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Hilfe zum Erstellen von Tourenberichten

Immer wieder haben einige User Probleme beim Erstellen eines Tourenberichtes, insbesondere beim Hochladen und Einfügen von Bildern.
Ihnen soll die folgende kleine Anleitung ein wenig Hilfe geben, wie ein Tourenbericht ganz kurz und schmerzlos erstellt werden kann

In sechs einfachen Schritten kann ein neuer Bericht leicht erstellt werden:

1. Bilder zum Bericht aussuchen
2. Bilder verkleinern
3. Im Forum "Toureninfo & Verhältnisse" das passende Unterforum auswählen
4. Bilder hochladen
5. Die Bilder mit dem Text ergänzen
6. Fertigstellen/Kontrollieren des Berichtes und Veröffentlichen



Im Folgenden werden die einzelnen Schritte ausführlich erklärt:

1. Bilder zum Bericht aussuchen
Möglichst aussagekräftige Fotos wählen, die auch die Route und wesentliche Details darstellen.
Gegen einzelne "schöne" Landschafts- und Blumenbilder ist natürlich nichts einzuwenden ...


2. Bilder verkleinern
Bewährt hat sich ein Format mit der längeren Bildkante 900 Pixel.
Damit läßt sich bei Speicherung als JPEG eine recht ordentliche Bildqualität erzielen, bei Photoshop etwa abhängig vom Sujet 80/100.


3. Im Forum "Toureninfo & Verhältnisse" das passende Unterforum auswählen
z.B. "Wanderungen und Bergtouren" - "Steiermark"
+Neues Thema wählen

Titel etwa nach dem Schema
Gipfel (Höhenangabe), Anstiegsroute, Gebirgsgruppe (ostalpin nach AVE)

Möglichst bis zu 5 aussagekräftige Stichworte vergeben.

Zum Bilderhochladen weiter mit der "Büroklammer".


4. Bilder hochladen
Möglichst bitte NUR so:
a) "Büroklammer"
b) "Anhänge hochladen"


4.1 Bilder auswählen
Abhängig vom eigenen Rechner/Betriebssystem.
Maximal 15 Bilder pro Posting sind derzeit zulässig, eine größere Bilderanzahl erfordert Folgepostings (Antworten).
(Bewährt hat sich auch, 1-2 Bilder weniger hochzuladen, um für spätere Ergänzungen eine kleine Reserve zu haben.)

4.2 Liste der hochgeladenen Anhänge
Die Auflistung ist leider nicht chronologisch nach Bildbezeichnung geordnet.

Im Textfeld die gewünschte Einfügeposition mit dem Cursor markieren,
bzw. die gelisteten Bilder in der gewünschten Reihenfolge einzeln als "Vollbild" oder "Miniaturansicht" platzieren.
Eine oder mehrere Leerzeilen zwischen den Bildern erleichtern später das Einfügen von Text.


5. Die Bilder mit dem Text ergänzen
Die Bilder sind nun in der richtigen Reihenfolge im Textfenster positioniert.
Ich bevorzuge im ersten Schritt die Positionierung als "Miniaturansicht".
Das erleichtert beim Texteinfügen die Übersicht.
Muß aber nicht sein, natürlich lassen sich die Bilder auch gleich als Vollbild (also in der hochgeladenen Größe) platzieren.

5.1 Text
Jetzt kann der Text ergänzt werden.
Möglichst über dem Foto - ich finde das übersichtlicher ...
Der Text kann natürlich auch vorher erfaßt werden und anschließend einkopiert werden.

5.2 Bildgröße ändern
Wurden die Bilder vorerst als "Miniaturansicht" platziert, können sie einfach auf das finale Darstellungsformat skaliert werden:
a) Doppelklick auf die "Miniaturansicht" öffnet ein Pop-Up-Fenster
b) unter "Größe" idR "Vollbild" wählen
c) OK


6. Fertigstellen/Kontrollieren des Berichtes
Anschließend sollte der Bericht noch in der "Vorschau" kontrolliert werden.
In manchen Fällen muß zur Ansicht der "Vorschau" ziemlich weit nach unten gescrollt werden!

6.1 Veröffentlichen des Berichtes
Zum Schluß noch auf "Abschicken" klicken - und nach einer kurzen "Nachdenkpause" des Servers ist der Bericht online.



Nach dem ersten Durchlesen dieses Leitfadens mag das Erstellen eines Berichtes etwas kompliziert erscheinen - ist es aber nicht:
Viele Tourenberichte schreiben hilft sehr.

Die Reihenfolge der einzelnen Schritte ist nicht so starr wie es hier scheinen mag; natürlich kann auch zuerst der Text erstellt werden und die Bilder nachträglich eingefügt.

Änderungen am fertigen Bericht sind für den Ersteller 24 Stunden lang möglich, bei der Berichtigung später entdeckter Fehler hilft gerne ein zuständiger Moderator. Ebenso beim Verschieben eines Berichtes in das richtige Tourenforum.

Viel Freude bei euren Bergtouren UND dann beim Berichteschreiben,


P.S.: Diese Anleitung, ergänzt um verdeutlichende Screenshots, findet ihr auch unter http://www.gipfeltreffen.at/forum/gi...ourenberichten
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Regelwerk für die Benutzung des Forums Gipfeltreffen

Alle Forumsuser/-innen sind aufgefordert, das Regelwerk zu lesen und sich daran zu halten!

1) Registrierung

Die Registrierung und Benutzung unserer Foren ist kostenlos. Es ist registrierten Teilnehmern/-innen (Usern/-innen) erlaubt, den Forums-Account bis auf Widerruf im Rahmen der vorgegebenen, jederzeit änderbaren Forumsregeln für private Zwecke zu nutzen. Ein späteres Löschen des Forums-Accounts sowie der ins Forum eingebrachten Inhalte oder Bilder ist nicht möglich. Auf Wunsch des Benutzers kann der Account stillgelegt werden. Der Benutzername kann dann von niemandem mehr benützt werden und wird vor Missbrauch geschützt.

2) Hausrecht

Die Forenbetreiber legen Wert auf die Tatsache, dass alle User/-innen Gast in diesem Forum sind und die Betreiber als Gastgeber bei Bedarf ihr Hausrecht jederzeit ausüben können und auch werden. User, die sich überwiegend darauf beschränken zu provozieren, werden ausgeschlossen.

3) Haftung

Die von Usern/-innen verfassten Beiträge stellen ausschließlich die persönliche, subjektive Meinung des Verfassers dar, und keinesfalls die Meinung der Betreiber und Moderatoren dieses Forums. Die Forenbetreiber übernehmen keine Haftung für die Richtigkeit der ausgetauschten Informationen.

4) Umgangston

Die Forenbetreiber erwarten von allen Usern/-innen, sich an die Netiquette zu halten. Auf einen wertschätzenden, höflichen Umgangston wird Wert gelegt.

5) Thementreue

Die Forenbetreiber legen großen Wert auf Thementreue der Beiträge und Übersichtlichkeit von Threads, um den Informationsgehalt des Forums möglichst hoch zu halten. Überschneidungen der Inhalte verschiedener Threads sind zu vermeiden.

6) Verboten ist/sind:

- Beleidigungen, Sticheleien und Provokationen (auch per PN);
- Politische oder religiöse Themen;
- Rechtswidrige Inhalte (unter anderem rechtsradikale oder pornografische Inhalte, Hackinganleitungen, Verstöße gegen das Urheberrecht) sowie das Verlinken zu Seiten mit solchen Inhalten;
- Die Verwendung von fremdem Bildmaterial, Kartenausschnitten und Topos ohne Zustimmung des Autors;
- Die Veröffentlichung von persönlichen Nachrichten (PN), E-Mails oder dergleichen ohne Zustimmung des Verfassers;
- Das Aufdecken der Identität oder die Preisgabe persönlicher Daten eines Users/Moderators/Administrators;
- Werbung für konkurrenzierende Plattformen;
- Das Führen von Doppel- oder Mehrfachaccounts;

7) Moderation:

Die Moderatoren/Administratoren werden von den Forenbetreibern bzw. ihren Vertretern ernannt.
Sie sind von den Forenbetreibern verpflichtet, für die Einhaltung der Regeln zu sorgen und somit ermächtigt, die von Usern/-innen bereit gestellten Inhalte (Texte, Anhänge und Verlinkungen) daraufhin zu prüfen und im Bedarfsfall zu bearbeiten, verschieben, zu löschen oder Themen zu schließen. Im Falle der Löschung von Beiträgen können auch jene Beiträge anderer User ganz oder teilweise entfernt werden, die auf einen gelöschten Beitrag Bezug nehmen.

Änderungen von Beiträgen werden - soweit irgend möglich – unter Angabe des Änderungsgrundes gekennzeichnet. Eingriffe, die den Sinn eines Beitrags verändern, werden nicht vorgenommen. Für die geänderten Teile eines Beitrags haftet der ursprüngliche Ersteller nicht.

Wer etwas gegen das aktive Handeln der Moderatoren/-innen vorzubringen hat, kann dies sachlich, mit konkretem Bezug und zeitnah (innerhalb von 6 Wochen ab Anlass) im Unterforum "Zum Forum/Moderation..." darlegen. In allen anderen Foren werden solche Postings im Sinne der Thementreue der Beiträge kommentarlos gelöscht. Bloßes „Mod-Bashing“ führt zu einer sofortigen Sperre.

Das Unterlaufen von Handlungen und Maßnahmen der Moderatoren ist nicht zulässig. Darunter fällt auch das Fortführen des Themas eines geschlossenen oder gelöschten Threads in einem neuen gleichartigen oder ähnlichen Thread. Ergänzungen und Hinweise von Moderatoren und Administratoren dürfen von Usern in deren Beiträgen nicht verändert oder gelöscht werden.

8) Profil/Signatur

Ein übermäßiges Ausnutzen der Signatur ist unerwünscht. Diese sollte vor allem eine maßvolle Größe haben. Nicht mit der Forumsleitung abgesprochene Werbung (für kommerzielle Angebote), Beleidigungen oder Anspielungen in der Signatur oder dem Profiltext werden nicht toleriert.

9) Werbung

Kommerzielle Werbung im Forum Gipfeltreffen ist kostenpflichtig (siehe Unterforum Werbung). Werbepostings müssten vor Platzierung mit der Forumsleitung vereinbart werden.

10) Gemeinschaftstouren/Bazar

Die Forenbetreiber stellen die Foren "Forum für Gemeinschaftstouren" und " Bazar" ausschließlich für private Kontaktzwecke zur Verfügung und gehen damit keinerlei Verpflichtungen oder Haftungen ein! Alle Kontakte in diesen Foren laufen ausschließlich zwischen den Usern/-innen und auf Basis des gegenseitigen Vertrauens. Bei nachweislichen Betrugsfällen stellen die Forenbetreiber alle vorhandenen Informationen zur Verfügung, um eine straf- und zivilrechtliche Verfolgung zu ermöglichen.

11) Regelwidriges Verhalten

User/-innen, die sich regelwidrig verhalten, werden per PN verwarnt und/oder gesperrt. Art und Dauer der Maßnahme richten sich nach der Schwere und der Häufigkeit der Regelübertretung/en. Die betroffenen User/-innen werden darüber per Mail informiert. Ein Posten unter einer anderen Registrierung in der Zeit der Accountsperre ist verboten und zieht automatisch eine Verlängerung der Sperre nach sich.

Wer gegen geltendes Recht verstößt, wird im Ernstfall von uns zur Anzeige gebracht.

12) Information

Die Forumsbetreiber behalten sich das Recht vor,
- alle registrierten User/-innen in unregelmäßigen Abständen über Themen rund um das Bergsteigen, alpiner Sicherheit, Risikomanagement und Weiterbildung per Mail zu informieren und
- dieses Regelwerk jederzeit abzuändern.

13) Nutzung von hochgeladenen Anhängen

Die User/-innen stellen den Forenbetreibern die eingestellten Bilder sowie sonstige Anhänge zur Nutzung im Forum zur Verfügung. Eine darüber hinaus gehende Nutzung der eingestellten Bilder und sonstigen Anhänge durch die Forenbetreiber erfolgt nicht.
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WICHTIG - BITTE BEACHTEN!!!

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Hoher Zetz (1264m) ab Anger, Grazer Bergland (13.06.26)

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  • Hoher Zetz (1264m) ab Anger, Grazer Bergland (13.06.26)

    Wegführung: Anger (10.00) – Ruine Waxenegg (10.20) – Waldtoni (11.45) – Gschnaiderkreuz (12.15) – Wittgruberhof (12.30) – Gipfel (13.30-14.00) – Edelschachen (Gasthof Almer, 15.50-17.10) – Anger (18.10)

    Höhenmeter: 900 | Strecke: 14,1km | Reine Gehzeit: ca. 5,5 bis 6 Stunden | Orchideen; Heidelerche

    Weite Anfahrt für eine Tagestour von Wien aus! Wolfgang hatte die zündende Idee und dem schloss ich mich mit Blick auf die Wetterkarten gerne an:

    Die Wetterlage war für Mitte Juni eher ungewöhnlich: Eine straffe Nordwestströmung in allen Höhen am Rande eines Hochdruckgebiets mit hochlabiler Warmluft im Süden und etwas kühleren, aber weiterhin labilen Luftmassen im Norden. Die Wettermodelle zeigten bis zum Vorabend höchst unterschiedliche Ergebnisse: ICON D2 rechnete fast keinen nennenswerten Niederschlag, bzw. maximal bis Mur-Mür-Furche reichend. GFS rechnete etwas mehr, aber nur insgesamt nur sporadische Signale. EZMWF blieb unverrückbar bei weit nach Südosten ausgreifenden Schauern, Zetz und Kulm sollten dabei etwa die Grenze bilden. Im Rückblick stimmte nicht der Durchschnitt aller Modelle, sondern das EZMWF-Modell, wie bereits am Vortag und auch am Folgetag. Die Kombination aus starkem Nordwest und labilen Luftmassen schien allgemein keine Stärke des Lokalmodells D2 zu sein. Kann man sich merken.

    Beim Wegfahren in Wien regnete es noch mäßig, aber in feinen Tropfen, lockerte aber bald auf. Wir querten das Regenschauerband im Bereich des Wechselgebiets (über die Südautobahn bis Hartberg und dann über Stubenberg weiter nach Anger).

    Schauerwolken über dem Semmering mit Regenbogenansatz rechts

    1.jpg

    Nach genau zwei Stunden Fahrtzeit kamen wir in Anger an. Für mich war die Strecke ab Hartberg Neuland – sehr beeindruckend, sehr hügelig, fast mediterran von der Vegetation, dazwischen ausgedehnte Apfelplantagen – das erinnerte mich ein wenig an Südtirol. Außerdem von Bedeutung: Die Gegend um Stubenberg wird häufig für Ballonstarts genutzt und in der Arbeit berate ich öfter Ballonfahrer zu den Windbedingungen. Ähnlich wie im Waldviertel gar nicht so trivial, vorherzusagen, ob der Wind greift bei so stark zergliedertem Relief.

    Kurz vor dem Weggehen sah mich Wolfgang noch fragend an: „Einen Schirm brauche ich heute wohl nicht?!“ und ich verneinte sofort. Etwa fünf Minuten später ergoss sich ein kurzer Schauer über uns.

    Satellitenbild kurz nach dem Weggehen: rosa mit blau: hochreichende Schauerwolken, erste Auflockerungen im Grazer Bergland, ausgedehnte hochreichende Leewolken (Altostratus) über Italien und bei Ljubljana (Quelle: kachelmannwetter.com – Wolkenphase)

    2026-06-13-1020.jpg

    Zu Beginn verläuft der Weg in den Zetzbachgraben hinein. Schon da sah ich erste Fuchsknabenkräuter am Wegrand stehen. Dann eine scharfe Kehre nach rechts und links zweigt der markierte Weg zur Ruine ab.

    Die untere Burg „Neu-Waxenegg“, bereits im 16. Jahrhundert aufgelassen

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    Obere Burg, 1217 erstmals urkundlich erwähnt, seit 2021 finden Sanierungsarbeiten statt, im Vordergrund Zugbrückenrampe aus dem 16. Jahrhundert – seit 1806 im Besitz der Adelsfamilie Gudenus

    4.jpg

    unbekannter Pilz

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    Dahinter begann der markierte (Hohl-) Weg über einen Rücken hinauf. Kurz vor dem Holzerbauern öffnete sich der erste umfassende Blick nach Süden. Das im Vordergrund ist übrigens nicht der Raasberg, wie fälschlicherweise angenommen, sondern ein namenloser Vorgipfel weiter östlich.

    Gleichenberger Kogel (598m) und Stradner Kogel (609m) in Bildmitte

    5.jpg

    Man sah aber noch viel weiter, am Horizont rechts schälte sich ein Höhenzug aus dem Dunst. Mein Anfangsverdacht bestätigte sich zuhause:

    Ivanšćica (1059m) im Kroatischen Hochland (126km) in Bildmitte, links Mala Ivanšćica (711m, 128km), ganz links Kozji hrbet (609m)

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    Kulm (975m), ein prächtiger Aussichtsberg

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    Noch vor dem Gehöft bogen wir scharf links ab, weil wir eine Schleife nach Süden drehen wollten (mit knapp hundert Höhenmetern Verlust). Das war vielleicht besser so. Beim Hof warnte ein Schild vor einem „jungen freilaufenden Hund“. Der spärlich markierte Forstweg wirkte wenig begangen, hatte dafür interessante Flora zu bieten:

    Rotes Waldvögelein (Cephalanthera rubra)

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    Diese Orchidee ist eher selten anzutreffen. Zuletzt sah ich sie im Vorjahr am Haberlerkogel (südlicher Gahns).

    Fuchs-Knabenkraut (Dactylorhiza fuchsii), erkennbar an den gefleckten Trageblättern

    9.jpg

    später nochmals C. rubra hoch an einer steilen Böschung, daher etwas unscharf

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    Kurz vor dem alten Bauernhof Waldtoni zog ein stärkerer Regenschauer durch. Zugegeben fluchte ich innerlich, da meine Prognose offensichtlich zu optimistisch war und die feuchtere EZWMF-Variante eintraf – mit weit nach Südosten ausgreifenden Schauern.

    Satellitenbild zum Zeitpunkt des Regenschauers: Dunkelblau im Grazer Bergland (Quelle: kachelmannwetter.com – Wolkenphase)

    2026-06-13-1150.jpg

    Gleichzeitig wurde auch Wien von einem Gewitter gewässert, wo stellenweise innerhalb von zehn Minuten 7mm fielen. D2 hatte in der Früh ein schmales Niederschlagsband angedeutet. Hier stimmte die Prognose.

    Radiosondenaufstiege von Graz (05 Uhr MESZ) und Wien (14 Uhr MESZ) am 13. Juni 2026 (Quelle: kachelmannwetter.com)

    sondenaufstiege130626.jpg
    Die gemessenen Vertikalprofile zeigten bei Graz in der Früh einen potentiell instabil geschichteten Höhenbereich bis rund 500hPa, mit ausgeprägteren Absinkinversionen bis 700hPa herab. Deswegen waren die meisten Schauerzellen, die von Nordwesten her überschwappten, nicht sehr hochreichend. In Wien war die stärkste Schauertätigkeit zu diesem Zeitpunkt schon vorbei, sehr trockene Absinkluft herrschte in den mittleren Schichten. Darunter aber noch stärker labil. Gut vorstellbar, dass die Gewitterzellen 8-9km Höhe erreicht hatten davor. In beiden Fällen herrschte eine straffe Nordwestströmung (Windscherung).
    http://www.wetteran.de

  • #2
    Der verlassen wirkende Bauernhof hatte dafür genügend Ablenkung zu bieten:

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    12.jpg 13.jpg 14.jpg

    Das nächste Gehöft Gschnaidt wurde rechts umgangen (frische Markierungen). Beim Aufstieg entlang der Wiese zum Gschnaiderkreuz ein letzter Regenschauer, der sich aber bald verzog.

    Jugend- und Familienhaus Wittgruberhof (Alpenverein)

    15.jpg

    abziehender Schauer über dem Grazer Becken, am Horizont teils verdeckt Bachergebirge, rechts Koralpe

    16.jpg

    Blick auf Weiz, mit rund 12 000 Einwohnern die größte Stadt der Oststeiermark, im Vordergrund die markante Basilika am Weizberg

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    Die folgenden rund 360 Höhenmeter zum Gipfel am bewaldeten Südhang wurden nach oben hin immer steiler und waren durchaus rumpelig mit wurzeldurchzogenem Boden. Bergauf jedenfalls leichter als bergab zu gehen.

    Weiße Waldhyazinthe (Platanthera bifolia)

    18.jpg

    Distelfalter (Vanessa cardui)

    19.jpg

    Nach insgesamt dreieinhalb Stunden erreichten wir den geräumigen, hier wenig ausgeprägten Gipfelkamm.

    Das erst im Vorjahr errichtete Gipfelkreuz am Hohen Zetz (1264m)

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    Schauerzelle bei Csestreg, Zala (Ungarn), ca. 80km entfernt (Satellitenbild)

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    Schöckl (1445m) und Trabanten, rechts am Horizont Packalpe

    21.jpg

    Originelle Inhalte bei den Gipfelkästen

    22.jpg 23.jpg

    Stiefmütterchen am Gipfel

    25.jpg

    http://www.wetteran.de

    Kommentar


    • #3
      Der eingezäunte Gipfelbereich am Kulm mit Kreuzweg und Glockenturm wird heute militärisch genutzt (mobiler Radarstandort) und ist zeitweilig nicht zugänglich. Auch sonst gibt es wegen Gebietsstreitigkeiten nur begrenzte Zugangsmöglichkeiten. Die spätbarocke Kapelle wurde 1746 errichtet.

      Kulm mit ehemaligem Gasthaus Kulmwirt und Bergkapelle Mariabrunn

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      hochreichende Föhnwolken

      27.jpg
      Strauß-Margerite (Tanacetum corymbosum)

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      Teufelskralle

      29.jpg
      Die Vegetation am Gipfelkamm war durchaus vielfältig, überhaupt mehr Gras als fader Wald.

      Altocumulus lenticularis

      30.jpg
      Die Föhnbewölkung wurde immer ausgeprägter in der guten halben Stunde am Gipfel.

      Satellitenbild mit ausgeprägten hochreichenden Leewolken über dem Joglland und niedrigeren Leewolken (geripptes Muster) über dem Südburgenland („trapped lee waves“)

      2026-06-13-1420.jpg

      Mein persönlicher Favorit aus einer Reihe von Gipfelperspektiven:

      Rote Wand (1505m), links Wetterkogel (1643m) und Roßeck (1664m) im Regenschauer, im Vordergrund Gschaid

      31.jpg
      Bei klaren Sichtverhältnissen wäre das Gößeck genau hinter der Rote Wand sichtbar gewesen.

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      Schon am Gipfel hatte ich mich gewundert, woher eine Gruppe von Wanderern die Bierflaschen hatten – extra auf den Gipfel geschleppt? Wohl kaum. Die Auflösung gab es ein paar Meter weiter entlang des breiten Gipfelkamms:

      Zetzschachtel mit Komforteinrichtung

      Die sogenannte Zetzschachtel hatte neben einer Sitzbank auch einen großen Kühlschrank zu bieten. Und sogar einen Whatsapp-QR-Code, wo man einer Gruppe beitreten konnte, um den Füllzustand des Kühlschranks zu melden.

      33.jpg

      Wolfgang und ich gleichzeitig: „Das ist ein Schaden vom September 2024!“

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      Der Gipfelkamm hinüber zur Zetz (1274m), den wir aus Zeitgründen ausließen, verjüngte sich zu einer schärferen, grasbewachsenen Gratschneide mit Abbruch nach Osten. Das war viel interessanter als ich von der Karte her gedacht hätte. Möglicherweise hätte sich der Übergang zum Hauptgipfel doch noch gelohnt.

      35.jpg
      Alpenrose (Rosa pendulina)

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      Stuhleck, Pfaffen und Wechsel umrahmen das Joglland – unten das langgestreckte Feistritztal

      37.jpg
      Rauchstubenhaus mit Heimatmuseum und Gasthof Almer, wo wir später einkehrten

      38.jpg
      Kulm und schier grenzenlose Sicht nach Südosten

      39.jpg
      Zuletzt geändert von Exilfranke; vor 10 Stunden.
      http://www.wetteran.de

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      • #4
        Der nachfolgende Abschnitt war stellenweise etwas rumpeliger durch die nicht beseitigten Schäden vom September 2024 – aus dieser Zeit lagen noch viele Bäume quer.

        größere Ansammlung von Fuchsknabenkraut

        40.jpg

        freiliegende Gesteinsschichten unterhalb der Wurzel, vemutlich Tonschiefer

        41.jpg

        Idyllische Bergwiesen

        42.jpg

        Dann querten wir eine Ziegenweide. Der Bock hatte uns schon von weitem gesehen und beäugte uns argwöhnisch. Zum Schluss siegte dann aber die Neugier:

        43.jpg 44.jpg 45.jpg

        Nach dem Gehöft folgten wir dem Asphaltsträßchen (Steinbauerweg) mit prächtigem Panorama nach Süden:

        nochmal Ivanšćica, davor in Bildmitte sind Gebäude und eine Kirche sichtbar.

        46.jpg

        Donačka Gora (882m) in Slowenien (113km entfernt), links der langgestreckte Höhenzug des Veliki Belinovec (717m), mit Resenik (735m) rechts

        47.jpg

        Velika Kopa (675m), langgestreckt Plešivec (820m), rechts Boč (979m) in der Haloze (slowenisches Hügelland)

        48.jpg

        Abstieg

        49.jpg

        Weggabelung – scharf links der spätere Abstiegsweg, scharf rechts zum Gasthof Almer

        50.jpg

        Wolfgang nahm den Schweinsbraten und ich den Backhendlsalat

        51.jpg

        Außer einem Familientreffen waren wir die einzigen Gäste. Das Essen war vorzüglich. Normalerweise bin ich kein Freund von paniertem Fleisch, aber hier passte es. Nach gut eineinhalb Stunden Rast brachen wir auf.

        Fischbacher Alpen mit Stuhleck rechts – der Verlauf des Feistritztals ist erahnbar

        52.jpg
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        • #5
          Gerippter, hochliegender Altocumulus mit Kondensstreifen dazwischen

          53.jpg

          Riegersburg (484m) – Wahrzeichen der Steiermark, gut erhaltene Höhenburg auf einem erloschenen Basaltvulkan (1138 erstmals unter „Ruotkerspurch“ erwähnt, seit 6000 Jahren besiedelt)

          54.jpg

          Und selbst der letzte Abschnitt im dichten Wald zurück zum Ausgangspunkt gestaltete sich kurzweiliger als gedacht. Der Steig schlängelte sich in engen Windungen um tiefe Gräben herum den Hang entlang.

          55.jpg

          Glockenblumen:

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          auch hier nicht aufgeräumte Schäden – das Fichtenmoped wäre gefragt

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          Hinter der Kirche Kulm und Külml (563m):

          romanische Chorquadratkirche (um 1140/1161 erbaut), um 1708-1711 barockisiert, davor das Stainpeißhaus, erstmals 1351 erwähnt, bis 1617 neu errichtet

          58.jpg

          Historischer Ortskern:

          59.jpg

          Wir nutzten den Tag bis auf das I-Tüpfelchen aus und fuhren über das Feistritztal und Birkfeld zurück. Hier verlief die ehemalige Feistritztalbahn, heute teilweise abgetragen und als Radweg genutzt, teils als Museumsbahn erhalten. Über St. Kathrein am Hauerstein ging es weiter über das Alpl ins Mürztal. Ich bin den Pass bei unserer Schneeschuhtour auf den Teufelstein (1498m) im Feber 2023 schon gefahren, hatte aber keinerlei Erinnerung mehr daran. Der Blick über den tief eingeschnittenen Freßnitzgraben zum westlichen Hochschwab war beeindruckend mit dem warmen Licht der Abendsonne.

          Durch eine Autopanne im Tunnel Steinhaus am Semmering wurden wir gezwungen, die alte Passstraße über den Semmering zu nehmen – auch das für mich ein neuer Abschnitt. Gleich hinter Steinhaus quert die Bundesstraße den Ziereckbach in Hanglage. Hier sah man noch eine alte Brücke, die zwischen 2000 und 2010 stillgelegt, aber nie abgetragen wurde. Sie war teilweise schon zugewachsen und Kühe grasten am Rand von ihr. Ein surrealer Anblick. Die alte Passstraße wurde nach Eröffnung der S6 rückgebaut.

          Farbenfroher Sonnenuntergang in Wien

          (In der Nacht sollten teils kräftige Gewitter zwischen Haller Mauern und Hochschwab durchziehen).

          60.jpg

          Ein rundum gelungener Tagesausflug, den ich öffentlich nie erreicht hätte – zumindest nicht an einem Tag.

          Abschließend noch der Track:

          track-130626.jpg

          Und damit DANKE an Wolfgang - von allen Touren im oststeirischen Hügelland war das für mich bisher die schönste, weil abwechslungsreichste.

          Lg, Felix

          http://www.wetteran.de

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          • #6
            Der Hohe Zetz (1264m) im Osten des Grazer Berglands stand bereits seit etlichen Jahren auf meiner Wunschliste. Die Fahrzeit ab Wien ist so lang, dass er gerade noch als Tagestour (sinnvoll) zu machen ist.

            Da ergab sich am vergangenen Samstag eine günstige Gelegenheit, als Felix und ich ein Ziel für eine gemeinsame Wanderung suchten: Das generell etwas labile Wetter könnte Richtung Südosten am ehesten trocken bleiben und die Tage erreichen Mitte Juni fast schon ihre maximale Länge. So machten wir uns am Morgen des 13. Juni 2026 auf die Fahrt.

            Ich füge dem gewohnt ausführlichen instruktiven Bericht von Felix gern noch einige meiner Bilder hinzu.

            Nach dem ersten Abschnitt von Anger an der Burgruine Waxenegg vorbei und durch Wälder quert unsere Route unterhalb des Gehöfts Holzerbauer große Wiesen. Ihre Färbung knapp vor Sommerbeginn passt gut zu den Vorstellungen vieler von der "Grünen Steiermark".
            09-Holzerbauer.jpg

            Etwa in halber Höhe des Bergstocks queren wir auf einem wenig begangenen Weg zu einem anderen Aufstieg. Hier wachsen derzeit etliche Exemplare verschiedener Orchideen. Wir freuen uns besonders darüber, dass wir auch das Rote Waldvögelein (Cephalanthera rubra) sehen - eine ebenso seltene wie wunderschöne Orchideenart.
            15-RotesWaldvöglein.jpg

            Beim alten Gehöft Waldtoni überrascht uns für einige Minuten ein stärkerer Regenschauer, den wir geschützt an der Hausmauer bzw. unter Baumkronen abwarten. Die Tiere bei dem Hof - Geflügel sowie eine dösende junge Katze unter einer Bank - schenken dem Niederschlag wenig Aufmerksamkeit.
            18-GehöftWaldtoni.jpg

            Zum Glück ist der Regenschauer bald vorbei, und wir können von den Wiesen bei Gschnaidt über einige Höfe zu unserem Tagesziel, dem Hohen Zetz, blicken. Unser späterer Anstieg führt etwas von links die Flanke nahezu gerade empor und ist dadurch ganz schön steil.
            24-Gschnaidt-HoherZetz.jpg

            Beim Gschnaiderkreuz parken mehrere Autos. Hier scheint der bevorzugte Ausgangspunkt von Einheimischen (z.B. aus der nahe gelegenen Kleinstadt Weiz) zu sein, die rasch einmal auf den Hohen Zetz steigen möchten.
            Der Blick nach Südwesten zeigt, dass wir Glück haben: Über den Schöckl, den Grazer Paradehausberg, zieht gerade ein kräftiger Regenschauer in Richtung Süden (und damit deutlich an uns vorbei) drüber.
            30-Schöckl-Regenschauer.jpg

            Der mehr als 300 Jahre alte Wittgruberhof in 904m Höhe wurde von der AV-Sektion Weiz erworben und zu einem Jugend- und Familienstützpunkt umgestaltet. Nicht zuletzt wegen einer geräumigen Kletterhalle im ehemaligen Stall erfreut er sich bei Kinder- und Jugendgruppen großer Beliebtheit. Aber es ist genau so möglich, im Rahmen von Wanderungen einzukehren; die Küche hat vorzügliche feed-backs. Wir gehen vor allem deshalb weiter, weil es für eine längere Pause noch zu früh am Tag wäre.
            34-Wittgruberhof.jpg

            Diese Pflanze hätte ich allein sicher übersehen bzw. zumindest nicht zuordnen können: Es handelt sich um eine Vogel-Nestwurz (Neottia nidus-avis), eine blattgrünlose Orchideenart, die sich mit Hilfe von Pilzen ernährt (Mykotrophie). Die braune Färbung ist eigenartig, die Blütenblätter zeigen allerdings sehr wohl die kunstvollen Formen, die für die Orchideen so typisch sind.
            36-Vogelnestwurz.jpg

            Nach etwa einer dreiviertel Stunde steilen Anstiegs über die Südostflanke erreichen wir den Gipfel des Hohen Zetz. Das Kreuz wurde erst im vergangenen Jahr errichtet und steht nicht ganz auf dem höchsten Punkt. Von einem stattlichen Gipfel nahe dem Alpenrand bietet sich ein weites Panorama über das Oststeirische Hügelland und darüber hinaus bis in die Nachbarstaaten, wie im Hintergrund zu erkennen ist.
            41-HoherZetz-Gipfelkreuz.jpg

            Etwa im Südwesten erhebt sich der - aufgrund der Sendeanlage stets leicht erkennbare - Schöckl (1445m) mit seinen steilen Flanken. Vor der Burgstaller Höhe (1218m) rechts vor ihm verbirgt sich die etliche Kilometer lange und tief eingeschnittene Raabklamm. Das gesamte Grazer Bergland ist eine stark gegliederte Landschaft mit Schluchten, etlichen Steilflanken und stattlichen Kalkfelsen (z.B. auf der Roten Wand und dem Hochlantsch).
            Rechts hinten der lange Höhenzug der Packalpe mit dem Ameringkogel (2187m) als höchstem Gipfel.
            48-SchöcklAmeringkogel.jpg

            Beim Lieblingsblick vom Gipfel des Hohen Zetz gehe ich mit Felix völlig konform. Ich hatte das Glück, in diese Richtung noch vor unserer Gipfelrast zu fotografieren: Da steckte zwar der Hochlantsch rechts in einer Wolkenhaube, aber die Felsen der Roten Wand lagen in der Sonne. Links dahinter das Roßeck (1664m), der Nachbarberg der Mugel nahe Leoben und somit bereits Teil der Gleinalpe.
            50-Gschaid-RoteWand-Hochlantsch.jpg

            Richtung Nordwesten führt ein langer Kamm mit eher geringen Höhenunterschieden bis zum Gipfel des Zetz links im Vordergrund. Die Ironie der Bergnamen will es, dass er den Hohen Zetz mit 1274m um 10 Meter überragt. Rechts dahinter u.a. der Streberkogel östlich der Sommeralm sowie der Sauernkogel bereits in den Fischbacher Alpen.
            53-Zetz-StreberkogelSauernkogel.jpg
            Zuletzt geändert von Wolfgang A.; vor einer Stunde.
            Lg, Wolfgang


            Für mich ist Dankbarkeit ein Weg,
            der sowohl für den Einzelnen
            wie für die Welt zukunftsweisend ist.
            (David Steindl-Rast)

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            • #7
              Nach der Gipfelrast folgen wir ein Stück dem Kamm Richtung Zetz. Er ist überraschend schmal und an seiner Ostseite sogar felsig. Auch hier gibt es Einsprengsel von Kalkgestein.
              An einer Stelle öffnet sich ein völlig freies Panorama Richtung Nordnordosten über das obere Feistritztal. Hinter den langen, meist bewaldeten Rücken des Jogllands östlich des Flusses stehen am Horizont - von links nach rechts - Pretulalpe und Stuhleck, Kleiner und Großer Pfaff sowie der Wechselstock.
              60-Feistritztal-StuhleckPfaffenWechsel.jpg

              Der Blick genau nach Norden etwas herangezoomt. In der Obersteiermark halten sich die Wolken am Nachmittag nun länger als weiter im Süden. Aber Teile der Schneealpe (links) sowie der Raxalpe mit der Heukuppe (rechts) schauen doch bereits heraus und sind daher hinter den Fischbacher Alpen zu erkennen.
              58A-SchneealpeHeukuppe.jpg

              Der Blick in die Gegenrichtung, ins untere Feistritztal, dessen Talboden hier um Anger und Oberfeistritz breit ist. Dann muss der Fluss allerdings noch am Kulm vorbei, bevor er das Oststeirische Hügelland erreicht. Er tut es nördlich des Berges (=links auf diesem Bild) in dem engen Abschnitt der sogenannten Freienberger Klamm.
              64-Oberfeistritz-Kulm.jpg

              Unsere Abstiegsroute verläuft in der Ostflanke der Hohen Zetz dann eher diagonal und daher nicht so steil wie die Aufstiegsroute. Erneut treffen wir auf Orchideen: Etliche Exemplare des "Fuchs' Knabenkrauts" (Dactylorhiza fuchsii) stehen hier teilweise in Gruppen im Wald beisammen.
              68-Fuchsknabenkraut.jpg

              In etwa 900m Höhe führt die Route dann aus dem Wald auf ausgedehnte Wiesen hinaus. Vor uns - direkt nordöstlich von Anger - erhebt sich der Rabenwaldkogel. Mit 1280m ist er die höchste Erhebung des gesamten Jogllands; interessanterweise steht er nahe seinem südlichen Rand. Auffällig ist der baumfreie Teil des Höhenrückens rechts. Was auf den ersten Blick einem der langen Kämme an Wechsel sehr ähnlich sieht, hat hier allerdings eine ganz andere Ursache als die Waldgrenze: Seit 200 Jahren wird auf der Kuppe des Rabenwaldkogels industriell Talk abgebaut und zur Weiterverarbeitung mit einer über vier Kilometer langen Seilbahn nach Oberfeistritz ins Tal transportiert.
              74-Rabenwaldkogel.jpg

              Knapp vor dem Erreichen einer Nebenstraße queren wir neben einem Gehöft noch eine Ziegenweide. Eine Gruppe oder Familie von Burenziegen - laut Vergleichsbildern - kann sich zunächst nicht recht zwischen Ängstlichkeit und Neugierde entscheiden. Dann gewinnt doch die Neugierde; vielleicht bei diesem Ziegenkitz auch ein wenig Zutraulichkeit?
              78-Ziegenkitz.jpg

              Ein kleines Stück weiter nehmen wir beim Gasthaus Almer bei einem Tisch im Freien Platz und gönnen uns eine längere Pause sowie eine Einkehr. Mein Schweinsbraten wird mit Kraut und einer regionstypischen Spezialität serviert, der Erdäpfelwurst. Sieht fast wie eine übliche Bratwurst aus, schmeckt aber eher wie gut gewürzte Erdäpfel und passt daher bestens als Beilage.
              Unsere Erfahrung: Die zahlreichen lobenden Rezensionen zur Küche des Gasthauses sind ohne Einschränkung berechtigt!
              81-GasthausAlmer-Einkehr.jpg

              Nach der wohltuenden Pause wartet noch etwa eine Stunde Schlussabstieg zurück nach Anger auf uns. Am Beginn bietet sich nochmals ein Blick über das Feistritztal Richtung Stuhleck, wo sich die Bewölkung nun am späteren Nachmittag doch auch noch gehoben hat.
              83-JogllandStuhleck.jpg

              Danach führt der hübsche, aber offensichtlich wenig begangene Weg lang durch die Waldflanke westlich des Feistritztales. Am Schluss bietet sich noch eine gute Perspektive auf die große, im Kern romanische Pfarrkirche von Anger.
              92-AngerPfarrkirche.jpg

              Wenige Minuten danach erreichen wir wieder den Hauptplatz von Anger und damit den Ausgangsort unserer heutigen Wanderung.


              Persönliches Fazit

              Genau wie Felix habe ich den gesamten Tag sehr genießen können.
              Mit dem etwas unberechenbaren Wetter hatten wir letztlich Glück. Die Wanderung habe auch ich als sehr abwechslungsreich erlebt, mit etlichen schönen (teilweise jedoch wenig begangenen) Waldwegen, aber auch großen Wiesen und Lichtungen.
              Ich komme doch relativ selten ins Grazer Bergland. Das Erleben der zum Teil nicht so vertrauten Landschaft wird dadurch umso intensiver, und die weiten Ausblicke - von der Rax über die Packalpe bis in die östlichen und südlichen Nachbarstaaten - sind besonders faszinierend.

              Einen in diesem Ausmaß überraschenden Bonus bildete die Sichtung etlicher unterschiedlicher Orchideen sowie auch der wunderschönen Kuckucks-Lichtnelke (von der mir leider kein wirklich gutes Foto gelungen ist). Da ist es natürlich ideal, wenn der Wanderpartner botanisch so kundig ist, all die besonderen Pflanzen sieht und auch identifizieren kann.

              So möchte ich den Dank zur Gänze an dich zurückgeben, Felix:
              Es war sehr fein, dass wir den Hohen Zetz an diesem Tag etliche Stunden lang gemeinsam kennenlernen konnten!
              Zuletzt geändert von Wolfgang A.; vor 56 Minuten.
              Lg, Wolfgang


              Für mich ist Dankbarkeit ein Weg,
              der sowohl für den Einzelnen
              wie für die Welt zukunftsweisend ist.
              (David Steindl-Rast)

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              • #8
                30.jpg

                danke für die schöne Ergänzung Wolfgang! Hier ein Bild einer Kuckuckslichtnelke vom Hinteren/Mittleren Gosausee vor drei Jahren.

                Lg, Felix
                http://www.wetteran.de

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