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Hilfe zum Erstellen von Tourenberichten

Immer wieder haben einige User Probleme beim Erstellen eines Tourenberichtes, insbesondere beim Hochladen und Einfügen von Bildern.
Ihnen soll die folgende kleine Anleitung ein wenig Hilfe geben, wie ein Tourenbericht ganz kurz und schmerzlos erstellt werden kann

In sechs einfachen Schritten kann ein neuer Bericht leicht erstellt werden:

1. Bilder zum Bericht aussuchen
2. Bilder verkleinern
3. Im Forum "Toureninfo & Verhältnisse" das passende Unterforum auswählen
4. Bilder hochladen
5. Die Bilder mit dem Text ergänzen
6. Fertigstellen/Kontrollieren des Berichtes und Veröffentlichen



Im Folgenden werden die einzelnen Schritte ausführlich erklärt:

1. Bilder zum Bericht aussuchen
Möglichst aussagekräftige Fotos wählen, die auch die Route und wesentliche Details darstellen.
Gegen einzelne "schöne" Landschafts- und Blumenbilder ist natürlich nichts einzuwenden ...


2. Bilder verkleinern
Bewährt hat sich ein Format mit der längeren Bildkante 900 Pixel.
Damit läßt sich bei Speicherung als JPEG eine recht ordentliche Bildqualität erzielen, bei Photoshop etwa abhängig vom Sujet 80/100.


3. Im Forum "Toureninfo & Verhältnisse" das passende Unterforum auswählen
z.B. "Wanderungen und Bergtouren" - "Steiermark"
+Neues Thema wählen

Titel etwa nach dem Schema
Gipfel (Höhenangabe), Anstiegsroute, Gebirgsgruppe (ostalpin nach AVE)

Möglichst bis zu 5 aussagekräftige Stichworte vergeben.

Zum Bilderhochladen weiter mit der "Büroklammer".


4. Bilder hochladen
Möglichst bitte NUR so:
a) "Büroklammer"
b) "Anhänge hochladen"


4.1 Bilder auswählen
Abhängig vom eigenen Rechner/Betriebssystem.
Maximal 15 Bilder pro Posting sind derzeit zulässig, eine größere Bilderanzahl erfordert Folgepostings (Antworten).
(Bewährt hat sich auch, 1-2 Bilder weniger hochzuladen, um für spätere Ergänzungen eine kleine Reserve zu haben.)

4.2 Liste der hochgeladenen Anhänge
Die Auflistung ist leider nicht chronologisch nach Bildbezeichnung geordnet.

Im Textfeld die gewünschte Einfügeposition mit dem Cursor markieren,
bzw. die gelisteten Bilder in der gewünschten Reihenfolge einzeln als "Vollbild" oder "Miniaturansicht" platzieren.
Eine oder mehrere Leerzeilen zwischen den Bildern erleichtern später das Einfügen von Text.


5. Die Bilder mit dem Text ergänzen
Die Bilder sind nun in der richtigen Reihenfolge im Textfenster positioniert.
Ich bevorzuge im ersten Schritt die Positionierung als "Miniaturansicht".
Das erleichtert beim Texteinfügen die Übersicht.
Muß aber nicht sein, natürlich lassen sich die Bilder auch gleich als Vollbild (also in der hochgeladenen Größe) platzieren.

5.1 Text
Jetzt kann der Text ergänzt werden.
Möglichst über dem Foto - ich finde das übersichtlicher ...
Der Text kann natürlich auch vorher erfaßt werden und anschließend einkopiert werden.

5.2 Bildgröße ändern
Wurden die Bilder vorerst als "Miniaturansicht" platziert, können sie einfach auf das finale Darstellungsformat skaliert werden:
a) Doppelklick auf die "Miniaturansicht" öffnet ein Pop-Up-Fenster
b) unter "Größe" idR "Vollbild" wählen
c) OK


6. Fertigstellen/Kontrollieren des Berichtes
Anschließend sollte der Bericht noch in der "Vorschau" kontrolliert werden.
In manchen Fällen muß zur Ansicht der "Vorschau" ziemlich weit nach unten gescrollt werden!

6.1 Veröffentlichen des Berichtes
Zum Schluß noch auf "Abschicken" klicken - und nach einer kurzen "Nachdenkpause" des Servers ist der Bericht online.



Nach dem ersten Durchlesen dieses Leitfadens mag das Erstellen eines Berichtes etwas kompliziert erscheinen - ist es aber nicht:
Viele Tourenberichte schreiben hilft sehr.

Die Reihenfolge der einzelnen Schritte ist nicht so starr wie es hier scheinen mag; natürlich kann auch zuerst der Text erstellt werden und die Bilder nachträglich eingefügt.

Änderungen am fertigen Bericht sind für den Ersteller 24 Stunden lang möglich, bei der Berichtigung später entdeckter Fehler hilft gerne ein zuständiger Moderator. Ebenso beim Verschieben eines Berichtes in das richtige Tourenforum.

Viel Freude bei euren Bergtouren UND dann beim Berichteschreiben,


P.S.: Diese Anleitung, ergänzt um verdeutlichende Screenshots, findet ihr auch unter http://www.gipfeltreffen.at/forum/gi...ourenberichten
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Regelwerk für die Benutzung des Forums Gipfeltreffen

Alle Forumsuser/-innen sind aufgefordert, das Regelwerk zu lesen und sich daran zu halten!

1) Registrierung

Die Registrierung und Benutzung unserer Foren ist kostenlos. Es ist registrierten Teilnehmern/-innen (Usern/-innen) erlaubt, den Forums-Account bis auf Widerruf im Rahmen der vorgegebenen, jederzeit änderbaren Forumsregeln für private Zwecke zu nutzen. Ein späteres Löschen des Forums-Accounts sowie der ins Forum eingebrachten Inhalte oder Bilder ist nicht möglich. Auf Wunsch des Benutzers kann der Account stillgelegt werden. Der Benutzername kann dann von niemandem mehr benützt werden und wird vor Missbrauch geschützt.

2) Hausrecht

Die Forenbetreiber legen Wert auf die Tatsache, dass alle User/-innen Gast in diesem Forum sind und die Betreiber als Gastgeber bei Bedarf ihr Hausrecht jederzeit ausüben können und auch werden. User, die sich überwiegend darauf beschränken zu provozieren, werden ausgeschlossen.

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Die von Usern/-innen verfassten Beiträge stellen ausschließlich die persönliche, subjektive Meinung des Verfassers dar, und keinesfalls die Meinung der Betreiber und Moderatoren dieses Forums. Die Forenbetreiber übernehmen keine Haftung für die Richtigkeit der ausgetauschten Informationen.

4) Umgangston

Die Forenbetreiber erwarten von allen Usern/-innen, sich an die Netiquette zu halten. Auf einen wertschätzenden, höflichen Umgangston wird Wert gelegt.

5) Thementreue

Die Forenbetreiber legen großen Wert auf Thementreue der Beiträge und Übersichtlichkeit von Threads, um den Informationsgehalt des Forums möglichst hoch zu halten. Überschneidungen der Inhalte verschiedener Threads sind zu vermeiden.

6) Verboten ist/sind:

- Beleidigungen, Sticheleien und Provokationen (auch per PN);
- Politische oder religiöse Themen;
- Rechtswidrige Inhalte (unter anderem rechtsradikale oder pornografische Inhalte, Hackinganleitungen, Verstöße gegen das Urheberrecht) sowie das Verlinken zu Seiten mit solchen Inhalten;
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- Das Aufdecken der Identität oder die Preisgabe persönlicher Daten eines Users/Moderators/Administrators;
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7) Moderation:

Die Moderatoren/Administratoren werden von den Forenbetreibern bzw. ihren Vertretern ernannt.
Sie sind von den Forenbetreibern verpflichtet, für die Einhaltung der Regeln zu sorgen und somit ermächtigt, die von Usern/-innen bereit gestellten Inhalte (Texte, Anhänge und Verlinkungen) daraufhin zu prüfen und im Bedarfsfall zu bearbeiten, verschieben, zu löschen oder Themen zu schließen. Im Falle der Löschung von Beiträgen können auch jene Beiträge anderer User ganz oder teilweise entfernt werden, die auf einen gelöschten Beitrag Bezug nehmen.

Änderungen von Beiträgen werden - soweit irgend möglich – unter Angabe des Änderungsgrundes gekennzeichnet. Eingriffe, die den Sinn eines Beitrags verändern, werden nicht vorgenommen. Für die geänderten Teile eines Beitrags haftet der ursprüngliche Ersteller nicht.

Wer etwas gegen das aktive Handeln der Moderatoren/-innen vorzubringen hat, kann dies sachlich, mit konkretem Bezug und zeitnah (innerhalb von 6 Wochen ab Anlass) im Unterforum "Zum Forum/Moderation..." darlegen. In allen anderen Foren werden solche Postings im Sinne der Thementreue der Beiträge kommentarlos gelöscht. Bloßes „Mod-Bashing“ führt zu einer sofortigen Sperre.

Das Unterlaufen von Handlungen und Maßnahmen der Moderatoren ist nicht zulässig. Darunter fällt auch das Fortführen des Themas eines geschlossenen oder gelöschten Threads in einem neuen gleichartigen oder ähnlichen Thread. Ergänzungen und Hinweise von Moderatoren und Administratoren dürfen von Usern in deren Beiträgen nicht verändert oder gelöscht werden.

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Ein übermäßiges Ausnutzen der Signatur ist unerwünscht. Diese sollte vor allem eine maßvolle Größe haben. Nicht mit der Forumsleitung abgesprochene Werbung (für kommerzielle Angebote), Beleidigungen oder Anspielungen in der Signatur oder dem Profiltext werden nicht toleriert.

9) Werbung

Kommerzielle Werbung im Forum Gipfeltreffen ist kostenpflichtig (siehe Unterforum Werbung). Werbepostings müssten vor Platzierung mit der Forumsleitung vereinbart werden.

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Die Forenbetreiber stellen die Foren "Forum für Gemeinschaftstouren" und " Bazar" ausschließlich für private Kontaktzwecke zur Verfügung und gehen damit keinerlei Verpflichtungen oder Haftungen ein! Alle Kontakte in diesen Foren laufen ausschließlich zwischen den Usern/-innen und auf Basis des gegenseitigen Vertrauens. Bei nachweislichen Betrugsfällen stellen die Forenbetreiber alle vorhandenen Informationen zur Verfügung, um eine straf- und zivilrechtliche Verfolgung zu ermöglichen.

11) Regelwidriges Verhalten

User/-innen, die sich regelwidrig verhalten, werden per PN verwarnt und/oder gesperrt. Art und Dauer der Maßnahme richten sich nach der Schwere und der Häufigkeit der Regelübertretung/en. Die betroffenen User/-innen werden darüber per Mail informiert. Ein Posten unter einer anderen Registrierung in der Zeit der Accountsperre ist verboten und zieht automatisch eine Verlängerung der Sperre nach sich.

Wer gegen geltendes Recht verstößt, wird im Ernstfall von uns zur Anzeige gebracht.

12) Information

Die Forumsbetreiber behalten sich das Recht vor,
- alle registrierten User/-innen in unregelmäßigen Abständen über Themen rund um das Bergsteigen, alpiner Sicherheit, Risikomanagement und Weiterbildung per Mail zu informieren und
- dieses Regelwerk jederzeit abzuändern.

13) Nutzung von hochgeladenen Anhängen

Die User/-innen stellen den Forenbetreibern die eingestellten Bilder sowie sonstige Anhänge zur Nutzung im Forum zur Verfügung. Eine darüber hinaus gehende Nutzung der eingestellten Bilder und sonstigen Anhänge durch die Forenbetreiber erfolgt nicht.
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Hoch gestiegen und tief gefallen

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  • Hoch gestiegen und tief gefallen

    Die Schuppe brach aus. Sofort realisierte ich, dass ich nach hinten überkippen würde.
    Dann setzte die Wahrnehmung weitestgehend aus. Ich schlug auf, aber irgendwie wirkte der Aufprall distanziert als würde es nicht mir selbst passieren. Erst als ich im Seil hing kehrte die Wahrnehmung zurück. Ich sah etwas Fels vor mir und ganz viele Sterne. Und schrie vor Schmerzen.

    Eigentlich war klar, dass der Moment irgendwann kommen musste. Bei aller Vorsicht, irgendwann macht man den entscheidenden Fehler.

    Ein Sprung zurück. Wie in den letzten Jahren üblich hatten wir wieder zwei Wochen Urlaub für die Westalpen eingeplant. Stabiles, aber sehr heißes Wetter war vorhergesagt. Was liegt da näher als ins Mont Blanc Gebiet zu fahren? Leider waren wir weder akklimatisiert, noch eingeklettert, so dass wir uns erst einmal mit mittelgroßen Brötchen zufrieden geben mussten. Der Südgrat der Aiguille du Moine klang verlockend – mittendrin im wilden Gebirge, felslastig und interessant, aber nicht so schwer oder lang, dass man danach erst einmal eine Pause benötigt.

    Am ersten Tag fuhren wir nur nach Chamonix. Für uns beide war es das erste Mal dort. Beim abendlichen Spaziergang durch den Ort schälten sich die Berge mehr und mehr aus den Wolken. Zusammen mit den Menschenmassen, die sich durch den an für sich schönen Ort bewegten, sorgte das für eine besondere Vorfreude auf die Berge.

    Das Bergführerbüro
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    Viel Gewusel und ein paar Aiguilles
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    "Glück, das kann schon sein: man hat es fast hinter sich und einen Schluck Wasser noch dazu." (Malte Roeper)

  • #2
    Am nächsten Morgen fuhren wir mit der Bahn nach Montenvers. Über den neuen Hüttenzustieg stiegen wir zum Refuge du Couvercle auf. Zunächst ging es endlose Leitern hinab aufs Mer de Glace, dann ein Stück über diesen und danach wieder über endlose Leitern hinauf bis man stellenweise mit Gegenanstiegen und weiteren Leitern tendenziell aufsteigend zur Hütte gelangt. Der Weg zog sich, aber die grandiose Landschaft entschädigte für alle Anstrengungen. Auf der Hütte war wenig los, was wahrscheinlich daran lag, dass die Südflanken der Kette der Aiguille Verte grausam schlechte Bedingungen hatten.

    Am Beginn beeindruckte die Dru
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    Abstieg zum Gletscher
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    Blick in den Charpoua-Kessel
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    Auf dem Gletscher
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    Die Südseiten der Drus
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    Langsam zeigten die Grandes Jorasses mehr von ihrer Nordwand
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    Wieder ein Stück oberhalb des Gletschers
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    Blick über den Leschauxgletscher
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    Aiguille de Leschaux und Petites Jorasses mit ihrer eindrucksvollen Westwand
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    "Glück, das kann schon sein: man hat es fast hinter sich und einen Schluck Wasser noch dazu." (Malte Roeper)

    Kommentar


    • #3
      Die alte Hütte unter der Droites
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      Glacier de Talèfre
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      Was für eine Wand
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      und was für ein Zahn
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      Einfach unglaublich
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      Grande Rocheuse
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      Die Hütte ist traumhaft gelegen
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      "Glück, das kann schon sein: man hat es fast hinter sich und einen Schluck Wasser noch dazu." (Malte Roeper)

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      • #4
        Am nächsten Morgen starteten wir zusammen mit den Normalweg-Aspiranten in Richtung Aiguille du Moine. Der Südgrat Integral hätte uns auch gereizt und die bessere Linie ergeben als die klassische Variante, aber da wir dafür die Gletscherausrüstung über den Berg hätten schleppen müssen, verzichteten wir darauf. Dass man sich bei der Eingehtour nicht kaputt machen soll, war die perfekte Ausrede für unsere Faulheit.

        So konnten wir nach dem Überwinden der schon etwas fragilen Brücke über die Randkluft auf Kletterschuhe wechseln und die Gletscherausrüstung deponieren. Bald darauf gab es den ersten Verhauer, weil wir etwas zu weit gerade hinaufgeklettert waren. Ein guter Normalhaken zeugte davon, dass wir nicht die ersten waren, denen das passiert war. Ein sehr kurzer Abseiler brachte uns auf die richtige Route. Auf Bändern, durch Rinne und über Rampen kletterten wir lange seilfrei Richtung Südgrat. Einmal wurde der Kletterfluss durch einen nassen, moosigen und gar nicht so einfachen Kamin unterbrochen. Laut älteren Führern ist er III, laut neueren 4b. Sollten wir das Seil für ein paar Züge herausholen? Nein, es ging ohne, obwohl die Nässe schon sehr unangenehm war.

        Nach einiger Zeit hatten wir den Südgrat erreicht, den man sehr bald wieder nach links auf eine Schuttterasse verlässt. Nach dieser begann das richtige Klettern und folglich holten wir die Seile vom Rücken. Wir erwischten die richtige Serie von Kaminen und gelangten bald an die Stelle, an der man sich entscheiden muss. Nach einer Beschreibung soll man sich weiter links halten und dann mit Kletterei bis maximal 4c zum Gipfel gelangen. Nach einer anderen soll man sich rechts halten, um zum Grat zurückzukehren und diesem bis zum Gipfel folgen, wobei kurz 5c geklettert werden muss. Wenn man einen Grat geht, will man auch auf einem Grat unterwegs sein, so dass wir uns für die schwierige Variante entschieden, was sich als gute Entscheidung erwies. Mit dem vielleicht besten Panorama im Rücken, das die Alpen zu bieten haben, kletterten wir genussvoll zum Gipfel, den wir für uns allein hatten. Die drei Normalweg-Seilschaften waren bereits im Abstieg, während von der Seilschaft in der Contamine-Führe noch nichts zu sehen war. Ansonsten war niemand an diesem Tag an der Aiguille du Moine unterwegs gewesen.
        Wir blieben lange oben, staunten, genossen und fotografierten. Wir hatten bewusst zwei Hüttennächte eingeplant, um nicht hetzen zu müssen. Irgendwann begannen wir mit dem nicht trivialen Abstieg. Meist abkletternd, teilweise auch abseilend erreichten wir unser Materialdepot. Das hatte länger gedauert als erwartet, aber dafür war der restliche Abstieg sehr kurz und Dank Abseilens war die Randkluft kein Problem. Der aufgeweichten Brücke hätte ich nicht mehr vertraut.

        Noch seilfrei
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        Hier wurde es Zeit zu sichern
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        Kamine
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        und Risse, wie es sich für das Gebiet gehört
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        Traumhafte Kletterei an guten Griffen
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        Blick vom Grat. Leider hatten wir beim Klettern das Panorama im Rücken
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        Erstmalig zeigte sich die Aiguille Verte vom Gipfel
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        Blick Richtung Aiguille de Triolet
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        "Glück, das kann schon sein: man hat es fast hinter sich und einen Schluck Wasser noch dazu." (Malte Roeper)

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        • #5
          Dort sind die guten Alpinisten unterwegs
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          Der Felspilz bot sich für weitere Bilder an
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          Die Aiguilles de Chamonix sind kaum höhere als unsere Zentralalpen, aber haben gewaltige Wände
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          Ein letzter Ausblick, bevor wir uns an den Abstieg machten
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          So sah das Abstiegsgelände meistens aus
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          "Glück, das kann schon sein: man hat es fast hinter sich und einen Schluck Wasser noch dazu." (Malte Roeper)

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          • #6
            Bei der Hütte gab es Steinböcke
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            und Murmeltiere
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            Es wurde Abend
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            und bald dunkel
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            "Glück, das kann schon sein: man hat es fast hinter sich und einen Schluck Wasser noch dazu." (Malte Roeper)

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            • #7
              Nach guter Nacht und gemütlichem Frühstück machten wir uns am nächsten Tag an den Abstieg. Wir wollten nicht erneut den neuen Hüttenzustieg gehen, sondern den alten. Wir plauderten und bewunderten die Landschaft. Immer mal wieder gab es Steinmänner und Markierungen und eine Führerpartie war ein gutes Stück vor uns. Als wir die Zunge des Glacier de Talèfre erreicht hatte, kam uns das seltsam vor. Langsam begannen wir zu realisieren, dass wir falsch abgebogen waren und uns auf dem Verbindungsweg zur Refuge de Leschaux befanden. Wir hatten drei Optionen: Zurück zum richtigen Weg aufsteigen, uns irgendwie zum Glacier de Leschaux durchschlagen oder den Weg weitergehen. Variante zwei wäre angesichts der stark zurückgegangenen Gletscher sehr riskant gewesen, eins gefiel uns nicht, so dass wir die dritte Möglichkeit nahmen. Hätten wir gewusst, wie viele Gegenanstiege wir absolvieren mussten, hätten wir uns anders entschieden. Immerhin konnten wir im Schatten gehen, was angesichts der extremen Temperaturen wichtig war. Irgendwann erreichten wir endlich die Hütte. Wir waren lange gegangen und weiter vom Ziel entfernt als je zuvor. Immerhin kamen wir so zur Leschauxhütte. Ich weiß nicht, ob wir jemals das Niveau haben werden dort für eine Tour hinzugehen.

              Über nicht ganz so endlose Leitern ging es hinab auf den Gletscher, den wir hinaushatschten. Landschaftlich war es großartig, aber wir durften nicht darüber nachdenken, dass wir schon an der Bahn hätten sein können. Ein großer Block am Zusammenfluss vom Mer de Glace und Glacier de Leschaux spendete Schatten und gab so einen angenehmen Pausenplatz ab.

              Irgendwann waren wir am Fuß der endlosen Leitern, die zurück zur Bahnstation führten. In der sengenden Hitze war der Aufstieg kein Spaß. Nach etwas über sechs Stunden hatten wir endlich Montenvers erreicht. Noch in der Bahn checkten wir die Wetterberichte und diskutierten die Pläne für die kommenden Tage. Es sollte noch heißer werden und leider auch gewittrig. Wir beschlossen unser Glück auf der italienischen Seite zu versuchen. Es war ein seltsames Gefühl im Mont-Blanc-Tunnel zu wissen, dass wir uns gerade unter der Aiguille du Midi befanden.

              Es hieß sich von diesem großartigen Ort zu verabschieden
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              Aiguille Verte und Les Droites mit grausamen Bedingungen an ihren Normalwegen
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              Die Aiguille du Moine in der linken Bildhälfte
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              Unser Ziel entfernte sich immer weiter
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              Endlich waren wir an der Leschauxhütte angekommen.
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              "Glück, das kann schon sein: man hat es fast hinter sich und einen Schluck Wasser noch dazu." (Malte Roeper)

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              • #8
                Wieder einmal Leitern
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                bevor wir uns dort hinauf quälen mussten
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                Es hieß endgültig Abschied zu nehmen
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                "Glück, das kann schon sein: man hat es fast hinter sich und einen Schluck Wasser noch dazu." (Malte Roeper)

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                • #9
                  Für den nächsten Tag hatten wir nur den Aufstieg zum Rifugio Dalmazzi geplant. Daher machten wir einen faulen Vormittag. Da das hintere Val Ferret für Autos gesperrt war, fuhren wir mit dem Bus hinein. Das Ticket war sehr günstig und die Busse fuhren wirklich oft. Vorbildlich!

                  In der unglaublichen Nachmittagshitze stiegen wir zur Hütte auf. Die Hütte hat uns sehr gut gefallen. Relativ klein und einfach, wie wir es mögen. Und das beste, der Weg zu den ersten Mehrseillängentouren ist kürzer als der zur Toilette!
                  So kletterten wir noch eine Tour über zwei Seillängen, als die Hitze abends weniger wurde. Wir taten uns schwer, obwohl die Tour nicht einmal 5c-Stellen enthielt im Gegensatz zu der Tour, die wir am kommenden Tag klettern wollten. Wirklich beruhigend war das nicht, denn bei 19 Seillängen mit langwierigem Abstieg und nachmittäglichen Gewittern würden wir schnell sein müssen. Zudem erzählten uns zwei Frauen, dass am Fuß unserer Route ein steiles Schneefeld lag. Mit Zustiegsschuhen könnte das bereits das Ende der Tour sein. Wir haben schon einmal besser geschlafen.

                  Auch die italienische Seite des Gebiets ist wild,
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                  aber das Tal ist lieblich
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                  Links ein Teil der Hüttenterasse, rechts die Toiletten, in der Mitte Mehrseillängentouren
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                  "Glück, das kann schon sein: man hat es fast hinter sich und einen Schluck Wasser noch dazu." (Malte Roeper)

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                  • #10
                    Das Schneefeld stellte sich tatsächlich als ernstes Hindernis dar, aber wie ich erhofft hatte, konnten wir neben ihm einsteigen und trafen in der Mitte der ersten Seillänge auf die eigentliche Route. Nach drei Längen sah ich zum ersten Mal auf die Uhr – nicht einmal eine Stunde vom Einstieg – das sollte sich heute ausgehen. Wir spulten Seillänge um Seillänge ab. Nach nicht einmal 5 Stunden lag die Les Chamois Volants hinter uns. Das hatten wir nicht erwartet, hatte aber sicher auch mit der fürs Mont Blanc Gebiet untypisch weichen Bewertung zu tun.
                    Nach der Gipfelrast machten wir uns an den Abstieg, den uns der Wirt beschrieben hatte. Wir begannen seilfrei abzuklettern, doch das Gelände wurde immer schwieriger. Hin und wieder hingen Schlingen. Bald darauf seilten wir zum ersten Mal ab. Waren wir richtig? Eigentlich hätte das Abklettern nicht so schwierig sein sollen. Nach einigem Suchen gaben wir auf. Das würde nichts werden.
                    Wir kletterten in Richtung unserer Aufstiegsroute hinüber und kamen tatsächlich dort an. Wir hatten viel Zeit verloren und befanden uns nicht weit unter dem Gipfel. Überwiegend abseilend, aber auch abkletternd verloren wir relativ zügig an Höhe. Da wir die Route kannten und von oben eine gute Übersicht hatten, konnten wir den Abstieg optimieren. Das hieß, dass wir uns nicht immer an die Route hielten, sondern manchmal direkt und die Länge unserer Seile ausnutzend abseilten und dann über leichtes Gelände wieder zurück zu einem Stand kletterten.
                    Während des Abstiegs wurden die Wolken zunehmend dunkler. Kaum hatten wir die Hütte erreicht, fielen die ersten Tropfen. Bald gewitterte und hagelte es. Wir blieben so lange, bis der Niederschlag nachließ und stiegen dann im Eiltempo ab, um den vorletzten Bus zu erwischen. Hätten wir ihn verpasst, hätten wir eine Stunde im leichten Regen warten müssen. Wir erreichten ihn und konnte uns über die Tour freuen.
                    Im Mont Blanc Gebiet verliert man leicht die Relationen. Unsere Tour kam uns wie etwas kleines vor, was sie angesichts der anderen Wände im Gebiet auch ist. Stünde der Berg irgendwo bei uns in den Zentralalpen, wäre die Tour eine große Nummer – 19 Seillängen bis 5c auf einen 3000er.

                    Im kurzen Zustieg
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                    beobachteten uns Steinböcke
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                    In der Route
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                    Zwar keine großen Namen, aber dennoch wildes Panorama
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                    "Glück, das kann schon sein: man hat es fast hinter sich und einen Schluck Wasser noch dazu." (Malte Roeper)

                    Kommentar


                    • #11
                      Seillänge, um Seillänge ging es hinauf
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                      bis wir irgendwann in die Sonne kamen
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                      Die Aiguille du Triolet hatten wir vor kurzem noch von einer anderen Seite gesehen
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                      Dem Himmel entgegen
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                      Kurz vor der Bushaltestelle. An dem Doppelgipfel rechts liegt die von uns begangene Route
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                      "Glück, das kann schon sein: man hat es fast hinter sich und einen Schluck Wasser noch dazu." (Malte Roeper)

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                      • #12
                        Der kommende Tag hätte eigentlich ein Ruhetag werden sollen, doch angesichts der Wetterprognose wollten wir zumindest Wandern. Unser Ziel war die Tête de Ferret. Wir begegneten vor allem im Abstieg unglaublich vielen Tour-du-Mont-Blanc-Wanderern aus aller Herren Länder. Am stärksten vertreten waren Engländer, aber wir hörten fast alle europäischen Sprachen und trafen sogar Asiaten. Die Wanderer kamen aus allen Altersstufen und Fitnessleveln.

                        Ähnliches Bild wie am Vortag, aber bei viel besserem Wetter
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                        Die Flora und Fauna waren sehenswert
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                        "Glück, das kann schon sein: man hat es fast hinter sich und einen Schluck Wasser noch dazu." (Malte Roeper)

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                        • #13
                          Das Panorama wusste auch zu gefallen. Mont Dolent
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                          Grandes Jorasses
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                          Aiguille de Triolet
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                          und Grand Combin
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                          Schon fast wieder im Tal
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                          "Glück, das kann schon sein: man hat es fast hinter sich und einen Schluck Wasser noch dazu." (Malte Roeper)

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                          • #14
                            Die nächsten beiden Tage verbrachten wir weitestgehend auf dem Campingplatz. Der Rhythmus war immer derselbe – schlafen, essen, lesen oder am Smartphone spielen bis man wieder müde war und einschlief. So wie sich der Tagesablauf glich, so änderte sich das Wetter. Am ersten Tag gab es heftige Schauer, kurze Pausen und dann wieder heftige Schauer. Am zweiten Tag regnete es durchgehend, aber weniger stark.
                            Unser Programm hätte ich problemlos einen weiteren Tag durchgehalten, aber das Wetter sollte wieder gut werden. Wir diskutierten über verschiedene Touren, stellten fest, dass wir nach mehr als einer Woche Westalpen noch nie so schlecht akklimatisiert waren, und einigten uns auf ein Ziel. Ein Anruf auf der Hütte, aber sie war ausgebucht. Als Biwaktour wollten wir das Ganze nicht durchziehen, also zog der Plan B – der Liskamm.

                            Morgens verließen wir schweren Herzens das Val Ferret und fuhren ins hinterste Val de Gressoney. Die Bahn nahm uns einen großen Teil des Zustiegs zum Rifugio Gnifetti ab. Da ging sich noch locker die Besteigung der Vincentpyramide aus, was aus Akklimatisierungsgründen sinnvoll war. Zum Glück diente der Ausflug einem höheren Ziel, denn ich hatte ziemliche Motivationsdefizite über den Gletscher hinaufzuhatschen.
                            So blöd es klingt, ich war unterwegs zu einem für mich neuen 4000er und hatte eigentlich keine Lust. Als wir oben waren, war es natürlich gar nicht schlecht, obwohl die Wolken wieder zugenommen hatten.

                            Die Vincentpyramide
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                            Der Liskamm von unten
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                            und von weiter oben
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                            Schwarzhorn, Ludwigshöhe und Parrotspitze
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                            Im Waschraum und bei den Toiletten musste man warten, hatte aber eine gute Aussicht
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                            "Glück, das kann schon sein: man hat es fast hinter sich und einen Schluck Wasser noch dazu." (Malte Roeper)

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                            • #15
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                              Nach der 4000er-Orgie stiegen wir noch zur Bahn ab, die uns ins Tal brachte. Wegen der schlechten Akklimatisierung war die Tour ziemlich anstrengend gewesen, so dass wir beschlossen es am nächsten Tag ruhiger angehen zu lassen

                              Der Gletscher verwandelte sich durch die vielen Seilschaften in ein Lichtermeer
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                              Zum Glück bogen wir bald ab
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                              Wunderschön
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                              Auf dem Weg zum Liskamm
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                              Parrotspitze bis Vincentpyramide
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                              Obergabelhorn, Zinalrothorn und Weisshorn
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                              Mischabelgruppe und Berner Alpen
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                              Auch die Dufourspitze zeigte sich
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                              "Glück, das kann schon sein: man hat es fast hinter sich und einen Schluck Wasser noch dazu." (Malte Roeper)

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