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Hilfe zum Erstellen von Tourenberichten

Immer wieder haben einige User Probleme beim Erstellen eines Tourenberichtes, insbesondere beim Hochladen und Einfügen von Bildern.
Ihnen soll die folgende kleine Anleitung ein wenig Hilfe geben, wie ein Tourenbericht ganz kurz und schmerzlos erstellt werden kann

In sechs einfachen Schritten kann ein neuer Bericht leicht erstellt werden:

1. Bilder zum Bericht aussuchen
2. Bilder verkleinern
3. Im Forum "Toureninfo & Verhältnisse" das passende Unterforum auswählen
4. Bilder hochladen
5. Die Bilder mit dem Text ergänzen
6. Fertigstellen/Kontrollieren des Berichtes und Veröffentlichen



Im Folgenden werden die einzelnen Schritte ausführlich erklärt:

1. Bilder zum Bericht aussuchen
Möglichst aussagekräftige Fotos wählen, die auch die Route und wesentliche Details darstellen.
Gegen einzelne "schöne" Landschafts- und Blumenbilder ist natürlich nichts einzuwenden ...


2. Bilder verkleinern
Bewährt hat sich ein Format mit der längeren Bildkante 900 Pixel.
Damit läßt sich bei Speicherung als JPEG eine recht ordentliche Bildqualität erzielen, bei Photoshop etwa abhängig vom Sujet 80/100.


3. Im Forum "Toureninfo & Verhältnisse" das passende Unterforum auswählen
z.B. "Wanderungen und Bergtouren" - "Steiermark"
+Neues Thema wählen

Titel etwa nach dem Schema
Gipfel (Höhenangabe), Anstiegsroute, Gebirgsgruppe (ostalpin nach AVE)

Möglichst bis zu 5 aussagekräftige Stichworte vergeben.

Zum Bilderhochladen weiter mit der "Büroklammer".


4. Bilder hochladen
Möglichst bitte NUR so:
a) "Büroklammer"
b) "Anhänge hochladen"


4.1 Bilder auswählen
Abhängig vom eigenen Rechner/Betriebssystem.
Maximal 15 Bilder pro Posting sind derzeit zulässig, eine größere Bilderanzahl erfordert Folgepostings (Antworten).
(Bewährt hat sich auch, 1-2 Bilder weniger hochzuladen, um für spätere Ergänzungen eine kleine Reserve zu haben.)

4.2 Liste der hochgeladenen Anhänge
Die Auflistung ist leider nicht chronologisch nach Bildbezeichnung geordnet.

Im Textfeld die gewünschte Einfügeposition mit dem Cursor markieren,
bzw. die gelisteten Bilder in der gewünschten Reihenfolge einzeln als "Vollbild" oder "Miniaturansicht" platzieren.
Eine oder mehrere Leerzeilen zwischen den Bildern erleichtern später das Einfügen von Text.


5. Die Bilder mit dem Text ergänzen
Die Bilder sind nun in der richtigen Reihenfolge im Textfenster positioniert.
Ich bevorzuge im ersten Schritt die Positionierung als "Miniaturansicht".
Das erleichtert beim Texteinfügen die Übersicht.
Muß aber nicht sein, natürlich lassen sich die Bilder auch gleich als Vollbild (also in der hochgeladenen Größe) platzieren.

5.1 Text
Jetzt kann der Text ergänzt werden.
Möglichst über dem Foto - ich finde das übersichtlicher ...
Der Text kann natürlich auch vorher erfaßt werden und anschließend einkopiert werden.

5.2 Bildgröße ändern
Wurden die Bilder vorerst als "Miniaturansicht" platziert, können sie einfach auf das finale Darstellungsformat skaliert werden:
a) Doppelklick auf die "Miniaturansicht" öffnet ein Pop-Up-Fenster
b) unter "Größe" idR "Vollbild" wählen
c) OK


6. Fertigstellen/Kontrollieren des Berichtes
Anschließend sollte der Bericht noch in der "Vorschau" kontrolliert werden.
In manchen Fällen muß zur Ansicht der "Vorschau" ziemlich weit nach unten gescrollt werden!

6.1 Veröffentlichen des Berichtes
Zum Schluß noch auf "Abschicken" klicken - und nach einer kurzen "Nachdenkpause" des Servers ist der Bericht online.



Nach dem ersten Durchlesen dieses Leitfadens mag das Erstellen eines Berichtes etwas kompliziert erscheinen - ist es aber nicht:
Viele Tourenberichte schreiben hilft sehr.

Die Reihenfolge der einzelnen Schritte ist nicht so starr wie es hier scheinen mag; natürlich kann auch zuerst der Text erstellt werden und die Bilder nachträglich eingefügt.

Änderungen am fertigen Bericht sind für den Ersteller 24 Stunden lang möglich, bei der Berichtigung später entdeckter Fehler hilft gerne ein zuständiger Moderator. Ebenso beim Verschieben eines Berichtes in das richtige Tourenforum.

Viel Freude bei euren Bergtouren UND dann beim Berichteschreiben,


P.S.: Diese Anleitung, ergänzt um verdeutlichende Screenshots, findet ihr auch unter http://www.gipfeltreffen.at/forum/gi...ourenberichten
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Regelwerk für die Benutzung des Forums Gipfeltreffen

Alle Forumsuser/-innen sind aufgefordert, das Regelwerk zu lesen und sich daran zu halten!

1) Registrierung

Die Registrierung und Benutzung unserer Foren ist kostenlos. Es ist registrierten Teilnehmern/-innen (Usern/-innen) erlaubt, den Forums-Account bis auf Widerruf im Rahmen der vorgegebenen, jederzeit änderbaren Forumsregeln für private Zwecke zu nutzen. Ein späteres Löschen des Forums-Accounts sowie der ins Forum eingebrachten Inhalte oder Bilder ist nicht möglich. Auf Wunsch des Benutzers kann der Account stillgelegt werden. Der Benutzername kann dann von niemandem mehr benützt werden und wird vor Missbrauch geschützt.

2) Hausrecht

Die Forenbetreiber legen Wert auf die Tatsache, dass alle User/-innen Gast in diesem Forum sind und die Betreiber als Gastgeber bei Bedarf ihr Hausrecht jederzeit ausüben können und auch werden. User, die sich überwiegend darauf beschränken zu provozieren, werden ausgeschlossen.

3) Haftung

Die von Usern/-innen verfassten Beiträge stellen ausschließlich die persönliche, subjektive Meinung des Verfassers dar, und keinesfalls die Meinung der Betreiber und Moderatoren dieses Forums. Die Forenbetreiber übernehmen keine Haftung für die Richtigkeit der ausgetauschten Informationen.

4) Umgangston

Die Forenbetreiber erwarten von allen Usern/-innen, sich an die Netiquette zu halten. Auf einen wertschätzenden, höflichen Umgangston wird Wert gelegt.

5) Thementreue

Die Forenbetreiber legen großen Wert auf Thementreue der Beiträge und Übersichtlichkeit von Threads, um den Informationsgehalt des Forums möglichst hoch zu halten. Überschneidungen der Inhalte verschiedener Threads sind zu vermeiden.

6) Verboten ist/sind:

- Beleidigungen, Sticheleien und Provokationen (auch per PN);
- Politische oder religiöse Themen;
- Rechtswidrige Inhalte (unter anderem rechtsradikale oder pornografische Inhalte, Hackinganleitungen, Verstöße gegen das Urheberrecht) sowie das Verlinken zu Seiten mit solchen Inhalten;
- Die Verwendung von fremdem Bildmaterial, Kartenausschnitten und Topos ohne Zustimmung des Autors;
- Die Veröffentlichung von persönlichen Nachrichten (PN), E-Mails oder dergleichen ohne Zustimmung des Verfassers;
- Das Aufdecken der Identität oder die Preisgabe persönlicher Daten eines Users/Moderators/Administrators;
- Werbung für konkurrenzierende Plattformen;
- Das Führen von Doppel- oder Mehrfachaccounts;

7) Moderation:

Die Moderatoren/Administratoren werden von den Forenbetreibern bzw. ihren Vertretern ernannt.
Sie sind von den Forenbetreibern verpflichtet, für die Einhaltung der Regeln zu sorgen und somit ermächtigt, die von Usern/-innen bereit gestellten Inhalte (Texte, Anhänge und Verlinkungen) daraufhin zu prüfen und im Bedarfsfall zu bearbeiten, verschieben, zu löschen oder Themen zu schließen. Im Falle der Löschung von Beiträgen können auch jene Beiträge anderer User ganz oder teilweise entfernt werden, die auf einen gelöschten Beitrag Bezug nehmen.

Änderungen von Beiträgen werden - soweit irgend möglich – unter Angabe des Änderungsgrundes gekennzeichnet. Eingriffe, die den Sinn eines Beitrags verändern, werden nicht vorgenommen. Für die geänderten Teile eines Beitrags haftet der ursprüngliche Ersteller nicht.

Wer etwas gegen das aktive Handeln der Moderatoren/-innen vorzubringen hat, kann dies sachlich, mit konkretem Bezug und zeitnah (innerhalb von 6 Wochen ab Anlass) im Unterforum "Zum Forum/Moderation..." darlegen. In allen anderen Foren werden solche Postings im Sinne der Thementreue der Beiträge kommentarlos gelöscht. Bloßes „Mod-Bashing“ führt zu einer sofortigen Sperre.

Das Unterlaufen von Handlungen und Maßnahmen der Moderatoren ist nicht zulässig. Darunter fällt auch das Fortführen des Themas eines geschlossenen oder gelöschten Threads in einem neuen gleichartigen oder ähnlichen Thread. Ergänzungen und Hinweise von Moderatoren und Administratoren dürfen von Usern in deren Beiträgen nicht verändert oder gelöscht werden.

8) Profil/Signatur

Ein übermäßiges Ausnutzen der Signatur ist unerwünscht. Diese sollte vor allem eine maßvolle Größe haben. Nicht mit der Forumsleitung abgesprochene Werbung (für kommerzielle Angebote), Beleidigungen oder Anspielungen in der Signatur oder dem Profiltext werden nicht toleriert.

9) Werbung

Kommerzielle Werbung im Forum Gipfeltreffen ist kostenpflichtig (siehe Unterforum Werbung). Werbepostings müssten vor Platzierung mit der Forumsleitung vereinbart werden.

10) Gemeinschaftstouren/Bazar

Die Forenbetreiber stellen die Foren "Forum für Gemeinschaftstouren" und " Bazar" ausschließlich für private Kontaktzwecke zur Verfügung und gehen damit keinerlei Verpflichtungen oder Haftungen ein! Alle Kontakte in diesen Foren laufen ausschließlich zwischen den Usern/-innen und auf Basis des gegenseitigen Vertrauens. Bei nachweislichen Betrugsfällen stellen die Forenbetreiber alle vorhandenen Informationen zur Verfügung, um eine straf- und zivilrechtliche Verfolgung zu ermöglichen.

11) Regelwidriges Verhalten

User/-innen, die sich regelwidrig verhalten, werden per PN verwarnt und/oder gesperrt. Art und Dauer der Maßnahme richten sich nach der Schwere und der Häufigkeit der Regelübertretung/en. Die betroffenen User/-innen werden darüber per Mail informiert. Ein Posten unter einer anderen Registrierung in der Zeit der Accountsperre ist verboten und zieht automatisch eine Verlängerung der Sperre nach sich.

Wer gegen geltendes Recht verstößt, wird im Ernstfall von uns zur Anzeige gebracht.

12) Information

Die Forumsbetreiber behalten sich das Recht vor,
- alle registrierten User/-innen in unregelmäßigen Abständen über Themen rund um das Bergsteigen, alpiner Sicherheit, Risikomanagement und Weiterbildung per Mail zu informieren und
- dieses Regelwerk jederzeit abzuändern.

13) Nutzung von hochgeladenen Anhängen

Die User/-innen stellen den Forenbetreibern die eingestellten Bilder sowie sonstige Anhänge zur Nutzung im Forum zur Verfügung. Eine darüber hinaus gehende Nutzung der eingestellten Bilder und sonstigen Anhänge durch die Forenbetreiber erfolgt nicht.
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Te Araroa 2019 - Der Bericht

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  • Te Araroa 2019 - Der Bericht

    Hallo,
    einen Bericht über den gesamten Te Araroa/Neuseeland zu schreiben würde wohl den Rahmen dieses Forums sprengen, denn es wäre ein dickes Buch geworden. Ich habe daher beschlossen Euch an zwei Etappen teilnehmen zu lassen, die auch einem Gipfelforum gerecht werden. Sehr eindrücklich fanden wir sowohl die Überquerung der Richmond Range im Norden der Südinsel als auch die oft unterschätzten Tararuas, nördlich von Wellington, wo wir abseits des Trails eine komplette Nord-Süd Überschreitung gewagt haben. Ich bin den Te Araroa mit meiner Frau Christine vom 22.01. – 30.05.2019 gegangen.

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    Vorab ein paar Eckdaten zu unserer Wanderung und dem Te Araroa:

    Mit einer Länge von etwas über 3000km zählt der 2011 offiziell eröffnete Trail inzwischen zu den Top Ten Long Distance Walks weltweit. Der Trail führt uns von Bluff, der Südspitze der Südinsel, nach Cape Reinga, der Nordspitze der Nordinsel Neuseelands. 90% der Wanderer gehen allerdings von Norden nach Süden – also in die Gegenrichtung. Jahreszeitlich bedingt haben wir uns für die Gegenrichtung entschieden. Im Te Araroa werden 110 bereits existierende Wanderungen miteinander verbunden. Die Wanderungen selbst sind meist in einem guten Zustand. Die Verbindungen der Wanderungen sind teilweise noch nicht fertig und der Te Araroa weicht dann auch auf Straßen aus. Einen Kilometer läuft man sogar auf der SH1, einer zweispurigen Schnellstraße. Der Unterhalt und die laufenden Verbesserungen des Te Araroas werden vom Te Araroa Trust wahrgenommen. Wir müssen auch bei einigen Etappen den Trail komplett verlassen, da diese Teilstücke wegen einer Krankheit der Kauribäume gesperrt sind.
    Wer mehr über den Te Araroa erfahren will, findet im Internet inzwischen jede Menge an Informationen, da auch die Wanderung von immer mehr Leuten begangen wird. In dieser Saison waren etwa 1000 Leute unterwegs, wobei etwa ein Drittel den gesamten Trail absolvierte. Alle unsere Etappen findet Ihr unter:
    www.segeln-und-klettern.de/fernwandern/te-araroa/

    Doch nun zu den Berichten der zwei ausgewählten Etappen:


    Richmond Range 20.03. – 29.03.2019 (wegen des unsicheren Wetters sind wir hier von Norden nach Süden gegangen)


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    Voll bepackt und beladen mit Verpflegung für 10 Tage geht es von Havelock entlang des Pelorus Rivers zur gleichnamigen Brücke. Nach einem leckeren Cappuccino mit Karottenkuchen und guten Tipps vom dortigen DOC lassen wir die letzten Häuser nördlich hinter uns und tauchen in den Richmond Forest Park ein. Wir zelten einsam auf einer Lichtung am Fluss, wo uns nachts immer wieder seltsame Tierschreie wecken. Weka, Opossum, Wildschwein? Wir wissen es nicht. Am nächsten Tag gehen wir 800 Hm hoch zur Rock Hütte, wo wir mit zwei anderen Wanderern in der Hütte übernachten. Der Himmel ist am Morgen bedeckt und wir steigen im Nebel bis zur Hacket Hütte ab, die an der Grenze zur Richmond Range liegt.
    Heute wollen wir bis zur Slaty Hütte gehen. Wir starten früh, um die fast 1600 Hm zu schaffen. Der Himmel ist immer noch bewölkt und im Wald ist die Luft sehr dampfig. Nach 4 Stunden erreichen wir die Starveal Hütte und legen erst mal eine Pause ein. Auf nun etwas über 1000 m Höhe merken wir, dass es sich bei den Wolken um einen Hochnebel handelt. Auf 1200 m ist die Wolkengrenze und darüber scheint die Sonne. Wir gehen schnell weiter nach oben und tatsächlich - kurz vor der Slaty Hütte auf 1300 m sind wir über den Wolken. Fast euphorisch wegen der jetzt guten Bedingungen füllen wir rasch unsere Wasserflaschen aus dem Wassertank der Slaty Hütte auf und gehen weiter bis zur Ada Flat unter dem Berg Old Man, wo wir unser Zelt aufschlagen.


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    Am nächsten Morgen ist unter uns ein Wolkenmeer. Fantastische Ausblicke auf die gesamte umliegende Gebirgswelt lassen uns staunen. Immer wieder jagen vereinzelte Wolkenfetzten über den Gebirgskamm vor uns. Die Bedingungen zur Überschreitung des Mt. Rintoul sind ideal.





    Der Pfad ist steil, ausgesetzt und brüchig und führt auf einem Grat über den Gipfel des kleinen und großen Mt. Rintoul bis zur Rintoul Hütte hinab. Obwohl es erst 15 Uhr ist beschließen wir vor der Hütte zu zelten. Für Morgen ist Starkregen angesagt. Wir beschließen, dass wir bis zur Hunter Hütte kommen müssen, um alle großen Flussüberquerungen vor dem einsetzenden Regen zu schaffen. Zusammen mit zwei Wanderern aus Neuseeland und Australien überqueren wir bereits im Sturm und Nieselregen den Mt. Ellis, den letzte Berg vor der Hunter Hütte. Um den schwach ausgeprägten Weg nicht zu verlieren warten wir oft bis die nächste Orientierungsstange aus dem Nebel auftaucht. Kurz vor der Hütte müssen wir noch einen breiten Fluss überqueren. Da das Wasser aber nicht sehr tief ist ragen viele Felsbrocken heraus und wir kommen nahezu trockenen Fußes darüber. Im Aufstieg zur Hütte sammeln wir noch etwas Feuerholz, da es deutlich kühler geworden ist und wir uns auf ein Feuer in der Hütte freuen. Fast zeitgleich mit unserer Ankunft setzt Dauerregen ein. Vor 10 Jahren hat eine Flashflood (eine durch Starkregen plötzlich einsetzende Überschwemmung) die alte Hütte am Fluss mit zwei Wanderern weggespült. Der neue Hütte wurde an erhöhter Stelle über dem Fluss neu errichtet.


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    Am nächsten Morgen hat sich der gestern noch harmlose Fluss in einen reißenden braunen Strom verwandelt - eine Überquerung wäre heute nicht möglich. Mittags hört der Regen langsam auf und wir wagen den Weg bis zur 4 Stunden entfernten Porter Creek Hütte.






    Am nächsten Tag wandern wir über die Red Hill Hütte bis zur Straße, die nach St. Arnaud führt. Nach 9 Tage zu Fuß von Havelock bis St. Arnaud tauchen wir in Nelson wieder in die Zivilisation ein. Nach dieser langen Zeit in der Einsamkeit der wilden Bergwelt, wo wir ohne Handy und Internet ganz allein auf uns gestellt sind, fühlen wir uns fast etwas unwohl in der Menschenmenge und dem Verkehr der größten Stadt im Nordteil der Südinsel. Allerdings gestehen wir, dass uns jetzt das Frühstück im Café in Nelson mit Rührei und Speck auf knusprigem Toastbrot und ein großer Cappuccino dazu besser schmecken, als das gefriergetrocknete Tütenessen und der dünne Schwarztee der letzten Tage.

    Alle Berichte findet Ihr unter : https://www.segeln-und-klettern.de/f...ern/te-araroa/

    Fortsetzung folgt
    Zuletzt geändert von csf125; 05.10.2019, 18:36. Grund: Bildsanierung

  • #2
    Tararua Range (05.04. – 11.04.2019)

    Die nächsten Tage sollen für uns zu den anstrengendsten und schwierigsten auf dem Te Araroa werden. Die Tararua Range ist gefürchtet wegen ihrer schnellen Wetterwechsel. Die Gipfel sind nur etwa 80 Tage im Jahr zu sehen, die Niederschlagsmenge ist mehr als 8000mm im Jahr. Wenn der Wind von Nordwest auf Südwest dreht, kann auch im Sommer viel Schnee fallen. Die meisten Unfälle gibt es durch Unterkühlung oder Erfrierung. Eine Rettung ist wegen der einsamen Lage mit oft schlechtem Wetter nur sehr schwer möglich.

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    Zunächst gehen wir von Waikanae zur Otaki Fork, dem Startpunkt zum Tararua Gebirge. Die Wettervorhersage ändert sich fast täglich. Der Parkranger an der Otaki Fork macht uns dennoch Hoffnung auf einigermaßen gutes Wetter für die nächsten Tage. Wir sind zu dritt. Felix, ein junger Engländer, den wir seit dem Start mehrmals auf dem Te Araroa getroffen haben, schließt sich uns an. Wir beschließen den Te Araroa zu verlassen, um die gesamte Hauptkette der Tararua Range zu überschreiten. Nach drei Tagen wollen wir dann auf dem Junction Knob wieder auf den Te Araroa stoßen.

    Am nächsten Morgen ist es wolkenlos und wir gehen mit unseren schweren Rucksäcken 1300 Hm hoch über die Field Hut zur Kime Hut, wo die Überschreitung beginnt. Die Tararua Überschreitung ist ungefähr 40 km lang und bewegt sich meist auf einem teilweise sehr ausgesetzten Grat zwischen der Kime Hut und der Te Matawei Hut. Oft ist der Weg gut zu gehen, doch immer wieder unterbrechen ungesicherte Kletterstellen den Pfad. Auch eine 22 m lange Eisenleiter und einige mit Stahlketten abgesicherte Stellen sind zu finden.

    Wir laufen mittags von der Kime Hut los. Bis zur nächsten Hütte, der Maunganuka Hut, sollen es immerhin noch 4 Stunden sein. Leider schlägt das Wetter auf dem ausgesetzten Weg dorthin um, Nebel zieht auf und der Wind bläst stark aus Nordwesten. Nach etwa drei Stunden sind wir an den Tararua Needles, wo die schwierigsten Kletterstellen des Grats beginnen.



    Inzwischen hat sich der Nebel in Regen verwandelt, und der Wind bläst stark über den Grat. Nach einem scheinbar endlosen Auf und Ab erreichen wir um 16 Uhr die exponierte Maungahuka Hut. Kaum sind wir in der Hütte, setzt heftiger Regen und ein Sturm ein. Puh, das war knapp! Um 18 Uhr ist es stockdunkel, vor der Hütte tobt der Sturm. Im Hüttenbuch finden wir pro Jahr etwa 30 Einträge. Überlaufen ist es hier nicht.

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    Am nächsten Morgen ist die Wetterlage unverändert, Sturmböen peitschen unaufhörlich den Regen gegen die Hütte, an ein Weitergehen ist heute nicht zu denken. Die ganze Hütte ächzt und scheppert in diesem Inferno, beruhigend auf unsere Moral wirkt das gerade nicht. In der Nacht wache ich von der plötzlichen Ruhe auf. Der Sturm stoppt abrupt. Der Himmel ist sternenklar.

    Bei unserem frühen Aufbruch werden wir von einem kapitalen Hirsch beobachtet. Bis zur Anderson Hut sind es 5 Stunden zu gehen. Der Weg ist zwar nicht mehr so schwierig wie gestern, doch fordern einige steile und rutschige Passagen eine hohe Aufmerksamkeit. In der Anderson Hut erwartet uns dann eine Überraschung: 4 Jäger sind wohl vor dem schlechten Wetter mit dem Hubschrauber ins Tal geflogen und haben all ihren restlichen Proviant auf der Hütte gelassen, mit dem Hinweis, dass jeder der vorbeikommt sich bedienen kann. Somit besteht unser heutiges Mittagsessen aus Chips, Cola, Gummibärchen und einem Sixpack Bier.

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    Felix beschließt am Junction Knob nach links hinunter ins Tal zu gehen. Wir gehen, jetzt wieder auf dem Te Araroa, noch bis zur Nicols Hut weiter über den Grat. Auf der Hütte sind gerade vier Jäger damit beschäftigt sich vom Hubschrauber in das Tal fliegen zu lassen. Die Wettervorhersage ist ihnen zu schlecht und riskant, um weiter zu bleiben. Mit dem Piloten des Helikopters, der auch die Rescueflüge in den Tararuas fliegt, kläre ich die Wettervorhersage ab, er meint unser Plan den Grat durchzugehen sollte morgen klappen. Die Wettervorhersage sagt zwar einen weiteren Tag mit Regen und Sturm an und mit drehendem Wind von Nordwest auf Südwest soll die Schneefallgrenze am späten Nachmittag auf unter 1000 m sinken, aber wir wollen den Grat ganz gehen.

    Am nächsten Morgen regnet es wieder, aber der Wind bläst noch warm aus Nordwesten. Wir wagen trotz des schlechten Wetters den restlichen Grat zur Te Matawei Hut, die 8 Stunden entfernt liegt. Im Dauerregen und mit starken Böen gehen wir am Grat erst mal 400 Hm bergab. Die nächsten drei Stunden führt der Weg uns im windgeschützten Wald weiter entlang des Grates. Immer noch bei Dauerregen und stärker werdendem Wind geht es weiter zum letzten exponierten Gipfel am Grat, dem 1470 m hohen Pukematawei. Pitschnass und ausgezehrt vom Wind und Regen erreichen wir um 15 Uhr die Te Matawei Hut.

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    Heute führt uns ein schlammiger und komplett aufgeweichter Waldweg in 7 Stunden ins Tal und zum Ende unserer Überschreitung. In einer Regenpause können wir in der Ferne Teile unsere Überschreitung sehen – die Gipfel und der Grat sind inzwischen ganz weiß mit Schnee bedeckt.


    Liebe Grüsse,
    Thomas
    Zuletzt geändert von mountainrabbit; 05.10.2019, 16:10.

    Kommentar


    • #3
      Kann bitte jemand von den Moderatoren die Reihenfolge des Berichts umstellen. Aus welchen Gründen auch immer kommt der 2.Teil zuerst??
      Danke
      LG, Thomas

      Kommentar


      • #4
        Zitat von Tomaselli Beitrag anzeigen
        Kann bitte jemand von den Moderatoren die Reihenfolge des Berichts umstellen. Aus welchen Gründen auch immer kommt der 2.Teil zuerst??
        Danke
        LG, Thomas
        Momentan "hakelt's " im Forum beim Aktualisieren ziemlich, aber die Reihenfolge der Berichte konnte ich (in Deinem Sinn) mittlerweile ändern. An der Schriftart arbeite ich noch.

        Ich hab mich an Deine Bildreihenfolge gehalten (auch wenn sie nicht immer numerisch aufsteigend verläuft). Wieso's mir die Bilder im ersten Teil nochmals angehängt hat (obwohl sie nur einmal angezeigt werden) erschließt sich mir noch nicht, vielleicht kann das noch bereinigt werden.

        LG, Günter

        Meine Touren in Europa

        Nicht was wir erleben, sondern wie wir es empfinden, macht unser Schicksal aus.
        (Marie von Ebner-Eschenbach)

        Kommentar


        • #5
          Danke Günter. Irgendwie war der Bericht früher immer oben bzw. Vorne und dann die Kommentare. jetzt kommen die Kommentare zuerst, und der Bericht zuletzt. Oder irre ich mich da? Das hat zur Folge, dass bei längeren Berichten wenn man scrollt der zweite Teil zuerst kommt. Da muss man bei Berichten mit vielen Kommentaren tief nach unten gehen um zum Inhalt zu kommen und dann wieder hoch um den zweiten Teil zu lesen. Ist irgendwie umständlich und irreführend.
          Die Berichte wären doch viel leichter zu lesen, wenn erst der Bericht käme, dann der eventuell zweite Teil, dann die Kommentare. Wenn ich einen Bericht aufmache bin ich zuerst nicht an den Kommentaren interessiert sondern am Bericht, und der ist oft schwer zu finden. Aber vielleicht kann man diese Diskussion ja auch ausserhalb diese Berichts führen.
          lg Thomas
          Zuletzt geändert von Tomaselli; 05.10.2019, 17:19.

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          • #6
            Servus Thomas,

            vorerst mal meine große Hochachtung vor euerer gigantischen Tour und ich habe mich natürlich in euren Blog gleich eingelesen.
            Meine längste Durchquerung war ja 1990 die Pyrenäen-Transversale auf einer z.T. eigenen Route das waren damals 113 Tage non-stopp-solo und rund 1250km mit rund 100 bestiegenen Gipfeln.
            Manchmal denke ich heute noch ob ich irgendwo auf der Welt mir so einen langen Trail geben soll, wie z.Bsp. den PCT...

            Was mir aber schon früher auf deinem Blog sehr nützlich war und ist, ist die detaillierte Gear-Aufstellung: manches verwende ich von deiner Ausrüstung auch und manches mache anders :-)
            LGr. Pablito

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            • #7
              Wow! -Was für ein Abenteuer, und das gleich mehrere Monate lang.
              Bei Gelegenheit werde auch ich mich noch einmal in euren Blog vertiefen und dabei schon von meiner zweiten Neuseelandreise träumen, die für Anfang 2020 auf der Südinsel geplant ist.
              Dabei werde ich eure Etappen wahrscheinlich ein paar Mal nur für einige Stunden kreuzen, aber sicherlich immer wieder an eure Erlebnisse und die teils widrigen Umstände denken.
              "And the People bowed and prayed
              to the neon god they made."


              Simon&Garfunkel "The sound of silence"

              Kommentar


              • #8
                Vielen Dank für Eure netten Kommentare.

                Zitat von pablito Beitrag anzeigen
                Manchmal denke ich heute noch ob ich irgendwo auf der Welt mir so einen langen Trail geben soll, wie z.Bsp. den PCT...

                Was mir aber schon früher auf deinem Blog sehr nützlich war und ist, ist die detaillierte Gear-Aufstellung: manches verwende ich von deiner Ausrüstung auch und manches mache anders :-)
                Die grosse Masse der Te Araroa Hiker ist zwischen 20 und 30. Wir haben den Schnitt da schon gut nach oben geschoben. Den ältesten Wanderer den wir getroffen haben und der den gesamten Te Araroa gemacht hat war 73 Jahre alt - es ist also nie zu spät so was anzugehen.
                Beim Equipment haben wir uns vorab viele Gedanken gemacht, was wir mitnehmen. Ein Tauschen oder Ersetzen des Equipments unterwegs ist kaum möglich. In Neuseeland gibt es nur wenige gute Outdoorläden, und die liegen nicht am Weg. Unsere Erfahrungen mit unserer Ausrüstung und die Erfahrungen der Wanderer mit denen wir unterwegs darüber gesprochen haben sind auf unserem Blog niedergeschrieben. Generell kann man sagen, das in den USA ein viel grösserer Markt und Bedarf für ultralight und Weitwandern ist, und dementsprechend oft das beste Material zu günstigem Preis von dort kommt.


                Liebe Grüsse, Thomas
                Zuletzt geändert von Tomaselli; 07.10.2019, 10:15.

                Kommentar


                • #9
                  Servus Thomas !

                  Schon beim Umbauen des Berichts konnte ich deine Bilder bewundern. Diese zeigen sehr schön, wie viele verschiedene Eindrücke man von so einer langen Wanderung mit nach Hause nehmen kann. Respekt für's Durchhaltevermögen und Gratulation zur Bewältigung der Strecke.
                  Ich stell mir auch vor, dass das gemeinsame Wandern über diese Distanz für eine Beziehung ein ganz schöner Prüfstein ist.

                  In den 90ern war ich stolz, den österreichischen WWW 010 in einem Stück durchgegangen zu sein, der Te Araroa liegt da viele Kategorien drüber.

                  LG, Günter
                  Meine Touren in Europa

                  Nicht was wir erleben, sondern wie wir es empfinden, macht unser Schicksal aus.
                  (Marie von Ebner-Eschenbach)

                  Kommentar


                  • #10
                    Hallo Günter,
                    nochmals herzlichen Dank fürs Umbauen. Nachdem ich meine Einstellungen im Konto verändert habe, die sich wie auch immer verstellt haben, ist auch die Chronologie wieder da.
                    Ja, durchhalten ist eines der wichtigsten Kriterien bei so einer langen Wanderung. Wenn es tagelang regnet, die Pfade total durchweicht sind und du von einem Schlammloch in das nächste fällst, fragst Du Dich schon mal was du hier tust. Aber wenn dann die Sonne scheint, die Landschaft um dich herum atemberaubend ist, dann ist die Frage nach dem Aufgeben oder Weitergehen schnell beantwortet.
                    Nachdem ich ja schon über 30 Jahre verheiratet bin und dies nicht unsere erste grosse Unternehmung war, haben wir die Prüfsteine der Beziehung schon hinter uns. Wenn du die Stärken und Schwächen deines Partners und von dir selbst kennst und akzeptierst, dann läuft so ein gemeinsames Unternehmen sehr gut.
                    LG, Thomas

                    Kommentar


                    • #11
                      Gratuliere zu dieser wohl sehr fordernden Unternehmung! Ein toller Bericht, danke!

                      LG

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                      • #12
                        Gratuliere zu deiner wunderschönen Tour.
                        Ist einfach eine herrliche Gegend.
                        Lg. helmut55

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                        • #13
                          Hallo Thomas,
                          Gratulation zur Goldmedaille. Meine Stimme war auch für deinen schönen Bericht!
                          LG, Herman
                          Ich erhebe meine Augen zu den Bergen: Woher kommt mir Hilfe? Meine Hilfe ist der Herr, der Himmel und Erde erschaffen hat (Ps 121). Gipfelkreuz Seespitze (3021 m), Venedigergruppe, Osttirol.

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                          • #14
                            Zitat von HNT Beitrag anzeigen
                            Hallo Thomas,
                            Gratulation zur Goldmedaille. Meine Stimme war auch für deinen schönen Bericht!
                            LG, Herman
                            Danke Herman, ich hab das gar nicht so mitbekommen. Ich habe schon bemerkt, dass ich nominiert wurde, hab aber dann nicht mehr geschaut.
                            Auch Danke an die anderen Stimmen.
                            LG, Thomas

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