Wegführung: Oberlandhütte (1010m, 9.20) – Grundalm – Hirzeggalm – Spießnägel (1880m, 12.30) – Sonnwendalm (15.00) – Oberlandhütte (15.45) | 900hm, 16.8km | Gehzeit: ca. 5 Std. 45 Minuten
4 Tage Alpenverein mit geführten Touren ab Oberlandhütte. Die Wetterentwicklung war eine Kopie vom Vorjahr in Bad Ischl. Nach schier endlosen milden und trockenen Tagen im Herbst gab es just an diesem Wochenende einen markanten Wintereinbruch. Damit war der geplante Große Rettenstein (2366m), ein monumentaler Felsklapf in den sonst eher sanften Kitzbüheler Alpen, außer Reichweite. Trotz durchwachsener Wetteraussichten haben wir drei anständige Touren zusammengebracht – Chapeau, Csaba!
Meine Lehre: Die Salewa Midtrainer 2 waren bei dieser Schneelage die falschen Schuhe – mit einer vollversteiften Sohle und wasserdichtem Schuhmaterial hätte ich mir leichter getan. Dafür hat sich die Mitnahme der Spikes ausgezahlt. Zugegeben bin ich bei solchen Schneehöhe bisher selten ohne Schneeschuhe unterwegs gewesen.
Sturmtief über dem Ärmelkanal am Freitag, 23. Oktober 2026, 12 Uhr MESZ (Quelle: kachelmannwetter.com)
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Drei meteorologisch interessante Tage. Am Anreisetag zog Sturmtief AUSTEN über den Ärmelkanal ostwärts. Entlang der französischen Küste gab es verbreitet schwere Orkanböen bis 160 km/h. Das Tief wies tropische Eigenschaften mit einem kleinen Auge (wie bei einem Hurrikan) auf, was durch einen Querschnitt der potentiellen Vorticity bestätigt wurde (warmer Kern in der unteren Troposphäre). Die Regenbänder zirkulierten um das Zentrum, die eigentlichen Fronten befanden sich deutlich entfernt. Klassische Warm- und Kaltfronten fehlten.
Ich reise mit einem früheren Zug an, der pünktlich war. Damit problemloser Umstieg in Wörgl auf den Interregio nach Kirchberg in Tirol. Dort gut eine halbe Stunde Wartezeit auf den Bus nach Aschau und ab der Endstation noch knapp fünf Minuten zu Fuß. Um 15 Uhr war ich bei der Oberlandhütte im Spertental. Wetterbedingt gab es offenbar viele Absagen und außer uns kaum Übernachtungsgäste. Vorher anreisen wäre aber nicht gegangen, da die Hütte Donnerstag auf Freitag geschlossen hatte.
Kirchberg hieß bis ins 15. Jahrhundert noch Sperten wie das dort mündende Spertental. Der Name leitet sich von vorrömisch sperta für Eiche her – das Eichenwaldtal. Einige Eichen hat man trotz der Talrodungen gnädigerweise stehengelassen.
Talschluss des Spertentals mit den namensgebenden Eichen im Vordergrund, Blick in den Oberen Grund und zum Kleinen Rettenstein (2216m)
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Oberlandhütte, Deutscher Alpenverein Sektion München/Oberland, im Hintergrund der Wilde Kaiser mit dem Rauen Kopf (1580m) davor
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Herbstfreuden
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Auf dem markanten Felssporn rechts sind heute noch spärliche Ruinenreste einer Burg zu finden, die um 1250 aufgegeben wurde. Urkundlich erwähnt wurde Falkenstein noch im Jahr 1314. Heute befindet sich die Hütte „Ansitz Falkenstein“ dort, früher als Jagdhütte genutzt, heute ein kleines Ferienhaus (Quellen: marterl.at, ruine.at).
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Geißlein mit viel Platz und Ruhe
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In der Nacht auf Samstag zogen mehrere Kaltfrontstaffeln durch, anfangs mit kräftigem Regen, der herrlich auf den Dachfenstern des Zimmerlagers prasselte. Als wir zwischen 7 und 9 beim Frühstück saßen, regnete es noch, ließ aber bald nach. Oberhalb von etwa 1200m gab es nennenswerten Neuschnee.
deutlich verschneiter Westhang zwischen Schwarzkogel und Kleinem Rettenstein (unsere Tour vom Folgetag)
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Mit einer Kombination aus aktuellem Wetterradar und speziell Vorhersagedaten des deutschen Lokalmodells ICON D2 gelangen mir an allen Tagen zuverlässige Prognosen, nur die Restbewölkung am Nationalfeiertag war hartnäckiger als erwartet. Für den ersten Tourentag, Samstag, 24. Oktober, rechneten die Modelle am Vortag allenfalls unergiebige Schneeschauer bei Höchstwerten um den Gefrierpunkt in 1500m Höhe. Dazu wenig Wind. In der Früh zeigte das D2-Modell plötzlich für den Nachmittag nochmals für 1-2 Std. durchziehende Schauerbänder in der Region.
tiefbasige Stratusfetzen über dem Unteren Grund
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Wir wanderten zunächst entlang der Forststraße in den Oberen Grund hinein und bogen kurz nach der Grundalm rechts auf einen Forstweg ab. Dieser ist in der AMAP wie viele neue Forstwege übrigens NICHT eingezeichnet! Die OSM ist hier genauer.
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Nach acht Kehren ging der Weg in einen Steig über, der in langen, flachen Kehren kaum Höhe gewann. Bei der Hirzeggalm erreichten wir freies Gelände mit den ersten schönen Ausblicken in die Umgebung. Die scharfe Wolkenkante nach Westen verlagerte sich tagsüber nur langsam ostwärts. Eine schwache Adriatiefbildung war dafür verantwortlich, mit kompakten Wolken im Südwesten von Österreich – daher die recht homogene mittelhohe Bewölkung (Altostratus) über dem Spertental.
Gaisberg (1770m) links, hinten Wilder Kaiser
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scharfe Schneegrenze bei rund 1550m am Gaisberg links, hinten klar erkennbar der Einschnitt (Ellmauer Tor) im Wilden Kaiser
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Schwarzkogel (2023m) und der breite Kamm zum Kleinen Rettenstein
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Altostratus translucidus (durchscheinend)
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aufsteigende Restfeuchte (Stratus fractus) über den Hängen des Pengelsteins (1938m)
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Jagdhütte
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4 Tage Alpenverein mit geführten Touren ab Oberlandhütte. Die Wetterentwicklung war eine Kopie vom Vorjahr in Bad Ischl. Nach schier endlosen milden und trockenen Tagen im Herbst gab es just an diesem Wochenende einen markanten Wintereinbruch. Damit war der geplante Große Rettenstein (2366m), ein monumentaler Felsklapf in den sonst eher sanften Kitzbüheler Alpen, außer Reichweite. Trotz durchwachsener Wetteraussichten haben wir drei anständige Touren zusammengebracht – Chapeau, Csaba!
Meine Lehre: Die Salewa Midtrainer 2 waren bei dieser Schneelage die falschen Schuhe – mit einer vollversteiften Sohle und wasserdichtem Schuhmaterial hätte ich mir leichter getan. Dafür hat sich die Mitnahme der Spikes ausgezahlt. Zugegeben bin ich bei solchen Schneehöhe bisher selten ohne Schneeschuhe unterwegs gewesen.
Sturmtief über dem Ärmelkanal am Freitag, 23. Oktober 2026, 12 Uhr MESZ (Quelle: kachelmannwetter.com)
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Drei meteorologisch interessante Tage. Am Anreisetag zog Sturmtief AUSTEN über den Ärmelkanal ostwärts. Entlang der französischen Küste gab es verbreitet schwere Orkanböen bis 160 km/h. Das Tief wies tropische Eigenschaften mit einem kleinen Auge (wie bei einem Hurrikan) auf, was durch einen Querschnitt der potentiellen Vorticity bestätigt wurde (warmer Kern in der unteren Troposphäre). Die Regenbänder zirkulierten um das Zentrum, die eigentlichen Fronten befanden sich deutlich entfernt. Klassische Warm- und Kaltfronten fehlten.
Ich reise mit einem früheren Zug an, der pünktlich war. Damit problemloser Umstieg in Wörgl auf den Interregio nach Kirchberg in Tirol. Dort gut eine halbe Stunde Wartezeit auf den Bus nach Aschau und ab der Endstation noch knapp fünf Minuten zu Fuß. Um 15 Uhr war ich bei der Oberlandhütte im Spertental. Wetterbedingt gab es offenbar viele Absagen und außer uns kaum Übernachtungsgäste. Vorher anreisen wäre aber nicht gegangen, da die Hütte Donnerstag auf Freitag geschlossen hatte.
Kirchberg hieß bis ins 15. Jahrhundert noch Sperten wie das dort mündende Spertental. Der Name leitet sich von vorrömisch sperta für Eiche her – das Eichenwaldtal. Einige Eichen hat man trotz der Talrodungen gnädigerweise stehengelassen.
Talschluss des Spertentals mit den namensgebenden Eichen im Vordergrund, Blick in den Oberen Grund und zum Kleinen Rettenstein (2216m)
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Oberlandhütte, Deutscher Alpenverein Sektion München/Oberland, im Hintergrund der Wilde Kaiser mit dem Rauen Kopf (1580m) davor
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Herbstfreuden
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Auf dem markanten Felssporn rechts sind heute noch spärliche Ruinenreste einer Burg zu finden, die um 1250 aufgegeben wurde. Urkundlich erwähnt wurde Falkenstein noch im Jahr 1314. Heute befindet sich die Hütte „Ansitz Falkenstein“ dort, früher als Jagdhütte genutzt, heute ein kleines Ferienhaus (Quellen: marterl.at, ruine.at).
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Geißlein mit viel Platz und Ruhe
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In der Nacht auf Samstag zogen mehrere Kaltfrontstaffeln durch, anfangs mit kräftigem Regen, der herrlich auf den Dachfenstern des Zimmerlagers prasselte. Als wir zwischen 7 und 9 beim Frühstück saßen, regnete es noch, ließ aber bald nach. Oberhalb von etwa 1200m gab es nennenswerten Neuschnee.
deutlich verschneiter Westhang zwischen Schwarzkogel und Kleinem Rettenstein (unsere Tour vom Folgetag)
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Mit einer Kombination aus aktuellem Wetterradar und speziell Vorhersagedaten des deutschen Lokalmodells ICON D2 gelangen mir an allen Tagen zuverlässige Prognosen, nur die Restbewölkung am Nationalfeiertag war hartnäckiger als erwartet. Für den ersten Tourentag, Samstag, 24. Oktober, rechneten die Modelle am Vortag allenfalls unergiebige Schneeschauer bei Höchstwerten um den Gefrierpunkt in 1500m Höhe. Dazu wenig Wind. In der Früh zeigte das D2-Modell plötzlich für den Nachmittag nochmals für 1-2 Std. durchziehende Schauerbänder in der Region.
tiefbasige Stratusfetzen über dem Unteren Grund
6.jpg
Wir wanderten zunächst entlang der Forststraße in den Oberen Grund hinein und bogen kurz nach der Grundalm rechts auf einen Forstweg ab. Dieser ist in der AMAP wie viele neue Forstwege übrigens NICHT eingezeichnet! Die OSM ist hier genauer.
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Nach acht Kehren ging der Weg in einen Steig über, der in langen, flachen Kehren kaum Höhe gewann. Bei der Hirzeggalm erreichten wir freies Gelände mit den ersten schönen Ausblicken in die Umgebung. Die scharfe Wolkenkante nach Westen verlagerte sich tagsüber nur langsam ostwärts. Eine schwache Adriatiefbildung war dafür verantwortlich, mit kompakten Wolken im Südwesten von Österreich – daher die recht homogene mittelhohe Bewölkung (Altostratus) über dem Spertental.
Gaisberg (1770m) links, hinten Wilder Kaiser
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scharfe Schneegrenze bei rund 1550m am Gaisberg links, hinten klar erkennbar der Einschnitt (Ellmauer Tor) im Wilden Kaiser
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Schwarzkogel (2023m) und der breite Kamm zum Kleinen Rettenstein
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Altostratus translucidus (durchscheinend)
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aufsteigende Restfeuchte (Stratus fractus) über den Hängen des Pengelsteins (1938m)
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Jagdhütte
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