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Hilfe zum Erstellen von Tourenberichten

Immer wieder haben einige User Probleme beim Erstellen eines Tourenberichtes, insbesondere beim Hochladen und Einfügen von Bildern.
Ihnen soll die folgende kleine Anleitung ein wenig Hilfe geben, wie ein Tourenbericht ganz kurz und schmerzlos erstellt werden kann

In sechs einfachen Schritten kann ein neuer Bericht leicht erstellt werden:

1. Bilder zum Bericht aussuchen
2. Bilder verkleinern
3. Im Forum "Toureninfo & Verhältnisse" das passende Unterforum auswählen
4. Bilder hochladen
5. Die Bilder mit dem Text ergänzen
6. Fertigstellen/Kontrollieren des Berichtes und Veröffentlichen



Im Folgenden werden die einzelnen Schritte ausführlich erklärt:

1. Bilder zum Bericht aussuchen
Möglichst aussagekräftige Fotos wählen, die auch die Route und wesentliche Details darstellen.
Gegen einzelne "schöne" Landschafts- und Blumenbilder ist natürlich nichts einzuwenden ...


2. Bilder verkleinern
Bewährt hat sich ein Format mit der längeren Bildkante 900 Pixel.
Damit läßt sich bei Speicherung als JPEG eine recht ordentliche Bildqualität erzielen, bei Photoshop etwa abhängig vom Sujet 80/100.


3. Im Forum "Toureninfo & Verhältnisse" das passende Unterforum auswählen
z.B. "Wanderungen und Bergtouren" - "Steiermark"
+Neues Thema wählen

Titel etwa nach dem Schema
Gipfel (Höhenangabe), Anstiegsroute, Gebirgsgruppe (ostalpin nach AVE)

Möglichst bis zu 5 aussagekräftige Stichworte vergeben.

Zum Bilderhochladen weiter mit der "Büroklammer".


4. Bilder hochladen
Möglichst bitte NUR so:
a) "Büroklammer"
b) "Anhänge hochladen"


4.1 Bilder auswählen
Abhängig vom eigenen Rechner/Betriebssystem.
Maximal 15 Bilder pro Posting sind derzeit zulässig, eine größere Bilderanzahl erfordert Folgepostings (Antworten).
(Bewährt hat sich auch, 1-2 Bilder weniger hochzuladen, um für spätere Ergänzungen eine kleine Reserve zu haben.)

4.2 Liste der hochgeladenen Anhänge
Die Auflistung ist leider nicht chronologisch nach Bildbezeichnung geordnet.

Im Textfeld die gewünschte Einfügeposition mit dem Cursor markieren,
bzw. die gelisteten Bilder in der gewünschten Reihenfolge einzeln als "Vollbild" oder "Miniaturansicht" platzieren.
Eine oder mehrere Leerzeilen zwischen den Bildern erleichtern später das Einfügen von Text.


5. Die Bilder mit dem Text ergänzen
Die Bilder sind nun in der richtigen Reihenfolge im Textfenster positioniert.
Ich bevorzuge im ersten Schritt die Positionierung als "Miniaturansicht".
Das erleichtert beim Texteinfügen die Übersicht.
Muß aber nicht sein, natürlich lassen sich die Bilder auch gleich als Vollbild (also in der hochgeladenen Größe) platzieren.

5.1 Text
Jetzt kann der Text ergänzt werden.
Möglichst über dem Foto - ich finde das übersichtlicher ...
Der Text kann natürlich auch vorher erfaßt werden und anschließend einkopiert werden.

5.2 Bildgröße ändern
Wurden die Bilder vorerst als "Miniaturansicht" platziert, können sie einfach auf das finale Darstellungsformat skaliert werden:
a) Doppelklick auf die "Miniaturansicht" öffnet ein Pop-Up-Fenster
b) unter "Größe" idR "Vollbild" wählen
c) OK


6. Fertigstellen/Kontrollieren des Berichtes
Anschließend sollte der Bericht noch in der "Vorschau" kontrolliert werden.
In manchen Fällen muß zur Ansicht der "Vorschau" ziemlich weit nach unten gescrollt werden!

6.1 Veröffentlichen des Berichtes
Zum Schluß noch auf "Abschicken" klicken - und nach einer kurzen "Nachdenkpause" des Servers ist der Bericht online.



Nach dem ersten Durchlesen dieses Leitfadens mag das Erstellen eines Berichtes etwas kompliziert erscheinen - ist es aber nicht:
Viele Tourenberichte schreiben hilft sehr.

Die Reihenfolge der einzelnen Schritte ist nicht so starr wie es hier scheinen mag; natürlich kann auch zuerst der Text erstellt werden und die Bilder nachträglich eingefügt.

Änderungen am fertigen Bericht sind für den Ersteller 24 Stunden lang möglich, bei der Berichtigung später entdeckter Fehler hilft gerne ein zuständiger Moderator. Ebenso beim Verschieben eines Berichtes in das richtige Tourenforum.

Viel Freude bei euren Bergtouren UND dann beim Berichteschreiben,


P.S.: Diese Anleitung, ergänzt um verdeutlichende Screenshots, findet ihr auch unter http://www.gipfeltreffen.at/forum/gi...ourenberichten
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Regelwerk für die Benutzung des Forums Gipfeltreffen

Alle Forumsuser/-innen sind aufgefordert, das Regelwerk zu lesen und sich daran zu halten!

1) Registrierung

Die Registrierung und Benutzung unserer Foren ist kostenlos. Es ist registrierten Teilnehmern/-innen (Usern/-innen) erlaubt, den Forums-Account bis auf Widerruf im Rahmen der vorgegebenen, jederzeit änderbaren Forumsregeln für private Zwecke zu nutzen. Ein späteres Löschen des Forums-Accounts sowie der ins Forum eingebrachten Inhalte oder Bilder ist nicht möglich. Auf Wunsch des Benutzers kann der Account stillgelegt werden. Der Benutzername kann dann von niemandem mehr benützt werden und wird vor Missbrauch geschützt.

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Die Forenbetreiber legen Wert auf die Tatsache, dass alle User/-innen Gast in diesem Forum sind und die Betreiber als Gastgeber bei Bedarf ihr Hausrecht jederzeit ausüben können und auch werden. User, die sich überwiegend darauf beschränken zu provozieren, werden ausgeschlossen.

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Änderungen von Beiträgen werden - soweit irgend möglich – unter Angabe des Änderungsgrundes gekennzeichnet. Eingriffe, die den Sinn eines Beitrags verändern, werden nicht vorgenommen. Für die geänderten Teile eines Beitrags haftet der ursprüngliche Ersteller nicht.

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Das Unterlaufen von Handlungen und Maßnahmen der Moderatoren ist nicht zulässig. Darunter fällt auch das Fortführen des Themas eines geschlossenen oder gelöschten Threads in einem neuen gleichartigen oder ähnlichen Thread. Ergänzungen und Hinweise von Moderatoren und Administratoren dürfen von Usern in deren Beiträgen nicht verändert oder gelöscht werden.

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Wer gegen geltendes Recht verstößt, wird im Ernstfall von uns zur Anzeige gebracht.

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Drei Tage in den Leoganger Steinbergen, mit Birnhorn (2634m) / 28.07. - 30.07.2016

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  • Drei Tage in den Leoganger Steinbergen, mit Birnhorn (2634m) / 28.07. - 30.07.2016

    Es hat mittlerweile schon mehrere Jahre Tradition, dass ich im Sommer mit meinem Freund Klaus einige Tage in den Bergen verbringe. So waren wir seit 2010 zum Beispiel auf dem Hochkönig, in den Pfunderer Bergen Südtirols oder den Steiner Alpen unterwegs und erstiegen im letzten Jahr den Großen Hafner.

    Heuer wollten wir ursprünglich den Wilden Kaiser erkunden, disponierten aufgrund des fast durchgehend wechselhaften Wetters dann aber doch noch in die Leoganger Steinberge um. Denn von der hoch gelegenen Passauer Hütte erfordern mehrere Ziele bis hin zum gruppenhöchsten Gipfel, dem Birnhorn, keinen ganzen Tag und sollten daher bei unsicheren Bedingungen besser möglich sein.

    So fuhren wir am Dienstag, den 26. Juli in den Pinzgau, nahmen uns ein Quartier in Lofer und unternahmen zunächst zwei Tage lang kurze Wanderungen. Da die Region z.B. mehrere sehr sehenswerte Klammen aufweist, wird einem dabei nicht langweilig. Wir erlebten ein paar Sonnenstunden, aber auch täglich mindestens ein heftiges Gewitter.

    Für Donnerstag, den 28. Juli, war dann eine beginnende Stabilisierung des Wetters angekündigt: zwar eventuell weitere Regenschauer am Nachmittag, aber zumindest keine Gewitter mehr. So entschieden wir uns, vom Saalachtal über die lange Route mit fast 1400 Höhenmetern zur Passauer Hütte aufzusteigen.

    28.07.2016

    Um etwa 9.30 Uhr starten wir beim Parkplatz Diesbach unmittelbar neben der Saalachtal-Bundesstraße. Schon nach 10 Minuten führt der Pfannsteig die sehr steile Flanke des Tals in zahlreichen Kehren hinauf, und so bietet sich uns nach ca. 40 Minuten bereits dieser Tiefblick.
    003-TiefblickSaalachtal.jpg

    Gut angelegt quert der Steig den steilen Hang, bis er in knapp 1100m Höhe auf eine breite Sandstraße stößt.
    004-Pfannsteig.jpg

    Auf dieser Straße gewinnen wir dann bis zu einem kleinen Parkplatz, auf dem u.a. das Auto der Hüttenpächter steht, weitere 250 Höhenmeter. Mehrmals in der Woche - jedoch leider nicht an Donnerstagen - fährt das Almwandertaxi vom Naturparkzentrum Weißbach aus bis hierher und verkürzt den Anstieg zur Passauer Hütte damit um fast 50 Prozent.
    Die weitere Route führt wieder auf schmalem Steig zunächst noch - etwas holprig - durch felsdurchsetzten Bergwald und erreicht schließlich in gut 1600m Höhe freies Almgelände.
    007-Almboden-Brandhorn.jpg

    Auch wenn das Grün des Almbodens und die bunten Farben der Bergflora in dieser Höhe noch dominieren, so zeigen sich auch bereits die typisch verkarsteten Felsformationen.
    010-Karstgelände.jpg

    Ein Rückblick ins Kar von Niedergrub; die Anstiegsroute verläuft am Hang links davon. Das Saalachtal verbirgt sich dahinter noch einmal gut 500 Meter tiefer.
    Bei den verheißenen Auflockerungen tut sich bislang eher wenig; aber immerhin bleibt die Wetterlage einschätzbar, und beim Anstieg haben die gedämpften Temperaturen durchaus ihre Vorteile.
    012-BlickNiedergrub-BerchtesgadenerAlpen.jpg

    Zwischen Nebelschwaden kommt erstmals die Passauer Hütte in den Blick. Der weitere Weg wird nun in einem Linksbogen durch das ausgedehnte Kar der Hochgrub führen und erst am Schluss nochmals stärker ansteigen.
    014-Hochgrub-PassauerHütte.jpg

    Schön ist es hier, auch ohne Sonne, und zudem sehr still, da außer uns weit und breit niemand anderer unterwegs ist.
    016-Almflora-Karstgelände.jpg

    Schemenhaft tauchen aus dem Nebel vor uns Fahnenköpfl und Mitterspitze auf. Die beiden unmittelbar benachbarten Gipfel östlich der Passauer Hütte sind für viele sicher das erste Ziel in der Region, sind sie doch durch zwei anspruchsvolle Klettersteige und eine Vielzahl von Kletterrouten unterschiedlicher Schwierigkeit erschlossen.
    017-Hochgrub-Fahnenköpfl.jpg

    In der Mittagsscharte ganz knapp unter der Hütte treffen wir auf den - kürzeren, aber in Summe steileren - Südanstieg von Leogang. Einen ersten Eindruck davon, wie hoch über den Tälern wir bereits stehen, lassen die umhertanzenden Nebelfetzen durchaus zu.
    023-TiefblickLeogang.jpg

    Nur mehr wenige Schritte sind es nun zur Passauer Hütte, dem einzigen Stützpunkt in den Leoganger Steinbergen, in 2051m Höhe. Seit 2012 wurde die Hütte in mehreren Etappen vergrößert und modernisiert.
    021-PassauerHütte.jpg

    Natürlich gibt es auf der Hütte einen Hund - namens Bazi -, und auch die umherstreunende Katze hat uns wenig überrascht. Erstaunlicher ist da in dieser Seehöhe schon ein weiteres Haustier. Eigentlich wären es ja zwei, erzählt die Pächterin, aber das zweite Hendl widme sich zur Zeit dem Brüten. So verbringt nur eines von ihnen etliche Stunden vor der Hütte und lässt dabei immer wieder die unverwechselbaren Laute hören...
    022-Hüttenhendl.jpg
    Zuletzt geändert von Wolfgang A.; 08.08.2016, 18:15.
    Lg, Wolfgang


    Für mich ist Dankbarkeit ein Weg,
    der sowohl für den Einzelnen
    wie für die Welt zukunftsweisend ist.
    (David Steindl-Rast)


  • #2
    AW: Drei Tage in den Leoganger Steinbergen, mit Birnhorn (2634m) / 28.07. - 30.07.2016

    Schon bei unserer Hüttenankunft hatten wir den Eindruck, dass die Nebelbänke eher wieder dicker würden. Und tatsächlich beginnt es bald danach für einige Stunden leicht bis mäßig zu regnen. In der Hütte ist es allerdings sehr gemütlich, und sie ist zudem keineswegs voll belegt, und so lässt sich der Nachmittag sehr angenehm verbringen. Erst am frühen Abend heben sich die Nebel wieder etwas und lassen diesen Blick zu Fahnenköpfl und Mitterspitze zu.
    025-Fahnenköpfl-BerchtesgadenerAlpen.jpg

    Es ist bereits knapp nach 20 Uhr, wir haben längst zu Abend gegessen, da geht der Ruf durch den Gastraum, dass die Sonne doch noch einmal heraus komme. Natürlich sind etliche Gäste mit ihrem Fotoapparat rasch draußen. Ich lichte als erstes den Blick zur Reiteralpe im Nordnordosten ab, den ich am heutigen Tag sicher nicht mehr so frei erwartet hätte.
    028-Reiteralpe.jpg

    Etwas weiter stehen gleich drei besonders markante Gipfel bzw. Stöcke der Berchtesgadener Alpen, die von den Steinbergen aus im Abendlicht stets besonders gut zur Geltung kommen. Von links nach rechts: Hochkalter-Stock (genau genommen die Hocheisspitze an der Staatsgrenze; der Hauptgipfel ist drei Kilometer dahinter) - Watzmann - Großer Hundstod.
    029-HochkalterWatzmann.jpg

    Ein Zoom zum Hochkalter-Stock: Kammerlinghorn und Hocheisspitze vom Nebel umspielt; rechts das vorgelagerte Alpelhorn.
    031-ZoomKammerlinghornAlpelhorn.jpg

    Auch in den Blick zum Saalfeldener Becken, vorbei an den Südwänden des Fahnenköpfls, mischt die Abendsonne nun ein paar zusätzliche Farben.
    036-FahnenköpflSaalfelden.jpg

    Aber gleich zurück zu den Berchtesgadener Alpen, und wieder das Teleobjektiv angelegt, denn dort zeigt der Watzmann mit allen drei Gipfeln nun ein besonderes Bild: kräftige Rottöne und ein paar hübsche kleine Wolken zum Ausschmücken.
    039-ZoomWatzmann.jpg

    Alle Berchtesgadener Gipfel nochmals im Abendlicht. Was für ein tolles Schauspiel am Ende eines fast zur Gänze trüben Tages! Maximal fünfzehn Minuten und doch lang genug, um die Erinnerung an diesen Tag zu prägen.
    042-AbendstimmungBerchtesgadenerAlpen.jpg

    Zwanzig Minuten später: Es scheint so, als würden die Talnebel um Saalfelden sich ausbreiten.
    046-BlickSaalfelden.jpg

    Selbst den Watzmann erreichen die letzten Sonnenstrahlen mittlerweile nicht mehr, sehr wohl aber die stattlichen Quellwolken hinter ihm.
    048-AlpelhornWatzmann-Abendrot.jpg

    Die großartigen Abendimpressionen zwischen 20 und 21 Uhr stärken natürlich auch unsere Vorfreude auf den nächsten Tag.
    Teilweise noch bewölkt, aber fast komplett trocken, lautet der Tenor der Vorhersagen.
    Zuletzt geändert von Wolfgang A.; 10.08.2016, 09:11.
    Lg, Wolfgang


    Für mich ist Dankbarkeit ein Weg,
    der sowohl für den Einzelnen
    wie für die Welt zukunftsweisend ist.
    (David Steindl-Rast)

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    • #3
      AW: Drei Tage in den Leoganger Steinbergen, mit Birnhorn (2634m) / 28.07. - 30.07.2016

      29.07.2016

      Der Blick aus den Fenstern am Freitag Morgen zeigt zunächst das, was wir erwartet haben: Nebel im Tal und freundliches Wetter Richtung Osten. Was uns weniger gefällt, sind die kompakten Wolkenbänke, die von Westen/Nordwesten erneut aufziehen. Stimmungsvoll ist der Blick nach Osten bis zu den Schladminger und Radstädter Tauern aber allemal.
      051-Morgenstimmung-BlickOsten.jpg

      Knapp nach dem Frühstück beginnt es leider wieder leicht zu regnen. Bei diesen Bedingungen zum Birnhorn aufzubrechen, wäre wenig sinnvoll; zum Glück erfordert die Tour ohnehin keinen ganzen Tag. So warten wir etwa zwei weitere Stunden in der Passauer Hütte, bis die Schichtwolken wieder Tendenzen zum Auflockern zeigen. Natürlich hängt nun erneut einiger Dunst herum: am Fahnenköpfl gleich östlich der Hütte immerhin recht fotogen.
      053-PassauerHütte-Fahnenköpfl.jpg

      Nun geht es aber wirklich auf das Birnhorn. Der Weg quert zunächst den oberen Teil der Hochgrub: insgesamt nur mäßig steigend, in der zunehmend wilden Karstlandschaft aber mit einigem kleinräumigen Auf und Ab.
      056-Karstgelände.jpg

      Vor uns lässt sich zwischen Nebelbänken das Kuchelhorn erahnen. Etwas weiter links wartet als Nächstes nun die versicherte Steilstufe hinauf zum Sattel der Kuchelnieder auf uns.
      057-Hochgrub-Kuchelhorn.jpg

      Vor dem felsigen Abschnitt steigen wir einen steilen Schutthang zum Einstieg hinauf, knapp neben einem stattlichen Altschneefeld. Die klettersteigartig ausgebaute Route wurde erst vor einigen Jahren angelegt; früher führte ein "alpiner Steig" etwas weiter links hinauf. Der Steig quert zu Beginn das gut erkennbare Band etwas oberhalb der Bildmitte. Gleich danach folgt die Schlüsselstelle: ein steiler, 5-6 Meter hoher Kamin, dessen Schwierigkeitsgrad wir mit B einstufen.
      059-AnstiegSchuttfeld.jpg

      Von der Kuchelnieder zieht der Kamm fast exakt nach Süden zum nochmals um 200 Meter höheren Birnhorn. Der Normalanstieg verläuft durchwegs auf Bändern westlich des Kamms. Der Großteil der Strecke ist seilversichert, und nur beim Wechsel auf ein höheres Band sind ein paar Schritte manchmal unmittelbar ausgesetzt. Aber eine wilde Gebirgslandschaft ist es natürlich schon!
      066-AnstiegBirnhorn-Klaus.jpg

      Wir sehen nun auch nach Westen ins Ebersbergkar hinunter - ein weiteres ausgedehntes, stark verkarstetes Kar. Die zahlreichen Zelte haben uns zunächst überrascht. Später klärt sich, wem sie gehören: einer Gruppe von polnischen Höhlenforschern, die dort zwei Wochen Untersuchungen vornehmen. In über 2200m Höhe befindet sich im Kar der höchste bisher entdeckte Eingang eines Schachts, der über viele Zwischenstationen bis zur Lamprechtshöhle 1600 Meter tiefer im Saalachtal führt. An der Erkundung des verzweigten Höhlensystems - nach derzeitigem Wissensstand des ausgedehntesten im Bundesland Salzburg - waren polnische Forscher bereits mehrfach maßgeblich beteiligt.
      063-Ebersbergkar-ZelteHöhlenforscher.jpg

      Blick über das oberste Ebersbergkar mit den beiden Scharleithörnern rechts. Erstaunlich ist, wie viel Schnee sich in dem verkarsteten Kar bis Ende Juli halten kann!
      068-Ebersbergkar-Scharleithörner.jpg

      Das besonders lange und breite Band in der oberen Bildhälfte führt bereits bis knapp unter den Gipfel des Birnhorns.
      071-SchlussanstiegBirnhorn.jpg

      Zum Größenvergleich ein Bildausschnitt: Klaus (knapp 190cm ) unterwegs auf dem Band.
      071-Ausschnitt.jpg

      Knapp vor dem Ausstieg begegnen mir zwei tschechische Bergsteiger, wie der freundliche Gruß "Ahoj!" gleich erkennen lässt. Ich fotografiere sie im beginnenden Abstieg. Das Band ist z.T. mehr als fünf Meter breit, aber im obersten Teil recht steil. Und auch aufgrund der reichlichen Schuttauflage bietet das Seil speziell im Abstieg eine willkommene Erleichterung.
      072-TschechenimAbstieg.jpg
      Zuletzt geändert von Wolfgang A.; 08.08.2016, 18:21.
      Lg, Wolfgang


      Für mich ist Dankbarkeit ein Weg,
      der sowohl für den Einzelnen
      wie für die Welt zukunftsweisend ist.
      (David Steindl-Rast)

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      • #4
        AW: Drei Tage in den Leoganger Steinbergen, mit Birnhorn (2634m) / 28.07. - 30.07.2016

        Wenige Minuten danach stehen wir schließlich beim Kreuz auf dem Birnhorn in 2634m Höhe, bei raschem Wechsel von Nebel und kürzeren Sonnenfenstern.
        075-BirnhornGipfelkreuz.jpg

        Ein komplettes Panorama bietet uns der Tag nicht, Eindrücke der umgebenden Gebirgslandschaft aber sehr wohl. Beim Blick nach Südwesten sind wieder die Scharleithörner zu sehen, hinter denen sich die steile Südflanke der Leoganger Steinberge ahnen lässt.
        076-Scharleithörner-Wolkenstimmung.jpg

        Im Norden erkennen wir etwa in der Bildmitte den Sattel der Kuchelnieder, rechts darüber das Kuchelhorn, links das Ebersbergkar.
        077-Ebersbergkar-Kuchelhorn.jpg

        Wenige Meter unter dem Kreuz befindet sich eine Rastbank. Der Platz ist weitgehend windgeschützt, und zudem sind wir (zwischen 13.30 und 14.00 Uhr) ganz alleine hier. So verbringen wir gut eine halbe Stunde auf dem höchsten der Steinberge. In mehrfacher Hinsicht fühle ich mich stark an unsere Tour auf den Grintovec vor drei Jahren erinnert: von der Karstlandschaft über den Charakter des Anstiegs mit seinen Anforderungen bis dazu, dass wir wiederholt im Sonnenschein sitzen, aber um uns dennoch vorwiegend Wolken sehen.
        081-Wolkenstimmung-Jauzkopf.jpg

        Der Abstieg beginnt: abgesehen von dem kurzen Abstecher zum Kuchelhorn, den wir noch planen, auf der gleichen Route wie im Aufstieg.
        082-Felslandschaft-Klaus.jpg

        Unterwegs auf den oberen, seilgesicherten Bändern. Die Sonne kommt nun mehr als im Aufstieg heraus und bringt für mich die Kontraste der wilden Gebirgslandschaft noch stärker zur Geltung.
        084-Schuttband-Felslandschaft.jpg

        Im Augenblick hängt der Nebel rechts der Kuchelnieder; das Ebersbergkar vor uns ist hingegen komplett zu sehen.
        085-Ebersbergkar.jpg

        Da das Wetter stabil zu bleiben verspricht, steigen wir von der Kuchelnieder noch zum Kuchelhorn an: etwa 70 Höhenmeter auf Steigspuren, durch kleine Steinmännchen gekennzeichnet. Im Rückblick ist maximal ein Drittel des Birnhorns zu sehen. Aber wie steil die Westflanke ist, die wir auf den Bändern durchquert haben, kommt so sogar besonders gut zur Geltung.
        086-Birnhorn.jpg

        Der zweite Gipfel des Tages: das Kuchelhorn, 2507m. Das Gipfelkreuz wurde erst vor wenigen Jahren auf Initiative der Pächter der Passauer Hütte aufgestellt.
        087-Kuchelhorn-Gipfelkreuz.jpg

        Für heute scheint es bei dieser Teilansicht des Birnhorns zu bleiben. Da sie sehr fotogen ist, habe ich damit kein größeres Problem.
        089-Birnhorn.jpg

        Ein Blick Richtung Osten bis Südosten: etwas rechts über der Bildmitte (nicht sehr deutlich zu erkennen) die Passauer Hütte, links darüber Mitterspitze und Mitterhorn. Als willkommenen Kontrast lassen die Nebelbänke auch einen Ausschnitt des Talbeckens von Saalfelden frei.
        092-BlickPassauerHütte-Saalfelden.jpg

        Fast von der Kuchelnieder ein Rückblick zum Kuchelhorn. Der Anstieg ist entgegen dem Augenschein eigentlich ganz unschwierig und verläuft zumeist knapp westlich (=in Blickrichtung links) des Kamms.
        093-Kuchelhorn.jpg

        Der Abstieg über den Klettersteigabschnitt, das steile Schuttfeld und ein paar kleine Restschneefelder erfordern nochmals unsere Konzentration. Im Karstgelände danach überwiegt dann mehr und mehr das Gefühl, die Route des Tages bereits bewältigt zu haben.
        096-Karstlandschaft.jpg

        Die Passauer Hütte kommt wieder in Sicht, wobei erst knapp über ihr stärker das Grün zwischen die Felsen der Steinberge tritt.
        Insgesamt kein Tag mit freiem Panorama, aber einer mit stabilen Bedingungen, an dem wir uns Zeit lassen und intensive Eindrücke der Gipfelregion der Steinberge gewinnen konnten.
        098-Passauerhütte.jpg
        Zuletzt geändert von Wolfgang A.; 08.08.2016, 18:26.
        Lg, Wolfgang


        Für mich ist Dankbarkeit ein Weg,
        der sowohl für den Einzelnen
        wie für die Welt zukunftsweisend ist.
        (David Steindl-Rast)

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        • #5
          AW: Drei Tage in den Leoganger Steinbergen, mit Birnhorn (2634m) / 28.07. - 30.07.2016

          Nach dem Ausruhen von der Tour und dem Abendessen wird die Frage aktuell, welche Vorstellung das Abendkino heute bieten könnte.
          Der Beginn etwas nach 19 Uhr ist schon einmal nicht schlecht: das Becken von Saalfelden vor den sanften Dientener Bergen komplett in der Sonne.
          100-TiefblickSaalfelden.jpg

          Die Quellwolken haben sich zum größeren Teil aufgelöst, und die noch übrig sind, hängen sehr fotogen an den hohen Bergstöcken.
          Der bereits bekannte Blick zu den Berchtesgadener Gipfeln.
          101-BerchtesgadenerAlpen.jpg

          Die Wolken ziehen bzw. hängen anders als gestern, aber Kammerlinghorn und Hocheisspitze bieten auch heute ein (mindestens) ebenso attraktives Bild.
          103-ZoomHocheisspitzeAlpelhorn.jpg

          Fahnenköpfl und Mitterspitze einmal komplett nebelfrei.
          106-Fahnenköpfl.jpg

          Die Hauptvorstellung beginnt aber auch heute erst nach 20 Uhr: der rötlich gefärbte Watzmann, von harmlosen Wolken umspielt.
          109-ZoomWatzmann.jpg

          Da nutze ich gern den maximalen Zoom, um das Leuchten der Felsen am Großen Hundstod abzubilden. Es fehlen einem schon wieder die angemessenen Worte für dieses Schauspiel!
          Über die schon fast komplett im Schatten gelegene Südflanke (rechts) führt übrigens der Normalanstieg vom Ingolstädter Haus hinauf.
          110-ZoomGroßerHundstod.jpg

          Hochkalterstock, Watzmann und Großer Hundstod: Einmal muss es noch sein, ein Panorama dieser Art sehe ich immerhin nicht so oft!
          112-BerchtesgadenerAlpen.jpg

          Eine Stunde später nochmals ein Blick auf Saalfelden, bereits in der Abenddämmerung. Lediglich die Hohen Tauern im Süden sind von Wolken verdeckt geblieben - aber wer weiß, vielleicht ändert sich auch das bis morgen in der Früh noch?
          113-SaalfeldenAbenddämmerung.jpg
          Zuletzt geändert von Wolfgang A.; 08.08.2016, 18:28.
          Lg, Wolfgang


          Für mich ist Dankbarkeit ein Weg,
          der sowohl für den Einzelnen
          wie für die Welt zukunftsweisend ist.
          (David Steindl-Rast)

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          • #6
            AW: Drei Tage in den Leoganger Steinbergen, mit Birnhorn (2634m) / 28.07. - 30.07.2016

            Es wurde Abend und es wurde Morgen: dritter Tag.
            30.07.2016

            Schon vom Lager aus war zu erkennen, was uns dieser Tag schenkt:
            einen wolkenlosen Morgen und einen entsprechenden Blick zur Kuchelnieder sowie zum Kuchelhorn.
            114-KuchelniederKuchelhorn.jpg

            Und nicht nur das: Über den Morgennebeln im Tal von Leogang und den östlichen Ausläufern der Kitzbüheler Alpen steht heute in all ihrer Schönheit und ohne jede Wolke die Glocknergruppe.
            45 Kilometer beträgt die Distanz zum Glockner, aber in der klaren Luft ist er wunderbar plastisch zu sehen.
            Bei solchen Bedingungen lässt sich die ungewöhnlich aussichtsreiche Lage der Passauer Hütte natürlich besonders genießen.
            115-Morgennebel-Glocknergruppe.jpg

            Morgennebel auch über Saalfelden und Maria Alm. Und am Horizont eine kaum zählbare Menge an Gipfeln: von den Schladminger und den Radstädter Tauern über die Hafnergruppe bis zu Hochalmspitze und Ankogel ganz rechts.
            117-SaalfeldenMorgennebel-Tauern.jpg

            Nach dem Frühstück haben sich die Talnebel bereits weitgehend aufgelöst, aber der Blick zu den Hohen Tauern begeistert auch in dieser Variante.
            118-LeogangMorgennebel-Glocknergruppe.jpg

            Natürlich wollen wir die guten Bedingungen dafür nützen, vor dem Abstieg noch zum Melkerloch und auf den Hochzint zu gehen. Wobei selbst an diesem herrlichen Tag bald bereits wieder Nebelbänke am Birnhorn und Kuchelhorn hängen.
            121-Hochgrub-Kuchelhorn.jpg

            Vom Zintschartl aus bilden der nahe gelegene Hochzint und die Hohen Tauern im Hintergrund einen sehenswerten Kontrast.
            122-Hochzint-BlickHoheTauern.jpg

            Zuerst jedoch gehen wir über ein kurzes südseitiges Band zum Melkerloch. Von hier aus öffnet sich nun auch ein umfassender Blick Richtung Südwesten mit dem beherrschenden Großvenediger links der Bildmitte.
            124-BlickKitzbühelerAlpen-Venedigergruppe.jpg

            Aber auch für die Glocknergruppe bietet dieser Platz den perfekten Vordergrund. Die kleinen Wölkchen, die an ihr hängen und auch den Großglockner selbst einhüllen, machen den Anblick fast noch sehenswerter.
            128-BlickGlocknergruppe.jpg

            126-ZoomGroßglockner.jpg

            In der Höhle stehend bietet sich über die Hochgrub ein weiterer schöner Blick zu den Berchtesgadener Alpen.
            130-Melkerloch-BlickHochgrub-BerchtesgA.jpg

            Das Melkerloch von der Nordseite. Ab hier würde der Hofersteig durch die oberste Südwand auf das Birnhorn weiter führen.
            Der Name "Melkerloch" hat übrigens natürlich nichts mit der Stadt und dem Stift in Niederösterreich zu tun, sondern mit dem Melken. Sagen erzählen, dass der Teufel einen übermütigen Melker, der in der guten Milch gebadet hat, durch dieses Loch mit sich gerissen hat. Nicht zufällig gibt es ja auch ähnliche Höhlen, die Teufelsloch heißen.
            131-Melkerloch.jpg

            Zurück auf dem südseitigen Band gefällt mir die Silhouette des gewaltigen Hochkönigstocks im Osten so gut, dass ich sie mit dem Teleobjektiv fotografiere.
            133-ZoomHochkönig.jpg
            Zuletzt geändert von Wolfgang A.; 08.08.2016, 18:34.
            Lg, Wolfgang


            Für mich ist Dankbarkeit ein Weg,
            der sowohl für den Einzelnen
            wie für die Welt zukunftsweisend ist.
            (David Steindl-Rast)

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            • #7
              AW: Drei Tage in den Leoganger Steinbergen, mit Birnhorn (2634m) / 28.07. - 30.07.2016

              Zur abschließenden Krönung steigen wir über ein paar kurze Felsstufen noch auf den Gipfel des Hochzint, 2246m.
              Ein Platz, der heute wie geschaffen für den Landschaftsgenießer ist.
              135-HochzintGipfelkreuz-Wolfgang.jpg

              Schon ist zu erkennen, wie die Quellwolken wieder dicker werden. Aber noch überragt sie der Großvenediger auf äußerst fotogene Weise!
              138-ZoomGroßvenediger.jpg

              Einmal noch: Hochkalterstock, Watzmann und Großer Hundstod. Diese Perspektive macht die tiefen Taleinschnitte dazwischen besonders gut sichtbar.
              140-BlickHochkalterstock-Watzmann-GrHundstod.jpg

              Blick über die oberste Hochgrub zum Kuchelhorn und Dürrkarhorn. Eine Szenerie, die den Namen "Steinberge" höchst plausibel macht.
              139-Hochgrub-Kuchelhorn.jpg

              Dieser Blick in die Südwand des Birnhorns ist fast die linke Fortsetzung der letzten Aufnahme. Über die Schuttrampe rechts unten führt der Hofersteig in diese Wand und folgt dann einer Reihe von Bändern, bis er knapp unter dem Gipfel auf den Anstieg von der Kuchelnieder trifft. Angesichts dieser Szenerie glaubt man kaum, dass er - meist beim Wechsel zwischen den Bändern - den ersten Schwierigkeitsgrad nicht übersteigt. Allerdings erfordert er natürlich absolute Sicherheit beim Gehen in so exponiertem Gelände.
              143-BirnhornSüdwand.jpg

              Eine letzte Rast auf der südseitigen Hüttenterrasse vor dem Abstieg ins Saalachtal, mit dem Hochzint nochmals im Hintergrund.
              Ich wollte Hüttenwirtin Evelyn gar nicht gezielt fotografieren, sie rannte mir (rechts) eher ins Bild. Wegen der voll belegten Hütte in der kommenden Nacht von Samstag auf Sonntag ist viel vorzubereiten. Gemeinsam mit ihrem Mann Michael führt Evelyn die Hütte ganz ausgezeichnet.
              145-PassauerHütte-Hochzint.jpg

              Noch ein allerletzter Blick zum Großglockner, auch hier zwischen bereits größer werdenden Quellwolken. An diese Aussicht werde ich mich gewiss länger erinnern.
              147-ZoomGroßglocknerKitzsteinhorn.jpg

              Dann wird es endgültig Zeit für den Abstieg. In der Hochgrub leuchtet heute die Almflora im Sonnenschein so richtig - nach den zuletzt vorherrschenden Felseindrücken ein besonders anregender Anblick. Und im Hintergrund grüßen nach wie vor die markanten Stöcke der Berchtesgadener Alpen: die Reiteralpe...
              149-Hochgrub-Reiteralpe.jpg

              ...sowie Hochkalterstock und Watzmann.
              150-BlickKallbrunnalm-HochkalterstockWatzmann.jpg

              Ein steilerer Wegabschnitt bringt uns bereits in bewaldetes Gelände. Die Hochgrubhütte (eine Jagdhütte) bietet sich sehr für eine kurze Rast an, zumal sich gleich daneben die einzige Quelle entlang des Weges befindet.
              154-Hochgrubhütte.jpg

              Dann auf die Sandstraße und schließlich über die Kehren des Pfannsteigs noch den steilen Hang zum Saalachtal hinunter, wo wir gegen 14 Uhr etwas müde, aber sehr zufrieden wieder eintreffen.
              157-TiefblickSaalachtal.jpg
              Zuletzt geändert von Wolfgang A.; 10.08.2016, 09:20.
              Lg, Wolfgang


              Für mich ist Dankbarkeit ein Weg,
              der sowohl für den Einzelnen
              wie für die Welt zukunftsweisend ist.
              (David Steindl-Rast)

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              • #8
                AW: Drei Tage in den Leoganger Steinbergen, mit Birnhorn (2634m) / 28.07. - 30.07.2016

                Informationen zu den Leoganger Steinbergen

                Passauer Hütte
                Die Hütte der gleichnamigen DAV-Sektion ist der einzige bewirtschaftete Stützpunkt in den Leoganger Steinbergen. Die Hütte steht in 2051m in sensationell aussichtsreicher Lage zwischen Hochzint im Westen sowie Fahnenköpfl und Mitterspitze im Osten.
                In den letzten Jahren wurde die Hütte mehrfach erweitert und modernisiert und verfügt nun u.a. über einen geräumigen Trockenraum. Mit 38 regulären Lagerplätzen sind die Nächtigungsmöglichkeiten aber nach wie vor begrenzt; speziell vor Wochenenden empfehlen sich daher eine telefonische Anfrage und eine Vorreservierung.
                Die Pächterin Evelyn ist mit viel Engagement und zugleich Herzlichkeit am Werk. Wir haben uns in den zwei Tagen auf der Hütte ausgesprochen wohl gefühlt.
                http://passauer-huette.de/

                Hüttenzustiege
                Der komplette Anstieg vom Parkplatz Diesbach im Saalachtal ist sehr lang (fast 1400 Höhenmeter). Mit fünf Stunden ist die Zeit aber doch etwas zu großzügig angegeben; etwas über vier Stunden sollten auch bei moderatem Tempo ausreichen.
                Am Mittwoch sowie von Freitag bis Sonntag kann man im Hochsommer zweimal pro Tag das Almwandertaxi des Naturparks Weißbach nützen und sich zum Parkplatz in ca. 1350m Höhe bringen lassen. Damit verkürzt sich der Anstieg auf etwa die Hälfte der Zeit. Fahrten an weiteren Wochentagen sind lediglich für größere Gruppen möglich. (Wir haben uns erkundigt, da wir ja am Donnerstag aufgestiegen sind.)
                http://www.naturpark-weissbach.at/na.../almwandertaxi

                Der südseitige Zustieg von Leogang ist kürzer, aber im Durchschnitt steiler und etwas anspruchsvoller (versicherte Abschnitte im oberen Teil). Wegen der ausgeprägten Südlage ist vor allem im Hochsommer ein zeitiger Aufbruch empfehlenswert.

                Steige im Gebirgsstock

                Zintscharte – Hochzint
                Von der Passauer Hütte aus in etwa 40 Minuten zu erreichen. Im oberen Teil sind einige kleine Felsstufen zu überwinden (Schwierigkeitsgrad 1 käme wohl hin).

                Kuchelnieder – Birnhorn
                Der erst vor einigen Jahren angelegte neue Steig zur Kuchelnieder überwindet die etwa 70 Höhenmeter der Steilstufe im Stil eines Klettersteigs. Schwierigkeitsgrad A (auf der Tafel vor dem oberen Einstieg) ist allerdings eindeutig zu gering bemessen.
                061-TafelKlettersteig.jpg
                Csaba Szépfalusi bewertet den Abschnitt in seinem Klettersteig-Guide mit A-B. Die Schlüsselstelle, ein etwa 5-6 hoher Kamin nahe dem unteren Einstieg, verdient nach unserer übereinstimmenden Einschätzung allerdings eine Einstufung mit B. Der Satz im Wikipedia-Artikel zum Birnhorn trifft es daher am besten: "Unterhalb der Kuchelnieder ist inzwischen ein Klettersteig (Schwierigkeit B) angelegt, der nun beste Sicherungen bietet." Bitte speziell im Abstieg nicht unterschätzen!
                https://de.wikipedia.org/wiki/Birnhorn
                Der Steig von der Kuchelnieder zum Birnhorn durch die Westflanke folgt fast zur Gänze Bändern und ist größtenteils seilversichert. Etwas ausgesetzt sind nur einige Schritte im Wechsel zum nächsten Band; zudem sind die Bänder oft etliche Meter breit. Das Seil ist wegen viel Geröll auf den Bändern aber speziell im Abstieg über steilere Passagen durchaus hilfreich. Nichts für Leute mit Höhenangst, aber keine nennenswerten technischen Schwierigkeiten.

                Hofersteig durch die Südwand
                Der traditionsreiche, bereits 1880 fertig gestellte Steig wird bevorzugt im Aufstieg gegangen. Schwierigkeitsgrad 1 wird nach den Beschreibungen nicht überstiegen, allerdings fehlen im Gegensatz zum Nordaufstieg bis auf einige Metallstifte auch zwischen den Bändern zusätzliche Sicherungen. Trittsicherheit und Erfahrung in exponiertem Gelände scheinen mir daher eine Grundvoraussetzung, um den Steig gut zu bewältigen.

                Beide Anstiege können bis etwa Mitte Juli (deutlich) anspruchsvoller sein, wenn sich an ausgesetzten Stellen noch Restschnee hält. Besser daher erst ab dem mittleren Sommer!

                Kuchelhorn
                Die 70 Höhenmeter ab der Kuchelnieder werden meist knapp westlich des Grates (=in Aufstiegsrichtung links) bewältigt. Angesichts des Geländes erstaunlich unschwierig: weder besonders ausgesetzt noch unangenehme Einzelschritte. Wegspuren und einige Steinmännchen erleichtern die Routenfindung.


                Persönliches Fazit

                Die Leoganger Steinberge sind ein wuchtiger, verkarsteter Gebirgsstock mit hochalpinem Charakter in der Gipfelregion. Im Vergleich zu Nachbargruppen wie den Berchtesgadener Alpen oder dem Kaisergebirge scheinen sie trotz aller starken Landschaftseindrücke vergleichsweise weniger besucht zu werden, was für das eigene Erleben ja viele Vorteile hat.

                Im bisher so wechselhaften Sommer 2016 musste man an drei Tagen im Gebirge fast zwangsläufig auch jede Menge Wolken sehen, wie meine Fotos ja belegen. Oft sind solche Impressionen sehr stimmungsvoll. Wegen der eingeschränkten Rundsicht vom Gipfel des Birnhorns bin ich gar nicht enttäuscht. Mit Ausnahme des Blicks Richtung Westen bis Nordwesten konnten wir alles vom Hochzint oder auch direkt der Passauer Hütte aus sehen. Und sowohl das Farbenschauspiel an den beiden Abenden als auch die Morgenstimmung am Samstag hätten kaum noch schöner sein können.

                Die Anforderungen der Routen haben für mich genau gepasst: im positiven Sinn anregend, ohne zu große Schwierigkeiten zu bieten.

                So bin ich froh und dankbar, dass ich eine für mich ganz neue Gebirgsgruppe kennen lernen konnte. Die prägende Erinnerung wird sicher nicht bleiben, dass wir kurzfristig noch ein Ersatzziel finden konnten, sondern dass ich in den Leoganger Steinbergen drei Tage mit vielen tollen Eindrücken verbringen konnte.
                Zuletzt geändert von Wolfgang A.; 09.08.2016, 11:14.
                Lg, Wolfgang


                Für mich ist Dankbarkeit ein Weg,
                der sowohl für den Einzelnen
                wie für die Welt zukunftsweisend ist.
                (David Steindl-Rast)

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                • #9
                  AW: Drei Tage in den Leoganger Steinbergen, mit Birnhorn (2634m) / 28.07. - 30.07.2016

                  Servus Wolfgang,

                  ein herrlicher Bericht mit "landschaftsgenießen" in Reinkultur!
                  Die Steinberge sind super!

                  LG, Günter
                  http://brothersberge.blogspot.co.at

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                  • #10
                    AW: Drei Tage in den Leoganger Steinbergen, mit Birnhorn (2634m) / 28.07. - 30.07.2016

                    Griasdi Wolfgang!

                    Klein ist die Welt Ich bin am 28.7. ebenfalls auf der Passauer Hütte gewesen. Meine Frau und ich haben am Nachbartisch Karten gespielt ...

                    Wir sind dann über den Hochzint, dem Melker Loch über den Südanstieg aufs Birnhorn. Hinunter gings über's Ritzenkar, welches ich landschaftlich nur empfehlen kann.

                    Danke für die Erinnerung an diese schöne Tour.

                    LG
                    Christoph
                    A poar Höhnmeta san oiwei nu gonga.

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                    • #11
                      AW: Drei Tage in den Leoganger Steinbergen, mit Birnhorn (2634m) / 28.07. - 30.07.2016

                      Vielen Dank für diesen wunderbaren und ausführlichen Bericht! Völlig zu unrecht gehen die Leoganger oftmals im Glanze der "großen" Nachbarn unter. Wunderschöne Gegend und von Dir perfekt in Szene gesetzt!

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                      • #12
                        AW: Drei Tage in den Leoganger Steinbergen, mit Birnhorn (2634m) / 28.07. - 30.07.2016

                        Herrliche Eindrücke ...da werden schöne Erinnerungen in mir wach - Danke!

                        Gratuliere euch zur feinen Zeit in den Stoabergen :up:

                        lG Martin
                        Leuchtende Tage - nicht weinen, dass sie vergangen, sondern lächeln, dass sie gewesen!

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                        • #13
                          AW: Drei Tage in den Leoganger Steinbergen, mit Birnhorn (2634m) / 28.07. - 30.07.2016

                          Ein wunderbarer Einblick in diese Gebirgsgruppe, Wolfgang.
                          Vielen Dank für die Präsentation mit einem Mix aus stimmungsvollen Bildern und wissenswerten Fakten.

                          :up:


                          L.G. Manfred

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                          • #14
                            Grossartiger Bericht. Danke für die vielen Bilder und die ausführliche Beschreibung.


                            Gesendet von meinem SM-G388F mit Tapatalk
                            www.waldrauschen.at

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                            • #15
                              AW: Drei Tage in den Leoganger Steinbergen, mit Birnhorn (2634m) / 28.07. - 30.07.2016

                              Ein sehr informativer Bericht, der mir - wie an anderer Stelle schon geschrieben - einiges Neues zeigt. Es freut mich, dass dein Fazit so positiv ausfallen konnte.
                              "Glück, das kann schon sein: man hat es fast hinter sich und einen Schluck Wasser noch dazu." (Malte Roeper)

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