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Hilfe zum Erstellen von Tourenberichten

Immer wieder haben einige User Probleme beim Erstellen eines Tourenberichtes, insbesondere beim Hochladen und Einfügen von Bildern.
Ihnen soll die folgende kleine Anleitung ein wenig Hilfe geben, wie ein Tourenbericht ganz kurz und schmerzlos erstellt werden kann

In sechs einfachen Schritten kann ein neuer Bericht leicht erstellt werden:

1. Bilder zum Bericht aussuchen
2. Bilder verkleinern
3. Im Forum "Toureninfo & Verhältnisse" das passende Unterforum auswählen
4. Bilder hochladen
5. Die Bilder mit dem Text ergänzen
6. Fertigstellen/Kontrollieren des Berichtes und Veröffentlichen



Im Folgenden werden die einzelnen Schritte ausführlich erklärt:

1. Bilder zum Bericht aussuchen
Möglichst aussagekräftige Fotos wählen, die auch die Route und wesentliche Details darstellen.
Gegen einzelne "schöne" Landschafts- und Blumenbilder ist natürlich nichts einzuwenden ...


2. Bilder verkleinern
Bewährt hat sich ein Format mit der längeren Bildkante 900 Pixel.
Damit läßt sich bei Speicherung als JPEG eine recht ordentliche Bildqualität erzielen, bei Photoshop etwa abhängig vom Sujet 80/100.


3. Im Forum "Toureninfo & Verhältnisse" das passende Unterforum auswählen
z.B. "Wanderungen und Bergtouren" - "Steiermark"
+Neues Thema wählen

Titel etwa nach dem Schema
Gipfel (Höhenangabe), Anstiegsroute, Gebirgsgruppe (ostalpin nach AVE)

Möglichst bis zu 5 aussagekräftige Stichworte vergeben.

Zum Bilderhochladen weiter mit der "Büroklammer".


4. Bilder hochladen
Möglichst bitte NUR so:
a) "Büroklammer"
b) "Anhänge hochladen"


4.1 Bilder auswählen
Abhängig vom eigenen Rechner/Betriebssystem.
Maximal 15 Bilder pro Posting sind derzeit zulässig, eine größere Bilderanzahl erfordert Folgepostings (Antworten).
(Bewährt hat sich auch, 1-2 Bilder weniger hochzuladen, um für spätere Ergänzungen eine kleine Reserve zu haben.)

4.2 Liste der hochgeladenen Anhänge
Die Auflistung ist leider nicht chronologisch nach Bildbezeichnung geordnet.

Im Textfeld die gewünschte Einfügeposition mit dem Cursor markieren,
bzw. die gelisteten Bilder in der gewünschten Reihenfolge einzeln als "Vollbild" oder "Miniaturansicht" platzieren.
Eine oder mehrere Leerzeilen zwischen den Bildern erleichtern später das Einfügen von Text.


5. Die Bilder mit dem Text ergänzen
Die Bilder sind nun in der richtigen Reihenfolge im Textfenster positioniert.
Ich bevorzuge im ersten Schritt die Positionierung als "Miniaturansicht".
Das erleichtert beim Texteinfügen die Übersicht.
Muß aber nicht sein, natürlich lassen sich die Bilder auch gleich als Vollbild (also in der hochgeladenen Größe) platzieren.

5.1 Text
Jetzt kann der Text ergänzt werden.
Möglichst über dem Foto - ich finde das übersichtlicher ...
Der Text kann natürlich auch vorher erfaßt werden und anschließend einkopiert werden.

5.2 Bildgröße ändern
Wurden die Bilder vorerst als "Miniaturansicht" platziert, können sie einfach auf das finale Darstellungsformat skaliert werden:
a) Doppelklick auf die "Miniaturansicht" öffnet ein Pop-Up-Fenster
b) unter "Größe" idR "Vollbild" wählen
c) OK


6. Fertigstellen/Kontrollieren des Berichtes
Anschließend sollte der Bericht noch in der "Vorschau" kontrolliert werden.
In manchen Fällen muß zur Ansicht der "Vorschau" ziemlich weit nach unten gescrollt werden!

6.1 Veröffentlichen des Berichtes
Zum Schluß noch auf "Abschicken" klicken - und nach einer kurzen "Nachdenkpause" des Servers ist der Bericht online.



Nach dem ersten Durchlesen dieses Leitfadens mag das Erstellen eines Berichtes etwas kompliziert erscheinen - ist es aber nicht:
Viele Tourenberichte schreiben hilft sehr.

Die Reihenfolge der einzelnen Schritte ist nicht so starr wie es hier scheinen mag; natürlich kann auch zuerst der Text erstellt werden und die Bilder nachträglich eingefügt.

Änderungen am fertigen Bericht sind für den Ersteller 24 Stunden lang möglich, bei der Berichtigung später entdeckter Fehler hilft gerne ein zuständiger Moderator. Ebenso beim Verschieben eines Berichtes in das richtige Tourenforum.

Viel Freude bei euren Bergtouren UND dann beim Berichteschreiben,


P.S.: Diese Anleitung, ergänzt um verdeutlichende Screenshots, findet ihr auch unter http://www.gipfeltreffen.at/forum/gi...ourenberichten
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Regelwerk für die Benutzung des Forums Gipfeltreffen

Alle Forumsuser/-innen sind aufgefordert, das Regelwerk zu lesen und sich daran zu halten!

1) Registrierung

Die Registrierung und Benutzung unserer Foren ist kostenlos. Es ist registrierten Teilnehmern/-innen (Usern/-innen) erlaubt, den Forums-Account bis auf Widerruf im Rahmen der vorgegebenen, jederzeit änderbaren Forumsregeln für private Zwecke zu nutzen. Ein späteres Löschen des Forums-Accounts sowie der ins Forum eingebrachten Inhalte oder Bilder ist nicht möglich. Auf Wunsch des Benutzers kann der Account stillgelegt werden. Der Benutzername kann dann von niemandem mehr benützt werden und wird vor Missbrauch geschützt.

2) Hausrecht

Die Forenbetreiber legen Wert auf die Tatsache, dass alle User/-innen Gast in diesem Forum sind und die Betreiber als Gastgeber bei Bedarf ihr Hausrecht jederzeit ausüben können und auch werden. User, die sich überwiegend darauf beschränken zu provozieren, werden ausgeschlossen.

3) Haftung

Die von Usern/-innen verfassten Beiträge stellen ausschließlich die persönliche, subjektive Meinung des Verfassers dar, und keinesfalls die Meinung der Betreiber und Moderatoren dieses Forums. Die Forenbetreiber übernehmen keine Haftung für die Richtigkeit der ausgetauschten Informationen.

4) Umgangston

Die Forenbetreiber erwarten von allen Usern/-innen, sich an die Netiquette zu halten. Auf einen wertschätzenden, höflichen Umgangston wird Wert gelegt.

5) Thementreue

Die Forenbetreiber legen großen Wert auf Thementreue der Beiträge und Übersichtlichkeit von Threads, um den Informationsgehalt des Forums möglichst hoch zu halten. Überschneidungen der Inhalte verschiedener Threads sind zu vermeiden.

6) Verboten ist/sind:

- Beleidigungen, Sticheleien und Provokationen (auch per PN);
- Politische oder religiöse Themen;
- Rechtswidrige Inhalte (unter anderem rechtsradikale oder pornografische Inhalte, Hackinganleitungen, Verstöße gegen das Urheberrecht) sowie das Verlinken zu Seiten mit solchen Inhalten;
- Die Verwendung von fremdem Bildmaterial, Kartenausschnitten und Topos ohne Zustimmung des Autors;
- Die Veröffentlichung von persönlichen Nachrichten (PN), E-Mails oder dergleichen ohne Zustimmung des Verfassers;
- Das Aufdecken der Identität oder die Preisgabe persönlicher Daten eines Users/Moderators/Administrators;
- Werbung für konkurrenzierende Plattformen;
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7) Moderation:

Die Moderatoren/Administratoren werden von den Forenbetreibern bzw. ihren Vertretern ernannt.
Sie sind von den Forenbetreibern verpflichtet, für die Einhaltung der Regeln zu sorgen und somit ermächtigt, die von Usern/-innen bereit gestellten Inhalte (Texte, Anhänge und Verlinkungen) daraufhin zu prüfen und im Bedarfsfall zu bearbeiten, verschieben, zu löschen oder Themen zu schließen. Im Falle der Löschung von Beiträgen können auch jene Beiträge anderer User ganz oder teilweise entfernt werden, die auf einen gelöschten Beitrag Bezug nehmen.

Änderungen von Beiträgen werden - soweit irgend möglich – unter Angabe des Änderungsgrundes gekennzeichnet. Eingriffe, die den Sinn eines Beitrags verändern, werden nicht vorgenommen. Für die geänderten Teile eines Beitrags haftet der ursprüngliche Ersteller nicht.

Wer etwas gegen das aktive Handeln der Moderatoren/-innen vorzubringen hat, kann dies sachlich, mit konkretem Bezug und zeitnah (innerhalb von 6 Wochen ab Anlass) im Unterforum "Zum Forum/Moderation..." darlegen. In allen anderen Foren werden solche Postings im Sinne der Thementreue der Beiträge kommentarlos gelöscht. Bloßes „Mod-Bashing“ führt zu einer sofortigen Sperre.

Das Unterlaufen von Handlungen und Maßnahmen der Moderatoren ist nicht zulässig. Darunter fällt auch das Fortführen des Themas eines geschlossenen oder gelöschten Threads in einem neuen gleichartigen oder ähnlichen Thread. Ergänzungen und Hinweise von Moderatoren und Administratoren dürfen von Usern in deren Beiträgen nicht verändert oder gelöscht werden.

8) Profil/Signatur

Ein übermäßiges Ausnutzen der Signatur ist unerwünscht. Diese sollte vor allem eine maßvolle Größe haben. Nicht mit der Forumsleitung abgesprochene Werbung (für kommerzielle Angebote), Beleidigungen oder Anspielungen in der Signatur oder dem Profiltext werden nicht toleriert.

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Kommerzielle Werbung im Forum Gipfeltreffen ist kostenpflichtig (siehe Unterforum Werbung). Werbepostings müssten vor Platzierung mit der Forumsleitung vereinbart werden.

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Die Forenbetreiber stellen die Foren "Forum für Gemeinschaftstouren" und " Bazar" ausschließlich für private Kontaktzwecke zur Verfügung und gehen damit keinerlei Verpflichtungen oder Haftungen ein! Alle Kontakte in diesen Foren laufen ausschließlich zwischen den Usern/-innen und auf Basis des gegenseitigen Vertrauens. Bei nachweislichen Betrugsfällen stellen die Forenbetreiber alle vorhandenen Informationen zur Verfügung, um eine straf- und zivilrechtliche Verfolgung zu ermöglichen.

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Wer gegen geltendes Recht verstößt, wird im Ernstfall von uns zur Anzeige gebracht.

12) Information

Die Forumsbetreiber behalten sich das Recht vor,
- alle registrierten User/-innen in unregelmäßigen Abständen über Themen rund um das Bergsteigen, alpiner Sicherheit, Risikomanagement und Weiterbildung per Mail zu informieren und
- dieses Regelwerk jederzeit abzuändern.

13) Nutzung von hochgeladenen Anhängen

Die User/-innen stellen den Forenbetreibern die eingestellten Bilder sowie sonstige Anhänge zur Nutzung im Forum zur Verfügung. Eine darüber hinaus gehende Nutzung der eingestellten Bilder und sonstigen Anhänge durch die Forenbetreiber erfolgt nicht.
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Radtour: Graz-Wien via Semmering, 8.9.2026

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  • Radtour: Graz-Wien via Semmering, 8.9.2026

    Erst einmal bin ich eine Tour von 200km mit dem Rad gefahren und das ist nun auch schon wieder 2 Jahre her.

    Für eine zweite derart lange Tour habe ich mir schon länger mehrere Strecken überlegt und seit einigen Monaten geisterte mir immer wieder Wien-Graz durch den Kopf.
    Wobei mir bald klar wurde, daß es Graz-Wien werden würde, hauptsächlich weil ich so die Anreise (Zugfahrt) hinter mir habe und somit nur noch nach Hause fahre.
    Bezüglich Streckenprofil wäre es umgekehrt vielleicht etwas besser gewesen, weil man dann etwa in der Mitte nur eine echte Steigung auf der Semmering Ostseite hat und es dann bis Graz fast nur noch abwärts geht. Ab Graz hat man so aber das Gefühl bis zum Semmering nur bergauf zu fahren. Abhängig vom Wind könnte sich das aber auch wieder relativieren.

    Zur Absicherung gibt es quasi alle paar Km die Möglichkeit abzubrechen und mit der Bahn wieder nach Hause zu fahren, aber das spielte nur im Vorfeld eine Rolle, am Tag X muß der Kopf auf durchfahren eingestellt sein.



    Gegen 05:00 fahre ich von zu Hause los und mit der S-Bahn zum Praterstern und aufgrund der Streckensperre von dort dann wieder mit dem Rad zum Hauptbahnhof. Immerhin eine erste Gelegenheit auf diesen rund 5km in meinen Körper rein zu fühlen.
    Mit einem Schnellzug geht es nach Graz, wo ich pünktlich um 08:19 ankomme.

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    Ich habe mich im Zug schon gut hergerichtet und kann gleich losfahren.
    Berufsverkehr, Gewusel am Radweg und orientalische Geschäfte - hier fühlt sich der Wiener wie zu Hause.

    Ich fahre an die Mur und frage mich, warum Wien hier nicht angezeigt wird.

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    Es geht flußaufwärts weiter und bald zum Kalvarienberg - dem einzigen geplanten Stopp heute, abgesehen von Versorgungs- und Entsorgungsaufenthalten.

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    So, so - Wien ist nicht abgeschrieben, Jerusalem schon :

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    Am Radweg R2 geht es auch aus der Stadt hinaus. Es bläst leichter Gegenwind.
    Die Strecke bis Bruck bin ich erst einmal in Gegenrichtung gefahren; mal schauen, ob ich die Route auf Anhieb wieder so erwische.

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    Hier blicke ich auf den Fahrradcomputer und sehe: Nur noch 600 Höhenmeter bis auf den Semmering.

    Der Radweg ist ausreichend beschildert, die Tafeln könnten da oder dort aber besser platziert sein. Positiv erwähnen möchte ich die Beschriftung bzw. Pfeile am Boden.

    Es geht durch Peggau und dann in eine Kurve, wo Mur, Bahnlinie, Autobahn, Nebenstraße und Radweg fast direkt nebeneinander verlaufen:

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    Bald darauf erreiche ich Frohnleiten wo ich während der Durchfahrt doch das eine oder andere Foto mehr machen möchte.

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    Der Hauptplatz, bei dem ich mir gut vorstellen kann wie mittelalterliche Orte angelegt waren und später gewachsen sind:

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    Supermarkt brauche ich noch keinen, aber die Gelegenheit frisches Wasser aufzufüllen nutze ich hier gerne.
    Zuletzt geändert von Gratwanderer; vor 5 Tagen.

  • #2
    Im weiteren Verlauf geht es über längere Abschnitte oft an der Bahn entlang und ein paar Mal auch spürbar bergauf und wieder bergab.

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    Auch wenn es hier nicht so aussieht - ich bin die Ganze Zeit mehr oder weniger alleine unterwegs:

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    In Pernegg gefällt mir der Platz mit dem großen Baum und der Kirche sehr gut. Ich frage mich hierbei stets, ob man auch heutzutage noch solche und noch gewagtere Bauwerke bauen könnte - oder überhaupt die Genehmigung dafür bekäme.

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    Ich bin kurz vor Bruck an der Mur und damit einem ersten Etappenziel. Mir geht es noch sehr gut, aber es beginnt sich eintönig anzufühlen und das - zumindest auf Radrouten - eintönige Mürztal steht vor der Türe.
    Ich sehe 60km am Fahrradcomputer stehen und denke mir "Hey, ein Drittel habe ich schon erreicht!". Gleich darauf kommt mir in den Sinn daß ich das besser noch einmal nachrechnen sollte.

    In Bruck geht es dann in einen Supermarkt und ich schaue mir die weitere Route am Handy an.

    Und Wien ist noch immer nicht angeschrieben:


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    Im Mürztal war ich schon ein paar Mal mit dem Rad unterwegs und auch hier gibt es einige Varianten, die man fahren könnte.
    Es läuft im Grunde darauf hinaus ob man auf der Radroute bleiben möchte und dabei ein paar Ecken, Umwege und Höhenmeter in Kauf nimmt oder auf der Landesstraße bleibt und mit dem Verkehr und noch mehr Eintönigkeit leben kann.

    Bei mir wird es jetzt eine teilweise unfreiwillige Kombination, denn ich verpasse eine Abzweigung und fahre dann einfach auf der Hauptstraße - und dem Radstreifen daneben - weiter.

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    Das macht überhaupt keinen Spaß.
    Es ist laut, langweilig und der Semmering noch fast 50km entfernt.
    Zusätzlich sollte ich regelmäßig etwas essen und ich kann süßes Zeug schon nicht mehr sehen und meine Getränke sind auch schon wieder p*ss-warm.

    Irgendwie muß ich wieder auf positive Gedanken kommen.
    Vielleicht lenkt mich der nächste Fotostopp ab:

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    ...oder dieses Teil, das ich als neues Laufrad verwenden könnte:

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    Ab Krieglach kenne ich den Radweg besser und kann mich nicht mehr verfahren - hier bin ich definitiv richtig unterwegs:

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    Ich überschreite die 100km Marke und habe damit noch nicht einmal die Hälfte geschafft.
    Allerdings muß ich nur noch auf den Semmering und dann geht's nur noch bergab.
    Positive Gedanken.

    Für ein kaltes Getränke geht es wieder in einen Supermarkt - man muß sich ja irgendwie belohnen.

    Das kostet aber natürlich wieder Zeit.

    Apropos Zeit: Ich bin bezüglich Schnitt etwas unter meinen Erwartungen, dafür fühlen sich die Beine immer noch gut an und ich habe begründete Hoffnung, daß ich dann bergab und mit Rückenwind diesbezüglich etwas aufholen kann.

    Es geht auf den Kampalpenstock und damit Mürzzuschlag zu.

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    Ich fahre ohne Halt oder Interesse auf Ablenkung über meine "Stammroute" durch und will nur schnell auf den Semmering.

    Nach der S6 Abfahrt Mürzzuschlag-Ost ist es plötzlich wieder richtig zäh und das obwohl es kaum Wind oder Steigung gibt.
    Ich spüre die ersten Druckstellen unter der Hose und weiß nicht so recht wie ich mir einen boost verschaffen könnte.

    In Spital a. Semmering gibt es einen netten Brunnen, dort möchte ich mich zumindest ein wenig erfrischen.

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    Über die Semmering-Begleitstraße geht es weiter, hier geht es im Gegensatz zur Radroute via Steinhaus nämlich schön gleichmäßig bergauf.
    Und jedes Mal stelle ich mir die Frage, was das hier neben der Hauptfahrbahn eigentlich offiziell ist - ein Pannenstreifen, Radfahrstreifen, Parkplatz oder ganz was anderes???

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    Ich bin schon öfters auf der Hauptfahrbahn und auch daneben hoch gefahren und komme mir da wie dort komisch vor.

    Vielleicht auch seltsam aber umso erfreulicher ist, daß mir die Katzenwäsche oder die kleine Pause gut getan haben und ich wieder recht gut vorwärts komme und das Gefühl habe noch lange so weiter fahren zu können.

    Bald ist es vorbei.
    Also der Anstieg zum Semmering.
    Km 127,7

    027comp.jpg

    Kommentar


    • #3
      Jetzt folgt nur noch die Abfahrt nach Wien.

      Auf der Passhöhe bleibe ich kurz stehen. Es ist 16:00 und mir wird klar, daß sich das mit dem Tageslicht bis nach Hause nicht ganz ausgehen wird.
      Ich will schnell weiter, montiere aber noch die Actioncam auf der linken Gabel - ein recht spontaner Einfall, vielleicht kommt dabei ja was brauchbares heraus.

      Die Abfahrt lege ich für meine Begriffe recht gemütlich an - die paar Sekunden die ich beim treten oder mit noch aerodynamischerer Position gewinnen würde stehen in keinem Verhältnis zum Aufwand bzw. Komfortverlust.

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      Auch heute nehme ich im unteren Teil die alte Semmeringstraße - sie zaubert mir stets ein lächeln ins Gesicht.

      Es geht durch Schottwien:

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      Entweder geht es bis Gloggnitz dann mehr bergab als es aussieht oder der Wind schiebt mich deutlich an - wie auch immer, der Abschnitt macht richtig Spaß.
      Im Ort fülle ich nur Wasser nach und rolle mit dem Wind gut weiter.
      Wieder nutze ich eine Kombination aus Radweg und Straße und es festigt sich die Überzeugung, daß ich es zu Ende fahren kann.

      Zu fotografieren gibt es hier nicht viel, außer daß es kurz vor Neunkirchen immer noch flott vorwärts geht:

      031comp.jpg

      Das ist einer der Nachteile die Strecke in diese Richtung zu fahren - es gibt in der zweiten Hälfte nichts mehr zu sehen.
      Langweilig ist mir trotzdem nicht, ich muß ja auf Verkehr und Route achten, in meinen Körper hören und mich nicht zuletzt um diverse sanitäre Bedürfnisse kümmern.

      Wiener Neustadt lasse ich geplanter Weise aus und umfahre es westlich im Steinfeld.
      Dabei steht die Sonne schon tief im Westen.
      Km 160,3

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      In Bad Fischau bleibe ich noch einmal für einen Einkauf stehen und möchte dann eigentlich über den Föhrenberg und den Radweg neben der A2 weiter fahren, aber diese Abzweigung verpasse ich auch irgendwie und kann dann auch mit dem Verkehr auf der Hauptstraße bis Steinabrückl gut leben.
      Dort geht es über die Autobahn drüber:

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      ...und beim nächsten Dörfchen ohnehin wieder zurück auf die Straße.
      Ich rolle gut bis Leobersdorf und denke nicht daran in einen Zug einzusteigen.

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      Der Thermenradweg wird mich bis nahe an die Stadtgrenze bringen:

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      Er verläuft ab hier noch ein gutes Stück entlang des Wr. Neustädter Kanals, leider gibt es einige Straßenquerungen, Stopptafeln, Fußgänger und ein kurzes Schotterstück, zudem könnte er breiter sein.

      Für dieses Foto bin ich jedenfalls abgestiegen:

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      Das Tageslicht schwindet und ich habe keine Klarglasbrille und nur einfache Lichtquellen um gesehen zu werden dabei.
      Das alles ist für einen Moment kein Thema - ich habe gerade die 200km erreicht, irgendwo bei Gumpoldskirchen.


      037comp.jpg

      Mit dem stehenbleiben habe ich zugleich ein Gelsenbuffet eröffnet - schnell weiter!

      Es warten aber schon die nächsten Tierchen auf mich - da krabbelt etwas am Wegesrand.
      Ein Ziesel? - vielleicht ein Eichhörnchen...
      ...oh, eine Ratte.

      038comp.jpg

      Kommentar


      • #4
        Zum Glück fahre ich diesen Abschnitt nicht das erste Mal - in Guntramsdorf ist die Orientierung am Radweg nämlich ein Graus.
        Es geht abermals über die A2 und sowohl hier wie bei der Rampe auf die Brücke über die Bahnstrecke der Pottendorfer Linie merke ich, daß ich jetzt nicht mehr ganz taufrisch bin.
        Es gibt das aller letzte Tageslicht und schon die Lichter der Stadt:

        040comp.jpg

        Bis dorthin muß ich aber noch ein paar Km Schotter hinter mich bringen und das mit zweifelhaften Sichtbedingungen.
        ...keine Angst, die Sonnenbrille habe ich längst abgenommen.

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        Daß meine größte Sorge nun der ruinierte Schnitt ist, zeigt, daß ich mich grundsätzlich noch recht fit fühle.
        Dieses Güterzentrum leuchtet mir nicht den Weg, sondern blendet mich und lässt mich noch weniger sehen - wenn da jetzt wo ein Wildschwein steht, mache ich einen Salto. - Übersetzt den letzten Halbsatz ins Wienerische für das, was ich wirklich dachte.

        042comp.jpg

        Bald darauf habe ich endlich Straßenbeleuchtung erreicht.
        Über Favoritenstraße und Verteilerkreis geht es zum Hauptbahnhof:

        043comp.jpg

        Und weil es eh schon egal ist, drehe ich in der Innenstadt eine Ehrenrunde um mal wieder den Steffl bei Nacht zu sehen:

        044comp.jpg

        Via Praterstern geht es dann auf die Donauinsel:

        045comp.jpg

        ...und dann feiere ich auf den letzten Kilometern zumindest innerlich meine bisher längste Tour mit dem Fahrrad.

        Gegen 21:30 steige ich vom Rad und blicke freudig auf die Zahlen auf dem Fahrradcomputer:


        Strecke: 236,2km
        Höhenmeter: 1050
        netto Zeit: 9std 55min
        Schnitt: 23,7km/h



        Wen es interessiert, hier ein paar Angaben zu meiner Verpflegung:


        5 Kohlehydratgels
        3 Bananen
        120g Marzipan
        1 Thunfischbaguette
        3 Schokocroissant
        2 Hühnersandwiches

        1,7l Isogetränk
        1l Tonic Water
        0,75l Mineralwasser mit Geschmack
        0,5l Energydrinks
        ca. 1l Leitungswasser

        Nach meiner Rechnung sollten das rund 4000kcal sein; etwa 2kg Körpergewicht habe ich an dem Tag verloren.


        Bemerkenswert finde ich, daß ich mich am Ende besser gefühlt habe als bei meinem ersten 200er, der ja auch noch um 35km kürzer war.
        Wahrscheinlich habe ich mich besser verpflegt und war bezüglich Tempo etwas zurückhaltender - eher unfreiwillig gegen Ende wegen der Dunkelheit.


        ...und jetzt plane ich einen 250er.

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        • #5
          Super Bericht! Danke!

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          • #6
            Super Leistung und danke für den tollen Bericht

            LG
            der 31.12.

            Kommentar


            • #7
              Das ist eine ordentliche Strecke!
              Und immer die Frage, Radweg nehmen oder nicht... Und dann erwischt man nicht immer die richtigen und v.a. schönen Radwegspassagen...
              Kenn' ich aus eigener Er(rad)fahrung.

              Kurze Frage: Sind Deine Fahrradaktivitäten (Spät-)Folge Deiner Fußverletzung?

              LG
              Matthias (auch hauptsächlich zum Radfahrer mutiert...)

              Kommentar


              • #8
                Servus Martin !

                O.k. jetzt entfernst du dich eindeutig von dem, was ich mir selbst zutraue.

                (Dazu fahr ich eindeutig zu wenig und lang Rad)

                Aber ich weiß von einem Radmarathon fahrenden Tourenkollegen, dass solche Distanzen auch für "Hobbyradfahrer" möglich sind.

                Meinen größten Respekt für deine Leistung

                Da muss schon alles (Vorbereitung, Ernährung, Verhältnisse) stimmen.

                LG, Günter
                Meine Touren in Europa

                Nicht was wir erleben, sondern wie wir es empfinden, macht unser Schicksal aus.
                (Marie von Ebner-Eschenbach)

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                • #9
                  Zitat von Ansahias Beitrag anzeigen
                  Kurze Frage: Sind Deine Fahrradaktivitäten (Spät-)Folge Deiner Fußverletzung?
                  Das ist bei mir nicht der Fall.
                  Ich habe absolut keine Beschwerden und vor deiner Frage habe ich einige Monate gar nicht mehr daran gedacht.

                  Es hängt wohl mehr mit der Anschaffung eines Gravelbikes zusammen, mit dem ich erst gemerkt habe, was alles möglich ist.
                  Dazu kommt, daß ich mich damit mehr aufs radfahren als auf Bergtouren konzentriert habe und mich intensiver mit Ernährung und Regeneration beschäftigt habe.


                  Zitat von mountainrabbit Beitrag anzeigen
                  O.k. jetzt entfernst du dich eindeutig von dem, was ich mir selbst zutraue.

                  (Dazu fahr ich eindeutig zu wenig und lang Rad)

                  Aber ich weiß von einem Radmarathon fahrenden Tourenkollegen, dass solche Distanzen auch für "Hobbyradfahrer" möglich sind.
                  Vor wenigen Jahren hätte ich nie daran gedacht einmal 200km an einem Tag mit dem Rad fahren zu können, damals waren 100km schon etwas ganz besonders für mich.

                  Was andere "Hobbyradfahrer" zu leisten im Stande sind, habe ich erst kürzlich bei einem Video über das "Race across Austria" sehen können - 1000km und 16000hm am Stück.

                  Meine nächste Steigerung habe ich schon im Kopf; ob ich sie dieses Jahr noch umsetzten kann, werde ich sehen und ihr hoffentlich hier nachlesen können.

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