Ich hatte mich schon damit abgefunden, dass sich in der Wintersaison 2025/26 keine einzige Schneeschuhtour ausgehen würde. Der überraschend reichliche Neuschnee, der in der Nacht zum 20. Februar auch in Wien fiel, hielt nur einen einzigen Tag, da die Temperaturen rasch wieder stiegen. (Diesen Tag nutzte Felix punktgenau zu einer langen Schneeschuhwanderung im Wienerwald.)
In den mittleren Höhenlagen Niederösterreichs und der Obersteiermark sah es aber doch anders aus: Da lag nach dem Adriatief und einer nachfolgenden Warmfront wesentlich mehr Schnee als im gesamten bisherigen Winter. Somit wurde es für mich immer verlockender, am 25. Februar den Beginn einer Schönwetterphase dafür zu nützen, doch noch in einer winterlichen Landschaft unterwegs zu sein.
Mit Hilfe von webcam-Bildern und den Informationen zur Wechsel-Panoramaloipe checke ich nochmals die aktuellen Bedingungen und entscheide mich dann mit dem Feistritzsattel für einen einfach erreichbaren hoch gelegenen Ausgangspunkt. Ich möchte von dort Richtung Wechselstock gehen, möglichst bis zum Arabichl: Diese landschaftlich schöne, aussichtsreiche Route bietet zu jeder Jahreszeit gute Voraussetzungen zum Genusswandern.
Wie meistens halte ich auf der Anfahrt knapp unter dem Sattel von Schlagl wegen des schönen Blicks zu Rax und Schneeberg kurz an. Etwas erstaunt sehe ich, dass der Schneeberg eine große Haube trägt: Offensichtlich besteht heute eine leichte Südanströmung.
002-RaxFeichtabergSchneeberg.jpg
Nach den bereits vorfrühlingshaft wirkenden Tälern führen die letzten Kehren zum Feistritzsattel wie erhofft in eine winterlich geprägte Landschaft hinauf. Auf dem großen Parkplatz stehen einige Autos; der Einstieg in die Wechsel-Panoramaloipe ist heute auch von hier möglich. Neben dem Bildstock beginnt der markierte Wanderweg, und er ist nicht gespurt. So kann ich sofort die Schneeschuhe anlegen.
006-FeistritzsattelBildstock.jpg
Nach dem Flachstück zu Beginn und einer ersten Querung der Loipe führt die Route dann in einem der für die Region so typischen Hohlwege deutlicher bergauf. Es liegt hier zwar nicht sehr viel Schnee, aber er reicht gut dafür aus, dass sich der Wald in einem zauberhaften Winterkleid präsentiert.
012-Hohlweg.jpg
Die letzten Schneefälle in diesen Höhen liegen erst gut einen Tag zurück, und so zeigt sich der Nadelwald noch nahezu unberührt.
014-verschneiterNadelwald.jpg
Nach ihrer obersten Kehre würde der markierte Weg ein paar hundert Meter dem Verlauf der Loipe folgen. Da hieße es natürlich sehr vorsichtig und ganz am Rand zu gehen, um die Spur mit den Schneeschuhen nicht zu zerstören. Die Loipe präsentiert sich hier in einwandfreiem Zustand. (Bereits zwei Tage danach musste der Zustieg am Feistritzsattel allerdings wieder gesperrt werden, da vor allem die unterste Kehre auf dem sonnigen Hang rasch ausaperte. Die etwas höher und schattiger gelegenen Zustiege bei der Steyersberger Schwaig und der Bergstation Mariensee konnten länger geöffnet bleiben.)
015-WechselPanoramaloipe.jpg
Ich hatte mir ohnehin vorgenommen, zum langgestreckten Rücken des Rabenkropfs hinaufzugehen. Dieser deutlich ansteigende Abschnitt erweist sich nun als recht anstrengend: Mit etwas Verwehungen liegt hier zum Teil mehr als ein halber Meter Schnee, und da die Temperaturen speziell in der Sonne deutlich im Plus liegen, ist der Schnee recht sulzig, und ich breche immer wieder recht tief ein. Etwas erschöpft erreiche ich den Forstweg, der den Rücken des Rabenkropfs entlang führt, atme tief durch und genieße den Eindruck der unberührten Winterlandschaft.
019-RabenkropfForststraße.jpg
Der Forstweg führt nun nicht mehr weiter bergauf, das Vorankommen bleibt aber unverändert anstrengend. Zumindest bei jedem dritten Schritt breche ich bis deutlich über das Knie ein. Die Szenerie ist schön, das Gehenvollkommen ungefährlich, aber ich komme nur langsam weiter.
021-tiefeSchneeschuhspur.jpg
Bei dieser Schneelage bietet es unbestreitbare Vorteile, leichtgewichtig zu sein.
Aufgrund von Vergleichsbildern schließe ich, dass da ein Marder unterwegs war. Entgegen weit verbreiteten Vorstellungen halten Marder keinen Winterschlaf, sondern sind zu allen Jahreszeiten aktiv.
023-Marderspur.jpg
Mit Erleichterung erreiche ich etwas östlich vom Rabenkropf wieder den markierten Weg. Hier ist zwar auch einiger Schnee auf die letzten Spuren gefallen, aber ich sinke doch deutlich weniger tief ein und komme entsprechend leichter voran. Die Szenerie präsentiert sich weiterhin sehr stimmungsvoll.
024-Winterlandschaft.jpg
Die Schönheit einer von Neuschnee bedeckten Landschaft zeigt sich oft besonders in den Details.
027-verschneiterZweig.jpg
Die dunklen Nadelbäume, Licht und Schatten auf den Wiesen und der satt blaue Himmel schaffen starke Farbeindrücke.
029-NadelbäumeundSchatten.jpg
Über eine der großen Lichtungen öffnet sich nun erstmals der Blick zum Schneeberg und dem rechts anschließenden Hohen Hengst. Über den höchsten Kamm mit Klosterwappen und Kaiserstein zieht nach wie vor eine Wolkenbank.
031-Schneeberg-HoherHengst.jpg
In nahezu gleicher Höhe quert die Route einige große Lichtungen. Ich sinke hier nicht mehr so tief ein wie auf dem Rabenkropf, besonders schnell bin ich in dem eher schweren Schnee allerdings nach wie vor nicht unterwegs. Aber was soll es: Die Ausblicke sind so schön wie ich gehofft habe. Bis zur Kranichberger Schwaig gehe ich auf jeden Fall; dort kann ich immer noch in Ruhe meinen weiteren Plan für den Nachmittag überlegen.
039-Schneeschuhspur-Schneeberg.jpg
Ein kleines Stück weiter bietet sich dieser Durchblick zum benachbarten Stuhleck. Auch über seinen Kamm tanzen heute kleine Gipfelwölkchen.
041-Stuhleck.jpg
Der nächste Abschnitt im Wald führt nochmals etwas bergauf. Was für eine wunderbare Winterlandschaft, in der bereits seit Tagen niemand mehr unterwegs war!
Erfreulicherweise verhindert die alte Spur unter dem Neuschnee auch hier ein zu tiefes Einsinken.
045-Winterlandschaft.jpg
In den mittleren Höhenlagen Niederösterreichs und der Obersteiermark sah es aber doch anders aus: Da lag nach dem Adriatief und einer nachfolgenden Warmfront wesentlich mehr Schnee als im gesamten bisherigen Winter. Somit wurde es für mich immer verlockender, am 25. Februar den Beginn einer Schönwetterphase dafür zu nützen, doch noch in einer winterlichen Landschaft unterwegs zu sein.
Mit Hilfe von webcam-Bildern und den Informationen zur Wechsel-Panoramaloipe checke ich nochmals die aktuellen Bedingungen und entscheide mich dann mit dem Feistritzsattel für einen einfach erreichbaren hoch gelegenen Ausgangspunkt. Ich möchte von dort Richtung Wechselstock gehen, möglichst bis zum Arabichl: Diese landschaftlich schöne, aussichtsreiche Route bietet zu jeder Jahreszeit gute Voraussetzungen zum Genusswandern.
Wie meistens halte ich auf der Anfahrt knapp unter dem Sattel von Schlagl wegen des schönen Blicks zu Rax und Schneeberg kurz an. Etwas erstaunt sehe ich, dass der Schneeberg eine große Haube trägt: Offensichtlich besteht heute eine leichte Südanströmung.
002-RaxFeichtabergSchneeberg.jpg
Nach den bereits vorfrühlingshaft wirkenden Tälern führen die letzten Kehren zum Feistritzsattel wie erhofft in eine winterlich geprägte Landschaft hinauf. Auf dem großen Parkplatz stehen einige Autos; der Einstieg in die Wechsel-Panoramaloipe ist heute auch von hier möglich. Neben dem Bildstock beginnt der markierte Wanderweg, und er ist nicht gespurt. So kann ich sofort die Schneeschuhe anlegen.
006-FeistritzsattelBildstock.jpg
Nach dem Flachstück zu Beginn und einer ersten Querung der Loipe führt die Route dann in einem der für die Region so typischen Hohlwege deutlicher bergauf. Es liegt hier zwar nicht sehr viel Schnee, aber er reicht gut dafür aus, dass sich der Wald in einem zauberhaften Winterkleid präsentiert.
012-Hohlweg.jpg
Die letzten Schneefälle in diesen Höhen liegen erst gut einen Tag zurück, und so zeigt sich der Nadelwald noch nahezu unberührt.
014-verschneiterNadelwald.jpg
Nach ihrer obersten Kehre würde der markierte Weg ein paar hundert Meter dem Verlauf der Loipe folgen. Da hieße es natürlich sehr vorsichtig und ganz am Rand zu gehen, um die Spur mit den Schneeschuhen nicht zu zerstören. Die Loipe präsentiert sich hier in einwandfreiem Zustand. (Bereits zwei Tage danach musste der Zustieg am Feistritzsattel allerdings wieder gesperrt werden, da vor allem die unterste Kehre auf dem sonnigen Hang rasch ausaperte. Die etwas höher und schattiger gelegenen Zustiege bei der Steyersberger Schwaig und der Bergstation Mariensee konnten länger geöffnet bleiben.)
015-WechselPanoramaloipe.jpg
Ich hatte mir ohnehin vorgenommen, zum langgestreckten Rücken des Rabenkropfs hinaufzugehen. Dieser deutlich ansteigende Abschnitt erweist sich nun als recht anstrengend: Mit etwas Verwehungen liegt hier zum Teil mehr als ein halber Meter Schnee, und da die Temperaturen speziell in der Sonne deutlich im Plus liegen, ist der Schnee recht sulzig, und ich breche immer wieder recht tief ein. Etwas erschöpft erreiche ich den Forstweg, der den Rücken des Rabenkropfs entlang führt, atme tief durch und genieße den Eindruck der unberührten Winterlandschaft.
019-RabenkropfForststraße.jpg
Der Forstweg führt nun nicht mehr weiter bergauf, das Vorankommen bleibt aber unverändert anstrengend. Zumindest bei jedem dritten Schritt breche ich bis deutlich über das Knie ein. Die Szenerie ist schön, das Gehenvollkommen ungefährlich, aber ich komme nur langsam weiter.
021-tiefeSchneeschuhspur.jpg
Bei dieser Schneelage bietet es unbestreitbare Vorteile, leichtgewichtig zu sein.

Aufgrund von Vergleichsbildern schließe ich, dass da ein Marder unterwegs war. Entgegen weit verbreiteten Vorstellungen halten Marder keinen Winterschlaf, sondern sind zu allen Jahreszeiten aktiv.
023-Marderspur.jpg
Mit Erleichterung erreiche ich etwas östlich vom Rabenkropf wieder den markierten Weg. Hier ist zwar auch einiger Schnee auf die letzten Spuren gefallen, aber ich sinke doch deutlich weniger tief ein und komme entsprechend leichter voran. Die Szenerie präsentiert sich weiterhin sehr stimmungsvoll.
024-Winterlandschaft.jpg
Die Schönheit einer von Neuschnee bedeckten Landschaft zeigt sich oft besonders in den Details.
027-verschneiterZweig.jpg
Die dunklen Nadelbäume, Licht und Schatten auf den Wiesen und der satt blaue Himmel schaffen starke Farbeindrücke.
029-NadelbäumeundSchatten.jpg
Über eine der großen Lichtungen öffnet sich nun erstmals der Blick zum Schneeberg und dem rechts anschließenden Hohen Hengst. Über den höchsten Kamm mit Klosterwappen und Kaiserstein zieht nach wie vor eine Wolkenbank.
031-Schneeberg-HoherHengst.jpg
In nahezu gleicher Höhe quert die Route einige große Lichtungen. Ich sinke hier nicht mehr so tief ein wie auf dem Rabenkropf, besonders schnell bin ich in dem eher schweren Schnee allerdings nach wie vor nicht unterwegs. Aber was soll es: Die Ausblicke sind so schön wie ich gehofft habe. Bis zur Kranichberger Schwaig gehe ich auf jeden Fall; dort kann ich immer noch in Ruhe meinen weiteren Plan für den Nachmittag überlegen.
039-Schneeschuhspur-Schneeberg.jpg
Ein kleines Stück weiter bietet sich dieser Durchblick zum benachbarten Stuhleck. Auch über seinen Kamm tanzen heute kleine Gipfelwölkchen.
041-Stuhleck.jpg
Der nächste Abschnitt im Wald führt nochmals etwas bergauf. Was für eine wunderbare Winterlandschaft, in der bereits seit Tagen niemand mehr unterwegs war!

Erfreulicherweise verhindert die alte Spur unter dem Neuschnee auch hier ein zu tiefes Einsinken.
045-Winterlandschaft.jpg




Entsprechend abgeblasen zeigt sich der Arabichl im Winter üblicherweise, und so ist auch die geschlossene Schneedecke für mich an diesem Ort ein neuer Eindruck.

Kommentar