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Hilfe zum Erstellen von Tourenberichten

Immer wieder haben einige User Probleme beim Erstellen eines Tourenberichtes, insbesondere beim Hochladen und Einfügen von Bildern.
Ihnen soll die folgende kleine Anleitung ein wenig Hilfe geben, wie ein Tourenbericht ganz kurz und schmerzlos erstellt werden kann

In sechs einfachen Schritten kann ein neuer Bericht leicht erstellt werden:

1. Bilder zum Bericht aussuchen
2. Bilder verkleinern
3. Im Forum "Toureninfo & Verhältnisse" das passende Unterforum auswählen
4. Bilder hochladen
5. Die Bilder mit dem Text ergänzen
6. Fertigstellen/Kontrollieren des Berichtes und Veröffentlichen



Im Folgenden werden die einzelnen Schritte ausführlich erklärt:

1. Bilder zum Bericht aussuchen
Möglichst aussagekräftige Fotos wählen, die auch die Route und wesentliche Details darstellen.
Gegen einzelne "schöne" Landschafts- und Blumenbilder ist natürlich nichts einzuwenden ...


2. Bilder verkleinern
Bewährt hat sich ein Format mit der längeren Bildkante 900 Pixel.
Damit läßt sich bei Speicherung als JPEG eine recht ordentliche Bildqualität erzielen, bei Photoshop etwa abhängig vom Sujet 80/100.


3. Im Forum "Toureninfo & Verhältnisse" das passende Unterforum auswählen
z.B. "Wanderungen und Bergtouren" - "Steiermark"
+Neues Thema wählen

Titel etwa nach dem Schema
Gipfel (Höhenangabe), Anstiegsroute, Gebirgsgruppe (ostalpin nach AVE)

Möglichst bis zu 5 aussagekräftige Stichworte vergeben.

Zum Bilderhochladen weiter mit der "Büroklammer".


4. Bilder hochladen
Möglichst bitte NUR so:
a) "Büroklammer"
b) "Anhänge hochladen"


4.1 Bilder auswählen
Abhängig vom eigenen Rechner/Betriebssystem.
Maximal 15 Bilder pro Posting sind derzeit zulässig, eine größere Bilderanzahl erfordert Folgepostings (Antworten).
(Bewährt hat sich auch, 1-2 Bilder weniger hochzuladen, um für spätere Ergänzungen eine kleine Reserve zu haben.)

4.2 Liste der hochgeladenen Anhänge
Die Auflistung ist leider nicht chronologisch nach Bildbezeichnung geordnet.

Im Textfeld die gewünschte Einfügeposition mit dem Cursor markieren,
bzw. die gelisteten Bilder in der gewünschten Reihenfolge einzeln als "Vollbild" oder "Miniaturansicht" platzieren.
Eine oder mehrere Leerzeilen zwischen den Bildern erleichtern später das Einfügen von Text.


5. Die Bilder mit dem Text ergänzen
Die Bilder sind nun in der richtigen Reihenfolge im Textfenster positioniert.
Ich bevorzuge im ersten Schritt die Positionierung als "Miniaturansicht".
Das erleichtert beim Texteinfügen die Übersicht.
Muß aber nicht sein, natürlich lassen sich die Bilder auch gleich als Vollbild (also in der hochgeladenen Größe) platzieren.

5.1 Text
Jetzt kann der Text ergänzt werden.
Möglichst über dem Foto - ich finde das übersichtlicher ...
Der Text kann natürlich auch vorher erfaßt werden und anschließend einkopiert werden.

5.2 Bildgröße ändern
Wurden die Bilder vorerst als "Miniaturansicht" platziert, können sie einfach auf das finale Darstellungsformat skaliert werden:
a) Doppelklick auf die "Miniaturansicht" öffnet ein Pop-Up-Fenster
b) unter "Größe" idR "Vollbild" wählen
c) OK


6. Fertigstellen/Kontrollieren des Berichtes
Anschließend sollte der Bericht noch in der "Vorschau" kontrolliert werden.
In manchen Fällen muß zur Ansicht der "Vorschau" ziemlich weit nach unten gescrollt werden!

6.1 Veröffentlichen des Berichtes
Zum Schluß noch auf "Abschicken" klicken - und nach einer kurzen "Nachdenkpause" des Servers ist der Bericht online.



Nach dem ersten Durchlesen dieses Leitfadens mag das Erstellen eines Berichtes etwas kompliziert erscheinen - ist es aber nicht:
Viele Tourenberichte schreiben hilft sehr.

Die Reihenfolge der einzelnen Schritte ist nicht so starr wie es hier scheinen mag; natürlich kann auch zuerst der Text erstellt werden und die Bilder nachträglich eingefügt.

Änderungen am fertigen Bericht sind für den Ersteller 24 Stunden lang möglich, bei der Berichtigung später entdeckter Fehler hilft gerne ein zuständiger Moderator. Ebenso beim Verschieben eines Berichtes in das richtige Tourenforum.

Viel Freude bei euren Bergtouren UND dann beim Berichteschreiben,


P.S.: Diese Anleitung, ergänzt um verdeutlichende Screenshots, findet ihr auch unter http://www.gipfeltreffen.at/forum/gi...ourenberichten
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Regelwerk für die Benutzung des Forums Gipfeltreffen

Alle Forumsuser/-innen sind aufgefordert, das Regelwerk zu lesen und sich daran zu halten!

1) Registrierung

Die Registrierung und Benutzung unserer Foren ist kostenlos. Es ist registrierten Teilnehmern/-innen (Usern/-innen) erlaubt, den Forums-Account bis auf Widerruf im Rahmen der vorgegebenen, jederzeit änderbaren Forumsregeln für private Zwecke zu nutzen. Ein späteres Löschen des Forums-Accounts sowie der ins Forum eingebrachten Inhalte oder Bilder ist nicht möglich. Auf Wunsch des Benutzers kann der Account stillgelegt werden. Der Benutzername kann dann von niemandem mehr benützt werden und wird vor Missbrauch geschützt.

2) Hausrecht

Die Forenbetreiber legen Wert auf die Tatsache, dass alle User/-innen Gast in diesem Forum sind und die Betreiber als Gastgeber bei Bedarf ihr Hausrecht jederzeit ausüben können und auch werden. User, die sich überwiegend darauf beschränken zu provozieren, werden ausgeschlossen.

3) Haftung

Die von Usern/-innen verfassten Beiträge stellen ausschließlich die persönliche, subjektive Meinung des Verfassers dar, und keinesfalls die Meinung der Betreiber und Moderatoren dieses Forums. Die Forenbetreiber übernehmen keine Haftung für die Richtigkeit der ausgetauschten Informationen.

4) Umgangston

Die Forenbetreiber erwarten von allen Usern/-innen, sich an die Netiquette zu halten. Auf einen wertschätzenden, höflichen Umgangston wird Wert gelegt.

5) Thementreue

Die Forenbetreiber legen großen Wert auf Thementreue der Beiträge und Übersichtlichkeit von Threads, um den Informationsgehalt des Forums möglichst hoch zu halten. Überschneidungen der Inhalte verschiedener Threads sind zu vermeiden.

6) Verboten ist/sind:

- Beleidigungen, Sticheleien und Provokationen (auch per PN);
- Politische oder religiöse Themen;
- Rechtswidrige Inhalte (unter anderem rechtsradikale oder pornografische Inhalte, Hackinganleitungen, Verstöße gegen das Urheberrecht) sowie das Verlinken zu Seiten mit solchen Inhalten;
- Die Verwendung von fremdem Bildmaterial, Kartenausschnitten und Topos ohne Zustimmung des Autors;
- Die Veröffentlichung von persönlichen Nachrichten (PN), E-Mails oder dergleichen ohne Zustimmung des Verfassers;
- Das Aufdecken der Identität oder die Preisgabe persönlicher Daten eines Users/Moderators/Administrators;
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7) Moderation:

Die Moderatoren/Administratoren werden von den Forenbetreibern bzw. ihren Vertretern ernannt.
Sie sind von den Forenbetreibern verpflichtet, für die Einhaltung der Regeln zu sorgen und somit ermächtigt, die von Usern/-innen bereit gestellten Inhalte (Texte, Anhänge und Verlinkungen) daraufhin zu prüfen und im Bedarfsfall zu bearbeiten, verschieben, zu löschen oder Themen zu schließen. Im Falle der Löschung von Beiträgen können auch jene Beiträge anderer User ganz oder teilweise entfernt werden, die auf einen gelöschten Beitrag Bezug nehmen.

Änderungen von Beiträgen werden - soweit irgend möglich – unter Angabe des Änderungsgrundes gekennzeichnet. Eingriffe, die den Sinn eines Beitrags verändern, werden nicht vorgenommen. Für die geänderten Teile eines Beitrags haftet der ursprüngliche Ersteller nicht.

Wer etwas gegen das aktive Handeln der Moderatoren/-innen vorzubringen hat, kann dies sachlich, mit konkretem Bezug und zeitnah (innerhalb von 6 Wochen ab Anlass) im Unterforum "Zum Forum/Moderation..." darlegen. In allen anderen Foren werden solche Postings im Sinne der Thementreue der Beiträge kommentarlos gelöscht. Bloßes „Mod-Bashing“ führt zu einer sofortigen Sperre.

Das Unterlaufen von Handlungen und Maßnahmen der Moderatoren ist nicht zulässig. Darunter fällt auch das Fortführen des Themas eines geschlossenen oder gelöschten Threads in einem neuen gleichartigen oder ähnlichen Thread. Ergänzungen und Hinweise von Moderatoren und Administratoren dürfen von Usern in deren Beiträgen nicht verändert oder gelöscht werden.

8) Profil/Signatur

Ein übermäßiges Ausnutzen der Signatur ist unerwünscht. Diese sollte vor allem eine maßvolle Größe haben. Nicht mit der Forumsleitung abgesprochene Werbung (für kommerzielle Angebote), Beleidigungen oder Anspielungen in der Signatur oder dem Profiltext werden nicht toleriert.

9) Werbung

Kommerzielle Werbung im Forum Gipfeltreffen ist kostenpflichtig (siehe Unterforum Werbung). Werbepostings müssten vor Platzierung mit der Forumsleitung vereinbart werden.

10) Gemeinschaftstouren/Bazar

Die Forenbetreiber stellen die Foren "Forum für Gemeinschaftstouren" und " Bazar" ausschließlich für private Kontaktzwecke zur Verfügung und gehen damit keinerlei Verpflichtungen oder Haftungen ein! Alle Kontakte in diesen Foren laufen ausschließlich zwischen den Usern/-innen und auf Basis des gegenseitigen Vertrauens. Bei nachweislichen Betrugsfällen stellen die Forenbetreiber alle vorhandenen Informationen zur Verfügung, um eine straf- und zivilrechtliche Verfolgung zu ermöglichen.

11) Regelwidriges Verhalten

User/-innen, die sich regelwidrig verhalten, werden per PN verwarnt und/oder gesperrt. Art und Dauer der Maßnahme richten sich nach der Schwere und der Häufigkeit der Regelübertretung/en. Die betroffenen User/-innen werden darüber per Mail informiert. Ein Posten unter einer anderen Registrierung in der Zeit der Accountsperre ist verboten und zieht automatisch eine Verlängerung der Sperre nach sich.

Wer gegen geltendes Recht verstößt, wird im Ernstfall von uns zur Anzeige gebracht.

12) Information

Die Forumsbetreiber behalten sich das Recht vor,
- alle registrierten User/-innen in unregelmäßigen Abständen über Themen rund um das Bergsteigen, alpiner Sicherheit, Risikomanagement und Weiterbildung per Mail zu informieren und
- dieses Regelwerk jederzeit abzuändern.

13) Nutzung von hochgeladenen Anhängen

Die User/-innen stellen den Forenbetreibern die eingestellten Bilder sowie sonstige Anhänge zur Nutzung im Forum zur Verfügung. Eine darüber hinaus gehende Nutzung der eingestellten Bilder und sonstigen Anhänge durch die Forenbetreiber erfolgt nicht.
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Reißkofel (2371 müA), Direttissima / östliche Nordwand (5), 07.08.2019

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  • Reißkofel (2371 müA), Direttissima / östliche Nordwand (5), 07.08.2019

    Hier eine durchaus lohnende alpine Tour, zu der es nur wenige Informationen im Netz gibt -– sehr zu Unrecht wie ich finde.

    Auf bergsteigen.com finden sich Infos und ein topo-ähnliches Übersichtsbild unter „Reißkofel Direttissima“. Auf der Seite der Bergrettung (Oberes) Drautal gibt es unter „Reißkofel östl. Nordwand“ eine handgezeichnete Topo, hier führt der Ausstieg klassisch durch eine Rinne.

    Persönlich finde ich die Bezeichnung „Direttissima“ nicht sonderlich stimmig, aber das ist wohl Geschmackssache oder mir fehlt eine wesentliche Info zur Entstehung des Routennamens.

    Von der Hütte hat man jedenfalls einen prächtigen Blick auf den östlichen Teil der Nordwand, die Route verläuft etwa wie eingezeichnet und im oberen Bereich habe ich mich an den Ausstieg (wie er auf bergsteigen.com beschrieben ist) gehalten.
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    Der Reißkofel ist mit seinen 2371 müA der höchste Berg der Reißkofelgruppe und Teil der Gailtaler Alpen. Von Norden her führt der übliche Anstieg über die E. T. Compton Hütte (1585 müA) und den Padiaursteig zum Köfele Törl (2019 müA), von dort durch die Südflanke auf den Grat und weiter zum Gipfel. Vom Törl kann über steiles Gras und Schrofen der Grat auch direkt und damit früher erreicht werden, das wäre auch der kürzeste Abstieg nach der Kletterei.

    Von Greifenburg führt eine öffentliche Straße zum großen Sägewerk Kanzian Holz im Ortsteil Eben und dort direkt durch das Betriebsgelände. Danach geht eine Forststraße hoch zum letzten Bauernhof, dem Egger Hansl. Allerdings gibt es seit einiger Zeit direkt nach dem Sägewerk ein Fahrverbotsschild "Forststraße", der Hüttenwirt von der Comptonhütte hat gemeint dass es in den letzten Jahren durch rücksichtslose Parker immer wieder zu Behinderungen vom Nutzverkehr gekommen ist und es den Eigentümern dann irgendwann einmal zu viel war.
    Wir sind erst spät am Abend angereist und in der Dunkelheit muss ich das Fahrverbot irgendwie übersehen haben, jedenfalls gibt es ca 500 m vor dem Egger Hansl eine größere Straßengabelung (932 müA) und hier haben wir schließlich geparkt.

    Der Weg zum Egger Hansl mit einem Hinweisschild, dass es sich hier um einen Privatweg handelt und ein Befahren sowie Parken nicht gewünscht wird. Links führt die Forststraße in einem Bogen zu einem großen Holzplatz / Parkplatz und von dort geht auch der Weg 235 zur Comptonhütte.
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    In der Nacht gibt es etwas Niederschlag und die Wettervorhersage für den Tag ist allgemein eher durchwachsen, im Tagesverlauf soll von Westen eine Gewitterfront durchziehen und ab Mittag steigt die Niederschlagswahrscheinlichkeit signifikant an.

    Wir starten also kurz nach 6 Uhr morgens und über Forstwege und –-straßen geht es östlich des Reißgrabens gut beschildert hinauf. Im Hochwald ist es windstill und drückend schwül, im Almengebiet weiter oben geht aber leichter Wind und der Aufstieg wird angenehmer. Bald kommt auch unser heutiges Ziel in Sicht und nach etwas über 1,5 Stunden erreichen wir die Hütte.
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    Dort gibt es in einem kleinen Nebengebäude eine öffentlich zugängliche Toilette und einen Wasserhahn, die ersten Nächtigungsgäste sind schon munter und mit dem Wirt Mario ergibt sich auch ein kurzer Plausch während wir unsere Wasservorräte auffüllen. Von der Hütte aus sieht man auch gut die markanten Risse am Wandfuß wo sich der Einstieg befinden soll.
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    Zum Einstieg sind es knapp 20 Minuten, wir queren das trockene Bachbett und folgen anfangs einem breiten Weg bis er sich nur wenig später im lichten Lärchenwald verläuft. Der weitere Anstieg führt weglos über das spärlich bewachsene Schuttfeld direkt zu der kleinen Rinne links neben den Rissen.
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    Hier finden wir einen Bohrhaken mit einem abgeknoteten Seilstück rechts von der Rinne und vermuten den weiteren Verlauf recht klassisch durch die Rinne höher. Wir täuschen uns jedoch, es geht eigentlich gleich links in der Wand hoch aber die unteren beiden Bohrhaken sind etwas schwer zu entdecken. Dort stimmt dann auch die angegebene Schwierigkeit und es geht recht schön höher, schwerer wird es dann auch weiter oben nicht mehr.
    Anm: Wenn in weiterer Folge Angaben zur Nummer einer Seillänge gemacht werden, so beziehen sich diese auf die Topo von www.bergsteigen.com
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    Nach einem etwas grasigen Riss in der 2. Länge wartet am Ende der 3. Länge ein gutmütiger Bauch. Hier ist die direkte Linie zu empfehlen, der Fels weiter rechts davon ist von minderer Qualität und sollte vermieden werden.
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    Etwas rechts oberhalb von unserem Stand befindet sich ein weiterer Standplatz mit 2 BH und auch auf den folgenden Platten finden wir neben uns zwei weitere Bohrhaken. Ob es sich nur um eine kurze Variante handelt, oder ob hier eine weitere eigenständige Tour von sehr nahe kommt, lässt sich nicht erkennen. Der Hüttenwirt hat schon von einer „vergessenen“ Tour in der Wand erzählt, jedoch nichts weiter zum Verlauf beitragen können.
    Jedenfalls geht hier in der 4. Länge schön plattig bis unter einen Überhang, der sich durch eine kurze Rissverschneidung geschickt überwinden lässt.
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    Die nächsten beiden Längen sind wieder einfach und wir gehen am laufenden Seil hoch zu einem markanten schwarzen Felsbereich. Der Stand mit einer großen Sanduhr befindet es sich wenige Meter links davon.
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    Hier der 7. Länge geht es über schöne Risse (gute Placements) zu einer Platte (BH) und dann über einen kleinen Überhang. Von diesem Teil haben wir offenbar keine Bilder gemacht, dafür gibt es jetzt aber eines von dem schönen Ausblick auf das Drautal und die gegenüberliegende Kreuzeckgruppe, ganz unten rechts befindet sich die Comptonhütte.
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    Anschließend folgen etwa 55 m Gehgelände auf einem breiten Wiesenfleck, diese grüne Insel ist auch vom Zustieg aus gut zu sehen.
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    Zuletzt geändert von meinereiner; 16.08.2019, 23:31.
    Endlich mal ein Thema wo ich nicht zu spät, zu unwissend oder einfach zu faul bin um etwas beizutragen

  • #2
    Dann wartet ein langer Genussriss und über zwei weitere Längen geht es hoch zu einem kleinen gebogenen Grat.
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    Die 13. Länge führt zu einem weiteren kurzen Grat, der jedoch etwas ausgesetzter ist und bei dem die Zacken mehr oder weniger direkt zu überklettern sind. Unmittelbar bevor der Grat aufsteilt sollte rechts ausgequert werden (2 BH) und dann geht es noch ein paar Meter zum Stand hoch.
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    Nach dem Grasfleck kommt ein Standplatz und dann geht es links neben der Schlucht (hier nicht zu sehen) in einer flachen Rinne hinauf und schließlich kommt auch ein einzelner BH. Irgendwo müsste der Quergang nach links sein, aber den haben wir offensichtlich verpasst und sind dann einfach am laufenden Seil die Rinne (ca III, 80 m) hoch zu einer kleinen Scharte auf der Gratschulter – das ist wohl auch der „klassische“ Ausstieg, der so im Topo auf der Seite der Bergrettung Oberes Drautal zu finden ist.
    Die von uns damit umgangenen Längen (14-17) wurden möglicherweise nachträglich eingerichtet um noch ein paar schöne Klettermeter zu bieten. Jedenfalls müsste auch in diesem Fall der Ausstieg auf der Gratschulter sein und beim Weiterweg unsere Scharte passiert werden.
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    Am Ausstieg sind wir etwas überrascht, als wir von einem neugierigen Schaf von oben herab zuerst beobachtet und anschließend auch besucht werden. Nachdem zuerst meine Schnürl am Gurt und schließlich das Seil einem Geschmackstest unterzogen werden verständigt sich mein Seilpartner mit ihm in einer Kärntner Ursprache und es nimmt reißaus.
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    Bei einem Blick in die Südflanke sehen wir steile Grashänge und darauf mehrere Schafe, hier könnte wohl auch direkt zum Köfele Törl beim Kleinen Reißkofel abgestiegen werden.
    Es ist kurz nach Mittag, der Wind hat mittlerweile aufgefrischt und auch am ehemals blauen Himmel vom Morgen sind rundherum Wolken zugezogen, wir entscheiden uns dennoch für den Weiterweg über den Ostgrat in Richtung Gipfel.
    Auch weil wir wissen, dass später am Grat eine Abstiegsmöglichkeit in die Südflanke hinunter zum Weg 235 kommt – ohnehin unser geplanter Weg, egal ob mit oder ohne Gipfel. Der Abstieg führt links neben dem markanten Gratturm entlang der Rinne hinunter.
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    Fortsetzung folgt
    Zuletzt geändert von meinereiner; 16.08.2019, 21:24.
    Endlich mal ein Thema wo ich nicht zu spät, zu unwissend oder einfach zu faul bin um etwas beizutragen

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    • #3
      Der Weg ist direkt am Grat am angenehmsten, ein kleiner Gratturm ist nordseitig mit einer kurzen Kletterstelle zu umgehen und schließlich stehen wir auf dem bisher höchsten Turm bei einem großen Steinmann.
      Dahinter sind der Weiterweg und der Gipfel des Reißkofel zu sehen und links baut sich gerade eine bedrohliche dunkle Wolke rasch auf. Wir schätzen noch grob eine Stunde Gehzeit und nachdem wir dieses Stück auch wieder am selben Weg zurückgehen müssten um zur Hütte zu gelangen entscheiden wir uns gegen den Gipfel und steigen ab.
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      Vom Törl ist es nur ein Katzensprung auf den Kleinen Reißkofel (2165 müA).
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      Auf der Nordseite führt der Weg in einer guten halben Stunde zur Hütte zurück. Ein klassischer Familienwanderweg wird er wohl nie werden, der Abstieg ist eher steil und mit viel Geröll (der Dolomitanteil ist hier bereits spürbar) und es gibt sogar zwei kurze Seilversicherungen und ein paar Trittbügel.
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      Wider Erwarten kommen wir trocken zur Hütte und um unser Wetterglück nicht übermäßig zu strapazieren füllen wir nur kurz etwas Elektrolyt nach und machen uns dann gleich an den Abstieg über den Reißgrabensteig.
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      Der Reißgrabensteig führt etwas abenteuerlich aber markiert durch den oberen Teil des Reißgraben, oft direkt im trockenen Bachbett und teilweise auch daneben.
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      Irgendwann sollte der Reißgraben nach Westen hin verlassen werden und diese Stelle haben wir offenbar verpasst, jedenfalls sind wir zu weit im Bachbett abgestiegen. Der Graben wird mit der Zeit immer schmäler, die Felswände immer höher und die Stufen mit großen Blöcken und rutschigem Totholz sind auch immer unangenehmer abzuklettern. Schließlich stehen wir in einem waschechten Canyon vor einer nassen Stufe mit 5+ m Höhe und drehen um. Sollte jetzt weiter oben heftiger Niederschlag kommen, füllt sich der Reißgraben bestimmt sturzbachartig und das möchten wir besonders an dieser blöden Stelle nicht erleben.
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      Wir steigen also wieder einige Höhenmeter auf, bis die Felswand am Rand einem Steilwald weicht, und mühen uns dort noch etwa 100 Hm hinauf bis zu einem schwach erkennbaren Jagdsteig. Auf diesem kommen wir rasch wieder zurück auf den Weg 235 und zum Ausgangspunkt unserer Tour.
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      Damit war der Schnellabstieg über den Reißgraben nicht wirklich schneller als der Aufstieg am Morgen, allerdings eine Spur aufregender.

      Falls jemand den Reißkofelsteig aus persönlicher Erfahrung kennt: wäre ein weiterer Abstieg möglich? Ich hab mir die Stelle selbst nicht angesehen und vertraue durchaus auf die Einschätzung von meinem Kollegen, aber neugierig bin ich natürlich trotzdem, ob es ohne drohendes Unwetter im Nacken vielleicht auch dort weitergegangen wäre...
      Zuletzt geändert von meinereiner; 17.08.2019, 14:59.
      Endlich mal ein Thema wo ich nicht zu spät, zu unwissend oder einfach zu faul bin um etwas beizutragen

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      • #4
        Schöne Tour! Das Topo liegt schon lange bei mir zu Hause, aber nachdem ich den Reißkofel nur als Bruchhaufen kenne, habe ich bisher davon Abstand genommen....
        snowkid G.m.b.h. - Gehst mit, bist hin... *g*

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        • #5
          Zitat von snowkid Beitrag anzeigen
          Reißkofel nur als Bruchhaufen
          So schlimm ist es definitiv nicht, ich würde aber auch nicht unbedingt als zweite Seilschaft einsteigen wollen...

          Es kann natürlich sein, dass die Erstbegeher mit einem besonders guten Auge ausgestattet waren und tatsächlich den einzigen halbwegs festen Weg gefunden haben.
          Das würde auch erklären warum in dieser schönen Wand sonst keine Klettertouren bekannt sind - aber irgendwie glaub ich das nicht, dafür waren zu viele Meter in gutem Fels dabei.
          Zuletzt geändert von meinereiner; 17.08.2019, 15:00.
          Endlich mal ein Thema wo ich nicht zu spät, zu unwissend oder einfach zu faul bin um etwas beizutragen

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          • #6
            Super, Burschen! Gfoit ma.

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            • #7
              Lässige, ausgefallene Unternehmung! Danke für deinen ausführlichen Bericht und die wertvollen Infos!
              Vielleicht verschlägt es mich ja einmal in diese Gegend.
              LG

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              • #8
                Wir sind die Route letzten Donnerstag geklettert. Die beiden Topos und die Beschreibung hier haben geholfen. Haben uns aber trotzdem ein paar mal gefährlich verklettert... Es ist gut gegangen, aber ich hab mir die Zeit genommen und ein sehr genaues und detailliertes Topo gezeichnet, damit anderen Leuten nicht dasselbe passiert.
                Wer Interesse hat kann mich per Mail kontaktieren. simonhaubi@googlemail.com

                Liebe Grüße

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