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Hilfe zum Erstellen von Tourenberichten

Immer wieder haben einige User Probleme beim Erstellen eines Tourenberichtes, insbesondere beim Hochladen und Einfügen von Bildern.
Ihnen soll die folgende kleine Anleitung ein wenig Hilfe geben, wie ein Tourenbericht ganz kurz und schmerzlos erstellt werden kann

In sechs einfachen Schritten kann ein neuer Bericht leicht erstellt werden:

1. Bilder zum Bericht aussuchen
2. Bilder verkleinern
3. Im Forum "Toureninfo & Verhältnisse" das passende Unterforum auswählen
4. Bilder hochladen
5. Die Bilder mit dem Text ergänzen
6. Fertigstellen/Kontrollieren des Berichtes und Veröffentlichen



Im Folgenden werden die einzelnen Schritte ausführlich erklärt:

1. Bilder zum Bericht aussuchen
Möglichst aussagekräftige Fotos wählen, die auch die Route und wesentliche Details darstellen.
Gegen einzelne "schöne" Landschafts- und Blumenbilder ist natürlich nichts einzuwenden ...


2. Bilder verkleinern
Bewährt hat sich ein Format mit der längeren Bildkante 900 Pixel.
Damit läßt sich bei Speicherung als JPEG eine recht ordentliche Bildqualität erzielen, bei Photoshop etwa abhängig vom Sujet 80/100.


3. Im Forum "Toureninfo & Verhältnisse" das passende Unterforum auswählen
z.B. "Wanderungen und Bergtouren" - "Steiermark"
+Neues Thema wählen

Titel etwa nach dem Schema
Gipfel (Höhenangabe), Anstiegsroute, Gebirgsgruppe (ostalpin nach AVE)

Möglichst bis zu 5 aussagekräftige Stichworte vergeben.

Zum Bilderhochladen weiter mit der "Büroklammer".


4. Bilder hochladen
Möglichst bitte NUR so:
a) "Büroklammer"
b) "Anhänge hochladen"


4.1 Bilder auswählen
Abhängig vom eigenen Rechner/Betriebssystem.
Maximal 15 Bilder pro Posting sind derzeit zulässig, eine größere Bilderanzahl erfordert Folgepostings (Antworten).
(Bewährt hat sich auch, 1-2 Bilder weniger hochzuladen, um für spätere Ergänzungen eine kleine Reserve zu haben.)

4.2 Liste der hochgeladenen Anhänge
Die Auflistung ist leider nicht chronologisch nach Bildbezeichnung geordnet.

Im Textfeld die gewünschte Einfügeposition mit dem Cursor markieren,
bzw. die gelisteten Bilder in der gewünschten Reihenfolge einzeln als "Vollbild" oder "Miniaturansicht" platzieren.
Eine oder mehrere Leerzeilen zwischen den Bildern erleichtern später das Einfügen von Text.


5. Die Bilder mit dem Text ergänzen
Die Bilder sind nun in der richtigen Reihenfolge im Textfenster positioniert.
Ich bevorzuge im ersten Schritt die Positionierung als "Miniaturansicht".
Das erleichtert beim Texteinfügen die Übersicht.
Muß aber nicht sein, natürlich lassen sich die Bilder auch gleich als Vollbild (also in der hochgeladenen Größe) platzieren.

5.1 Text
Jetzt kann der Text ergänzt werden.
Möglichst über dem Foto - ich finde das übersichtlicher ...
Der Text kann natürlich auch vorher erfaßt werden und anschließend einkopiert werden.

5.2 Bildgröße ändern
Wurden die Bilder vorerst als "Miniaturansicht" platziert, können sie einfach auf das finale Darstellungsformat skaliert werden:
a) Doppelklick auf die "Miniaturansicht" öffnet ein Pop-Up-Fenster
b) unter "Größe" idR "Vollbild" wählen
c) OK


6. Fertigstellen/Kontrollieren des Berichtes
Anschließend sollte der Bericht noch in der "Vorschau" kontrolliert werden.
In manchen Fällen muß zur Ansicht der "Vorschau" ziemlich weit nach unten gescrollt werden!

6.1 Veröffentlichen des Berichtes
Zum Schluß noch auf "Abschicken" klicken - und nach einer kurzen "Nachdenkpause" des Servers ist der Bericht online.



Nach dem ersten Durchlesen dieses Leitfadens mag das Erstellen eines Berichtes etwas kompliziert erscheinen - ist es aber nicht:
Viele Tourenberichte schreiben hilft sehr.

Die Reihenfolge der einzelnen Schritte ist nicht so starr wie es hier scheinen mag; natürlich kann auch zuerst der Text erstellt werden und die Bilder nachträglich eingefügt.

Änderungen am fertigen Bericht sind für den Ersteller 24 Stunden lang möglich, bei der Berichtigung später entdeckter Fehler hilft gerne ein zuständiger Moderator. Ebenso beim Verschieben eines Berichtes in das richtige Tourenforum.

Viel Freude bei euren Bergtouren UND dann beim Berichteschreiben,


P.S.: Diese Anleitung, ergänzt um verdeutlichende Screenshots, findet ihr auch unter http://www.gipfeltreffen.at/forum/gi...ourenberichten
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Regelwerk für die Benutzung des Forums Gipfeltreffen

Alle Forumsuser/-innen sind aufgefordert, das Regelwerk zu lesen und sich daran zu halten!

1) Registrierung

Die Registrierung und Benutzung unserer Foren ist kostenlos. Es ist registrierten Teilnehmern/-innen (Usern/-innen) erlaubt, den Forums-Account bis auf Widerruf im Rahmen der vorgegebenen, jederzeit änderbaren Forumsregeln für private Zwecke zu nutzen. Ein späteres Löschen des Forums-Accounts sowie der ins Forum eingebrachten Inhalte oder Bilder ist nicht möglich. Auf Wunsch des Benutzers kann der Account stillgelegt werden. Der Benutzername kann dann von niemandem mehr benützt werden und wird vor Missbrauch geschützt.

2) Hausrecht

Die Forenbetreiber legen Wert auf die Tatsache, dass alle User/-innen Gast in diesem Forum sind und die Betreiber als Gastgeber bei Bedarf ihr Hausrecht jederzeit ausüben können und auch werden. User, die sich überwiegend darauf beschränken zu provozieren, werden ausgeschlossen.

3) Haftung

Die von Usern/-innen verfassten Beiträge stellen ausschließlich die persönliche, subjektive Meinung des Verfassers dar, und keinesfalls die Meinung der Betreiber und Moderatoren dieses Forums. Die Forenbetreiber übernehmen keine Haftung für die Richtigkeit der ausgetauschten Informationen.

4) Umgangston

Die Forenbetreiber erwarten von allen Usern/-innen, sich an die Netiquette zu halten. Auf einen wertschätzenden, höflichen Umgangston wird Wert gelegt.

5) Thementreue

Die Forenbetreiber legen großen Wert auf Thementreue der Beiträge und Übersichtlichkeit von Threads, um den Informationsgehalt des Forums möglichst hoch zu halten. Überschneidungen der Inhalte verschiedener Threads sind zu vermeiden.

6) Verboten ist/sind:

- Beleidigungen, Sticheleien und Provokationen (auch per PN);
- Politische oder religiöse Themen;
- Rechtswidrige Inhalte (unter anderem rechtsradikale oder pornografische Inhalte, Hackinganleitungen, Verstöße gegen das Urheberrecht) sowie das Verlinken zu Seiten mit solchen Inhalten;
- Die Verwendung von fremdem Bildmaterial, Kartenausschnitten und Topos ohne Zustimmung des Autors;
- Die Veröffentlichung von persönlichen Nachrichten (PN), E-Mails oder dergleichen ohne Zustimmung des Verfassers;
- Das Aufdecken der Identität oder die Preisgabe persönlicher Daten eines Users/Moderators/Administrators;
- Werbung für konkurrenzierende Plattformen;
- Das Führen von Doppel- oder Mehrfachaccounts;

7) Moderation:

Die Moderatoren/Administratoren werden von den Forenbetreibern bzw. ihren Vertretern ernannt.
Sie sind von den Forenbetreibern verpflichtet, für die Einhaltung der Regeln zu sorgen und somit ermächtigt, die von Usern/-innen bereit gestellten Inhalte (Texte, Anhänge und Verlinkungen) daraufhin zu prüfen und im Bedarfsfall zu bearbeiten, verschieben, zu löschen oder Themen zu schließen. Im Falle der Löschung von Beiträgen können auch jene Beiträge anderer User ganz oder teilweise entfernt werden, die auf einen gelöschten Beitrag Bezug nehmen.

Änderungen von Beiträgen werden - soweit irgend möglich – unter Angabe des Änderungsgrundes gekennzeichnet. Eingriffe, die den Sinn eines Beitrags verändern, werden nicht vorgenommen. Für die geänderten Teile eines Beitrags haftet der ursprüngliche Ersteller nicht.

Wer etwas gegen das aktive Handeln der Moderatoren/-innen vorzubringen hat, kann dies sachlich, mit konkretem Bezug und zeitnah (innerhalb von 6 Wochen ab Anlass) im Unterforum "Zum Forum/Moderation..." darlegen. In allen anderen Foren werden solche Postings im Sinne der Thementreue der Beiträge kommentarlos gelöscht. Bloßes „Mod-Bashing“ führt zu einer sofortigen Sperre.

Das Unterlaufen von Handlungen und Maßnahmen der Moderatoren ist nicht zulässig. Darunter fällt auch das Fortführen des Themas eines geschlossenen oder gelöschten Threads in einem neuen gleichartigen oder ähnlichen Thread. Ergänzungen und Hinweise von Moderatoren und Administratoren dürfen von Usern in deren Beiträgen nicht verändert oder gelöscht werden.

8) Profil/Signatur

Ein übermäßiges Ausnutzen der Signatur ist unerwünscht. Diese sollte vor allem eine maßvolle Größe haben. Nicht mit der Forumsleitung abgesprochene Werbung (für kommerzielle Angebote), Beleidigungen oder Anspielungen in der Signatur oder dem Profiltext werden nicht toleriert.

9) Werbung

Kommerzielle Werbung im Forum Gipfeltreffen ist kostenpflichtig (siehe Unterforum Werbung). Werbepostings müssten vor Platzierung mit der Forumsleitung vereinbart werden.

10) Gemeinschaftstouren/Bazar

Die Forenbetreiber stellen die Foren "Forum für Gemeinschaftstouren" und " Bazar" ausschließlich für private Kontaktzwecke zur Verfügung und gehen damit keinerlei Verpflichtungen oder Haftungen ein! Alle Kontakte in diesen Foren laufen ausschließlich zwischen den Usern/-innen und auf Basis des gegenseitigen Vertrauens. Bei nachweislichen Betrugsfällen stellen die Forenbetreiber alle vorhandenen Informationen zur Verfügung, um eine straf- und zivilrechtliche Verfolgung zu ermöglichen.

11) Regelwidriges Verhalten

User/-innen, die sich regelwidrig verhalten, werden per PN verwarnt und/oder gesperrt. Art und Dauer der Maßnahme richten sich nach der Schwere und der Häufigkeit der Regelübertretung/en. Die betroffenen User/-innen werden darüber per Mail informiert. Ein Posten unter einer anderen Registrierung in der Zeit der Accountsperre ist verboten und zieht automatisch eine Verlängerung der Sperre nach sich.

Wer gegen geltendes Recht verstößt, wird im Ernstfall von uns zur Anzeige gebracht.

12) Information

Die Forumsbetreiber behalten sich das Recht vor,
- alle registrierten User/-innen in unregelmäßigen Abständen über Themen rund um das Bergsteigen, alpiner Sicherheit, Risikomanagement und Weiterbildung per Mail zu informieren und
- dieses Regelwerk jederzeit abzuändern.

13) Nutzung von hochgeladenen Anhängen

Die User/-innen stellen den Forenbetreibern die eingestellten Bilder sowie sonstige Anhänge zur Nutzung im Forum zur Verfügung. Eine darüber hinaus gehende Nutzung der eingestellten Bilder und sonstigen Anhänge durch die Forenbetreiber erfolgt nicht.
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WICHTIG - BITTE BEACHTEN!!!

Bitte die Touren in jenes Bundesland eintragen wo der jeweilige Ausgangspunkt der Tour war!!!
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Modtreffen 4. Tag: Pfannspitze (2678m) über Obstansersee-Hütte ab Winklertal, Karnische Alpen (13.09.26)

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  • Modtreffen 4. Tag: Pfannspitze (2678m) über Obstansersee-Hütte ab Winklertal, Karnische Alpen (13.09.26)

    Wegführung: Winkler Tal Parkplatz (1450m, ca. 8.50) – Prinz-Heinrich-Kapelle (10.35-10.50) – Obstanser Hütte (12.00-12.30) – Pfannspitze (13.55-14.35) – Obstanser Sattel – Obstanser Hütte (15.55-16.55) – Parkplatz (ca. 18.45) | 13.4km, 1270hm | ca. 7,5 Std. Gehzeit

    Nach der Rückkehr vom Degenhorn verlängerten wir unseren Aufenthalt im Villgratental spontan um eine Nacht, damit sich am Sonntag noch eine ganze Tagestour ausging, um nicht erst gegen Mitternacht in Wien aufschlagen zu müssen. Sonst wäre es womöglich die Karlsbader Hütte in den Lienzer Dolomiten geworden. Ich brachte den Obstanser See ins Spiel, dessen Zugang über einen breiten Steig leicht erschien – oben am Kamm ergaben sich dann zahlreiche Gipfeloptionen.

    Bei der Anfahrt war der Parkplatz beim Sportzentrum in Kartitsch schon gut gefüllt. Wir fuhren weiter ins Tal hinein. Dabei überholten wir einen Mountainbiker mit einer Trompete im Rucksack. Kurz vor der Kehre auf ca. 1450m Höhe konnten wir parken. Als sich eine Familie neben uns stellte, erfuhren wir, dass bei der Hütte eine Bergmesse für den Erweiterungsbau stattfinden sollte. Daher herrschte hier so ein Trubel. Zumindest konnten wir so relativ weit hinten parken.

    Die Einheimischen parkten teilweise ganz hinten, bevor der Fahrweg in den Steig überging. Eine Frau fuhr mit ihrer Vespa die letzten Meter bis zum Steig. Ein Geländewagen stand steil im Gebüsch. Ohne Allrad würde er wohl rückwärts umkippen beim Zurücksetzen.

    Ein Hubschrauber flog mehrfach zwischen Tal und Hütte hin und her, brachte wohl Verpflegung und betagtere Festgäste zur Hütte.

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    Gedenkstein an den Ersten Weltkrieg

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    Nach ein paar flacheren Schotterkehren begann die spektakuläre Querung des in den Fels gehauenen Wegs, der wohl großteils im Ersten Weltkrieg angelegt wurde.

    Winklertal und Villgratner Berge

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    Dann begannen die Holzstufen, gerade so weit auseinander, dass es später bergab äußerst mühsam wurde. Günter zählte 436 Holzstufen. Wer aufmerksam war, entdeckte auch den grundsätzlich essbaren, aber aufgrund seiner zähen Konsistenz kaum genießbaren Pilz.

    Klebriger Hörnling (Calocera viscosa) unterhalb der Holzstufen

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    Spektakulärer Wasserfall im oberen Teil, der nach der Brücke über eine steile Felswand rund 150 Höhenmeter ins Tal stürzt.

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    Die 1386 geweihte, spätgotische Pfarrkirche von Kartitsch mit Friedhof

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    Nordostwand der Gatterspitze

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    Durchbruch zum Obstanser Boden

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    Unmittelbar vor der Steilstufe steht die „Villa Yeti“. Sie wurde vom Kartitscher Josef Hernegger ab dem Jahr 2014 in mühsamer Kleinstarbeit gebaut. Sie ist gleichzeitig Schutzraum und Museum und erinnert an die Geschichte des Ersten Weltkriegs in Osttirols. In den Innenräumen liegen Granatsplitter und Teile der alten Seilbahn, die hier auf den Obstanser Boden führte. Hernegger ist auch Zeichner und hat eine Landkarte von Kartitsch aus 49 einzelnen Blättern gezeichnet, die „Yeti-Karte“. Wir gingen ahnungslos daran vorbei, welche Schätze sich in der Holzhütte verbargen. Meine Leser wissen es jetzt.

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    Obstanser Boden mit Rosskopf (2603m) links. Der weitere Aufstieg geht über den breiten, mit Erlen bewachsenen Schuttkegel und in das Schotterkar unterhalb der Felswand.

    Ehemalige Heustadl.

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    Rechts auf der Anhöhe (Gletschermoräne?) steht eine kleine Holzkapelle, die in Erinnerung an Major Prinz Heinrich von Bayern (1884-1916), Kommandeur eines Bataillons des Bayrischen Leibregiments, der die Tiroler Standschützen unterstützte, errichtet wurde. Von Bayern entstammte dem Adelsgeschlecht der Wittelsbacher. Er wurde Gebhard Himmler, dem Vater des NSDAP-Politikers Heinrich Himmler, erzogen. Die Kapelle wurde 1916 von österreichischen Soldaten errichtet und nach seinem Tod nach ihm benannt. 1987 wurde sie durch einen originalgetreuen Neubau ersetzt.

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    Frühlingsenzian

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    Gatterspitze und Villgratner Berge, mit Hochgrabe, Hochalmspitze, Gölbner

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    Die neugierige Ziegenherde folgte erst im Gänsemarsch zwei Wanderern, kehrte dann aber um, als ein Mann mit seinem Australian Shephard im Abstand an der Herde vorbeiging. Erst beim Beginn des Anstiegs über den Schuttkegel blieb die Herde stehen. Witzig zu verfolgen aus der Entfernung.

    Der Moment, als die Herde vom Kurs abkam

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    http://www.wetteran.de

  • #2
    Der Obstanser See entwässert unterirdisch in den Winklertalbach. Darüber befindet sich die Eishöhle, die nur über ein schmales, äußerst ausgesetztes, mit einem Stoffseil gesichertes Band erreichbar ist (von rechts kommend).

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    Die Eishöhle ist rund achthundert Meter lang, teilweise nur kriechend befahrbar. Im hinteren Bereich teilt sie sich in zwei Äste, im rechten Ast stößt man auf größere Eisreste (Bericht auf Alpenvereinsaktiv).

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    Von oben betrachtet wirkte der Obstanser Boden wie ein verlandeter Gletschersee und wahrscheinlich war er das auch einmal.

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    Der weitere Aufstieg über den Schuttkegel fand dann großteils im Schatten statt.

    Günter und Wolfgang mit Großglockner im Hintergrund, links Gölbner und Gumriaul

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    Bei der Hütte war es still, denn es fand gerade die Bergmesse statt. Zugleich wurden auch 90 Jahre Familie Bodner auf der Obstanser Hütte gefeiert. Angesichts der zahlreichen Pächterwechsel auf Alpenvereinshütten in den letzten Jahren eine Seltenheit.

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    Die Musiker standen mit Schlagzeug und Blasinstrumenten bereit und warteten auf ihren Einsatz. Die erste kleine Hütte wurde 1929 gebaut und hatte 14 Lagerplätze. 1980 wurde sie durch den heutigen Bau ersetzt, der 2003 das erste Mal erweitert wurde. Links direkt am Seeufer stand ein Bagger. Wer bei der Hütte ankam, sah ein umfassendes Panorama aus den umliegenden Erhebungen und den schönen See. Ein Bub hingegen aufgeregt: „Mama, schau mal, ein Bagger!“ Faszination ändert sich mit dem Alter *smile*

    Erweiterung der Hütte, im Hintergrund links Eisenreich (2665m)

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    Oberhalb der Hütte legten wir die erste Rast ein.

    Obstanser See, hinten Obstanser Sattel (2462m), über den wir am Nachmittag abstiegen (Foto von Manfred)

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    Der nach allen Seiten abweisend wirkende Rosskopf wirkte unbezwingbar. Faszinierende Gegensätze von Kalk und Schutt zu Granit und grünen Wiesen so eng nebeneinander. Im Aufstieg hörten wir die Musik spielen, das Echo hallte zwischen den Bergwänden. Sie spielten schön.

    Roßkopf (2603m) und Roßkopftörl (2493m)

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    Über den Grumauer (2670m) hinweg zum Umbalkamm in der westlichen Venedigergruppe.

    Keesegg (3173m) links, Daberspitze (3402m), Rötspitze (3496m) mit Welitzkees, rechts Rote Spitze (2956m), davor Rotes Ginggele (2763m)

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    wahrscheinlich Bergpiper

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    Glocknerblick – das Figerhorn schaut knapp vor der Freiwandspitze heraus.

    Im Vordergrund rechts Munzalspitze (2682m) im Schatten, im Hintergrund Fruschnitzkees, Teischnitzkees mit Wasserfall ins Teischnitztal, Ködnitzkees

    26.jpg

    Dreiherrnspitze (3499m), Umbalköpfl (3426m), Westliche Simonyspitze (3473m), Östliche Simonyspitze (3442m)

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    Roßkopf und Glocknergruppe

    28.jpg

    Beim Sattel kurz vor dem Anstieg auf die Pfannspitze bot sich bereits ein umfassender Blick auf den Karnischen Höhenweg und in die Südtiroler Dolomiten:

    Der Karnische Höhenweg beginnt bei der Sillianer Hütte und endet für die meisten beim Plöckenpass (Untere Valentinalm). Der zweite Teil erstreckt sich bis Tarviso im Kanaltal.

    Kleine Kinigat (2674m) und Große Kinigat (2689m), rechts in Wolken Kellerspitzen und Hohe Warte (Plöckenpass)

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    Blick Richtung Süden, wo sich das Tal der Piave bis Belluno erstreckt. Blass in Bildmitte ganz hinten La Cisa (1266m) beim Lago Di San Giorgio (Belluneser Alpen, letzte Kette vor der Poebene, Teil der Südlichen Karnischen Alpen).

    links Monte Duranno (2668m), Monte Sterpezza (2215m), rechts Croda da Campo (2712m)

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    http://www.wetteran.de

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    • #3
      Toblinger Knoten (2617m), dahinter Conturinesspitze (3064m), rechts Piz de Lavarella (3055m)

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      Auch hier beeindruckende Gegensätze: Schroffe Kalkwände nach Norden zum Lienzer Becken hin. Zum Kärntner Lesachtal nach Süden hingegen sanfte, langgestreckte Waldrücken mit Hochplateau und Weiden.

      Lienzer Dolomiten in voller Länge, ganz rechts Hochtristen (2536m, Kreuzeckgruppe)

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      Grundsätzlich näherte sich von Nordwesten eine Kaltfront, doch mit der westlichen Höhenströmung war die Luft noch einmal besonders klar. Daher gingen sich auch weit entfernte Gebirgsgruppen im Westen aus, wie hier zu den Zillertaler Alpen:

      Niederer Weißzint (3283m), Hochfeiler (3509m, 67km), Breitnock (3212m), Schrammacher (3410m)

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      Großer Möseler (3480m) in Wolken, davor Großer Windschar (3041m), hinter der Scharte Olperer (3476m), dann Turnerkamp (3420m), und spitz im zackigen Kamm Großer Fensterlekofel (3171m), Toblacher Pfannhorn (2663m) davor

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      Theoretischer Adria-Blick! Hinter dem namenlosen Zacken ist bei klarem Blick der Golf von Triest sichtbar – 170km entfernt, und dahinter Istrien (200km entfernt).

      Links Monte Scciara Piccola (1682m), davor Monte Auda (1700m), der markante Zacken hat keinen Namen

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      Der Karnische Höhenweg führt über die Pfannspitze. Schwindelfrei musste man bei manchen Passagen schon sein.

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      Stubaier Alpen: Botzer (3251m) links, Sonklarspitze (3445m), Zuckerhütl (3507m) mit Doppelgipfel, Wilder Pfaff (3456m), Wilder Freiger (3418m) und die beiden Feuersteine.

      Eisenreich (2665m) im Vordergrund

      38.jpg

      Am Gipfel mit Blick von den Lienzer Dolomiten über die Koralpe bis Dobratsch.

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      Stubaier Alpen: In Bildmitte Habicht (3277m), lange Zeit mein höchster Gipfel, links Grabspitz (3059m), dazwischen spitz und blass Lüsener Spitze (3231m)

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      Südlich des Karnischen Hauptkamms lagerten noch ein wenig labilere Luftmassen. Hier bildeten sich flache Quellwolken über den Dolomiten und vorhanden war auch Feuchtlabilität in mittleren Höhen – angezeigt durch die zinnenförmigen Türmchen an der mittelhohen Wolkenbank:

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      Öfenspitze und Hochegg links – Tourenziele von 2014

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      Im Vordergrund Schulterköpfe (2453m), rechts Zwölferspitz (2592m), links im Hintergrund Dobratsch (2166m)

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      Hochalmspitze (3360m) und Spitzkofel (2717m)

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      • #4
        Tiefblick zur Hütte mit Tretboot im See

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        Villgratner Berge

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        Großvenediger und Nebengipfel – deutlicher Gletscherschwund beim Äußeren Mullwitzkees

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        Ganz links mit Gletscherrest Hinterer Brunnenkogel (3438m, 127km), links der Bildmitte Innere Schwarze Schneid (3367m), ganz rechts Watzespitze (3532m, 134km)

        im Vordergrund rechts Schöntalhöhe (2635m),

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        Dolomiten

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        Am Gipfel warteten gerade zwei Begeher des Karnischen Höhenwegs auf ihren Kameraden. Ein junges Paar mit Leichtwanderschuhen kommentierte, dass der Weg hierher viel schwieriger war als erwartet – wahrscheinlich gemeint die Abschnitte unterhalb der Kleinen und Großen Kinigat (die Gipfel bleiben optional – damit war die Pfannspitze der höchste Gipfel direkt am Karnischen Höhenweg). Später kamen drei Osttiroler aus Obertiliach herauf, die bei der Einweihungsmesse dabei waren. Der Mann war enttäuscht, dass so wenige Gäste dabei waren, höchstens hundertfünfzig. Mit den Angehörigen der Musiker eingerechnet waren es höchstens neunzig zusätzliche Gäste. Plötzlich schaltete sich eine Einheimische ein: „Darf ich dazu etwas sagen? Ich bin aus Kartitsch und hab auch nichts davon gewusst!“ Offenbar wusste man nur beim Alpenverein Bescheid, nicht aber in der Gemeinde. Es war recht vergnüglich anzuhören, auch vom Dialekt her. Die Obertiliacher waren anscheinend von der Tscharrhütte gestartet und über die Rosskopfscharte zur Hütte gegangen. „Irgendwie müssen wir dorthin wieder zum Auto zurück.“ – Der hätte zur fortgeschrittenen Uhrzeit allerdings nur über die beiden Kinigats und die Tscharre zurück geführt, außer irgendeine steile, weglose Direktvariante. Wir werden es nie erfahren.

        Schlüsselstelle im Abstieg (ausgesetzt)

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        steile Passage abwärts

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        etwas ungelenk am fünften Tourentag schon (Bild von Manfred)

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        Am Himmel zeigten sich bereits die Vorboten der (schwachen) Kaltfront im Norden.

        Rückblick auf den Kamm, über den der Karnische Höhenweg führt

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        Habichtskraut

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        Mit leichtem Auf und Ab stiegen wir zum Obstanser Sattel ab. Dort trafen Manfred und ich auf zwei deutsche Weitwanderer, die von der Sillianer Hütte gestartet waren und die Pfannspitze noch mitnehmen wollten, ehe sie auf der Obstanser Hütte übernachteten. „Von wo kommt ihr?“ – „Aus Innervillgraten.“ – „Muss schön sein, hier zu leben.“ – Sie hielten uns offenbar für Einheimische – ein gebürtiger Hartberger aus Bad Ischl und ein gebürtiger Unterfranke aus Wien. Ich konnte mir ein Schmunzeln nicht verkneifen.



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        • #5
          Obstanser See und Villgratner Berge

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          Von der Szenerie drängten sich Ähnlichkeiten mit dem Wolayersee, Seekopf und Hütte auf:

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          Manfreds 110. beschwommener Bergsee dieses Jahr

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          Bei der Hütte wurden nun die Gäste ins Tal befördert. Ich erkannte das Transportunternehmen wieder, denn die Piloten rufen regelmäßig bei der Flugsicherung an, um sich über das Wetter beraten zu lassen.

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          Der Hund völlig unbekümmert, als nebenan der Hubschrauber mit lautem Getöse startete

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          Kleine Anekdote zur Hütte: Wir kommen kurz vor 16 Uhr bei der Hütte an. Auf der Karte lesen wir noch, dass die angegebene Speisekarte bis 16 Uhr gilt. Wir gehen in die Hütte. Günter fragt nach, ob es den Kichererbseneintopf noch gibt. Ja, sagt eine Mitarbeiterin, aber sie kommen raus für die Bestellung. Wir gehen zurück an den Platz. Die Minuten verstreichen. Kurz nach vier kommt die Mitarbeiterin. Wir wollen bestellen. „Tut mir leid, die Küche ist bereits zu. Wir können höchstens kalte Speisen haben.“ – Etwas schärfer antworten wir, dass es vor ein paar Minuten noch hieß, dass der Eintopf noch zu haben sei. Sie werde in der Küche nachfragen. Wolfgang bekommt seinen Kaiserschmarrn nicht mehr und Manfred kommt auch zu spät nach seinem Bad, für Günter und mich gibt es noch das Essen, dazu ein alkoholfreies Weizen für 7 Euro, uff.

          Aufklärung: Die Mitarbeiterin hielt uns für Übernachtungsgäste. Auf vielen Hütten ist zwischen 16 und 18 Uhr Küchensperre, weil sich die Küche auf das Abendessen für Übernachtungsgäste vorbereitete. Offenbar dachte sie, wir wollten für das Abendessen bestellen. Um Missverständnisse vorzubeugen, sollte man also immer gleich dazu sagen, wenn man noch ins Tal absteigt, speziell wenn es kurz vor knapp ist.

          Westgrat vom Rosskopf – ungesicherte Kletterei, alternativ von der Rosskopfscharte zum Gipfel

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          Abstieg ins Tal

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          stehende Leewellen über dem Rosskopf durch die zunehmende Westnordwestströmung in der Höhe

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          Schotterrinne, aber mit Erlen statt Latschen im Auslauf

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          letzte Sonnenstrahlen am Obstanser Boden

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          Unweit der Villa Yeti unterhielten wir uns gerade über die schöne Abendstimmung am Himmel mit angeleuchteten Berggipfeln. Uns holte ein Musiker mit seiner kleinen Tochter ein. Osttiroler Gesprächseinstieg: „Wos woar leicht Euer Thema?“ Wir schauten uns fragend an. „Was war Euer Thema?“ Erst dachte ich, er hätte was mitbekommen und wollte etwas richtigstellen. Tatsächlich wollte er nur Smalltalk führen. Jeder erzählte, was er so beruflich machte, und wir schwärmten über die Gegend. Wir kamen auch auf den schwarzen Pfarrer zu sprechen, der selbst aufgestiegen war und in der Gemeinde Kartisch sehr beliebt war, weil er mit den jungen Leuten gut konnte. Leider versetzte ihn die Kirche mit Jahresende, worüber man mit Unverständnis reagierte. Kein Einzelfall, auch der Pfarrer in Innervillgraten war versetzt worden. Es war eine nette Plauderei, wenn auch mit wehenden Fahnen. Gut, dass er Begleitung hatte.

          Freunde der Blasmusik

          67.jpg

          Aufgrund der fortgeschrittenen Tageszeit sind mir keine guten Fotos mehr im weiteren Abstieg gelungen. Die Stufen waren zäh, ein ordentlicher Knieschinder. Wir waren froh, als wir endlich den Parkplatz erreichten. Manfred fuhr heim, während wir ein drittes und letztes Mal im Gasthof Bachmann einkehrten, damit Wolfgang auch zu seinem Abendessen kam. Ich nahm die gegrillten Putenstreifen auf Blattsalat – genau richtig von der Portion her.

          Quotenkatze vor der Kirche von Innervillgraten

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          In Summe nochmals ein äußerst gelungener (langer) Tagesausflug und zugleich waren wir froh, danach nicht nach Hause fahren zu müssen. Ich danke meinen Begleitern Wolfgang, Günter und Manfred für die schönen, gemeinsamen Tage.

          Lg, Felix
          Zuletzt geändert von Exilfranke; vor 6 Tagen.
          http://www.wetteran.de

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          • #6
            Dieser letzte schöne Tag war das "Tüpferl auf dem i" der gemeinsamen Tage, noch einmal angenehme Temperaturen und ungeplante Musikuntermalung während dem Aufstieg.

            Auch hier ergänze ich gerne noch ein paar Aufnahmen.

            Stiegen steigen bin ich eigentlich nur von meiner Wohnung gewöhnt

            IMG_5655.jpg

            Die kleine Prinz Heinrich Kapelle

            IMG_5659.jpg

            Pfannhorn

            IMG_5673.jpg

            Und abschließend durften wir noch die wunderbare Lichtstimmung beim Abstieg über den Obstanzer Boden genießen.

            IMG_5679.jpg


            LG, Günter
            Meine Touren in Europa

            Nicht was wir erleben, sondern wie wir es empfinden, macht unser Schicksal aus.
            (Marie von Ebner-Eschenbach)

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            • #7
              Die Prognosen für Sonntag, den 13. September 2026 waren so gut, dass wir - gottlob erfolgreich - versuchten, das Quartier unseres heurigen Moderatorentreffens in Innervillgraten für eine weitere Nacht zu buchen. So konnten wir die guten Bedingungen nochmals für eine komplette Tagestour nützen. Als Ziel entschieden wir uns erneut für den Karnischen Hauptkamm: von Kartitsch durch das Winklertal zur Obstansersee-Hütte. Oben boten sich dann mehrere Gipfeloptionen. Ich war mir nach der langen Tour auf das Große Degenhorn am Vortag nicht ganz sicher über meine Kraftreserven, nahm mir aber vor, zumindest bis zum Obstansersattel südlich des Sees und der Hütte aufzusteigen - nicht zuletzt, um nochmals in den Genuss eines Dolomitenblicks zu kommen.

              Ein Stück geht es zu Beginn ins Winklertal noch relativ flach hinein, bevor die Kehren und danach die zahllosen Stufen des Weges beginnen. Die Felswände um den Talschluss bietet von unten gesehen einen eindrucksvollen Anblick.
              005-WinklertalFelswand.jpg

              In seinem spektakulärsten Abschnitt quert der breite "Stufenweg" eine nahezu senkrechte Felswand.
              010-QuerungFelswand.jpg

              Vom oberen Teil der Steilstufe bieten sich die ersten schönen Rückblicke über Kartitsch bis zum Defereggengebirge; am markantesten sind wieder Gölbner und Gumriaul in der linken Bildhälfte.

              Die Perspektive zeigt zugleich auch, dass die Borkenkäfer in den Wäldern Osttirols in den vergangenen Jahren leider ganze Arbeit geleistet haben: auf dem Oberberg gleich hinter Kartitsch ebenso wie an vielen Hängen des Defereggengebirges (nicht zuletzt oberhalb des Ausgangs des Villgratentals).
              016-KartitschDefereggengebirge.jpg

              Direkt an der Kante zum flachen Obstanser Boden, noch in Sichtweite der Felswände, stehen die Villa Yeti und eine kleine Unterstandshütte.
              027-ObstanserBoden-Unterstand.jpg

              Der Tiefblick vom weiteren Anstieg hinunter zum grünen Kessel des Obstanser Bodens ist prachtvoll!
              Im Hintergrund sind mittlerweile links sowohl das Große Degenhorn, unser gestriges Gipfelziel, als auch die benachbarte Hochgrabe zu sehen. Und wir stehen bereits hoch genug, dass die ersten vergletscherten Dreitausender dahinter drüberschauen.
              038-ObstanserBoden-Defereggengebirge.jpg

              Zoom zum Rainerhorn und dem Hohen Eichham in der Venedigergruppe.
              In der mittleren Reihe der Grabenstein im Defereggengebirge, und vorn bietet sich nochmals ein perfekter Blick zum Almplateau zwischen Tessenberger See und Kühegg, über das wir vor drei Tagen unsere Nebelwanderung unternahmen.
              039-ZoomGrabenstein-Rainerhorn-HEichham.jpg

              Die höchsten Gipfel der Hohen Tauern geraten heute durch die sich annähernde Kaltfront von Norden her ein wenig in Wolken. Dieser Blick zum Großglockner leidet darunter allerdings nur wenig. Links vorn die gezackten Zarspitzen im östlichen Teil des Defereggengebirges.
              040-ZoomZarspitzenGroßglockner.jpg

              Vor der Obstansersee-Hütte geht die Messfeier zur Einweihung des Erweiterungsbaus gerade zu Ende. Der massive Kalkgipfel des Rosskopfs gleich dahinter zeigt ganz typisch das Nebeneinander unterschiedlicher Gesteinsarten im Karnischen Hauptkamm. Auch mir kommen bei diesem Anblick natürlich Erinnerungen an den Wolayersee im vergangenen Sommer.
              045-ObstanserSeeHütte-Rosskopf.jpg

              Im Unterschied dazu liegt der Obstansersee Richtung Westen in einem weiten grünen Becken. Vielleicht hat es damit zu tun, dass er auf mich größer als der Wolayersee wirkt. Der Eindruck täuscht allerdings: Die Fläche des Obstansersees ist tatsächlich etwas kleiner (etwa 3 gegenüber 3,8 Hektar).
              049-ObstanserSee.jpg

              Nach einer gelegentlich von Blasmusik untermalten Rast etwas oberhalb der Hütte gehen wir Richtung Pfannspitze weiter und wählen dafür den östlichen Anstieg mit kürzerem, dafür aber steilerem Verlauf. Hinter dem Kamm von der Tscharrespitze zur Gatterspitze wird mittlerweile die Rieserfernergruppe mit dem Hochgall sichtbar.
              057-TscharrespitzeGattersp-Zentralalpen.jpg

              Nach dem Bezwingen der Kehren am steilen Hang führt die Route dann durch ein nur mehr mäßig ansteigendes Hochtal zur Staatsgrenze auf dem Hauptkamm hinauf. Im Rückblick beeindruckt der Rosskopf, der sich aus dieser Perspektive besonders wuchtig zeigt.
              059-Rosskopf.jpg

              Auf dem Sattel öffnet sich dann der erhoffte Blick zu den Sextener Dolomiten: Cima Bagni, Hochbrunnerschneid, Elferkofel und weitere ihrer Gipfel aus etwas anderer Perspektive als vorgestern - und vollkommen wolkenfrei!
              061-CimaBagni-HochbrunnerschneidElferkofel.jpg

              Der Blick entlang dem Karnischen Hauptkamm etwa nach Osten illustriert besonders deutlich, wie seine markantesten Gipfel aus Kalk auf älterem, dunkler erscheinenden Gestein aufsitzen.
              Links die Große (und ein Teil der Kleinen) Kinigat, ganz rechts die Porze, in der Bildmitte der Monte Peralba (Hochweißstein) sowie links hinter ihm etwas in Quellwolken die Gipfel um die Hohe Warte.
              065-GrKinigat-MontePeralba-Porze.jpg
              Zuletzt geändert von Wolfgang A.; vor 4 Tagen.
              Lg, Wolfgang


              Für mich ist Dankbarkeit ein Weg,
              der sowohl für den Einzelnen
              wie für die Welt zukunftsweisend ist.
              (David Steindl-Rast)

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              • #8
                Die tollen Ausblicke lassen mich eventuelle leichte Anzeichen von Müdigkeit vergessen: Natürlich gehe ich auf die Pfannspitze weiter, zumal sie auf dem Sattel nur mehr mit 15 Minuten angeschrieben ist. Der Kammweg steigt abgesehen von kurzen Steilstufen gar nicht besonders stark an; einige Meter vor Manfred und Felix ist er ein paar Meter allerdings etwas ausgesetzt.
                070-Pfannspitze.jpg

                Und oben auf der Pfannspitze in 2678m Höhe - dem höchsten Punkt des gesamten Karnischen Höhenwegs!
                Wieder bei besten Bedingungen auf einem Gipfel mit umfassendem Panorama; ich bin glücklich und richtiggehend gerührt.
                073-PfannspitzeGipfelkreuz.jpg

                Der Blick Richtung Westnordwesten zeigt die Kehren unseres Anstiegs vom Obstansersee herauf und dahinter den weiteren Karnischen Hauptkamm mit dem nur geringfügig niedrigeren Eisenreich (2665m). Am Horizont stehen buchstäblich zahllose Gipfel im Alpenhauptkamm.
                075-ObstanserseehütteEisenreich-Zentralalpen.jpg

                Richtung Nordosten wird das Defereggengebirge jenseits des Pustertals gleich von drei Gruppen des Alpenhauptkamms überragt: links der Granatspitzgruppe mit dem Großen Muntanitz, dann natürlich der Glocknergruppe und rechts der Schobergruppe (wobei deren Gruppenhöchster, das Petzeck, außerhalb des Bildausschnitts steht).
                Am zweiten Tag nacheinander ein Gipfelpanorama, das mich angesichts seiner Vielfalt und Weite zunächst sprachlos macht!
                081-Defereggengeb-GroßglocknerSchobergr.jpg

                In der Nachbarschaft stehen zwei Gipfel mit sehr unterschiedlichem Aussehen direkt nebeneinander: links das grüne Hochegg (auf dem wir beim Moderatorentreffen 2014 leider im dichten Nebel standen), rechts die Liköfelwand aus hellem Kalkgestein.
                Dahinter die beeindruckenden Spitzen der Lienzer Dolomiten, links am Horizont die Hochalmspitze in Kärnten.
                083-HocheggLiköfelwand-LienzerDolomiten.jpg

                Bei so guter Fernsicht bieten sich natürlich auch wieder zahlreiche Motive für das Teleobjektiv.
                Den Beginn muss - trotz Gipfelwolken und deutlichem Gletscherrückgang - der Großglockner machen. Rechts vorn die Munzalspitze.
                088-ZoomMunzalspitzeGroßglockner.jpg

                Maximaler Zoom zur Großen Kinigat (2689m), nur etwa 1,7km weiter ostsüdöstlich; rechts dahinter die um drei Meter niedrigere Königswand.
                Der markante Gipfel war im Ersten Weltkrieg besonders heftig umkämpft. Seit 1979 stehen auf ihm das große Europakreuz sowie eine Gedenktafel mit der Aufschrift "Nie wieder Krieg".
                090-ZoomGroßeKinigat-Europakreuz.jpg

                Beeindruckend ist auch die Zahl der spitzen Felsgipfel in den Südlichen Karnischen Alpen, komplett auf italienischem Boden.
                Ein guter Beispiel dafür ist etwa der Stock des Monte Terza Grande (2586m) knapp 20 Kilometer weiter ostsüdöstlich.

                Durch den Taleinschnitt links, dem Felix eine Aufnahme mit stärkerem Zoom gewidmet hat, könnte man bei idealen Bedingungen ein kleines Stück der Adria sehen. Vielleicht hat uns da im Unterbewusstsein auch die Sehnsucht nach dem Meer zum Fotografieren bewegt?
                Die Frage, ob man von österreichischen Gipfeln das Meer sehen kann, die in den frühen Jahren dieses Forums rege diskutiert wurde, ist ja längst - positiv - beantwortet. Interessant ist, dass bei idealen Bedingungen auch zumindest von drei markanten Gipfeln im Westteil des Karnischen Hauptkamms - neben der Pfannspitze noch der Großen Kinigat und der Porze - zwischen Bergstöcken der Südlichen Karnischen Alpen Durchblicke zur Adria möglich sind - und zwar zur (slowenischen oder kroatischen) Küste im nördlichen Teil Istriens.
                092-ZoomMonteTerztaGrande.jpg

                Die höchsten Gipfel der Südlichen Karnischen Alpen stehen sogar fast 40 Kilometer weiter südlich: die Cima dei Preti (2706m) und der Monte Duranno (2668m). Angesichts ihrer Formen überrascht es wenig, dass diese Untergruppe auch "Friauler Dolomiten" genannt wird. Wer ähnliche Eindrücke wie in den "echten" Dolomiten, aber ohne jegliche Touristenströme, sucht, wird dort fündig, wie z.B. ein schöner, ausführlicher Forumsbericht von maxrax aus dem Jahr 2024 belegt.
                093-ZoomCimadeiPreti-MonteDuranno.jpg

                Schließlich noch ein Fernblick weit nach Westen, über den Kronplatz und die Sarntaler Alpen bis zu den Ötztaler Alpen. Rechts dominiert natürlich die Wildspitze, der zweithöchste Berg Österreichs (3768m) in knapp 127km Entfernung. Weiter links stehen u.a. der Große Ramolkogel, der Hochfirst und der Schalfkogel. Ganz links schaut ein kleines Stück der vergletscherten Weißkugel drüber.
                095-ZoomKronplatz-SarntalerÖtztalerAlpen.jpg

                Für den Rückweg zum Obstansersee wählen wir nun den weiter westlich verlaufenden Weg über den Obstanser Sattel, interessanterweise mit ein paar Steilstufen im Abstieg noch auf dem Grenzkamm. Aber die Route lohnt sich allein schon wegen der Prachtblicke über den Obstansersee zu den Hohen Tauern, die sich von hier aus am besten bieten.
                101-Obstansersee-GölbnerGumriaul.jpg

                Je näher wir dem See kommen, desto dominanter erscheint der Rosskopf gleich hinter ihm.
                103-Obstansersee-Rosskopf.jpg

                Bei angenehmen Temperaturen und nur leichtem Wind ist es sehr fein, längere Zeit bei einem Tisch vor der Obstansersee-Hütte zu sitzen.
                Im oberen Teil des Abstiegs ergibt sich nochmals ein anderer eindrucksvoller Blick zum Rosskopf. Im Aufstieg am Vormittag spendete er uns Schatten, da die Sonne noch hinter ihm stand. Nun werden seine Kalkwände wie auch die Maurer Spitze links von der Sonne aus der Gegenrichtung hell beleuchtet.
                114-MaurerSpitze-Rosskopf.jpg

                Im Abstieg unterhalb des Obstanser Bodens habe auch ich nicht mehr fotografiert - vermutlich ebenso aus dem Bestreben, die vielen Stufen ohne unnötige Verzögerung hinter mich zu bringen...


                Persönliches Fazit

                Am letzten Tag unseres Treffens wurde es schließlich sogar noch die Tour mit den meisten Höhenmetern (etwa 1250). Ich bin sehr froh, dass meine Kräfte dafür gut ausgereicht haben, denn es wäre um die Ausblicke vom Gipfel der Pfannspitze sehr schade gewesen. Mein subjektiver Eindruck war zum Glück, dass die Route - mit Ausnahme der im Abstieg tatsächlich relativ unangenehmen Stufen - nicht im selben Ausmaß anhaltende Konzentration erfordert hat wie jene auf das Große Degenhorn am Tag davor.

                Was bleibt vom diesjährigen Moderatorentreffen?
                Vier Tage mit Routen, die für mich fast vollständig neu waren. Nach dem nebligen und wolkenreichen Beginn zweieinhalb Tage mit jeder Menge faszinierender Ausblicke. Zwei lange Touren auf Gipfel mit umfassendem Panorama.
                Meine früheren Eindrücke aus Osttirol stammten zum Großteil von Familienurlauben, die 45 oder mehr Jahre zurückliegen,und waren entsprechend verblasst. Ich hatte schon länger den Wunsch, die Gebirgswelt Osttirols neu erleben zu können. Das Ausmaß, in dem dies dann möglich wurde, hat meine Erwartungen jedoch deutlich übertroffen.

                Mein großer Dank gilt Felix, Günter und Manfred für die gemeinsamen Tage und die Touren, die wir miteinander unternehmen konnten. Von all den Eindrücken, die sich dabei boten, werde ich noch lang zehren können.
                Zuletzt geändert von Wolfgang A.; vor 4 Tagen.
                Lg, Wolfgang


                Für mich ist Dankbarkeit ein Weg,
                der sowohl für den Einzelnen
                wie für die Welt zukunftsweisend ist.
                (David Steindl-Rast)

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                • #9
                  Ein wunderbarer Bericht, danke für die Bilder und die Beschreibung. Da hattet Ihr zum Schluss noch gutes Wetter und eine hervorragende Aussicht. Osttirol ist definitiv eine Reise wert!
                  Bei den Bergen ist es so: Je höher man steigt, umso weiter ist die Sicht; bei den Menschen ist es oft umgekehrt (Otto Baumgartner-Amstad)

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