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Hilfe zum Erstellen von Tourenberichten

Immer wieder haben einige User Probleme beim Erstellen eines Tourenberichtes, insbesondere beim Hochladen und Einfügen von Bildern.
Ihnen soll die folgende kleine Anleitung ein wenig Hilfe geben, wie ein Tourenbericht ganz kurz und schmerzlos erstellt werden kann

In sechs einfachen Schritten kann ein neuer Bericht leicht erstellt werden:

1. Bilder zum Bericht aussuchen
2. Bilder verkleinern
3. Im Forum "Toureninfo & Verhältnisse" das passende Unterforum auswählen
4. Bilder hochladen
5. Die Bilder mit dem Text ergänzen
6. Fertigstellen/Kontrollieren des Berichtes und Veröffentlichen



Im Folgenden werden die einzelnen Schritte ausführlich erklärt:

1. Bilder zum Bericht aussuchen
Möglichst aussagekräftige Fotos wählen, die auch die Route und wesentliche Details darstellen.
Gegen einzelne "schöne" Landschafts- und Blumenbilder ist natürlich nichts einzuwenden ...


2. Bilder verkleinern
Bewährt hat sich ein Format mit der längeren Bildkante 900 Pixel.
Damit läßt sich bei Speicherung als JPEG eine recht ordentliche Bildqualität erzielen, bei Photoshop etwa abhängig vom Sujet 80/100.


3. Im Forum "Toureninfo & Verhältnisse" das passende Unterforum auswählen
z.B. "Wanderungen und Bergtouren" - "Steiermark"
+Neues Thema wählen

Titel etwa nach dem Schema
Gipfel (Höhenangabe), Anstiegsroute, Gebirgsgruppe (ostalpin nach AVE)

Möglichst bis zu 5 aussagekräftige Stichworte vergeben.

Zum Bilderhochladen weiter mit der "Büroklammer".


4. Bilder hochladen
Möglichst bitte NUR so:
a) "Büroklammer"
b) "Anhänge hochladen"


4.1 Bilder auswählen
Abhängig vom eigenen Rechner/Betriebssystem.
Maximal 15 Bilder pro Posting sind derzeit zulässig, eine größere Bilderanzahl erfordert Folgepostings (Antworten).
(Bewährt hat sich auch, 1-2 Bilder weniger hochzuladen, um für spätere Ergänzungen eine kleine Reserve zu haben.)

4.2 Liste der hochgeladenen Anhänge
Die Auflistung ist leider nicht chronologisch nach Bildbezeichnung geordnet.

Im Textfeld die gewünschte Einfügeposition mit dem Cursor markieren,
bzw. die gelisteten Bilder in der gewünschten Reihenfolge einzeln als "Vollbild" oder "Miniaturansicht" platzieren.
Eine oder mehrere Leerzeilen zwischen den Bildern erleichtern später das Einfügen von Text.


5. Die Bilder mit dem Text ergänzen
Die Bilder sind nun in der richtigen Reihenfolge im Textfenster positioniert.
Ich bevorzuge im ersten Schritt die Positionierung als "Miniaturansicht".
Das erleichtert beim Texteinfügen die Übersicht.
Muß aber nicht sein, natürlich lassen sich die Bilder auch gleich als Vollbild (also in der hochgeladenen Größe) platzieren.

5.1 Text
Jetzt kann der Text ergänzt werden.
Möglichst über dem Foto - ich finde das übersichtlicher ...
Der Text kann natürlich auch vorher erfaßt werden und anschließend einkopiert werden.

5.2 Bildgröße ändern
Wurden die Bilder vorerst als "Miniaturansicht" platziert, können sie einfach auf das finale Darstellungsformat skaliert werden:
a) Doppelklick auf die "Miniaturansicht" öffnet ein Pop-Up-Fenster
b) unter "Größe" idR "Vollbild" wählen
c) OK


6. Fertigstellen/Kontrollieren des Berichtes
Anschließend sollte der Bericht noch in der "Vorschau" kontrolliert werden.
In manchen Fällen muß zur Ansicht der "Vorschau" ziemlich weit nach unten gescrollt werden!

6.1 Veröffentlichen des Berichtes
Zum Schluß noch auf "Abschicken" klicken - und nach einer kurzen "Nachdenkpause" des Servers ist der Bericht online.



Nach dem ersten Durchlesen dieses Leitfadens mag das Erstellen eines Berichtes etwas kompliziert erscheinen - ist es aber nicht:
Viele Tourenberichte schreiben hilft sehr.

Die Reihenfolge der einzelnen Schritte ist nicht so starr wie es hier scheinen mag; natürlich kann auch zuerst der Text erstellt werden und die Bilder nachträglich eingefügt.

Änderungen am fertigen Bericht sind für den Ersteller 24 Stunden lang möglich, bei der Berichtigung später entdeckter Fehler hilft gerne ein zuständiger Moderator. Ebenso beim Verschieben eines Berichtes in das richtige Tourenforum.

Viel Freude bei euren Bergtouren UND dann beim Berichteschreiben,


P.S.: Diese Anleitung, ergänzt um verdeutlichende Screenshots, findet ihr auch unter http://www.gipfeltreffen.at/forum/gi...ourenberichten
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Regelwerk für die Benutzung des Forums Gipfeltreffen

Alle Forumsuser/-innen sind aufgefordert, das Regelwerk zu lesen und sich daran zu halten!

1) Registrierung

Die Registrierung und Benutzung unserer Foren ist kostenlos. Es ist registrierten Teilnehmern/-innen (Usern/-innen) erlaubt, den Forums-Account bis auf Widerruf im Rahmen der vorgegebenen, jederzeit änderbaren Forumsregeln für private Zwecke zu nutzen. Ein späteres Löschen des Forums-Accounts sowie der ins Forum eingebrachten Inhalte oder Bilder ist nicht möglich. Auf Wunsch des Benutzers kann der Account stillgelegt werden. Der Benutzername kann dann von niemandem mehr benützt werden und wird vor Missbrauch geschützt.

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Die Forenbetreiber legen Wert auf die Tatsache, dass alle User/-innen Gast in diesem Forum sind und die Betreiber als Gastgeber bei Bedarf ihr Hausrecht jederzeit ausüben können und auch werden. User, die sich überwiegend darauf beschränken zu provozieren, werden ausgeschlossen.

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Das Unterlaufen von Handlungen und Maßnahmen der Moderatoren ist nicht zulässig. Darunter fällt auch das Fortführen des Themas eines geschlossenen oder gelöschten Threads in einem neuen gleichartigen oder ähnlichen Thread. Ergänzungen und Hinweise von Moderatoren und Administratoren dürfen von Usern in deren Beiträgen nicht verändert oder gelöscht werden.

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Ein übermäßiges Ausnutzen der Signatur ist unerwünscht. Diese sollte vor allem eine maßvolle Größe haben. Nicht mit der Forumsleitung abgesprochene Werbung (für kommerzielle Angebote), Beleidigungen oder Anspielungen in der Signatur oder dem Profiltext werden nicht toleriert.

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Wer gegen geltendes Recht verstößt, wird im Ernstfall von uns zur Anzeige gebracht.

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Schneealpe von Norden über Kleinbodental und Burgsteig, Mürzsteger Alpen / 13.07.2026

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  • Schneealpe von Norden über Kleinbodental und Burgsteig, Mürzsteger Alpen / 13.07.2026

    Eine weitere heiße Hochsommerwoche stand bevor, und bereits einige Tage davor zeichnete sich ab, dass Montag, der 13. Juli der einzige Tag mit sicher stabilem Wetter ohne Gewittergefahr sein würde. Daher wollte ich ihn für einen schon seit Jahren gehegten Plan nützen: eine lange Tagestour vom Tal der Kalten Mürz auf die Schneealpe. Ich kannte diese einsame und landschaftlich so beeindruckende Region immer noch allzu wenig. Vor Jahren stieg ich im Frühherbst einmal über den sogenannten Grenzriegel genau entlang der Bundesländergrenze Niederösterreich - Steiermark auf den Amaißbichl. Alle übrigen Routen weiter westlich waren jedoch nach wie vor Neuland für mich, und das wollte ich endlich einmal ändern.

    Mein Plan: vom Gasthof Leitner durch das Kleinbodental und über den Melkboden zum Windberg, und nach einer Pause bei der Michlbauerhütte etwas weiter östlich über den Burgsteig und die Dirtlerschlucht wieder zum Tal der Kalten Mürz hinunter.
    Vor knapp über sechs Jahren ging eine Gruppe unter der Führung von Martin (waldrauschen), der auch Felix angehörte, diese Route in die Gegenrichtung. Der Bericht davon weckte schon meine Vorfreude und machte zudem gut klar, was mich erwarten würde.


    So starte ich knapp vor neun Uhr beim Gasthof Leitner in Neuwald, im entlegenen Tal der Kleinen Mürz. Die Gebäude nördlich des Flusses liegen in Niederösterreich und gehören daher - etwas überraschend - zum (riesigen) Gebiet der Marktgemeinde St. Aegyd am Neuwalde. Auf dem Parkplatz stehen nur wenige Autos - wie mir scheint, eher von Sommergästen als weiteren Tourengehern.
    002-GasthofLeitner.jpg

    Die meisten Nordanstiege zur Schneealpe ab hier beginnen mit einigen Kilometern im Tal der Kalten Mürz. Da sorgt es für willkommene Abwechslung, dass entlang dem Sandsträsschen zahllose Orchideen stehen. Am häufigsten ist - wie fast üblich - das Fuchs' Knabenkraut vertreten; einige Exemplare sind mittlerweile am Verblühen. Dazwischen findet sich zum Beispiel aber auch diese schöne Mücken-Händelwurz.
    008-MückenHändelwurz.jpg

    Einmal schaue ich direkt zum Lauf der Kalten Mürz, die derzeit - wenig überraschend - recht wenig Wasser führt. Der Amaißbichl steht noch relativ weit im Hintergrund.
    011-KalteMürz-Amaißbichl.jpg

    Nach gut 50 Minuten erreiche ich beim Steinalpl die Abzweigung des markierten Steigs ins Kleinbodental. Er steigt zu Beginn gleich deutlich an und quert danach sehr schön zwischen einigen Felswänden die steile Westflanke des Tals.
    018-Querung.jpg

    Wie es für die gesamte Region typisch ist, war leider auch der untere Teil des Kleinbodentals vor Jahren stark von Windbruch betroffen. Aber alle Schäden wurden gut aufgearbeitet, und der Steig ist wieder ohne Behinderungen begehbar. Dieser Blick zurück geht zum felsigen Kamm der Grassgrabenhöhe nördlich der Kalten Mürz.
    021-Grassgrabenhöhe.jpg

    Eine bekannte Eigenheit des Steigs ist, dass er insgesamt viermal das felsige Bett des Kleinbodenbachs quert. Das ist bei so wenig Wasser sicher einfacher als nach starken Niederschlägen oder auch am Ende der Schmelzwasserperiode.
    025-BachbettKleinbodenbach.jpg

    Inzwischen bin ich nach der zweiten Querung schon wieder westlich des Bachs unterwegs. Nach Osten öffnet sich ein erster Blick auf die beeindruckende Barriere der Salzwänd.
    035-Salzwänd.jpg

    Der Blick nach vorne zeigt, dass das gesamte Kleinbodental überraschend lang ist und sich im obersten Teil deutlich Richtung Südosten dreht.
    037-Kleinbodental.jpg

    Den südlichen Abschluss der Salzwänd bildet das durch die riesige Höhle stets leicht erkennbare (Hohe) Gamskirchl.
    040-SalzwändGamskircherl.jpg

    Die eindrucksvollen Ausblicke lenken gut vom rustikalsten Abschnitt des Steigs ab: In der Westflanke des Tals sind zunächst vier - derzeit nahezu trockene - Seitengräben zu queren; danach führt ein kurzer Steilabstieg zur dritten Querung des Kleinbodenbachs hinunter.
    041-BachbettKleinbodenbach.jpg

    Beim Blick gegen meine Gehrichtung tritt ab nun immer stärker die Donnerwand (1799m) mit ihrer riesigen Ostwand ins Blickfeld.
    Es ist schon eine äußerst beeindruckende Berglandschaft hier!
    044-BachbettKleinbodenbach-Donnerwand.jpg

    Zum Ausgleich folgt wieder ein "zahmerer" Abschnitt des Steigs: nur moderat ansteigend, allenfalls mit einfachen flachen Querungen von Schotterrinnen, zugleich aber mit weiteren Blicken auf die Ostseite der Donnerwand.
    048-Donnerwand.jpg

    Schließlich weitet sich das Tal vor mir nochmals zum locker bewaldeten, flachen Melkboden in knapp 1500m Seehöhe. Es ist schon faszinierend zu sehen, wie das Gletschereis hier zwischen den felsigen Kämmen einen richtigen Kessel ausgehoben hat.
    052-Melkboden.jpg

    Auch der erste Blick hinauf zur Kleinen Mitterbergwand (1863m) im Nordosten beeindruckt und macht zugleich anschaulich, wieviel Höhe es noch zu bewältigen gilt.
    056-KleineMitterbergwand.jpg

    Auf den ersten raschen Blick glaubte ich, dass hier entlang dem Weg nochmals Orchideen stehen. Woanders auf dem Melkboden tun sie das vielleicht wirklich; hier handelt es sich jedoch um ein schönes Exemplar des Schlangen-Knöterichs (Bistorta officinalis). Die Bemerkung, er versuche durch sein Aussehen Orchideen zu imitieren, klingt für mich sehr plausibel.
    058-SchlangenKnöterich.jpg
    Zuletzt geändert von Wolfgang A.; vor einer Stunde.
    Lg, Wolfgang


    Für mich ist Dankbarkeit ein Weg,
    der sowohl für den Einzelnen
    wie für die Welt zukunftsweisend ist.
    (David Steindl-Rast)


  • #2
    Die Flanke südwestlich des Melkbodens zieht enorm steil, felsig und zudem noch zerrissen nach oben.
    060-Steilflanke.jpg

    Fast exakt in 1500m Höhe beginnt dann der Schlussanstieg hinauf auf das Plateau der Schneealpe: etwa 350 Höhenmeter in einem Zug und stets zumindest in mittlerer Steigung.
    Ziemlich von seinem Beginn blicke ich über den Melkboden nochmals zur Donnerwand zurück, die inzwischen schon wieder ein Stück weit entfernt ist. Links vom Gipfel der Griesleitensattel.
    065-MelkbodenDonnerwand.jpg

    Nach einer deutlich steigenden Hangquerung zwischen Büschen und Latschen führt der Steig im Mittelteil dann nahe an steile, felsige Rinnen heran, die vom Kamm herunterziehen. Hier war der Steig nach Unwettern bzw. erosionsbedingt mehrfach erschwert begehbar. Aber auch hier wurde er vorbildlich instandgesetzt!
    068-steileRinne.jpg

    Rückblick zur Kleinen Mitterbergwand rechts oben, mittlerweile nicht mehr so weit über mir.
    071-KleineMitterbergwand.jpg

    Vom Schlussteil des Anstiegs bietet sich dann noch ein perfekter Gesamtblick auf den Steig, der sich - vor dem Melkboden, der Donnerwand sowie mittlerweile auch Ötscher und Göller ganz hinten - die Flanke heraufwindet. Ist das eine großartige Gebirgsszenerie!
    073-RückblickAnstieg-Donnerwand.jpg

    In knapp 1850m Höhe legt sich der Hang schließlich deutlich zurück, und bald danach stehe ich auf einem breiten, grün bewachsenen Sattel. Die Donnerwand und die Kleine Mitterbergwand dahinter sind zwar natürlich immer noch im Blickfeld, die steilen Flanken des Tals dazwischen und das steinige Bachbett muss man hingegen bereits dazudenken.
    076-DonnerwandGöller-KlMitterbergwand.jpg

    Jedesmal fasziniert es mich von neuem, dass die Eindrücke auf dem weitläufigen flachen Plateau der Schneealpe so ganz anders als in den meisten Flanken sind!
    Da tragen Schneeberg und Rax im Hintergrund in dieser Perspektive mehr Felsgelände bei.
    078-Schauerwand-SchneebergRaxalpe.jpg

    Natürlich gehe ich zunächst zum Gipfel des Windbergs hinauf; es sind ja nur mehr gute 50 Höhenmeter!
    Auf dem breiten Rücken beeindruckt mich stets dieses "Streifenmuster" - auch da es einen so guten Vordergrund für die Mitterbergschneid (sowie den Gippel rechts hinter ihr) bietet.
    083-MitterbergschneidGippel.jpg

    Der Paradeblick knapp unter dem Windberg: das Almdorf am Rand der riesigen, nahezu ebenen Wiese, darüber das Schneealpenhaus mit seinem charakteristischen roten Dach.
    087-AlmplateauSchneealpenhaus.jpg

    Wieder einmal auf dem Windberg in 1903m Höhe, heute aber erstmals über den langen Anstieg von Norden!
    Mit vier Stunden war die Route beim Gasthof Leitner angeschrieben, gut viereinhalb Stunden war ich - mit zwei Trinkpausen und etlichen kurzen Fotostops - unterwegs. Aber das Wetter hält sich an die Prognosen: Die harmlosen Quellwolken, die mir während des Anstiegs wiederholt willkommenen Schatten gespendet haben, bilden sich diesmal im Tagesverlauf eher zurück.
    Dennoch ist zugleich mit mir heute nur ein älteres Paar hier heroben, das nun aber einige Meter unter dem Gipfel rastet und jausnet. So ist es heute gar keine Herausforderung, das Gipfelkreuz samt der Heukuppe im Hintergrund ohne Personen zu fotografieren.
    095-WindbergGipfelkreuz-Heukuppe.jpg

    Die Temperatur ist - bei Sonne und zugleich mäßigem Wind - angenehm, und so bleibt gut Zeit dafür, wieder einmal das Panorama zu betrachten (auch wenn es heute hochsommertypisch eher dunstig ist).
    Zunächst aber muss einfach der Tiefblick zum Almdorf und dem Schneealpenhaus nochmals sein, zumal ja auch die Heukuppe sowie u.a. Kampalpe, Sonnwendstein, Hochwechsel und Stuhleck auf dem Bildausschnitt Platz finden.
    097-Almboden-HeukuppeWechselStuhleck.jpg

    Westlich vom Windberg bis zum Schönhaltereck ist das Plateau der Schneealpe deutlich mehr buckelig und im Detail - mit vielen kleinen wie großen Dolinen - sogar unübersichtlich.
    Die Tonion fast genau über dem Schönhaltereck sowie Kräuterin und Riegerin links dahinter sind noch gut zu erkennen; bei den Gesäusegipfeln (z.B. der Große Buchstein, knapp 75km entfernt) braucht man schon etwas guten Willen.
    102-Schönhaltereck-KräuterinTonion.jpg

    Aber in geringerer Distanz sind so viele interessante Details zu sehen, dass sich dennoch mehrere Aufnahmen mit dem Zoom lohnen.
    Hinter dem Wildkamm im Norden der Veitschalpe sind etliche Zweitausender im Hochschwab zu sehen: vom Karlhochkogel links über den Zagelkogel und den Hauptgipfel bis zum Ringkamp ganz am rechten Bildrand.
    106-ZoomWildkammHochschwab.jpg

    Ein besonders faszinierender Ausschnitt: das Gipfelkreuz auf der Donnerwand, direkt über der riesigen Ostwand, vor dem Göller dahinter.
    108-ZoomDonnerwandGöller.jpg

    Aber auch nach Osten lohnt sich ein bewusster Blick: im Vordergrund der Lohmstein auf der Schneealpe, dahinter Kahlmäuer, Gamseck sowie die "Maschekseite" des Predigtstuhls auf der Raxalpe.
    Es ist nicht zuletzt der wiederholte plötzliche Wechsel von Wiesen und flachen Almböden zu Felswänden und Abbrüchen, der diese Szenerie gestaltet.
    111-ZoomLohmstein-KahlmäuerGamseck.jpg
    Zuletzt geändert von Wolfgang A.; vor einer Stunde.
    Lg, Wolfgang


    Für mich ist Dankbarkeit ein Weg,
    der sowohl für den Einzelnen
    wie für die Welt zukunftsweisend ist.
    (David Steindl-Rast)

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    • #3
      Die letzte Zoomaufnahme vom Windberg gilt meinem nächsten Ziel: der Michlbauerhütte.
      Wegen der Generalsanierung des Schneealpenhauses muss sie in diesem Sommer die Versorgung im Westteil des Schneealpenplateaus ja allein leisten. Aber der Eindruck ist eindeutig: Die Hütte ist heute dennoch nicht überlaufen!
      105-ZoomMichlbauerhütte.jpg

      Noch ein farbenfroher Blick vom Gipfelbereich des Windbergs zum benachbarten Schusterstuhl (sowie dem Großen Sonnleitstein genau hinter ihm),...
      113-Schusterstuhl-SonnleitsteinUnterberg.jpg

      ...,dann mache ich mich auf den relativ kurzen Abstieg. Über den flachen Buckel des Mooskogels im Vordergrund geht der Blick dabei zunächst erneut zum Gamseck und zur Heukuppe.
      Interessant: Die zahlreichen Rinder auf der großen Alm stehen bzw. liegen im Augenblick zum größten Teil nahe dem Mooskogel.
      115-Mooskogel-GamseckHeukuppe.jpg

      Schon bin ich fast bei den Almhütten angekommen.
      Die Rinnhoferhütte links vor der Michlbauerhütte verfällt leider immer mehr. Dabei handelt es sich um ein traditionsreiches Gebäude auf der Schneealpe, das in der Zwischenkriegszeit der Sektion Austria des Alpenvereins gehörte.
      119-Almhütten.jpg

      An der Halterhütte vorbei...
      122-Halterhütte.jpg

      ...erreiche ich in wenigen Minuten die Michlbauerhütte und sichere mir dort einen der wenigen Schattenplätze im Freien. Da es hier nahezu windstill ist, lässt es sich sehr gut ohne Sonne aushalten.
      Es ist erstaunlich ruhig hier: Vier Wanderinnen brechen bei meinem Eintreffen gerade auf, dafür kommen danach zwei Männer meiner Altersgruppe, die ich etwas nach mir bereits auf dem Windberg gesehen habe, und schließlich noch ein jüngerer Mountainbiker.
      Meine Erinnerungen an die hochsommerliche Schneealpenrunde mit Felix und Günter im vergangenen Sommer sind noch frisch: Auch damals saßen wir im Schatten und ließen uns den köstlichen Rindsuppentopf gut schmecken.
      124-Rindsuppentopf.jpg

      Die Pause hat sehr gut getan, denn der Abstieg wird noch lang, und ich möchte dabei erneut eine für mich neue Route gehen: auf dem Burgsteig in die Dirtlerschlucht hinunter.
      Zu Beginn noch ein Rückblick zur Michlbauerhütte direkt am Fuß des Windbergs.
      126-MichlbauerhütteWindberg.jpg

      Dann folge ich ein Stück weit der Sandstraße über das flache Almplateau Richtung Nordosten.
      Faszinierend zu sehen: Auf welchen Impuls hinauf auch immer macht sich die große Rinderherde gerade gemeinsam auf den Weg nach Westen. Sie gehen eher langsam und wirken aus der Distanz keineswegs unruhig. Dennoch möchte ich nicht unbedingt auf einem Weg mitten in eine so lange Karawane geraten...
      129-GroßeRinderherde.jpg

      Bei einem genauen Blick erkennt man Anzeichen der Arbeiten beim Schneealpenhaus.
      In der kommenden Sommersaison soll die Hütte - die erst vor kurzem ihr 100-Jahr-Jubiläum gefeiert hat - modernisiert wieder zur Verfügung stehen.
      131-Schneealpenhaus.jpg

      Wiesen, Latschen und große Felswände: Auch aus dieser Perspektive weiß der Blick über dem Lohmstein hinüber zur Raxalpe sehr zu gefallen.
      133-LohmsteinGamseckHeukuppe.jpg

      Blick über das sanft wellige Hochplateau bis zum Amaißbichl (1828m) ganz im Nordosten.
      Dass es nördlich vom Amaißbichl sowie auch rechts vorn in den Almgraben durchaus steil hinuntergeht, ahnt man von hier aus mehr als man es tatsächlich sehen kann.
      135-PlateauAmaißbichl.jpg

      Bei der nächsten Rechtskehre verlasse ich die Sandstraße und behalte stattdessen - zunächst sanft ansteigend - die Richtung nach Norden bei. Auch hier weidet eine größere Gruppe vorwiegend junger Rinder. Eines von ihnen bietet sich samt der Heukuppe im Hintergrund ideal als Motiv an. Dann umgehe ich die Herde lieber und komme dadurch fast zum höchsten Punkt der flachen namenlosen Kuppe mit der Kote 1785m (laut AMap).
      138-geflecktesRind-Heukuppe.jpg

      Vor mir sehe ich rechts inzwischen die Kleine Burgwand (1787m) sowie links weiter unten die deutlich niedrigere, aber vom Felsaufbau her viel imposantere Große Burgwand (1612m).
      Der unmarkierte Burgsteig ist gut erkennbar, sobald er zwischen den Latschen verläuft und folgt zunächst noch dem breiten Rücken Richtung Kleiner Burgwand.
      142-GrKlBurgwand-Gippel.jpg

      Nach einiger Zeit beginnt der Steig allmählich zu fallen, und vor allem wird die Flanke neben ihm hinunter zur Dirtlerschlucht im Westen immer steiler. Zugleich öffnet sich hier abermals eine höchst beeindruckende Szenerie!
      146-SteilflankezurDirtlerschlucht.jpg
      Zuletzt geändert von Wolfgang A.; vor einer Stunde.
      Lg, Wolfgang


      Für mich ist Dankbarkeit ein Weg,
      der sowohl für den Einzelnen
      wie für die Welt zukunftsweisend ist.
      (David Steindl-Rast)

      Kommentar


      • #4
        Tolle Ausblicke: Die Große Burgwand erneut vor mir, und man ahnt mittlerweile gut die tief eingeschnittene Dirtlerschlucht zwischen ihr und der (namenlosen) Felswand gegenüber.
        148-Dirtlerschlucht-GroßeBurgwand.jpg

        Nordöstlich unter der Kleinen Burgwand quert der Steig dann die steile Schrofenflanke und ist dort relativ schmal. Das wusste ich aufgrund der Bilder des Berichts von 2020. Der Anblick lässt mich allerdings dann doch erschrecken: Die Flanke sieht reichlich bröselig aus, und auf kurzen Passagen ist nicht viel Steig zu erkennen.
        150-schmaleQuerung.jpg

        Das ist bereits der Blick zurück, nachdem ich mich über die Flanke eher drübergezittert habe. Mehrmals sind zwei bis drei Schritte dort zu setzen, wo Erosion oder starke Niederschläge in den letzten Jahren den bestehenden Steig größtenteils verschüttet haben. Als unangenehm empfand ich vor allem, dass diese Kombination aus Erde und feinen Steinen beim Drauftreten sofort nachgibt. Solche Wege mochte ich noch nie...
        Schade, der gesamte Abschnitt ist nicht länger als vielleicht 20 Meter, aber im augenblicklichen Zustand macht er das Begehen des landschaftlich so tollen Burgsteigs um einiges unangenehmer.
        152-schmaleQuerung.jpg

        Als wäre nichts gewesen, führt der Steig gleich danach (wieder) auf einen grünen Riegel und dort in einigen eher steilen Kehren zwischen Latschen hinunter zur Burgwandalm.
        Die einstige Almhütte ist längst verfallen, das jetzt dort stehende Gebäude ist eine Jagdhütte. Interessant: Solange die Almhütte noch stand, hieß sie - in der AMap bis zur Version von 1960 - Burgalm. Heute gibt nur die OSM dem Almrücken einen eigenen Namen, und er lautet Burgwandalm.
        154-Burgwandalm-GrSonnleitstein.jpg

        Wie häufig, knallt die Nachmittagssonne nun hier gehörig zwischen den Latschen hinein. Dafür bieten sich ständig Ausblicke vom Allerfeinsten: Richtung Ostnordosten ist zunächst (teilweise im Schatten) der Grenzriegel nördlich des Amaißbichls zu sehen, dann die Nordseite der Raxalpe mit den Felsen um das Große Übeltal und dahinter schließlich Kuhschneeberg und Hochschneeberg.
        156-GrenzriegelSchneeberg.jpg

        Alpenrosen als Vordergrund für die Burg(wand)alm.
        158-AlpenrosenBurgwandalm.jpg

        Faszinierend auch dieser Blick: Vom Plateau aus gesehen ist der Amaißbichl ein breiter Buckel, von hier aus zeigt er hingegen - am Grenzriegel links und noch mehr im Reichenschallgraben rechts von ihm - sehr wohl auch Zähne!
        159-ReichenschallgrabenAmaißbichl.jpg

        Ich habe den nahezu ebenen Rücken der Burg(wand)alm erreicht, die der Länge nach überquert wird. Ein Weg ist hier nicht deutlich zu erkennen, aber auch nicht notwendig.
        Rechts neben dem Felsen vor der Jagdhütte die Ruine der Almhütte, und die Große Burgwand schaut natürlich auch von hier aus wieder drüber.
        162-Burgwandalm-GrBurgwand-Göller.jpg

        Aus genau dieser Perspektive abe ich den Großen Sonnleitstein natürlich noch nie gesehen!
        Davor der untere Teil des Grenzriegels, der eher flach bis zum Kreuzsattel hinüberzieht.
        164-GroßerSonnleitstein.jpg

        Nach dem Queren des Almrückens setzt sich der Steig zwischen den Latschen deutlich fort und führt direkt auf die Große Burgwand zu.
        Der Name leuchtet aus dieser Perspektive sofort ein: Der Gipfel erinnert tatsächlich an eine große majestätische (Fels-)Burg.
        168-GroßeBurgwand.jpg

        Genau am niedrigsten Punkt des Verbindungsrückens zweigt der Burgsteig dann nach links unten ab. Der Platz ist logisch und zudem durch ein Steinmandl gekennzeichnet; ein paar Meter weiter unten folgt noch ein (alter) Richtungspfeil.
        Geradeaus käme man direkt an den Fuß des Gipfelaufbaus der Großen Burgwand, die für Könner auf einer Kletterroute (angesichts des Anblicks überraschenderweise "nur" im 2. Schwierigkeitsgrad, aber extrem ausgesetzt!) besteigbar wäre.
        170-Burgsteig.jpg

        In einer längeren diagonalen Querung führt der Burgsteig Richtung Dirtlerschlucht hinunter, bis ein Abschnitt mit Kehren beginnt.
        Alle bisherigen Anforderungen des Steigs, auch die bröselige Querung, habe ich bewältigt, aber hier verliere ich ihn nun! Leider hatte ich nur den Ausdruck der AMap mit, was im Rückblick doch klar zu wenig war. Gleich nach der ersten Kehre gerate ich auf eine Spur, die anstatt weiterhin deutlich hinunter zu führen, den Hang eher quert. Seltsamerweise ist sie einige Minuten noch recht gut ausgebildet, dann kommen Unterbrechungen, und schließlich endet sie. Bis mir mein Fehler im vollen Umfang bewusst wird, bin ich aber schon recht weit vom richtigen Steig entfernt.
        Die Konsequenz ist leider, dass ich den ganzen steilen Hang bis fast zum Ausgang der Dirtlerschlucht hinunter weglos absteigen muss. Es ist gottlob kein Absturzgelände, nicht felsig, aber doch ein steiler Waldhang mit einigem Totholz und vielen Stolperfallen. Mein Adrenalinausstoß steigt spürbar. Am Schluss komme ich sogar ohne Ausrutscher hinunter, aber um den Preis beträchtlicher zusätzlicher Anstrengung und mit etwa einer halben Stunde mehr Zeitaufwand.
        Es muss länger zurückliegen, dass ich eine Route so vollständig verloren habe; aber manchmal passiert es dann doch.

        An das Fotografieren kann ich erst wieder denken, als ich auf dem breiten Weg nahe dem Ausgang der Dirtlerschlucht stehe. Von dort sieht man abermals die Große Burgwand - und sie ist von unten betrachtet fast noch eindrucksvoller als von schräg oben.
        173-GroßeBurgwand.jpg

        Was für ein Gefühl, wieder auf einem breiten Karrenweg gehen zu können!
        Ein paar Minuten sind es noch bis zur Kalten Mürz, und vor mir sehe ich wieder die Felswand zwischen Kleiner und Großer Goldgrubenhöhe.
        175-Goldgrubenhöhe.jpg

        Auf der Sandstraße bleiben mir dann noch mehrere Kilometer zurück zum Gasthof Leitner. Aber nach einer Tour, die so reich an Eindrücken und Erlebnissen war, ist mir der gleichmäßige Trott sehr recht. Zudem sind die frühabendlichen Temperaturen mittlerweile wieder angenehm.
        Der Kleinbodenbach mündet in einem klammähnlichen Engtal in die Kalte Mürz. Klar, dass der Steig ins Kleinbodental diesen Abschnitt oben umgehen muss!
        179-EinmündungKleinbodenbach.jpg

        Einmal noch halte ich und fotografiere die von der Frühabendsonne nun hell angestrahlten Salzwänd.
        182-Salzwänd.jpg

        Ansonsten gehe ich in gleichmäßigem Tempo und beginne dabei, den Tag Revue passieren zu lassen. Ganz abgesehen von meinem Lapsus im Abstieg hat er mir eine selten große Fülle an Eindrücken geboten.
        Dankbar dafür, dass ich heil und weitgehend im Zeitplan herunten bin, aber vor allem für die großartige Szenerie an der Nordseite der Schneealpe kann ich mich auf die Heimfahrt machen.
        Zuletzt geändert von Wolfgang A.; vor einer Stunde.
        Lg, Wolfgang


        Für mich ist Dankbarkeit ein Weg,
        der sowohl für den Einzelnen
        wie für die Welt zukunftsweisend ist.
        (David Steindl-Rast)

        Kommentar


        • #5
          Informationen zur Tour

          In leicht gerundeten Zahlen ist die Route 20 Kilometer lang
          und weist 1100 Höhenmeter auf.

          Schon die Anfahrt stimmt auf die wenig besuchte Nordseite der Schneealpe ein. Die schmale Asphaltstraße ist bis zum Gasthof Leitner (derzeit Freitag bis Sonntag offen) befahrbar. Der Parkplatz ist kostenfrei und wohl kaum je einmal überfüllt.
          Aufgrund der Abgelegenheit sind Tagestouren von Norden auf die Schneealpe mit Öffis nicht möglich - außer vielleicht bei einer Übernachtung im Freinerhof.

          Durch die Talabschnitte entlang der Kalten Mürz ergeben sich in jeder Variante große Kilometerzahlen. Dafür kann man auf der Sandstraße einfach Kilometer machen, was am Ende einer langen Tour auch Vorteile hat. Die zahlreichen Orchideen im Tal tragen im (Früh-)Sommer zur Abwechslung bei.

          Zwischen dem Nassköhr und Hinternasswald führt von Norden eine einzige markierte Route auf den Schneealpenstock, jene durch das Kleinbodental und über den Melkboden. Der Steig war im unteren Teil stark von Windbruch betroffen und ist am Schlussanstieg anfällig für Rutschungen. Aktuell ist er aber in einwandfreiem Zustand und völlig ungehindert zu begehen, erfordert daher in erster Linie Ausdauer. Eine Stufe schwieriger könnte er werden, wenn der Kleinbodenbach sehr viel Wasser führt bzw. am Schlussanstieg noch Schnee liegt.
          Die Landschaft entlang der gesamten Route ist schlicht begeisternd!

          Dasselbe gilt auch für die Route Dirtlerschlucht - Burgsteig, die im oberen Teil zudem noch mehr Ausblicke bietet. Leider ist mein Eindruck, dass der Steig seit Jahren nicht gewartet wird. Das möchte ich gar nicht als Vorwurf an irgendjemanden formulieren, sondern einfach als Hinweis. Auf der kurzen steilen Schrofenhangquerung unter der Kleinen Burgwand hat die Erosion dem Steig - verglichen mit den Eindrücken und Fotos von 2020 - sichtbar zugesetzt, und so ist diese Passage eher unangenehm zu begehen. Die Kehren zwischen den Latschen zur Burg(wand)alm hinunter beginnen zu verwachsen, wobei man dort im Augenblick noch problemlos durchkommt. Wie es im unteren Teil bezüglich Windbruch aussieht, kann ich aus den bekannten Gründen leider nicht berichten.

          Auf dem (westlichen) Schneealpenplateau steht heuer aufgrund der Sanierung des Schneealpenhauses nur die Michlbauerhütte für eine Einkehr zur Verfügung. Möglich, dass sich an Wochenenden bei guten Bedingungen dort sehr viel tut. An einem Montag mit stabilem Hochsommerwetter war es am früheren Nachmittag sehr ruhig.

          Wegen der Fragezeichen zum Burgsteig kann ich meine Route trotz der tollen Landschaftseindrücke nur mit Vorbehalt empfehlen.
          Ich habe im Internet gesucht: Neben dem Forumsbericht gibt es eine weitere Beschreibung aus dem Sommer 2020, danach nur mehr die Schilderung eines Schitourenaufstiegs durch die Dirtlerschlucht vom Frühjahr 2022 (der wieder eine eigene Herausforderung bietet!). Mehrere Berichte auf Sites zu Bergtouren stammen aus den 2010er-Jahren und erwähnen natürlich die großartige Landschaft. Aber wie sehr stimmen die Angaben zum Steig aktuell noch?

          Laut den alten Versionen der AMap muss der Burgsteig unterhalb der Burg(wand)alm in seinem heutigen Verlauf zwischen 1960 und 1980 errichtet worden sein. Davor führte eine andere Route zu der noch bestehenden Almhütte auf dem Bergrücken.
          Bei der Abzweigung von der Kalten Mürz findet sich dieser sichtlich nicht mehr ganz neue Pfeil mit einer blassen Aufschrift des alten Namens "Burgalm":
          176-WegweiserBaumalm.jpg

          Sollte jemand von den hier im Forum Aktiven seit 2020 auf dem Burgsteig unterwegs gewesen sein oder gesicherte Informationen zu ihm haben, bitte ich um eine Antwort hier im thread.
          Vielleicht lassen sich die Ungewissheiten zu der landschaftlich so beeindruckenden Route auf diese Weise verringern.


          Persönliches Fazit

          Seit Jahren hatte ich den Wunsch und den Vorsatz, die Nordseite der Schneealpe über den Grenzriegel hinaus kennenlernen und begehen zu können.
          Sämtliche Tagestouren dort erfordern viele Stunden Zeit und daher in jedem Fall einen Tag mit absolut stabilem Wetter. Im Herbst wäre das häufig gegeben, dafür könnten aber die wesentlich kürzere Sonnenscheindauer und eventuell auch bereits erste vereiste Stellen im (nordseitigen) Dauerschatten Schwierigkeiten machen.

          Die eher langwierige Anreise und die langen Gehstrecken bedingen, dass der Norden der Schneealpe nie überlaufen sein wird. Und die Szenerie ist in Summe einfach großartig: abwechslungsreich, vielfältig und teilweise auf eine faszinierende Art herb.

          Wer lange Touren mit viel Ruhe und starken Landschaftsbildern schätzt, wird vom Norden der Schneealpe sicher sehr beeindruckt zurückkehren. Bei mir war es am vergangenen Montag jedenfalls so. Zugleich war ich natürlich erleichtert darüber, wie gut die Tour sich abgerundet hat, und auch dankbar dafür, dass Tagestouren dieses Charakters ab Wien möglich sind.
          Zuletzt geändert von Wolfgang A.; vor 57 Minuten.
          Lg, Wolfgang


          Für mich ist Dankbarkeit ein Weg,
          der sowohl für den Einzelnen
          wie für die Welt zukunftsweisend ist.
          (David Steindl-Rast)

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