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Hilfe zum Erstellen von Tourenberichten

Immer wieder haben einige User Probleme beim Erstellen eines Tourenberichtes, insbesondere beim Hochladen und Einfügen von Bildern.
Ihnen soll die folgende kleine Anleitung ein wenig Hilfe geben, wie ein Tourenbericht ganz kurz und schmerzlos erstellt werden kann

In sechs einfachen Schritten kann ein neuer Bericht leicht erstellt werden:

1. Bilder zum Bericht aussuchen
2. Bilder verkleinern
3. Im Forum "Toureninfo & Verhältnisse" das passende Unterforum auswählen
4. Bilder hochladen
5. Die Bilder mit dem Text ergänzen
6. Fertigstellen/Kontrollieren des Berichtes und Veröffentlichen



Im Folgenden werden die einzelnen Schritte ausführlich erklärt:

1. Bilder zum Bericht aussuchen
Möglichst aussagekräftige Fotos wählen, die auch die Route und wesentliche Details darstellen.
Gegen einzelne "schöne" Landschafts- und Blumenbilder ist natürlich nichts einzuwenden ...


2. Bilder verkleinern
Bewährt hat sich ein Format mit der längeren Bildkante 900 Pixel.
Damit läßt sich bei Speicherung als JPEG eine recht ordentliche Bildqualität erzielen, bei Photoshop etwa abhängig vom Sujet 80/100.


3. Im Forum "Toureninfo & Verhältnisse" das passende Unterforum auswählen
z.B. "Wanderungen und Bergtouren" - "Steiermark"
+Neues Thema wählen

Titel etwa nach dem Schema
Gipfel (Höhenangabe), Anstiegsroute, Gebirgsgruppe (ostalpin nach AVE)

Möglichst bis zu 5 aussagekräftige Stichworte vergeben.

Zum Bilderhochladen weiter mit der "Büroklammer".


4. Bilder hochladen
Möglichst bitte NUR so:
a) "Büroklammer"
b) "Anhänge hochladen"


4.1 Bilder auswählen
Abhängig vom eigenen Rechner/Betriebssystem.
Maximal 15 Bilder pro Posting sind derzeit zulässig, eine größere Bilderanzahl erfordert Folgepostings (Antworten).
(Bewährt hat sich auch, 1-2 Bilder weniger hochzuladen, um für spätere Ergänzungen eine kleine Reserve zu haben.)

4.2 Liste der hochgeladenen Anhänge
Die Auflistung ist leider nicht chronologisch nach Bildbezeichnung geordnet.

Im Textfeld die gewünschte Einfügeposition mit dem Cursor markieren,
bzw. die gelisteten Bilder in der gewünschten Reihenfolge einzeln als "Vollbild" oder "Miniaturansicht" platzieren.
Eine oder mehrere Leerzeilen zwischen den Bildern erleichtern später das Einfügen von Text.


5. Die Bilder mit dem Text ergänzen
Die Bilder sind nun in der richtigen Reihenfolge im Textfenster positioniert.
Ich bevorzuge im ersten Schritt die Positionierung als "Miniaturansicht".
Das erleichtert beim Texteinfügen die Übersicht.
Muß aber nicht sein, natürlich lassen sich die Bilder auch gleich als Vollbild (also in der hochgeladenen Größe) platzieren.

5.1 Text
Jetzt kann der Text ergänzt werden.
Möglichst über dem Foto - ich finde das übersichtlicher ...
Der Text kann natürlich auch vorher erfaßt werden und anschließend einkopiert werden.

5.2 Bildgröße ändern
Wurden die Bilder vorerst als "Miniaturansicht" platziert, können sie einfach auf das finale Darstellungsformat skaliert werden:
a) Doppelklick auf die "Miniaturansicht" öffnet ein Pop-Up-Fenster
b) unter "Größe" idR "Vollbild" wählen
c) OK


6. Fertigstellen/Kontrollieren des Berichtes
Anschließend sollte der Bericht noch in der "Vorschau" kontrolliert werden.
In manchen Fällen muß zur Ansicht der "Vorschau" ziemlich weit nach unten gescrollt werden!

6.1 Veröffentlichen des Berichtes
Zum Schluß noch auf "Abschicken" klicken - und nach einer kurzen "Nachdenkpause" des Servers ist der Bericht online.



Nach dem ersten Durchlesen dieses Leitfadens mag das Erstellen eines Berichtes etwas kompliziert erscheinen - ist es aber nicht:
Viele Tourenberichte schreiben hilft sehr.

Die Reihenfolge der einzelnen Schritte ist nicht so starr wie es hier scheinen mag; natürlich kann auch zuerst der Text erstellt werden und die Bilder nachträglich eingefügt.

Änderungen am fertigen Bericht sind für den Ersteller 24 Stunden lang möglich, bei der Berichtigung später entdeckter Fehler hilft gerne ein zuständiger Moderator. Ebenso beim Verschieben eines Berichtes in das richtige Tourenforum.

Viel Freude bei euren Bergtouren UND dann beim Berichteschreiben,


P.S.: Diese Anleitung, ergänzt um verdeutlichende Screenshots, findet ihr auch unter http://www.gipfeltreffen.at/forum/gi...ourenberichten
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Regelwerk für die Benutzung des Forums Gipfeltreffen

Alle Forumsuser/-innen sind aufgefordert, das Regelwerk zu lesen und sich daran zu halten!

1) Registrierung

Die Registrierung und Benutzung unserer Foren ist kostenlos. Es ist registrierten Teilnehmern/-innen (Usern/-innen) erlaubt, den Forums-Account bis auf Widerruf im Rahmen der vorgegebenen, jederzeit änderbaren Forumsregeln für private Zwecke zu nutzen. Ein späteres Löschen des Forums-Accounts sowie der ins Forum eingebrachten Inhalte oder Bilder ist nicht möglich. Auf Wunsch des Benutzers kann der Account stillgelegt werden. Der Benutzername kann dann von niemandem mehr benützt werden und wird vor Missbrauch geschützt.

2) Hausrecht

Die Forenbetreiber legen Wert auf die Tatsache, dass alle User/-innen Gast in diesem Forum sind und die Betreiber als Gastgeber bei Bedarf ihr Hausrecht jederzeit ausüben können und auch werden. User, die sich überwiegend darauf beschränken zu provozieren, werden ausgeschlossen.

3) Haftung

Die von Usern/-innen verfassten Beiträge stellen ausschließlich die persönliche, subjektive Meinung des Verfassers dar, und keinesfalls die Meinung der Betreiber und Moderatoren dieses Forums. Die Forenbetreiber übernehmen keine Haftung für die Richtigkeit der ausgetauschten Informationen.

4) Umgangston

Die Forenbetreiber erwarten von allen Usern/-innen, sich an die Netiquette zu halten. Auf einen wertschätzenden, höflichen Umgangston wird Wert gelegt.

5) Thementreue

Die Forenbetreiber legen großen Wert auf Thementreue der Beiträge und Übersichtlichkeit von Threads, um den Informationsgehalt des Forums möglichst hoch zu halten. Überschneidungen der Inhalte verschiedener Threads sind zu vermeiden.

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- Beleidigungen, Sticheleien und Provokationen (auch per PN);
- Politische oder religiöse Themen;
- Rechtswidrige Inhalte (unter anderem rechtsradikale oder pornografische Inhalte, Hackinganleitungen, Verstöße gegen das Urheberrecht) sowie das Verlinken zu Seiten mit solchen Inhalten;
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- Das Aufdecken der Identität oder die Preisgabe persönlicher Daten eines Users/Moderators/Administrators;
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Die Moderatoren/Administratoren werden von den Forenbetreibern bzw. ihren Vertretern ernannt.
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Änderungen von Beiträgen werden - soweit irgend möglich – unter Angabe des Änderungsgrundes gekennzeichnet. Eingriffe, die den Sinn eines Beitrags verändern, werden nicht vorgenommen. Für die geänderten Teile eines Beitrags haftet der ursprüngliche Ersteller nicht.

Wer etwas gegen das aktive Handeln der Moderatoren/-innen vorzubringen hat, kann dies sachlich, mit konkretem Bezug und zeitnah (innerhalb von 6 Wochen ab Anlass) im Unterforum "Zum Forum/Moderation..." darlegen. In allen anderen Foren werden solche Postings im Sinne der Thementreue der Beiträge kommentarlos gelöscht. Bloßes „Mod-Bashing“ führt zu einer sofortigen Sperre.

Das Unterlaufen von Handlungen und Maßnahmen der Moderatoren ist nicht zulässig. Darunter fällt auch das Fortführen des Themas eines geschlossenen oder gelöschten Threads in einem neuen gleichartigen oder ähnlichen Thread. Ergänzungen und Hinweise von Moderatoren und Administratoren dürfen von Usern in deren Beiträgen nicht verändert oder gelöscht werden.

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Ein übermäßiges Ausnutzen der Signatur ist unerwünscht. Diese sollte vor allem eine maßvolle Größe haben. Nicht mit der Forumsleitung abgesprochene Werbung (für kommerzielle Angebote), Beleidigungen oder Anspielungen in der Signatur oder dem Profiltext werden nicht toleriert.

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Kommerzielle Werbung im Forum Gipfeltreffen ist kostenpflichtig (siehe Unterforum Werbung). Werbepostings müssten vor Platzierung mit der Forumsleitung vereinbart werden.

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Die Forenbetreiber stellen die Foren "Forum für Gemeinschaftstouren" und " Bazar" ausschließlich für private Kontaktzwecke zur Verfügung und gehen damit keinerlei Verpflichtungen oder Haftungen ein! Alle Kontakte in diesen Foren laufen ausschließlich zwischen den Usern/-innen und auf Basis des gegenseitigen Vertrauens. Bei nachweislichen Betrugsfällen stellen die Forenbetreiber alle vorhandenen Informationen zur Verfügung, um eine straf- und zivilrechtliche Verfolgung zu ermöglichen.

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Wer gegen geltendes Recht verstößt, wird im Ernstfall von uns zur Anzeige gebracht.

12) Information

Die Forumsbetreiber behalten sich das Recht vor,
- alle registrierten User/-innen in unregelmäßigen Abständen über Themen rund um das Bergsteigen, alpiner Sicherheit, Risikomanagement und Weiterbildung per Mail zu informieren und
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13) Nutzung von hochgeladenen Anhängen

Die User/-innen stellen den Forenbetreibern die eingestellten Bilder sowie sonstige Anhänge zur Nutzung im Forum zur Verfügung. Eine darüber hinaus gehende Nutzung der eingestellten Bilder und sonstigen Anhänge durch die Forenbetreiber erfolgt nicht.
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Hainfeld - Plattnerhöhe - Araburg - Kaumberg, Gutensteiner Alpen / 13.05.2026

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  • Hainfeld - Plattnerhöhe - Araburg - Kaumberg, Gutensteiner Alpen / 13.05.2026

    Im Großteil Österreichs kam heuer pünktlich zu den Eismännern eine Serie sehr kühler und feuchter Tage. Bloß für einen Tag der Woche - Mittwoch, den 13. Mai 2026 - war zumindest im Osten des Landes gutes Wanderwetter angekündigt: nach einem sehr frischen Morgen tagsüber bei angenehmen Temperaturen lange Zeit sonnig. So wollte ich diesen Tag nützen. Es sollte vom Typ her eher eine Genusswanderung werden - mit ausreichend Zeit dafür, Eindrücke von den gerade so ansprechenden Frühlingsfarben der Landschaft zu bekommen.

    Ich entscheide mich dafür, von Hainfeld über den Höhenrücken der Plattnerhöhe zur Araburg zu gehen und nach einem Aufenthalt dort nach Kaumberg abzusteigen. Ich kenne die Route zum Teil, bin sie aber noch nie in einem Zug gegangen und war auf einem Abschnitt des Höhenwegs noch gar nie unterwegs. An Wochentagen fahren fast im Stundentakt Linienbusse zwischen Kaumberg und Hainfeld, da lässt sich die Runde einfach schließen.

    In Kaumberg stehen - zusätzlich bedingt durch Bauarbeiten - zur Zeit allerdings nur wenige Parkmöglichkeiten im Zentrum zur Verfügung, und zudem komme ich erst ein wenig später als geplant aus Wien weg. Daher fahre ich zu Beginn zum großen Parkplatz unter der Araburg hinauf, der - wie erhofft - am frühen Vormittag eines Werktags kaum belegt ist.

    Der recht gemütliche Abstieg vom Parkplatz nach Kaumberg entlang des Weitwanderwegs 06 bildet somit nicht den Abschluss meiner Wanderung, sondern ihren Beginn. Alles südlich des Gerichtsbergs gehört bereits zu den Gutensteiner Alpen, aber die großen einzeln stehenden Gehöfte auf den sanften Kuppen würden auch gut in den Wiesenwienerwald passen. Der erste Blick geht über das Gehöft Gahrer Richtung Nordosten tatsächlich in den Wienerwald (unter anderem zum Hirschenstein, 785m, bei St. Corona am Wechsel).
    006-GehöftGahrer-Hirschenstein.jpg

    Ein erster Blick hinauf zur Araburg, die aus dieser Perspektive beherrschend über dem Tal steht.
    008-Araburg.jpg

    Nach einem kurzen Abschnitt auf der schmalen Zufahrtsstraße zum Parkplatz zweigt der Wanderweg beim Mayerhof von ihr ab und führt meist am Rand großer Wiesen sanft weiter bergab. Wie erhofft, zeigt sich die Frühlingslandschaft in ihren ansprechendsten Farben. Der Blick geht diesmal über den Gerichtsberg zur Valeriehöhe und somit erneut in den Wienerwald.
    012-HornbauerValeriehöhe.jpg

    Der große Brennhof auf einer flachen Kuppe ist ganz typisch für diese sanfte Landschaft. Erst knapp südlich davon, ab der steilen Flanke des Arabergs, sind die NÖ. Voralpen dann deutlich stärker gegliedert.
    018-Brennhof.jpg

    An einer Siedlung und danach dem Friedhof vorbei führt meine Route schließlich auf die Pfarrkirche von Kaumberg zu, die auf dem letzten Ausläufer des Höhenrückens direkt über dem Marktplatz steht. Allein schon der massive Westturm deutet darauf hin, dass es sich bei dem mittelalterlichen Bau um eine ehemalige Wehrkirche handelt.
    023-KaumbergPfarrkirche.jpg

    Auf dem Markplatz warte ich dann kurz auf den Linienbus nach Hainfeld. Er kommt pünktlich - und vollkommen leer: Ich werde auf der ganzen Strecke der einzige Fahrgast bleiben.
    Hainfeld ist eine Stadtgemeinde, aber dennoch ist ihr Zentrum rasch durchquert: ein Stück auf der Hauptstraße, über den Ramsaubach, und dann beginnt der Weg Richtung Südosten bereits anzusteigen. Im Rückblick sehe ich zur Pfarrkirche: Auch sie ist ein ehemaliger Wehrbau aus dem Mittelalter und steht am oberen Rand des Siedlungsgebiets, bereits direkt am Fuß des Hainfelder Kirchenbergs.
    031-HainfeldPfarrkirche.jpg

    Auf der ersten ansteigenden Wiese widmet sich eine große Kindergartengruppe diversen Spielen. Von der Seite kommt ein unternehmungslustiger Vierbeiner dazu, wahrscheinlich zum großen Gehöft am Fuß des Hangs gehörend.
    033-Katze.jpg

    Der markierte Weg führt dann in den Wald und steigt dort zunächst relativ steil an. Zu meiner Überraschung sehe ich hier noch eine weitere Katze: Ein zierliches weißes Tier steht auf einem Baumstumpf und schaut mir ohne viel Angst beim Gehen zu.
    035-weißeKatzeimWald.jpg

    Etwa auf halber Höhe quert der Weg große Lichtungen und wird dabei vorübergehend flacher. Von hier bieten sich erste Ausblicke in die Umgebung: zum Gföhlberg, dem zweithöchsten Gipfel des Wienerwalds, im Nordnordosten...
    039-Gföhlberg.jpg

    ...sowie zum Hainfelder Kirchenberg (924m) im Westen. Sowohl die (gastliche) Hainfelder Hütte auf seinem Gipfel als auch der felsige Kamm nach Süden sind - zumindest mit freiem Auge - gut zu erkennen.
    Die Wiesen bieten einen prachtvollen Anblick, der zur Zeit von gelben Farbtönen dominiert wird. Zu meiner Überraschung ist sogar der Löwenzahn teilweise noch nicht verblüht.
    043-HainfelderKirchenberg.jpg

    Ein weiterer deutlicherer Anstieg führt mich dann auf den Kamm der Plattnerhöhe hinauf. Erst vor wenigen Monaten brachte ein thread hier im Forum die Bestätigung, dass der Name Plattnerhöhe dem gesamten bewaldeten Kamm südöstlich von Hainfeld zwischen den Koten 738 und 744 (in der OSM) gilt. Ich mache den kurzen Abstecher zum Sender auf dem höchsten Punkt im Westen: Der Gipfel ist nicht felsig, sondern rundherum so dicht bewaldet, dass sich - zumindest im Mai - keinerlei Ausblicke öffnen. So kehre ich gleich zur markierten Route zurück. Zunächst sind sowohl der Kamm insgesamt als auch der Weg breit.
    045-PlattnerhöheKammweg.jpg

    Bald wird der Kamm stärker ausgeprägt, da und dort sogar mit kleinen Felsbildungen, und der Weg schmäler. Nach der Kote 738 geht es kurz deutlich bergab. Dort steht - vermutlich noch nicht lange - eine Rastbank, die zum "Geo-Dendro-Pfad Ramsau" gehört. Da die Bank ideal teilweise in der Sonne steht, nütze ich sie für eine kurze Rast und lese mir auch die Erläuterungen zum Pfad auf der gegenüber stehenden Tafel durch.
    046-GeoDendroPfadRamsau-Tafel.jpg

    Noch ein kurzes Stück im Wald, dann führt der Weg erstmals auf dem Kamm über eine große Lichtung. Das müssten ja im farbenprächtigen Frühjahr und bei den heutigen Bedingungen die wahren Genuss-Strecken werden.
    051-Frühlingswiesen.jpg

    Eine Tafel des Geo-Dendro-Pfads weist auf eine geologische Besonderheit am Wegesrand hin (Crinoidenkalk, 190 Millionen Jahre alt). Fotogener sind allerdings die Kartäusernelken, die in ihren kräftigen Farben gleich daneben blühen.
    055-Kartäusernelken.jpg

    Richtung Südosten werden nun die ersten Berge der Gutensteiner Alpen mit vierstelligen Höhen sichtbar, so z.B. der markante Reingupf (1065m). Das Kieneck rechts hinter ihm ist natürlich noch etwas höher; da täuscht die Perspektive.
    060-GehöftKienberg-ReingupfKieneck.jpg
    Zuletzt geändert von Wolfgang A.; vor 5 Stunden.
    Lg, Wolfgang


    Für mich ist Dankbarkeit ein Weg,
    der sowohl für den Einzelnen
    wie für die Welt zukunftsweisend ist.
    (David Steindl-Rast)


  • #2
    Dasselbe gilt für diesen Blick Richtung Westsüdwesten. Die steile Flanke links gehört zum Höhenberg (1027m) nordöstlich von Kleinzell; rechts dahinter stehen das Schwarzwaldeck und der Sengenebenberg.
    064-HöhenbergSchwarzwaldeck.jpg

    Der Blick nach vorn Richtung Osten. Der breite Verbindungsrücken zum Araberg (der rechts bereits drüberschaut) heißt nun nicht mehr Plattnerhöhe. Vor allem nördlich des Kamms stehen hier etliche größere Bauernhöfe wie z.B. das Gehöft Hofstatt links in der Senke.
    068-GehöftHofstatt-Araberg.jpg

    Neben tausenden Blüten auf den Wiesen und Weiden steht eine einzige Orchidee am Wegesrand: ein Männliches Knabenkraut (auch Manns-Knabenkraut genannt).
    074A-Mannsknabenkraut.jpg

    Über den Höhenrücken verlief die traditionelle Route der Via Sacra von Wien nach Mariazell (über das Stift Lilienfeld und Annaberg). Da diese Route in den Talabschnitten mittlerweile weitgehend Straßen folgt, ist der Weitwanderweg 06, der mehr abseits der Siedlungen durch das Mittelgebirge führt, angenehmer zu gehen. Aber solche Plätze - eine Holzbank und ein Kruzifix unter einem uralten Baum - stehen natürlich in Zusammenhang mit der Pilgertradition, und sie laden auch heute zum Ausruhen und Innehalten ein. Was könnte dieser Baum nicht alles erzählen...
    076-Kruzifix-alterBaum.jpg

    Mittlerweile sind die beiden benachbarten Gipfel bereits recht knapp vor mir zu sehen: links der Araberg, der die Burg an seinem östlichen Ende vorläufig noch komplett verdeckt, und rechts der etwas höhere Kölchberg. Der Anstieg führt genau in den Sattel zwischen beiden und ist daher gar nicht lang.
    082-GehöftBaumgartner-ArabergKölchberg.jpg

    Diese kleine Kapelle oberhalb des Gehöfts Kopfhofer nützt den Platz zwischen zwei benachbarten Bäumen.
    084-Kapelle.jpg

    Noch ein Blick zurück über den Höhenrücken: Bei sonnigem Wetter, aber etwas gedämpften Temperaturen ist es hier heute besonders genussvoll zu gehen.
    Links hinten schauen in einigem Abstand die Reisalpe und der Hochstaff drüber.
    089-Höhenrücken-Reisalpe.jpg

    Auf der kurzen Steigungsstrecke kürzt der Wanderweg zwei Kehren der Sandstraße ab, die als Zufahrt zur Araburg (und dem Burgstüberl) dient. Bald stehe ich im Sattel zwischen den zwei Bergen mit einer großen Wiese auf seiner Ostseite, und nach einigen Schritten Richtung Süden lugt erstmals der Bergfried der Araburg hinter dem Bergrücken hervor.
    091-Araberg-AraburgBergfried.jpg

    Bevor ich zur Burg gehe, möchte ich noch den weglosen Abstecher zum Gipfel des Kölchbergs machen. (Dessen Höhe ist übrigens um einiges größer als die meist angegebenen 819m. Meine Messung auf dem NÖ-Atlas ergibt etwa 834m.)
    Da der Baumbestand dort etwas locker aussieht, versuche ich den Anstieg etwa von Nordwesten. Diese Idee erweist sich als nicht allzu gut, denn genau diese Flanke ist dermaßen steil, dass ich all meine Konzetration dafür benötige, nicht ins Rutschen zu geraten. Der höchste Punkt ist rundherum bewaldet und vollkommen ohne Infrastruktur; einige Felsen in der Nähe tragen zum Flair der Gutensteiner Alpen bei. Im Abstieg halte ich mich dann Richtung Norden bis Nordosten und komme dort wesentlich leichter voran. Unter den Bäumen liegt zwar sehr viel Laub, aber diese Flanke des Berges ist wesentlich flacher.
    093-Kölchberg.jpg

    Zurück im Sattel zwischen Kölchberg und Araberg: Über die ostseitige Wiese bietet sich ein schöner Blick zum Hocheck und Sirnitzgupf sowie davor dem langen Verbindungskamm mit dem Hochriegel (882m) als höchster Erhebung. Für alle, die Pläne in diese Richtung haben: Der Weg zwischen Hocheck und Araburg eignet sich durch sein pausenloses Auf und Ab wie kaum eine andere Route in den NÖ. Voralpen für ein Ausdauertraining.
    095-HocheckSirnitzgupf.jpg

    Ein kurzes Stück am Hang des Arabergs entlang, dann stehe ich bereits direkt unter der Araburg mit ihrem hohen Bergfried. Die Burgruine - eine der eindrucksvollsten in ganz Niederösterreich! - entstand bereits im 12. Jahrhundert und wurde bis ins 17. Jahrhundert mehrfach erweitert, dann allerdings im Verlauf der zweiten Türkenbelagerung 1683 völlig zerstört. Seit den 1960er-Jahren erfolgte eine schrittweise Sanierung.
    099-Araburg.jpg

    Im Detail wird noch deutlicher sichtbar, wie sehr die Anlage einen Felssporn am östlichen Ende des Arabergs zu nützen wusste.
    Rechts unten der Torturm, der heute den einzigen Zugang zum Innenbereich bietet.
    100-AraburgTorturm.jpg

    Der einstige Meierhof des Stiftes Lilienfeld (dem die gesamte Burgruine bis heute gehört) wird seit etlichen Jahren vom Burgstüberl genützt, das im Sommerhalbjahr stets von Mittwoch bis Sonntag geöffnet ist. Der Zeitpunkt am frühen Nachmittag ist nun ideal für eine Einkehr und die Terrasse mit ihrem schönen Ausblick Richtung Süden ein idealer Ort dafür. Ein Mountainbiker bricht gerade auf, als ich komme, dann bin ich für einige Zeit der einzige Gast. Aber heute scheint mein "Katzentag" zu sein. Schon bald bekomme ich durch eine besonders zutrauliche Katze - die wohl den Inhabern des Burgstüberls gehört - Gesellschaft. Sie sucht zunächst meine Nähe und Streicheleinheiten, bleibt in unmittelbarer Nähe sitzen und steigt dann sogar auf meine Beine, um das Essen zu begutachten. (Es sind Krautfleckerl, die sehr gut schmecken, aber vermutlich nicht zu den bevorzugten Katzengerichten gehören. )
    110-Katze1.jpg

    Die Katze lässt sich in ihrem Wohlbefinden davon allerdings nicht stören: Sie beginnt zu schnurren und macht es sich auf der Bank neben mir bequem. Bald schon widmet sie sich einer der dauernden Lieblingsbeschäftigungen - nämlich dem Dösen in der Sonne.
    116-dösendeKatze3.jpg

    Aus dem Dösen wird rasch ein richtiger Nachmittagsschlaf. Soll mir recht sein: Es gäbe viel Unangenehmeres, als in Gesellschaft einer schlafenden Katze auf einer aussichtsreichen Terrasse zu rasten und gut zu essen. 123-schlafendeKatze4.jpg
    Zuletzt geändert von Wolfgang A.; vor 2 Stunden.
    Lg, Wolfgang


    Für mich ist Dankbarkeit ein Weg,
    der sowohl für den Einzelnen
    wie für die Welt zukunftsweisend ist.
    (David Steindl-Rast)

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    • #3
      Dieser schöne Ausblick bietet sich von der Terrasse des Burgstüberls: Im nächsten Kamm steht der Veiglkogel, es folgt der Reingupf mit seiner ausgeprägt steilen Westflanke und dem Kieneck nun links hinter ihm. Über den Verbindungskamm zum Unterberg mit dem Kirchwaldberg weiter rechts schaut schließlich unverkennbar der Hochschneeberg drüber.
      107-VeiglkogelKieneckReingupf-Kaiserstein.jpg

      Nach der Pause und der Einkehr auf der Terrasse lasse ich die anhängliche Katze dort zurück, die sich nach wie vor ihrem Nachmittagsschlaf widmet, und wende mich der Araburg zu.
      Seit meinem letzten Besuch der Burgruine sind etliche Jahre vergangen. In der Zwischenzeit - konkret ab Mai 2020 - wurde in einigen Räumen der unteren Burg unter dem Namen "Szenarium Araburg" ein ganzjährig geöffnetes Freiluftmuseum mit Schauräumen und Erlebnisstationen zum mittelalterlichen Leben eingerichtet. Seither kostet der Zutritt zum Burgbereich sieben Euro. Ein Besuch nur der Aussichtsplattform auf der Spitze der Bergfrieds um nur einen Euro Eintritt wie davor ist seither nicht mehr möglich.
      Aber ich war relativ lange nicht hier, und heute ist ein besonders schöner Tag für Ausblicke, daher zögere ich natürlich nicht, in die Burg zu gehen. Der Rückblick über den bereits deutlich ansteigenden ersten Burghof zeigt den Zutritt durch den Torturm sowie links die (teilweise wiederhergestellten) mittelalterlichen Mauern, in denen sich nun die Schauräume befinden.
      128-Araburg-ersterHof-Torturm.jpg

      Die ehemalige Georgskapelle ist sichtlich von der Gotik geprägt; sobald man sie betritt, erklingt nun Choralgesang. Interessant ist, dass in der Kapelle noch etwa 100 Jahre nach der Zerstörung der Burg jährlich ein Gottesdienst gefeiert wurde. Erst im Lauf des 19. Jahrhunderts verschwanden dann (leider) die gotischen Fresken von den Innenwänden.
      131-AraburgGeorgskapelle.jpg

      Von den Mauern um den inneren Burghof ist heute teilweise nicht mehr sehr viel erhalten, da brauchbare Steine nach der Zerstörung der Burg vielfach für Bauten in Kaumberg genützt wurden.
      An den Mauerresten vorbei bieten sich dafür schöne Ausblicke wie hier z.B. wieder einmal Richtung Norden zum Wienerwald. Mit dem Schöpfl (und dem Mitterschöpfl) ist rechts hinten sogar der Gruppenhöchste zu sehen.
      133-Mauer-Schöpfl.jpg

      Bereits der Zugang zum Bergfried führt (noch im Freien) über eine sehr steile Metalltreppe. Bevor man über die letzten Treppen im Inneren des Turms ansteigt, empfiehlt sich ein Halt für diesen - bekannten - Durchblick zum Schneeberg.
      138-DurchblickSchneeberg.jpg

      Der Torturm steht inzwischen tief unten. Über ihn bietet sich ein besonders schöner Blick zum Hocheck.
      140-Torturm-HocheckSirnitzgupf.jpg

      Der Bergfried der Araburg wurde erstmals bereits ab dem Jahr 1901 zu einer Aussichtswarte umgebaut. Der sehr steile Zustieg lohnt sich uneingeschränkt, denn hier oben - fast 30 Meter über dem Fuß der Burg - öffnet sich ein prachtvolles Rundum-Panorama!
      Das erste Bild gilt dem Hochschneeberg in etwa 27km Entfernung ziemlich genau im Süden. Etwa 30 Meter Höhendifferenz genügen dafür, dass nun mehr von seinem Gipfelplateau über den Kamm mit dem Kirchwaldberg drüberschaut. Links wieder der Reingupf.
      144A-ReingupfKirchwaldbergSchneeberg.jpg

      Ganz anders der Ausblick Richtung Nordwesten: Der große Brennhof auf seiner flachen Kuppe steht nun weit unten. Im Hintergrund geht der Blick über die Valeriehöhe zum Gföhlbeg.
      148-Brennhof-ValeriehöheGföhlberg.jpg

      Dank der klaren Sicht lohnen sich heute auch ausdrückliche Zoomaufnahmen: Die erste gilt dem Hocheck, dem Wien am nächsten gelegenen Alpengipfel über 1000m Höhe. Im Detail erkennt man deutlich, wie sehr diverse (Winter-)Stürme der letzten Jahrzehnte dem Baumbestand im Gipfelbereich zugesetzt haben. Die Mautstraße von Furth hinauf ist seit Jahren nicht mehr befahrbar, das große Hocheck-Schutzhaus des ÖTK in einem unsanierbaren Zustand, und auch die Zukunft der in die Jahre gekommenen Meyringer-Warte ist ungewiss. Lange Zeit war das Hocheck ganzjährig ein bevorzugtes Ausflugs- und Wanderziel. Im vergangenen Dezember war ich an einem sonnigen Wochentag - weit über dem Dauer-Hochnebel Wiens - ganz allein oben. Wie wird es auf diesem Gipfel weitergehen?
      150-ZoomHocheck.jpg

      Die Nordflanke des 974m hohen Gaissteins. Kaum ein Gipfel der NÖ. Voralpen - noch dazu unter 1000m Höhe - hat von den Schmalseiten eine so markante Form (daher auch der Name "Voralpen-Matterhorn") und so ausgeprägte Felsbildungen.
      Es ist mein bislang bestes Foto der felsigen Gaisstein-Nordflanke; das Hauptproblem ist meist, dass Fotos tagsüber unweigerlich ins Gegenlicht gehen. Ich habe es für das Gipfelquiz genützt, und maxrax hat mittlerweile eine überraschend einfache Route durch die Nordseite des Gaissteins erkundet (sein Forumsbericht dazu).
      151-ZoomGaisstein.jpg

      Kirchwaldberg und Hochschneeberg nochmals im stärkeren Zoom - es muss einfach sein!
      152-ZoomKirchwaldbergHochschneeberg.jpg

      Nach Ostnordosten öffnet sich ein Blick etwa über die Hinterbrühl ins Wiener Becken und - dank der klaren Luft - bis zu den Kleinen Karpaten am Horizont. Etwa in der Bildmitte der Veľký Javorník (594m) rund 15km nördlich von Bratislava, Distanz ganz knapp über 100 Kilometer.
      Als Orientierungshilfe: rechts in der Bildmitte sind der Kleine Anninger und der Husarentempel zu sehen.
      155-ZoomKlAnninger-WienerBecken.jpg

      Abschließend noch ein Detailblick relativ steil hinunter: zum Mayerhof, an dem der markierte Weg von Kaumberg zur Araburg vorbeiführt. Da war ich zu Beginn meiner Wanderung heute bereits unterwegs.
      156-ZoomMayerhof.jpg

      Ein wenig genieße ich das Panorama vom Bergfried noch, dann steige ich mit der gebührenden Vorsicht über die steilen Treppen wieder ab.
      Vom Fuß der Burgruine blicke ich nochmals zum hohen Bergfried hinauf. An seiner Westseite erhielt er aus Verteidigungsgründen einen "Schnabelturm" als Vorbau: Hier befand sich - vom Rücken des Arabergs her - die einzige Schwachseite der Burg; aus allen übrigen Richtungen führten steile Hänge zu ihr hinauf.
      159-AraburgBergfried.jpg

      Nun bleibt mir nur mehr der - relativ kurze - Abstieg zum großen Parkplatz unter der Burg. Der Weg führt zu Beginn kurz steil und auch danach recht direkt hinunter, so brauche ich dafür nicht lange. Das letzte Bild vom Parkplatz steht nochmals für die Farbenpracht, in der die Voralpenlandschaft sich zur Zeit präsentiert. Für diesen Blick am Frönerberg vorbei zum Hocheck steht die Sonne nun am Nachmittag viel günstiger als beim Aufbruch.
      164-FrönerbergHocheck.jpg

      Voller schöner Eindrücke aus den Voralpen kann ich zufrieden und dankbar die Heimfahrt antreten.
      Zuletzt geändert von Wolfgang A.; vor 2 Stunden.
      Lg, Wolfgang


      Für mich ist Dankbarkeit ein Weg,
      der sowohl für den Einzelnen
      wie für die Welt zukunftsweisend ist.
      (David Steindl-Rast)

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      • #4
        Informationen zur Wanderung

        13,2 Kilometer Streckenlänge,
        640 Höhenmeter (mit den zwei Abstechern zum Sender am höchsten Punkt der Plattnerhöhe und dem Gipfel des Kölchbergs).
        Sobald die Bäume Blätter tragen, bieten beide Gipfel keinerlei Ausblicke. Insofern kann ich sie nur mit Vorbehalt empfehlen, hauptsächlich unter dem Aspekt des Bewegungstrainings.
        Auf den Kölchberg führen keinerlei Wegspuren. Wer hinauf möchte, sollte es von Norden bis Nordosten versuchen, wo zwar sehr viel Laub liegt, aber die Hänge relativ sanft sind. Die Westflanke zum unterhalb querenden Weitwanderweg ist hingegen unangenehm steil.

        Außer den zwei Gipfelabstechern folgt die Route ausschließlich markierten Wegen, vom Sattel westlich der Araburg bis nach Kaumberg ist es der Wiener Mariazellerweg (Weitwanderweg 06).

        Mit den Linienbussen zwischen Kaumberg und Hainfeld lässt sich die Runde in Summe gut schließen: An Wochentagen fahren sie - mit einer Unterbrechung am früheren Nachmittag - weitgehend im Stundentakt, an Samstagen und Sonntagen etwa alle zwei Stunden. Dazu kommen täglich zwei Busse von Wien nach Mariazell.
        Natürlich habe ich mir die Frage gestellt, wie lang dieser Fahrplan bestehen bleibt, wenn es häufiger der Fall sein sollte, dass Busse komplett ohne Fahrgäste unterwegs sind...

        Es ist untypisch, dass ich mit dem Abstieg vom Parkplatz Araburg nach Kaumberg begonnen habe. Aber der große (und kostenfreie) Parkplatz bietet stets eine sichere Abstellmöglichkeit. In Kaumberg sind die Parkmöglichkeiten begrenzt: ein Platz direkt bei der Abzweigung von der B18 war voll, und am Hauptplatz war für mich nicht gleich ersichtlich, wo man neben etlichen Verkehrsschildern und auch einigen Absperrungen für Bauarbeiten wie lang stehen dürfte.

        Die Araburg ist ganzjährig zugänglich. Seit der Eröffnung des "Szenariums Araburg" im Jahr 2020 beträgt der Eintritt sieben Euro. Das hat für mich gepasst, da ich etliche Jahre nicht mehr in der Burganlage drinnen war. Ein Besuch nur der Aussichtswarte auf dem Bergfried im Zug einer Wanderung ist hingegen nicht mehr wie früher (um nur einen Euro Kostenbeitrag) möglich.
        https://www.kaumberg.gv.at/araburg/szenarium-araburg/

        Das Burgstüberl ist üblicherweise von Ostern bis Anfang November jeweils Mittwoch bis Sonntag geöffnet. Ich habe gut gegessen, und wenn man bei angenehmen Bedingungen und viel freiem Platz auf der Terrasse sitzen kann, ist es speziell fein.
        https://www.kaumberg.gv.at/araburg/araburgstueberl/

        Der Weg vom Parkplatz hinauf zur Araburg bleibt den Wanderern vorbehalten. Hingegen ist auf der Sandstraße von Nordwesten (nach dem Kollmannhof) die Zufahrt zur Burg mit Mountainbikes erlaubt, laut Tafel "tagsüber und bei geöffnetem Burgstüberl". Mein Eindruck war, dass diese Möglichkeit auch an Wochentagen durchaus genützt wird.

        Im Fall zumindest einer Rast im Burgstüberl empfiehlt sich meine Gehrichtung von West nach Ost mit der Pause im letzten Teil der Strecke. Davon abgesehen wäre die Route m.E. mit ähnlichen Anforderungen und Eindrücken in beide Richtungen begehbar.

        Die schönsten Jahreszeiten für diese Wanderung sind dann, wenn sich die Voralpenlandschaft in besonders ansprechender Farbenvielfalt zeigen kann - also im fortgeschrittenen Frühjahr und zur Baumverfärbung im Oktober.
        Außer dem Kölchberg ist die Route auch im Winter, selbst bei moderater Schneelage, begehbar; allerdings entfällt dann die Einkehrmöglichkeit im Burgstüberl.
        Auch im Sommer könnte man sie - bei nicht zu großer Hitze und nicht zu spätem Aufbruch - gehen: Die beiden Steigungsstrecken (gleich nach Hainfeld und vor der Araburg) verlaufen fast zur Gänze im Wald, die längeren baumfreien Abschnitte liegen auf dem flachen Höhenrücken. Und genau um diese Jahreszeit kann man sich zudem viel Zeit lassen!


        Persönliches Fazit

        Es müssen nicht immer längere Fahrstrecken und alpine Höhen sein. Das Wunderbare an Wien ist ja nicht zuletzt, dass sich so viele reizvolle Wanderungen mit relativ kurzer Anfahrt und maximal in Mittelgebirgshöhen anbieten. Das obere Triestingtal würde ich - mit durchschnittlich knapp einer Stunde Fahrzeit ab Wien - da absolut noch dazu zählen.

        Der gesamte Tag hatte für mich eine ideale Balance aus Bewegung und (moderater) Anstrengung sowie ausreichend Zeit zum Erleben einer wunderbaren Voralpenlandschaft. Selten war mein Fazit am Schluss so eindeutig, dass es ein Tag des Genusswanderns war. Was könnte man sich als Bilanz noch mehr wünschen?
        Zuletzt geändert von Wolfgang A.; vor 2 Stunden.
        Lg, Wolfgang


        Für mich ist Dankbarkeit ein Weg,
        der sowohl für den Einzelnen
        wie für die Welt zukunftsweisend ist.
        (David Steindl-Rast)

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