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Wegführung: Oberlandhütte – Klooalm – Stadlbergalm – Kamm (1880m) – Kesselbodenalm – Klooalm (Einkehr) – Oberlandhütte | 880hm, 16.2km
Zweiter Tag der geführten Alpenvereinstouren ab Oberlandhütte, der im Zeichen eines durchziehenden Orkantiefs stand. Wir waren dabei auf die Butterseite gefallen, auch wenn es zuerst nicht danach aussah. Die Globalmodelle schmierten den Niederschlag der Warmfront und im Warmsektor über die Kitzbüheler Alpen – das hätte einen regnerischen Tag bedeutet.
Nach den Lokalmodellen hingegen nur unergiebige Niederschläge tagsüber, höchstens ein Liter pro Quadratmeter – sie sind aufgrund der höheren Auflösung der Topographie besser in der Lage, föhnige Effekte einzurechnen. Im Hochgebirge herrschte zwar stürmischer Westwind mit Orkanböen, über den Alpenhauptkamm wehte hingegen seichter Südföhn. Die Druckdifferenz von Südtirol bis Oberbayern betrug rund 10hPa – durch den starken Druckfall an der Alpennordseite ergab sich die Südströmung unterhalb Kammniveau und dadurch Föhn, der den Hauptniederschlag lange vom Spertental fernhielt. Daher hatten wir tagsüber brauchbare Tourenbedingungen mit eigentlich guter Fernsicht.
Einziger Wermutstropfen war das starke Tauwetter: Am Hahnenkamm (1794m) stieg die Temperatur von -3°C am Samstagabend auf +9°C am Sonntagmittag. Entsprechend nass war der tauende Schnee und mein rechter Wanderschuh, dessen Imprägnierung versagte.
Auflockerungen über dem Spertental am Sonntag, 09 Uhr MESZ
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Csaba fütterte der Kuh geschnittene Äpfel und kraulte sie dabei, was sie sichtlich genoss
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Wir folgten wie am Vortag dem Wanderweg in den Oberen Grund, gingen aber bis zur Jausenstation Klooalm weiter.
stark verrosteter zylindrischer Tank, entweder für Öl, Diesel oder Löschwasser
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steiler Aufstieg zur Stadlbergalm, anfangs noch schneefrei
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Gegenüber unsere Tour vom Folgetag: Über den markierten Südanstieg aufs Brechhorn, dann Querung der Südostflanke teils weglos, teils am Jagdsteig und wegloser Abstieg über den freien schneebedeckten Hang links bis zu einem Jagdhaus – ab dort dem Forstweg bis ins Tal folgend.
Brechhorn (2032m), Fleiding (1892m) und Gampenkogel (1957m)
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Bei der Stadlbergalm (1630m) begann der Schnee und die Ziegen schauten neugierig
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Wir blieben auf dem Forstweg, um dem Gatsch möglichst lange auszuweichen.
Blick zum inzwischen schneefreien Gaisberg (1770m), links Hohe Salve (1828m) und das Trainsjoch (1708m) in den Brandenberger Alpen blass dazwischen
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Der Blick nach Südwesten zeigte, dass am Talschluss unterhalb des Stangenjochs (1713m) der föhnige Südwind noch nicht gegriffen hatte – die Bäume waren dort noch schneebedeckt. Im Vordergrund am Osthang des Rettensteinjochs war der Schnee auf gleicher Höhe hingegen schon von den Bäumen abgefallen. Außerdem täuschte die Perspektive, denn zwischen Stangenhoch und Wildkogel befindet sich ein tiefer Einschnitt, das Mühlbachtal (1300m).
dick verschneiter Talschluss am Oberen Grund, dahinter Wildkogel (2224m) mit Skigebiet-Bergstation und Bergrestaurant rechts, dahinter Foißkarkopf (3029m) und Hütteltalkopf (2962m) in der Venedigergruppe (Oberpinzgau).
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Dann erreichten wir an der flachen Scharte vor dem Südkamm des Schwarzkogels den zunächst breiten Kamm
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Der Wind hielt sich heroben in Grenzen, der Südföhn war hier nicht stark ausgeprägt – gerade ausreichend, um die Regenwolken länger von uns fernzuhalten. Zeitweise regnete es leicht, aber unangenehmer war (für mich) ohnehin der feuchte und rutschige Schnee.
Blick nach Osten zum Gamshag (2178m, mittig) und zum markanten Geißstein (2363m) rechts
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Geißstein, die Scharte links heißt Schlaberstatt (2048m)
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Loferer und Leoganger Steinberge im Hintergrund, links hinten Chiemgauer Alpen
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Loferer Steinberge mit Rothorn, Mitterhorn – davor Karstein (1922m), Reifhorn und Großes Ochsenhorn (2511m)
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Wegführung: Oberlandhütte – Klooalm – Stadlbergalm – Kamm (1880m) – Kesselbodenalm – Klooalm (Einkehr) – Oberlandhütte | 880hm, 16.2km
Zweiter Tag der geführten Alpenvereinstouren ab Oberlandhütte, der im Zeichen eines durchziehenden Orkantiefs stand. Wir waren dabei auf die Butterseite gefallen, auch wenn es zuerst nicht danach aussah. Die Globalmodelle schmierten den Niederschlag der Warmfront und im Warmsektor über die Kitzbüheler Alpen – das hätte einen regnerischen Tag bedeutet.
Nach den Lokalmodellen hingegen nur unergiebige Niederschläge tagsüber, höchstens ein Liter pro Quadratmeter – sie sind aufgrund der höheren Auflösung der Topographie besser in der Lage, föhnige Effekte einzurechnen. Im Hochgebirge herrschte zwar stürmischer Westwind mit Orkanböen, über den Alpenhauptkamm wehte hingegen seichter Südföhn. Die Druckdifferenz von Südtirol bis Oberbayern betrug rund 10hPa – durch den starken Druckfall an der Alpennordseite ergab sich die Südströmung unterhalb Kammniveau und dadurch Föhn, der den Hauptniederschlag lange vom Spertental fernhielt. Daher hatten wir tagsüber brauchbare Tourenbedingungen mit eigentlich guter Fernsicht.
Einziger Wermutstropfen war das starke Tauwetter: Am Hahnenkamm (1794m) stieg die Temperatur von -3°C am Samstagabend auf +9°C am Sonntagmittag. Entsprechend nass war der tauende Schnee und mein rechter Wanderschuh, dessen Imprägnierung versagte.
Auflockerungen über dem Spertental am Sonntag, 09 Uhr MESZ
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Csaba fütterte der Kuh geschnittene Äpfel und kraulte sie dabei, was sie sichtlich genoss
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Wir folgten wie am Vortag dem Wanderweg in den Oberen Grund, gingen aber bis zur Jausenstation Klooalm weiter.
stark verrosteter zylindrischer Tank, entweder für Öl, Diesel oder Löschwasser
3.jpg
steiler Aufstieg zur Stadlbergalm, anfangs noch schneefrei
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Gegenüber unsere Tour vom Folgetag: Über den markierten Südanstieg aufs Brechhorn, dann Querung der Südostflanke teils weglos, teils am Jagdsteig und wegloser Abstieg über den freien schneebedeckten Hang links bis zu einem Jagdhaus – ab dort dem Forstweg bis ins Tal folgend.
Brechhorn (2032m), Fleiding (1892m) und Gampenkogel (1957m)
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Bei der Stadlbergalm (1630m) begann der Schnee und die Ziegen schauten neugierig
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Wir blieben auf dem Forstweg, um dem Gatsch möglichst lange auszuweichen.
Blick zum inzwischen schneefreien Gaisberg (1770m), links Hohe Salve (1828m) und das Trainsjoch (1708m) in den Brandenberger Alpen blass dazwischen
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Der Blick nach Südwesten zeigte, dass am Talschluss unterhalb des Stangenjochs (1713m) der föhnige Südwind noch nicht gegriffen hatte – die Bäume waren dort noch schneebedeckt. Im Vordergrund am Osthang des Rettensteinjochs war der Schnee auf gleicher Höhe hingegen schon von den Bäumen abgefallen. Außerdem täuschte die Perspektive, denn zwischen Stangenhoch und Wildkogel befindet sich ein tiefer Einschnitt, das Mühlbachtal (1300m).
dick verschneiter Talschluss am Oberen Grund, dahinter Wildkogel (2224m) mit Skigebiet-Bergstation und Bergrestaurant rechts, dahinter Foißkarkopf (3029m) und Hütteltalkopf (2962m) in der Venedigergruppe (Oberpinzgau).
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Dann erreichten wir an der flachen Scharte vor dem Südkamm des Schwarzkogels den zunächst breiten Kamm
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Der Wind hielt sich heroben in Grenzen, der Südföhn war hier nicht stark ausgeprägt – gerade ausreichend, um die Regenwolken länger von uns fernzuhalten. Zeitweise regnete es leicht, aber unangenehmer war (für mich) ohnehin der feuchte und rutschige Schnee.
Blick nach Osten zum Gamshag (2178m, mittig) und zum markanten Geißstein (2363m) rechts
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Geißstein, die Scharte links heißt Schlaberstatt (2048m)
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Loferer und Leoganger Steinberge im Hintergrund, links hinten Chiemgauer Alpen
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Loferer Steinberge mit Rothorn, Mitterhorn – davor Karstein (1922m), Reifhorn und Großes Ochsenhorn (2511m)
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