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Eisklettern vor 30 Jahren - ein bisschen Nostalgie

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  • Eisklettern vor 30 Jahren - ein bisschen Nostalgie

    Liebe Forumsmitglieder,

    nachdem ich heute interessiert im Web so die neuesten Errungenschaften der Eisklettergeräte durchgeschaut habe, bin ich dann in meinem alten Tourenbuch ein paar Jahre zurückgegangen und habe mich dann plötzlich gefühlt wie Luis Trenker...

    Obwohl meine ersten Schritte im Steileis (gefühlt) noch gar nicht so lange her sind, hat sich bei der Ausrüstung und klarerweise auch bei den Sicherheitsstandards und v.a. bei der Leistungsgrenze enorm viel getan. Schnell zurückgerechnet ist das Foto hier 35 Jahre her - damals war Wasserfallklettern noch ein ziemliches Minderheitenprogramm.

    Alpingeschichte.JPG

    In der einen Hand einen normalen Gletscherpickel von Stubai (aber kein Holzschaft mehr...) und in der anderen eine recht eigenwillige Eishammerkreation von Camp - an beiden Eisgeräten eine 6mm Reepschnur, die mit der legendären orange-blauen Sitz- und Brustgurtkombi von Edelweiß verbunden war. Das war die Absturzsicherung. Zur Sicherheit noch eine Halbrohr-Eisschraube aus Alu und zwei Marwa-Eisschrauben aus Eisen am Gurt. An den Füßen, die klarerweise in Lederschuhen steckten, waren immerhin schon 12-Zacker von Stubai, aber mit Riemenbindung montiert. Die Steigeisen ("Tirol") habe ich mit neuer Kipphebelbindung immer noch, die sind für vieles auch heute noch gut zu brauchen. Aber die Riemenbindung in Kombination mit den Lederschuhen war echt ein Graus. Keine längere Steileistour, bei der nicht ab der Hälfte der Wand die Füße völlig gefühllos wurden und keine kombinierte Kletterei, bei man nicht endlos gezögert hat, die Steigeisen an- oder auszuziehen weil das Riemengewurschtel so mühsam war. Oder Eiswände, bei denen man die Steigeisen immer wieder mal verlor, weil die Riemen mit der Nässe einfach länger wurden...
    Was für eine traumhafte Neuerung waren dann z.B. die "Koflach Ultra" Schalenschuhe, die von der Riemenbindung nicht mehr so stark gequetscht wurden. Und wie toll war es erst, dann mit einer Kipphebelbindung die Eisen blitzschnell an- oder ausziehen zu können.

    Wenn ich die paar Jahre zurückschaue, in denen ich jetzt alpinistisch unterwegs bin und mittlerweile natürlich meine Ausrüstung auch über weite Strecken modernisiert habe, dann bekommt man erst so richtig Respekt vor dem, was andere vor nochmals 50 oder mehr Jahren geleistet haben. Wir sind heute oft ein bisschen schnell mit Wertungen über "klassische" Routen und vergessen manchmal, um wieviel schlechter damals die Ausrüstung war, noch ganz anders als ich es selber kennen lernen durfte.
    Ich möchte keine meiner heutigen Touren mit meiner Ausrüstung von damals mehr klettern müssen und sehe diesen nostalgischen Rückblick als das was er ist - eine kleine Reise in die noch gar nicht so lange Vergangenheit.

    Nehme an, dass einige von Euch noch mit viel mehr abenteurlichen Gerätschaften unterwegs waren - die damals aber "state of the art" waren.
    LG
    Andi
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  • #2
    AW: Eisklettern vor 30 Jahren - ein bisschen Nostalgie


    Ich setze mit einem "Eiskletter-Bild" vom Januar 1974 noch einen drauf.
    Es zeigt die Winter-Erstbegehung der damals noch vollständigen Schaumrolle an der Königspitze Nordwand.

    Grüße


    ...Vergrößerungen bitte via Computer; ca. bis 200 % möglich.


    Foto79.JPG
    Zuletzt geändert von zenitsucher; 26.02.2017, 13:25.

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    • #3
      AW: Eisklettern vor 30 Jahren - ein bisschen Nostalgie

      Zitat von andibaum Beitrag anzeigen
      Wenn ich die paar Jahre zurückschaue, in denen ich jetzt alpinistisch unterwegs bin und mittlerweile natürlich meine Ausrüstung auch über weite Strecken modernisiert habe, dann bekommt man erst so richtig Respekt vor dem, was andere vor nochmals 50 oder mehr Jahren geleistet haben. Wir sind heute oft ein bisschen schnell mit Wertungen über "klassische" Routen und vergessen manchmal, um wieviel schlechter damals die Ausrüstung war, noch ganz anders als ich es selber kennen lernen durfte.
      Ich möchte keine meiner heutigen Touren mit meiner Ausrüstung von damals mehr klettern müssen und sehe diesen nostalgischen Rückblick als das was er ist - eine kleine Reise in die noch gar nicht so lange Vergangenheit.
      Ich frage mich oft bei alten Touren, wie die Erstbegeher es damals mit der primitiven Ausrüstung geschafft haben. Zumindest aus heutiger Sicht kann ich mir beispielsweise nicht vorstellen, dass ich in der Hanfseil-Zeit Klettertouren gemacht hätte.
      "Glück, das kann schon sein: man hat es fast hinter sich und einen Schluck Wasser noch dazu." (Malte Roeper)

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      • #4
        AW: Eisklettern vor 30 Jahren - ein bisschen Nostalgie

        Wenn nichts anderes kennst, dann wird dir auch die damalige Ausrüstung gar nicht so schlecht vorgekommen sein. Klar, im direkten Vergleich ist vieles wirklich unvorstellbar: Die ganze Ausrüstung viel schwerer als heute, z.T. kaum Sicherheit etc.
        Vieles machten die alten Haudegen halt mit ausgefeiltem Können, langjähriger alpiner Erfahrung und viel Verwegenheit wett - nichts davon kann man kaufen, aber tödliche Unfälle wegen Materialversagen gab es damals sicher mehr als heute.
        Stimme Dir auf jeden Fall zu, dass wir froh sein können, dass wir heute so gutes Material zur Verfügung haben - den Rest müssen wir uns genauso erarbeiten wie unsere alpinen Ahnen.
        LG
        Andi
        ... ab 45 Grad Neigung wird's interessant ...

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        • #5
          AW: Eisklettern vor 30 Jahren - ein bisschen Nostalgie

          Zitat von placeboi Beitrag anzeigen
          Ich frage mich oft bei alten Touren, wie die Erstbegeher es damals mit der primitiven Ausrüstung geschafft haben. Zumindest aus heutiger Sicht kann ich mir beispielsweise nicht vorstellen, dass ich in der Hanfseil-Zeit Klettertouren gemacht hätte.
          Du wärest wahrscheinlich trotzdem Klettern gegangen - bloß mit dem Klettern an der Leistungsgrenze wärest (hoffentlich!) wesentlich vorsichtiger umgegangen, als das heute oft notwendig ist. Wie schon an anderer Stelle geschrieben: Ein Flicflac geht irgendwann auch, allerdings muss man während des Übens das Überleben halbwegs sicherstellen können Und im Eis ist das ja bis heute nicht so easy, weil schon alleine wegen des vielen scharfen Eisens, das man da am Körper trägt, weitgehend Sturzverbot herrscht......

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          • #6
            AW: Eisklettern vor 30 Jahren - ein bisschen Nostalgie

            Klar würden wir heute auch (um- und vorsichtig) Klettern gehen, wenn wir das ganze neue Zeugs nicht kennen würden - ist alles eine Frage der Gewohnheit bzw. der Leidenschaft. Man gewöhnt sich halt sehr rasch an die neue, leichte, sichere, wasserdichte etc. Ausrüstung so wie man sich an halbwegs regelmäßig Hakenabstände und eingebohrte Standplätze gewöhnt hat. Deshalb auch oft das große Erwachen, wenn Kletterer aus gut abgesicherten Gebieten dann plötzlich im alpinen Gelände im Urzustand landen... Ich trauere der alten Ausrüstung oder den teilweise kriminell gefährlichen Standhaken keine Sekunde lang nach, aber eines hat man früher z.T. noch besser gekonnt: Wenn z.B. die erwarteten Haken nicht da waren, konnte man sich mit eigenem Zeugs was basteln. Nicht nur, dass heute - je nach Gebiet - kaum noch wer z.B. Schlaghaken mitnimmt (ich auch nicht), vielen fehlt auch die Erfahrung, wie ein guter Haken zu setzen ist. Das führt dann soweit, dass Touren, die "nur" mit guten Schlaghaken abgesichert sind, als "kriminell gefährliche Routen mit Rostgurken" bezeichnet werden.
            Im Eis hat sich die Ausrüstung zwar ebenso rasant weiterentwickelt, aber das von Thomas angesprochene Sturzverbot galt damals und gilt heute bei reinen Eistouren.
            LG
            Andi
            Zuletzt geändert von andibaum; 27.02.2017, 09:49.
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            • #7
              AW: Eisklettern vor 30 Jahren - ein bisschen Nostalgie

              Sodala, endlich komme ich dazu, wollte diesen Thread ja doch noch mit einigen Kuriositäten bereichern:

              Da hätten wir z.B. einmal diese Dinger: Eishaken aus den siebziger Jahren
              eis-013.jpg
              Ganz links eine sogenannte Marwa-Eisspirale, lange Zeit auch noch als Korkenzieher verwendet…
              Daneben ein sogenannter Spiralzahnhaken, er wurde direkt ins Eis geschlagen, haben wir gar nicht so ungern verwendet, weil man zum Setzen nicht so viel Zeit benötigte wie für die
              Rohreisspiralen rechts. Im Bild sind sogenannte Halbrohrspiralen, Vollrohr-Dinger hatten wir auch, die waren aber schon Luxus.
              Das Setzen hat recht lange gedauert, Kraft gekostet, daher haben wir sie gerne durch vermehrte Kühnheit ersetzt…

              Und jetzt – was ist denn das?
              eis-012.jpg
              Tja – dieses coole Ding ist ein sogenannter Eisstichel, Marke Eigenbau, angefertigt aus einem Zelthäring. Die Hochfeiler Nordwand bin ich noch mit so einer Gurke gegangen – echt lausig!

              Jetzt wird´s lustig, Eiskletterübungen anno 1979:

              Als Trainingsgelände mussten vom Bagger produzierte Schneewände am Straßenrand herhalten:
              eis-001.jpg
              Wir übten Stufen und Griffe schlagen und das Klettern mit nur einem Eisgerät.
              Ein Detail:
              eis-002.jpg
              Man beachte in diesem Bild den selbst angefertigten Brustgurt aus parallel gelegten Reepschnüren, verknotet mit Litzen aus einem alten Perlonseil.

              Wie man hier sieht, reicht zum Üben ja eine 4m hohe Schneewand ohne weiteres aus
              eis-003.jpg
              Hier versuche ich mich gerade mit nur einem Pickel hochzuarbeiten, wenigstens von oben gesichert...,
              eis-004.jpg
              was dann in diesem seltsamen Finale endet
              eis-005.jpg

              Endlich kam 1980 ein weiteres Eisgerät dazu:
              eis-014.jpg
              Diesen Pickel verwende ich heute noch, durchaus brauchbar für normale kombinierte Touren. Die Zugschlaufe am Eishammer mussten wir noch selbst installieren.
              Aber immerhin, mit diesen zwei Dingern konnte man nun richtige Wasserfälle klettern.

              Hier Toporope-Übungen im „Kanonenrohr“ (Grazer Bergland):
              eis-007.jpg
              Der Eisvorhang in Bildmitte war schon eine kleine Herausforderung
              eis-006.jpg
              Auch schmälere Dinger ließen sich bewältigen.
              eis-008.jpg
              Diesen Zapfen (Grazer Bergland) gibt es heute m.W. nicht mehr. Er fiel dem Autobahnbau zum Opfer. Der Mini-Fall war zwischen Gratkorn und Peggau (bei Eggenfeld), wo die Autobahn knapp an ein paar Felsen vorbeiführt.

              Mit unserer immer mehr verbesserten Eistechnik (nicht Ausrüstung) wagten wir uns schließlich
              1983 in die Triolet-Nordwand
              eis-010.jpg

              mit seiner teils nur schütter vorhandenen Eisglasur (Zwischensicherung ??)
              eis-011.jpg

              Und dieser gewaltige Eisquergang in der Aig. Blanche Nordwand 1983
              eis-009.jpg
              wir mir wohl ewig in Erinnerung bleiben.

              LG

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              • #8
                AW: Eisklettern vor 30 Jahren - ein bisschen Nostalgie

                Sehr coole Fotos (v.a. der Eisquergang und die Übungen an der Wächte) und toller Beitrag! Danke.

                Die Marwa-Eisspirale dürfte wohl in mehreren Haushalten dann als Korkenzieher gedient haben, so auch bei uns daheim in mehreren Längen... Meinen Eisstichel habe ich erst letztens dem Alteisen übergeben, war schon mit Vierkantdorn, einer Art Skistockgriff und einer Lederschlaufe. Den gleichen Eishammer habe ich auch noch und der leistet heute beim Routenputzen wertvolle Dienste - die blaue Fang-Reepschnur dürfte die Originalausstattung sein, die ist bei mir auch noch dran.

                Solche Brustgurte aus einzelnen vernähten Seilsträngen gabs sogar zum Kaufen, hatte zwei davon und am Anfang mangels Sitzgurt auch oft nur den Brustgurt zum Anseilen - bis zum ersten größeren Sturz in diesen Gurt und einer saftigen Rippenprellung, dann habe ich mir doch den ersten Sitzgurt geleistet...

                Cool auch die Stirnlampe mit Batteriepack hinten dran - erinnert sich noch wer an die zweigeteilten Lampen, bei der die große Flachbatterie in einer Taschenlampe in der Hosentasche steckte und ein Kabel zum Helm zur Stirnlampe verlief?

                Oder an die starren Steigeisen, die zwar in der Breite (über 2-3 Schraubenmuttern), nicht aber in der Länge verstellbar waren?

                Oder an den "Stubai Eisteufel" - einer damals ausgesprochen innovativen Eisschraube, bei der die Karabineröse am Gewinde entlang bis zum Eis runtergedreht werden konnte, die Schraube also sehr einfach abgebunden wurde, falls das Eis nicht dick genug war. Von denen habe ich sogar noch ein paar Stück in Verwendung...

                Stubai Eisteufel.jpg

                LG
                Andi
                Zuletzt geändert von andibaum; 05.03.2017, 07:55.
                ... ab 45 Grad Neigung wird's interessant ...

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                • #9
                  AW: Eisklettern vor 30 Jahren - ein bisschen Nostalgie

                  Ich bin gespannt, ob wir uns in dreißig Jahren auch so über unsere heutige Ausrüstung wundern werden. Ich kann mir es ehrlich gesagt nur schwer vorstellen, weil die Forschung schon so weit fortgeschritten ist, aber Prognosen die Zukunft betreffend sind nie einfach.
                  "Glück, das kann schon sein: man hat es fast hinter sich und einen Schluck Wasser noch dazu." (Malte Roeper)

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                  • #10
                    AW: Eisklettern vor 30 Jahren - ein bisschen Nostalgie

                    Zitat von andibaum Beitrag anzeigen
                    Den gleichen Eishammer habe ich auch noch und der leistet heute beim Routenputzen wertvolle Dienste - die blaue Fang-Reepschnur dürfte die Originalausstattung sein, die ist bei mir auch noch dran.
                    Genau zum Routenputzen habe ich den auch dann noch verwendet.

                    Zitat von andibaum Beitrag anzeigen
                    Solche Brustgurte aus einzelnen vernähten Seilsträngen gabs sogar zum Kaufen, hatte zwei davon und am Anfang mangels Sitzgurt auch oft nur den Brustgurt zum Anseilen - bis zum ersten größeren Sturz in diesen Gurt und einer saftigen Rippenprellung, dann habe ich mir doch den ersten Sitzgurt geleistet...
                    Na ja, weil´s sicher jetzt originell ist, damals aber - man verzeihe mir - wahrscheinlich unwissentlich nicht gescheit war:
                    Sich einen Sitzgurt zu leisten, war für uns nicht das Thema. man konnte sich den ja aus alten Auto-Sicherheitgurten selbst basteln...
                    Ich besaß auch die richtige Nähmaschine dazu und einen wirklich guten starken Perlonzwirn. Also, hier mein erster Sitzgurt:
                    E01DSC09721.jpg

                    Ein Detail zur Verarbeitung:
                    E01DSC09722.jpg

                    Und dann, wirklich nur, weil es dazu keine Tests gab - ein selbstgenähter Brustgurt:
                    E01DSC09723.jpg

                    Sogar speziell für Damen ausgeführt:
                    E01DSC09724.jpg

                    Nein, nein - ich wollte meine Liebste nicht los werden, ich wusste es einfach nicht besser...
                    Im Übrigen bin ich schon vorher in solch eine Brust-Sitz-Kombination 8m rein geflogen und hab´s überlebt.


                    Zitat von andibaum Beitrag anzeigen
                    Oder an den "Stubai Eisteufel" - einer damals ausgesprochen innovativen Eisschraube, bei der die Karabineröse am Gewinde entlang bis zum Eis runtergedreht werden konnte, die Schraube also sehr einfach abgebunden wurde, falls das Eis nicht dick genug war. Von denen habe ich sogar noch ein paar Stück in Verwendung...
                    Den Eisteufel kannte ich auch, ist uns recht toll vorgekommen die Idee.

                    LG

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                    • #11
                      AW: Eisklettern vor 30 Jahren - ein bisschen Nostalgie

                      Offensichtlich hatten wir ziemlich ähnlich (gute ) Ideen... Ich habe vom Schuster meines Vertrauens Bandmaterial zu Express-Schlingen vernähen lassen - nachdem ich in die aber nie voll reingeflogen bin, kann ich über deren Festigkeit nix sagen.
                      Besonders gut gefällt mir das Blümchen, das Du da noch reingestickt hast...
                      Ich glaube, mit solchen Relikten aus diversen Kellern oder Dachböden, garniert mit alten NH aus sanierten Routen, könnte man ein nettes Alpinmuseum mit Schwerpunkt "alpine Sicherheit einst und jetzt" einrichten.
                      LG
                      Andi
                      ... ab 45 Grad Neigung wird's interessant ...

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                      • #12
                        AW: Eisklettern vor 30 Jahren - ein bisschen Nostalgie

                        Zitat von andibaum Beitrag anzeigen
                        ....
                        Ich glaube, mit solchen Relikten aus diversen Kellern oder Dachböden, garniert mit alten NH aus sanierten Routen, könnte man ein nettes Alpinmuseum mit Schwerpunkt "alpine Sicherheit einst und jetzt" einrichten.
                        LG
                        Andi
                        eher alpines Horrorkabinett - wobei die Korkenzieher hatte ich auch noch lange in Verwendung (zum Öffnen der Weinflaschen....)

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