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Wegführung: Thurntaler Rast – Astattsattel – Hochrast – Thurntaler See – Thurntaler Spitze – Drei Seen – Thurntaler Rast
Höhenmeter: 620 | Strecke: 12,2km | Gehzeit: ca. 4 Stunden | Viecher: Steinschmätzer, Murmeltier
Pünktlich mit dem Ende der extremen Hitzewelle in Österreich floh ich nach Osttirol, um meinen Wanderurlaub anzutreten. Rechtzeitig fuhr ich mit dem Direktzug nach Lienz, erstmals auf der neuen Koralmstrecke, weiter mit der S-Bahn Richtung Fortezza nach Sillian und zum Schluss mit dem Linienbus 966 nach Innervillgraten. Mit knapp über 29 Grad Wohnungstemperatur verließ ich das unerträgliche Wien, mit wenig Schlaf entsprechend.
Die Zugfahrt verlief unspektakulär, ab Kärnten wurden die Quellwolken langsam mächtiger und als ich in Sillian auf den Bus wartete, gab es schon die ersten großen Regentropfen. Es war so wie ich es schon am Vortag dachte: Ich würde zeitgleich mit dem Gewitter bei der Unterkunft eintreffen. Der Bus hält genau vor der Unterkunft – ich springe heraus und eilig zum Haus, als es zu regnen und winden anfängt. Das Gewitter kam dann später, mit einigen heftigen positiv geladenen Erdblitzen.
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Wolkenphase am Mittwoch, 1. Juli 2026, 15 Uhr MESZ (Quelle: kachelmannwetter.com) – Villgratental gelb markiert
Osttirol lag am Rande ausgedehnter Gewittercluster über Südtirol, die sich am Abend nur langsam abschwächten. Entsprechend fuhr ich noch im Niederschlag um 17 Uhr mit dem Bus ins Dorf und ging im Regen nach dem Abendessen gegen 19.20 Uhr MESZ zurück zur Unterkunft – für die 2,2km brauchte ich eine knappe halbe Stunde. Es war herrlich nach zwei Wochen Hitze mit dem Regenschirm entlang eines rauschenden Gebirgsbachs zu gehen, mit viel blühender Botanik am Wegesrand des sogenannten „Wasserwegs“: Zu diesem hier ein Verweis auf einen kleinen Blogeintrag.
Die freundliche Unterkunftgeberin wies mich gleich daraufhin, dass ich für das „Herzasstaxi“ nicht bis zum Dorf gehen musste, sondern vor der Unterkunft abgeholt wurde, weil sich die Taxigarage in unmittelbarer Nähe befand. Das Unternehmen bedient auch den Linienbus.
Nach einem ausgedehnten Frühstücksbuffet wurde ich überpünktlich um 9.30 vom etwas mürrischen Taxifahrer abgeholt, der unterwegs kaum drei Worte sprach. Wohl kein Morgenmensch. Kann ich verstehen. Ich war der einzige Fahrgast an allen Tagen und auch im Linienbus oft alleine. Am Ende der Woche fragte ich mich, ob ich der erste öffentlich anreisende Tourist überhaupt in diesem Teil von Österreich war.
Die erste Tour sollte aus Akklimatisierungsgründen bei der Thurntaler Rast (1978m) starten, einem von drei Taxi-Zielorten. Ursprünglich wollte ich zuerst zur Parggenspitze (2323m) gehen, über Hochrast oder Astattsattel zur Thurntaler Spitze und über die Drei Seen zurück. Das Taxi sollte bereits um 16 Uhr zurückgehen, was ich überhaupt nicht einschätzen konnte von den Gehzeiten her, ob sich das gut ausgehen würde oder nicht. Mit Zeitdruck unterwegs sein war wirklich doof.
Bereits beim Hinauffahren fiel mir das Meer an Orchideen entlang vom Straßenrand auf, aber da konnte ich den Fahrer schlecht bitten, anzuhalten. Es war außerdem überwiegend „nur“ die häufigste Orchideenart von Österreich: Dactylorhiza fuchsii (Fuchs-Knabenkraut).
Mein erstes Foto galt nicht der Umgebung, sondern der wohl zweithäufigsten Orchideenart:
Mücken-Händelwurz (Gymnadenia conopsea)
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Lilagold-Feuerfalter (Lycaena hippothoe)
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herrliche Blumenwiese
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Großes Zweiblatt (Neottia ovata)
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Blick ins Pustertal bei Sillian, sowie ins Tiroler Gailtal, mit dem Karnischen Hauptkamm rechts und dazwischen Lienzer Dolomiten
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Ziestblättrige Teufelskralle (Phyteuma betonicifolium)
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Am Gasthof Gadein vorbei folgte ich dem langsam ansteigenden Fahrweg Richtung Äußere Alm, mit den ersten Blicken Richtung Südtiroler Dolomiten. Es war temperaturmäßig sehr angenehm und ich konnte bald auf kurze Hose umsteigen. Dafür holte ich mir trotz Einschmieren einen Sonnenbrand. Die Julisonne war heroben kräftig.
Hochgrabe (2951m) und Gabesitten (2665m) links, rechts Gölbner (2943m) und Gumriaul (2918m)
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aufsteigende Restfeuchte (Cumuli) über Dreischusterspitze links (3145m), mittig Monte Cristallo (3221m), rechts Haunold (2966m) in Wolken
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Im Süden sah man den Cima Bagni (2983m) links vom Füllhorn und Cima Dodici (3094m) rechts vom Helm, dazwischen Cima Undici (3092m) in den Sextener Dolomiten.
Im Vordergrund der nordwestlichste Ausläufer der Karnischen Alpen mit Hochgruben (2538m), Füllhorn (2445m) und Helm (2433m)
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Den Helm hatte ich mir als Ausweichtour überlegt, falls von Norden her zu viele Wolken übergreifen würden. Ab Sillian satte 1300 Höhenmeter über den sogenannten Heimatsteig, historisch durchaus interessant.
Parggenspitze (2323m) links im (Dauer) Schatten
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Torre dei Scarperi (Schwabenalpenkopf), 2687m
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alte Gemäuer als Weidenumzäunung
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An dieser Stelle muss ich die (unmarkierte) Abzweigung übersehen haben, denn eigentlich wollte ich dort dem Höhenweg folgen, der beim Kleinen See unterhalb der Parggenspitze endet. Ich ging aber gerade aus und wartete auf einen Wegweiser, der nie kam. Allgemein gibt es in der ganzen Region an manchen wichtigen Kreuzungen keine Wegweiser – Karten lesen sollte man also können bzw. auch dabei haben, ob physisch oder digital. Ich wollte bewusst nur mit Karte navigieren und prompt vergangen.
Äußere Alm (privat), mit Ententeich und Hasenstall
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Wegführung: Thurntaler Rast – Astattsattel – Hochrast – Thurntaler See – Thurntaler Spitze – Drei Seen – Thurntaler Rast
Höhenmeter: 620 | Strecke: 12,2km | Gehzeit: ca. 4 Stunden | Viecher: Steinschmätzer, Murmeltier
Pünktlich mit dem Ende der extremen Hitzewelle in Österreich floh ich nach Osttirol, um meinen Wanderurlaub anzutreten. Rechtzeitig fuhr ich mit dem Direktzug nach Lienz, erstmals auf der neuen Koralmstrecke, weiter mit der S-Bahn Richtung Fortezza nach Sillian und zum Schluss mit dem Linienbus 966 nach Innervillgraten. Mit knapp über 29 Grad Wohnungstemperatur verließ ich das unerträgliche Wien, mit wenig Schlaf entsprechend.
Die Zugfahrt verlief unspektakulär, ab Kärnten wurden die Quellwolken langsam mächtiger und als ich in Sillian auf den Bus wartete, gab es schon die ersten großen Regentropfen. Es war so wie ich es schon am Vortag dachte: Ich würde zeitgleich mit dem Gewitter bei der Unterkunft eintreffen. Der Bus hält genau vor der Unterkunft – ich springe heraus und eilig zum Haus, als es zu regnen und winden anfängt. Das Gewitter kam dann später, mit einigen heftigen positiv geladenen Erdblitzen.
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Wolkenphase am Mittwoch, 1. Juli 2026, 15 Uhr MESZ (Quelle: kachelmannwetter.com) – Villgratental gelb markiert
Osttirol lag am Rande ausgedehnter Gewittercluster über Südtirol, die sich am Abend nur langsam abschwächten. Entsprechend fuhr ich noch im Niederschlag um 17 Uhr mit dem Bus ins Dorf und ging im Regen nach dem Abendessen gegen 19.20 Uhr MESZ zurück zur Unterkunft – für die 2,2km brauchte ich eine knappe halbe Stunde. Es war herrlich nach zwei Wochen Hitze mit dem Regenschirm entlang eines rauschenden Gebirgsbachs zu gehen, mit viel blühender Botanik am Wegesrand des sogenannten „Wasserwegs“: Zu diesem hier ein Verweis auf einen kleinen Blogeintrag.
Die freundliche Unterkunftgeberin wies mich gleich daraufhin, dass ich für das „Herzasstaxi“ nicht bis zum Dorf gehen musste, sondern vor der Unterkunft abgeholt wurde, weil sich die Taxigarage in unmittelbarer Nähe befand. Das Unternehmen bedient auch den Linienbus.
Nach einem ausgedehnten Frühstücksbuffet wurde ich überpünktlich um 9.30 vom etwas mürrischen Taxifahrer abgeholt, der unterwegs kaum drei Worte sprach. Wohl kein Morgenmensch. Kann ich verstehen. Ich war der einzige Fahrgast an allen Tagen und auch im Linienbus oft alleine. Am Ende der Woche fragte ich mich, ob ich der erste öffentlich anreisende Tourist überhaupt in diesem Teil von Österreich war.
Die erste Tour sollte aus Akklimatisierungsgründen bei der Thurntaler Rast (1978m) starten, einem von drei Taxi-Zielorten. Ursprünglich wollte ich zuerst zur Parggenspitze (2323m) gehen, über Hochrast oder Astattsattel zur Thurntaler Spitze und über die Drei Seen zurück. Das Taxi sollte bereits um 16 Uhr zurückgehen, was ich überhaupt nicht einschätzen konnte von den Gehzeiten her, ob sich das gut ausgehen würde oder nicht. Mit Zeitdruck unterwegs sein war wirklich doof.
Bereits beim Hinauffahren fiel mir das Meer an Orchideen entlang vom Straßenrand auf, aber da konnte ich den Fahrer schlecht bitten, anzuhalten. Es war außerdem überwiegend „nur“ die häufigste Orchideenart von Österreich: Dactylorhiza fuchsii (Fuchs-Knabenkraut).
Mein erstes Foto galt nicht der Umgebung, sondern der wohl zweithäufigsten Orchideenart:
Mücken-Händelwurz (Gymnadenia conopsea)
1.jpg
Lilagold-Feuerfalter (Lycaena hippothoe)
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herrliche Blumenwiese
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Großes Zweiblatt (Neottia ovata)
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Blick ins Pustertal bei Sillian, sowie ins Tiroler Gailtal, mit dem Karnischen Hauptkamm rechts und dazwischen Lienzer Dolomiten
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Ziestblättrige Teufelskralle (Phyteuma betonicifolium)
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Am Gasthof Gadein vorbei folgte ich dem langsam ansteigenden Fahrweg Richtung Äußere Alm, mit den ersten Blicken Richtung Südtiroler Dolomiten. Es war temperaturmäßig sehr angenehm und ich konnte bald auf kurze Hose umsteigen. Dafür holte ich mir trotz Einschmieren einen Sonnenbrand. Die Julisonne war heroben kräftig.
Hochgrabe (2951m) und Gabesitten (2665m) links, rechts Gölbner (2943m) und Gumriaul (2918m)
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aufsteigende Restfeuchte (Cumuli) über Dreischusterspitze links (3145m), mittig Monte Cristallo (3221m), rechts Haunold (2966m) in Wolken
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Im Süden sah man den Cima Bagni (2983m) links vom Füllhorn und Cima Dodici (3094m) rechts vom Helm, dazwischen Cima Undici (3092m) in den Sextener Dolomiten.
Im Vordergrund der nordwestlichste Ausläufer der Karnischen Alpen mit Hochgruben (2538m), Füllhorn (2445m) und Helm (2433m)
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Den Helm hatte ich mir als Ausweichtour überlegt, falls von Norden her zu viele Wolken übergreifen würden. Ab Sillian satte 1300 Höhenmeter über den sogenannten Heimatsteig, historisch durchaus interessant.
Parggenspitze (2323m) links im (Dauer) Schatten
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Torre dei Scarperi (Schwabenalpenkopf), 2687m
11.jpg
alte Gemäuer als Weidenumzäunung
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An dieser Stelle muss ich die (unmarkierte) Abzweigung übersehen haben, denn eigentlich wollte ich dort dem Höhenweg folgen, der beim Kleinen See unterhalb der Parggenspitze endet. Ich ging aber gerade aus und wartete auf einen Wegweiser, der nie kam. Allgemein gibt es in der ganzen Region an manchen wichtigen Kreuzungen keine Wegweiser – Karten lesen sollte man also können bzw. auch dabei haben, ob physisch oder digital. Ich wollte bewusst nur mit Karte navigieren und prompt vergangen.
Äußere Alm (privat), mit Ententeich und Hasenstall
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