Kienthaler Hütte (11.00-11.30) – Wurzengraben – Schneegraben – Gipfel (13.20) – Damböcksteig – Baumgartner Hütte (14.45-15.45) – Puchberg am Schneeberg Bf. (17.25)
1580hm, 20km, ca. 6,5 Stunden reine Gehzeit | 5 Gemsen
Womöglich meine letzte Tour über 2000m in diesem Jahr. Vorbehaltlich überraschender Schneeschuhtouren auf der Rax. Nach über vierzehn Jahren wollte ich wieder einmal die Weichtalklamm gehen und dabei den höchsten Berg von Niederösterreich überschreiten. Fernsicht, Tiersichtungen, schöne Herbstfarben und auch einsame Abschnitte – es war wieder alles dabei.
Eine Tour mit technischen Schwierigkeiten. Beim Bahnhof Payerbach-Reichenau war plötzlich mein Netzempfang weg – nurmehr Notrufe möglich. Ich startete mein Smartphone mehrmals neu, doch es nützte nichts. Selbst im Ort hatte ich kein Netz mehr. Ich schaltete es daraufhin in den Flugmodus und steckte es in die Hosentasche. Beim Gehen entsperrte es sich leider mehrfach selbstständig und ging sofort in das Einstellungsmenü, aktiviert Taschenlampe (Akku!) und anderes Gedöns. Sehr nervtötend, passierte in letzter Zeit immer wieder. Bei der Kienthaler Hütte hatte ich schwach wieder Empfang, aber am Klosterwappen oben trotz angezeigten 4G gingen meine Bilder nicht raus. Ich hab es dann ganz ausgeschaltet und erst bei der Baumgartner Hütte wieder eingeschaltet.
Was natürlich problemlos funktionierte, waren die zweimaligen, unangekündigten zivilen Probealarme zwischen Kienthaler Hütte und Klosterwappen. Beim ersten Mal rutschte mir das Herz in die Hose, weil ich schon befürchtet hatte, dass das Handy den Notruf selbstständig aktiviert hat. Beim zweiten Mal verscheuchte es mir beinahe die Gemsen. Der zweite Alarm ging übrigens an alle, die sich im Grenzgebiet zwischen zwei Bundesländern befanden. Test also erfolgreich.
Mit dem überfüllten Bus ins Höllental. Bei der Seilbahn sind erstaunlicherweise nur vier Leute ausgestiegen, dafür gut zwei Drittel des Busses beim Weichtalhaus – offenbar wegen eines Klettersteigkurses. Dank eines Boxenstops ließ ich einen Schwung von Weichtalklamm-Begehern voraus gehen. So hatte ich keinen Stau im Aufstieg.
Im Gegensatz zur Erstbegehung setzte ich dieses Mal einen Helm auf, denn wenn von oberhalb Steine in die Klamm kullerten, hatte man keine Chance, auszuweichen. Im Nachhinein berechtigt – zwar gab es in der Klamm keinen Steinschlag, aber im Gehgelände dazwischen beobachtete ich einmal Steine in den Graben kullern. Abgesehen davon hätte ich mir einmal sonst schwer den Schädel angestoßen an einem größeren Ast.
Einstieg mit Ketten, bei Nässe und Eis auf den abgeschmierten Platten sicher hilfreich
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schöner Boulderplatz
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Verdrängt hatte ich anscheinend, wie weit man erst in den Graben hineingehen musste, bis die Felswände aneinanderrückten und sich der Graben zur Klamm verengte.
Beginn des Klammabschnitts
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Die ersten (unversicherten) Kletterstellen kamen gleich zu Beginn und waren in meinen Augen wesentlich schwieriger als die versicherten Abschnitte, und zwar vor allem wegen den abgeschmierten Tritten. Ich rutschte nämlich einmal weg, als ich mich hinaufziehen wollte und kippte nach hinten um. Der Rucksack fing den Sturz auf und ich mit beiden Armen irgendwie auch. Danach mit Adrenalinschub relativ zügig durch die Klamm weiter. Ich hing mich hinter ein Pärchen, das ein gutes Tempo anschlug. Überholen wollte ich nicht wegen den Fotos. Erst weiter oben im Schneegraben merkte ich den Muskelkater in den Oberarmen. Bin dann im Abstieg ohne Stecken gegangen, das hätte wehgetan. Insgesamt ist nix passiert außer einem blauen Fleck oberhalb der Hüfte. Danach achtete ich genauer, wo ich hinstieg. Die restlichen Kletterpassagen waren deutlich einfacher bzw. intuitiv zu gehen.
viel Holz und große Steine in der Klamm
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Rückblick
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erste Leiter
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zwischendrin Gehgelände
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Schlüsselstelle im Dunkeln
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Schlüsselstelle von oben
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An diesen Durchstieg konnte ich mich von damals noch erinnern, wo ich ein wenig Mühe hatte. Man musste sich unterhalb der überhängenden Felsen erst richtig positionieren, um auf die unten angebrachten Trittbügel steigen zu können, und dann entlang der Kette hinaufziehen, ohne sich den Kopf anzustoßen. Dieses Mal hatte ich keinerlei Schwierigkeiten, aber auch hier war der Helm ganz hilfreich. Wahrscheinlich ist das als A/B klassifiziert, sonst ist es nirgends schwieriger als A.
Nächste Kletterpassage von unten:
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weitere Kletterstelle mit Handlauf, Trittbügeln und Kette
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lange Leiter
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eine von mehreren Durchgangshöhlen
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Im oberen Teil kamen nurmehr kurze Kletterstellen bzw. musste man sich unter mehreren Klemmblöcken vorbeizwängen. Dann erreichte ich auf 1160m Höhe den Ausstieg bei der querenden Forststraße. Ebenfalls aus meinem Gedächtnis verschwunden war der Umstand, dass es bis zur Hütte nochmals eine gute halbe Stunde zu gehen war, und zwar durchaus steil am breiten Kamm unterhalb des Turmsteins. Immerhin: Trotz der anhaltenden Trockenheit floss ein erquickendes Rinnsal aus der Jakobsquelle.
Nach ca. 1 Stunde 40 Minuten Gehzeit erreichte ich die geöffnete Kienthaler Hütte, die privat einfach bewirtschaftet wird. Erstmals kehrte ich hier ein. Es gab eine wohlschmeckende Kürbiscremesuppe. Dazu eine Dose Puntigamer. Genau richtig, um Elektrolyte aufzufüllen.
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1580hm, 20km, ca. 6,5 Stunden reine Gehzeit | 5 Gemsen
Womöglich meine letzte Tour über 2000m in diesem Jahr. Vorbehaltlich überraschender Schneeschuhtouren auf der Rax. Nach über vierzehn Jahren wollte ich wieder einmal die Weichtalklamm gehen und dabei den höchsten Berg von Niederösterreich überschreiten. Fernsicht, Tiersichtungen, schöne Herbstfarben und auch einsame Abschnitte – es war wieder alles dabei.
Eine Tour mit technischen Schwierigkeiten. Beim Bahnhof Payerbach-Reichenau war plötzlich mein Netzempfang weg – nurmehr Notrufe möglich. Ich startete mein Smartphone mehrmals neu, doch es nützte nichts. Selbst im Ort hatte ich kein Netz mehr. Ich schaltete es daraufhin in den Flugmodus und steckte es in die Hosentasche. Beim Gehen entsperrte es sich leider mehrfach selbstständig und ging sofort in das Einstellungsmenü, aktiviert Taschenlampe (Akku!) und anderes Gedöns. Sehr nervtötend, passierte in letzter Zeit immer wieder. Bei der Kienthaler Hütte hatte ich schwach wieder Empfang, aber am Klosterwappen oben trotz angezeigten 4G gingen meine Bilder nicht raus. Ich hab es dann ganz ausgeschaltet und erst bei der Baumgartner Hütte wieder eingeschaltet.
Was natürlich problemlos funktionierte, waren die zweimaligen, unangekündigten zivilen Probealarme zwischen Kienthaler Hütte und Klosterwappen. Beim ersten Mal rutschte mir das Herz in die Hose, weil ich schon befürchtet hatte, dass das Handy den Notruf selbstständig aktiviert hat. Beim zweiten Mal verscheuchte es mir beinahe die Gemsen. Der zweite Alarm ging übrigens an alle, die sich im Grenzgebiet zwischen zwei Bundesländern befanden. Test also erfolgreich.
Mit dem überfüllten Bus ins Höllental. Bei der Seilbahn sind erstaunlicherweise nur vier Leute ausgestiegen, dafür gut zwei Drittel des Busses beim Weichtalhaus – offenbar wegen eines Klettersteigkurses. Dank eines Boxenstops ließ ich einen Schwung von Weichtalklamm-Begehern voraus gehen. So hatte ich keinen Stau im Aufstieg.
Im Gegensatz zur Erstbegehung setzte ich dieses Mal einen Helm auf, denn wenn von oberhalb Steine in die Klamm kullerten, hatte man keine Chance, auszuweichen. Im Nachhinein berechtigt – zwar gab es in der Klamm keinen Steinschlag, aber im Gehgelände dazwischen beobachtete ich einmal Steine in den Graben kullern. Abgesehen davon hätte ich mir einmal sonst schwer den Schädel angestoßen an einem größeren Ast.
Einstieg mit Ketten, bei Nässe und Eis auf den abgeschmierten Platten sicher hilfreich
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schöner Boulderplatz
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Verdrängt hatte ich anscheinend, wie weit man erst in den Graben hineingehen musste, bis die Felswände aneinanderrückten und sich der Graben zur Klamm verengte.
Beginn des Klammabschnitts
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Die ersten (unversicherten) Kletterstellen kamen gleich zu Beginn und waren in meinen Augen wesentlich schwieriger als die versicherten Abschnitte, und zwar vor allem wegen den abgeschmierten Tritten. Ich rutschte nämlich einmal weg, als ich mich hinaufziehen wollte und kippte nach hinten um. Der Rucksack fing den Sturz auf und ich mit beiden Armen irgendwie auch. Danach mit Adrenalinschub relativ zügig durch die Klamm weiter. Ich hing mich hinter ein Pärchen, das ein gutes Tempo anschlug. Überholen wollte ich nicht wegen den Fotos. Erst weiter oben im Schneegraben merkte ich den Muskelkater in den Oberarmen. Bin dann im Abstieg ohne Stecken gegangen, das hätte wehgetan. Insgesamt ist nix passiert außer einem blauen Fleck oberhalb der Hüfte. Danach achtete ich genauer, wo ich hinstieg. Die restlichen Kletterpassagen waren deutlich einfacher bzw. intuitiv zu gehen.
viel Holz und große Steine in der Klamm
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Rückblick
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erste Leiter
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zwischendrin Gehgelände
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Schlüsselstelle im Dunkeln
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Schlüsselstelle von oben
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An diesen Durchstieg konnte ich mich von damals noch erinnern, wo ich ein wenig Mühe hatte. Man musste sich unterhalb der überhängenden Felsen erst richtig positionieren, um auf die unten angebrachten Trittbügel steigen zu können, und dann entlang der Kette hinaufziehen, ohne sich den Kopf anzustoßen. Dieses Mal hatte ich keinerlei Schwierigkeiten, aber auch hier war der Helm ganz hilfreich. Wahrscheinlich ist das als A/B klassifiziert, sonst ist es nirgends schwieriger als A.
Nächste Kletterpassage von unten:
11.jpg
weitere Kletterstelle mit Handlauf, Trittbügeln und Kette
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lange Leiter
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eine von mehreren Durchgangshöhlen
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Im oberen Teil kamen nurmehr kurze Kletterstellen bzw. musste man sich unter mehreren Klemmblöcken vorbeizwängen. Dann erreichte ich auf 1160m Höhe den Ausstieg bei der querenden Forststraße. Ebenfalls aus meinem Gedächtnis verschwunden war der Umstand, dass es bis zur Hütte nochmals eine gute halbe Stunde zu gehen war, und zwar durchaus steil am breiten Kamm unterhalb des Turmsteins. Immerhin: Trotz der anhaltenden Trockenheit floss ein erquickendes Rinnsal aus der Jakobsquelle.
Nach ca. 1 Stunde 40 Minuten Gehzeit erreichte ich die geöffnete Kienthaler Hütte, die privat einfach bewirtschaftet wird. Erstmals kehrte ich hier ein. Es gab eine wohlschmeckende Kürbiscremesuppe. Dazu eine Dose Puntigamer. Genau richtig, um Elektrolyte aufzufüllen.
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