Wegführung: Winkler Tal Parkplatz (1450m, ca. 8.50) – Prinz-Heinrich-Kapelle (10.35-10.50) – Obstanser Hütte (12.00-12.30) – Pfannspitze (13.55-14.35) – Obstanser Sattel – Obstanser Hütte (15.55-16.55) – Parkplatz (ca. 18.45) | 13.4km, 1270hm | ca. 7,5 Std. Gehzeit
Nach der Rückkehr vom Degenhorn verlängerten wir unseren Aufenthalt im Villgratental spontan um eine Nacht, damit sich am Sonntag noch eine ganze Tagestour ausging, um nicht erst gegen Mitternacht in Wien aufschlagen zu müssen. Sonst wäre es womöglich die Karlsbader Hütte in den Lienzer Dolomiten geworden. Ich brachte den Obstanser See ins Spiel, dessen Zugang über einen breiten Steig leicht erschien – oben am Kamm ergaben sich dann zahlreiche Gipfeloptionen.
Bei der Anfahrt war der Parkplatz beim Sportzentrum in Kartitsch schon gut gefüllt. Wir fuhren weiter ins Tal hinein. Dabei überholten wir einen Mountainbiker mit einer Trompete im Rucksack. Kurz vor der Kehre auf ca. 1450m Höhe konnten wir parken. Als sich eine Familie neben uns stellte, erfuhren wir, dass bei der Hütte eine Bergmesse für den Erweiterungsbau stattfinden sollte. Daher herrschte hier so ein Trubel. Zumindest konnten wir so relativ weit hinten parken.
Die Einheimischen parkten teilweise ganz hinten, bevor der Fahrweg in den Steig überging. Eine Frau fuhr mit ihrer Vespa die letzten Meter bis zum Steig. Ein Geländewagen stand steil im Gebüsch. Ohne Allrad würde er wohl rückwärts umkippen beim Zurücksetzen.
Ein Hubschrauber flog mehrfach zwischen Tal und Hütte hin und her, brachte wohl Verpflegung und betagtere Festgäste zur Hütte.
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Gedenkstein an den Ersten Weltkrieg
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Nach ein paar flacheren Schotterkehren begann die spektakuläre Querung des in den Fels gehauenen Wegs, der wohl großteils im Ersten Weltkrieg angelegt wurde.
Winklertal und Villgratner Berge
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Dann begannen die Holzstufen, gerade so weit auseinander, dass es später bergab äußerst mühsam wurde. Günter zählte 436 Holzstufen. Wer aufmerksam war, entdeckte auch den grundsätzlich essbaren, aber aufgrund seiner zähen Konsistenz kaum genießbaren Pilz.
Klebriger Hörnling (Calocera viscosa) unterhalb der Holzstufen
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Spektakulärer Wasserfall im oberen Teil, der nach der Brücke über eine steile Felswand rund 150 Höhenmeter ins Tal stürzt.
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Die 1386 geweihte, spätgotische Pfarrkirche von Kartitsch mit Friedhof
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Nordostwand der Gatterspitze
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Durchbruch zum Obstanser Boden
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Unmittelbar vor der Steilstufe steht die „Villa Yeti“. Sie wurde vom Kartitscher Josef Hernegger ab dem Jahr 2014 in mühsamer Kleinstarbeit gebaut. Sie ist gleichzeitig Schutzraum und Museum und erinnert an die Geschichte des Ersten Weltkriegs in Osttirols. In den Innenräumen liegen Granatsplitter und Teile der alten Seilbahn, die hier auf den Obstanser Boden führte. Hernegger ist auch Zeichner und hat eine Landkarte von Kartitsch aus 49 einzelnen Blättern gezeichnet, die „Yeti-Karte“. Wir gingen ahnungslos daran vorbei, welche Schätze sich in der Holzhütte verbargen. Meine Leser wissen es jetzt.
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Obstanser Boden mit Rosskopf (2603m) links. Der weitere Aufstieg geht über den breiten, mit Erlen bewachsenen Schuttkegel und in das Schotterkar unterhalb der Felswand.
Ehemalige Heustadl.
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Rechts auf der Anhöhe (Gletschermoräne?) steht eine kleine Holzkapelle, die in Erinnerung an Major Prinz Heinrich von Bayern (1884-1916), Kommandeur eines Bataillons des Bayrischen Leibregiments, der die Tiroler Standschützen unterstützte, errichtet wurde. Von Bayern entstammte dem Adelsgeschlecht der Wittelsbacher. Er wurde Gebhard Himmler, dem Vater des NSDAP-Politikers Heinrich Himmler, erzogen. Die Kapelle wurde 1916 von österreichischen Soldaten errichtet und nach seinem Tod nach ihm benannt. 1987 wurde sie durch einen originalgetreuen Neubau ersetzt.
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Frühlingsenzian
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Gatterspitze und Villgratner Berge, mit Hochgrabe, Hochalmspitze, Gölbner
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Die neugierige Ziegenherde folgte erst im Gänsemarsch zwei Wanderern, kehrte dann aber um, als ein Mann mit seinem Australian Shephard im Abstand an der Herde vorbeiging. Erst beim Beginn des Anstiegs über den Schuttkegel blieb die Herde stehen. Witzig zu verfolgen aus der Entfernung.
Der Moment, als die Herde vom Kurs abkam
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Nach der Rückkehr vom Degenhorn verlängerten wir unseren Aufenthalt im Villgratental spontan um eine Nacht, damit sich am Sonntag noch eine ganze Tagestour ausging, um nicht erst gegen Mitternacht in Wien aufschlagen zu müssen. Sonst wäre es womöglich die Karlsbader Hütte in den Lienzer Dolomiten geworden. Ich brachte den Obstanser See ins Spiel, dessen Zugang über einen breiten Steig leicht erschien – oben am Kamm ergaben sich dann zahlreiche Gipfeloptionen.
Bei der Anfahrt war der Parkplatz beim Sportzentrum in Kartitsch schon gut gefüllt. Wir fuhren weiter ins Tal hinein. Dabei überholten wir einen Mountainbiker mit einer Trompete im Rucksack. Kurz vor der Kehre auf ca. 1450m Höhe konnten wir parken. Als sich eine Familie neben uns stellte, erfuhren wir, dass bei der Hütte eine Bergmesse für den Erweiterungsbau stattfinden sollte. Daher herrschte hier so ein Trubel. Zumindest konnten wir so relativ weit hinten parken.
Die Einheimischen parkten teilweise ganz hinten, bevor der Fahrweg in den Steig überging. Eine Frau fuhr mit ihrer Vespa die letzten Meter bis zum Steig. Ein Geländewagen stand steil im Gebüsch. Ohne Allrad würde er wohl rückwärts umkippen beim Zurücksetzen.
Ein Hubschrauber flog mehrfach zwischen Tal und Hütte hin und her, brachte wohl Verpflegung und betagtere Festgäste zur Hütte.
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Gedenkstein an den Ersten Weltkrieg
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Nach ein paar flacheren Schotterkehren begann die spektakuläre Querung des in den Fels gehauenen Wegs, der wohl großteils im Ersten Weltkrieg angelegt wurde.
Winklertal und Villgratner Berge
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Dann begannen die Holzstufen, gerade so weit auseinander, dass es später bergab äußerst mühsam wurde. Günter zählte 436 Holzstufen. Wer aufmerksam war, entdeckte auch den grundsätzlich essbaren, aber aufgrund seiner zähen Konsistenz kaum genießbaren Pilz.
Klebriger Hörnling (Calocera viscosa) unterhalb der Holzstufen
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Spektakulärer Wasserfall im oberen Teil, der nach der Brücke über eine steile Felswand rund 150 Höhenmeter ins Tal stürzt.
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Die 1386 geweihte, spätgotische Pfarrkirche von Kartitsch mit Friedhof
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Nordostwand der Gatterspitze
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Durchbruch zum Obstanser Boden
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Unmittelbar vor der Steilstufe steht die „Villa Yeti“. Sie wurde vom Kartitscher Josef Hernegger ab dem Jahr 2014 in mühsamer Kleinstarbeit gebaut. Sie ist gleichzeitig Schutzraum und Museum und erinnert an die Geschichte des Ersten Weltkriegs in Osttirols. In den Innenräumen liegen Granatsplitter und Teile der alten Seilbahn, die hier auf den Obstanser Boden führte. Hernegger ist auch Zeichner und hat eine Landkarte von Kartitsch aus 49 einzelnen Blättern gezeichnet, die „Yeti-Karte“. Wir gingen ahnungslos daran vorbei, welche Schätze sich in der Holzhütte verbargen. Meine Leser wissen es jetzt.
10.jpg
Obstanser Boden mit Rosskopf (2603m) links. Der weitere Aufstieg geht über den breiten, mit Erlen bewachsenen Schuttkegel und in das Schotterkar unterhalb der Felswand.
Ehemalige Heustadl.
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Rechts auf der Anhöhe (Gletschermoräne?) steht eine kleine Holzkapelle, die in Erinnerung an Major Prinz Heinrich von Bayern (1884-1916), Kommandeur eines Bataillons des Bayrischen Leibregiments, der die Tiroler Standschützen unterstützte, errichtet wurde. Von Bayern entstammte dem Adelsgeschlecht der Wittelsbacher. Er wurde Gebhard Himmler, dem Vater des NSDAP-Politikers Heinrich Himmler, erzogen. Die Kapelle wurde 1916 von österreichischen Soldaten errichtet und nach seinem Tod nach ihm benannt. 1987 wurde sie durch einen originalgetreuen Neubau ersetzt.
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Frühlingsenzian
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Gatterspitze und Villgratner Berge, mit Hochgrabe, Hochalmspitze, Gölbner
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Die neugierige Ziegenherde folgte erst im Gänsemarsch zwei Wanderern, kehrte dann aber um, als ein Mann mit seinem Australian Shephard im Abstand an der Herde vorbeiging. Erst beim Beginn des Anstiegs über den Schuttkegel blieb die Herde stehen. Witzig zu verfolgen aus der Entfernung.
Der Moment, als die Herde vom Kurs abkam
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