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Hilfe zum Erstellen von Tourenberichten

Immer wieder haben einige User Probleme beim Erstellen eines Tourenberichtes, insbesondere beim Hochladen und Einfügen von Bildern.
Ihnen soll die folgende kleine Anleitung ein wenig Hilfe geben, wie ein Tourenbericht ganz kurz und schmerzlos erstellt werden kann

In sechs einfachen Schritten kann ein neuer Bericht leicht erstellt werden:

1. Bilder zum Bericht aussuchen
2. Bilder verkleinern
3. Im Forum "Toureninfo & Verhältnisse" das passende Unterforum auswählen
4. Bilder hochladen
5. Die Bilder mit dem Text ergänzen
6. Fertigstellen/Kontrollieren des Berichtes und Veröffentlichen



Im Folgenden werden die einzelnen Schritte ausführlich erklärt:

1. Bilder zum Bericht aussuchen
Möglichst aussagekräftige Fotos wählen, die auch die Route und wesentliche Details darstellen.
Gegen einzelne "schöne" Landschafts- und Blumenbilder ist natürlich nichts einzuwenden ...


2. Bilder verkleinern
Bewährt hat sich ein Format mit der längeren Bildkante 900 Pixel.
Damit läßt sich bei Speicherung als JPEG eine recht ordentliche Bildqualität erzielen, bei Photoshop etwa abhängig vom Sujet 80/100.


3. Im Forum "Toureninfo & Verhältnisse" das passende Unterforum auswählen
z.B. "Wanderungen und Bergtouren" - "Steiermark"
+Neues Thema wählen

Titel etwa nach dem Schema
Gipfel (Höhenangabe), Anstiegsroute, Gebirgsgruppe (ostalpin nach AVE)

Möglichst bis zu 5 aussagekräftige Stichworte vergeben.

Zum Bilderhochladen weiter mit der "Büroklammer".


4. Bilder hochladen
Möglichst bitte NUR so:
a) "Büroklammer"
b) "Anhänge hochladen"


4.1 Bilder auswählen
Abhängig vom eigenen Rechner/Betriebssystem.
Maximal 15 Bilder pro Posting sind derzeit zulässig, eine größere Bilderanzahl erfordert Folgepostings (Antworten).
(Bewährt hat sich auch, 1-2 Bilder weniger hochzuladen, um für spätere Ergänzungen eine kleine Reserve zu haben.)

4.2 Liste der hochgeladenen Anhänge
Die Auflistung ist leider nicht chronologisch nach Bildbezeichnung geordnet.

Im Textfeld die gewünschte Einfügeposition mit dem Cursor markieren,
bzw. die gelisteten Bilder in der gewünschten Reihenfolge einzeln als "Vollbild" oder "Miniaturansicht" platzieren.
Eine oder mehrere Leerzeilen zwischen den Bildern erleichtern später das Einfügen von Text.


5. Die Bilder mit dem Text ergänzen
Die Bilder sind nun in der richtigen Reihenfolge im Textfenster positioniert.
Ich bevorzuge im ersten Schritt die Positionierung als "Miniaturansicht".
Das erleichtert beim Texteinfügen die Übersicht.
Muß aber nicht sein, natürlich lassen sich die Bilder auch gleich als Vollbild (also in der hochgeladenen Größe) platzieren.

5.1 Text
Jetzt kann der Text ergänzt werden.
Möglichst über dem Foto - ich finde das übersichtlicher ...
Der Text kann natürlich auch vorher erfaßt werden und anschließend einkopiert werden.

5.2 Bildgröße ändern
Wurden die Bilder vorerst als "Miniaturansicht" platziert, können sie einfach auf das finale Darstellungsformat skaliert werden:
a) Doppelklick auf die "Miniaturansicht" öffnet ein Pop-Up-Fenster
b) unter "Größe" idR "Vollbild" wählen
c) OK


6. Fertigstellen/Kontrollieren des Berichtes
Anschließend sollte der Bericht noch in der "Vorschau" kontrolliert werden.
In manchen Fällen muß zur Ansicht der "Vorschau" ziemlich weit nach unten gescrollt werden!

6.1 Veröffentlichen des Berichtes
Zum Schluß noch auf "Abschicken" klicken - und nach einer kurzen "Nachdenkpause" des Servers ist der Bericht online.



Nach dem ersten Durchlesen dieses Leitfadens mag das Erstellen eines Berichtes etwas kompliziert erscheinen - ist es aber nicht:
Viele Tourenberichte schreiben hilft sehr.

Die Reihenfolge der einzelnen Schritte ist nicht so starr wie es hier scheinen mag; natürlich kann auch zuerst der Text erstellt werden und die Bilder nachträglich eingefügt.

Änderungen am fertigen Bericht sind für den Ersteller 24 Stunden lang möglich, bei der Berichtigung später entdeckter Fehler hilft gerne ein zuständiger Moderator. Ebenso beim Verschieben eines Berichtes in das richtige Tourenforum.

Viel Freude bei euren Bergtouren UND dann beim Berichteschreiben,


P.S.: Diese Anleitung, ergänzt um verdeutlichende Screenshots, findet ihr auch unter http://www.gipfeltreffen.at/forum/gi...ourenberichten
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Regelwerk für die Benutzung des Forums Gipfeltreffen

Alle Forumsuser/-innen sind aufgefordert, das Regelwerk zu lesen und sich daran zu halten!

1) Registrierung

Die Registrierung und Benutzung unserer Foren ist kostenlos. Es ist registrierten Teilnehmern/-innen (Usern/-innen) erlaubt, den Forums-Account bis auf Widerruf im Rahmen der vorgegebenen, jederzeit änderbaren Forumsregeln für private Zwecke zu nutzen. Ein späteres Löschen des Forums-Accounts sowie der ins Forum eingebrachten Inhalte oder Bilder ist nicht möglich. Auf Wunsch des Benutzers kann der Account stillgelegt werden. Der Benutzername kann dann von niemandem mehr benützt werden und wird vor Missbrauch geschützt.

2) Hausrecht

Die Forenbetreiber legen Wert auf die Tatsache, dass alle User/-innen Gast in diesem Forum sind und die Betreiber als Gastgeber bei Bedarf ihr Hausrecht jederzeit ausüben können und auch werden. User, die sich überwiegend darauf beschränken zu provozieren, werden ausgeschlossen.

3) Haftung

Die von Usern/-innen verfassten Beiträge stellen ausschließlich die persönliche, subjektive Meinung des Verfassers dar, und keinesfalls die Meinung der Betreiber und Moderatoren dieses Forums. Die Forenbetreiber übernehmen keine Haftung für die Richtigkeit der ausgetauschten Informationen.

4) Umgangston

Die Forenbetreiber erwarten von allen Usern/-innen, sich an die Netiquette zu halten. Auf einen wertschätzenden, höflichen Umgangston wird Wert gelegt.

5) Thementreue

Die Forenbetreiber legen großen Wert auf Thementreue der Beiträge und Übersichtlichkeit von Threads, um den Informationsgehalt des Forums möglichst hoch zu halten. Überschneidungen der Inhalte verschiedener Threads sind zu vermeiden.

6) Verboten ist/sind:

- Beleidigungen, Sticheleien und Provokationen (auch per PN);
- Politische oder religiöse Themen;
- Rechtswidrige Inhalte (unter anderem rechtsradikale oder pornografische Inhalte, Hackinganleitungen, Verstöße gegen das Urheberrecht) sowie das Verlinken zu Seiten mit solchen Inhalten;
- Die Verwendung von fremdem Bildmaterial, Kartenausschnitten und Topos ohne Zustimmung des Autors;
- Die Veröffentlichung von persönlichen Nachrichten (PN), E-Mails oder dergleichen ohne Zustimmung des Verfassers;
- Das Aufdecken der Identität oder die Preisgabe persönlicher Daten eines Users/Moderators/Administrators;
- Werbung für konkurrenzierende Plattformen;
- Das Führen von Doppel- oder Mehrfachaccounts;

7) Moderation:

Die Moderatoren/Administratoren werden von den Forenbetreibern bzw. ihren Vertretern ernannt.
Sie sind von den Forenbetreibern verpflichtet, für die Einhaltung der Regeln zu sorgen und somit ermächtigt, die von Usern/-innen bereit gestellten Inhalte (Texte, Anhänge und Verlinkungen) daraufhin zu prüfen und im Bedarfsfall zu bearbeiten, verschieben, zu löschen oder Themen zu schließen. Im Falle der Löschung von Beiträgen können auch jene Beiträge anderer User ganz oder teilweise entfernt werden, die auf einen gelöschten Beitrag Bezug nehmen.

Änderungen von Beiträgen werden - soweit irgend möglich – unter Angabe des Änderungsgrundes gekennzeichnet. Eingriffe, die den Sinn eines Beitrags verändern, werden nicht vorgenommen. Für die geänderten Teile eines Beitrags haftet der ursprüngliche Ersteller nicht.

Wer etwas gegen das aktive Handeln der Moderatoren/-innen vorzubringen hat, kann dies sachlich, mit konkretem Bezug und zeitnah (innerhalb von 6 Wochen ab Anlass) im Unterforum "Zum Forum/Moderation..." darlegen. In allen anderen Foren werden solche Postings im Sinne der Thementreue der Beiträge kommentarlos gelöscht. Bloßes „Mod-Bashing“ führt zu einer sofortigen Sperre.

Das Unterlaufen von Handlungen und Maßnahmen der Moderatoren ist nicht zulässig. Darunter fällt auch das Fortführen des Themas eines geschlossenen oder gelöschten Threads in einem neuen gleichartigen oder ähnlichen Thread. Ergänzungen und Hinweise von Moderatoren und Administratoren dürfen von Usern in deren Beiträgen nicht verändert oder gelöscht werden.

8) Profil/Signatur

Ein übermäßiges Ausnutzen der Signatur ist unerwünscht. Diese sollte vor allem eine maßvolle Größe haben. Nicht mit der Forumsleitung abgesprochene Werbung (für kommerzielle Angebote), Beleidigungen oder Anspielungen in der Signatur oder dem Profiltext werden nicht toleriert.

9) Werbung

Kommerzielle Werbung im Forum Gipfeltreffen ist kostenpflichtig (siehe Unterforum Werbung). Werbepostings müssten vor Platzierung mit der Forumsleitung vereinbart werden.

10) Gemeinschaftstouren/Bazar

Die Forenbetreiber stellen die Foren "Forum für Gemeinschaftstouren" und " Bazar" ausschließlich für private Kontaktzwecke zur Verfügung und gehen damit keinerlei Verpflichtungen oder Haftungen ein! Alle Kontakte in diesen Foren laufen ausschließlich zwischen den Usern/-innen und auf Basis des gegenseitigen Vertrauens. Bei nachweislichen Betrugsfällen stellen die Forenbetreiber alle vorhandenen Informationen zur Verfügung, um eine straf- und zivilrechtliche Verfolgung zu ermöglichen.

11) Regelwidriges Verhalten

User/-innen, die sich regelwidrig verhalten, werden per PN verwarnt und/oder gesperrt. Art und Dauer der Maßnahme richten sich nach der Schwere und der Häufigkeit der Regelübertretung/en. Die betroffenen User/-innen werden darüber per Mail informiert. Ein Posten unter einer anderen Registrierung in der Zeit der Accountsperre ist verboten und zieht automatisch eine Verlängerung der Sperre nach sich.

Wer gegen geltendes Recht verstößt, wird im Ernstfall von uns zur Anzeige gebracht.

12) Information

Die Forumsbetreiber behalten sich das Recht vor,
- alle registrierten User/-innen in unregelmäßigen Abständen über Themen rund um das Bergsteigen, alpiner Sicherheit, Risikomanagement und Weiterbildung per Mail zu informieren und
- dieses Regelwerk jederzeit abzuändern.

13) Nutzung von hochgeladenen Anhängen

Die User/-innen stellen den Forenbetreibern die eingestellten Bilder sowie sonstige Anhänge zur Nutzung im Forum zur Verfügung. Eine darüber hinaus gehende Nutzung der eingestellten Bilder und sonstigen Anhänge durch die Forenbetreiber erfolgt nicht.
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WICHTIG - BITTE BEACHTEN!!!

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10.02.24 Von Ernstbrunn über Hirschberg und Kirchberg nach Karnabrunn, Weinviertel

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  • 10.02.24 Von Ernstbrunn über Hirschberg und Kirchberg nach Karnabrunn, Weinviertel

    • Wegführung: Ernstbrunn (12.10) - Zeiselberg - Hirschberg (313m) - Kirchberg (358m) - Karnabrunn (16.45)
    • Länge: 12,7 km
    • Höhenmeter (Aufstieg): 370 hm
    • Reine Gehzeit: ca. 3,5 Std.
    • Viecher: 8 Rehe, 8 Hasen, 1 Fasan, Amseln
    Spontaner Ausflug ins Weinviertel, erst am Vortag gemeinsam beschlossen. Sehr milde Luftmassen, Föhnsturm im Gebirge. Schneemäßig uninteressant. Schon auf der Hinfahrt war von der Donau aus stromaufwärts die Nebelbank bei Korneuburg zu sehen, in die wir auch kurz eintauchten, ehe wir nach Norden abbogen. Ganztägig befanden wir uns am Rand der kühlen Nebelluft im Westen und milder Föhnluft im Osten. Von Karnabrunn fuhren wir mit dem Bus nach Ernstbrunn und stiegen am Hauptplatz aus.

    Ausgangslage: Sichtbarer Satellitenbildkanal um 10 Uhr (links) und Lufttemperatur um 14 Uhr (rechts):

    Die späteren Satellitenbilder zeigen einen dichten Cirrusschirm, der den Nebel darunter verdeckte. Die Lage um 10 Uhr ist aber repräsentativ für den ganzen Tag, wenngleich der Nebel sich teilweise auflöste und in starken Dunst überging. Gänzlich wolkenlos war es am Vormittag im Osten, wo sich schon der lebhafte Südostwind durchsetzte. Knapp nordöstlich von Wien bildete sich durch die Gebirgsüberströmung ein kleinräumiges Leetief. Dadurch wurde die kalte Nebelluft im Tullnerfeld und im Waldviertel angesaugt (Nordwestwinde). Diese Konstellation mit unterschiedlicher Position wird vortex vindobonensis genannt.

    Unsere Wanderroute verlief zwischen der kalten Luft im Westen (7 bis 10 Grad) und der milden Luft im Osten (15-17 Grad). Die Hochnebelschwaden reichten bis in die breite Talfurche östlich vom Rohrwald, die sich bis Karnabrunn erstreckt.



    Bild 1: Kirche Ernstbrunn mit gotischem Chor und um 90 Grad gedrehte Saalkirche

    Gründung um 1055 angenommen, die Ursprungskirche ist romanisch und in Gestalt der Feliciankapelle (bzw. Marienkapelle) noch erhalten, 1760 wurde die Saalkirche im Westen angebaut.


    Bild 2: Der geräumige Hauptplatz von Ernstbrunn, immerhin knapp 3000 Einwohner.


    Bild 3: Vom Hauptplatz nach Osten Blick zu den Kleinen Karpaten, hier Vápenná links (747m, 68km)


    Bild 4: Eine Allee.


    Bild 5: Strom und Felder.


    Bild 6: Schneebergblick von der ersten Erhebung südlich von Ernstbrunn.

    Darüber bereits ausgeprägte Föhnwolken (Altocumulus lenticularis) und charakteristisch für Föhn mit sehr milden Luftmassen auch die Quellbewölkung.


    Bild 7: Zeichen für hohe Windgeschwindigkeiten.

    Die Fernsicht reichte noch viel weiter, bis Gippel und Göller, die noch klar erkennbar waren, rund 100km Distanz.


    Bild 8: Richtung Donautal sah man anfangs die Oberseite der Hochnebelschwaden.


    Bild 9: Haselpollen.


    Bild 10: Rückblick zu den Leiser Bergen.

    Im Frühling hab ich mir einen neuerlichen Besuch fest vorgenommen, evtl. von Niederleis nach Mistelbach, wobei ein Abstecher zur romanischen Kirche Michelstetten Pflicht ist. Das Langhaus stammt nämlich möglicherweise noch aus der karolingischen Zeit und damit wäre es eine der ältesten Kirchen von Österreich.


    Bild 11: Kleine Karpaten in voller Länge.


    Bild 12: Tolle Lichtstimmungen in einer idyllischen Landschaft.

    Anders als man auf den ersten Blick auf die Karte vermutet hätte, gab es nur wenige Asphaltabschnitte auf der gesamten Route.


    Bild 13: Zwei von vielen Feldhasen, die wir neben Rudeln von Rehen am Weg gesehen haben
    .

    Dies war im Anstieg zum Hirschberg (313m), der zumindest einen Sichtpflock am höchsten Punkt vorzuweisen hatte.


    Bild 14: Ausgeprägte Dunstschicht mit der kälteren Luft darunter in der breiten Talfurche.


    Bild 15: DC Tower 2 in Bau, DC Tower 1 und Donauturm.

    Ziemlich genau davor liegt der Ort Stetten mit der spätgotischen Pfarrkirche.


    Bild 16: Nach dem Galgenberg lag schließlich der letzte Hügel vor uns: Kirchberg bei Karnabrunn.

    Am Weg dorthin tauchten wir allmählich in die kühlere Luft ein, die von Süden her einströmte. Die Bewölkung wurde nun wesentlich kompakter, denn das Aufgleiten der wärmeren Luft auf die kältere Luft hatte eingesetzt, das Italientief intensivierte sich. Viel Niederschlag fiel im Osten später aber nicht.


    Bild 17: Die 1737 erbaute barocke Kirchenstiege von Karnabrunn zur Wallfahrtskirche.

    Die Kirche selbst wurde 1684-1686 von Julius Friedrich Bucelleni erbaut. In Verlängerung der Stiege liegt das barocke Wasserschloss auf den Fundamenten eines Vorgängerbaus.



    Bei der Kirche befindet sich ein überdachter Rastplatz, wo wir Wolfgangs Vorräte vernichteten, denn ich hatte vor der Tour ausgiebig am Yppenplatz gefrühstückt und danach vergessen, mir noch etwas mitzunehmen.

    Bild 18: Vom Rastplatz sah man zur Kirche Großrussbach, eine ehemalige Wehrkirche.


    Bild 19: 287 Jahre Witterungseinflüsse haben ihre Spuren hinterlassen



    Vom Fuß der Stiege war es dann nicht mehr weit bis zum Parkplatz.

    Danke für die Abwechslung, Wolfgang - es müssen nicht immer anspruchsvolle Gipfel sein. Und gerade von niedrigen Erhebungen im Flachland ergeben sich oft ganz spannende Sichtachsen.

    Bis auf eine Reiterin haben wir am ganzen Weg niemanden getroffen.

    Lg, Felix
    Zuletzt geändert von Exilfranke; vor einer Woche.
    http://www.wetteran.de

  • #2
    Am Beginn stand mein Wunsch, mir nach einer ziemlich dichten (Arbeits-)Woche am Samstag zumindest einige Stunden die Beine zu vertreten. Die Voralpen lockten mich angesichts von (mühsamem) Restschnee ab den mittleren Höhen und immer böigerem Wind im Tagesverlauf diesmal aber nicht besonders. So entstand die Idee, ins Weinviertel zu fahren und dort eine mir noch nicht bekannte Strecke zu gehen.
    Nach einem Austausch der Wochenendpläne im Freundeskreis ergab sich dann, dass Felix und ich uns gemeinsam auf den Weg machen wollten. Eine erfreuliche Variante des ursprünglichen Vorhabens!

    Einige Bildeindrücke auch von mir:

    Wir starten in der Marktgemeinde Ernstbrunn mit einem recht kompakten Ortskern um den langgestreckten Hauptplatz. An seiner westlichen Schmalseite stehen die Pfarrkirche und der Pfarrhof.
    03-ErnstbrunnPfarrkirche-Portal.jpg

    Ein Stück südlich des Hauptplatzes passieren wir den Gasthof Schwarzer Adler. Das spätbarocke Gebäude wurde zu Beginn als Bürgerspital genutzt.
    06-Ernstbrunn-GhfSchwarzerAdler.jpg

    Ein typisches Bild für den Tag - sowohl von der Bewölkung als auch der Landschaft. In den vergangenen Jahren entstanden vor allem im östlichen und südöstlichen Weinviertel große Windparks. Der Windpark Simonsfeld etwa südwestlich von Ernstbrunn nimmt sich demgegenüber mit vier Kraftwerken bescheiden aus.
    09-WindparkSimonsfeld.jpg

    Die Szenerie einige Minuten danach.
    Gleich doppelt überrascht bin ich von den Fernblicken, die dieser Platz bietet. Dass der Schneeberg von der eher flachen Kuppe südlich von Ernstbrunn überhaupt im Blickfeld ist, erstaunt mich ebenso wie die gute Fernsicht trotz des Südföhns mit Saharastaub im Gepäck. Die Distanz zum Kaiserstein (vgl. das sechste Foto von Felix) beträgt immerhin fast 93 Kilometer!
    13-WindparkSimonsfeld.jpg

    Zweimal überqueren wir auf unserer Route das Gleis der Bahnlinie von Korneuburg nach Ernstbrunn. Die Lokalbahn führt mit erstaunlich vielen Kurven und Steigungsstrecken durch die hügelige Landschaft.
    Mir war bewusst, dass der Personenverkehr auf der Strecke bereits vor langem eingestellt wurde (exakt war es im Mai 1988). Dass die Strecke Korneuburg - Ernstbrunn seit einigen Jahren (wieder) für Güterverkehr zum großen Kalkwerk in Ernstbrunn, vor allem aber an Wochenenden im Sommerhalbjahr für den "ErlebnisZug Leiser Berge" genützt wird, ist meiner Aufmerksamkeit bisher hingegen entgangen.
    Mehr dazu im Artikel der wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Lokalb...2%80%93Hohenau
    15-RegiobahnKorneuburgErnstbrunn.jpg

    Ein ganz typischer Blick über die wellig-bucklige Landschaft. Links im Vordergrund die (Teil-)Gemeinde Kleinebersdorf; rechts hinten ist der Turm der stattlichen alten Kirche von Großrussbach zu sehen.
    21-ZoomKleinebersdorfGroßrussbach.jpg

    Etwa in der Mitte unserer Route dringt die Sonne für einige Zeit stärker durch die Schichtwolken und bringt die Landschaft ganz neu zum Leuchten.
    Eine sehr friedliche Szenerie mit dem Gleis der Lokalbahn, trotz der drei Windkraftwerke. Würde plötzlich Erwin Steinhauer langsam auf einem alten Rad vorbeifahren, wäre es auch nicht erstaunlich.
    26-WindparkSimonsfeld.jpg

    Vom beginnenden Anstieg auf den Hirschberg blicken wir nach Norden zu der - noch zur Marktgemeinde Ernstbrunn gehörenden - Ortschaft Naglern.
    Dahinter die Leiser Berge mit den höchsten Erhebungen des gesamten Weinviertels: links der Oberleiser Berg (457m), in der Bildmitte der Buschberg (490m).
    31-Naglern-LeiserBerge.jpg

    Der relativ steilste Anstieg des Tages führt uns dann (fast) auf den Galgenberg hinauf. Knapp danach sehen wir über eine Lichtung bereits zur letzten und höchsten Erhebung unserer heutigen Route: dem 359m hohen Kirchberg (oder Steinmaißelberg) mit der weithin sichtbaren Wallfahrtskirche Karnabrunn.
    40-KarnabrunnWallfahrtskirche.jpg

    Die Kirche von Karnabrunn wurde in einheitlichem Frühbarockstil erbaut. Sie ist heute leider versperrt, aber wir nützen den ruhigen Platz vor ihr für eine Rast und das Teilen unseres Proviants.
    42-Karnabrunn-Wallfahrtskirche.jpg

    Im Anschluss fehlt nur mehr der kurze Abstieg in den Ort Karnabrunn. Er führt uns zuerst über die lange Stiege Richtung Südosten bergab, die von sechs großen Heiligenfiguren gesäumt wird. Mit etwa 200m Länge und 104 Stufen handelt es sich um die längste Barockstiege, die in Niederösterreich erhalten ist.
    51-KarnabrunnStiegenaufgang.jpg

    Durch die stimmungsvolle Kellergasse kehren wir schließlich zum Ausgangspunkt an der Laaer Straße zurück.
    53-KarnabrunnKellergasse.jpg


    Persönliches Fazit

    Dafür, dass das Weinviertel direkt nördlich von Wien beginnt, war ich in Summe bisher relativ selten in dieser Region wandern. Zweimal war es im Herbst, etwas häufiger im mittleren und späteren Frühling, wenn die Landschaft sich besonders farbenfroh zeigt.

    Im Feber präsentieren sich die Farben selbst bei hohen Temperaturen natürlich noch deutlich zurückhaltender. Dennoch konnte ich den eigenen Reiz der Landschaft erleben: Sie strahlt etwas Ruhiges aus, ist zugleich aber nicht eintönig. Überrascht war ich, wie gut es möglich ist, längere Strecken nahezu komplett abseits von Straßen oder Siedlungen unterwegs zu sein. Die Markierungen der direkten Route Ernstbrunn - Karnabrunn bestehen über weite Strecken zwar mehr in der Theorie als in der Praxis ; ein komplettes Verirren sollte bei guter Sicht dennoch schwer sein. Wir sind nur einmal falsch abgebogen, wobei die ungeplante Route dann ein wenig länger, dafür aber deutlich schöner war.

    Wer lieber auf gut markierten Wegen geht, sollte sich an einen der Weitwanderwege oder den Jakobsweg Weinviertel halten. Er führt übrigens unter anderem auch von Ernstbrunn nach Karnabrunn, aber auf einer um einige Kilometer längeren Strecke über Großrussbach.

    Vielen Dank für den gemeinsam verbrachten Tag, Felix!
    Meine Erwartungen an das Vertreten der Beine und das Durchlüften des Geistes haben sich zur Gänze erfüllt. Und auch bei mir ist die Lust daran neu geweckt worden, weitere Routen im Weinviertel zu Fuß zu erkunden.
    Zuletzt geändert von Wolfgang A.; vor einer Woche.
    Lg, Wolfgang


    Für mich ist Dankbarkeit ein Weg,
    der sowohl für den Einzelnen
    wie für die Welt zukunftsweisend ist.
    (David Steindl-Rast)

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    • #3
      Ich bin 2020/21 in etlichen Einzeletappen von Retz bis nach Wien gegangen (Weitwanderweg 07). Dabei bin ich natürlich auch durch Ernstbrunn gekommen, aber auch der 07er geht über Großrußbach und lässt Karnabrunn "rechts liegen". Die Landschaft ist durchaus erwandernswert und vielleicht gerade, weil sie nicht so spektakulär ist, gut für Körper und Seele.
      LG, Eli

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      • #4
        Ursprünglich war ich ja am "Austausch der Wochenendpläne im Freundeskreis" beteiligt, bin dann aber in's Waldviertel "abgebogen", um dort mit dem MTB etwas mehr Höhenmeter zu absolvieren.

        Einen schöne Wanderung ist es geworden, ich melde mich gerne für eine weitere Erkundung dieser Region an.

        LG, Günter
        Meine Touren in Europa

        Nicht was wir erleben, sondern wie wir es empfinden, macht unser Schicksal aus.
        (Marie von Ebner-Eschenbach)

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        • #5
          Feine Wanderung!
          Beim „Schwarzen Adler“ in Ernstbrunn kehren wir oft und gerne ein.
          Aber für euch zu früh bei einem Start in Ernstbrunn.


          L.G. Manfred



          Zuletzt geändert von manfred1110; vor einer Woche.

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