Ich hatte schon längere Zeit den Plan, bei einer meiner nächsten Rax-Touren den Schwerpunkt auf ihren höchsten Gipfel, die Heukuppe (2007m), zu legen. Neben dem Preiner Gscheid bietet sich dafür vor allem der Almgasthof Moassa als Ausgangspunkt an.
Gegen Ende des Sommers verbreitete sich - auch hier im Forum - dann die Information, dass der Almgasthof mit Ende September leider wieder schließt. Das Team der Voisthalerhütte, das ihn im März dieses Jahres als zweites Haus dazugenommen hat, kehrt doch wieder ausschließlich zum Hochschwab zurück. Da die Zufahrtsstraße nur bei Betrieb im Almgasthof offen ist, galt es, bald nach einem günstigen Termin zu suchen.
Das letzte Wochenende mit Betrieb beim Moassa bietet dann Frühherbstbedingungen vom Allerfeinsten. So muss ich nicht lang überlegen, wofür ich den Tag nütze, und fahre über die - relativ flache und gut befahrbare - Sandstraße zum Parkplatz direkt unter dem Almgasthof. Der erste Blick von dort geht zum Kreuzschober und zum Rosskogel. Die - heute relativ dünnen - Hochnebelbänke über dem Mürztal weisen auf den beginnenden Herbst hin; in Kapellen betrug die Temperatur bei der Anfahrt nur vier Grad.
002-MorgennebelMürztal-Rosskogel.jpg
Der Zustieg zum Reißtalersteig ist vom Moassa eine Spur länger als vom Preiner Gscheid, dafür aber insgesamt flacher, da man um 100 Meter höher startet. Zudem ist angenehm, dass er fast zur Gänze im Wald verläuft. Der einzige größere Schlag bald nach dem Start bietet dafür einen perfekten Blick auf die Raxenmäuer, die heute hell in der Sonne leuchten.
006-Raxenmäuer.jpg
Spätestens ab dem Zusammentreffen der beiden Anstiege wird die Route dann zunehmend steiler. Zunächst führt sie in einigen Kehren zur Imhofrast hinauf, dem ersten Aussichtsplatz etwa an der Grenze des Nadelwalds zur Latschenzone. In gut 1600m Höhe bietet sich erstmals ein wirklich weites Panorama in die steirische Bergwelt von der Gleinalpe ganz links bis zur Veitschalpe rechts.
014-Imhofrast-BlickSteiermark.jpg
Der Blick nach oben zeigt wieder die Raxenmäuer, denen ich mittlerweile deutlich näher gekommen bin.
019-Raxenmäuer.jpg
Durch die Latschen sowie über Steine und Schutt geht es nun ziemlich steil und daher etwas mühsam auf den Einstieg des versicherten Reißtalersteigs zu. Der große gelbe Pfeil, der ihn anzeigt, ist nicht zu übersehen. Etwas oberhalb ist ein weiterer Alleingeher unterwegs.
Der Steig war heuer seit Mai wegen Steinschlag im oberen Abschnitt gesperrt. Auf der Seite der "Alpinen Gesellschaft Reißtaler", die ihn betreut, steht bisher noch nichts, dass die Sperre aufgehoben ist. Im Forum gab es am 14.09. dankenswerterweise jedoch einen Hinweis darauf.
025-Reißtalersteig.jpg
15 Jahre liegt es zurück, dass ich den bekannten Steig zuletzt gegangen bin - da wurde es ohnehin schon längst wieder Zeit für ihn. In meiner Erinnerung war der erste Schritt gleich am Schwierigsten, da die untersten Klammern ziemlich hoch angebracht sind. Irgendwann seit 2011 ist der Einstieg durch den zusätzlichen Doppelhaken rechts unten deutlich erleichtert worden.
027-ReißtalersteigEinstieg.jpg
Nach den ersten steilen Metern legt sich das Gelände wieder zurück, und kurz ist sogar das Sicherungsseil unterbrochen. Im Seitenblick bekommt man aber einen eindrucksvollen Blick an einem Überhang der Raxenmäuer vorbei bis zu den Niederen Tauern geboten.
033-Felsüberhang-NiedereTauern.jpg
Wieder seilgesichert windet sich der Steig dann durch steiles, aber unschwieriges Gelände in einer Kombination aus Gras, Steinen und kleinen Felsstufen weiter hinauf.
035-Reißtalersteig-weitererVerlauf.jpg
Da stehe ich bereits knapp unter der langen Leiter. Gleich oberhalb von ihr ist der - schöne, aber recht kurze - versicherte Abschnitt bereits wieder zu Ende.
039-langeLeiter.jpg
Die Leiter ist etwa acht Meter hoch und steil, aber gar nicht ausgesetzt. Subjektiv kann zudem zur Entspannung beitragen, dass man nie Felsen, sondern Graspolster direkt vor den Augen hat.
041-langeLeiter.jpg
Blick über die Leiter hinunter, mit einigen Personen nahe dem Einstieg zum Steig.
043-langeLeiterTiefblick.jpg
Noch eine kurze, flachere Leiter, ein paar Meter Drahtseil - und dann ist der versicherte Abschnitt des Reißtalersteigs auch schon wieder zu Ende.
Ich schließe aus Fotos vom heurigen Frühjahr, dass die Sperre des Steigs wegen dieser Stelle erfolgte; zumindest liegen hier etliche große Felsen in seiner Nähe. Vor der Freigabe wurde gewiss überprüft, dass nach menschlichem Ermessen im Augenblick nichts mehr nachkommt.
046-Steinschlag.jpg
Die weiteren Felsen in der Flanke lassen sich durchwegs umgehen. Rechts ist das Naglschmidkreuz zu sehen, das an einen Alpinisten erinnert, der im Mai 1911 an dieser Stelle verunglückte.
048-Naglschmidkreuz.jpg
Hier ist ein guter Platz für einen erneuten bewussten Blick ins Steirische. Der Verlauf der langen Mur-Mürz-Furche ist gut zu ahnen, dahinter stehen etliche namhafte Gipfel - vom Osser über den Hochlantsch und das Rennfeld bis zum Zirbitzkogel.
050-Raxenmäuer-BlickSteiermark.jpg
Gegen Ende des Sommers verbreitete sich - auch hier im Forum - dann die Information, dass der Almgasthof mit Ende September leider wieder schließt. Das Team der Voisthalerhütte, das ihn im März dieses Jahres als zweites Haus dazugenommen hat, kehrt doch wieder ausschließlich zum Hochschwab zurück. Da die Zufahrtsstraße nur bei Betrieb im Almgasthof offen ist, galt es, bald nach einem günstigen Termin zu suchen.
Das letzte Wochenende mit Betrieb beim Moassa bietet dann Frühherbstbedingungen vom Allerfeinsten. So muss ich nicht lang überlegen, wofür ich den Tag nütze, und fahre über die - relativ flache und gut befahrbare - Sandstraße zum Parkplatz direkt unter dem Almgasthof. Der erste Blick von dort geht zum Kreuzschober und zum Rosskogel. Die - heute relativ dünnen - Hochnebelbänke über dem Mürztal weisen auf den beginnenden Herbst hin; in Kapellen betrug die Temperatur bei der Anfahrt nur vier Grad.
002-MorgennebelMürztal-Rosskogel.jpg
Der Zustieg zum Reißtalersteig ist vom Moassa eine Spur länger als vom Preiner Gscheid, dafür aber insgesamt flacher, da man um 100 Meter höher startet. Zudem ist angenehm, dass er fast zur Gänze im Wald verläuft. Der einzige größere Schlag bald nach dem Start bietet dafür einen perfekten Blick auf die Raxenmäuer, die heute hell in der Sonne leuchten.
006-Raxenmäuer.jpg
Spätestens ab dem Zusammentreffen der beiden Anstiege wird die Route dann zunehmend steiler. Zunächst führt sie in einigen Kehren zur Imhofrast hinauf, dem ersten Aussichtsplatz etwa an der Grenze des Nadelwalds zur Latschenzone. In gut 1600m Höhe bietet sich erstmals ein wirklich weites Panorama in die steirische Bergwelt von der Gleinalpe ganz links bis zur Veitschalpe rechts.
014-Imhofrast-BlickSteiermark.jpg
Der Blick nach oben zeigt wieder die Raxenmäuer, denen ich mittlerweile deutlich näher gekommen bin.
019-Raxenmäuer.jpg
Durch die Latschen sowie über Steine und Schutt geht es nun ziemlich steil und daher etwas mühsam auf den Einstieg des versicherten Reißtalersteigs zu. Der große gelbe Pfeil, der ihn anzeigt, ist nicht zu übersehen. Etwas oberhalb ist ein weiterer Alleingeher unterwegs.
Der Steig war heuer seit Mai wegen Steinschlag im oberen Abschnitt gesperrt. Auf der Seite der "Alpinen Gesellschaft Reißtaler", die ihn betreut, steht bisher noch nichts, dass die Sperre aufgehoben ist. Im Forum gab es am 14.09. dankenswerterweise jedoch einen Hinweis darauf.
025-Reißtalersteig.jpg
15 Jahre liegt es zurück, dass ich den bekannten Steig zuletzt gegangen bin - da wurde es ohnehin schon längst wieder Zeit für ihn. In meiner Erinnerung war der erste Schritt gleich am Schwierigsten, da die untersten Klammern ziemlich hoch angebracht sind. Irgendwann seit 2011 ist der Einstieg durch den zusätzlichen Doppelhaken rechts unten deutlich erleichtert worden.
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Nach den ersten steilen Metern legt sich das Gelände wieder zurück, und kurz ist sogar das Sicherungsseil unterbrochen. Im Seitenblick bekommt man aber einen eindrucksvollen Blick an einem Überhang der Raxenmäuer vorbei bis zu den Niederen Tauern geboten.
033-Felsüberhang-NiedereTauern.jpg
Wieder seilgesichert windet sich der Steig dann durch steiles, aber unschwieriges Gelände in einer Kombination aus Gras, Steinen und kleinen Felsstufen weiter hinauf.
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Da stehe ich bereits knapp unter der langen Leiter. Gleich oberhalb von ihr ist der - schöne, aber recht kurze - versicherte Abschnitt bereits wieder zu Ende.
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Die Leiter ist etwa acht Meter hoch und steil, aber gar nicht ausgesetzt. Subjektiv kann zudem zur Entspannung beitragen, dass man nie Felsen, sondern Graspolster direkt vor den Augen hat.

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Blick über die Leiter hinunter, mit einigen Personen nahe dem Einstieg zum Steig.
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Noch eine kurze, flachere Leiter, ein paar Meter Drahtseil - und dann ist der versicherte Abschnitt des Reißtalersteigs auch schon wieder zu Ende.
Ich schließe aus Fotos vom heurigen Frühjahr, dass die Sperre des Steigs wegen dieser Stelle erfolgte; zumindest liegen hier etliche große Felsen in seiner Nähe. Vor der Freigabe wurde gewiss überprüft, dass nach menschlichem Ermessen im Augenblick nichts mehr nachkommt.
046-Steinschlag.jpg
Die weiteren Felsen in der Flanke lassen sich durchwegs umgehen. Rechts ist das Naglschmidkreuz zu sehen, das an einen Alpinisten erinnert, der im Mai 1911 an dieser Stelle verunglückte.
048-Naglschmidkreuz.jpg
Hier ist ein guter Platz für einen erneuten bewussten Blick ins Steirische. Der Verlauf der langen Mur-Mürz-Furche ist gut zu ahnen, dahinter stehen etliche namhafte Gipfel - vom Osser über den Hochlantsch und das Rennfeld bis zum Zirbitzkogel.
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So freue ich mich auch auf neue Ausblicke.
Ich belasse es heute (und generell) allerdings besser beim bewussten Blick von oben hinunter...

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