Hallo miteinander,
unser heuriger Familienurlaub führt(e) uns wie schon 2025 mit dem Auto auf eine Runde auf der Balkanhalbinsel, unter anderem für zwei Nächte nach Mavrovo auf ca. 1250 m am gleichnamigen See im gleichnamigen Nationalpark in Nordmazedonien. Ich verwende hier die offizielle Bezeichnung Nordmazedonien, bei vielen Einheimischen ist die Namensänderung aber glaube ich nicht (gut) angekommen.
Eine eher kurze, aber landschaftlich für mich sehr schöne Tour, von der ich berichten möchte, ist sich dabei für mich ausgegangen. Außerdem noch ein paar Eindrücke von Nordmazedonien außerhalb dieser Tour.
Einleitend noch ein paar Hintergrundinfos für die, die es interessiert
. Der Mavrovo Nationalpark liegt im Nordwesten von Nordmazedonien, ist mit einer Fläche von ca. 731 km² der größte der vier National Parks des Landes und wurde 1949 gegründet. Der Nationalpark reicht im Westen bis an die Grenze zu Albanien, wo sich mit dem Golem Korab (2754/2764 m) der höchste Berg beider Länder befindet.
Im Winter gibt es in Mavrovo ein kleines Skigebiet, im Sommer kann man eine Vielzahl an Wanderungen und Mountainbike-Touren unternehmen. Für Aktivitäten in den Wäldern und Bergen muss man sich registrieren und aktuell 100 Mazedonische Denar (MKD) (= 1,6 €) pro Tag bezahlen. Angeblich kann es vorkommen, dass man kontrolliert wird bzw. den Nachweis auch beim Grenzposten Strezimir erbringen muss, wenn man den Korab besteigen will.
Außerdem befindet sich im Nationalpark noch der eingangs erwähnte Stausee, an dessen Ufer zwar ein paar kleinere Orte existieren, aber lt. Wikipedia insgesamt nur ca. 340 ständige Einwohner leben. Die Ortschaften um den See, die wir gesehen haben, wirken touristisch auch relativ gering entwickelt, außer direkt im Bereich der Talstation des Skigebiets. Größere Einkaufsmöglichkeiten sucht man dort aber vergeblich. Das Dorf Mavrovi Anovi wurde seinerzeit durch den Stausee geflutet und weiter oben neu errichtet. Die 1850 erbaute zugehörige orthodoxe Sv.-Nikola-Kirche (St. Nikolaus), die nur teilweise überflutet wurde, ist ein bekanntes Wahrzeichen.
So, nun aber mal zur eigentlichen Tour. Ich müsste lügen, wenn ich nicht eigentlich den Korab im Hinterkopf für diesen Tag gehabt hätte, aber aus zeitlichen Gründen und auch, weil ich dort mit langen Strecken im Schnee rechnen musste und nicht sicher wusste, ob und wie ich da vorankommen würde, habe ich auf die Medenica umdisponiert.
Ausgangspunkt der Tour war um halb 8 das Bergdorf Galičnik auf ca. 1450 m bei 0° (es gab wohl in weiten Teilen der Balkanhalbinsel einen Kaltlufteinbruch, wenige Tage zuvor in Zlatibor in Serbien auf ca. 1000 m hatten wir in der Früh 5 cm Schnee am Auto).
Schon allein die Anfahrt dort hin war das erste Highlight. Nachdem man die steile Auffahrt im Wald hinter sich hat, gelangt man auf eine Hochebene, deren Landschaft an sich in Kombination mit den tlw. ansehnlichen Schneeflächen mein Herz gleich mal höher schlagen lassen haben.
Die Fotos habe ich auf der Rückfahrt gemacht, in der Früh waren nur wenige Wolken in der Weite zu sehen.
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Der war wohl mal in der Schweiz im Einsatz, sieht aber eigentlich noch gar nicht so alt aus.
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Bis Galičnik geht es ca. 11 km so wunderbar dahin, durchgehend auf sehr gutem Asphalt, tlw. liegen aber größere Steine auf der Straße, die man nicht touchieren möchte.
Gleichzeitig war ich schon gespannt, wie sich der Weg auf die Medenica präsentieren würde und ob ich überhaupt den Gipfel erreichen würde, da ich blöderweise die Spikes im Zimmer liegen gelassen habe. Ich habe zwar an sich keine ausgesetzten oder schwierigen Stellen erwartet, aber auch ein harmloser sanfter Hang kann mit einem Harschdeckel zum Spielverderber werden.
Beim Ortsbeginn - ob die noch einsatzfähig ist?
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Am Ortsbeginn von Galičnik ist ein Parkplatz, von wo der markierte Weg startet. Schönes Marterl (vmtl.) gleich nach dem Start. In dieser Art, wenn auch meistens nicht ganz so aufwendig, sieht man die oft neben den Straßen stehen.
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Orchidee am Wegesrand - Mit meinen bescheidenen Kenntnissen und App-Unterstützung würde ich sagen irgendein Knabenkraut, aber welches genau? Wird sich vermutlich allein anhand dieses Fotos nicht bestimmen lassen.
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Wolfsmilch
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Nachdem man die Häuser des Dorfs gleich mal hinter sich gelassen hat, geht es schön, mit gutem Höhengewinn, aber nie arg steil bergauf. Man steuert auf eine hier noch verdeckte Scharte links der Felsen in Bildmitte zu. Diese gehören zum Govedarnik, über den ich die Runde abschließen möchte. Vielleicht ist da auch schon der Gipfel zu sehen, ich bin mir rückblickend nicht sicher.
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Rückblick hinab in das verstreute Bergdorf. Lt. Wikipedia hatte es 2021 48 Einwohner, eine Volkszählung 2002 ergab nur 3.
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Weiterweg
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unser heuriger Familienurlaub führt(e) uns wie schon 2025 mit dem Auto auf eine Runde auf der Balkanhalbinsel, unter anderem für zwei Nächte nach Mavrovo auf ca. 1250 m am gleichnamigen See im gleichnamigen Nationalpark in Nordmazedonien. Ich verwende hier die offizielle Bezeichnung Nordmazedonien, bei vielen Einheimischen ist die Namensänderung aber glaube ich nicht (gut) angekommen.
Eine eher kurze, aber landschaftlich für mich sehr schöne Tour, von der ich berichten möchte, ist sich dabei für mich ausgegangen. Außerdem noch ein paar Eindrücke von Nordmazedonien außerhalb dieser Tour.
Einleitend noch ein paar Hintergrundinfos für die, die es interessiert
. Der Mavrovo Nationalpark liegt im Nordwesten von Nordmazedonien, ist mit einer Fläche von ca. 731 km² der größte der vier National Parks des Landes und wurde 1949 gegründet. Der Nationalpark reicht im Westen bis an die Grenze zu Albanien, wo sich mit dem Golem Korab (2754/2764 m) der höchste Berg beider Länder befindet.Im Winter gibt es in Mavrovo ein kleines Skigebiet, im Sommer kann man eine Vielzahl an Wanderungen und Mountainbike-Touren unternehmen. Für Aktivitäten in den Wäldern und Bergen muss man sich registrieren und aktuell 100 Mazedonische Denar (MKD) (= 1,6 €) pro Tag bezahlen. Angeblich kann es vorkommen, dass man kontrolliert wird bzw. den Nachweis auch beim Grenzposten Strezimir erbringen muss, wenn man den Korab besteigen will.
Außerdem befindet sich im Nationalpark noch der eingangs erwähnte Stausee, an dessen Ufer zwar ein paar kleinere Orte existieren, aber lt. Wikipedia insgesamt nur ca. 340 ständige Einwohner leben. Die Ortschaften um den See, die wir gesehen haben, wirken touristisch auch relativ gering entwickelt, außer direkt im Bereich der Talstation des Skigebiets. Größere Einkaufsmöglichkeiten sucht man dort aber vergeblich. Das Dorf Mavrovi Anovi wurde seinerzeit durch den Stausee geflutet und weiter oben neu errichtet. Die 1850 erbaute zugehörige orthodoxe Sv.-Nikola-Kirche (St. Nikolaus), die nur teilweise überflutet wurde, ist ein bekanntes Wahrzeichen.
So, nun aber mal zur eigentlichen Tour. Ich müsste lügen, wenn ich nicht eigentlich den Korab im Hinterkopf für diesen Tag gehabt hätte, aber aus zeitlichen Gründen und auch, weil ich dort mit langen Strecken im Schnee rechnen musste und nicht sicher wusste, ob und wie ich da vorankommen würde, habe ich auf die Medenica umdisponiert.
Ausgangspunkt der Tour war um halb 8 das Bergdorf Galičnik auf ca. 1450 m bei 0° (es gab wohl in weiten Teilen der Balkanhalbinsel einen Kaltlufteinbruch, wenige Tage zuvor in Zlatibor in Serbien auf ca. 1000 m hatten wir in der Früh 5 cm Schnee am Auto).
Schon allein die Anfahrt dort hin war das erste Highlight. Nachdem man die steile Auffahrt im Wald hinter sich hat, gelangt man auf eine Hochebene, deren Landschaft an sich in Kombination mit den tlw. ansehnlichen Schneeflächen mein Herz gleich mal höher schlagen lassen haben.
Die Fotos habe ich auf der Rückfahrt gemacht, in der Früh waren nur wenige Wolken in der Weite zu sehen.
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Der war wohl mal in der Schweiz im Einsatz, sieht aber eigentlich noch gar nicht so alt aus.
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Bis Galičnik geht es ca. 11 km so wunderbar dahin, durchgehend auf sehr gutem Asphalt, tlw. liegen aber größere Steine auf der Straße, die man nicht touchieren möchte.
Gleichzeitig war ich schon gespannt, wie sich der Weg auf die Medenica präsentieren würde und ob ich überhaupt den Gipfel erreichen würde, da ich blöderweise die Spikes im Zimmer liegen gelassen habe. Ich habe zwar an sich keine ausgesetzten oder schwierigen Stellen erwartet, aber auch ein harmloser sanfter Hang kann mit einem Harschdeckel zum Spielverderber werden.
Beim Ortsbeginn - ob die noch einsatzfähig ist?
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Am Ortsbeginn von Galičnik ist ein Parkplatz, von wo der markierte Weg startet. Schönes Marterl (vmtl.) gleich nach dem Start. In dieser Art, wenn auch meistens nicht ganz so aufwendig, sieht man die oft neben den Straßen stehen.
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Orchidee am Wegesrand - Mit meinen bescheidenen Kenntnissen und App-Unterstützung würde ich sagen irgendein Knabenkraut, aber welches genau? Wird sich vermutlich allein anhand dieses Fotos nicht bestimmen lassen.
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Wolfsmilch
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Nachdem man die Häuser des Dorfs gleich mal hinter sich gelassen hat, geht es schön, mit gutem Höhengewinn, aber nie arg steil bergauf. Man steuert auf eine hier noch verdeckte Scharte links der Felsen in Bildmitte zu. Diese gehören zum Govedarnik, über den ich die Runde abschließen möchte. Vielleicht ist da auch schon der Gipfel zu sehen, ich bin mir rückblickend nicht sicher.
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Rückblick hinab in das verstreute Bergdorf. Lt. Wikipedia hatte es 2021 48 Einwohner, eine Volkszählung 2002 ergab nur 3.
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Weiterweg
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