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Regelwerk für die Benutzung des Forums Gipfeltreffen

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Änderungen von Beiträgen werden - soweit irgend möglich – unter Angabe des Änderungsgrundes gekennzeichnet. Eingriffe, die den Sinn eines Beitrags verändern, werden nicht vorgenommen. Für die geänderten Teile eines Beitrags haftet der ursprüngliche Ersteller nicht.

Wer etwas gegen das aktive Handeln der Moderatoren/-innen vorzubringen hat, kann dies sachlich, mit konkretem Bezug und zeitnah (innerhalb von 6 Wochen ab Anlass) im Unterforum "Zum Forum/Moderation..." darlegen. In allen anderen Foren werden solche Postings im Sinne der Thementreue der Beiträge kommentarlos gelöscht. Bloßes „Mod-Bashing“ führt zu einer sofortigen Sperre.

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Ein übermäßiges Ausnutzen der Signatur ist unerwünscht. Diese sollte vor allem eine maßvolle Größe haben. Nicht mit der Forumsleitung abgesprochene Werbung (für kommerzielle Angebote), Beleidigungen oder Anspielungen in der Signatur oder dem Profiltext werden nicht toleriert.

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11) Regelwidriges Verhalten

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Wer gegen geltendes Recht verstößt, wird im Ernstfall von uns zur Anzeige gebracht.

12) Information

Die Forumsbetreiber behalten sich das Recht vor,
- alle registrierten User/-innen in unregelmäßigen Abständen über Themen rund um das Bergsteigen, alpiner Sicherheit, Risikomanagement und Weiterbildung per Mail zu informieren und
- dieses Regelwerk jederzeit abzuändern.

13) Nutzung von hochgeladenen Anhängen

Die User/-innen stellen den Forenbetreibern die eingestellten Bilder sowie sonstige Anhänge zur Nutzung im Forum zur Verfügung. Eine darüber hinaus gehende Nutzung der eingestellten Bilder und sonstigen Anhänge durch die Forenbetreiber erfolgt nicht.
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WICHTIG - BITTE BEACHTEN!!!

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Presanella Nordwand - 27.-31.Oktober 2017

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  • #16
    Auch wenn ich leider gerade nicht die Zeit hatte, alles zu lesen, bin ich jetzt schon zutiefst beeindruckt!!!
    Sehr schöne Bilder! Danke!

    Kommentar


    • #17
      Wieder einmal sehr packend geschrieben. Irgendwie bin ich ganz froh im Herbst meist auf der Südseite unterwegs zu sein. Dennoch habe ich am 28.10. an einem Stand im Wind furchtbar gefroren.

      Wenn ich mir die Datumsangabe oben ansehe, dann fehlt eine Nacht (oder ich bin nach einem langen Arbeitstag zu müde vernünftig zu lesen oder zu schreiben ). Seid ihr noch einen weiteren Tag auf der Hütte geblieben?
      "Glück, das kann schon sein: man hat es fast hinter sich und einen Schluck Wasser noch dazu." (Malte Roeper)

      Kommentar


      • #18
        Gratuliere herzlich zu eurer Tour!
        Danke für den tollen Bericht, der auch wirklich packend geschrieben ist.
        So eine kleinere Fehleinschätzung des besseren Routenverlaufs – das kommt schon einmal vor. Immerhin seid ihr souverän wieder raus gekommen aus dem Verhauer.
        Im Übrigen – gut überstanden wächst man an so etwas. Wenn dir das wieder mal unterkommt, dass du so heikles Gelände mit wenigen Zwischensicherungen steigen musst, hilft dir das Wissen so etwas Ähnliches schon mal geschafft zu haben.
        Ich habe auch gestaunt, wie mager die seinerzeit so schöne Eiswand bereits aussieht, zweifellos ist sie dadurch auch anspruchsvoller geworden.
        Die Wahl der Jahreszeit passt für mich total gut, zuvor hat es Neuschnee gemacht, der hatte Zeit sich zu setzen, manchmal firnt er auch noch um.
        Wahrscheinlich hat der Sturm tatsächlich die Verhältnisse sehr verschlechtert als sie wenige Tage zuvor noch waren. Der Sturm fegt halt sehr oft den Schnee raus und dann tritt eben vor allem weiter oben sofort Blankeis zutage.
        Um diese Jahreszeit ist aber vor allem eine Gefahr gebannt, die speziell im Frühjahr bei angrenzenden Felsen nicht zu unterschätzen ist: Der Steinschlag infolge Ausaperung.
        Gut auch, dass ihr so zeitig aufgebrochen seid, so hattet ihr trotz eurer Episode noch genug Zeit für eine ordentliche Absicherung.
        Freut mich, dass euch das so schön gelungen ist!

        LG
        Zuletzt geändert von tauernfuchs; vor 2 Tagen.

        Kommentar


        • #19
          Zitat von Manfred9 Beitrag anzeigen
          Bravo!!!
          Super Tour und sehr eindrucksvoll geschildert. Da brauch ich keinen Krimi mehr zu lesen, so spannend war das.
          Das fasse ich mal als Kompliment auf. Vielen Dank Manfred
          Spannung und ein bisschen Drama sind in gewisser Weise das Salz in der Suppe eines guten Berichts. Gerade wenn die Bilder und die gezeigte Landschaft wenig Abwechslung bieten, so wie es in einer kalten, schattigen Nordwand oft der Fall ist. Was ich mir allerdings selbst immer wieder auferlege, ist das Vermeiden von künstlicher Spannung, wo in Wirklichkeit keine ist bzw. war. Fantastisch angehauchte Märchengeschichten braucht es hier im Forum schließlich nicht.
          Beim Verfassen des aktuellen Berichts war dies umzusetzen aber recht einfach: Während ich mir das Erlebte nochmal durch den Kopf gehen ließ, wurde es mir manchmal selbst zu spannend, sodass ich eher etwas weggelassen hab, als dass ich was hätte dazu dichten müssen

          Zitat von Hard85 Beitrag anzeigen
          Warum müsst du und tauernfuchs eigentlich immer im selben Monat eure großartigen Berichte schreiben? Da fällt die Wahl bei der Abstimmung dann immer so schwer...

          Genial geschrieben, sehr kurzweilig zu lesen, und natürlich eindrucksvolle Tour! Vielen Dank fürs Teilen!
          Vielen Dank für die Blumen
          Was die Abstimmung angeht, wirst du gar nicht in Verlegenheit kommen. Ich habe die Bilder dieses Mal auf einem externen Server hochgeladen. Der Grund ist ganz einfach: Wir haben nämlich vor der Tour lange nach (beispielhaften) herbstlichen Verhältnissen der Nordwand gesucht und kaum etwas gefunden. Bei Google findet man fast nur Bilder und Beschreibungen von perfekter Frühjahrs-Firnstapferei. Vielleicht findet nun jemand beim Googlen unsere Bilder und kann sich ein besseres Bild machen.

          Ohnehin hätte ich mir gegen den Tauernfuchs nur wenig Chancen ausgerechnet. Die exzellente Gesamtmischung aus Tour, Text und Bildern wird in diesem Monat (aus meiner Perspektive) wohl kaum zu schlagen sein. Wobei: Überraschungen kommen meist unerwartet

          Zitat von horridoh Beitrag anzeigen
          Auch wenn ich leider gerade nicht die Zeit hatte, alles zu lesen, bin ich jetzt schon zutiefst beeindruckt!!!
          Sehr schöne Bilder! Danke!
          Hehe und ich hatte geglaubt, allein mit den Bildern niemanden hinterm Ofen vorlocken zu können. Daher auch der viele Text
          Aber umso besser, wenn auch die Fotos gefallen. Ich selbst bin mit diesen nicht ganz zufrieden. Hatte dieses Mal ne andere Kamera dabei und kam im Eifer des Gefechts noch nicht so richtig mit der Technik klar...

          Zitat von placeboi Beitrag anzeigen
          Wieder einmal sehr packend geschrieben. Irgendwie bin ich ganz froh im Herbst meist auf der Südseite unterwegs zu sein. Dennoch habe ich am 28.10. an einem Stand im Wind furchtbar gefroren.

          Wenn ich mir die Datumsangabe oben ansehe, dann fehlt eine Nacht (oder ich bin nach einem langen Arbeitstag zu müde vernünftig zu lesen oder zu schreiben ). Seid ihr noch einen weiteren Tag auf der Hütte geblieben?
          Na so gesehen haben wir ja auch die Südseite gewählt. Zumindest was den geographischen Standort in den Alpen betrifft

          Zur Datumsangabe: Da merkt man wieder, wie genau du einen Bericht beim Lesen unter die Lupe nimmst. Hast schon ganz richtig gerechnet. Ein Tag fehlt in der Beschreibung. Am Freitag sind wir erst Nachmittags in Erfurt/Dresden losgekommen, sodass wir eine Nacht auf dem Jaufenpass eingelegt haben. Anschließend folgten 3Nächte auf der Hütte (Aufstiegstag + Sturmtag + Gipfeltag). Dienstagfrüh ging es dann pünktlich mit dem Sonnenaufgang zurück zum Parkplatz und heim.
          Zuletzt geändert von Wette; vor 3 Tagen.
          "Meine Spur ziehe ich am liebsten, wohin keine andere führt. Ich kann zurückblicken und sie beurteilen, was ich sonst nicht könnte, weil sie sich durch die vielen anderen verlieren würde.
          Auch mein Leben will ich unter Kontrolle haben. Darum gehe ich einen eigenen Weg, dem nicht jeder folgt." (Heini Holzer)

          Kommentar


          • #20
            Sehr großes Kino. Herrliche Lektüre. Ich hätte das unter Italien fast übersehen..

            but i see direct lines

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            • #21
              Zitat von Tomaselli Beitrag anzeigen
              Ich war schon lange nicht mehr in dieser Gegend und bin bei Deinen Bildern ziemlich erschrocken, wie die Eiswand in den letzten Jahren verschwunden ist. Ich habe die Tour 1982 gemacht. Da war die Presanella Nord noch eine geschlossene Eiswand ohne Felsen, nur so zum Hochlaufen....
              Gruss Thomas
              1982 ist lange her. Gibts davon noch Bilder? Ich mag den Vergleich zwischen alten und aktuellen Fotos bzw. Verhältnissen. Würde mich sehr freuen, wenn du das eine oder andere hier reinstellen würdest - vorausgesetzt natürlich, dass es nicht allzu viel Arbeit macht


              Zitat von tauernfuchs Beitrag anzeigen
              Gratuliere herzlich zu eurer Tour!
              Danke für den tollen Bericht, der auch wirklich packend geschrieben ist.
              So eine kleinere Fehleinschätzung des besseren Routenverlaufs – das kommt schon einmal vor. Immerhin seid ihr souverän wieder raus gekommen aus dem Verhauer.
              Im Übrigen – gut überstanden wächst man an so etwas. Wenn dir das wieder mal unterkommt, dass du so heikles Gelände mit wenigen Zwischensicherungen steigen musst, hilft dir das Wissen so etwas Ähnliches schon mal geschafft zu haben.
              Ich habe auch gestaunt, wie mager die seinerzeit so schöne Eiswand bereits aussieht, zweifellos ist sie dadurch auch anspruchsvoller geworden.
              Die Wahl der Jahreszeit passt für mich total gut, zuvor hat es Neuschnee gemacht, der hatte Zeit sich zu setzen, manchmal firnt er auch noch um.
              Wahrscheinlich hat der Sturm tatsächlich die Verhältnisse sehr verschlechtert als sie wenige Tage zuvor noch waren. Der Sturm fegt halt sehr oft den Schnee raus und dann tritt eben vor allem weiter sofort Blankeis zutage.
              Um diese Jahreszeit ist aber vor allem eine Gefahr gebannt, die speziell im Frühjahr bei angrenzenden Felsen nicht zu unterschätzen ist: Der Steinschlag infolge Ausaperung.
              Gut auch, dass ihr so zeitig aufgebrochen seid, so hattet ihr trotz eurer Episode noch genug Zeit für eine ordentliche Absicherung.
              Freut mich, dass euch das so schön gelungen ist!

              LG
              Danke dir Manfred für die ausführliche Rückmeldung. Ich weiß deine versierte und von zahlreichen Erfahrungen geprägte Meinung immer wieder sehr zu schätzen.
              Ich meine auch, dass man mit seinen Aufgaben wächst, solange man sich nicht völlig übernimmt. Die gewonnen Erfahrungen lass ich nun erstmal setzen und komme dann bei der nächsten Herausforderung gern drauf zurück

              Ach und weil ich es aus deinem Kommentar nicht rauslesen konnte: Bist du die klassische Nordwand auch schonmal gegangen? Oder eine andere Route an der Presanella bzw. Vermiglio?
              "Meine Spur ziehe ich am liebsten, wohin keine andere führt. Ich kann zurückblicken und sie beurteilen, was ich sonst nicht könnte, weil sie sich durch die vielen anderen verlieren würde.
              Auch mein Leben will ich unter Kontrolle haben. Darum gehe ich einen eigenen Weg, dem nicht jeder folgt." (Heini Holzer)

              Kommentar


              • #22
                Zitat von Tomaselli Beitrag anzeigen
                Da war die Presanella Nord noch eine geschlossene Eiswand ohne Felsen
                Hallo,

                so sah die Wand heuer im Sommer aus (aufgenommen am 18.7.2017 von der Viozhütte).

                P1010977-1.jpg

                Von Eis kaum eine Rede.

                Liebe Grüße
                Andreas


                Zuletzt geändert von Andreas W; vor 2 Tagen. Grund: kleiner Tippfehler

                Kommentar


                • #23
                  Zitat von Fleisch Beitrag anzeigen
                  Sehr großes Kino.


                  Gratulation zu dieser eindrucksvollen Tour.

                  LG, Günter

                  Nicht was wir erleben, sondern wie wir es empfinden, macht unser Schicksal aus.
                  (Marie von Ebner-Eschenbach)

                  Kommentar


                  • #24
                    Zitat von Wette Beitrag anzeigen
                    Ach und weil ich es aus deinem Kommentar nicht rauslesen konnte: Bist du die klassische Nordwand auch schonmal gegangen? Oder eine andere Route an der Presanella bzw. Vermiglio?
                    Nein, diese Tour bin ich nie gegangen. Die Tour ist aber ein Pause/Vanis -Eis- Klassiker.

                    Interessant, wie die Presanella-Nord anno dazumal ausgesehen hat:
                    E01Pesanella.jpg

                    Ihr habt eine völlig andere Wand begangen, oder?

                    LG

                    Kommentar


                    • #25
                      Leider habe ich in meinem Archiv nichts gefunden. Damals hatte ich noch keinen Fotoapperat, und Dias kopieren von Freunden war ja auch noch nicht so üblich. (Wenn ich damals gewusst hätte, dass ich 2017 dazu ein Foto brauche...). Aber so, wie das Bild in der Eisbibel von Vanis hatte es zumindest auch nach meinen Erinnerungen ausgesehen. Komplizierter Zustieg mit viele Spalten und eine glatte Eiswand ohne Fels bis zum Gipfel. Wir hatten schon einen Versuch ein Jahr vorher, sind aber durch die Spalten in der Nacht nicht durchgekommen. Begangen habe ich die Tour dann im August 1982.
                      Gruss Thomas
                      Gruss Thomas
                      www.segeln-und-klettern.de

                      Kommentar


                      • #26
                        Danke für die Bilder. Wow. Wie sehr sich die Nordseite der Presanella verändert hat. Tatsächlich Manfred, es wirkt als hätten wir eine ganz andere Wand begangen.
                        Besonders eindrücklich finde ich auch den Vergleich zwischen Winterbild (aus den 60ern/70ern?) und dem heutigen Zustand im Sommer. Ich hätte gedacht, dass auch im Sommer zumindest ein ganz kleiner Eisschlauch die Wand runterzieht. Ebenso interessant sind die Veränderungen in der Westwand. Der Eiswulst ist wirklich arg zusammengeschrumpft...

                        Zitat von Tomaselli Beitrag anzeigen
                        Leider habe ich in meinem Archiv nichts gefunden. Damals hatte ich noch keinen Fotoapperat, und Dias kopieren von Freunden war ja auch noch nicht so üblich. (Wenn ich damals gewusst hätte, dass ich 2017 dazu ein Foto brauche...). Gruss Thomas
                        Manchmal vergesse ich, dass sich die (Foto)-Technik erst in den vergangenen 10-20 Jahren derart rasant entwickelt hat. In den 80ern sahen die Kameras natürlich noch etwas anders aus - und haben auch einiges mehr gewogen. Selbst wenn man sich eine leisten konnte, war die Überlegung sicher doppelt groß, diese auch auf die langen Touren mitzuschleppen. Und eben mal so auf den Auslöser drücken und dann hat man 200Fotos, von denen man sich die schönsten 20-30 Stück einfach am Computer aussuchen kann, ging ja auch nicht. Umso schöner ist es, dass zumindest ein paar Bilder noch aus der "alten Zeit" existieren

                        "Meine Spur ziehe ich am liebsten, wohin keine andere führt. Ich kann zurückblicken und sie beurteilen, was ich sonst nicht könnte, weil sie sich durch die vielen anderen verlieren würde.
                        Auch mein Leben will ich unter Kontrolle haben. Darum gehe ich einen eigenen Weg, dem nicht jeder folgt." (Heini Holzer)

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                        • #27
                          Gratulation zu eurer beeindruckenden Tour!

                          Weiterführende Fragen sowie einen Gedankenaustausch zum Anstieg und seinen Anforderungen haben jene schon längst eröffnet, die selbst auf vergleichbaren Touren unterwegs sind.

                          Von mir daher eine Rückmeldung mit einem komplett anderen Fokus:
                          In deinem Text sind mir diesmal speziell die Sprünge in der Chronologie aufgefallen: Er beginnt mit der Schlüsselpassage, geht dann zum Warten und den Vorbereitungen zurück und springt schließlich ab der Schlüsselpassage wieder in die Tour selbst.
                          Sprünge solcher Art sind ja in vielen Romanen oder Erzählungen üblich (und natürlich mindestens ebenso in Filmen). Ich nehme an, sie sollen vor allem dem Steigern der Spannung dienen.
                          Mir scheint aber, man muss es auch beherrschen, in diesem Stil zu schreiben. Ansonsten wirkt das Ganze in erster Linie chaotisch, erschwert die Konzentration und lässt das Interesse schließlich erlahmen.
                          Deinen Bericht habe ich mit besonderer Spannung gelesen - vermutlich u.a. eben deshalb, weil er von der oft üblichen chronologischen Schilderung abweicht. Und ich finde, dass der Text auf seine Art ebenso von einer großen Fertigkeit zeugt wie das Bewältigen einer anspruchsvollen Route durch eine Eiswand.



                          Lg, Wolfgang


                          Für mich ist Dankbarkeit ein Weg,
                          der sowohl für den Einzelnen
                          wie für die Welt zukunftsweisend ist.
                          (David Steindl-Rast)

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                          • #28
                            Die Presanella N-Wand schaut - wie die meisten Eiswände leider auch - heutzutage traurig aus.

                            Im August 1969 war sie noch wirklich schön:

                            Presanella.jpg

                            LG, Harald
                            www.reichensteiner.at

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                            • #29
                              Tolles Bild Harald. Da sieht man doch mal ganz eindrucksvoll das Eisbollwerk der Westwand zu seinen besten Zeiten. Jetzt wird mir auch klar, warum Thomas damals Probleme mit dem spaltenreichen Zustieg hatte. Von dem bis heute vielzitierten Spaltenlabyrinth war bei uns - 35Jahre später - nicht mehr viel zu sehen. Man konnte die vergangen Ausmaße nur noch erahnen...

                              Und wie weiß die klassische Nordwand aussieht - wohlgemerkt im August. Kaum zu glauben.


                              Zitat von Wolfgang A. Beitrag anzeigen
                              Von mir daher eine Rückmeldung mit einem komplett anderen Fokus:
                              In deinem Text sind mir diesmal speziell die Sprünge in der Chronologie aufgefallen: Er beginnt mit der Schlüsselpassage, geht dann zum Warten und den Vorbereitungen zurück und springt schließlich ab der Schlüsselpassage wieder in die Tour selbst.[...] Deinen Bericht habe ich mit besonderer Spannung gelesen - vermutlich u.a. eben deshalb, weil er von der oft üblichen chronologischen Schilderung abweicht. Und ich finde, dass der Text auf seine Art ebenso von einer großen Fertigkeit zeugt wie das Bewältigen einer anspruchsvollen Route durch eine Eiswand.
                              Vielen Dank Wolfgang für die netten Worte. Da fühl ich mich aber geschmeichelt.
                              Ich hätte nicht damit gerechnet, dass jemand nochmal näher auf den Schreibstil bzw. die Gestaltung des Berichts eingeht. In der Tat wollte ich bewusst vom klassischen Aufbau weggehen und was Neues versuchen. Grundsätzlich verfolge ich ja das Vorhaben, von meinen größeren Touren nachher einen Bericht zu verfassen, der anschließend in mein handschriftlich geführtes Tourenbuch kommt (um Rückfragen vorweg zu kommen: ja, es ist sehr viel Aufwand). Auf Dauer wiederholt sich da natürlich vieles und nicht jede Tour kann immer hochspektakulär sein (das würden Körper und Geist wohl auch nicht lange mitmachen). Doch damit ging über die Zeit ein Motivationsverlust beim Schreiben einher. Einmal mit dem Höhepunkt der Tour - genau in der Mitte sozusagen - zu beginnen, war eine neue Herausforderung, die mir jüngst bei einer langweiligen Zugfahrt kam. Die Umsetzung war wie du schon sagst wirklich nicht leicht. Die Vorgeschichte musste für das Verständnis der größeren Zusammenhänge und Umstände irgendwie eingebunden werden, ohne aber beim Leser Chaos zu stiften und zugleich die grundsätzlich lineare Struktur aufzulösen. Daran habe ich wirklich lang gefeilt. Umso schöner, wenn dieser Anspruch registriert und das Ergebnis dann auch noch positiv aufgenommen wird
                              Vielen Dank also nochmals für deine ausführliche Rückmeldung der etwas anderen Art. Ich ziehe daraus viel Energie und Motivation für neue "Schreibaufgaben"
                              "Meine Spur ziehe ich am liebsten, wohin keine andere führt. Ich kann zurückblicken und sie beurteilen, was ich sonst nicht könnte, weil sie sich durch die vielen anderen verlieren würde.
                              Auch mein Leben will ich unter Kontrolle haben. Darum gehe ich einen eigenen Weg, dem nicht jeder folgt." (Heini Holzer)

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