Im Großteil Österreichs kam heuer pünktlich zu den Eismännern eine Serie sehr kühler und feuchter Tage. Bloß für einen Tag der Woche - Mittwoch, den 13. Mai 2026 - war zumindest im Osten des Landes gutes Wanderwetter angekündigt: nach einem sehr frischen Morgen tagsüber bei angenehmen Temperaturen lange Zeit sonnig. So wollte ich diesen Tag nützen. Es sollte vom Typ her eher eine Genusswanderung werden - mit ausreichend Zeit dafür, Eindrücke von den gerade so ansprechenden Frühlingsfarben der Landschaft zu bekommen.
Ich entscheide mich dafür, von Hainfeld über den Höhenrücken der Plattnerhöhe zur Araburg zu gehen und nach einem Aufenthalt dort nach Kaumberg abzusteigen. Ich kenne die Route zum Teil, bin sie aber noch nie in einem Zug gegangen und war auf einem Abschnitt des Höhenwegs noch gar nie unterwegs. An Wochentagen fahren fast im Stundentakt Linienbusse zwischen Kaumberg und Hainfeld, da lässt sich die Runde einfach schließen.
In Kaumberg stehen - zusätzlich bedingt durch Bauarbeiten - zur Zeit allerdings nur wenige Parkmöglichkeiten im Zentrum zur Verfügung, und zudem komme ich erst ein wenig später als geplant aus Wien weg. Daher fahre ich zu Beginn zum großen Parkplatz unter der Araburg hinauf, der - wie erhofft - am frühen Vormittag eines Werktags kaum belegt ist.
Der recht gemütliche Abstieg vom Parkplatz nach Kaumberg entlang des Weitwanderwegs 06 bildet somit nicht den Abschluss meiner Wanderung, sondern ihren Beginn. Alles südlich des Gerichtsbergs gehört bereits zu den Gutensteiner Alpen, aber die großen einzeln stehenden Gehöfte auf den sanften Kuppen würden auch gut in den Wiesenwienerwald passen. Der erste Blick geht über das Gehöft Gahrer Richtung Nordosten tatsächlich in den Wienerwald (unter anderem zum Hirschenstein, 785m, bei St. Corona am Wechsel).
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Ein erster Blick hinauf zur Araburg, die aus dieser Perspektive beherrschend über dem Tal steht.
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Nach einem kurzen Abschnitt auf der schmalen Zufahrtsstraße zum Parkplatz zweigt der Wanderweg beim Mayerhof von ihr ab und führt meist am Rand großer Wiesen sanft weiter bergab. Wie erhofft, zeigt sich die Frühlingslandschaft in ihren ansprechendsten Farben. Der Blick geht diesmal über den Gerichtsberg zur Valeriehöhe und somit erneut in den Wienerwald.
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Der große Brennhof auf einer flachen Kuppe ist ganz typisch für diese sanfte Landschaft. Erst knapp südlich davon, ab der steilen Flanke des Arabergs, sind die NÖ. Voralpen dann deutlich stärker gegliedert.
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An einer Siedlung und danach dem Friedhof vorbei führt meine Route schließlich auf die Pfarrkirche von Kaumberg zu, die auf dem letzten Ausläufer des Höhenrückens direkt über dem Marktplatz steht. Allein schon der massive Westturm deutet darauf hin, dass es sich bei dem mittelalterlichen Bau um eine ehemalige Wehrkirche handelt.
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Auf dem Markplatz warte ich dann kurz auf den Linienbus nach Hainfeld. Er kommt pünktlich - und vollkommen leer: Ich werde auf der ganzen Strecke der einzige Fahrgast bleiben.
Hainfeld ist eine Stadtgemeinde, aber dennoch ist ihr Zentrum rasch durchquert: ein Stück auf der Hauptstraße, über den Ramsaubach, und dann beginnt der Weg Richtung Südosten bereits anzusteigen. Im Rückblick sehe ich zur Pfarrkirche: Auch sie ist ein ehemaliger Wehrbau aus dem Mittelalter und steht am oberen Rand des Siedlungsgebiets, bereits direkt am Fuß des Hainfelder Kirchenbergs.
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Auf der ersten ansteigenden Wiese widmet sich eine große Kindergartengruppe diversen Spielen. Von der Seite kommt ein unternehmungslustiger Vierbeiner dazu, wahrscheinlich zum großen Gehöft am Fuß des Hangs gehörend.
033-Katze.jpg
Der markierte Weg führt dann in den Wald und steigt dort zunächst relativ steil an. Zu meiner Überraschung sehe ich hier noch eine weitere Katze: Ein zierliches weißes Tier steht auf einem Baumstumpf und schaut mir ohne viel Angst beim Gehen zu.
035-weißeKatzeimWald.jpg
Etwa auf halber Höhe quert der Weg große Lichtungen und wird dabei vorübergehend flacher. Von hier bieten sich erste Ausblicke in die Umgebung: zum Gföhlberg, dem zweithöchsten Gipfel des Wienerwalds, im Nordnordosten...
039-Gföhlberg.jpg
...sowie zum Hainfelder Kirchenberg (924m) im Westen. Sowohl die (gastliche) Hainfelder Hütte auf seinem Gipfel als auch der felsige Kamm nach Süden sind - zumindest mit freiem Auge - gut zu erkennen.
Die Wiesen bieten einen prachtvollen Anblick, der zur Zeit von gelben Farbtönen dominiert wird. Zu meiner Überraschung ist sogar der Löwenzahn teilweise noch nicht verblüht.
043-HainfelderKirchenberg.jpg
Ein weiterer deutlicherer Anstieg führt mich dann auf den Kamm der Plattnerhöhe hinauf. Erst vor wenigen Monaten brachte ein thread hier im Forum die Bestätigung, dass der Name Plattnerhöhe dem gesamten bewaldeten Kamm südöstlich von Hainfeld zwischen den Koten 738 und 744 (in der OSM) gilt. Ich mache den kurzen Abstecher zum Sender auf dem höchsten Punkt im Westen: Der Gipfel ist nicht felsig, sondern rundherum so dicht bewaldet, dass sich - zumindest im Mai - keinerlei Ausblicke öffnen. So kehre ich gleich zur markierten Route zurück. Zunächst sind sowohl der Kamm insgesamt als auch der Weg breit.
045-PlattnerhöheKammweg.jpg
Bald wird der Kamm stärker ausgeprägt, da und dort sogar mit kleinen Felsbildungen, und der Weg schmäler. Nach der Kote 738 geht es kurz deutlich bergab. Dort steht - vermutlich noch nicht lange - eine Rastbank, die zum "Geo-Dendro-Pfad Ramsau" gehört. Da die Bank ideal teilweise in der Sonne steht, nütze ich sie für eine kurze Rast und lese mir auch die Erläuterungen zum Pfad auf der gegenüber stehenden Tafel durch.
046-GeoDendroPfadRamsau-Tafel.jpg
Noch ein kurzes Stück im Wald, dann führt der Weg erstmals auf dem Kamm über eine große Lichtung. Das müssten ja im farbenprächtigen Frühjahr und bei den heutigen Bedingungen die wahren Genuss-Strecken werden.
051-Frühlingswiesen.jpg
Eine Tafel des Geo-Dendro-Pfads weist auf eine geologische Besonderheit am Wegesrand hin (Crinoidenkalk, 190 Millionen Jahre alt). Fotogener sind allerdings die Kartäusernelken, die in ihren kräftigen Farben gleich daneben blühen.
055-Kartäusernelken.jpg
Richtung Südosten werden nun die ersten Berge der Gutensteiner Alpen mit vierstelligen Höhen sichtbar, so z.B. der markante Reingupf (1065m). Das Kieneck rechts hinter ihm ist natürlich noch etwas höher; da täuscht die Perspektive.
060-GehöftKienberg-ReingupfKieneck.jpg
Ich entscheide mich dafür, von Hainfeld über den Höhenrücken der Plattnerhöhe zur Araburg zu gehen und nach einem Aufenthalt dort nach Kaumberg abzusteigen. Ich kenne die Route zum Teil, bin sie aber noch nie in einem Zug gegangen und war auf einem Abschnitt des Höhenwegs noch gar nie unterwegs. An Wochentagen fahren fast im Stundentakt Linienbusse zwischen Kaumberg und Hainfeld, da lässt sich die Runde einfach schließen.
In Kaumberg stehen - zusätzlich bedingt durch Bauarbeiten - zur Zeit allerdings nur wenige Parkmöglichkeiten im Zentrum zur Verfügung, und zudem komme ich erst ein wenig später als geplant aus Wien weg. Daher fahre ich zu Beginn zum großen Parkplatz unter der Araburg hinauf, der - wie erhofft - am frühen Vormittag eines Werktags kaum belegt ist.
Der recht gemütliche Abstieg vom Parkplatz nach Kaumberg entlang des Weitwanderwegs 06 bildet somit nicht den Abschluss meiner Wanderung, sondern ihren Beginn. Alles südlich des Gerichtsbergs gehört bereits zu den Gutensteiner Alpen, aber die großen einzeln stehenden Gehöfte auf den sanften Kuppen würden auch gut in den Wiesenwienerwald passen. Der erste Blick geht über das Gehöft Gahrer Richtung Nordosten tatsächlich in den Wienerwald (unter anderem zum Hirschenstein, 785m, bei St. Corona am Wechsel).
006-GehöftGahrer-Hirschenstein.jpg
Ein erster Blick hinauf zur Araburg, die aus dieser Perspektive beherrschend über dem Tal steht.
008-Araburg.jpg
Nach einem kurzen Abschnitt auf der schmalen Zufahrtsstraße zum Parkplatz zweigt der Wanderweg beim Mayerhof von ihr ab und führt meist am Rand großer Wiesen sanft weiter bergab. Wie erhofft, zeigt sich die Frühlingslandschaft in ihren ansprechendsten Farben. Der Blick geht diesmal über den Gerichtsberg zur Valeriehöhe und somit erneut in den Wienerwald.
012-HornbauerValeriehöhe.jpg
Der große Brennhof auf einer flachen Kuppe ist ganz typisch für diese sanfte Landschaft. Erst knapp südlich davon, ab der steilen Flanke des Arabergs, sind die NÖ. Voralpen dann deutlich stärker gegliedert.
018-Brennhof.jpg
An einer Siedlung und danach dem Friedhof vorbei führt meine Route schließlich auf die Pfarrkirche von Kaumberg zu, die auf dem letzten Ausläufer des Höhenrückens direkt über dem Marktplatz steht. Allein schon der massive Westturm deutet darauf hin, dass es sich bei dem mittelalterlichen Bau um eine ehemalige Wehrkirche handelt.
023-KaumbergPfarrkirche.jpg
Auf dem Markplatz warte ich dann kurz auf den Linienbus nach Hainfeld. Er kommt pünktlich - und vollkommen leer: Ich werde auf der ganzen Strecke der einzige Fahrgast bleiben.
Hainfeld ist eine Stadtgemeinde, aber dennoch ist ihr Zentrum rasch durchquert: ein Stück auf der Hauptstraße, über den Ramsaubach, und dann beginnt der Weg Richtung Südosten bereits anzusteigen. Im Rückblick sehe ich zur Pfarrkirche: Auch sie ist ein ehemaliger Wehrbau aus dem Mittelalter und steht am oberen Rand des Siedlungsgebiets, bereits direkt am Fuß des Hainfelder Kirchenbergs.
031-HainfeldPfarrkirche.jpg
Auf der ersten ansteigenden Wiese widmet sich eine große Kindergartengruppe diversen Spielen. Von der Seite kommt ein unternehmungslustiger Vierbeiner dazu, wahrscheinlich zum großen Gehöft am Fuß des Hangs gehörend.
033-Katze.jpg
Der markierte Weg führt dann in den Wald und steigt dort zunächst relativ steil an. Zu meiner Überraschung sehe ich hier noch eine weitere Katze: Ein zierliches weißes Tier steht auf einem Baumstumpf und schaut mir ohne viel Angst beim Gehen zu.

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Etwa auf halber Höhe quert der Weg große Lichtungen und wird dabei vorübergehend flacher. Von hier bieten sich erste Ausblicke in die Umgebung: zum Gföhlberg, dem zweithöchsten Gipfel des Wienerwalds, im Nordnordosten...
039-Gföhlberg.jpg
...sowie zum Hainfelder Kirchenberg (924m) im Westen. Sowohl die (gastliche) Hainfelder Hütte auf seinem Gipfel als auch der felsige Kamm nach Süden sind - zumindest mit freiem Auge - gut zu erkennen.
Die Wiesen bieten einen prachtvollen Anblick, der zur Zeit von gelben Farbtönen dominiert wird. Zu meiner Überraschung ist sogar der Löwenzahn teilweise noch nicht verblüht.
043-HainfelderKirchenberg.jpg
Ein weiterer deutlicherer Anstieg führt mich dann auf den Kamm der Plattnerhöhe hinauf. Erst vor wenigen Monaten brachte ein thread hier im Forum die Bestätigung, dass der Name Plattnerhöhe dem gesamten bewaldeten Kamm südöstlich von Hainfeld zwischen den Koten 738 und 744 (in der OSM) gilt. Ich mache den kurzen Abstecher zum Sender auf dem höchsten Punkt im Westen: Der Gipfel ist nicht felsig, sondern rundherum so dicht bewaldet, dass sich - zumindest im Mai - keinerlei Ausblicke öffnen. So kehre ich gleich zur markierten Route zurück. Zunächst sind sowohl der Kamm insgesamt als auch der Weg breit.
045-PlattnerhöheKammweg.jpg
Bald wird der Kamm stärker ausgeprägt, da und dort sogar mit kleinen Felsbildungen, und der Weg schmäler. Nach der Kote 738 geht es kurz deutlich bergab. Dort steht - vermutlich noch nicht lange - eine Rastbank, die zum "Geo-Dendro-Pfad Ramsau" gehört. Da die Bank ideal teilweise in der Sonne steht, nütze ich sie für eine kurze Rast und lese mir auch die Erläuterungen zum Pfad auf der gegenüber stehenden Tafel durch.
046-GeoDendroPfadRamsau-Tafel.jpg
Noch ein kurzes Stück im Wald, dann führt der Weg erstmals auf dem Kamm über eine große Lichtung. Das müssten ja im farbenprächtigen Frühjahr und bei den heutigen Bedingungen die wahren Genuss-Strecken werden.
051-Frühlingswiesen.jpg
Eine Tafel des Geo-Dendro-Pfads weist auf eine geologische Besonderheit am Wegesrand hin (Crinoidenkalk, 190 Millionen Jahre alt). Fotogener sind allerdings die Kartäusernelken, die in ihren kräftigen Farben gleich daneben blühen.
055-Kartäusernelken.jpg
Richtung Südosten werden nun die ersten Berge der Gutensteiner Alpen mit vierstelligen Höhen sichtbar, so z.B. der markante Reingupf (1065m). Das Kieneck rechts hinter ihm ist natürlich noch etwas höher; da täuscht die Perspektive.
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Schon bald bekomme ich durch eine besonders zutrauliche Katze - die wohl den Inhabern des Burgstüberls gehört - Gesellschaft. Sie sucht zunächst meine Nähe und Streicheleinheiten, bleibt in unmittelbarer Nähe sitzen und steigt dann sogar auf meine Beine, um das Essen zu begutachten. (Es sind Krautfleckerl, die sehr gut schmecken, aber vermutlich nicht zu den bevorzugten Katzengerichten gehören.
)
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