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Regelwerk für die Benutzung des Forums Gipfeltreffen

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Überschreitung der Dürren Wand (1222m), Gutensteiner Alpen / 15.11.2017

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  • Überschreitung der Dürren Wand (1222m), Gutensteiner Alpen / 15.11.2017

    Schon einige Zeit davor war abzusehen, dass die Woche um die Monatsmitte im Osten Österreichs genau einen Tag mit perfektem Herbstwanderwetter bieten würde: den Leopolditag am Mittwoch, den 15. November. Günter konnte sich den Tag frei nehmen und hörte sich um, wer ebenfalls Zeit und Interesse daran hätte, unterwegs zu sein. Bei Reini und mir war dies der Fall, und so sagten wir gern zu, mit Günter über den Kamm der Dürren Wand zu gehen. Alle kannten wir die Region grundsätzlich schon, aber die Route ist landschaftlich schön und daher immer wieder lohnend, und sie hat zudem genau die richtige Länge für die bereits kurzen Tage im späteren Herbst.

    Die Überschreitung der Dürren Wand bietet sich als typische Streckenwanderung fast zwingend für die Hin- und Rückreise mit Öffis an. Unser Aufbruch von der Haltestelle Miesenbach-Waidmannsfeld im Piestingtal erfolgt wegen technischen Problemen und daher deutlichen Verspätungen der ÖBB-Garnituren allerdings eine Stunde später als eingeplant. (Immerhin können wir uns darin mit mehreren Forumsmitgliedern solidarisch fühlen, die in dieser Woche auf unterschiedlichen Strecken dasselbe erlebten. )

    Wir haben alle drei fotografiert, und so enthält der Bericht auch - eigens gekennzeichnete - Bilder von Günter und Reini.

    Die sternklare und windschwache Nacht davor hat die Temperaturen erstmals in diesem Herbst deutlich unter null Grad sinken lassen, wie gleich in den ersten Minuten zu spüren und am Raureif auch zu sehen ist.
    02-Reichental.jpg

    Aber der erste Anstieg bringt uns rasch auf den weiten, baumfreien Sattel vor Waidmannsfeld, der bereits voll in der Sonne liegt. Am Großen Neukogel im Hintergrund zeigt sich, was auch uns erwarten würde: geringer Neuschnee vom Sonntag davor, der sich in Schattlagen bis unter 800m Höhe halten kann.
    05-Wegkapelle-GroßerNeukogel.jpg

    Ein Abschnitt des Weitwanderwegs zum Genießen, und sogar ein kleiner Teil des Hochschneebergs blickt über die hübsche Voralpenlandschaft.
    07-LichtundSchatten.jpg

    Auch die geringfügig andere Perspektive, die sich Günter zeigt, ist natürlich reizvoll.
    _DSC4611.jpgFoto von Günter

    An der von einem stattlichen Baum flankierten Wegkapelle am Sattel wird gerade gearbeitet.
    09-Wegkapelle.jpg

    Ein Rückblick Richtung Nordosten zur steilen Südflanke der Hohen Mandling. Der enge Abschnitt des Piestingtals davor trägt den etwas ungewöhnlich klingenden Namen Quarb.
    11-HoheMandling-Südflanke.jpg

    Vor uns kommt die Ortschaft Waidmannsfeld ins Blickfeld. Die im Kern romanische Pfarrkirche steht auf einem Hügel; unsere Route führt jedoch in die Senke links davon. Genau hinter dem Ort beginnt mit dem Martersberg der lange Kamm der Dürren Wand.
    12-Waidmannsfeld-Martersberg.jpg

    Das von Efeu bewachsene Fahrrad in einem Garten bietet beim Durchqueren von Waidmannsfeld ein reizvolles Motiv.
    _DSC4617.jpgFoto von Günter

    Der Anstieg zur Dürren Wand führt zunächst weiter durch offenes Gelände. Kein Problem jetzt im Herbst, da freut man sich über jede Minute im Sonnenlicht.
    16-ReiniGünter.jpg

    Wer mit offenen Sinnen unterwegs ist, findet im Übergangsbereich von der Sonne zum Schatten oft die stimmungsvollsten Detailmotive.
    _DSC4620.jpgFoto von Günter

    Vor der kleinen Siedlung Ungerberg verpassen wir die Abzweigung des Weitwanderwegs rechts den Hang hinauf und gehen dadurch direkt an den Bauernhöfen vorbei. Der kurze Abschnitt auf dem kaum befahrenen Asphaltsträsschen wird durch die freien Ausblicke zumindest aufgewogen. Beim Blick hinauf zum Gehöft Schwaighofer gefallen wiederum das Spiel aus Licht und Schatten und der Raureif auf den sonnenabgewandten Hängen.
    _DSC4622.jpgFoto von Günter

    Eine Bank am Rand der Straße in sonniger, windgeschützter Lage bietet sich perfekt für eine Pause mit einem Imbiss an.
    Danach gelangen wir über einen kurzen, steileren Anstieg wieder zum Weitwanderweg hinauf. Und ab einer Höhe von ca. 800m sind die Spuren der Kaltfront vom letzten Sonntag nicht zu übersehen - auch wenn das Ausmaß der Schneefälle noch sehr bescheiden geblieben ist.
    24-Neuschnee.jpg
    Zuletzt geändert von Wolfgang A.; In den letzten 3 Wochen.
    Lg, Wolfgang


    Für mich ist Dankbarkeit ein Weg,
    der sowohl für den Einzelnen
    wie für die Welt zukunftsweisend ist.
    (David Steindl-Rast)


  • #2
    Wir erreichen den Kamm genau dort, wo der steile Anstieg zum Plattenstein beginnt. Bald schon beginnt das felsdurchsetzte Gelände hübsche Durchblicke zu bieten; der Unterberg macht den Beginn.
    25-BlickUnterberg.jpg

    Pernitz und die Hohe Mandling im Norden und Nordosten.
    29-BlickPernitz-HoheMandling.jpg

    Die Felsvorsprünge im Kamm bieten stets speziell prachtvolle Ausblicke, noch dazu an einem Tag mit so toller Fernsicht. Links Kleiner und Großer Ötscher, rechts der Tirolerkogel, vor dem Ötscher der lange Kamm des Traisenbergs. Die Distanz zum Ötscher beträgt immerhin gut 55km. Ich kann mich nicht erinnern, ihn aus den östlichen Gutensteiner Alpen schon einmal so klar gesehen zu haben.
    _DSC4627.jpgFoto von Günter

    Kurz öffnet sich auch der Blick zum Gehöft Haselbauer südlich zu Füßen der Dürren Wand. Im Hintergrund links - aus ungewohnter Perspektive - das Geländ, rechts der Hutberg.
    31-BlickHaselbauer-GeländHutberg.jpg

    Die Kontraste zwischen schattigen Plätzen mit dünner Schneeauflage und den von der Mittagssonne angestrahlten Südhängen verstärken sich weiter. Rechts der benachbarte Große Neukogel mit seinem Doppelgipfel, dahinter etliche bekannte Gipfel der NÖ. Voralpen (mit der Reisalpe als höchstem im Blickfeld).
    34-Felswand-GrNeukogel-NÖVoralpen.jpg

    Ein zuletzt wieder flacherer Wegabschnitt führt uns schließlich auf den 1154m hohen Plattenstein, den eindeutig aussichtsreichsten Gipfel der Dürren Wand. Das große Holzkreuz auf felsigem Boden steht komplett frei; nur einige Baumgerippe können sich etwas unterhalb halten.
    36-Plattenstein-Gipfelkreuz.jpg

    Das am meisten fotografierte Baumgerippe steht seit Jahr und Tag am westlichen Rand der Gipfelkuppe und bietet einen perfekten Vordergrund für die Ausblicke von dort. Links der Bildmitte der Katharinenschlag, der höchste Punkt im Kamm der Dürren Wand. Rechts davon Öhler und Schober sowie dahinter natürlich Hochschneeberg und Kuhschneeberg.
    40-Baumruine-BlickSchneebergKatharinenschlag.jpg

    Bei so klarer Sicht ist das Panorama Richtung Westen für mich aber der Höhepunkt. Es reicht vom Kuhschneeberg links über Donnerkogel und Lahnberg, Gippel und Göller, Gemeindealpe und Ötscher bis zum Türnitzer Höger und der Jochart rechts.
    39-Plattenstein-Baumruine-PanoramaWesten.jpg

    Mit weniger Weitwinkel umfasst der Bildausschnitt den Bereich vom Donnerkogel links bis zum Tirolerkogel rechts. Die Zacken etwas links der Bildmitte gehören zum Handlesberg und der Freudentaler Mauer.
    42-PanoramaGippelHandlesbergÖtscher.jpg

    Im Norden Pernitz vor der Anhöhe mit dem Namen "Hochwald"; weiter rechts Waidmannsfeld vor der Hohen Mandling. Selbst über dem Raum Wien im Hintergrund liegt heute nur eine schwache Dunstschicht.
    44-BlickPernitzWaidmannsfeld-HoheMandling.jpg

    Knapp unter dem Gipfelkreuz sind wir vor dem (ohnehin nur recht schwachen) Wind gut geschützt, und so nützen wir den sonnigen Platz gern für eine zweite Pause.
    4k-Plattenstein.JPG
    Foto von Reini

    Es ließe sich noch wunderbar länger auf dem Plattenstein aushalten. Aber da wir um die weitere Strecke wissen und ohnehin später als geplant dran sind, können wir uns zum Aufbruch motivieren. Knapp neben dem Weg findet Günter noch eine Stelle, von der aus das Gipfelkreuz am Plattenstein, die knapp darunter stehende Gauermannhütte und die Baumruine gemeinsam Platz auf einem Bild finden.
    _DSC4630.jpgFoto von Günter

    Nahe dem Plattenstein ist die Dürre Wand besonders felsig, und entsprechend attraktiv sind die Aus- und Durchblicke von diesem Abschnitt des Kamms.
    49-Plattenstein-DurchblickTürnitzerHöger.jpg
    Zuletzt geändert von Wolfgang A.; In den letzten 3 Wochen.
    Lg, Wolfgang


    Für mich ist Dankbarkeit ein Weg,
    der sowohl für den Einzelnen
    wie für die Welt zukunftsweisend ist.
    (David Steindl-Rast)

    Kommentar


    • #3
      Ab der Scharte nach dem Plattenstein verläuft der Weitwanderweg meist knapp südlich/südöstlich unterhalb des Kamms der Dürren Wand; nur gelegentlich führt er kurz wieder auf ihn hinauf.
      Im November und in Höhen um 1150 bis 1200 Meter macht dies oft einen entscheidenden Unterschied:
      Die schattigen Passagen bieten bereits ein frühwinterliches Bild,...
      5k-unterwegs zum Katharinenschlag.jpg
      Foto von Reini

      ...während auf der Sonnseite noch die Herbstfarben überwiegen. Ein großer Schlag auf der - flacheren - Südflanke bietet einen Ausblick zum benachbarten Plateau der Hohen Wand in seiner gesamten Länge.
      51-BlickHoheWand.jpg

      Wo der Weg zwischen Schatten und Sonne wechselt, liegen Winter und Herbst zur Zeit im Wettstreit.
      _DSC4631.jpgFoto von Günter

      Blick über das Geländ sowie den Hutberg und Gösing zum südlichen Wiener Becken. Der Dunst im Flachland ist im Lauf der vergangenen Stunden stärker geworden: ein erstes Vorzeichen dessen, dass für morgen durch Wolken in unterschiedlichen Höhenstufen schon wieder vorwiegend trübes Wetter angekündigt ist.
      52-BlickGeländGösing.jpg

      Dank der Farbkontraste, des flach einfallenden Sonnenlichts und der auch in den baumfreien Bereichen recht üppigen Vegetation bietet der folgende Wegabschnitt beste Voraussetzungen für interessante Fotos. Günter nützt dies dafür aus, seine beiden Wanderkollegen in interessanter Umgebung abzulichten.
      _DSC4640.jpg

      _DSC4642.jpg
      Fotos von Günter

      Der Weg verläuft dann wieder ganz knapp unter dem Kamm, der aber durch deutliche Baumschäden und viele umherliegende Äste eher schwer zugänglich wäre. Irgendwo hier muss sich der Katharinenschlag befinden, mit 1222m der höchste Punkt der gesamten Dürren Wand. Wir befürchten schon, das kleine rote Kreuz verpasst zu haben, das seit einigen Jahren am höchsten Punkt angebracht ist. Dann erspäht Günter es doch noch - und der Platz ist sogar ganz problemlos erreichbar.
      _DSC4647.jpgFoto von Günter

      Langsam beginnt der Kamm nun in westsüdwestlicher Richtung wieder zu fallen. Die sehr locker stehenden Bäume mit dem Schneeberg im Hintergrund bieten im Gegenlicht ein wunderbar stimmungsvolles Bild.
      7k-Gegenlicht mit Schneeberg.jpg
      Foto von Reini

      Auch der Blick zum Handlesberg, Ötscher und Türnitzer Höger hat in der flachen Nachmittagssonne nichts von seinem Reiz verloren - eher sogar im Gegenteil!
      57-BlickHandlesbergÖtscher-THöger.jpg

      In Hinblick auf die fortgeschrittene Zeit ist klar, dass wir den kürzesten Weg nach Puchberg über das Gehöft Blättertal und den Haltberghof nehmen werden. Bei der Abzweigung vom Weitwanderweg ist Puchberg mit eindreiviertel Stunden angeschrieben. Uns bleiben bis zum Zug um 16.38 Uhr noch knapp eineinhalb Stunden; vielleicht geht es sich ja doch noch aus?
      Der Abstieg zu den alten Häusern von Blättertal dauert nicht lang.
      59-Blättertal.jpg

      Schon ist die Sonne hinter dem Schneeberg verschwunden, der den Platz in weniger als 10km Entfernung eindrucksvoll überragt.
      61-Hochschneeberg.jpg

      Eine Kehre bald unterhalb der Höfe kürzen wir im Wald ab, dann folgen wir der breiten Sandstraße, die recht direkt zum Haltberghof hinunter führt. Und der Schlussabschnitt durch das Haltbergtal hinaus ist ohnehin eher eintönig; da ist eine gute Variante, ihn so rasch wie möglich zu gehen.
      Tatsächlich erreichen wir den Bahnhof Puchberg sieben Minuten vor Abfahrt des Zuges. Die Dämmerung hat rasch eingesetzt, und so steht die unverkennbare Silhouette des großen Berges schon recht dunkel da. Nur mehr die Schleierwolken hoch oben am Himmel werden von der Sonne erreicht.
      63-PuchbergBahnhof-Schneeberg.jpg

      So können wir nach unserer schönen, abwechslungsreichen Wanderung in den Niederösterreichischen Voralpen pünktlich die Rückfahrt nach Wien antreten.
      Zuletzt geändert von Wolfgang A.; In den letzten 2 Wochen.
      Lg, Wolfgang


      Für mich ist Dankbarkeit ein Weg,
      der sowohl für den Einzelnen
      wie für die Welt zukunftsweisend ist.
      (David Steindl-Rast)

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      • #4
        Informationen zur Wanderung

        Unsere Route ist knapp 16,5km lang und weist 970 Höhenmeter auf.

        Von der Haltestelle Miesenbach-Waidmannsfeld bis zum Kamm nach dem Katharinenschlag folgt sie dem Weitwanderweg 01 und ist daher gut markiert und gekennzeichnet.
        (Dass wir die Abzweigung vor Ungerberg rechts hinauf dennoch verpasst haben, steht dazu nicht im Widerspruch , sondern ergibt sich, wenn man sich auf das Betrachten der Landschaft und das Fotografieren konzentriert.)
        Zwischen Frohnberg und dem Plattenstein gäbe es mehrere Möglichkeiten, in die Süd- bzw. Südostflanke der Dürren Wand auszuweichen. Um den Preis von Asphaltstrecken käme man dabei vielleicht ein wenig rascher voran. Ab dem letzten Steilanstieg zum Plattenstein empfiehlt sich die Kammroute m.E. schon aufgrund der interessanten Ausblicke, die sie bietet.

        Bei mehr Zeit / in einer anderen Jahreszeit wären wir wohl auf dem Weitwanderweg bis zum Öhler-Schutzhaus weiter gegangen. Von dort aus bestehen mehrere Möglichkeiten, nach Puchberg zu kommen. Der schönste Weg führt über die Kaisereben und östlich um den Haltberg herum; für ihn hätten uns die Zeit sowie am Schluss auch bereits das Tageslicht gefehlt.
        Je direkter man ins Haltbergtal absteigt, desto kürzer die Gehzeit und desto weniger abwechslungsreich die Strecke.

        Die Fortsetzung unserer Route nach dem Öhler-Schutzhaus noch über Öhler und Schober ist in der wärmeren Jahreszeit natürlich möglich. Die Strecke überschreitet dann aber 20km, und es kämen auch weitere Höhenmeter dazu.

        Im Sommerhalbjahr bestehen mit der Gauermannhütte auf dem Plattenstein sowie dem Öhler-Schutzhaus zwei Einkehrmöglichkeiten. Die Gauermannhütte ist generell nur an Wochenenden bewirtschaftet, und das Öhler-Schutzhaus hatte bereits geschlossen. So waren wir auf Selbstversorgung angewiesen, was angesichts mehrerer sehr schöner Rastplätze aber keinerlei Problem bietet.

        Wegen der regelmäßigen Verbindungen sowohl auf der Piestingtalbahn als auch der Linie nach Puchberg/Schneeberg bietet sich diese Streckenwanderung bestens mit Öffis an. Züge fahren oft im Stundenrhythmus, an Wochenenden zumindest alle zwei Stunden.


        Aktuelle Bedingungen

        Neben laufenden Baumschäden wegen Stürmen etc. sind auf dem Kamm der Dürren Wand auch die Folgen des katastrophalen Eisbruchs vom Dezember 2014 immer noch zu sehen. Einige neue Forststraßen bzw. Traktorspuren sind wohl vor allem dadurch verursacht. Der Weitwanderweg ist natürlich überall ungehindert begehbar, der Kamm speziell im Bereich Katharinenschlag teilweise allerdings schwer zugänglich. Zum höchsten Punkt mit dem kleinen roten Kreuz besteht jedoch ein einfacher, weitgehend waldfreier Zugang.

        Nach der Kaltfront vom Sonntag davor lagen am 15. November auf Nordflanken sowie im Schatten der Bäume bis in etwa 750m bis 800m Höhe herunter wenige Zentimeter Schnee. (Die sonnseitigen Hänge waren hingegen bis in wesentlich größere Höhe weitgehend wieder aper.) Aktuell ergaben sich dadurch keine Probleme. Steilere Passagen könnten allerdings unangenehm werden, wenn die dünne Schneeauflage zunehmend vereist. Es bleibt abzuwarten, ob ergiebigerer Neuschnee oder aber kräftiges Tauwetter bald eine Änderung der Bedingungen bringen.


        Persönliches Fazit

        Ich kannte den Kamm der Dürren Wand bereits, bin aber davor weder schon einmal in Miesenbach-Waidmannsfeld gestartet noch die gesamte Strecke am gleichen Tag gegangen.

        Das prachtvolle Herbstwetter am 15. November rief heuer ja laut danach, genutzt zu werden. Die abwechslungsreiche, landschaftlich schöne Wanderung mit relativ kurzer (Öffi-)Anfahrt ab Wien war eine ideale Möglichkeit, die sonnigen Stunden auszukosten.

        Günter, vielen Dank für deine Initiative und Einladung!
        Ihr Ergebnis war dann ein Triumvirat, das in genau dieser Zusammensetzung noch nie gemeinsam unterwegs war.
        Ich habe den Tag mit euch auf der Dürren Wand jedenfalls sehr genießen können!
        Zuletzt geändert von Wolfgang A.; In den letzten 3 Wochen.
        Lg, Wolfgang


        Für mich ist Dankbarkeit ein Weg,
        der sowohl für den Einzelnen
        wie für die Welt zukunftsweisend ist.
        (David Steindl-Rast)

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        • #5
          Super Bericht/Bilder, danke Euch 3 für`s mitwandern dürfen einer mir gut bekannten Gegend, und auch für den Aufwand des Erstellens des Berichts. Super.
          LG
          der 31.12.

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          • #6
            Servus Wolfgang,

            ein schöner Bericht. Obwohl oder vielleicht weil ich diese Route gut kenne, freu ich mich sehr über die schönen Bilder.

            LG. Martin
            www.waldrauschen.at

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            • #7
              Zitat von Wolfgang A. Beitrag anzeigen
              Ihr Ergebnis war dann ein Triumvirat, .....!


              Diese Tour, auch wenn sie von der eher unspektakulären Sorte ist, gehe ich immer wieder gerne.

              Danke Wolfgang für den schönen Bericht, ich wusste im Vorhinein, unsere Bilder sind bei Dir in besten Händen.


              LG, Günter

              Nicht was wir erleben, sondern wie wir es empfinden, macht unser Schicksal aus.
              (Marie von Ebner-Eschenbach)

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              • #8
                Danke, daß ich mit euch mitgehen durfte, trotz meines angeschlagenen Zustandes meiner defekten Herzklappe!
                Habe meinen Plus so und so sehr strapaziert
                Zuletzt geändert von pablito; In den letzten 3 Wochen.
                LGr. Pablito

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                • #9
                  Da habt ihr ja bestes Herbstwetter genossen. Wunderschöne Bilder von euch dreien.
                  Danke fürs Teilen.
                  lg, Manfred

                  Kommentar


                  • #10
                    Die "Best of"-Bilder von euch Dreien ergeben ein tolle Komposition dieser feinen Herbstwanderung.

                    daumen hoch.jpg


                    L.G. Manfred

                    Kommentar

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