Geschätzte Freunde des Raibler Fünfspitz!
Am 25.4.2026 war ich erstmals in diesem Jahr am Fünfspitz aktiv. Ich habe den Gratweg von Raibl auf den 1./2. Spitz bis zum großen Absatz auf ca. 1530 m (den ich auch am 24.8.2022 schon einmal auf gleicher Route erreicht hatte) "re-aktiviert". Genau dort lag auch der erste Schnee. Ich hatte die Lage also präzise eingeschätzt. Der Weg war schon sehr stark mit Latschen zugewachsen! Natürlich habe ich auch Markierungsarbeiten durchgeführt (Steinmänner, meine weißen Kunststoff-Plättchen, rot-weiße Baustellen-Absperrbänder und erstmals ein rotes, robustes Klebeband, direkt auf Fels geklebt). Es gibt da eine Wegteilung, bei der man fast zwangsläufig falsch geht und in der "Sackgasse" landet - dieses Problem ist jetzt behoben.
Den oberen Teil möchte ich mir später im Jahr vornehmen. Und zwar nach einem Freiluft-Biwak auf dem genannten Absatz, der sich vorzüglich dazu eignet. Man könnte dort sogar ein Zelt aufstellen. Ein kurzer Blick nach oben war allerdings wenig verheißungsvoll: Es war nicht einmal eine Spur eines Weges erkennbar, nur Latschenwildnis. Aber es sind nachweislich schon Leute dort gegangen, also muß es gehen... Und weiter oben gibt es ja - verläßlichen Informationen zufolge - sogar ein Stahlseil auf einem Band (Querung nach rechts in die Schlucht).
Der rote Kreis markiert die ungefähre Position des großen Absatzes auf ca. 1530 m.
(Photo Copyright: Peter Podgornik)
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Nun folgen 3 Bilder von der Wegteilung, bei der man fast zwangsläufig falsch geht:
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An dieser Wegteilung, wenige m am falschen Weg, hängt diese sonderbare Konstruktion an der Wand, Weiß jemand, was das sein soll?
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Das ist die bereits ausgeholzte Schlüsselstelle, knapp unter dem erwähnten Absatz. Ein harmloser Ier:
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Und zuletzt noch eine historische Markierung im Hochwald weiter unten, vermutlich von Loris Divora, genannt Pippi. Diesmal aber nur mit einem "p", geritzt in einen Baumstamm:
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Die erste dokumentierte Begehung dieses Grates stammt aber von Claudio "Mandi" Carratu aus dem Jahre 1950. Er war damals erst 15 Jahre alt und solo unterwegs! 2025 lebte er nachweislich noch.
Der Zustieg zum Grat erfordert etwas Orientierungssinn. Hier nur ein Überblick: Von der Straße weg gibt es zunächst zwei Weg-Äste von zwei verschiedenen Parkplätzen, die sich aber bald vereinen. (Empfohlener Parkplatz: Nördlich des Rio Conzen, 46.4486553N, 13.5744000E). Der gemeinsame Steig endet ebenso bald. Dann erfolgt ein wegloser Abschnitt im Hochwald (steile Rechtsquerung). Danach bildet sich wieder ein Pfad auf dem sich bildenden Rücken (vereinzelte Latschen). Dieser endet aber, und man muß erneut einen Hochwald weglos durchqueren - diesmal länger und steiler in der Direttisssima. Erst am Wandfuß, wo auch die Latschenzone beginnt, beginnt ein durchgehender Steig.
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